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	<title>schweizweit.net &#187; Aktuell</title>
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	<description>Mehr als nur Bahnhof</description>
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		<title>Der neue Fahrplan: Keine Ruheabteile, mehr Kinderabteile, mehr Verbindungen</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Oct 2009 11:12:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Hobi</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Fahrplanwechsel 2009/2010 hat es in sich. Nicht nur wird bereits heute weltweit dichteste Fahrplan noch mehr ausgebaut, es kommt auch zu anderen Veränderungen, welche manche freuen und manche ärgern wird.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><em>Der Fahrplanwechsel 2009/2010 hat es in sich. Nicht nur wird bereits heute weltweit dichteste Fahrplan noch mehr ausgebaut, es kommt auch zu anderen Veränderungen, welche manche freuen und manche ärgern wird.</em></p>
<p style="text-align: center;"><a title="DSC_8712.JPG von chjab bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/cblumens/4012173014/"><img class="aligncenter" src="http://farm3.static.flickr.com/2476/4012173014_c7653d1330.jpg" alt="DSC_8712.JPG" width="412" height="274" /></a><br />
<em><span style="font-size: xx-small;">Bild © (<a href="http://creativecommons.org/about/">cc</a>) chjab (<a href="http://flickr.com">flickr.com</a>)</span></em></p>
<h3>Internationale Verbesserungen</h3>
<p>Zwischen Basel und Paris gibt es pro Richtung und Tag je <strong>fünf TGV</strong>. Fahrgäste aus dem Raum Lausanne profitieren auf der Strecke Lausanne &#8211; Paris von einer um 15 Minuten <strong>verkürzten Fahrzeit</strong> und Reisende nach Wien dürfen zum ersten Mal mit dem <strong>Railjet</strong> fahren. Dieser verfügt über Economy und First Class, sowie 16 Plätze in der Premium Class. Jeder Railjet hat ein Bistro und bietet Essen am Platz in der First und Premium Class an.</p>
<h3>Auch national fährt man bald noch besser</h3>
<p>Um nur einige der Neuerungen zu nennen: Von <strong>Bern nach Zürich</strong> fährt neu ein Intercity um 16:14 Uhr. Ebenfalls ab Bern verkehrt am Abend ein Interregio um 18:31 Uhr <strong>nach Spiez</strong>. Ausserdem verbindet eine neue Schnellverbindung die Pharmastadt <strong>Basel</strong> mit der Walliser Grossstadt <strong>Brig</strong>; Abfahrt in Basel um 19:28 Uhr und in Bern um 20:35 Uhr.</p>
<p>Und wir <strong>Bündner</strong> freuen uns über einen zusätzlichen Intercity am Morgen um 05:06 Uhr und am Abend um 21:37 Uhr. Mit dem neuen Morgenzug erreichen wir nun auch die frühen Abflüge in <strong>Zürich Flughafen</strong>, ohne dass wir im Raum Zürich zuerst noch eine Nacht übernachten oder das Auto nehmen müssen. Mal schauen, ob ich dann diesen Zug nehme, wenn ich dann Ende Januar wieder einmal nach Miami fliege. Wobei… So früh will ich dann doch nicht schon am Flughafen sein…</p>
<p><strong>Übrigens: Den neuen Fahrplan kann man ab 9. November 2009 auf sbb.ch und auf dem Handy / iPhone anschauen.</strong></p>
<h3>Noch mehr Takt am Abend</h3>
<p>Die schweizweit.net-Leser aus dem Raum Olten / Solothurn (an vorderster Front Sandra-Lia) freuen sich mit Sicherheit darüber, dass sie nun am Abend ganze <strong>zwei Stunden länger ihren Halbstundentakt</strong> im Regionalverkehr zwischen <strong>Olten und Solothurn</strong> geniessen können. Neu täglich bis um 22:00 Uhr. Am Freitag und Samstag sogar bis Mitternacht.</p>
<h3>Kinder sind willkommen, Ruheabteile verschwinden</h3>
<p>Bereits heute verfügen 20 der insgesamt 40 Doppelstock-Steuerwagen über ein <strong>Spielabteil für die kleinsten Fahrgäste</strong> und zukünftigen Kunden der SBB. Und weil die Kondukteure täglich so oft auf diese Spielabteile angesprochen werden, wird die SBB nun alle Doppelstock-Steuerwagen mit Spielgeräten ausrüsten. Start dieses Umbaus ist im nächsten Sommer.</p>
<p>Was im Doppelstock-Zug noch halbwegs gut funktionierte, war in den ICN (Neigezügen) und den einstöckigen Kompositionen fast schon eine Katastrophe: Die Durchsetzung der <strong>Ruhezonen</strong>.</p>
<p>In den doppelstöckigen Zügen hielten sich die meisten Leute daran, nicht so jedoch in den anderen Zügen. Zu oft gab es Diskussionen über Sinn und Unsinn von Ruhezonen und fast schon jeder Zugbegleiter musste sich von einem Fahrgast sagen lassen, er sei denn &#8220;imfall&#8221; ein Anwalt und diese Ruhezonen rechtlich gar nicht erlaubt. Anyway: <strong>Die Dinger kommen weg.</strong> Ruhezonen gibt es in Zukunft nur noch in der ersten Klasse.</p>
<h3>Mehr Internet im Zug</h3>
