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	<title>schweizweit.net &#187; Im Gespräch</title>
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	<description>Unterwegs zuhause mit deinem Pendlerblog!</description>
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		<title>Bahnfahrer-Portrait: Sandra-Lia Infanger</title>
		<link>http://schweizweit.net/2010/12/21/bahnfahrer-portrait-sandra-lia-infanger/</link>
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		<pubDate>Tue, 21 Dec 2010 06:11:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Hobi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Im Gespräch]]></category>

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		<description><![CDATA[Es geht weiter mit den Bahnfahrer-Portraits! Treue Leser mögen sich vielleicht noch erinnern, dass ich im 2009 damit begonnen habe, Leser von schweizweit.net vorzustellen. Es freut mich sehr, dass ich heute eine meiner treusten Leserinnen portraitieren darf. Darf ich vorstellen: Sandra-Lia]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><em>Es geht weiter mit den Bahnfahrer-Portraits! Treue Leser mögen sich vielleicht noch erinnern, dass ich im 2009 damit begonnen habe, Leser von schweizweit.net vorzustellen. Es freut mich sehr, heute eine meiner treusten Leserinnen portraitieren zu dürfen. Darf ich vorstellen: Sandra-Lia</em></p>
<p>(<a href="http://schweizweit.net/2009/06/05/bahnfahrer-portraits/">Mehr Infos zu den Bahnfahrer-Portraits…</a>)</p>
<p style="text-align: center;"><a title="Sandra-Lia Infanger by tari.eledhwen, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/tarieledhwen/2843195443/"><img class="aligncenter" src="http://farm4.static.flickr.com/3087/2843195443_5ccaf5ddc1.jpg" alt="Sandra-Lia Infanger" width="468" height="351" /></a></p>
<p><strong>Personelles:</strong> Sandra-Lia Infanger; Geb. 80; Solothurn; <a href="http://www.facebook.com/sandrainfanger">Facebook (Sandra-Lia Infanger)</a>; <a href="http://bloggerin.com">bloggerin.com</a></p>
<p><strong>Über mich:</strong> Rede und denke viel, und habe immer eine kritische Weltanschauung. Ich tät gern in den Nationalrat gehen (gewählt werden), um dem Parlament die Rote Karte zu zeigen! Ich bin eine Weltenbummlerin. Die Welt ist mein Zuhause, die Schweiz mein Daheim, Solothurn meine Wurzel, Bellach mein Lebensmittelpunkt.</p>
<p><strong>Mein Billett:</strong> Ich bin kategorische Schwarzfahrerin. Mit meiner Schwarzen Karte mit dem Aufdruck &#8220;GA&#8221; habe ich immer eine tolle Ausrede, warum ich schon wieder kein Billett lösen musste&#8230;</p>
<p><strong>Meine Strecke:</strong> Ja, Solothurn – Basel via Moutier oder Olten. Ich mag den EC 50 nicht, (früher CIS) also fahr ich auch oft via Moutier, wo ich einige Kondukteure schon ganz gut kenne. Einer ist besonders cool!</p>
<p><strong>Mein Bahnhof:</strong> Definitiv&#8230; jep.. juhu.. St. Louis (haut Rhin) ne, Spass bei Seite. Strassbourg gefällt mir gut, und Basel Gleis 30-35, weil man da das Fernweh so schön spüren kann, und weil ich dort viele Erinnerungen dran hab.</p>
<p><strong>Meine Mitfahrer:</strong> Nicht viel, nur, dass die meisten die gleiche Meinung wie ich zu A.M. haben.</p>
<p><strong>Mein Zug:</strong> Früher hätte ich ICN gesagt, ne. Am liebsten mag ich EW IV und EC-Wagen, die sind für meine langen Beine einen Segen, und da kann man so gut schlafen.</p>
<p><strong>Mein Erlebnis im öV:</strong> Hm, es gibt viele. <a href="http://www.bloggerin.com/samsung-galaxy-tab-1000-7-tage-test/">Das aktuellste</a> ist, das ein Kondukteur aus der Westschweiz das SBB-Dings gegen mein cooles Samsung Galaxy Tab 1000 tauschen wollte. Leider musste ich diesen Tausch ausschlagen. Und meine Fahrt im Führerstand von Delle nach Moutier. Das war auch cool!</p>
<p><strong>Ich und die SBB:</strong> Ist sehr wechselhaft. Leider bewahrheiten sich meine Voraussagen immer sehr genau (siehe die Schrottlinge, die nun zwischen Solothurn und Moutier fahren, seit die SBB die Strecke übernommen hat.. da kann man die schönen BLS Züge nur vermissen!) Mein GA mag ich, es ist meine Freiheit, aber der Service und die Sauberkeit sind Themen, wo die SBB noch viel zu lernen hat.</p>
<p><strong>Ich als SBB-Chef:</strong> Würde den 20min-Takt einführen! Weil er einfach genial ist!</p>
<p><strong>Notenabgabe: Bahnhöfe:</strong> 4,5 (find ich nicht so schlecht, wenn man bedenkt, das ich auch so Löcher wie Bellach HBF mit in die Wertung einbeziehe!) Züge: CIS: F!!! ICN: Schüttelbecher, sonst 3-4; alte Regioschüttler: 3 (Stinkig!); Flirt: 3 (unbequem!); EW IV: 5, mit Steckdose: 6!; Dosto: unten 4, oben 2! (beides für grosse Menschen eine Zumutung!); S Bahn Züri, alt: 4, neu: 4,5. BLS Flirt: 5, vorallem wegen dem “Wohnzimmer”!</p>
<p><strong>Ich und schweizweit.net:</strong> Ich kenne Andreas immer noch nicht persönlich, obwohl ich fast so viele SBB Kilometer wie er fahre. Ich weiss nimmer, wie ich zu dem Blog fand. Aber ich finde, er gehört zu meinen Topblogs, die ich regelmässig lese. Und wer mich kennt, weiss, dass das nicht selbstverständlich ist!</p>
<p><em><strong>Kommentar Andreas Hobi:</strong> Ich frage mich auch, wie es kommt, dass wir uns noch nie begegnet sind. Fahren wir beide doch sehr viel Zug. Sandra-Lia nach eigenen Angaben ja fast so viel wie ich. ;-) Da scheint sich das GA ja richtig zu lohnen!</em></p>
<p><em>Sandra-Lia ist mir als kritische, aber sehr engagierte und treue Leserin von schweizweit.net bekannt. Auch wenn wir in gewissen Dingen (zum Beispiel Meyer) nicht gleich denken, bin ich doch froh, dass es solche Leser wie sie gibt und würde mir wünschen, es gäbe noch mehr so engagierte, regelmässig kommentierende Leserinnen und Leser auf meinem Blog.</em></p>
<p><em>Obwohl ich in den letzten Tagen an jedem Tag von einem Leser angesprochen oder nachträglich angemailt wurde (sogar an meinem freien Sonntag, als ich mit meiner Freundin das Thermalbad in Bad Schinznach besuchte), war es mir bisher nicht vergönnt, Sandra-Lia mal da draussen anzutreffen.<br />
</em></p>
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		<title>&#8220;Ist ein Lokführer an Bord?&#8221;</title>
		<link>http://schweizweit.net/2009/09/04/ist-ein-lokfuhrer-an-bord/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 10:11:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Hobi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Im Gespräch]]></category>
		<category><![CDATA[Kondukteur]]></category>
		<category><![CDATA[20 minuten]]></category>
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		<category><![CDATA[sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[totmannpedal]]></category>
		<category><![CDATA[zub]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach der Durchsage "Ist ein Lokführer an Bord?" gerieten einige Fahrgäste in Panik. Das dies nicht nötig ist, zeigt dieser Artikel.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><strong>Eigentlich dachte ich, der Sommer &#8211; und damit auch dessen Loch &#8211; sei vorbei.</strong> Wie sehr man sich doch täuschen kann. Denn gestern griff die Pendlerzeitung 20 Minuten die Geschichte einer SBB-Kundin auf, welche meinte, sich in einem Katastrophenfilm zu befinden. ( <a href="http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/14508319">Artikel auf 20min.ch</a> )</p>
<p><strong>Was ist geschehen?</strong></p>
<p>Der Zug wurde nicht etwa <strong>von Gaddafis Terroristen entführt</strong> und er transportierte auch keinen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zugfahrt_ins_Jenseits">hochgiftigen Sondermüll oder eine Atombombe sowjetischer Herkunft</a>. Und auch das Bremssystem versagte nicht. Die Sache lief ganz anders:</p>
<p>Ein ICE fuhr von Basel nach Zürich. Kurz nach Olten geschah etwas, das bei der SBB eigentlich nur selten geschieht: Die Technik funktionierte nicht ganz so, wie sie sollte.</p>
<p><strong>Vermutlich fiel das Zugsicherungssystem aus.</strong> Dieses System ist vereinfacht gesagt eines der zahlreichen Sicherheitselemente auf dem Zug. Es überwacht unter anderem den Lokführer, so dass er zum Beispiel nicht schneller fährt, als er darf. (Schade, gibt es solche Systeme nicht auch für Autos&#8230;)</p>
<p>Fällt nun dieses System aus, besteht die Gefahr, dass Fehlbedienungen des Lokführers unbeachtet bleiben. Deshalb muss der Lokführer langsamer fahren.</p>
<p>Wenn der Lokführer das System nun nicht mehr zum Laufen bringt, erkundigt er sich beim Zugpersonal nach einem zweiten Lokführer. Am einfachsten ist es nun für die Kondukteure, rasch eine Durchsage zu machen, so dass sich ein zufällig anwesender Lokführer doch bitte beim Zugpersonal melden soll.</p>
<p>Früher reichte es, wenn einer der Kondukteure in den Führerstand ging. Heute muss es &#8211; BAV sei dank &#8211; ein Lokführer sein.</p>
<p>Genau dies wird wohl auch in jenem Zug geschehen sein, über den &#8220;20 Minuten&#8221; schrieb.</p>
<p>Falls die Durchsage wirklich (wie im Artikel beschrieben) lautete <strong>&#8220;Ist ein Lokführer an Bord?&#8221;</strong>, dann war das natürlich ein bisschen ungeschickt. Denn damit können die restlichen Fahrgäste, welche nicht bei der Bahn arbeiten, herzlich wenig anfangen.</p>
<p>Ich habe es mir angewöhnt, in meinen Zügen bei einem ausgefallenen Zugsicherungssystem eine etwas ausführlichere Durchsage zu machen, die in etwa so lautet:</p>
<blockquote><p>&#8220;Geschätzte Fahrgäste, auf Grund einer technischen Störung können wir zurzeit nicht mit der sonst üblichen Geschwindigkeit verkehren. Wir versuchen, die Störung so rasch als möglich zu beheben und werden sie zu gegebener Zeit weiter informieren. Besten Dank für Ihr Verständnis. Eine Dienstmeldung: Sollte sich ein Lokführer unter den Fahrgästen befinden, wird dieser gebeten, sich beim Zugpersonal zu melden.&#8221;</p></blockquote>
<p>Über den letzten Teil der Durchsage wundern sich jeweils einige Leute. So werde ich danach auch oft auf diese &#8220;Dienstmeldung&#8221; angesprochen und die Leute wollen wissen, weshalb es einen weiteren Lokführer brauche. Dann erkläre ich ihnen die Sache mit der Zugsicherung, woraufhin es dann meistens heisst: <strong>&#8220;Das isch aber na ä guäti Sach!&#8221;</strong></p>
<p>Heute morgen hatte ich die Gelegenheit, ein kurzes Interview mit Jeri Peier zu führen. Er arbeitet als Lokführer bei der SBB.</p>
<p><strong>Jeri, was dürfen wir unter dem Begriff &#8220;Zugsicherung&#8221; verstehen?</strong></p>
<p><em>Grundsätzlich ist jedes Signal gesichert, sodass wenn man es bei rot überfahren sollte, es eine Schnellbremsung auslöst. Dies ist die &#8220;Zugsicherung&#8221;. Die Zugsicherung kann zudem eine &#8220;Warnung&#8221; auf das Fahrzeug übertragen, wenn beim darauffolgenden Signal eine niederige Geschwindigkeit erreicht werden muss, bzw. das folgende Signal rot zeigt.</em></p>
<p><strong>Was geschieht nun, wenn diese Zugsicherung aus irgendeinem Grund nicht mehr funktioniert?</strong></p>
<p><em>Sollte die Zugsicherung ausfallen ist die Geschwindigkeit auf 80km/h begrenzt. Ist ein zweiter Lokführer im Führerstand, darf mit normaler Geschwindigkeit gefahren werden.</em></p>
<p><strong>Manchmal spricht man ja auch vom &#8220;ZUB&#8221;. Was ist denn mit dieser Abkürzung gemeint?</strong></p>
<p><em>Das ZUB steht für &#8220;Zugbeeinflussungssystem&#8221; und ist eine Zusatzsicherung, die an besonders kritischen Punkten eingebaut ist. Auch diese Einrichtung überträgt vom Boden Befehle auf das Fahrzeug. Das ZUB allerdings leitet bereits eine Schnellbremsung ein, wenn es merkt, dass der Lokführer zu wenig bremst, beim erreichen einer gespeicherten Zielgeschwindigkeit, oder beim Fahren zu einem roten Signal.</em></p>
<p><em>Das ZUB sichert aber nicht nur Signale sondern kann auch auf Höchstgeschwindigkeiten überwachen.</em></p>
<p><em>Das ZUB ist also da, einzugreifen, bevor es zu spät ist, und die Zugsicherung eingreifen muss.</em></p>
<p><em>Fällt das ZUB aus, darf auch nur noch mit 80km/h gefahren werden, es sei denn es ist ein zweiter Lokführer auf dem Führerstand anwesend.</em></p>
<p><strong>Welche weiteren Sicherheitseinrichtungen gibt es auf einer SBB-Lokomotive?</strong></p>
<p><em>Dann gibt es noch die Sicherheitssteuerung. Diese überwacht den Lokführer, ob er noch anwesend ist. (Fusspedal)</em></p>
<p><em>Fällt diese Einrichtung aus, darf sogar nur noch mit 60km/h gefahren werden. Hier reicht aber ein Mitarbeiter der Bahn aus, der im Führerstand mitfährt, um die volle Geschwindigkeit ausfahren zu dürfen. Dieser muss instruiert werden, wie der Zug im Notfall zu bremsen ist.</em></p>
<p><strong>Jeri, ich danke dir für das Interview.</strong></p>
<p>So, liebe Lorena B. Vermutlich weisst du selbst, dass dein Verhalten ein wenig peinlich war. Wie sonst ist es zu erklären, dass du in der 20 Minuten nicht mit vollem Namen erscheinen wolltest. Nun weisst du, dass du dich bei einer solchen Durchsage nicht <strong>&#8220;in einem Katastrophenfilm glauben&#8221;</strong> musst. Und ich hoffe, dass du in Zukunft bei solchen Ereignissen nicht <strong>&#8220;am liebsten sofort aussteigen&#8221;</strong> möchtest. Denn das kann ganz schön weh tun, bei einem Zug, welcher mit 80 Kilometer pro Stunde durch die Gegend saust.</p>
<p>Wenn du <strong>IM FLUGZEUG</strong> die Durchsage hörst <strong>&#8220;Hat jemand die Piloten gesehen?&#8221;</strong>, ja dann würde ich mir an deiner Stelle auch Sorgen machen. Im Zug hingegen musst du keine Angst haben, der ist sicher. Denn der Lokführer wird durch zahlreiche Systeme überwacht. So muss er zum Beispiel nahezu ununterbrochen ein sogenanntes Totmannpedal drücken. Dieses stellt sicher, dass er nach wie vor an seinem Platz sitzt und noch nicht <strong>&#8220;vom Stüehli abe gfloge isch&#8221;</strong>. Zusätzlich muss er in regelmässigen Abständen auch auf andere Art und Weise bestätigen, dass er &#8211; trotz gedrücktem Totmannpedal &#8211; noch einigermassen bei Bewusstsein ist. Denn es könnte ja sein, dass der gute Mann dummerweise genau auf das Totmannpedal gefallen ist, als er einen Kreislaufkollaps hatte.</p>
<p>Also Lorena, du siehst: Unsere Züge sind sicher! ;-)</p>
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		<title>Wir sind alle Verkehrsexperten!</title>
		<link>http://schweizweit.net/2009/08/19/wir-sind-alle-verkehrsexperten/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 Aug 2009 13:11:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Hobi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Im Gespräch]]></category>
		<category><![CDATA[SBB]]></category>
		<category><![CDATA[cisalpino]]></category>
		<category><![CDATA[gelterkinden]]></category>
		<category><![CDATA[markus maibach]]></category>
		<category><![CDATA[stellwerkstörung]]></category>
		<category><![CDATA[tessin]]></category>
		<category><![CDATA[verkehrsexperte]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein selbsternannter "Verkehrsexperte" erzählt in einem Radio-Interview Dinge, die nun wirklich NICHT bahnbrechend sind. Aber hört selbst! ;-)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Lange habe ich überlegt, wie ich diesen Artikel betiteln soll:</p>
<ul>
<li>Sandra-Lia ist Verkehrsexpertin!</li>
<li>Bloggingtom ist Verkehrsexperte!</li>
<li>Christian Hauser ist Verkehrsexperte!</li>
<li>Thomas Deutsch ist Verkehrsexperte!</li>
<li>Ralph Hutter ist Verkehrsexperte!</li>
<li>Wir sind alle Verkehrsexperten!</li>
</ul>
<p><em>Wie es dazu kam, dass ich voller Überzeugung alle schweizweit.net-Leserinnen und Leser als <strong>Verkehrsexperten</strong> bezeichne, das erfahrt ihr in diesem Artikel. Ich werde euch einen &#8220;Verkehrsexperten&#8221; vorstellen, der mich mehr als nur einmal zum Lachen brachte. Wenn ihr gut unterhalten werden möchtet, dann lest jetzt weiter. ;-)</em></p>
<p style="text-align: center;"><a title="Un train à destination de Genève von iwouldstay bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/iwouldstay/21909908/"><img class="aligncenter" src="http://farm1.static.flickr.com/15/21909908_0b54a8ce6d.jpg" alt="Un train à destination de Genève" width="340" height="500" /></a><br />
<em><span style="font-size: xx-small;">Bild © (<a href="http://creativecommons.org/about/">cc</a>) iwouldstay (<a href="http://flickr.com">flickr.com</a>)</span></em></p>
<p><em>(Vorsicht! Nicht ganz ernst gemeinte Satire!)</em></p>
<h3>Pannen bei der SBB</h3>
<p>Ja, liebe Leute, ich gebe es ja zu: In den letzten Tagen lief es nicht rund bei der SBB. Mal hielt ein Zug nicht <a href="http://www.onlinereports.ch/News.117+M56a3bfd7ba0.0.html">in Gelterkinden</a>, mal hatte das Tessin <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/tessin_sbb_1.3318802.html">keinen Pfuus</a> mehr und die <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/stellwerkstrung_im_bahnhof_brugg_1.3235418.html">Stellwerke machen Pause</a>, wenn es ihnen gerade passt. Dann will ein Fernverkehrszug in Zürich HB <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/zuerich/zuerich_bahnunfall_1.3347464.html">direkt bis in die grosse Halle fahren</a> und bei der Cisalpino sind wir froh, wenn die Züge <strong>überhaupt</strong> fahren.</p>
<p>Ja, es läuft nicht rund. Auch wenn wir verglichen mit dem Ausland immer noch absolut Spitze sind, unsere eigenen Anforderungen erfüllen wir nicht in allen Bereichen.</p>
<h3>&#8220;Verkehrsexperten&#8221; melden sich zu Wort</h3>
<p>Wie es nun mal so ist, wenn es bei einer Firma zu einer Anhäufung von Pannen kommt: Sofort melden sich aus allen Himmelsrichtungen &#8220;Experten&#8221;, die auch etwas zu sagen haben wollen.</p>
<p>Besonders mitteilungsbedürftig war ein Herr Markus Maibach, von welchem ich bisher noch nie etwas gehört habe. Er kam <a href="http://www.drs.ch/www/de/drs/sendungen/drs-4-aktuell/5728.sh10095166.html">in diesem Radio-Interview</a> zu Erkenntnissen, welche mich richtiggehend <strong>schockierten</strong>; er erzählte Sachen, von welchen ich <strong>noch nie im Leben etwas gehört</strong> habe; seine Schlussfolgerungen waren für mich <strong>von solch grosser Bedeutung und Wichtigkeit</strong>, dass ich sie euch unbedingt mitteilen muss:</p>
