Zürich HB nach Zürich-Flughafen via Pfäffikon SZ
ZVV November 12th. 2007, 16:11Schon öfters habe ich mich über Reiserouten gewisser Fahrgäste gewundert. Wenn jemand von Zürich nach Bern fährt und dabei die Strecke via Luzern benutzt, verstehe ich das ja. Er will vielleicht die schöne Landschaft anschauen. Auch Zürich HB - Zermatt via Chur - Disentis macht für mich durchaus Sinn.
Aber: Wie kommt man auf die Idee, vom Hauptbahnhof Zürich nach Zürich-Flughafen via Pfäffikon SZ zu fahren?
Dies ist tatsächlich so geschehen. Der Herr sass in meinem Zug. Ich kontrollierte ihn, als wir gerade zwischen Wädenswil und Pfäffikon waren und er wies mir ein ZVV-Billett für die Zonen 10 und 21 vor. Da ich nicht wusste, ob er sich verfahren oder ein falsches Billett gelöst hat, fragte ich ihn, wohin er denn wolle. “Zum Flughafen”, sagte er mir. Daraufhin erklärte ich ihm, dass dieser genau in entgegengesetzter Linie liege. Ja, das wisse er schon, bestätigte er mir. Aber er wolle via Pfäffikon SZ zum Flughafen. Dies sei jedoch ein grosser Umweg, wiederholte ich mich. “Jaja, kein Problem, ich habe Zeit.”, meinte er nur.
Und zudem müssen er noch nachlösen, erklärte ich ihm weiter. “Ja wieso???” “Nun, Sie haben bloss für die Zonen 10 und 21 gezahlt und nun fahren Sie quer durch viele andere Zonen.” “Ja aber am Schalter hat man mir gesagt, mit diesem Billett könne ich bis zum Flughafen fahren!” “Am Schalter hat man auch nicht gewusst, dass Sie zuvor noch eine Seerundfahrt machen.”
Da ich sonst noch viel zu tun hatte, kam ich nach dem Einkassieren nicht mehr dazu, ihn zu fragen, weshalb er überhaupt einen solch grossen Umweg auf sich nehme. Irgendwie würde mich das inzwischen noch interessieren. Erklären kann ich es mir nicht.
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November 12th, 2007 at 18:04
Ich bin von Zeit zu Zeit auch so ein Umwegfahrer. Und zwar geht es mir darum, eine lästige Wartezeit zu überbrücken, wenns irgendwo mal eine gibt. Zum Beispiel habe ich letzten Sommer während der Zeit zwischen Schulende in Bern und Anfang einer Fahrstunde in Bern die Zeit mittels Abfahren diverser Strecken überbrückt. Einmal zum Beispiel ab Bern via Kerzers - Büren - Grenchen - Biel wieder zurück nach Bern.
Weil ich glücklicherweise ein GA habe, gibts aber auch einfach Tage, an denen es mir nach einer Rundreise ist. Bei einer Billettkontrolle mit Fahrausweisbenützungs-Erhebung zwischen Murten und Payerne hat eine Zugbegleiterin der BLS mal nicht schlecht gestaunt, als ich ihr meine Reiseroute angeben sollte =).
November 12th, 2007 at 18:18
Ich habe früher (insbesondere als ich noch in der KVöV-Ausbildung und nicht beim Zugpersonal tätig war) selber auch oft solche Rundfahrten gemacht. Aber nun, wo ich täglich Zug fahre, bin ich jeweils froh, wenn ich in der Freizeit ein wenig Abstand von diesem Verkehrsmittel gewinnen kann / darf. ;o) Und wenn ich dann doch mal eine Fahrt mache, dann am ehesten mit der Rhätischen Bahn. (Kann ich jedem Leser wärmstens empfehlen!)
November 13th, 2007 at 23:38
Ich kann loner gut nachfühlen… Ich finde Zugfahrten sehr inspirierend. Harzige Projektstarts lösen sich im Nu. Man kann nach Herzenslust lange lesen. E-Mails, die man schon lange schreiben sollte, sprudeln plötzlich nur so. Man kann Leute beobachten. DAS ist Lebensgefühl - schnell man für nen Cappucino nach Domodossola. Kurz nach Lausanne den See anschauen und via Neuenburg zurück nach Bern. Perfekt.
Ausser vielleicht wenn (wie schon geschehen) Bäume in Tschamut auf die Fahrleitung fallen und man von Sedrun nach Zermatt müsste - und dann via Chur-Bern kehren darf…
November 14th, 2007 at 03:45
November 14th, 2007 at 11:38
Ja, früher… da gabs mehrmals pro Jahr Bern - Domo - Centovalli - Locarno - Ascona - Locarno - Gotthard - Znacht am See in Zug - Zürich - Bern… die Expo, yesss… ein himmlischer Sommer war das! - Nun denn: Das mit dem Schnee derzeit gefällt mir auch. Sehr sogar. Bei der Verwandtschaft vor dem Haus hats so viel Schnee wie den ganzen letzten “Winter” nie.