<p>Über 70 Fahrzeuge der 1. Klasse mit Businesszonen verfügen über einen Breitbandzugang ins Internet. Bis jetzt profitierte man davon vor allem auf der Strecke zwischen der Wirtschaftsmetropole Zürich und der Bundeshauptstadt Bern.</p>
<p>Damit die Fahrgäste neu auch zwischen <strong>Genf &#8211; Lausanne</strong> und <strong>Bern &#8211; Thun</strong> mit bestmöglicher Verbindung auf schweizweit.net surfen können, baut die SBB nun zusammen mit der Swisscom den Breitbandzugang auf diesen Strecken aus. :)</p>
<h3>Mehr Strom für die Reisenden</h3>
<p>Bei meiner Arbeit habe ich öfters mal das Gefühl, Steckdosen gehören zum Grundbedürfnis der Menschheit und stehen bei der <strong>Maslowschen Bedürfnispyramide</strong> auf der ersten und untersten Stufe, zusammen mit Atmung, Schlaf, Nahrung, Gesundheit und Sexualität. Dies entnehme ich den Reaktionen mancher Reisenden, wenn ich ihnen mitteilen muss, dass es in ihrem Wagen keine Steckdosen gibt.</p>
<p>Um dieses Bedürfnis nun zu befriedigen, wird die SBB in der nächsten Zeit <strong>35&#8217;000 neue Steckdosen</strong> in ihren Zügen platzieren; also in etwa so viele, wie in 1&#8217;000 durchschnittlichen Haushalten vorhanden sind. Bereits heute verfügt jeder fünfte Wagen der 1. und 2. Klasse über Stromanschlüsse. Weitere 1&#8217;200 Wagen kommen bis 2013 dazu. Da hat sich die SBB richtig was vorgenommen.</p>
<h3>Grundgebühr für Reisen ins Ausland</h3>
<p>Der Verkauf von internationalen Billetten mit persönlicher Beratung ist nicht kostendeckend. Damit die Fahrgäste auch in Zukunft am Schalter internationale Billette kaufen und sich umfassend beratenlassen können, wird deshalb eine Grundgebühr von 5 Franken pro Person und Reise berechnet, sobald das Billett mehr als 25 Franken kostet.</p>
<p>Zwar verstehe ich nicht ganz, warum man jene Fahrgäste, die teuere Billette kaufen, mit einer Grundgebühr belastet und diejenigen, welche die günstigsten Fahrscheine kaufen, springen lässt. Aber die SBB wird sicher ihre Gründe haben.</p>
<p>Mein Tipp: Wenn ihr genau wisst, was ihr wollt, dann kauft das Billett doch über sbb.ch. Denn auf den Online-Tickets gibt es keine Grundgebühr.</p>
<p>PS: Billette ins grenznahe Ausland (Konstanz etc.) und Billette für Kinder bis 16 Jahre werden nicht mit einer Grundgebühr belastet.</p>
<h3>Eure Meinung</h3>
<p>Wie denkt ihr über den neuen Fahrplan und die zahlreichen Verbesserungen?</p>
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		<title>Zickenkrieg im Interregio</title>
		<link>http://schweizweit.net/2009/10/20/zickenkrieg-im-interregio/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Oct 2009 12:11:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Hobi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Kondukteur]]></category>

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		<description><![CDATA[Zickenkrieg deluxe im Interregio. Was geschieht, wenn eine Schickimicki-Zürcherin auf eine temperamentvolle Lateinamerikanerin trifft.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Ach Mädels, wie ihr euch wegen Kleinigkeiten aufregen könnt…</p>
<h3>Besetzung / Cast</h3>
<p><em><strong>Lady Z</strong></em><br />
Jung, unscheinbar, in Begleitung ihres Sohnes. Wasserstoffperoxid-Blond. Schlank. Trägt Markenklamotten. Geschminkt. Zürcherin.</p>
<p><em><strong>Señora Cruz</strong></em><br />
Temperamentvoll. Lebendig. Braun gebrannt. Südamerikanerin</p>
<h3>Regisseur</h3>
<p>Das Leben</p>
<h3>Drehort</h3>
<p>Bahnhof Thalwil, Gleis 6, Montag 19. Oktober 2009, 16:37 Uhr</p>
<h3>Storyline</h3>
<p style="text-align: center;"><a title="oh, thalwil. von rhoadeecha bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/rhoadeecha/102430163/"><img class="aligncenter" src="http://farm1.static.flickr.com/27/102430163_ff9fdb74fc.jpg" alt="oh, thalwil." width="500" height="375" /></a><br />
<em><span style="font-size: xx-small;">Bild © (<a href="http://creativecommons.org/about/">cc</a>) rhoadeecha (<a href="http://flickr.com">flickr.com</a>)</span></em></p>
<p>Wir sind soeben in Thalwil auf Gleis 6 angekommen. Ziemlich pünktlich, bisher ohne besondere Vorkommnisse. Noch deutet nichts darauf hin, dass demnächst hier im beschaulichen Thalwil <strong>zwei Welten aufeinanderprallen</strong> werden.</p>
<p>Während die Leute ein- und aussteigen, gehe ich auf dem Perron einen Wagen nach hinten, so dass ich diesen Wagen bis Zürich noch kontrollieren kann. In diesem Moment sehe ich, wie sich zwei Damen rund 20 Meter vor mir <strong>wortwörtlich in die Haare geraten</strong>. Auf der einen Seite eine sichtbar geschminkte Zürcherin, blond, in teuren Markenkleidern. Auf der anderen Seite eine kleinere, aber umso temperamentvollere Südamerikanerin, dunkles schwarzes Haar, hübsche Hautfarbe. Nennen wir die beiden mal Lady Z und Señora Cruz. Anfangs nahm ich nur bruchstückhaft wahr, was geschah:</p>