<blockquote><p>&#8220;Ich denke, wenn wir die Entwicklung des Bahnnetzes Schweiz betrachten, dann hat es auf jeden Fall eine systemische Komponente.&#8221;<br />
<strong>Markus Maibach, Verkehrsexperte</strong></p></blockquote>
<p>Ja also, da muss ich sagen: Ich bin voll einverstanden damit! Dieser Klarblick des Herrn Maibach, diese Weitsichtigkeit! Ein richtiges Vorbild für uns alle!</p>
<blockquote><p>&#8220;Natürlich kommen immer wieder Zufälle zusammen. Wir kennen den Murphy; der kann im Sommer, vor allem wenn es heiss ist, stärker zuschlagen; aber es gibt eine systemische Komponente. Und die ist durchaus wichtig und kann in Zukunft noch wichtiger werden.&#8221;<br />
<strong>Markus Maibach, Verkehrsexperte</strong></p></blockquote>
<p>Jaja, der liebe <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Murphys_Gesetz">Murphy</a>&#8230; Wenn der zuschlägt, dann ist Hopfen und Malz verloren. Murphy &#8211; der Erzfeind der SBB &#8211; schlägt natürlich am liebsten dort zu, wo die meisten Pendler von seinen Terroranschlägen in Mitleidenschaft gezogen werden. Sein kürzlicher <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/tessin_sbb_1.3318802.html">Abstecher ins Tessin</a> ist wohl auf seinen Ferienaufenthalt in der Schweizer Sonnenstube zurück zu führen&#8230;</p>
<p>Frage des Radio-Moderators: Und was ist diese Komponente, was ist der Hintergrund?</p>
<blockquote><p>Wir haben ein dichtes Bahnnetz. (&#8230;) Wir haben ein hohes Angebotsniveau. Und wir haben ein stark vertaktetes Angebot. Dies alles zusammen führt zu grossen Abhängigkeiten im Angebot. Und wenn eine Infrastruktur eben dann nicht mehr funktioniert, sei es wegen einem defekten Stellwerk oder Stromausfall, dann hat das plötzlich sehr sehr grosse Auswirkungen, nicht nur lokal, sondern auf das gesamte Verkehrsnetz.<br />
<strong>Markus Maibach, Verkehrsexperte</strong></p></blockquote>
<p>Das haben wir alle doch schon seit jeher gewusst. Don&#8217;t we?</p>
<p><strong>Nein natürlich nicht!</strong> Wie denn auch?! Auf solche erkenntnisreichen Schlüsse kann nur ein Verkehrsexperte wie Markus Maibach kommen.</p>
<p>&#8220;Wir haben ein dichtes Bahnnetz.&#8221; &#8211;&gt; Endlich hat es einer gemerkt? Nachdem alle Bähnler rätselten und Andreas Meyer die Lösung nicht fand, teilt Maibach uns mit, dass das Problem darin liegt, dass unser Bahnnetz dicht ist. Merci Herr Maibach für Ihre Hilfe!</p>
<p>&#8220;Wir haben ein hohes Angebotsniveau.&#8221; &#8211;&gt; Na siehste? Hab ich&#8217;s nicht gewusst? Nein! Habe ich nicht. Sowas weiss nur ein Maibach.</p>
<p>&#8220;Wir haben ein stark vertaktetes Angebot.&#8221; &#8211;&gt; Das ist doch mal ein hartes Stück. Da fahren wir seit 1982 in einem Taktfahrplan und <strong>merken es nicht einmal</strong>! Erst 27 Jahre später, 2&#8217;009 Jahre nach Christi Geburt, sagt uns endlich einer: <strong>Wir haben ein vertaktetes Angebot.</strong></p>
<p>Neu war für mich natürlich auch, dass ein Stellwerk- oder Stromausfall plötzlich sehr grosse Auswirkungen haben kann. Dabei dachte ich doch immer, wenn da ein defektes Stellwerk auf der Strecke liegt, dann fährt man mit dem Zug einfach drum herum. So wie man mit einem Auto um eine Baustelle fährt. Aber nein! Wie uns der Verkehrsexperte mitteilt, hat ein solcher Ausfall <strong>grosse Auswirkungen</strong>! Dies nicht nur regional, sondern sogar auf das gesamte Verkehrsnetz. Jesses, was würden wir nur ohne einen Maibach machen?</p>
<blockquote><p>&#8220;Es geht darum, dass wir (die Schweizer Bevölkerung) natürlich dieses hohe Angebot wünscht und auch bereit ist, dieses zu finanzieren; ich denke, wir wissen alle, dass dies nicht gratis ist.&#8221;<br />
<strong>Markus Maibach, Verkehrsexperte</strong></p></blockquote>
<p>Nein, Herr Maibach. Wir wissen das alle nicht. Mich hat die Nachricht schockiert, dass unser Verkehrsnetz nicht gratis ist! Heisst das, dass ich all die Jahre immer schwarz gefahren bin? <strong>Das hätte mir ja auch einer sagen können, dass ich für den Zug ein Billett lösen muss!</strong> Himmelherrgott! Und ein Teil der Steuern geht auch für die Bahn drauf? Ja seit wann denn das??</p>
<blockquote><p>&#8220;Ich denke, wir können der SBB, allen Bahnen in der Schweiz, ein sehr hohes Niveau an Sicherheit attestieren. Wir haben vielleicht auch Glück gehabt, bis anhin keinen Unfall mit grösseren Personenschäden in den letzten Jahren gehabt. Es gab eine Zeit, wo sich diese gehäuft haben, aber ich denke, da haben die SBB auch sehr schnell reagiert. Und ich denke auch, dass die Bahnen die Sicherheit, und wenn ich Sicherheit meine, meine ich eben wirklich die, die Safety für die Benutzer und Benutzerinnen, dass hier wirklich keine Abstriche gemacht werden.&#8221;<br />
<strong>Markus Maibach, Verkehrsexperte</strong></p></blockquote>
<p>Für den Ausdruck <em>&#8220;bis anhin (&#8230;) in den letzten Jahren gehabt&#8221;</em> verdient Markus Maibach einen Literatur-Nobelpreis. Wie er so gekonnt diese beiden widersprüchlichen Ausdrücke &#8220;bis anhin&#8221; und &#8220;in den letzten Jahren&#8221; in einen einzigen Satz packen konnte, das verdient Bewunderung!</p>
<p>Und dann diese bahnbrechende Erkenntnis: Die Schweizer Eisenbahnen sind sicher, <a href="http://www.20min.ch/news/schweiz/story/21049658">Oerlikon 2003</a> war nur eine Illusion. Ja wenn ich das früher gewusst hätte, dann hätte ich mir in den rund 5 Jahren, die ich nun schon beim Zugpersonal bin, nicht jeden Morgen vor der Arbeit in die Hosen gesch&#8230; Neee, lassen wir das Thema. Aber ich bin wirklich froh, dass mir endlich mal einer versichern konnte, dass unsere Bahnen sicher sind. ;-)</p>
<h3>Wählt die Markus Maibach Partei!</h3>
<p>Wie treue Leserinnen und Leser von schweizweit.net wissen, war ich &#8211; politisch gesehen &#8211; bisher eher den Parteien rechts der Mitte zuzuordnen. Dies hat nun ein Ende! Ab sofort bin ich Kantonspräsident der Bündner Sektion der Markus Maibach Partei <span style="text-decoration: line-through;">MMP</span> MaMaPa!</p>
<p>Denn wer weiss: Vielleicht werde ich unter den Fittichen meines Parteivorsitzenden Maibach auch mal noch zu einem Verkehrsexperten und weiss so gut Bescheid, wie er&#8230;</p>
<p>Das ganze Interview mit Markus Maibach gibt es <a href="http://www.drs.ch/www/de/drs/sendungen/drs-4-aktuell/5728.sh10095166.html">unter diesem Link</a>.</p>
<p><strong>Markus Maibach &#8211; Isch <span style="text-decoration: line-through;">kandidiere</span> weiss Bescheid!</strong></p>
<p>Nein, Spass beiseite: Hat Markus Maibach uns wirklich so viel Neues erzählt? Eigentlich nicht, oder? Ich bin überzeugt, dass 90 Prozent der schweizweit.net-Leser im Interview nichts mitgeteilt bekamen, was sie nicht schon vorher wussten. Deshalb bin ich der Überzeugung: Wenn <strong>er</strong> sich &#8220;Verkehrsexperte&#8221; nennen kann, dann dürfen <strong>wir</strong> das schon längstens! ;-)</p>
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		<title>Countrysänger vs. US-Airline</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Jul 2009 12:11:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Hobi</dc:creator>
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		<category><![CDATA[united airlines]]></category>
		<category><![CDATA[usa]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie ein kanadischer Countrysänger über eine US-Airline singt und dabei viel Wirbel verursacht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Jene Leserinnen und Leser von <strong>schweizweit.net</strong>, welche oft im Internet surfen, sind vielleicht schon auf die Geschichte gestossen. Allen anderen empfehle ich, diesen Artikel zu lesen. Es geht um einen Countrysänger, welcher schlechte Erfahrungen mit einer US-Airline machte. Wo man diese schlechten Erfahrungen früher einfach hinunterschluckte oder schlimmstenfalls im Bekanntenkreis weitererzähle, kommt heute das Internet ins Spiel.</p>
<p>Im erwähnten Fall war es Youtube, der Videoservice von Google. Dort lud der Countrysänger alsbald einen Song hoch, welcher seine schlechten Erfahrungen mit der US-Airline thematisierte. Was dann geschah, hätte vermutlich nicht mal er für möglich gehalten.</p>
<h3>Die Geschichte von Anfang an</h3>
<p>(<a href="http://www.davecarrollmusic.com/story/united-breaks-guitars/">Hier geht es zur englischen, kompletten Story.</a>)</p>
<p>Am 31. März 2008 tourte <a href="http://www.davecarrollmusic.com/page/about-dave-carroll/">Dave Carroll</a> mit seiner Band durch Nebraska, USA. Bei einer Zwischenlandung in Chicago sahen andere Fluggäste, wie draussen auf dem Rollfeld Gitarren durch das Bodenpersonal durch die Luft geschmissen wurden. Schnell war klar, dass dies die teuren Gitarren von Carroll und seiner Band sind.</p>
<p>Doch alle Bemühungen seitens des Sängers, das Schlimmste zu verhindern, scheiterten. Niemand &#8211; weder die Flight Attendants noch die Dame beim Gate wollte sich um das Problem kümmern. Alle verwiesen ihn weiter an andere Angestellte.</p>
<p>Schlussendlich verwies man ihn, als er in Ohama ankam, an den Ausgangsflughafen der Reise, das kanadische Halifax. Nach seiner Tour dort angekommen, wurde ihm mitgeteilt, dass die US-Airline in Halifax gar keine Vertretung habe. Man gab ihm die Telefonnummer, so dass er <strong>United Airlines</strong> in den USA anrufen konnte.</p>
<p>Drei oder vier Monate später war er wieder in Chicago, dort wo er aus Kanada angerufen hatte. Wieder wurde er mit seinem Anliegen vorstellig. Doch da er die Gitarre nicht dabei hatte, konnte man nichts machen. <strong>Er müsse die Gitarre schon mitbringen, wurde ihm gesagt.</strong> Doch die war in Halifax. Kanada. Ganz weit weg von Chicago.</p>
<p>Die Odyssee ging noch einige Monate so weiter. Als es dann hiess, er hätte den Schaden doch gleich direkt nach der Landung anmelden müssen, wurde es dem Countrysänger zu doof und er machte, womit United wohl kaum gerechnet hatte: Der Sänger schrieb einen Song und nannte diesen <strong>&#8220;United Breaks Guitars&#8221;</strong>. Auf deutsch: <em>United macht Gitarren kaputt</em>.</p>
<p style="text-align: center;">
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=5YGc4zOqozo">http://www.youtube.com/watch?v=5YGc4zOqozo</a></p>
</p>
<p>Das Video wurde inzwischen bei Youtube schon <strong>weit über 3 Millionen Mal angeschaut</strong>. Dave Carroll kündigte dann auch gleich an, bald weitere United-Songs nachzuschieben. Dies zwang die Airline zu einer Reaktion: Man werde natürlich für den Schaden aufkommen.</p>
<p>Inzwischen wird das Video sogar bei Mitarbeiterschulungen eingesetzt, um die Angestellten auf die Macht des Internets aufmerksam zu machen und den Service-Gedanken zu perfektionieren.</p>
<p>Das Marktforschungsunternehmen BuzzStudy hat den Fall analysiert und dabei erschreckendes festgestellt. Dies sind die Begriffe, welche in letzter Zeit am häufigsten in Zusammenhang mit United Airlines benutzt wurden:</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/united.jpg" alt="" width="500" height="151" /></p>
<p>Autsch&#8230;!</p>
<p><a href="http://www.rolandbinz.com/">Roland Binz</a>, ehemaliger SBB-Sprecher und jetziger Berater für Krisenkommunikation und Medienarbeit ist hingegen der Meinung, dass letzlich wohl alle imagemässig vom Video profitieren werden: Sänger, der im Video genannte Gitarren-Hersteller sowie die US-Airline. Mehr dazu im Artikel <a href="http://binz-krisenblog.blogspot.com/2009/07/mit-country-eine-social-media-krise.html">Mit Country eine Social Media-Krise ausgelöst</a>.</p>
<p>(via <a href="http://www.best-practice-business.de/blog/?p=9595">best-practice-business.de</a>)</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Schweizer Blogger treffen sich in der SBB Lounge</title>
		<link>http://schweizweit.net/2009/06/18/schweizer-blogger-treffen-sich-in-der-sbb-lounge/</link>
		<comments>http://schweizweit.net/2009/06/18/schweizer-blogger-treffen-sich-in-der-sbb-lounge/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 18 Jun 2009 12:11:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Hobi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Im Gespräch]]></category>
		<category><![CDATA[SBB]]></category>
		<category><![CDATA[blogs]]></category>
		<category><![CDATA[christian leu]]></category>
		<category><![CDATA[leumund]]></category>
		<category><![CDATA[lounge]]></category>
		<category><![CDATA[pixelfreund]]></category>
		<category><![CDATA[ralph hutter]]></category>
		<category><![CDATA[twitter]]></category>
		<category><![CDATA[zürich hb]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie sich die Web 2.0-Elite der Schweiz in der SBB Lounge trifft.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="SBB Lounge Zürich HB" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/LoungeFinal.jpg" alt="" width="459" height="298" /></p>
<p>Um diesen Artikel zu verstehen, ist es von Vorteil, wenn du weisst, was Twitter ist. Nie davon gehört? Hier gibt es eine Erklärung zum Begriff Twitter:</p>
<div id="__ss_1177555" style="width: 425px; text-align: left;"><a style="font:14px Helvetica,Arial,Sans-serif;display:block;margin:12px 0 3px 0;text-decoration:underline;" title="Twitter How-To - Eine Einführung in Twitter" href="http://www.slideshare.net/pixelfreund/twitter-howto-eine-einfhrung-in-twitter?type=presentation">Twitter How-To &#8211; Eine Einführung in Twitter</a><object width="425" height="355" data="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=twitter-how-tov-1-1-090321083640-phpapp02&amp;stripped_title=twitter-howto-eine-einfhrung-in-twitter" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=twitter-how-tov-1-1-090321083640-phpapp02&amp;stripped_title=twitter-howto-eine-einfhrung-in-twitter" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<div style="font-size: 11px; font-family: tahoma,arial; height: 26px; padding-top: 2px;">View more <a style="text-decoration:underline;" href="http://www.slideshare.net/">Microsoft Word documents</a> from <a style="text-decoration:underline;" href="http://www.slideshare.net/pixelfreund">pixelfreund</a>.</div>
</div>
<p>Vor acht Tagen fing es mit einer einfachen Twitter-Statusmeldung an:</p>
<blockquote><p><strong>Wir können ja mal ein #tweetupCH in der SBB 1. Klasse Lounge abhalten für alle Pendler&#8230;</strong><br />
<em>(geschrieben von <a href="http://twitter.com/pixelfreund/">Pixelfreund Ralph Hutter</a>)</em></p></blockquote>
<p>Gleich darauf Ralph einen weiteren Beitrag:</p>
<blockquote><p>@flog @leumund wann gehen wir? @valerie_v kommt sicher auch @andreashobi und @danielebneter ist auch regelmässig im hb #sbb #lounge</p></blockquote>
<p>Ralph Hutter organisierte ein spontanes Treffen möglichst vieler Twitter-Benutzer in der <a href="http://schweizweit.net/2009/03/17/mehr-informationen-uber-die-1-klasse-lounge-der-sbb-in-zurich-hb/">SBB Lounge</a>.</p>
<p>Das Interesse schien da zu sein und so meldete sich dann auch alsbald <a href="http://twitter.com/danielebneter">Daniel Ebneter</a>:</p>
<blockquote><p>Ist das eine closed group oder dürft&#8217;ich da eventuell auch noch reinschneien? #tweetupCH #sbb #lounge</p></blockquote>
<p>(Mit dem Gartenhag # markiert man bei Twitter bestimmte Schlüssel- und Stichwörter, so dass man einfacher nach Beiträgen zum gewünschten Thema suchen kann.)</p>
<p>Die Antwort auf Daniel Ebneters Beitrag kam dann auch sofort von Christian Leu alias <a href="http://twitter.com/leumund">Leumund</a>:</p>
<blockquote><p>@danielebneter sicher, du wurdest schon letzte woche eingeladen. aber da warst du glaub in der toscana. #tweetupCH #sbb #lounge 17h</p></blockquote>
<p>(Mit dem @-Zeichen vor einem Namen kann man jemandem direkt antworten.)</p>
<p>Danach trudelten immer mehr Twitter-Freunde ein, welche auch gerne in die SBB-Lounge wollten. Hier die Beiträge, die auf Twitter folgten:</p>
<blockquote><p><a href="http://twitter.com/avongunten">avongunten</a>: @pixelfreund, @flog, @leumund, @valerie_v, @andreashobi, @danielebneter ich komme auch, als passionierter ga fahrer :-) #sbb #lounge</p>
<p><a href="http://twitter.com/avongunten">avongunten</a>: @RetoHartinger eine kurze gemeinsame besichtigung der sbb lounge in zh hbf, wie ich das verstanden habe, ca. 1700 bzw. 1730 #tweetupCH</p>
<p><a href="http://twitter.com/danielebneter">danielebneter</a>: @leumund Ich denke, ich schaue heute so gegen 17:30 am #tweetupCH in der #sbb #lounge vorbei.</p>
<p><a href="http://twitter.com/leumund">leumund</a>: @valerie__v na ja, kann auch halb 6 sein. ich komm eh nur mit jemandem rein der eine eintrittskarte hat. #sbb #lounge</p>
<p><a href="http://twitter.com/retoz_ch">retoz_ch</a>: @leumund mich fragt wieder niemand :P #sbb #lounge</p>
<p><a href="http://twitter.com/danielebneter">danielebneter</a>: @gerryreinhardt Für das heutige #tweetupCH in der #sbb #lounge #zürich gelten folgenden Bestimmungen: <a href="http://is.gd/12rAE">http://is.gd/12rAE</a></p>
<p><a href="http://twitter.com/tweetupch">tweetupCH</a>: Heute spontanes #tweetupCH in der #sbb #lounge #zürich ab 17 Uhr. Achtung Zutrittsbedingungen: <a href="http://is.gd/12rAE">http://is.gd/12rAE</a> Braucht jemand Begleitung?</p>
<p><a href="http://twitter.com/bloggingtom">bloggingtom</a>: Ganz schön elitäres #tweetup, dass @danielebneter und @leumund da organisieren. #sbb #lounge #zürich</p>
<p><a href="http://twitter.com/danielebneter">danielebneter</a>: @valerie__v Whoah, das ist ja schäbig, dass Monats-GA nicht zählen! Ich kommen 1726 an und kann Dich &#8220;begleiten&#8221;. #sbb #lounge #tweetupCH</p>
<p><a href="http://twitter.com/leumund">leumund</a>: so, @phogenkamp kommt jetzt um 17h auch ans #tweetup in die #sbb #lounge. jetzt weiter zu @avongunten</p>
<p><a href="http://twitter.com/phogenkamp">phogenkamp</a>: Von @leumund überzeugt worden. #tweetup #sbb #lounge Kann ja schlecht immer sagen: &#8220;Macht doch mal was um 17 Uhr&#8221; und dann nicht kommen.</p>
<p><a href="http://twitter.com/autolos">autolos</a>: RT @leumund: hier mal @avongunten und @phogenkamp am loungen. <a href="http://twitpic.com/7gu7m">http://twitpic.com/7gu7m</a> neue #sbb #lounge im HB im Härtetest ;-)</p>
<p><a href="http://twitter.com/flog">flog</a>: @dworni @leumund @avongunten @phogenkamp gebt dem mal was zu Essen! ;-) <a href="http://twitpic.com/7gupy">http://twitpic.com/7gupy</a> das gibt es dort ja GRATIS! #sbb #lounge</p>
<p><a href="http://twitter.com/valerie__v">valerie__v</a>: @danielebneter Danke Dir! Ich warte vor der Lounge auf Dich. #sbb #lounge #tweetupCH</p>
<p><a href="http://twitter.com/avongunten">avongunten</a>: wir sind also hier #sbb #lounge #tweetupCH <a href="http://twitpic.com/7gt7b">http://twitpic.com/7gt7b</a></p>
<p><a href="http://twitter.com/pixelfreund/">pixelfreund</a>: Die Ober-Twitterer in der SBB Lounge am spontanen #tweetupCH <a href="http://twitpic.com/7gwgg">http://twitpic.com/7gwgg</a></p>
<p><a href="http://twitter.com/pixelfreund/">pixelfreund</a>: Get-together in der sbb lounge #tweetupCH <a href="http://twitpic.com/7gylt">http://twitpic.com/7gylt</a></p>
<p><a href="http://twitter.com/pixelfreund/">pixelfreund</a>: @marcelwidmer @bloggingtom schade dass ihr nicht dabei wart am #sbb-elite-tweetupCH. Hoffentlich bald wieder zum #twitterbier.</p>
<p><a href="http://twitter.com/adrian_n">adrian_n</a>: Wäre gestern auch gerne am #tweetUp in der SBB-Lounge gewesen(, solange ich mein 1.Kl.GA noch hab) #abgebensollen #hochzeit #sparen &#8230;</p>
<p><a href="http://twitter.com/phogenkamp">phogenkamp</a>: Eben das erste echte Meeting in der SBB Lounge gemacht. Ich glaube, die Lounge und ich stehen vor einer engen Beziehung. Sorry, Au Premier!</p></blockquote>
<p>Vielleicht wäre ich auch gegangen, wenn ich an diesem Tag nicht hätte arbeiten müssen. So &#8220;begleitete&#8221; ich dann Ralph Hutter zufälligerweise von Chur nach Zürich, weil er meinen Zug benutzte. Danach ging es für mich dann aber weiter nach Basel, während er sich mit den anderen traf.</p>
<p>Mit grosser Spannung wartete ich dann auf die Meinungen der Twitterer.</p>
<h3>Artikel auf Pixelfreund.ch und Leumund.ch</h3>
<p>Zuerst las ich den <a href="http://www.pixelfreund.ch/2009/06/spontanes-tweetup-in-der-neuen-sbb-lounge/">Artikel auf Pixelfreund.ch</a>. Dort kann man nachlesen, worüber in der SBB Lounge gesprochen wurde. Gleich darauf sah ich (via Link beim Pixelfreund) den <a href="http://leumund.ch/2009/wochenschlau/tweetup-in-der-sbb-lounge/">Artikel von Leumund</a>. Er zeigt sich begeistert von der Lounge (und deren Toiletten&#8230;) und verlinkt auch gleich auf die Umfrage von Flog, welche folgendes Ergebnis zeigte:</p>
<p><script src="http://twtpoll.com/js/badge.js" type="text/javascript"></script> <script src="http://twtpoll.com/badge/r/?twt=u5dw32&amp;s=200" type="text/javascript"></script></p>
<p>Mehr als die Hälfte der Teilnehmer sagten also, dass das Umsteigen im HB nun mehr Spass mache oder dass die SBB Lounge ein weiterer Grund sei, um erste Klasse zu fahren. Freut mich zu hören! ;-)</p>
<p>Genial, wie sich die &#8220;Web 2.0-Elite der Schweiz&#8221; für die SBB begeistern kann! Natürlich hoffe ich, dass es auch in Zukunft ähnliche Aktionen gibt und schliesse diesen Artikel ab mit einem nicht ganz ernst gemeintenTipp von Christian Leu, wie man auch ohne 1. Klasse-GA in die Lounge kommt:</p>
<blockquote><p>wie gesagt, man darf sich dafür von einem ErstklassGABesitzer mitnehmen lassen. Du kannst ja vor dem Eingang warten und sobald einer kommt hängst dich ihm an…</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Bahnfahrer-Portraits</title>
		<link>http://schweizweit.net/2009/06/05/bahnfahrer-portraits/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 12:11:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Hobi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diverses]]></category>
		<category><![CDATA[Im Gespräch]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach dem Erfolg von Bloggingtom&#8217;s Blogtipps und den Blogger Portraits von Pixelfreund Ralph Hutter wage auch ich mich an Portraits meiner Leser. Ziel soll es einerseits sein, dass sich die Leser untereinander besser kennenlernen, andererseits dass ich meine Leser besser kennenlerne und vor allem ist es immer wieder interessant zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Nach dem Erfolg von <a href="http://bloggingtom.ch/archives/category/blogtipp/">Bloggingtom&#8217;s Blogtipps</a> und den <a href="http://www.pixelfreund.ch/tag/blogger-portraits/">Blogger Portraits von Pixelfreund Ralph Hutter</a> wage auch ich mich an Portraits meiner Leser.</p>
<p>Ziel soll es einerseits sein, dass sich die Leser untereinander besser kennenlernen, andererseits dass ich meine Leser besser kennenlerne und vor allem ist es immer wieder interessant zu sehen, wie &#8220;die Leute da draussen&#8221; über den eigenen Arbeitgeber denken.</p>
<p>Vielleicht geben mir die Bahnfahrer-Portraits auch Inputs für zukünftige Artikel auf schweizweit.net oder verändern gar die Stossrichtung dieses Blogs, wer weiss. Alles ist möglich.</p>
<p>Es ist aber auch einfach ein Experiment, bei welchem ich nicht weiss, wie es enden wird. Vielleicht melden sich nur zwei Teilnehmer für die Portraits, vielleicht auch über 52, so dass ich dann (bei einem geplanten Portrait pro Woche) Stoff für über ein Jahr hätte. Wir werden es sehen.</p>
<h3>So kannst Du teilnehmen</h3>
<p>Interesse an einer Teilnahme? Es funktioniert ganz einfach (und tut auch gar nicht weh *g*):</p>
<ul>
<li> Jeder kann grundsätzlich teilnehmen</li>
<li> Alles kann, nichts muss; Du bestimmst, welche Fragen Du beantworten möchtest, wie viel Du von Dir Preis gibst</li>
<li> Foto ist von Vorteil, jedoch keine Bedingung</li>
</ul>
<h3>Die Fragen</h3>
<p>Du bestimmst, welche Fragen Du im Portrait gestellt haben und beantworten willst. Eigene Fragen sind sehr willkommen, hier unten findest Du zusätzlich einen Fundus an Fragen, welche Du gerne in deinem Portrait verwenden darfst:</p>
<ul>
<li><strong>Personelles</strong> (Name, Jahrgang, Wohnort / -region / -kanton, Blog, Twitter, Facebook, Stichworte zu Dir, etc.)</li>
<li><strong>Über mich</strong> (was Du schon immer über Dich sagen wolltest)</li>
<li><strong>&#8220;Mein Billett&#8221;</strong> (fährst Du mit GA? Anderes Abo? Halbtax? Gleis 7? Einzelbillette? Und warum?)</li>
<li><strong>&#8220;Meine Strecke&#8221;</strong> (fährst Du eine Strecke regelmässig? Was fällt Dir zu dieser Strecke ein? Positives / Negatives? Was hältst Du vom Zugpersonal auf dieser Strecke? Markante Punkte an dieser Strecke?)</li>
<li><strong>&#8220;Mein Bahnhof&#8221;</strong> (gefällt Dir ein Bahnhof besonders gut? Warum? Was hältst Du vom Bahnhof an Deinem Wohnort?)</li>
<li><strong>&#8220;Meine Mitfahrer&#8221;</strong> (was hast Du uns über deine Mitfahrer zu erzählen? Erlebnisse? Anekdoten?)</li>
<li><strong>&#8220;Mein Zug&#8221;</strong> (in welchem Zug fährst Du am liebsten? ICN? Doppelstock? FLIRT? EW IV?)</li>
<li><strong>&#8220;Mein Erlebnis im öV&#8221;</strong> (eine Geschichte, die auch andere interessieren könnte?)</li>
<li><strong>Ich und die SBB</strong> (dein Verhältnis zur SBB? Was beurteilst Du positiv? Was negativ?)</li>
<li><strong>Ich als SBB-Chef</strong> (was würdest Du ändern, wenn Du Chef der SBB wärst?)</li>
<li><strong>&#8220;Notenabgabe&#8221;</strong> (wie würdest Du die SBB auf einer Skala von 1 bis 6 benoten? Gerne auch differenziert: Zugpersonal Note X, Bahnhof Note Y, Züge Note Z&#8230;)</li>
<li><strong>Ich und schweizweit.net</strong> (wie bist Du auf schweizweit.net gestossen? Was gefällt Dir und was weniger? Wünsche / Anregungen? Kennst Du den Autor Andreas Hobi persönlich? Woher?)</li>
<li>und so weiter, und so fort; eigene Fragen sind sehr erwünscht</li>
</ul>
<h3>Foto</h3>
<p>Meine Leser und auch ich freuen sich mit Sicherheit über ein Foto von Dir. Wenn Du Dich jedoch nicht so exponieren möchtest, kannst Du gerne auch ein anderes Bild schicken, welches auf irgendeine Art und Weise zu Dir passt. (Natürlich würden wir dann auch gleich wissen, WARUM Du dieses Bild gewählt hast.) ;-)</p>
<h3>Interesse geweckt?</h3>
<p>Na, Interesse an einem Bahnfahrer-Portrait? Dann nichts wie los! Such Dir ein paar Fragen aus, beantworte sie (so ausführlich, wie Du möchtest) und schicke alles (wenn möglich zusammen mit einem oder mehreren Fotos / Bildern) an folgende Adresse:</p>
<p><img class="alignnone" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/neue-email2.jpg" alt="" width="464" height="60" /></p>
<p>Danach wird einmal pro Woche ein Portrait auf schweizweit.net online gestellt. Ich bin gespannt! ;-)</p>
]]></content:encoded>
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		<slash:comments>6</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>1&#8217;000 Schwarzfahrer täglich &#8211; So werden sie erwischt</title>
		<link>http://schweizweit.net/2009/03/26/1000-schwarzfahrer-taglich-so-werden-sie-erwischt/</link>
		<comments>http://schweizweit.net/2009/03/26/1000-schwarzfahrer-taglich-so-werden-sie-erwischt/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 26 Mar 2009 10:12:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Hobi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Im Gespräch]]></category>
		<category><![CDATA[Kondukteur]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://schweizweit.net/?p=4287</guid>
		<description><![CDATA[In diesem Artikel geht es um Schwarzfahrer. Wie erwischt man sie? Wer bestimmt, wo kontrolliert wird? Wie versuchen die Unternehmen, die Kontrollen zu optimieren?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/29154014_819b6e7be8.jpg" alt="" width="455" height="500" /></p>
<p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: xx-small;">Bild © (<a href="http://creativecommons.org/about/">cc</a>) jenpilot (<a href="http://flickr.com">flickr.com</a>). Bearbeitung durch Andreas Hobi / schweizweit.net</span></em></p>
<p><em><strong>Schwarzfahrer sind jung, gebildet und Schweizer.</strong> Zumindest <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Schwarzfahrer-sind-jung-gebildet-und-Schweizer/story/22186847">in den Augen des Instituts für Erziehungswissenschaften der Uni Bern</a>, zumindest in der Theorie. Meine Praxis als Zugbegleiter zeigt jedoch ein leicht anderes Bild.</em></p>
<p><em><strong>Ausserdem in diesem Artikel:</strong></em></p>
<ul>
<li><em><strong>&#8220;So werden Schwarzfahrer gejagt&#8221;</strong> &#8211; Unterwegs mit einem Team der VBZ-Kontrolleure</em></li>
<li><em><strong>&#8220;Kritik an den Kontrollen&#8221;</strong> &#8211; Kaum jemand mag die überraschenden Stichkontrollen in Bus, Bahn und Tram</em></li>
<li><em><strong>&#8220;Schwarzfahrer erwischen, eine Wissenschaft für sich&#8221;</strong> &#8211; Wie die ÖV-Unternehmen versuchen, die Kontrollen zu optimieren</em></li>
</ul>
<p>Jung? Ja, viele Schwarzfahrer sind jung. Das Verhältnis von jungen Schwarzfahrern zu den übrigen Schwarzfahrern ist grösser als jenes der jungen Gesamtbevölkerung gegenüber dem Rest der Bevölkerung. Das Gleiche gilt auch für die Aussage &#8220;Schwarzfahrer sind Schweizer&#8221;: Die Mehrheit der Schwarzfahrer sind Schweizerischer Nationalität. Dies erstaunt jedoch nicht, wenn man daran denkt, dass die Mehrheit der Bevölkerung in unserem Land einen Schweizer Pass besitzt&#8230;</p>
<p>Würde man nun eine Studie darüber machen, wie viele Prozent der Schwarzfahrer einen Migrationshintergrund haben und diese Zahl mit dem Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund an der Gesamtbevölkerung vergleichen, ergibt sich ein anderes Bild. Aufgrund meiner täglichen Erfahrungen würde dies in einem Satz zusammengefasst heissen: <em>&#8220;Leute mit Migrationshintergrund fahren eher schwarz als Schweizer.&#8221;</em></p>
<p>Gebildet? Mmh&#8230; Ich bin mir nicht so sicher darin, ob Schwarzfahren wirklich ein Delikt ist, welches vor allem von klugen Leuten begangen wird. Neee, keine Ahnung, wie das Institut auf diesen Schluss kam. Schwarzfahren, ein Delikt der Oberschicht? Da widerspreche ich!</p>
<h3>Daten wurden falsch erhoben</h3>
<p>Wie kam es zu der Behauptung, dass Schwarzfahrer mehrheitlich über einen überdurchschnittlich gute Bildung verfügen? Meiner Meinung hat das Institut für Erziehungswissenschaften der Uni Bern etwas falsch gemacht. Die Studie basiert nicht auf realen Fällen, sondern auf Fragebogen, die per Zufallsgenerator an 3&#8217;000 erwachsene Berner geschickt wurden. Dies hat das Ergebnis dann extrem verfälscht.</p>
<p>Ich behaupte jetzt mal, dass die Ausführungen und Fragen in diesem Uni-Fragebogen im von Behörden üblichen Amtsdeutsch geschrieben wurden. Dadurch fallen schon etliche Fragebogen-Empfänger weg, weil sie den Text schlicht und ergreifend nicht verstanden haben. Übrig bleiben dann &#8211; es erstaunt einem kaum &#8211; die Leute mit entsprechender Bildung. Diese haben den Fragebogen ausgefüllt und zurück gesendet. Die restlichen Fragebogen landeten im Altpapier.</p>
<h3>Ergebnis führt zu Diskussionen</h3>
<p>In einer sehr interessanten Diskussion auf tagesanzeiger.ch wird dann auch eifrig über diese Studie diskutiert. Gerne möchte ich hier ein paar Zitate aus Leser-Rückmeldungen bringen:</p>
<blockquote><p>&#8220;Leider muss ich Zweifel an der Ernsthaftigkeit dieser Studie äussern.&#8221;</p>
<p>&#8220;Warum basiert die Studie denn nicht auf der Auswertung von Daten überführter Schwarzfahrer, das wären doch vielsagendere Informationen als die Aussagen von 3000 zufällig ausgewählten BernerInnen? Das Resultat lässt sich darum auch schwer glauben. Meine Meinung ist immer noch, dass aus finanziellen Gründen schwarzgefahren wird, alles andere wäre ein Skandal und weitere Untersuchungen wert!&#8221;</p>
<p>&#8220;Wer NZZ a.S. gelesen hat weiss, dass man 3000 angeblich zufällig ausgewählte BernerInnen mit 10 Fr. als Beilage und Belohnung angeschrieben hat. Fraglich, wie man z.B. Randständige und Bewohner der Reitschule erfasst hat. Falls überhaupt angeschrieben, haben die doch das Nötli kassiert und nicht geantwortet. Das ist unredliche Forschung.&#8221;</p>
<p>&#8220;Eine wirklich repräsantive Darstellung der Situation würde sich erst ergeben wenn man alle erwischent Schwarzfahrer nach ihrer Nationalität, Bildungschicht und Einkommen befragen würde.&#8221;</p>
<p>&#8220;Es ist bekannt, dass junge, gut gebildete Schweizer bei heiklen Fragen in Studien eher bereit sind, die Wahrheit zu sagen, da sie dem Versprechen nach Anonymität eher trauen. Es gibt Befragungsmethoden, die hierzu besser geeignet sind und mehr Anonymität versprechen. (Z.B. Randomized Response Technik)&#8221;</p>
<p>&#8220;Solche Interpretationen von Fragenbogen-Umfragen mit Selbstdeklaration sind mit allerhöchster Vorsicht zu geniessen. Eine andere Interpretation könnte ja sein, dass Personen mit einer höheren Berufausbildung, mit einem Hochschulabschluss oder/und einem Schweizer Pass einfach ehrlicher sind.&#8221;</p>
<p>&#8220;Diese Studie ist doch Quatsch!&#8221;</p>
<p>&#8220;Als Seltenfahrerin auf dem Verkehrsnetz der ZVV werde sozusagen auf jeder Fahrt kontrolliert. Fast jedes Mal wird im selben Wagon jemand beim Schwarzfahren erwischt. Bis jetzt sahen die aber seltenst nach Hochschulabschluss aus und klangen selten nach CH-Pass.&#8221;</p>
<p>&#8220;Haben die Ausländer auch an diese Umfrage teilgenommen?&#8221;</p>
<p>&#8220;Schwarzfahren ist kein Phänomen der Oberschicht. Das Sich-Erwischen-Lassen beim Schwarzfahren ist ein Phänomen der Oberschicht. Die Anderen fliehen nämlich erfolgreich, das erlebe ich jeden Tag im Tram und S-Bahn.&#8221;</p>
<p>&#8220;Das Resultat sieht wie ein ein klassischer Methodenfehler aus: Personen, welche gut deutsch sprechen und besser gebildet sind, füllen eher einen Fragebogen aus. Entsprechend erscheint diese Gruppe übervertreten bei den Delinquenten.&#8221;</p>
<p>&#8220;Dass angehende Akademiker Passanten über ihr Schwarzfahrverhalten befragen ist bezeichnend für das Niveau gewisser &#8220;Studien&#8221;, die mit Steuergeldern durchgeführt werden. Nächstes mal bitte die Statistik der BVB studieren oder die Kontrolleure befragen.&#8221;</p></blockquote>
<p>So ganz einverstanden sind die Newsnetz-Leser also nicht mit dem Ergebnis der Studie. Und auch ich musste laut lachen, als ich den Titel des Tagi-Artikels las.</p>
<h3>&#8220;So werden Schwarzfahrer gejagt&#8221;</h3>
<p>Wir bleiben beim Newsnetz, wechseln aber von unserer Hauptstadt Bern (wo die Umfrage gemacht wurde) zur Wirtschaftsmetropole Zürich. Hier begleitete David Sarasin vom Tages Anzeiger ein Team der VBZ bei der Suche nach Schwarzfahrern.</p>
<p>Ich selber hätte für den Artikel einen anderen Titel gewählt als &#8220;So werden Schwarzfahrer gejagt&#8221;; zu sehr tönt diese Überschrift nach Menschenjagd. Aber jänu, liegt in der Entscheidung von Sarasin.</p>
<p>Nach einer Besprechung begann die Tour gleich mit einer <strong>Schwerpunktkontrolle</strong>. (Zuerst stand im Artikel noch &#8220;Sperrpunktkontrolle&#8221;, aber nach einem netten Hinweis hat sich der Journalist korrigiert.) Mit insgesamt zwölf Mann wurden Fahrzeuge der Verkehrsbetriebe Zürich kontrolliert.</p>
<p>Der Artikel bestätigte mir mal wieder, was ich schon von anderen VBZ-Kontrolleuren und auch von SBB-Regionalverkehr-Kontrolleuren hörte: Die Arbeit in Fahrzeugen mit Selbstkontrolle ist bedeutend härter als bei uns im Fernverkehr. Dies spürte ich auch vor rund vier Jahren, als wir Fernverkehr-Kontrolleure auch hin- und wieder im Regionalverkehr und als Nacht-S-Bahn-Begleiter zum Einsatz kamen. In den Selbstkontroll-Zügen sind die Schwarzfahrer deutlich aggressiver.</p>
<p>Im Artikel wurden aber auch Situationen geschildert, wie ich sie vom Zug kenne:</p>
<p><em>&#8220;Ein älterer Mann streckt einem Kundenberater das Ticket direkt ins Gesicht und schimpft. Der Kundenberater bleibt ruhig. Beschimpfungen müssten sie sich fast täglich anhören, wird er später sagen. «Man darf das nicht persönlich nehmen. Schliesslich sind nicht wir gemeint, sondern die VBZ.»&#8221;</em></p>
<p>Im mittleren Teil des Artikels erweckt der Autor dann wieder den Eindruck, dass es hier um eine Menschenjagd geht:</p>