<ul>
<li>Lady Z dreht sich beim Einsteigen um und schlägt Señora Cruz an den Kopf</li>
<li>Diese wiederum lässt sich das nicht gefallen und reisst Lady Z an den Haaren aus dem Zug</li>
<li>Dafür erhält Señora Cruz nun eine saftige Ohrfeige</li>
<li>Nun wird sie laut und schreit Lady Z an</li>
<li>Diese will nun wieder in den Zug, doch Señora Cruz reisst sie abermals heraus</li>
</ul>
<p>In dem Moment bin ich endlich bei den beiden Zicken angelangt und kann mich zwischen sie stellen. Es gelingt mir, die beiden voneinander zu trennen und so können beide einsteigen.</p>
<p>Glücklicherweise sind beide so klug, mit genügend Abstand voneinander abzusitzen. Nicht, dass der Streit im Zug nochmals eskaliert. Nachdem ich die beiden fragte, was denn das gewesen sein soll, erahne ich, wie es sich ungefähr abgespielt hat:</p>
<p>Lady Z will mit ihrem Sohn einsteigen. Gemäss ihrer Aussage drängte Señora Cruz ihren Sohn in diesem Moment in den Zug. Doch Señora Cruz sagt, sie hätte ihm nur beim Einsteigen behilflich sein wollen, da Lady Z keine Rücksicht auf den eigenen Sohn genommen hätte.</p>
<p>Dies liess sich Lady Z nicht gefallen; sie drehte sich um und schlug &#8211; mit der Faust oder mit der flachen Hand &#8211; Señora Cruz an den Kopf. Den Rest der Geschichte kennen wir…</p>
<p>Etwas in der Art habe ich in meiner ganzen Kondukteur-Karriere noch nie erlebt! Aber mein Job ist ja bekanntlich immer mal wieder für eine Überraschung gut. ;-)</p>
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		<item>
		<title>Rhätische Bahn: Neue Züge kamen per Autobahn</title>
		<link>http://schweizweit.net/2009/10/15/rhatische-bahn-neue-zuge-kamen-per-autobahn/</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Oct 2009 14:35:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Hobi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
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		<description><![CDATA["Ich bin auch ein Strassentransport" hiess es diese Woche bei der Rhätischen Bahn. Denn die neuen Züge kamen allesamt auf der Autobahn ins Bündnerland.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><em>Am Mittwoch wurde der erste von 15 dreiteiligen &#8220;Allegra-Triebzügen&#8221; der Rhätischen Bahn in Landquart feierlich in Empfang genommen. Die Bahn habe an jenem Tag den ersten dieser Stadler-Züge erhalten, hiess es in den Medien landauf, landab. Das jedoch stimmt nicht ganz.</em></p>
<p style="text-align: center;"><em><img class="aligncenter" title="Rhätische Bahn RhB Allegra Triebzüge" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/rhballegra.jpg" alt="" width="548" height="365" /></em><br />
<em><span style="font-size: xx-small;">Bild © Rhätische Bahn</span></em></p>
<h3>Ich bin auch ein Strassentransport</h3>
<p>Es ist Dienstagmorgen, der 13. Oktober 2009. <strong>Bei der Stadler Altenrhein AG fahren Transporter vor.</strong> Grosse Transporter. Heute scheint eine schwere Last auf Reisen zu gehen.</p>
<p>Und tatsächlich, aus einer der Hallen rollen rote Wagen, an der Stirnfront das Bündner Wappen. Doch nur wenige Leute bekommen in diesen frühen Morgenstunden mit, was da verladen wird.</p>
<p>Auf der Fahrt in Richtung Landquart mag sich vielleicht mancher Autofahrer gefragt haben, was denn da soeben an ihm vorbeigefahren ist. Ein Tram? Nein. Es ist der erste Allegra-Triebzug der Rhätischen Bahn. Seine erste Fahrt macht er auf der Autobahn.</p>
<p>Ein paar Stunden später trifft er im nebligen Landquart ein. Ohne feierlichen Empfang, ohne viel Zuschauer. <strong>Denn offiziell kommt er ja erst morgen an.</strong> Auf dem Schienenweg. Wie es sich für ein Bahnunternehmen gehört.</p>
<p>Auf dem Gelände der Rhätischen Bahn gesellen sich die neuen Wagen zu ihren anderen &#8220;Familienmitglieder&#8221;. Ebenfalls aus der Allegra-Serie. Ebenfalls per Strasse angereist. Und zwar einen Tag früher, am Montag.</p>
<h3>Erstaunte Zuschauer</h3>
<p>Drei aufmerksame schweizweit.net-Leser hingegen waren aufmerksam, und so entging ihnen der Transport nicht.</p>
<p>Zuerst erreichte mich eine Facebook-Nachricht: <em>&#8220;Sitz soeben im Rex SG &#8211; Sargans. Sah auf der Autobahn einen RhB-Wagen. Kann das sein?&#8221;</em> Zwei weitere Emails erhielt ich von Lesern, die in Landquart waren und komplizierte Wendemanöver mit dem Schwertransport sahen. <em>&#8220;Ist es nicht möglich, das Teil auf den Schienen zu transportieren?&#8221;</em></p>
<p>Gegenüber schweizweit.net bestätigte der Sprecher der Rhätischen Bahn, dass der Transport am Montag und Dienstag stattgefunden hat.</p>
<h3>Schiene vs. Strasse</h3>
<p>Mit Sicherheit hatte die Rhätische Bahn <strong>mehrere gute Gründe</strong>, ihr neues Rollmaterial auf dem Strassenweg in Empfang zu nehmen.</p>
<p>Vielleicht hatte die SBB-Cargo (und die anderen Güterbahnen) keine freien Kapazitäten für diesen Transport. In der gegenwärtigen Wirtschaftskrise schwer vorstellbar, aber nicht unmöglich.</p>
<p>Oder aber die Transportfirma konnte günstiger offerieren als die Güterbahn. In einem solchen Fall müsste man sich fragen, ob die Verlagerungspolitik vielleicht fehlgeschlagen hat.</p>
<p>Vielleicht aber liegt der Grund auch ganz woanders. Wir wissen es nicht.</p>
<h3>Infos zu den Allegra-Zügen</h3>
<p>Die 200 Millionen Franken teuren Züge werden ab Mai 2010 nach und nach in Betrieb genommen. Dann verkehren sie auf der Berninalinie, der Arosa-Linie sowie zwischen Landquart und Davos. Ab 2011 kommen auch die Pendler im Grossraum Chur in den Genuss dieser modernen Züge.</p>
<p>Die 106 Tonnen schweren Züge bestehen je aus zwei Trieb- und einem Zwischenwagen und verfügen über 24 + 76 Sitzplätze sowie 14 Klappsitze und 2 Rollstuhlplätze. Die Fahrgasträume sind vollklimatisiert und mit modernen Fahrgastinformationssystemen ausgestattet.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Die SBB entdeckt das Web 2.0</title>
		<link>http://schweizweit.net/2009/09/29/die-sbb-entdeckt-das-web-2-0/</link>
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		<pubDate>Tue, 29 Sep 2009 11:11:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Hobi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[SBB]]></category>
		<category><![CDATA[facebook]]></category>
		<category><![CDATA[generalabo]]></category>
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		<category><![CDATA[twitter]]></category>
		<category><![CDATA[web 2.0]]></category>

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		<description><![CDATA[Die SBB experimentiert mit Facebook, Twitter und Co. Die Kunden sind begeistert!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Es gibt viele Möglichkeiten für Unternehmen, um mit den Kundinnen und Kunden in Kontakt zu kommen. Wo dies früher hauptsächlich via Telefon und Brief geschah, kommt heute je länger je mehr das Internet ins Spiel.</p>
<p>Täglich erhält der SBB-Kundendienst viele Kundenreaktionen per Email. Und auf sbb.ch/166 gibt es seit einiger Zeit schon Bahnverkehrsinformationen. Damit hatte es sich aber auch schon fast, was die SBB und das Internet anbelangte.</p>
<p>Nun will das Unternehmen noch einen Schritt weiter gehen und neue Kommunikationswege ausprobieren.</p>
<p>Hier kommen nun die Web 2.0-Dienste <a href="http://twitter.com/">Twitter</a> und <a href="http://facebook.com">Facebook</a> ins Spiel. Ich denke, meinen Lesern muss ich diese beiden Dienste nicht gross erklären. Deshalb nur ganz kurz: Twitter ist ein Dienst, mit welchem die Benutzer eigene Textnachrichten mit maximal 140 Zeichen eingeben und an andere Benutzer senden können, welche einem folgen. Bei Facebook kann man ein Profil erstellen und andere Nutzer können Freunde oder Fans werden und sind so immer auf dem neusten Stand, wenn man etwas zu erzählen hat.</p>
<h3>Die SBB-Dienste auf Facebook</h3>
<p>Fangen wir mit Facebook an. Nebst zahlreichen Gruppen, welche zwar mit der SBB zu tun haben, aber nicht von der SBB betreut werden, gibt es da zum Beispiel ganz offiziell die <a href="http://apps.facebook.com/sparfahrtafel/">Sparfahrtafel</a>. Mit ihr möchte die SBB auf die im Oktober wieder kommenden Sparbillette aufmerksam machen. Interessierte können sich auf einer digitalen Wandtafel mit &#8220;Kreide&#8221; verewigen und haben so die Möglichkeit, etwas zu gewinnen.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="Sparfahrtafel" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/Spartafel.jpg" alt="" width="458" height="425" /></p>
<p>Gleichzeitig gibt es eine Gruppenseite namens <a href="http://www.facebook.com/sparbillette">&#8220;SBB Sparbillette&#8221;</a> (mit 2&#8217;695 Fans), welche ebenfalls auf die günstigen Fahrscheine aufmerksam machen möchte. Auch diese Seite scheint offiziell von der SBB bewirtschaftet zu werden.</p>
<h3>Die SBB-Dienste auf Twitter</h3>
<p>Doch während es auf Facebook im Moment noch ziemlich statisch zu und her geht, funktioniert die Sache <strong>auf Twitter schon viel dynamischer</strong>!</p>
<p>Zwar gibt es dort (noch) keinen offiziellen SBB-Account. Trotzdem versuchen einige Mitarbeiter auf der Mikroblogging-Plattform, auf die SBB-Angebote und -Dienste aufmerksam zu machen. Und das mit einem herausragenden Erfolg!</p>
<p>Zuerst war da das Generalabo (<a href="http://twitter.com/generalabo">twitter.com/generalabo</a>). Gestartet am 18. September 2009, informieren dort Mitarbeiter von SBB, CH-Direct und Postauto tagtäglich über ÖV-Angebote (<a href="http://www.facebook.com/Generalabonnement">auch auf Facebook</a>). Und das sieht dann zum Beispiel so aus:</p>