<p><em>&#8220;Dann, der Schlachtruf der Kontrolleure: «Billette vorweisen, bitte!» Es wird unruhig in den Sitzreihen. (&#8230;) Schiegg und seine Kollegen wollen dem Jagdberichterstatter nun die rauere Seite des Kundenberater-Alltags zeigen. Wir fahren an die Langstrasse und steigen in einen 32er in Richtung Limmatplatz ein.&#8221;</em></p>
<p>Fazit der Tour: Schwarzfahrerquote 1.53 Prozent.</p>
<p>Da der Artikel wirklich gut geschrieben und sehr interessant ist, empfehle ich euch, ihn gleich mal zu lesen: <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/So-werden-Schwarzfahrer-gejagt/story/13375951">So werden Schwarzfahrer gejagt</a></p>
<h3>Kritik an den Kontrollen</h3>
<p>Es ist immer ein wenig ärgerlich, wenn man in eine Stichkontrolle gerät. Das wissen auch die Kontrolleure und diese zeigen grundsätzlich Verständnis, wenn man einen Moment nach seinem Fahrausweis suchen muss. Jedoch bleiben sie hart &#8211; denn das ist schliesslich auch ihr Job &#8211; und gehen erst weiter, wenn sie das Billett gesehen haben.</p>
<p>Da die Zeit in den Bussen, Zügen und Trams bis zur nächsten Station eher knapp bemessen wird, kann es vorkommen, dass die Kontrolleure ein wenig harsch wirken. Dies ist jedoch nie böse gemeint sondern beruht, wie schon erwähnt, einfach auf dem Zeitdruck.</p>
<p>Trotzdem kommt es auch immer mal wieder zu Kritik an der Art und Weise der Kontrolle oder auch am Sinn der Kontrollen generell. So auch in den Kommentaren zum oben stehenden Artikel beim Tages Anzeiger.</p>
<blockquote><p>&#8220;Das sind reine Kontrolleure/innen mit einem weit überrissenen Verdienst. Bezahltes herumstehen und miteinander plaudern, ins nächst liegende Café verschwinden und sich die eine und andere Pause gönnen, ich kriege bald Durchfall!&#8221;</p></blockquote>
<p>Kontrolleure müssen einen Rapport ausfüllen, in welchem sie genau Buch führen über die Anzahl der kontrollierten Reisenden und die Anzahl der Schwarzfahrer. Oft führen sie auch eine Stempelkarte mit sich, die sie dann in den jeweiligen Aus- oder Umstiegsstationen entwerten müssen. So wird gewährleistet, dass sie auch wirklich arbeiten und nicht einfach &#8220;ins nächstliegende Café verschwinden und sich die eine oder andere Pause gönnen&#8221;.</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Schweiz ist voll von Kontrolleuren. Die Behörden behandeln uns, als wären wir im &#8220;offenen Strafvollzug&#8221;.&#8221;</p></blockquote>
<p>So lange es Schwarzfahrer gibt, so lange wird es auch Kontrolleure geben. Und auch in anderen Bereichen unseres Lebens scheinen Kontrollen notwendig zu sein. Ich persönlich habe damit keine Mühe und wurde auch noch nie übertrieben lange oder übertrieben hart kontrolliert.</p>
<p>Ich regte mich auch damals nicht auf, als Abends ein Polizeiauto neben mir hielt, während ich in Chur gerade auf dem Weg zu einer Kollegin war, und die Polizisten sagten, dies sei eine &#8220;allgemeine Personenkontrolle&#8221;. Sie kontrollierten dann nur die Identitätskarte und liessen mich dann weiter des Weges gehen. Keine Ahnung, was das sollte, aber vermutlich suchten sie nach einer Person, deren Beschreibung auf mich passte&#8230; :)</p>
<p>Aber zurück zum Thema: <strong>In einem ordentlichen Staat gibt es Gesetze, Rechte und Pflichten und es braucht Leute, die diese Vorschriften kontrollieren. Wer sich daran hält, hat grundsätzlich auch keine Probleme.</strong></p>
<p>Oft wird auch argumentiert, dass Billettkontrolleure auf Sozialhilfeempfängern herumtrampeln. Hier kann ich einfach sagen: Auch mir persönlich tun die Leute leid. Wenn ich einen Menschen im Zug antreffe, dessen Kleider bereits jahrealt und kaputt sind, weil er sich keine neuen Kleidungsstücke leisten kann, klar tut der mir leid. Und klar ist es unangenehm, ihm nun auch noch zu offenbaren, dass er nachzahlen muss &#8211; oftmals per Rechnung. Aber das ist nunmal unser Job! Wir wären am falschen Ort, würden wir aus Mitleid <strong>immer</strong> ein Auge zudrücken. Es gibt Situationen, da kann man dem Fahrgast entgegenkommen. Dies sind aber die Ausnahmen, welche die Regel bestätigen und nicht umgekehrt. (Beispiel: Touristen, Gelegenheitsfahrer, Stammkunden welche einmal vergessen haben das Abo zu erneuern.) Dort versucht man, eine Lösung zu finden, welche beide Seiten gleichermassen zufrieden stellt. Mindestens jedoch muss der ordentliche Fahrpreis bezahlt werden.</p>
<h3>Schwarzfahrer erwischen, eine Wissenschaft für sich</h3>
<p>Einen sehr ausführlichen und interessanten Artikel über Schwarzfahrer und deren &#8220;Jäger&#8221; <em>(um bei der Wortwahl von David Sarasin zu bleiben)</em> gibt es im NZZ Folio vom Oktober 2008. (<a href="http://www.nzzfolio.ch/www/d80bd71b-b264-4db4-afd0-277884b93470/showarticle/cef52d5e-a643-41c7-9197-8fc2e99cf7d3.aspx">Onlineversion des Artikels hier lesen</a>)</p>
<p>Thomas Schenk &#8211; ein ehemaliger Tramführer und Kontrolleur &#8211; schreibt dort sehr umfassend über diese Thematik. In seinem Artikel erfährt man dann zum Beispiel, dass die Kontrollen der VBZ-Kontrolleure sehr stark auch auf der Informatik und deren Statistiken beruhen. Die Kontrolleure erfassen haargenau, wo, wann, wie viele Fahrgäste kontrolliert wurden und wie viele davon kein Billett hatten. Aufgrund dieser Daten weiss das Team dann, wo die Zahlungsmoral momentan am tiefsten ist und wo man vermehrt kontrollieren sollte.</p>
<p>Es gibt auch Leute, die sich von wissenschaftlicher Seite her mit Fahrausweiskontrollen beschäftigen. Zu diesen gehört Manfred Ritschel. Er entwickelte ein Modell, welches den Bedarf an Kontrolleuren auf die Person und die Stunde genau errechnet. Ich zitiere aus der NZZfolio:</p>
<blockquote><p>&#8220;Ritschels Modell setzt sich aus mathematischen Funktionen zusammen, aus Exponentialgleichungen und anderen Gleichungssystemen. Diese hat er iterativ aus empirischen Daten entwickelt, das heisst, durch mehrmaliges Wiederholen an die reale Situation angepasst. Um die Wirklichkeit des Schwarzfahrens abzubilden, benötigt er bis zu fünfzehn verschiedene Faktoren, von den fixen und variablen Kosten der Kontrollen über die Gesamteinnahmen aus den Bussen bis zur Schwarzfahrerquote.&#8221;</p></blockquote>
<p>Der Typ will es genau wissen! ;-) Mit seinem Modell ermittelt Ritschel den <strong>&#8220;optimalen Kontrollgrad&#8221;</strong>. Dieser liegt dort, wo <em>&#8220;der gesamte Verlust aus Fahrgeldhinterziehung und die dazu notwendigen Prüfkosten am kleinsten sind&#8221;</em>. Doch auch bei seinem Modell sind die Kosten grundsätzlich höher als die Busseneinnahmen. Die Kontrollen zahlen sich aber aus, weil sie die Schwarzfahrer zum Kauf eines Billettes bewegen.</p>
<p>Gemäss Ritschel muss &#8211; je nach Transportunternehmen &#8211; ein bis vier Prozent der Fahrgäste kontrolliert werden, um den optimalen Kontrollgrad zu erreichen. Zusätzlich zu diesem optimalen Kontrollgrad ermittelt Ritschel mit seinem Modell auch die optimale Verteilung der Kontrolleure auf dem Liniennetz, je nach Fahrgastaufkommen und Schwarzfahrerquote und den Zeitpunkt der Kontrolle.</p>
<p>Im Artikel des ehemaligen Kontrolleurs Schenk kommt auch der Leiter der Abteilung Einnahmensicherung der SBB zu Wort. Dieser steht einem Team aus 30 Mitarbeitern vor, welche die Bussen der Schwarzfahrer eintreiben und mit den Delinquenten Zahlungsvereinbarungen ausmachen. Auch er will &#8220;ein exaktes Modell&#8221;, mit welchem er seine Kontrolleure gezielt und optimal einsetzen kann.</p>
<p>Denn eines weiss der Bähnler ganz klar: <strong>&#8220;Unsere Kunden lösen das Billett nicht, weil sie davon ausgehen, dass es zum Zugfahren wirklich nötig sei. Sie kaufen es, damit sie es dem Kontrolleur zeigen können.&#8221;</strong> Niemand kauft also ein Billett, nur weil man der SBB einen Gefallen tun will.</p>
<p>Schlussendlich kommt im Artikel dann auch etwas zu Wort, auf welches ich jetzt nicht näher eingehen will, da es einen eigenen Beitrag auf schweizweit.net verdient hat: Die <strong>Schwarzfahrerversicherung</strong>. :)</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Laufen der SBB die Bahnkunden davon?</title>
		<link>http://schweizweit.net/2009/03/18/laufen-der-sbb-die-bahnkunden-davon/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Mar 2009 10:12:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Hobi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Im Gespräch]]></category>
		<category><![CDATA[SBB]]></category>

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		<description><![CDATA[Laut SonntagsBlick verlassen SBB-Passagiere auf offener Strecke und mitten in Tunnels den Zug. Was steckt dahinter?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><em>(Hinweis: Teile dieses Artikels wurden auf Wunsch von Romina Lenzlinger | SonntagsBlick gelöscht.)</em></p>
<p style="text-align: center;"><a title="stadelhofen von Bunshee bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/bunshee/2579000242/"><img class="aligncenter" src="http://farm4.static.flickr.com/3125/2579000242_be2da97b56.jpg" alt="stadelhofen" width="500" height="333" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: xx-small;">Bild © (<a href="http://creativecommons.org/about/">cc</a>) Bunshee (<a href="http://flickr.com">flickr.com</a>)</span></em></p>
<p><strong>Mmh&#8230; Gar nicht gut, was die Romina Lenzlinger da schreibt. Und dabei habe ich es ihr doch ziemlich genau erklärt&#8230; Doch alles der Reihe nach.</strong></p>
<p>Letzte Woche am Donnerstag rief mich die Journalistin Lenzlinger vom SonntagsBlick an. Sie plane einen Artikel über Störungen der SBB und hätte gerne ein paar Infos dazu. Nun gut, eigentlich wäre die Medienstelle ja dafür zuständig, aber fragen könne sie mal. Vielleicht hätte ich auch eine Antwort.</p>
<p>Zuerst wollte sie nur allgemeine Sachen wissen. Vor allem ging es darum, wie Passagiere reagieren, wenn sie nur ungenügend informiert werden.</p>
<p><em>&#8220;Nun, es ist immer ärgerlich, wenn man als Fahrgast in einem Zug sitzt und zu wenig Infos bekommt.&#8221;</em>, sagte ich. <em>&#8220;Deshalb geben wir uns wirklich sehr Mühe, die Kundinnen und Kunden umfassend zu informieren und ihnen weiter zu helfen. Dann haben sie meistens auch Verständnis und bleiben grundsätzlich ruhig.&#8221;</em></p>
<p>Am Schluss bat ich sie, mir die Textstellen mit meinen Aussagen vorgängig zukommen zu lassen, so dass ich diese autorisieren kann.</p>
<p>Das Zitat hätte folgendermassen gelautet:</p>
<blockquote><p>«Werden die Passagiere über eine Störung nicht informiert,  werden sie hektisch und ungeduldig», sagt Lüchinger. Genau das beobachtet auch Kondukteur Andreas Hobi (24). &#8220;Wenn wir den Passagieren sagen können, warum der Zug still steht, bleiben die meisten ruhig. Erst wenn sie keine Infos kriegen, reagieren sie genervt.&#8221;, sagt Hobi.</p></blockquote>
<h3>Der Artikel</h3>
<p>Naja, umso erstaunter war ich dann, als ich den Artikel im SoBli las. Hier ein paar Auszüge:</p>
<blockquote><p>Den SBB laufen die Passagiere davon – jetzt auch noch mitten im Tunnel.<br />
(&#8230;)<br />
«Stellwerkstörung», meldet eine Stimme über den Lautsprecher. Da wird es einem Fahrgast zu bunt: Er will aussteigen, und zwar sofort. Er drückt auf den roten Not-Türöffnungsknopf. Schiebt die Wagentüren auseinander. Und schon ist er im Dunkel des Tunnels verschwunden.</p>
<p>Dieses unglaubliche Szenario spielt sich auf dem Schweizer Schienennetz immer öfter ab.</p></blockquote>
<p>Ähm, hallo?!? Wie gesagt, es ist imho möglich, dass es in absoluten <strong>Einzelfällen</strong> mal dazu gekommen ist. Doch mir persönlich ist kein solcher Fall bekannt und ich bezweifle stark, dass dies oft vorkommt. Klar: Jeder einzelne dieser Vorfälle ist brandgefährlich und einfach nur dumm, aber darauf gleich eine Story zu machen&#8230; Mmh&#8230; Haben wir schon Sommerloch??</p>
<p>Wenn man den Artikel so liest, erhält man leicht das Gefühl, diese davonlaufenden Fahrgäste seien für die SBB ein riesiges Problem. Schade, dass zwei Lokführer / Mitglieder des Verbands Schweizer Lokomotivführer diesen Eindruck mit ihren Aussagen im Artikel bestätigten, beziehungsweise mit ihren Aussagen diesen Artikel erst ermöglichten&#8230;</p>
<p>Deshalb hier die Frage an meine Leserinnen und Leser (welche ja teilweise SBB-Vielfahrer sind): <strong>Habt ihr schon beobachtet, wie aus eurem Zug jemand davon gelaufen ist, oder seit ihr selbst schon einmal aus einem auf offener Strecke stehenden Zug gestiegen?</strong> Ich freue mich auf eure Antworten in den Kommentaren.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Bahnpolizei: Eventuell bewaffnet, aber keine Festnahmen und Durchsuchungen</title>
		<link>http://schweizweit.net/2009/03/12/bahnpolizei-eventuell-bewaffnet-aber-keine-festnahmen-und-durchsuchungen/</link>
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		<pubDate>Thu, 12 Mar 2009 15:11:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Hobi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Im Gespräch]]></category>
		<category><![CDATA[SBB]]></category>

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		<description><![CDATA[Dumm gelaufen, kann man nur sagen. Der Nationalrat hat vor einer Woche entschieden, die Kompetenzen der Bahnpolizei bei der SBB zu beschneiden - gegen den Willen der bürgerlichen Minderheit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><center><object width="378" height="346"><param name="movie" value="http://www.sf.tv/videoplayer/embed/e964961c-fab9-4599-8db2-dcc21478cdc6&#038;live=false"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="scale" value="noscale" /><embed src="http://www.sf.tv/videoplayer/embed/e964961c-fab9-4599-8db2-dcc21478cdc6&#038;live=false" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="378" height="346" scale="noscale" allowFullScreen="true" salign="lt"></embed></object></center></p>
<p><strong>Dumm gelaufen, kann man nur sagen. Der Nationalrat hat vor einer Woche entschieden, die Kompetenzen der Bahnpolizei bei der SBB zu beschneiden &#8211; gegen den Willen der bürgerlichen Minderheit.</strong></p>
<h3>Hintergrund</h3>
<p>Zuerst einmal will ich die Frage beantworten, weshalb es überhaupt eine Bahnpolizei gibt:</p>
<p>Im Zugverkehr gelten &#8211; wie in der Schifffahrt &#8211; hoheitliche Befugnisse: Weil die Züge permanent Gemeinde- und Kantonsgrenzen überqueren, ist die SBB während der Fahrt für die Gewährleistung der Sicherheit verantwortlich. Deshalb gibt es die Bahnpolizei. 2001 hat die SBB diese Aufgabe mit der Gründung der Firma Securitrans ausgelagert. Die SBB hält eine Mehrheit an dieser Firma.</p>
<h3>Das Problem</h3>
<p>Die “offizielle” Polizei sieht in der Bahnpolizei eine Konkurrenz. Deshalb wehrt sie sich dagegen, dass diese zuviele Kompetenzen erhalten. Ich sehe das ein wenig anders. Wenn ich auf einem Zug Hilfe brauche, ist die Bahnpolizei oftmals schneller vor Ort als die Stadt- oder Kantonspolizei. Vorallem wenn ich mich in einem grossen Bahnhof befinde.</p>
<p>Nun haben die Lobbyisten der Polizeikorps ihr Ziel erreicht und zusammen mit linken Parlamentariern die Kompetenzen der Bahnpolizei beschnitten. Mit dem Verbot von Festhalten und Durchsuchungen wird es der Bahnpolizei erschwert, die Kundinnen und Kunden der SBB genügend vor Gefahren durch Mitreisende zu schützen. Die Sicherheit in den Zügen verbessert sich durch diese Entscheidung nicht; im Gegenteil.</p>
<p>Einer der Personen, welche am meisten gegen die Bahnpolizei und die SBB arbeiten, ist dabei Max Hofmann, Generalsekretär des Verbands Schweizer Polizeibeamter VSPB. Er stört sich daran, dass die Bahnpolizei Personen festhält und kontrolliert, oder sogar abführt und den Kantons- und Stadtpolizisten übergibt.</p>
<p>Nun, was soll daran falsch sein? Die SBB hat auf ihrem Hoheitsgebiet (in den Zügen und Bahnhöfen) das Hausrecht. Wer sich auf SBB-Gebiet daneben benimmt, muss mit Konsequenzen rechnen. Daran ist nichts falsch. Die ehrlichen und anständigen Bahnkunden haben rein gar nichts zu befürchten. Im Gegenteil: Sie werden von der Bahnpolizei beschützt. Der SBB ist es ein Anliegen, dass sich die Kunden bei uns wohl fühlen.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="Bahnpolizei kontrolliert Reisende im Zug" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/Bapo_A_29_Office.jpg" alt="" width="476" height="319" /></p>
<h3>Der Nationalrat hat entschieden</h3>
<p>Nun, passiert ist passiert und rückgängig gemacht werden kann es vorläufig nicht.</p>
<p>Zwar wollte eine bürgerliche Minderheit am ursprünglichen Beschluss (weiterreichende Handlungsrechte für Bahnpolizisten) festhalten, doch dabei wurden sie von der linken Mehrheit überstimmt.</p>
<p>Hier zwei Voten (die ich absolut unterstreichen kann); einmal von einer CVP-Vertreterin, einmal von einem SVP-Vertreter zum Thema Bahnpolizei:</p>
<p><strong>Viola Amherd</strong> (CVP VS):<br />
<em>Es ist kein Geheimnis, dass die Sicherheit der Bahnbenützenden sowohl tagsüber wie auch in den Abendstunden nicht immer gegeben ist. Es gibt immer wieder Vorfälle, bei denen Mitarbeitende der Transportunternehmen, namentlich Zugsbegleiterinnen und -begleiter, gewaltsam angegriffen und verprügelt werden. Nicht selten sind die Angreifer selber bewaffnet. In solchen Situationen kann das Tragen einer Schusswaffe bereits im Sinne der Abschreckung wirken; die Schusswaffe kann aber auch Mittel zur Selbstverteidigung sein. Der Einsatz von Schusswaffen soll nicht generell erweitert werden, der Bundesrat soll aber die Möglichkeit erhalten, das Tragen von Schusswaffen in einem beschränkten, klar geregelten Rahmen vorzusehen.</em></p>
<p><strong>Max Binder</strong> (SVP ZH):<br />
<em>Hier geht es tatsächlich um Sein oder Nichtsein der Bahnpolizei. Ich habe Ihnen schon in der letzten Debatte gesagt, dass ein voll ausgebildeter Polizist ohne Waffe kein Polizist ist. Ich habe das mit dem Bergsteiger ohne Seil verglichen &#8211; auch ein Bergsteiger ohne Seil ist kein Bergsteiger. Ich bin auch noch heute zu 100 Prozent dieser Meinung.</em><br />
(&#8230;)<br />