<blockquote><p>@dulnan Hi Jan! Ich bin dein GA und stehts zu Diensten! Wenn es Kritik gibt, sorge ich dafür, dass die richtigen Stellen sich darum kümmern.</p>
<p>@FlohEinstein Das ist eine interessante Idee! Ich werde es noch heute an die Mobile Ticket Einheit weiterleiten! (Cc: @nck)</p>
<p>@Ischkur Ich bin sicher, dass es wirklich klappen wird. Ich freue mich auf die neu betriebenen Cisal… umm wie heissen die denn jetzt?</p></blockquote>
<p>Ab und zu wird dann auch auf schweizweit.net verlinkt:</p>
<blockquote><p>Danke @jfuebel! So kurz wie möglich, so lang wie nötig. Immer deutlich und niemals nervig. Mehrwert: <a href="http://bit.ly/18SATN">http://bit.ly/18SATN</a> ;-) (@andreashobi)</p>
<p>Bitteschön, @andreashobi! <a href="http://schweizweit.net">www.schweizweit.net</a> eignet ist toll geschrieben und eignet sich, um mal einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.</p></blockquote>
<p>Und wenn es mal keine Anfragen zu beantworten gibt, informiert das GA die Kunden auch gerne darüber, wo man es auch noch benutzen kann:</p>
<blockquote><p>fährt in der Schweiz auch gerne TGV. Zum Beispiel von Basel nach Zürich.</p>
<p>Geniesse Deine letzten Reisen mit Cisalpino und nimm mich mit. LG, Dein @generalabo.</p>
<p>Hi @dworni! Auch Touristen kommen in der Schweiz auf Touren: <a href="www.swisstravelsystem.ch">www.swisstravelsystem.ch</a> Der Swiss Pass ist dann das Gegenstück zum GA im Abo.</p></blockquote>
<p>Und wenn jemand auf Twitter erzählt, er sei auf dem Weg zum Flughafen, dann antwortet das GA:</p>
<blockquote><p>Hoi @mbeyer — das @generalabo wünscht Dir einen guten Flug!</p></blockquote>
<p>Und was auch möglich ist: Da jeder Benutzer von Twitter seine GPS-Daten veröffentlichen kann, findet die SBB anhand dieser Daten heraus, in welchem Zug er sich gerade befindet und kann ihm so gleich die Anschlüsse durchgeben:</p>
<blockquote><p>@knowLED Wenn GPS-Daten im Profil sind, können wir gemäss Tests bereits 50% aller Züge identifizieren. Man darf die bahninfo herausfordern!</p>
<p>@knowLED Ja, wir können den Zug erst bestimmen, wenn er auf offener Strecke ist — und keine sich kreuzende Züge in der nähe sind.</p>
<p>Dein Zug hat 5 Minuten Verspätung und fährt um 20.56 Uhr auf Gleis 3. Du Kommst um 21.03 Uhr an — Anschlüsse OK!</p></blockquote>
<p>Und: Die SBB passt sich den Umgangsformen auf Twitter an. Etwas, das viele andere twitternde Unternehmen nicht tun:</p>
<blockquote><p>Auf #Twitter haben wir uns für das «#Du» entschieden; auch Abkürzungen wie «lg» und «mfg» und bestimmte Smileys liegen jetzt drin.</p></blockquote>
<p>Den Dienst gibt es für die französischsprachige Schweiz übrigens auch: <a href="http://twitter.com/abogeneral">twitter.com/abogeneral</a>.</p>
<p>Nachdem man merkte, dass die Sache ein Erfolg werden könnte, wurde auch ein weiterer Dienst aufgeschaltet. Zuerst nannte er sich &#8220;Bahninfo&#8221;, wurde dann aber rasch abgeändert auf &#8220;RailService&#8221;. Zu finden auf <a href="http://twitter.com/railservice">twitter.com/RailService</a>.</p>
<p>Wie es scheint, kann man das @generalabo für Infos zu ÖV-Produkten nutzen und den @RailService für (dringende) Fragen rund um den Betrieb (Störungen, Anschlüsse, Verspätungen, etc.)</p>
<p>Hier ein paar Nachrichten, welche über das Profil des Railservice geschrieben wurden:</p>
<blockquote><p>Vorsorgliche Warnung: Zwischen Olten und Aarau ist es zu einem Ereignis gekommen: Es werden zur Zeit keine Verspätungen erwartet.</p>
<p>@euklid Endmeldung: Dein Zug verkehrt wieder pünktlich und trifft voraussichtlich um 17.26 Uhr in Bern ein. Wir wünschen eine gute Fahrt!</p>
<p>Ich hoffe, dass wir den wirklich nützlichsten Twitter-Account der Schweiz betreiben dürfen, @knowLED! ;-)</p>
<p>Wegen Bauarbeiten wird der IC Bern—Zürich HB, abf. 00.02 Uhr umgeleitet. Der Bahnhof Olten wird nicht bedient: Ansagen beachten!</p>
<p>IC707 Olten—St. Gallen (ab 5.57)|Wir erwarten: Verspät. von 16&#8242; ab Olten|an 6.41 @ Zür HB|an 6.56 @ Flughafen|an 7.10 @ Winti|Pünktl. ab Wil</p>
<p>Der InterRegio in Lenzburg fährt gleich mit +6&#8242; ab und wird pünktlich in Zürich Flughafen sein.</p>
<p>IC707 Verspätung bestätigt: Reisende von Olten nach Zürich HB benutzen bitte wenn möglich den IR 2107 um 5.59 statt 6.10 Uhr ab Gl. 2.</p>
<p>CIS Prognosen Zugsverkehr in Norditalien weniger dicht als üblich: Weniger Verspätungen erwartet. Verspätungsprognosen ab 6.01 Uhr möglich.</p>
<p>@knowLED IC561 ist abgefahren und wird pünktlich um 8.26 in Zürich HB erwartet. Gute Reise!</p>
<p>Deine Ankunft in Zürich HB auf Gleis 7 um 8.28 Uhr. (+2&#8242;) Weiterfahrt mit der S10 (Triemli) um 8.35 auf Gleis 2. Nur 2. Klasse. @knowLED</p>
<p>@the_compiler Wir sind bei SBB und anderen ÖV-Unternehmen angestellt. Für den Twitterdienst gibt&#8217;s aber (noch) keinen Lohn, da noch ein Test</p>
<p>Ja, @purzlbaum… eigentlich mit allem was in der Schweiz auf Schienen fährt. Sogar bei Bus und Schiff können wir etwas limitiert helfen.</p>
<p>@chhauser, Visp auf Gleis 4/5: Einfahrt des Cisalpino nach Spiez — Thun — Bern — Basel SBB. 1. Klasse an der Spitze des Zuges in Sektor C.</p>
<p>Bitteschön, @chhauser… Buon viaggio!</p></blockquote>
<p>Hinter den beiden Twitter-Profilen stehen <strong>insgesamt sechs Mitarbeiter</strong>. Meistens betreut jedoch nur einer von ihnen aufs Mal die Profile. Da es noch ein Test ist, erhalten sie dafür auch keinen Lohn und keine Arbeitszeit. Betreut werden die beiden Profile jeweils von den iPhones und Laptops der Mitarbeiter aus; immer dann, wenn sie ausserhalb der Arbeitszeit Zeit dafür haben: Im Zug, zu Hause, etc.</p>
<p>Wenn ich mir jedoch anschaue, wie erfolgreich die beiden Dienste sind (vorallem @RailService) und wie positiv die zahlreichen Rückmeldungen, dann wäre es in meinen Augen ein riesiger Fehler, die beiden Dienste nicht offiziell betreiben zu wollen.</p>
<h3>Der Unterschied gegenüber früher</h3>
<p>Bisher war es so: Wer in einem verspäteten Zug sass, hatte entweder die Möglichkeit, den Kondukteur nach Anschlüssen zu fragen (im Fernverkehr) oder bis zum Umsteigebahnhof zu warten und dort die Ansagen zu beachten (im Regionalverkehr). Oder aber, man rief auf die kostenpflichtige 166er-Nummer an, was in einem solchen Fall vermutlich nur wenige taten.</p>
<p>Mit dem Twitterprofil von @RailService hat man nun einerseits die Möglichkeit, direkt über das Handy (sofern Internet-fähig) eine Anfrage an den RailService zu richten und innert kürzester Zeit eine Antwort zu erhalten. Andererseits hat die SBB damit die Möglichkeit, aktiv auf die Fahrgäste zuzugehen (via Twitter-Monitoring), wenn diese über die SBB oder ihren Zug / ihre Verspätung twittern.</p>
<p>Und genau hier sehe ich die grosse Chance: Die SBB muss nicht mehr warten, bis die Kunden zu ihr kommen, sondern sie kann von sich aus eingreifen, Informationen geben und bei Störungen und Verspätungen weiterhelfen. <strong>Ein Image-Gewinn ist ihr damit sicher.</strong></p>
<p>Hier noch ein paar Reaktionen der Benutzerinnen und Benutzer von Twitter:</p>
<blockquote><p>dgoldberg: WOW @RailService vielen Dank für den super Service! Bin beeindruckt!</p>
<p>armled: @RailService finde es ausgezeichnet, dass die #SBB auf den Twitter-Zug aufgesprungen ist und in den Dialog mit den Kunden tritt</p>
<p>capo42: Followe mal @RailService schaut nach #Kundenservice2.0 aus! Gratulation! Da können sich andere auch ne scheibe von abschneiden</p>
<p>renatomitra: @rmichel Und @RailService reagiert sogar auf Blog Beiträge: <a href="http://bit.ly/4GnIh7">http://bit.ly/4GnIh7</a></p>
<p>rmichel: @renatomitra Sehr cool. Diese Mitarbeiter sollten gerade eine Gehaltserhöhung erhalten @railservice #sbb</p>
<p>the_compiler: @RailService Respekt! Und vielen Dank für die ganze Mühe! Mögt ihr bald gut dafür bezahlt werden ;)</p>
<p>Igwigg: @chhauser bis jetzt scheint der @railservice was zu taugen&#8230; man erhält jedenfalls schneller antworten als am schalter :)</p></blockquote>
<h3>Bessere Kundeninformation &#8211; Und mögliche Auswirkungen auf das Zugpersonal</h3>
<p>Bisher kam es in ganz seltenen Fällen vor, dass die Fahrgäste in meinen Zügen besser über betriebliche Ereignisse Bescheid wussten, als ich. Meistens geschah dies dann, wenn sie im Einstiegbahnhof Informationen erhielten, die ich auf dem Zug noch nicht hatte.</p>
<p>Manchmal kam es auch vor, dass ich gewisse Informationen sehr spät erhielt. Da kommt mir zum Beispiel jene Info-SMS in den Sinn, welche mich darüber informierte, dass in Däniken eine Stellwerkstörung sei und ich 5 Minuten Verspätung erhalten würde. Diese SMS erreichte mich, als ich Däniken schon längstens passiert hatte und mit einer Verspätung von 10 Minuten unterwegs war…</p>
<p>Und wenn ich mal von mir aus eine Information beim Operation Center Personenverkehr (OCP) einhole, dann dauert es ab und zu viele Minuten, bis eine Antwort kommt. Der Twitterdienst von @RailService hingegen antwortet meinen Fahrgästen oft innert Sekunden.</p>
<p>Was bedeutet das für meine Arbeit? Ein bisschen überspitzt dargestellt: Ich muss dann nicht mehr beim OCP anrufen, sondern kann direkt meine Kundinnen und Kunden fragen, wenn ich Infos zu Störungen möchte.</p>
<p>Oder aber ich frage gleich selbst via Twitter beim RailService nach. Doch genau so wäre es eben eigentlich nicht gedacht… ;-)</p>