<em>Im Jahr 2008 wurden 1238 Verzeigungen wegen Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz gemacht. Es wurde zum Beispiel gegen 74 Personen Anzeige erstattet, es wurden 28 Schusswaffen, Spielzeugwaffen, Hieb- und Stichwaffen sichergestellt, es wurden 89 Täter zur Anzeige gebracht, 50 Personen wurden wegen Diebstählen zur Anzeige gebracht, 12 Personen wurden wegen Sexualdelikten zur Anzeige gebracht, und es wurden etwa 209 Personen aufgrund positiver Ripol-Akten zur Anzeige gebracht.</em><br />
(&#8230;)<br />
<em>Wenn die Bahnpolizei Wirkung zeigen soll auf den Zügen, in den Bahnhöfen und auf den Bahnanlagen, dann muss sie zwingend die entsprechenden Kompetenzen haben, um die an sie gestellten Erwartungen und ihre Aufgaben erfüllen zu können, dies nicht zuletzt auch darum, weil sie innerhalb der Arbeitsgruppe &#8220;Gewalt im Sport&#8221; auch für die Fanzüge eingesetzt wird. Diese Aufgabe kann der Sicherheitsdienst nicht erledigen, weil er eben keine Zwangsmittel einsetzen darf. Ereignisse der jüngsten Vergangenheit auf den Zügen machen für mich deutlich, dass dieser Buchstabe c von entscheidender Bedeutung ist. Wir haben die Sicherheit und den Schutz der Bevölkerung in Zügen, Bahnhöfen und Bahnanlagen möglichst effizient, wirksam und sichtbar zu organisieren. Ohne diese angesprochenen Kompetenzen in Buchstabe c könnte die Bahnpolizei nicht adäquat einschreiten. Damit wären auch die Glaubwürdigkeit und die Effizienz der Bahntransportpolizei, wie die SBB sie ab dem 1. Januar 2010 organisieren wollen, absolut infrage gestellt.</em><br />
(&#8230;)<br />
<em>Die Bahnpolizei will keine Zellen bauen, sie hat auch gar nicht die Ressourcen dafür. Wir können diese Leute ja nicht nur einschliessen und dann vergessen. Sie hat keine Ressourcen, um diese Leute zu betreuen. Die Bahnpolizei will also keine Zellen bauen, sie will diese Leute nicht bei sich einschliessen, sondern sie will sie festnehmen, bis sie den nächsten Polizeikräften übergeben werden können, die die entsprechenden Kompetenzen und Möglichkeiten haben, um die weitere Verfolgung und Begleitung dieser Personen zu garantieren.</em></p>
<h3>Die Meinung der Bevölkerung</h3>
<p>In den Kommentarspalten bei Baslerzeitung/Newsnetz und Schweizer Fernsehen gibt es diverse Rückmeldungen aus der Bevölkerung. Hier ein Ausschnitt davon: (Der erste Kommentar stammt von tagesschau.sf.tv, die anderen von der Basler Zeitung.)</p>
<p><strong>P. Jegerlehner:</strong><br />
<em>Trotz Abschwächung kann dieses Sicherheitsprojekt nur unterstützt werden. In der heutigen Zeit ist es richtig, dass auch der Schusswaffengebrauch in Betracht gezogen wird.</em></p>
<p><strong>Thomas Widmer:</strong><br />
<em>Anstatt die Angestellten mit Kompetenzen auszustatten um die Sicherheit der Reisenden zu gewährleisten bringen es unsere &#8220;Volksvertreter&#8221; wieder fertig diese arbeit lächerlich zu machen und die Mitarbeiter zu &#8220;Pausenclowns&#8221; zu degradieren.</em></p>
<p><strong>David Noel:</strong><br />
<em>Absurd. Man stelle sich vor, dass ein Täter jemanden mit einem Messer im Zug ausraubt, oder gar töten will. Das einzige was ein nun anwesender Bahnpolizist tun kann, ist zu schauen. Denn der Polizeimehrzweckstock ist im Kampf gegen ein Messer völlig ungeignet. Aber die Sicherheitsangestellten können ja via Funk Hilfe anfordern und die Leiche, bzw. das Opfer 20min später am nächsten Bhf. übergeben.</em></p>
<p><strong>Erni Schwarz:</strong><br />
<em>Darf sich die Bahnpolizei wenigstens abschlagen lassen? Wie immer alle Rechte den Täter!!! Danke den Linken und Netten.</em></p>
<p><strong>Klaus Keller:</strong><br />
<em>Gut so! Weg mit dem Bullenstaat, Piste frei für unsere Vermummten und Chaoten! Sachbeschädigungen sind letztendlich wirtschaftsförderliche Massnahmen, und die verprügelten Passagiere steigern die Umsätze im medizinischen Sektor. Auch braucht es dann mehr Sozial- und Jugendarbeiter, um die Prügler und die Verprügelten zu betreuen. Ich fordere mehr Care-Teams auf Steuerzahlerkosten! Freiheit total!</em></p>
<p><strong>Vreni Meier:</strong><br />
<em>Bin selbst SBB-Mitarbeiter + froh das es die BAPO gibt. Zudem find ich es eine Frechheit des Staates, egal, ob privat oder nicht privat, die BAPO ist immernoch die BahnPOLIZEI! Die ganze Autorität, auch die von den anderen Polizisten wird untergraben, sollte dies in Zukunft für diesen Staat wirklich das Richtige sein? Sie sind nicht ausgebildet?! Sie erhalten die selbe Schulung wie andere Polizisten!</em></p>
<h3>Conclusion</h3>
<p>Für mich persönlich ist es zweitrangig, ob die Bahnpolizisten nun eine Schusswaffe tragen dürfen oder nicht. Die Ausbildung haben sie alle (sie sind ausgebildete Polizisten), doch in den wenigsten Situationen würde der Einsatz einer Schusswaffe Sinn machen.</p>
<p>Was jedoch enorm wichtig ist für die Bahnkundinnen und -kunden ist die Möglichkeit, Personen welche negativ auffallen, bis zum Eintreffen der Kantons- oder Stadtpolizei vorläufig fest zu halten. Ausserdem muss es der Bahnpolizei zwingend erlaubt sein, entsprechende Personen durchsuchen zu dürfen. Letzteres vor allem auch aus Eigenschutz, damit niemand eine Stich- oder Schusswaffe auf sich trägt und diese in einem geeigneten Moment gegen Fahrgäste, Zugpersonal oder Polizei einsetzen kann.</p>
<h3>Weitere Artikel zum Thema Bahnpolizei:</h3>
<ul>
<li><a href="http://schweizweit.net/2007/11/05/polizei-greift-bahnpolizei-an/">Polizei greift Bahnpolizei an</a></li>
<li><a href="http://schweizweit.net/2007/11/10/dramatische-wende-bahnpolizei-soll-abgeschafft-werden/">Dramatische Wende: Bahnpolizei soll abgeschafft werden!</a></li>
<li><a href="http://schweizweit.net/2008/01/16/euro08-bahnpolizei-sorgt-fuer-sicherheit/">Heinz Buttauers Krieg gegen die Bahnpolizei der SBB</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		<slash:comments>15</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Jeremy Kunz &#8211; Der Blogger im Zug (BiZ)</title>
		<link>http://schweizweit.net/2009/02/17/jeremy-kunz-der-blogger-im-zug-biz/</link>
		<comments>http://schweizweit.net/2009/02/17/jeremy-kunz-der-blogger-im-zug-biz/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 17 Feb 2009 13:11:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Hobi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Im Gespräch]]></category>
		<category><![CDATA[ÖV]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://schweizweit.net/?p=4029</guid>
		<description><![CDATA[Seit dem 5. Februar 2009 gibt es in der Schweizer Blogosphäre ein neues "Produkt" für ÖV-Interessierte Personen. Jeremy Kunz berichtet dort in fast täglichen Episoden mit Videocasts direkt aus dem Zug. In diesem Artikel erfahrt ihr mehr über diesen speziellen Podcast. Ausserdem durfte ich ein kleines Interview mit Jeremy Kunz führen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><em>Seit dem 5. Februar 2009 gibt es in der Schweizer Blogosphäre ein neues &#8220;Produkt&#8221; für ÖV-Interessierte. Jeremy Kunz berichtet dort in fast täglichen Episoden mit Videocasts direkt aus dem Zug. In diesem Artikel erfahrt ihr mehr über diesen speziellen Podcast. Ausserdem durfte ich ein kleines Interview mit Jeremy Kunz führen.<br />
</em></p>
<p style="text-align: center;"><em><img class="aligncenter" title="BloggerimZug (BiZ) Jeremy Kunz" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/jeremykunz.jpg" alt="" width="390" height="293" /><br />
</em></p>
<p>In den letzten Wochen stiess ich immer mal wieder auf Blogs, Podcasts und andere Web 2.0-Publikationen, die &#8211; zumindest teilweise &#8211; mit dem öffentlichen Verkehr zu tun haben. Normalerweise warte ich dann jeweils ein paar Wochen oder Monate, bevor ich darüber berichte, weil die Erfahrung mir zeigte, dass viele das Interesse nach einer gewissen Zeit wieder verlieren. Bisher war es dann auch fast immer so, dass ich schlussendlich nicht darüber berichtete, weil die Autoren ihre Publikationen wieder eingestellt haben oder über andere Themen schrieben.</p>
<p>Bei Jeremy Kunz &#8211; dem <a href="http://tkkg.ch/2.0/BiZ.html">&#8220;BloggerimZug&#8221;</a> &#8211; jedoch kann man davon ausgehen, dass er sein Ding noch einige Zeit durchziehen wird, so wie er es mit anderen Publikationen auch schon getan hat.</p>
<h3>Wer ist Jeremy Kunz?</h3>
<p>Sich selber bezeichnet er als <strong>&#8220;immer vor Ideen strotzenden jungen Mann&#8221;</strong>. Ausgangspunkt der vielen Ideen des 23jährigen ist dabei sein Blog <a href="http://tkkg.ch/2.0/Blog.html">tkkg.ch</a>, der Plattform, auf welcher er seine <strong>&#8220;Ideen umsetzen und den Leuten präsentieren kann&#8221;</strong>.</p>
<h3>Interview</h3>
<p>Gestern durfte ich per Mail ein kleines Interview mit Jeremy führen:</p>
<p><strong>Was beurteilst Du positiv an der SBB?</strong><br />
Das ist neben der meistens eingehaltenen Pünktlichkeit sicherlich der Service des Bahnpersonals. Meist ist dies freundlich und hilfsbereit. Die SBB als Unternehmen kann ich eher schlecht einschätzen, da ich mit dem Hintergrund der SBB eher wenig zu tun habe.<br />
Das dichte Schienennetz verbunden mit dem Taktfahrplan finde ich sehr gut. Ich komme in kurzer Zeit nach Genf, Zürich und Basel. Die Städte, in denen ich am meisten präsent bin. Von Bern aus, meinem Wohnort, komme ich in jede Stadt in wirklich kurzer Zeit.<br />
Auch die Möglichkeit, das Zugsrestaurant zu nutzen finde ich sehr gut. Ich esse mindestens einmal die Woche in diesem. Dies hat mit meinen Arbeits- und Pendlerzeiten zu tun.</p>
<p><strong>Und was nervt oder ärgert Dich?</strong><br />
Wenn die SBB Wochen wie die letzte hat, nerve ich mich masslos. In 3 Tagen 2.5 Stunden Verspätungen, 2 Zugsausfälle, davon einen mit der Folge, dass man einen halben Kilometer zurück zum Bahnhof laufen musste, ist einfach nervig. Auch das die SBB immer teurer werden und gleichzeitig mehr Geld vom Staat fordern ist für mich unverständlich. Es würde mich doch sehr erstaunen, wenn die SBB die Preise zu Pendlerzeiten anheben, Ihr Wachstum in diesem Masse weitergeht.<br />
Was mich ausserdem nervt ist die Klassendisziplin. Ich bin Besitzer eines GA&#8217;s der ersten Klasse und sehe immer wieder wie Reisende in vollen Zügen einfach in die erste Klasse sitzen.<br />
Auch ist der Komfortunterschied nicht mehr so gross zu unterscheiden. Dies wäre doch zu erwarten bei dem Preisunterschied.</p>
<p><strong>Was würdest Du ändern, wenn Du Chef der SBB wärst?</strong><br />
Schwierige Frage die ich als solches nicht beantworten kann. Ich weiss nicht, welche finanziellen und personellen Mittel der SBB zur Verfügung stehen.<br />
Was ich versuchen würde, wäre sicherlich die Zugsüberwachung zu fördern. Auch wenn ich grundsätzlich gegen die immer wachsende Überwachung bin, so sehe ich die Problematik von aggresiven Passagieren immer wieder selber.<br />
Vor kurzem half ich einem Zugschef in dem ich einen aggresiven Passagier zu Fall brachte. Ich denke das solche &#8220;Überfälle&#8221; mit mehr Bahnpolizisten und Überwachungssystemen zu einem Teil verhindert werden könnten.<br />
Leider gibt es den Coop-Wagen nicht mehr, so kann ich meine Einkäufe nicht mehr im Zug erledigen. Ein solches Angebot würde ich sehr schätzen.</p>
<p><strong>Welche Note zwischen 1 und 6 gibst Du der SBB?</strong><br />
Ich denke ich gebe der SBB die Note 4.</p>
<p>Nachfolgend nun eine kurze Beschreibung der bisherigen Folgen von BloggerimZug:</p>
<h3>BiZ &#8211; Episode 1: &#8220;Auf das Perron, fertig, los&#8230;&#8221;</h3>
<p>Hier erklärt Jeremy Kunz sein neustes Projekt. Jedes Mal, wenn er eine leere Erste Klasse vorfindet (er ist im Besitz eines 1. Klass-Fahrausweises), will er eine neue Episode drehen.</p>
<p>Danach erzählt er eine kleine Episode, die er so schon öfters erlebt hat. Als 23jähriger werde er manchmal leicht <strong>schräg angeschaut</strong>, wenn er die Erste Klasse betrete. Dies sei vorallem bei der BLS der Fall, manchmal auch bei der SBB.</p>
<p>An diesem Punkt kann ich richtiggehend mit Jeremy mitfühlen. ;-) Im Fernverkehr fällt es mir nicht so sehr auf; aber im Regionalverkehr werde auch ich (mit immerhin bald 24 Lenzen) oft kritisch begutachtet, wenn ich in die Erste Klasse einsteige. So war dies auch am letzten Samstag wieder der Fall, als ich mit meiner Freundin (ebenfalls 1. Klass-GA) in Zürich HB die S-Bahn nach Zürich Hardbrücke bestieg&#8230; (Wir besuchten das Musical <a href="http://www.ewigiliebi.ch/">&#8220;Ewigi Liebi&#8221;</a> &#8211; Sehr zu empfehlen!) Die Leute schauten uns an, als kämen wir von einem anderen Stern&#8230;</p>
<p>Ein Erlebnis, das in eine ähnliche Richtung ging, habe ich im Artikel <a href="http://schweizweit.net/2008/07/10/ein-kondukteur-wird-belastigt/">&#8220;Ein Kondukteur wird belästigt&#8221;</a> mal beschrieben. Einer der <strong>Beststeller-Artikel</strong> in diesem Blog. ;-)</p>
<h3>BiZ &#8211; Episode 2: &#8220;Wettbewerb&#8221;</h3>
<p>Hier konnten die Zuschauer von Jeremy Kunz einen <a href="http://www.doyoupoken.com/PokenWeb/corporate/howdoesitworks.jsf">Poken</a> gewinnen, wenn sie ihm einen Namen für den ÖV-Videocast suchten. Schlussendlich hat er sich dann aber doch für einen seiner eigenen Vorschläge &#8211; <strong>BloggerimZug</strong> &#8211; entschieden.</p>
<h3>BiZ &#8211; Episode 3: &#8220;Pendelblogger im Tagestakt&#8230;&#8221;</h3>
<p>Diesmal &#8220;berichtet&#8221; Jeremy Kunz aus einem ICE und beschwert sich im Namen einer Zuschauerin über die SBB. Ich vermute mal, ich weiss, was in der beschriebenen Geschichte schief lief und versuche deshalb kurz, ein wenig Licht in die Sache zu bringen:</p>
<p>Wer im Besitz eines Zweitklass-GAs ist, kann dieses GA grundsätzlich jederzeit auf ein Erstklass-GA upgraden. Dies ist problemlos an jedem SBB-Schalter möglich.</p>
<p>Die BloggerimZug-Zuschauerin jedoch hatte ein <a href="http://mct.sbb.ch/mct/reisemarkt/abonnemente/ga/general-abo-sortiment/general-abo-imabo.htm">abonnierbares GA</a>. Diese speziellen GAs werden nicht über den Schalter verkauft sondern ausschliesslich über das RailService-Center in Brig. Demzufolge kann dieses GA auch nicht an einem Bahnschalter umgetauscht werden.</p>
<p>Nun muss sie einfach den Monat ablaufen lassen (ich setze mal voraus, dass sie die Mindest-Abodauer von vier Monaten bereits hinter sich hat) und kann dann jederzeit ein Erstklass-GA abonnieren.</p>
<p>BTW: Wenn die Dame nur einen Monat lang Erste Klassen fahren möchte, kann sie natürlich auch einen <a href="http://mct.sbb.ch/mct/reisemarkt/abonnemente/ga/general-abo-klassenwechsel.htm">Monatsklassenwechsel zum GA</a> lösen. Erhältlich an jedem Bahnschalter.</p>
<h3>BiZ &#8211; Episode 4: &#8220;Ein Sonntag im SAT&#8221;</h3>
<p>&#8220;SAT&#8221; steht hier für <strong>&#8220;Swiss Aviation Training&#8221;</strong>. In diesem Trainingscenter unweit des Zürcher Flughafens steht unter anderem ein 15.5 Millionen Franken teurer <a href="http://www.swiss-aviation-training.com/index.php?option=com_content&amp;task=blogcategory&amp;id=71&amp;Itemid=235">Flugsimulator</a> der Swiss, den Jeremy zusammen mit zwei Freunden besuchen durfte (Geburtstagsgeschenk).</p>
<p>Jeremy überträgt also zur Abwechslung mal nicht aus dem Zug, sondern direkt aus einem A330-Cockpit.</p>
<p>Mit Zügen oder ÖV hat diese Episode ansonsten nicht wirklich viel zu tun.</p>
<h3>BiZ &#8211; Episode 5: &#8220;Die Geschichte des GA&#8217;s&#8221;</h3>
<p>Kurz zusammengefasst: Damals hatte Jeremy noch ein Halbtax und eine Monatskarte für die Erste Klasse. Diese hatte er jedoch vergessen und liess dies am Morgen &#8211; auf dem Weg zur Arbeit &#8211; vom Zugpersonal überprüfen. Aus Versehen wurde die <strong>Bestätigung dann jedoch nur für die Zweite Klasse ausgedruckt</strong>, was dann am Abend auf der Heimreise von der Zugbegleiterin bemerkt wurde. Diese überprüfte die Sache nochmals und druckte dann eine neue Bestätigung aus. (Wobei sie zuerst sagte, dies sei nicht möglich&#8230;)</p>
<h3>BiZ &#8211; Episode 6: &#8220;Die Verspätungsbahn&#8221;</h3>
<p>Am Samstag schien Jeremy wirklich Pech gehabt zu haben. Wegen Fahrleitungsstörungen und einem technischen Defekt am Zug hatten seine Züge<strong> immer wieder Verspätungen</strong>. Dementsprechend genervt beschwert er sich.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>ÖV-Interessierten Personen (und ich nehme mal an, dass die meisten schweizweit.net-Leser dazu zählen) kann ich diesen Podcast <strong>wärmstens empfehlen</strong>. Die Folgen haben meistens eine <strong>Länge zwischen 2 und 5 Minuten</strong>, gesprochen wird auf schweizerdeutsch. (Ausser in der ersten Folge.)</p>
<p>Nun bin ich gespannt auf die nächsten Ausgaben und hoffe, dass wir noch einige interessante Episoden vom BloggerimZug sehen werden. :)</p>
<p>Hier noch die Links zu meinem Artikel:</p>
<ul>
<li><a href="http://tkkg.ch/2.0/BiZ.html">BloggerimZug Übersichtsseite&#8230;</a></li>
<li><a href="http://itunes.apple.com/WebObjects/MZStore.woa/wa/viewPodcast?id=304611273">BloggerimZug bei iTunes anschauen&#8230;</a></li>
<li><a href="http://tkkg.ch/2.0/Uber_mich.html">Über Jeremy Kunz&#8230;</a></li>
<li><a href="http://tkkg.ch/2.0/Blog.html">Blog tkkg.ch&#8230;</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Gewalt im Zug: Hoffnungsschimmer am Horizont und vielleicht bald Light-Kondukteure?</title>
		<link>http://schweizweit.net/2008/12/29/gewalt-im-zug-hoffnungsschimmer-am-horizont-und-vielleicht-bald-light-kondukteure/</link>
		<comments>http://schweizweit.net/2008/12/29/gewalt-im-zug-hoffnungsschimmer-am-horizont-und-vielleicht-bald-light-kondukteure/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 29 Dec 2008 13:11:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Hobi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Im Gespräch]]></category>
		<category><![CDATA[Kondukteur]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Ereignisse der letzten Woche waren beim Zugpersonal DAS Gesprächsthema am Wochenende. In einem Jahr will die SBB sämtliche Züge doppelt begleiten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><em>Dies ist ein Folge-Artikel zum Beitrag <a href="http://schweizweit.net/2008/12/27/sbb-zugpersonal-«stop-agression»-–-es-reicht/">&#8220;SBB-Zugpersonal trägt rot: &#8220;Stop Aggression&#8221; &#8211; es reicht&#8221;</a>.</em></p>