<p>Nein, Spass beiseite: Natürlich ist und bleibt das OCP der Ansprechpartner für das Personal und der RailService ist für die Kunden da. Der Grund für die verschiedenen Antwortzeiten liegt schlicht und ergreifend darin, dass der Twitter-Account bei weitem nicht so viele Fragen erhält wie das OCP.</p>
<p>NOCH nicht. ;-)</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Arbeiten während der grossen SBB-Störung</title>
		<link>http://schweizweit.net/2009/09/03/ein-kondukteur-in-der-fahrleitungsstoerung/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Sep 2009 12:11:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Hobi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Kondukteur]]></category>
		<category><![CDATA[betriebsstörung]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein Betriebsunterbruch ist immer eine ärgerliche Sache. Vorallem für die Reisenden, aber auch für das davon betroffene Personal. Wie eine grosse Störung für einen Kondukteur aussieht, erfahrt ihr in diesem Artikel.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Folgende Meldung stand am Montag in den Zeitungen:</p>
<blockquote><p>Eine Fahrleitungsstörung zwischen Thalwil und Horgen führte zu einem Unterbruch des Schienenverkehrs. Die Züge von Zürich nach Chur wurden über Winterthur und Buchs umgeleitet. Die Gesamtreisezeit verlängerte sich um 60 Minuten.</p></blockquote>
<p>Ein Betriebsunterbruch ist immer eine ärgerliche Sache. Vorallem für die Reisenden, aber auch für das davon betroffene Personal. Wie &#8220;der Tag der grossen Störung&#8221; für einen Kondukteur aussah, erfahrt ihr in diesem Artikel.</p>
<p style="text-align: center;"><a title="Busy mainstation von jaeschol bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/15589859@N02/3815737550/"><img class="aligncenter" src="http://farm3.static.flickr.com/2478/3815737550_0efbabe2c6.jpg" alt="Busy mainstation" width="500" height="400" /></a><br />
<em><span style="font-size: xx-small;">Bild © (<a href="http://creativecommons.org/about/">cc</a>) jaeschol (<a href="http://flickr.com">flickr.com</a>)</span></em></p>
<h3>Montag, 31. August 2009; 09:30 Uhr</h3>
<p>Gestern bin ich erst gegen 01:15 Uhr nach Hause gekommen. Nach einigen Stunden Schlaf beginnt ein neuer Tag. <strong>Wenn ich wüsste, was heute auf mich zukommen wird, dann würde ich wohl noch ein paar Minuten im Bett liegenbleiben.</strong> Doch ich bin kein Hellseher, also stehe ich auf.</p>
<p>Ich mache die Morgentoilette, ziehe mich an und halte im Kühlschrank Ausschau nach etwas Essbarem. Ein Schoggibrüggeli, das ist heute mein Zmorge. Und eine Tasse kalte Milch. (Ich trinke keinen Kaffee.)</p>
<p>Daraufhin setze ich mich vor meinen iMac und schaue im Einteilungsprogramm nach, wie ich heute arbeiten soll. 16:01 Uhr bis 00:57 Uhr. <strong>Ich liebe Spätdienste!</strong> (Gehöre damit aber zur Minderheit in meinem Zugpersonal-Depot.)</p>
<p>Nun bearbeite ich einige eingetroffene Emails, moderiere die Kommentare auf schweizweit.net, werfe einen Blick in die Besucherstatistiken und lese über den RSS-Reader andere Blogs. Nach wie vor gehe ich von einem ganz normalen Arbeitstag aus.</p>
<h3>Montag, 31. August 2009; 10:45 Uhr</h3>
<p>Per Internet erfahre ich von der Fahrleitungsstörung im Raum Thalwil &#8211; Horgen. Diese Strecke werde ich heute am späten Nachmittag auch befahren. Ich bin aber zuversichtlich, dass die Störung bis dahin behoben sein wird.</p>
<p>Trotzdem behalte ich die Newsmeldungen im Auge.</p>
<p><strong>Die Züge von Zürich nach Chur werden also über Winterthur &#8211; St. Gallen &#8211; <span style="text-decoration: line-through;">Romanshorn</span> Rorschach umgeleitet.</strong> Die Reisenden müssen mit Verspätungen von 60 Minuten rechnen. Mir tun die Kollegen leid, welche auf diesen Zügen Dienst tun müssen.</p>
<h3>Montag, 31. August 2009; 15:00 Uhr</h3>
<p>Die Fahrleitungsstörung dauerte deutlich länger, als ich erwartet hätte. Nun scheint sich die Lage aber zu normalisieren. Ich schalte meinen iMac ab, schaue noch eine halbe Stunde fern und mache mich dann bereit für die Arbeit.</p>
<p>Gegen 15:30 Uhr verlasse ich das Haus, gegen 15:34 Uhr bin ich im Bahnhof. Hat schon seine Vorteile, ein solch kurzer Arbeitsweg. Tatsächlich habe ich es fertig gebracht, Ende Juli in eine Wohnung zu ziehen, welche zwar nur vier Gehminuten vom Bahnhof entfernt ist, von der aus man den Bahnhof aber weder sieht noch hört.</p>
<p>Im Bahnhof angekommen gehe ich durch eine unscheinbare Türe, welche sich nur mit einem elektronischen Chip öffnen lässt. Dann geht es zwei Treppen hinauf; die erste sportliche Betätigung an diesem Tage.</p>