<p>Momentan ist das Zugpersonal nicht sooooo gut auf die SBB zu sprechen, wie auch schon. Auslöser gab es viele, die meisten hatten mit <strong>Gewalt auf dem Zug</strong> zu tun. Einer der Auslöser war auch ein <strong>Offener Brief des SEV an die SBB-Geschäftsleitung</strong> vom 12. Dezember 2008:</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="SEV-Brief an die Geschäftsleitung" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/IMG_00902.jpg" alt="" width="474" height="356" /></p>
<p>Immer wieder hat der SEV die SBB auf die Problematik hingewiesen und wurde dabei stets auf später vertröstet. Es hiess jeweils, man suche nach Lösungen, doch den Worten folgten &#8211; <a href="http://www.sev-online.ch/de/info/medienmitteilungen/2007/2008_12_27_MM_zpv.php">laut SEV-Medienmitteilung</a> &#8211; nie Taten.</p>
<p>Es musste erst <strong>Gossau</strong> kommen, am Weihnachtsmorgen des 25. Dezember, bis die SBB sich durchringen konnte zu kommunizieren, man werde dann in einem Jahr sämtliche Züge doppelt begleiten. Und bereits im Zeitraum Januar / Februar 2009 lasse man die Kondukteure auf Problemzügen <strong>durch Securitas-Mitarbeiter schützen</strong>.</p>
<p>Diese &#8220;Hot News&#8221; waren am Weekend natürlich DAS Gesprächsthema beim Zugpersonal. Natürlich freuten wir uns sehr über diese Mitteilung, doch wir stellten uns auch Fragen:</p>
<h3>Securitas-Begleitung</h3>
<p>Die Ausbildung zum Zugbegleiter dauerte, als ich zum Zugpersonal kam, rund 18 Monate. Inzwischen wurde sie um einige Monate verkürzt. So lange will die SBB nicht warten, deshalb werden uns kurzfristig Securitas-Männer und -Frauen in Problemzügen begleiten.</p>
<p>Am Wochenende rätselte das Zugpersonal darüber, <strong>welche und wie viele Züge die SBB offiziell als &#8220;Problemzug&#8221; bezeichnet</strong>. Vermutlich werden wir dies demnächst erfahren. Meine Hoffnung ist natürlich, dass die SBB zusammen mit Vertretern von SEV/ZPV die Züge bestimmt.</p>
<h3>Zu- oder Abnahme der Gewalt?</h3>
<p>Ob die Gewalt auf den Zügen nun zu- oder abgenommen hat, darüber kann man sich streiten. Denn die SBB kennt ja nur die gemeldeten Fälle; die Dunkelziffer ist entsprechend höher. Fakt ist imho: <strong>Jede Tätlichkeit und Belästigung ist eine zu viel!</strong> Selbst wenn die Gewalt abnehmen würde: Solange es Gewalt auf den Zügen gibt, muss die SBB entsprechend dagegen vorgehen. Mit Doppelbegleitungen, Bahnpolizei oder falls das nicht reicht, auch mit privaten Sicherheitsdiensten wie zum Beispiel die erwähnte Securitas. Nur so fühlen sich Personal und Fahrgäste wohl.</p>
<h3>Doppelbegleitung in einem Jahr</h3>
<p>In einem Jahr werden sämtliche Fernverkehrszüge der SBB mit mindestens zwei Mitarbeitern begleitet, teilte die SBB mit. Ein hoch gestecktes Ziel, wenn man bedenkt, dass das Personal dafür noch gar nicht vorhanden und in Folge dessen <strong>zuerst noch rekrutiert und ausgebildet</strong> werden muss.</p>
<p>Sofort stellten sich in den Pausenräumen des Zugpersonals natürlich Fragen. Früher dauerte die Ausbildung zum &#8220;Reisezugbegleiter National&#8221; 18 Monate für Externe und einige Monate weniger für Kandidaten, welche bereits zuvor bei der SBB (am Schalter) gearbeitet haben oder dort (wie ich) das KVöV machten.</p>
<p>Nun also soll es möglich sein, neue Leute innerhalb von zwölf Monaten zu rekrutieren (Stelleninserate schalten, Bewerbungen prüfen, Vorstellungsgespräche) und auszubilden? Wir sind gespannt! ;-)</p>
<h3>Kondukteur light?</h3>
<p><em>&#8220;Ihr müsst nur schauen, die werden eine andere Ausbildung machen als wir. Ohne Fahrdienst.&#8221;</em>, sagte ein Zürcher Zugbegleiter am Wochenende im Aufenthaltsraum in Biel. Vielleicht könnte da etwas dran sein, denn ohne fahrdienstliche Ausbildung würde die ganze Ausbildung nur wenige Monate dauern. Dafür könnten diese Mitarbeiter keine Züge alleine begleiten. Wobei, die Alleinbegleitung wird ja in einem Jahr komplett abgeschafft&#8230; So gesehen könnte es sogar noch Sinn machen. Denn wie gesagt: Für die komplette Ausbildung sind zwölf Monate sehr knapp bemessen. Gibt es vielleicht bald &#8220;Light-Kondukteure&#8221;?</p>
<p>Ich könnte mir vorstellen, dass diese neuen Mitarbeiter die gleiche oder eine ähnliche Ausbildung machen werden wie die S-Bahn-Zugbegleiter.</p>
<p>Doch ich möchte nochmals ganz klar betonen: <strong>Bis jetzt sind das nur Vermutungen und Gerüchte!</strong> Die SBB hat diesbezüglich noch nichts genaueres mitgeteilt, wird dies aber sicher demnächst noch tun. (Ansonsten frage ich bei Gelegenheit einfach mal nach.)</p>
<h3>Facebook-Gruppe</h3>
<p>Inzwischen gibt es auch schon die erste Facebook-Gruppe namens <a href="http://www.facebook.com/group.php?gid=46572291742">&#8220;Gegen Gewalt an Zugpersonal / im öff. Verkehr allgemein&#8221;</a>.</p>
<p>Beschreibung:</p>
<blockquote><p>Ende 2008 waren die Meldungen in den Nachrichten kaum mehr zu überlesen. Die Gewalt im öffentlichen Verkehr und insbesondere gegen das Zugpersonal nimmt stets zu. Einzelne Meldungen&#8230;</p>
<p><strong>Gland / 04. November 2008:</strong><br />
Drei Reisende ohne gültigen Fahrausweis, die nach Aufforderung des Zugbegleiters keine Billette kaufen wollen, attackieren diesen und drohen ihm mit einer Abrechnung gegen ihn und seine Familie.</p>
<p><strong>Montreux &#8211; Lausanne / 14. November 2008:</strong><br />
Bedrohung des Zugbegleiters von zwei Reisenden ohne Fahrausweis. Ihm wird das Portemonnaie abgenommen.</p>
<p><strong>Montreux &#8211; Lausanne / 20. November 2008:</strong><br />
Ein Reisender sitzt mit einem Zweitklassbillett in der 1. Klasse. Nach Aufforderung der Zugchefin zum Wechseln in die 2. Klasse erhält diese als Reaktion einen gebrochenen Finger.</p>
<p><strong>Montreux / 30. November 2008:</strong><br />
Fünf jugendliche Schwarzfahrer verprügeln einen Zugchef, der die Daten der Reisenden erfassen will. Resultat: zwei Rippenbrüche und Arbeitsunfähigkeit. Ein zu Hilfe eilender Mitreisender erhält einen Schlag ins Gesicht.</p>
<p><strong>Gossau / 25. Dezember 2008:</strong><br />
Ein Jugendlicher schlägt einen Reisezugbegleiter spitalreif. Arbeitsunfähigkeit bis auf Weiteres.</p>
<p>Doch nicht nur das Zugpersonal wird drangsaliert, auch unter Reisenden gibt es vermehrt Zwischenfälle. Eine Auswahl:</p>
<p><strong>18. Oktober 2008: Luzern &#8211; Wolhusen.</strong><br />
Zwei Jugendliche werden von einer fünfköpfigen Gruppe ausgeraubt. Ein Jugendlicher wehrt sich und wird angegriffen. Im Sommer 2008 wurden auf der selben Strecke bereits mehrere Passagiere von sechs Jugendlichen bewusstlos geschlagen und teilweise ausgeraubt.</p>
<p><strong>23. November 2008: Konolfingen &#8211; Zäziwil.</strong><br />
Ohne Grund greift ein 18-jähriger Schweizer einen Mitreisenden an. Folge: Kopfverletzungen. Der Täter kann Mitte Dezember festgestellt werden.</p>
<p><strong>12. Dezember 2008: Reidenbach (Simmental).</strong><br />
Im Zug wird ein Jugendlicher von Mitschülern gewürgt. Um Hilfe gebetene Mitreisende helfen nicht.</p>
<p><strong>24. Dezember 2008: Biel-Bern.</strong><br />
Zwei Jugendliche werden von zwei anderen Jugendlichen verprügelt und es erfolgt ein Raubversuch. Keiner der mitreisenden Passagiere regt sich.</p>
<p>_____________________________________________________</p>
<p>Diese Gruppe soll ein solidarisches Zeichen für die Betroffenen setzen und eine Plattform zur Diskussion der Thematik bieten.</p></blockquote>
<p>Ich und einige andere schweizweit.net-Leser sind der Gruppe bereits beigetreten. Natürlich würde ich mich freuen, euch ebenfalls dort zu sehen. :)</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Beinahe-Personenunfall in Zürich HB</title>
		<link>http://schweizweit.net/2008/12/25/beinahe-personenunfall-in-zurich-hb/</link>
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		<pubDate>Thu, 25 Dec 2008 13:11:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Hobi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Im Gespräch]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Dame hat einen "Termin mit Gott". Und gerät dabei fast unter den abfahrenden Zug.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p style="text-align: center;"><a title="geisterzug von taschenkruemmel bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/kruemmel/2976863581/"><img class="aligncenter" src="http://farm3.static.flickr.com/2001/2976863581_5ae820d424.jpg" alt="geisterzug" width="500" height="333" /></a></p>
<p>Und wieder ist es fast passiert. Wieder geriet eine Dame mittleren Alters fast unter meinen Zug, weil sie einen <strong>Termin mit Gott</strong> hatte.</p>
<p><em>(Den Begriff &#8220;Termin mit Gott&#8221; benutze ich für jene Leute, die sogar ihr Leben riskieren, um nicht zu spät zu kommen. Denn meiner Meinung nach ist nicht einmal eine Audienz beim Papst es wert, sein Leben zu riskieren und auf einen abfahrenden Zug aufzuspringen. Wer dies trotzdem tut, muss folglicherweise einen noch wichtigeren Termin haben. Eben einen &#8220;Termin mit Gott&#8221;.)</em></p>
<p>Verstehen tue ich es nach wie vor nicht. <strong>Wie kann man nur auf die absolut hirnrissige Idee kommen, auf einen FAHRENDEN Zug aufzuspringen?</strong> Das ist wie <strong>russisches Roulett</strong>: Wenn man Glück hat, überlebt man.</p>
<p style="text-align: center;"><a title="Amor hat aufgerüstet! Bannerwerbung im HB l:Zürich von gisiger bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/gisiger/2496144891/"><img class="aligncenter" src="http://farm4.static.flickr.com/3204/2496144891_ca7f2142da.jpg" alt="Amor hat aufgerüstet! Bannerwerbung im HB l:Zürich" width="500" height="375" /></a></p>
<p>Nach dem aktuellen Fall habe ich mit einer Kollegin über das Thema gesprochen. Wir beide hatten schon öfters die Notbremse im Griff, und wenige Male sogar schon die Hand am &#8220;Hahnen&#8221; (umgangssprachlicher Ausdruck für die Notbremse).</p>
<p>Sollten wir nun sehen, dass die aufspringende Person stolpert oder sich mit ihrer Kleidung am Waggon verfängt, würden wir natürlich sofort die Notbremse ziehen.</p>
<p>Nun die Frage, die ich und die Kollegin uns stellten: Mal angenommen, trotz gezogener Bremse kommt es zu einem Unfall oder im schlimmsten Fall sogar zum Tod der Person. <strong>Wären wir dann Schuld?</strong> Der gesunde Menschenverstand sagt hier vermutlich sofort: &#8220;Nein, natürlich nicht!!!&#8221; Doch ich bin mir ziemlich sicher, dass der gegnerische Anwalt vor Gericht alles unternehmen wird, um dem Richter zu beweisen, dass es <strong>nicht</strong> zu einem Unfall gekommen wäre, falls das Zugpersonal die Bremse nicht gezogen hätte. Und dann hätten wir das Schlamassel.</p>
<p>Ausserdem: Im Zug befinden sich immer auch noch andere Leute. Diese könnten bei einer Schnellbremsung stürzen (zum Beispiel, weil sie sich gerade auf dem Weg zur Toilette befinden) oder es könnten sich ihre Getränke (heisser Kaffee, Tee) über sie ergiessen. Und auch für den Lokführer ist es alles andere als ein freudiges Ereignis, wenn in seinem Zug die Notbremse betätigt wird.</p>
<p>Bisher haben wir bei Personen, die auf unseren Zug aufspringen, nur die Möglichkeit, sie zurecht zu weisen. Dabei laufen diese uns oft davon oder beschimpfen uns sogar. Eine Busse ausstellen oder ihre Personalien weiterleiten dürfen und können wir nicht.</p>
<p>Persönlich wäre ich nun der Meinung, dass solche gefährlichen Aktionen als &#8220;Eingriff in den Eisenbahnverkehr&#8221; geahndet werden und die Verursacher mit drastischen Konsequenzen rechnen müssen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Erste Klasse abschaffen?</title>
		<link>http://schweizweit.net/2008/12/15/erste-klasse-abschaffen/</link>
		<comments>http://schweizweit.net/2008/12/15/erste-klasse-abschaffen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 15 Dec 2008 13:11:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Hobi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Im Gespräch]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://schweizweit.net/?p=3553</guid>
		<description><![CDATA[Zwei Journalisten schreiben über die Zürcher S-Bahn. Einer ist für eine Abschaffung der ersten Klasse, der andere möchte den zusätzlichen Komfort nicht missen. Ein Thema, das zu Diskussionen anregt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p style="text-align: center;"><a title="In der S-Bahn des ZVV von fill.li bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/fill_li/81096815/"><img class="aligncenter" src="http://farm1.static.flickr.com/42/81096815_c40e997984.jpg" alt="In der S-Bahn des ZVV" width="375" height="500" /></a></p>
<p>Das Thema erste Klasse vs. zweite Klasse führt je bekanntlich hier auf schweizweit.net immer mal wieder zu ganz interessanten Diskussionen. :) Und auch in den <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Web_search_query">Queries</a> kommen Begriffe zu diesem Thema sehr häufig vor. Deshalb greife ich noch so gerne den Tagi-Artikel von heute Morgen auf, der sich mit dem Thema <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/kanton/SBahn-Soll-man-die-1-Klasse-abschaffen/story/21636917">&#8220;S-Bahn: Soll man die 1. Klasse abschaffen?&#8221;</a> befasst (und bestätige damit mal wieder das <a href="http://meine-blog-erfahrungen.blogspot.com/2007/11/wie-ich-zum-bloggen-kam.html">Blogger-Klischee</a>, dass wir immer nur von den traditionellen Medien abschreiben).</p>
<p>Edgar Schuler (Pro Abschaffung) und Roger Keller (Contra Abschaffung) schreiben im Artikel über Vor- und Nachteile einer <strong>ersten Klasse in den Zürcher S-Bahnen</strong>.</p>
<p>Dabei zeigt Schuler die <strong>Problematik</strong> ganz gut auf: Wenn man ganze Wagen als erste Klasse erstellt, gibt es Verzögerungen beim Ein- und Aussteigen, weil die Erstklässler weitere Strecken zurück legen müssen, um zu ihren Wagen zu gelangen.</p>
<p>Wird jedoch nur ein oberes Stockwerk als erste Klasse eingerichtet, setzen sich andere Pendler auf die Treppen und Zugänge zu dieser ersten Klasse, was den Komfort vermindert.</p>
<p>Ich möchte nicht in der Haut jenes Mitarbeiters stecken, der nun entscheiden muss, welche Variante die bessere ist&#8230;</p>
<p>Was ich nicht ganz verstehe, ist die Kritik von Schuler an der ersten Klasse als Einnahmequelle. Er bezeichnet die zusätzlichen Einnahmen, welche die SBB durch die erste Klasse erhält, als Abzockerei. Damit meint er jedoch anscheinend nicht die Höhe der Preise, sondern einzig die Tatsache, dass es eine teurere Klasse als die zweite Klasse gibt. In meinen Augen sagt man dem schlicht und ergreifend &#8220;Marktwirtschaft&#8221;.</p>
<p>Nicht ganz unrecht hat dann aber Roger Keller, der sich für die erste Klasse einsetzt: <em><strong><span class="pullquote">&#8220;Wenn etwas abgeschafft werden soll, wofür es eine Nachfrage gibt, geht es offensichtlich um Neid.&#8221;</span></strong></em> Immerhin fahren laut Keller 15 Prozent der Pendler in der ersten Klasse und diese kommen für 25 Prozent der Einnahmen der SBB auf.</p>
<p>Die erste Klasse subventioniert so gesehen die zweite Klasse und bei einer Abschaffung der ersten könnte die zweite Klasse teurer werden.</p>
<p>Hinzu kommt, dass in den Zürcher S-Bahnen viele Leute in der ersten Klasse fahren, die lieber mit dem eigenen Auto zur Arbeit gingen, als sich tagtäglich in die zweite Klasse zu setzen. Dies kann ich durchaus verstehen, wenn ich sehe, wie sich gewisse Pendler in der zweiten Klasse manchmal benehmen und wie es dort aussieht, wenn die Leute ausgestiegen sind&#8230;</p>
<p>Meiner Meinung nach könnte eine Abschaffung der ersten Klasse in den Zürcher S-Bahnen auch dazu führen, dass <strong>weniger Erstklassreisende in den Zubringer-Zügen des Fernverkehrs</strong> anzutreffen wären. Der Einnahmen-Ausfall für die SBB dürfte also höher sein, als man anfangs annehmen könnte.</p>
<p>Beachten muss man auch, dass es Arbeitnehmer gibt, die es sich nicht leisten können, mit verschwitzter oder verschmutzter Kleidung im Büro oder vor ihren Kunden zu erscheinen.</p>
<p>Und zu guter Letzt: Bei den ZVV-Abos macht der Unterschied zwischen der ersten und zweiten Klasse nur wenige Franken aus. 0.76 Franken sind es beim günstigsten Abo (Lokalnetz), 3.50 Franken sind es bei einem Abo für alle Zonen. Nicht alle Pendler, aber doch viele sollten sich diesen Betrag leisten können.</p>
<h3>Geteilte Meinungen</h3>
<p>Dass die Meinungen zum Thema gespalten sind, merkt man auch in der Umfrage auf tagesanzeiger.ch und in den Kommentaren zum Tagi-Artikel: In der Umfrage selber sprechen sich 63% für eine Abschaffung aus, 37% sind dagegen. <strong>In den Kommentaren ist es interessanterweise genau umgekehrt.</strong> 64 Prozent der Texte plädieren für die erste Klasse, 36 Prozent finden, der ganze Zug dürfte aus Zweitklasswagen bestehen. (Stand nach den ersten 52 Kommentaren.)</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Billettautomaten der SBB und ihre Benutzerfreundlichkeit</title>
		<link>http://schweizweit.net/2008/12/12/die-billettautomaten-der-sbb-und-ihre-benutzerfreundlichkeit/</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Dec 2008 13:11:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Hobi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Im Gespräch]]></category>

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		<description><![CDATA[Die aktuelle Software der SBB-Billettautomaten regt zu Diskussionen an.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Zurzeit sind auf dem <a href="http://newsnetz.ch/">Newsnetz</a> wieder einmal die <strong>Billettautomaten der SBB</strong> im Gespräch. Das Thema ist das gleiche, wie schon zu früheren Zeiten in anderen Medien: Die Benutzerfreundlichkeit.</p>
<p>Es wird bemängelt, dass die Software zu komplex und zu kompliziert sei für Otto Normalverbraucher. Ausserdem wünschen sich in den Kommentaren zum Artikel mehrere Leute die <strong>Rückkehr zur alten Software</strong>, die für sie wesentlich einfacher zu verstehen war.</p>
<p>Vor dem Weiterlesen dieses Artikels empfiehlt es sich, unter folgendem Link die aktuelle Billettautomaten-Benutzerführung auszuprobieren: <a href="http://mct.sbb.ch/mct/reisen-bats.htm">Billettautomaten-Simulation</a></p>
<p>Das im Newsnetz-Artikel erwähnte Billett von Zürich nach Basel konnte ich in der Online-Version des Automaten gleich beim ersten Versuch in 26 Sekunden lösen. Und das, obwohl ich beruflich gar nichts mit den Automaten zu tun habe und diese privat nur sehr selten benutze. (Etwa 4-5 Mal jährlich) <a href="http://www.usability.ch/Deutsch/profil.htm">Silvia Zimmermann</a>, Leiterin des <a href="http://www.usability.ch/">Institutes für Software-Ergonomie und Usability</a> brauchte dafür nach eigenen Angaben 109 Sekunden, also viermal so viel wie ich als durchschnittlicher BATS-Benutzer. An dieser Stelle unterlasse ich Witze betreffend Frauen und Technik&#8230;</p>
<p>Klar ist: Logisch aufgebaut ist die Benutzerführung nur bedingt. Vor allem die Seite, auf welcher man die Anzahl und Art (Halbtax, Hund, 1/1, etc.) der Billette eingibt, kann verwirren.</p>
<p>Auch ein wenig &#8220;unklug&#8221; war die Idee, dass jeder Bahnhof nur unter dem korrekten Anfangsbuchstaben zu finden ist. Wie im Newsnetz-Artikel erwähnt, findet man zum Beispiel den Ort <strong>Bad Zurzach nur unter &#8220;B&#8221;, nicht aber unter &#8220;Z&#8221;</strong>. Viele, vor allem ältere Leute, werden vermutlich nach wie vor unter &#8220;Z&#8221; suchen.</p>
<p>Auch bei Bahnhöfen wie <em>Zürich Oerlikon</em> stellt sich dem Benutzer natürlich die Frage, ob er nun unter &#8220;Z&#8221; oder &#8220;O&#8221; suchen muss; das gleiche gilt auch für Ortschaften, die ihren Bahnhof mit einem Nachbarort teilen: Näfels und Mollis findet man unter <em>Näfels-Mollis</em>, Bad Säckingen und Stein unter <em>Stein-Säckingen</em>, Schübelbach und Buttikon unter <em>Schübelbach-Buttikon</em>.</p>
<p>Abgesehen von diesen (berechtigten) Kritikpunkten jedoch finde ich die <strong>Benutzerführung gar nicht mal sooo übel</strong>:</p>
<p>Da wäre zum Beispiel der Startbildschirm. Auf einen Blick findet man die wichtigsten Bahnhöfe, die am häufigsten benutzten Spezialbillette (Tageskarten, etc.), Mehrfahrtenkarten und RailAway-Angebote der Region.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/01Start.png" alt="" width="319" height="234" /></p>
<p>Im nächsten Schritt wählt man den Reiseweg. Die meisten Fahrgäste werden über eine der vorgeschlagenen Routen reisen, andere definieren ihre Via-Stationen selber unter &#8220;anderen Reiseweg eingeben&#8221;.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/02Via.png" alt="" width="319" height="233" /></p>
<p>Nun entscheidet man sich, ob man nur eine einfache Fahrt löst, oder irgendwann auch mal wieder zurück möchte. Die Wahl zwischen &#8220;Einfach&#8221; und &#8220;Retour&#8221; ist selbsterklärend. Dass unten nochmals (wie auf der Startseite) die Angebote &#8220;Abonnemente&#8221; und &#8220;Mehrfahrtenkarte&#8221; aufgeführt ist&#8230; Naja, kann man machen, muss man aber nicht. Vielleicht könnte dies einige Benutzer verwirren.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/03Retour.png" alt="" width="319" height="234" /></p>
<p>Beim nächsten Bildschirm entscheidet man sich, ob man bequem oder günstig reisen möchte. Auch dieser Schritt ist selbsterklärend.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/04Klasse.png" alt="" width="318" height="232" /></p>
<p>Nun der komplizierteste Teil der Geschichte. Ganze 25 Kombinationsmöglichkeiten findet man hier; Touristen und Gelegenheitsbahnfahrer könnte dies verwirren.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/05Anzahl.png" alt="" width="319" height="233" /></p>
<p>Der abschliessende Schritt hingegen ist wieder einfacher. Zwar könnte man die Schaltfläche &#8220;Bestätigen&#8221; durch &#8220;Heute&#8221; ersetzen, ansonsten jedoch wieder ein selbsterklärender Bildschirm.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/06Heute.png" alt="" width="320" height="234" /></p>
<p>Nun darf man den Spass bezahlen und los geht die Fahrt. Was viele nicht wissen: Nebst Schweizer Franken akzeptiert die SBB je nach Automat auch Kreditkarten, Debitkarten, Postcard, MyOne (Manor), Euro und Reka. Und vielleicht ist es ja in Zusammenarbeit mit Post / Swisscom auch bald möglich, mit dem Handy zu bezahlen. Nur so eine Vermutung. ;-)</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/07Geld.png" alt="" width="321" height="235" /></p>
<p>Generell bin ich der Meinung, dass man nach einer &#8220;Eingewöhnungsphase&#8221; durchaus in der Lage ist, die Automaten zu benutzen. Klar ist jedoch: Beim ersten Mal dauert es ein wenig länger.</p>
<p>Touristen und Selten-Bahnfahrer sind also geraten, sich bei Unsicherheiten an den Bahnschalter zu wenden.</p>
<h3>Möglichkeiten für den Ticketkauf:</h3>
<ul>
<li>Bahnschalter</li>
<li>Billettautomat</li>
<li>Per MMS-Ticket</li>
<li>Per Online-Ticket</li>
<li>Per Telefon / RailService (0900 300 300; CHF 1.19 / Min.; bei komplexeren Anfragen wird zurück gerufen)</li>
<li>Im Fernverkehrszug (Zuschlag CHF 5.-)</li>
</ul>
<h3>Artikel zum Thema</h3>
<ul>
<li><a href="http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/kanton/story/14581676">Lahme Ticketautomaten nerven Zugreisende</a></li>
<li><a href="http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Kein-Billett-nach-Zurzach--die-Maengel-der-neuen-SBBAutomaten/story/17176606">Kein Billett nach Zurzach &#8211; Die Mängel der SBB-Automaten</a></li>
<li><a href="http://www.bernerzeitung.ch/schweiz/standard/Verschlimmbessert-SBBKunden-ueber-die-neuen-Billettautomaten/story/31319896">&#8220;Verschlimmbessert&#8221; &#8211; SBB-Kunden über die neuen Billettautomaten</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>SBB präsentiert Stuntfilm: &#8220;Der Experte kehrt zurück&#8221;</title>
		<link>http://schweizweit.net/2008/11/12/sbb-prasentiert-stuntfilm-der-experte-kehrt-zuruck/</link>
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		<pubDate>Wed, 12 Nov 2008 13:11:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Hobi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Im Gespräch]]></category>
		<category><![CDATA[SBB]]></category>

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		<description><![CDATA[Hollywood-Stuntman Oliver Keller dreht zusammen mit der SBB einen Film. Ursprünglich nur für Mitarbeiter gedacht, gewann der zweite Teil des Films nun einen schweizweiten Filmpreis.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Regelmässige Leser von schweizweit.net wissen, dass ich immer wieder gerne über <strong>Videos aus der Eisenbahnwelt</strong> schreibe. Viele Videos haben sich deshalb inzwischen angesammelt, doch kaum eines war so professionell gemacht wie die beiden <strong>Stuntfilme</strong>, die ich euch heute präsentiere!</p>
<p>Um das Personal für Gefahren und Risiken in den verschiedenen Bähnler-Berufen zu sensibilisieren, hat die SBB keine Kosten und Mühen gescheut und mit einem <strong>Hollywood-Stuntman</strong> zwei Filme produziert, die sich sehen lassen können. (Der dritte Teil kommt bald raus.)</p>
<h3>Der Experte</h3>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/experte01.jpg" alt="" width="475" height="267" /></p>
<p>Zu den beiden Filmen gelangt ihr, wenn ihr auf <a href="http://www.girardin.ch/auszeichnungen/EDI/index.html">www.girardin.ch</a> auf &#8220;weiter zur Webseite&#8221; klickt, dann auf &#8220;Arbeiten&#8221; und danach auf &#8220;Filme&#8221;. Der erste Film nennt sich &#8220;Der Experte 1&#8243;.</p>
<p>Dort stellt sich Hollywood-Stuntman <a href="http://kstunts.stuntsquad.ch/de/team/">Oliver Keller</a> kurz vor. Begleitet wird dies von einigen Actionszenen aus seinen Filmen. Danach zeigt er, dass auch in Bürogebäuden immer kleine Gefahren drohen (zum Beispiel durch offene Schubladen).</p>
<p>Dann zeigt Keller, welche fiesen Stolperfallen im Gleisbereich drohen, bevor der Film ungefähr in der Mitte zum eigentlichen Highlight gelangt: Der Stuntman steht mitten auf dem Gleis, als eine <strong>tonnenschwere Rangierlok auf ihn zufährt</strong>&#8230;</p>
<p>Die letzten Szenen wurden im Zürcher Hauptbahnhof und auf einer Baustelle gedreht.</p>
<h3>Der Experte kehrt zurück</h3>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/experte02.jpg" alt="" width="474" height="266" /></p>
<p>Einige Zeit nach dem ersten Film wurde die <strong>Fortsetzung</strong> gedreht. Dieser Teil gewann dann auch den Schweizer Auftrags- und Werbefilmpreis des Eidgenössischen Departement des Inneren (EDI 06).</p>
<p>Mir persönlich gefällt dieser Teil auch deutlich besser als der erste. Auch wenn ich nicht wirklich viel vom Filmemachen verstehe, so hat der zweite Teil imho eine bessere Kameraführung und die einzelnen Szenen wurden besser nachbearbeitet.</p>
<p>Im Gegensatz zu Teil eins wurden diesmal die <strong>Actionszenen zu Beginn des Films im Auftrag der SBB</strong> gedreht und nicht von bereits bestehenden Hollywood-Filmen importiert: In einem SBB-Rangierbahnhof wird <strong>&#8220;Western-Feeling&#8221;</strong> erzeugt. Der Bahnhof wirkt verlassen, im Hintergrund sieht man ein paar Planzer-Container. Die Kamera nähert sich einer Holzbaracke, als plötzlich&#8230; Seht am besten selbst! :)</p>
<p>Im Teil 1 blieb Oliver Keller bei seinen Gefahren-Beispielen noch eher allgemein. Im zweiten Teil nun möchte er die Gefahren anhand wahrer Geschichten zeigen. <strong>Menschen mit schwachen Nerven seien an dieser Stelle gewarnt:</strong> Das Schauen des Films geht auf eigene Verantwortung, es werden darin Beispiele gezeigt von abgetrennten und verbrannten Gliedmassen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Mädchen aus dem Zug werfen: Auch bei der SBB möglich?</title>
		<link>http://schweizweit.net/2008/10/27/madchen-aus-dem-zug-werfen-auch-bei-der-sbb-moglich/</link>
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		<pubDate>Mon, 27 Oct 2008 12:11:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Hobi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Im Gespräch]]></category>
		<category><![CDATA[ÖV]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Zwölfjährige fährt in Deutschland ohne Billett im Zug und wird rausgeworfen. Zwei 7- oder 8-jährige fahren in der Schweiz ohne gültiges Billett im Zug; was geschieht mit ihnen?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Das ist dann wohl ein medialer Super-GAU, was sich in der letzten Woche in Deutschland rund um die DB und die <a href="http://www.focus.de/panorama/welt/bahn-zugbegleiterin-setzt-zwoelfjaehrige-aus_aid_342582.html">Kinder-aus-dem-Zug-werfende Zugbegleiterin</a> abspielte&#8230;</p>
<h3>Was ist geschehen?</h3>
<p>Ein zwölfjähriges Mädchen bemerkt im Zug, dass es <strong>sein Portemonnaie</strong> (inkl. Billett und Geld) <strong>zu Hause liegen lassen</strong> hat. Die Zugbegleiterin wirft ihr versuchtes Schwarzfahren vor und wirft sie in Parkentin aus dem Zug. Daraufhin musste das Mädchen rund 5 Kilometer zu Fuss (und mit einem Cello auf dem Rücken) nach Hause (Bad Doberan) laufen.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/Parkn2.jpg"><img class="aligncenter" title="Parkentin Bad Doberau Rostock" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/Parkn2.jpg" alt="" width="523" height="360" /></a></p>
<p>In ersten Medienberichten hiess es noch, dass ein anderer Fahrgast dem Mädchen ein Billett bezahlen wollte, die Zugbegleiterin ihm das nicht erlaubte. Abklärungen haben laut Medien dann jedoch ergeben, dass der angebliche Mitreisende sich gar nie im Zug befunden und seine Geschichte nur erfunden hat.</p>
<h3>Wie hätte man es sonst lösen können?</h3>
<p>Ein Telefon mit den Eltern, Beibezug der Polizei; es hätte andere und vor allem bessere Möglichkeiten gegeben, um die Situation zu lösen. Die Polizei wäre dann auch in der Lage gewesen, für das sichere Nachhausekommen des Mädchens zu sorgen.</p>
<h3>Wie schaut es bei der SBB aus?</h3>
<p>Da ich natürlich nicht einfach so interne Dokumente und Richtlinien veröffentlichen kann, verweise ich auf die <a href="http://www.zvv.ch/de/service/rechtliche-hinweise/richtlinien.html">öffentlich auf zvv.ch einsehbaren &#8220;Richtlinien zur Fahrausweiskontrolle&#8221;</a> und zitiere:</p>
<blockquote><p>Fahrgäste, die ohne gültigen Fahrausweis angetroffen werden, sind freundlich, sachlich und ruhig über den Grund der Beanstandung aufzuklären.</p>
<p>Die Personalien sind, wenn immer möglich, anhand eines amtlichen Ausweises festzustellen. Überprüfende Auskünfte werden bei der Inkassostelle, der Polizei oder der Einwohnerkontrolle eingeholt. Ausnahmsweise können sie auf andere geeignete Weise eingeholt werden, z.B. telefonisch bei Bekannten oder Verwandten, wozu der Fahrgast sein Einverständnis geben muss. (7.410)</p></blockquote>
<p>Wenn der Fahrgast die Personalien nicht angeben möchte, keinen Ausweis dabei hat und/oder keine Möglichkeit bietet, die Auskünfte bei Drittpersonen einzuholen, gibt es verschiedene Möglichkeiten:</p>
<blockquote><p>Weigert sich ein Fahrgast, die Gebühr und/oder den Fahrpreis zu bezahlen sowie seine Personalien anzugeben bzw. kann er keinen Ausweis vorzeigen und verweigert er das Einverständnis zur Einholung von geeigneten Auskünften bei Drittpersonen, ist in erster Linie betriebliche Hilfe oder die Polizei anzufordern. (7.420)</p>
<p>Dem Fahrgast kann das Aussteigen bis zum Eintreffen der Hilfe verweigert werden. Erscheint es sinnvoll, ist mit dem Fahrgast an geeigneter Stelle auszusteigen. (7.421)</p>
<p>Kann keine Hilfe angefordert werden, ist der fehlbare Fahrgast von der Weiterbeförderung auszuschliessen. Auf Linien mit konventioneller Fahrausweiskontrolle kann dem Fahrgast die Beförderung in jedem Fall verweigert werden. (7.422)</p>
<p>Kinder unter 12 Jahren und Personen mit einer Behinderung dürfen nicht über den Zielort hinaus festgehalten oder aus dem Fahrzeug gewiesen werden. (7.424)</p></blockquote>
<p>Damit ist das Vorgehen klar geregelt. In der Ausbildung wurden wir auch mehrfach darauf hingewiesen, beim &#8220;aus dem Zug weisen&#8221; vorsichtig zu sein. So ist es zum Beispiel nicht ganz unproblematisch, junge Frauen in einem schwach beleuchteten und von Betrunkenen stark frequentierten Bahnhof aus dem Zug zu schmeissen.</p>
<p>Generell kommt es aber sowieso nur sehr selten vor, dass jemand aus einem Zug der SBB geworfen wird. <strong>Denn in erster Linie wollen wir ja unser Geld</strong>; sprich: Wenn der Fahrgast sich nicht ausweisen kann, wird er nicht hinausgeworfen, sondern die Bahnpolizei beigezogen. Diese schaut dann nach, ob der Fahrgast wirklich nirgends Bargeld hat und überprüft seine Angaben betreffend der Personalien.</p>
<h3>Eigene Erfahrungen</h3>
<p>Ganz zu Beginn meiner Zugbegleiter-Zeit hatte ich tatsächlich auch einmal einen Fall, ähnlich dem der DB-Zugbegleiterin. Ein Mädchen und ein Junge (ein Geschwisterpaar, beide um die 7-8 Jahre alt) stiegen in Sargans ein und fuhren in Richtung Chur. Bei der Fahrausweiskontrolle wiesen beide je eine Junior-Karte vor. (Mit der Junior-Karte reisen Kinder unter 16 Jahren in Begleitung ihrer Eltern gratis.)</p>
<p>Auf die Frage, wo denn ihre Eltern seien, antworteten sie wahrheitsgemäss und ohne Unrechtsbewusstsein: <strong>&#8220;Zu Hause!&#8221;</strong></p>
<p>Leicht verdutzt und erstaunt sagte ich: &#8220;Aha?!? Ähm&#8230; Und ihr reist jetzt ganz alleine mit dem Zug? Wohin wollt ihr denn?&#8221;</p>
<p>Es stellte sich heraus, dass die beiden nach Chur wollten, in die Stadt. &#8220;Darf ich mal?&#8221;, fragte ich und nahm die Juniorkarten an mich. Ich sagte ihnen, ich müsse rasch etwas abklären und ging auf die Einstiegsplattform, so dass sie mich nicht hörten. Die Adresse der Eltern steht jeweils auf den Juniorkarten und mittels SMS fragte ich bei der Auskunft nach der Telefonnummer.</p>
<p>&#8220;Ich wollte mich nur mal rasch vergewissern, dass sie darüber Bescheid wissen, dass ihre Kinder im Zug nach Chur sitzen.&#8221;, sagte ich der Mutter. Diese war ganz erstaunt; ihr hatten die Kinder gesagt, sie gehen rasch ein paar Häuser weiter einen Spielkameraden besuchen. &#8220;Da haben ihnen ihre Kinder anscheinend nicht ganz die Wahrheit gesagt. Wie es scheint, wollen sie lieber in die grosse Stadt.&#8221;</p>
<p>Schlussendlich einigten wir uns darauf, dass ich die beiden Weltenbummler in Chur gleich wieder in den nächsten Retourzug stecke und der entsprechende Zugbegleiter sie in Sargans dann ihrer Mutter übergibt.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/dr2.jpg"><img class="aligncenter" title="Balzers Sargans Chur" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/dr2.jpg" alt="" width="559" height="387" /></a></p>
<p>War schon ein starkes Stück: <strong>Zwei kleine Kinder reisen alleine mit dem Bus aus dem liechtensteinischen Balzers ins schweizerische Sargans und dann weiter mit dem Zug nach Chur.</strong> Anscheinend wussten sie genau, welchen Bus und welchen Zug sie nehmen müssen. Als Fahrausweise benutzten sie die Juniorkarten, welche sie aus den Portemonnaies oder Abo-Hüllen der Eltern entwendet haben und weisen diese im Zug vor, genau so wie sie es bei ihren Eltern jeweils gesehen haben. Dass ihre Eltern zwingend dabei sein müssen, wenn sie mit den Juniorkarten reisen, das wussten die Kleinen natürlich nicht.</p>
<p>So richtig böse sein kann man ihnen deswegen gar nicht. ;-)  Trotzdem ist es natürlich <strong>viel zu gefährlich</strong>, zwei so kleine Kinder in eine Stadt zu lassen, auch wenn es sich bei Chur nicht wirklich um eine Metropole handelt und die Kriminalitätsrate hier sicher auch deutlich tiefer ist als in Zürich oder Bern.</p>
<p>Weitere Artikel zum Thema &#8220;aus dem Zug werfen&#8221;:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.focus.de/panorama/welt/bahn-zugbegleiterin-setzt-zwoelfjaehrige-aus_aid_342582.html">Deutschland: Zugbegleiterin setzt Zwölfjährige aus</a></li>
<li><a href="http://www.sueddeutsche.de/panorama/166/315059/text/">Dürfen Schaffner Kinder aus dem Zug werfen?</a></li>
<li><a href="http://nachrichten.aol.de/bahn-weist-praemien-motiv-der-schaffnerin/artikel/20081023130627135143956">Bahn weist Prämien-Motiv der Schaffnerin zurück</a></li>
<li><a href="http://www.net-tribune.de/article/241008-130.php">Die Zwölfjährige wäre ein Fall für die Polizei gewesen</a></li>
<li><a href="http://www.dernewsticker.de/news.php?id=55479">Schaffnerin bleibt suspendiert</a></li>
<li><a href="http://www.abendblatt.de/daten/2008/10/25/958803.html">Auch Luca wurde aus dem Zug geworfen</a></li>
<li><a href="http://www.basicthinking.de/blog/2008/10/24/liebe-bahn-beware-the-moms-and-dads/">Liebe Bahn: Beware the Moms and Dads!</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Eisenbahn ist stark im Kommen</title>
		<link>http://schweizweit.net/2008/10/20/die-eisenbahn-ist-stark-im-kommen/</link>
		<comments>http://schweizweit.net/2008/10/20/die-eisenbahn-ist-stark-im-kommen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 20 Oct 2008 12:11:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Hobi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Im Gespräch]]></category>
		<category><![CDATA[International]]></category>

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		<description><![CDATA["The climate is right for trains" lautet der Werbeslogan der Bombardier Transportation. Im Interview erklärt der Chef ebendieses Unternehmens, wieso er sich über steigende Benzinpreise freut und weshalb er dringend neue Mitarbeiter sucht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p style="text-align: center;"><a href="http://www.theclimateisrightfortrains.com/"><img class="aligncenter" title="Bombardier: The climate is right for trains" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/bombardiertcirft.jpg" alt="" width="548" height="178" /></a></p>
<p>Es gibt sie noch, die Leute, die gegen steigende Benzinpreise nichts einzuwenden haben. Meistens kommen diese Leute aus der Eisenbahnbranche, so wie zum Beispiel <strong>André Navarri</strong>, Chef des weltgrössten Bahntechnikkonzerns <a href="http://www.bombardier.com/de/transportation">Bombardier</a>.</p>
<p>In diesem Artikel gebe ich anfangs einen kurzen Überblick über das Unternehmen, komme dann auf André Navarri zurück und schreibe über ein Interview, welches er kürzlich der deutschen Presse gegeben hat.</p>
<h3>Das Unternehmen Bombardier</h3>
<p>Das kanadische Unternehmen wurde 1942 unter dem Namen &#8220;L&#8217;Auto-Neige Bombardier Limitée&#8221; gegründet, zählt zu den grössten Herstellern von Business-Jets, Regionalverkehrs-Flugzeugen und Schienenfahrzeugen. Auf der Lohnliste stehen rund 56&#8217;000 Mitarbeiter, verteilt auf 24 Länder.</p>
<h3>Der Chef André Navarri</h3>
<p>Geboren 1953 führte sein Weg über verschiedene Firmen (unter anderem Alstom, Alcatel, Valeo) zu Bombardier Transportation und zur Muttergesellschaft Bombardier Inc. Im Mai 2005 wurde er zum &#8220;Chairman of the Association of the European Railway Industries (UNIFE)&#8221; ernannt.</p>
<h3>Das Interview</h3>
<p>&#8220;Ja, die Entwicklung beim Öl ist gut für den Schienenverkehrssektor. Viele können es sich nicht mehr leisten, mit dem Auto zu fahren. Deshalb wachsen die Fahrgastzahlen im öffentlichen Nahverkehr vielerorts mit zweistelligen Raten.&#8221;, antwortet Navarri auf die Frage, ob er gegen steigende Benzinpreise nichts einzuwenden habe.</p>
<p>Nun, ich persönlich würde jetzt die steigenden Fahrgastzahlen nicht ausschliesslich auf die steigenden Spritpreise zurückführen. Aber mit Sicherheit tragen diese ihren Teil zum Erfolg der Eisenbahnen bei. Und ausserdem wurde mit dieser Antwort indirekt auch gleich eine andere (nicht gestellte) Frage beantwortet: <strong>Was ist günstiger, das Auto oder die Bahn?</strong></p>
<p>Und nicht nur finanzielle Anreize, sondern auch das <strong>ökologische Gewissen</strong> führe viele Leute zur Bahn, sagt Navarri. 84 Prozent des vom Verkehr ausgestossenen Kohlendioxid komme vom Strassenverkehr, aber nur gerade ein Prozent von der Schiene. Auch wenn ich meine Hand für diese Zahlen nicht unbedingt ins Feuer legen würde: Der Schienenverkehr ist auf jeden Fall deutlich umweltschonender als der Individualverkehr auf dem Asphalt. Aber dieses Thema hatten wir im Artikel &#8220;<a href="http://schweizweit.net/2007/08/23/bahn-als-ozon-schleuder/">Bahn als Ozonschleuder?</a>&#8221; schon. :)</p>
<p>Navarri ist überzeugt davon, dass man noch mehr Leute auf die Schiene bringt, wenn man sich in den Bereichen <strong>Komfort, Klimatisierung, Platz und Passagierinformation</strong> Mühe gibt. Auf Hochgeschwindigkeitsstrecken sollen in erster Linie vorallem die Geschäftsreisenden angesprochen werden: &#8220;[Die nächste Generation von Hochgeschwindigkeitszügen] muss genauso komfortabel sein wie die Business-Class im Flugzeug. &#8221;</p>
<p>Ein Hindernis für das weitere Wachstum des Schienenverkehrs sieht Navarri unter anderem bei der Personalsituation: &#8220;<strong>Ja, wir suchen Personal.</strong> Ich kann nicht sagen, wie viel es sein wird, aber es wird nicht einfach, genügend Ingenieure und Projektmanager zu finden. (&#8230;) Für uns wird qualifiziertes Personal der größte Engpassfaktor sein.&#8221; Dies gilt vermutlich nicht nur für Bombardier Transportation, sondern auch für die anderen Hersteller von Schienenfahrzeugen.</p>
<p>Wer gerade auf Jobsuche ist:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.bombardier-transportation.ch/index.cfm?action=hm58&amp;hmID=58&amp;um1ID=87&amp;contentID=70&amp;s=TmpStandard">Bombardier</a></li>
<li><a href="http://www.stadlerrail.ch/index.php?page=104&amp;cmd=jobs">Stadler</a></li>
<li><a href="http://www.alstom.com/home/careers_sections/jobs/index.EN.php?languageId=EN&amp;amp;amp;amp">Alstom</a></li>
<li><a href="http://w1.siemens.ch/ch/de/cc/jobs/ihrA/Pages/ihr_job.aspx">Siemens</a></li>
</ul>
<p>Das ganze Interview könnt ihr auf <a href="http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/Unternehmen-Deutsche-Bahn;art129,2556852">tagesspiegel.de</a> lesen.</p>
<p>(via <a href="http://eisenbahn.egghof.com/2008/06/interview-mit-bombardier-chef.html">Zug &amp; Eisenbahn Blog</a>)</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>PR-Instrumente der Zukunft: Blogs ganz vorne</title>
		<link>http://schweizweit.net/2008/10/10/pr-instrumente-der-zukunft-blogs-ganz-vorne/</link>
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		<pubDate>Fri, 10 Oct 2008 14:11:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Hobi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diverses]]></category>
		<category><![CDATA[Im Gespräch]]></category>

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		<description><![CDATA[Sind Blogs die PR-Instrumente der Zukunft? Oder wird die Bedeutung der Weblogs schlicht und einfach überschätzt? Eine Diplomarbeit will aufklären.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><a href="http://bernetblog.ch/2008/10/06/pr-20-wie-schweizer-agenturen-die-zukunft-sehen/">Am Montag</a> hat die Bernet PR AG auf ihrem Blog über eine <a href="http://fabulouspr.wordpress.com/2008/09/02/wirtschaftliche-bedeutung-neuer-pr-instrumente/">Diplomarbeit zur wirtschaftlichen Bedeutung neuer PR-Instrumente</a> für PR-Agenturen geschrieben. Laut dieser Arbeit sind Blogs, Communities und Direct Mailings <em>(Online Mailings, Newsletter, Email)</em> die <strong>PR-Instrumente der Zukunft</strong>.</p>
<p>Geschrieben hat die Diplomarbeit eine <a href="http://fabulouspr.wordpress.com/uber-mich/">Aleksandra Eric</a>, durchgeführt wurde sie im Februar dieses Jahres, vollendet im Juni.</p>
<p>Und wie es so ist: <strong>Blogger schreiben am liebsten</strong> &#8211; na, was denkst du? &#8211; <strong>natürlich über sich selbst!</strong> Und da bin ich keine Ausnahme. ;-) Deshalb dieser Artikel.</p>
<p>Ich habe mir die Arbeit mal angeschaut und mir sind folgende Aussagen ins Auge gestochen:</p>
<p>Laut Eric wird es <strong>für die Nutzer immer einfacher, den Inhalt (Content) im Internet mitzugestalten</strong> und die Verbreitung zu beeinflussen. Damit entstand eine <strong>starke Bindung an das Internet als Informationsquelle, Kommunikations- und Vernetzungsmittel</strong>.</p>
<p>Doch nur wenige Firmen und PR-Agenturen wissen diese neuen Möglichkeiten zu nutzen. Es sind vor allem die kreativen Unternehmen, welche in diesem Bereich aktiv sind. So hebt Eric in erster Linie die <strong>Modebranche</strong> hervor, welche das Internet nutzt, um Modeschauen direkt über das weltweite Netz zu senden und die Vorschläge der Designer per Blogs an die Kunden zu bringen. Diese <strong>Interaktivität</strong> werde von den Dialoggruppen geschätzt.</p>
<p>Die Diplomarbeit geht auf viele verschiedene neue PR-Instrumente ein. Unter anderem Websites, Web-Portale, Wikis, Online-Events, E-Cards etc. In meinem Artikel will ich jedoch nur auf die Weblogs und ein Stück weit auf die Communities eingehen.</p>
<p>Bei der Frage, wie oft die PR-Agenturen <strong>Blogs als PR-Instrumente</strong> einsetzten, antworteten 15 Prozent mit &#8220;häufig&#8221;, 26 Prozent mit &#8220;gelegentlich&#8221;, 28 Prozent mit &#8220;selten&#8221; und die restlichen 31 Prozent mit &#8220;nie&#8221;. Sprich: 41% der Agenturen setzen Blogs regelmässig ein. Dem gegenüber steht die Kundennachfrage: 56 Prozent der Kunden fragen gelegentlich bis häufig von sich aus nach dem Einsatz neuer PR-Instrumente. Es scheint also so, als seien die Kunden neuen PR-Massnahmen gegenüber aufgeschlossener als die PR-Agenturen.</p>
<p>Immerhin sind <strong>44 Prozent der Agenturen der Meinung, dass Weblogs zukünftig stark an Bedeutung gewinnen</strong> werden. Damit dürften sie imho ziemlich richtig liegen.</p>
<p>Erwähnenswert finde ich die Schlussworte von Eric:</p>
<blockquote><p>Vor zehn Jahren war es den Unternehmen noch wichtig, den Kunden durch ein gutes  Produkt und einen guten Kundenservice an sich zu binden. Heute stehen Markenidentität, Emotionalisierung und immer häufiger auch Communities, Subkulturen sowie soziale Netzwerke im Vordergrund.<br />
<em>(Aleksanra Eric, Wirtschaftliche Bedeutung neuer PR-Instrumente, 2008)</em></p></blockquote>
<p>Diesen Trend bestätigt auch folgende Grafik von ihr:</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="Trend" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/Quadrat.jpg" alt="" width="481" height="401" /></p>
<p>Noch werden <strong>Weblogs nur wenig eingesetzt</strong> (Quadrat &#8220;tief&#8221;), doch das <strong>Entwicklungspotential wird als gross angesehen</strong> (Quadrat &#8220;hoch&#8221;). Noch besser steht es für die Communities; deren Entwicklungspotential ist laut den PR-Agenturen deutlich grösser.</p>
<p>Meine Meinung: Vielleicht sollte man <strong>Weblogs und Communities nicht so stark voneinander getrennt anschauen</strong> sondern diese miteinander verknüpfen. Ein Blog kann durchaus auch eine Community darstellen. Vielleicht weniger im Sinne von Facebook &amp; Co, sondern vielmehr im Sinne von <strong>&#8220;Fans der entsprechenden Marke&#8221;</strong>. Auf diese Weise könnte manche Firma die Kunden besser an sich binden und deren Bedürfnisse deutlicher erkennen.</p>
<p>Blogs böten den Firmen die Möglichkeit, die neuen Produkte und <strong>Angebote direkt den Kunden vorstellen</strong> zu können; ohne teure Umwege über PR- und Werbeagenturen. Ausserdem können Unternehmen in ihren Blogs auf etwaige <strong>Gewinnspiele und Verlosungen</strong> auf der Firmen-Website aufmerksam machen oder ihr Stellenangebot publizieren, um so zu einer <strong>noch grösseren Auswahl an potentiellen Kanditaten</strong> gelangen zu können.</p>
<p>Desweiteren bieten Blogs den Firmen die Möglichkeit, ihre <strong>Sichtweisen und Meinungen ungefiltert</strong> (sprich: Nicht durch Medien zensiert / verändert / gefiltert) an den Mann oder die Frau zu bringen. In voller Länge. So ausführlich und detailliert wie nötig. Ein zusätzliches Betätigungsfeld für die Mediensprecher täte sich hier auf.</p>
<p>Die Technik ist vorhanden. Man muss sie nur nutzen. Und zuvor die Hemmschwelle überschreiten und ein wenig Mut zeigen. :)</p>
<h6>Die Idee dieses Artikels beruht auf einer Frage, die mir gestern von einer Journalistin (SBB-Zeitung) gestellt wurde: &#8220;Wie schätzt Du die Zukunft von Weblogs ein?&#8221;</h6>
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		<item>
		<title>Ich trage Designer-Fummel</title>
		<link>http://schweizweit.net/2008/09/29/ich-trage-designerkleider/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Sep 2008 12:11:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Hobi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Im Gespräch]]></category>
		<category><![CDATA[SBB]]></category>

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		<description><![CDATA[Bist du auf der Suche nach einem neuen, spannenden und interessanten Job? Dann komm doch auch zur SBB beziehungsweise zum Verkaufspersonal!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p style="text-align: center;"><a title="Reiseverkäuferin SBB von Andreas Hobi bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/andreashobi/2882568588/"><img class="aligncenter" src="http://farm4.static.flickr.com/3073/2882568588_eee5c77145.jpg" alt="Reiseverkäuferin SBB" width="500" height="354" /></a></p>
<p>Bist du auf der Suche nach einem <strong>neuen, spannenden und interessanten Job</strong>? Dann komm doch auch zur SBB beziehungsweise zum Verkaufspersonal!</p>
<p>Aktuell sucht die SBB motivierte Verkäufer für diverse Bahnhöfe in der ganzen Schweiz. Die Werbekampagne, die sie dafür auf die Beine gestellt hat, erinnert stark an <a href="http://schweizweit.net/2008/09/03/login-to-your-future-der-ausbildungsverbund-der-sbb-und-anderer-firmen/">jene des Ausbildungsverbundes login</a>.<br />
<span id="more-1898"></span><br />
Über 28&#8217;000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen rund um die Uhr für einen sicheren und pünktlichen Bahnbetrieb bei der grössten Reise- und Transportfirma der Schweiz.</p>
<h3>Lohn</h3>
<p>Die SBB zahlt faire Löhne, welche auf der Erfahrung der Mitarbeiter und deren Funktion beruhen. Mit dem entsprechenden Einsatz und der persönlichen Leistung kann der Lohn jährlich beeinflusst werden.</p>
<h3>Arbeitszeit</h3>
<p>Grundlage bildet die 41-Stunden-Woche, dabei sind je nach Funktion auch Teilzeitarbeit oder andere Arbeitszeitmodelle möglich. Alle Mitarbeiter haben jährlich mindestens 26 Tage Ferien.</p>
<h3>Mitarbeiter-Angebote</h3>
<p>Die SBB beteiligt sich mit dem Angebot Kidz Care an der familienexternen Kinderbetreuung, berät bei der Vermittlung von Krippenplätzen und Tageseltern und unterstützt in einigen Fällen Eltern und Alleinerziehende finanziell.</p>
<p>Ebenfalls finanzielle Unterstützung erhalten die Mitarbeiter über das Programm ProFit, wo sie nach freier Wahl Kurse für Weiterbildung, Kreativität oder körperlichen Ausgleich belegen können.</p>
<p>Weiters stellt die SBB den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Ferienwohnungen zu vergünstigten Tarifen zur Verfügung und vermietet zusammen mit ausgewählten Baugenossenschaften preiswerte Wohnungen und Häuser an SBB-Mitarbeitende.</p>
<h3>Reiseverkäufer/-in</h3>
<p>Die SBB beschreibt den Beruf als Reiseverkäufer/-in folgendermassen:</p>
<hr /><strong>Ihre Tätigkeit als Reiseverkäufer/-in (RV).</strong></p>
<p>An unseren Verkaufsschaltern beraten Sie unsere anspruchsvolle Kundschaft in allen Fragen des Reisens mit öffentlichen Verkehrsmitteln und verkaufen mit Spass die vielfältigen Produkte und Angebote unserer Dienstleistungspalette: ob General- oder Halbtax-Abonnement, Billette für die Fahrt aufs Jungfraujoch mit Fahrplanauskunft auf Englisch, eine TGV-Reise nach Paris, Konzerttickets oder ein Bargeldtransfer ins Ausland – Sie bieten Ihrer Kundschafteinen Top-Service. Zudem sind Sie auch dann Ansprechpartner für unsere Fahrgäste, wenn etwas nicht so läuft, wie geplant.</p>
<p><strong>Ihre Arbeitszeiten.</strong></p>
<p>Sie üben diesen Beruf zu unregelmässigen Arbeitszeiten und mit Wochenendeinsätzen aus. Eine Teilzeitanstellung ist nach abgeschlossener Ausbildung möglich.</p>
<p><strong>Ihre Voraussetzungen.</strong></p>
<p>Sie verfügen über eine kaufmännische oder vergleichbare Ausbildung sowie über Erfahrungen in einem Beruf mit direktem Kundenkontakt (z.B. Detailhandel, Hotellerie, Airlines oder Ähnliches). Zudem sind Sie eine initiative, kommunikative und belastbare Persönlichkeit, die sich auch in hektischen Situationen nicht aus der Ruhe bringen lässt. Mit Ihrer ausgeprägten Kundenorientierung überzeugen Sie unsere Kundschaft in Deutsch, Französisch und Englisch.</p>
<p><strong>Ihre Ausbildung.</strong></p>
<p>Sie werden während sechs Monaten in Theorie und Praxis ausgebildet.</p>
<p><strong>Ihr Tätigkeitsgebiet.</strong></p>
<p>Sie arbeiten an einem unserer rund 450 SBB Bahnhöfe.</p>
<p><strong>Ihre Berufsperspektive.</strong></p>
<p>Ihnen stehen vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb des Verkaufsbereiches offen, Sie können aber je nach Fähigkeiten und Interesse auch in den Zugpersonalbereich wechseln.</p>
<hr />
<h3>Interesse geweckt?</h3>
<p>Mehr Infos gibt es auf <a href="http://www.sbb.ch/jobs">www.sbb.ch/jobs</a> oder wenn du <strong>per SMS das Stichwort ZUG und deinen Namen sowie die Adresse an die Gratisnummer 9234</strong> sendest.</p>
<p>Wenn du mehr über den Beruf des Reiseverkäufers in Erfahrung bringen möchtest, kannst du dich natürlich auch direkt an mich wenden und mich mit deinen Fragen löchern. (siehe: <a href="http://schweizweit.net/kontakt/">Kontaktformular</a>)</p>
<p>Ich werde versuchen, deine Fragen so gut wie möglich zu beantworten, muss aber anmerken, dass ich seit rund vier Jahren nicht mehr am Bahnschalter arbeite.</p>
<p><em><span style="font-size: xx-small;">PS: Ich frage mich gerade, was die Uniformen sollen, welche man auf dem Werbebild im Hintergrund sieht&#8230; :-)</span></em></p>
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