<p>Den Lift lasse ich links liegen, dem traue ich nämlich nicht. Schon öfters hat er mich nicht dorthin gebracht, wo ich eigentlich hin sollte. <strong>Manchmal drückt man den Knopf für das Obergeschoss, wird aber in den Keller hinunter befördert.</strong> Ein anderes Mal schliessen sich zwar die Türen, doch der Lift bewegt sich nicht und gibt die Türen auch nicht wieder frei.</p>
<p>Das letzte Mal, als ich mit diesem Lift im dunklen Keller landete, das war gestern. <a href="http://chrigubloggt.ch/">Christian Hauser</a> kann es bezeugen. :) Doch dort lag der Fehler bei uns selbst. Wir standen zu viert im engen Lift und irgendjemand muss wohl den falschen Knopf gedrückt haben&#8230;</p>
<h3>Montag, 31. August 2009; 15:55 Uhr</h3>
<p>Die Vorbereitungen sind abgeschlossen. Ich habe meine Arbeitsgeräte und -dokumente aus meinem persönlichen Spind genommen, das Zugpersonalgerät zum Laufen gebracht, das Handy eingeschaltet, das Datum in der Zange auf den 31.08. gestellt, meinen Tourenbeschrieb für den heutigen Tag ausgedruckt, im Computersystem nach allfälligen Gruppenreservationen für meine Züge gesucht, mich mit Kinderbilletten ausgestattet und vieles mehr. Was man halt so macht, bevor es ernst gilt.</p>
<p>Um 16:09 Uhr fährt mein Zug, so steht es im Computer. Es ist nun 15:58 Uhr, höchste Zeit, aufs Perron zu gehen. Dort angekommen, läutet mein Telefon. <strong>&#8220;Wer will denn jetzt schon etwas von mir?&#8221;</strong>, schiesst es mir durch den Kopf. Es ist der Einteiler, wie ich auf dem Display erkennen kann.</p>
<ul>
<li>&#8220;Hoi Andreas. Bist du schon auf dem Perron?&#8221;</li>
<li>&#8220;Natürlich! Soeben angekommen.&#8221;</li>
<li>&#8220;Ach, hättest nicht so pressieren müssen. Du fährst nicht mit.&#8221;</li>
<li>&#8220;Wie, was, warum?&#8221;</li>
<li>&#8220;Wir brauchen dich auf dem 586, um 17:09 Uhr, also in einer Stunde. Für den 582, den du eigentlich hättest begleiten müssen, kommt jemand anders.&#8221;</li>
<li>&#8220;Ah, ja so; dann gehe ich halt wieder.&#8221;</li>
<li>&#8220;Kannst noch ein bisschen bezahlte Pause machen. Ah ja, was ich noch sagen wollte: Der 586, der wird mit ein paar Minuten Verspätung abfahren. Dein Zug ist nämlich jetzt unterwegs von Zürich nach Chur via Winterthur &#8211; Rorschach. Es ist der letzte Zug, der noch so umgeleitet wird. Du fährst dann aber direkt von Chur nach Zürich, ohne Umweg über das St. Galler Rheintal.&#8221;</li>
<li>&#8220;Alles klar, dann weiss ich Bescheid. Danke dir!&#8221;</li>
</ul>
<p>&#8220;Schwer enttäuscht&#8221; darüber, dass ich nun doch noch nicht mit der Arbeit beginnen kann und noch eine Stunde bezahlte Pause habe, gehe ich zurück auf Feld eins, sprich ins Depot.</p>
<p>Nun habe ich Zeit, mich um ein anderes Problem zu kümmern: Gestern Sonntag erhielt ich eine Einladung für einen Kurs, welcher am nächsten Donnerstag, 3. September, stattfinden soll. <strong>Ein &#8220;Lernbegleiter-Kurs&#8221;. Wusste gar nicht, dass ich überhaupt Lernbegleiter bin&#8230;</strong> Ok, ich hatte einmal einen Tag lang eine Lehrtochter dabei (die älter war als ich) und gestern kam der Christian Hauser als Schnupperstift mit. Aber ob es deswegen gleich einen Kurs braucht?</p>
<p>Kommt hinzu, dass ich am Donnerstag eigentlich einen arbeitsfreien Tag eingeteilt und den Tag bereits verplant habe. Und auf der Einladung steht nur:</p>
<blockquote><p>Sie sind für die Lernbegleiter/innen-Schulung am 03.09.2009 angemeldet. (&#8230;)</p>
<p>Wir wünschen Ihnen einen interessanten Kurs und viel Vergnügen.</p>
<p>Freundliche Grüsse</p>
<p>XY</p></blockquote>
<p>Entschuldigung! Wo findet der Kurs statt? Und wann? Was muss ich mitbringen? Was muss ich vorbereiten? Zu diesen Fragen finde ich in der &#8220;Einladung&#8221; keine Angaben. Und auch im Einteilungsprogramm und in der Online-Lernplattform der SBB lässt sich nichts dazu finden.</p>
<p><strong>Doch die Einladung gilt mir, dass ist offensichtlich.</strong> Denn oben steht mein Name.</p>
<p>Zu allem Übel lassen sich auf dem Brief auch keine Telefonnummern oder Email-Adressen finden, mit denen ich bei den unterzeichnenden Personen mal nachfragen könnte.</p>
<p>Jetzt liegt der Ball bei meinem Chef. Soll der sich mal um das ominöse Schreiben kümmern. Ich kann damit jedenfalls nichts anfangen.</p>
<h3>Montag, 31. August 2009; 16:45 Uhr</h3>
<p>Die &#8220;Zwangspause&#8221; in Chur ging rasch vorüber. Nun versuche ich es nochmals und begebe mich zum zweiten Mal an diesem Tag aufs Perron. Auf der Anzeigetafel steht, dass mein Zug 15 Minuten Verspätung haben wird.</p>
<p>&#8220;Naja, könnte schlimmer sein.&#8221;, denke ich mir. In der Zwischenzeit beantworte ich die zahlreichen Fragen der auf dem Perron stehenden Fahrgäste.</p>
<p>Viele wollen wissen, welcher Zug schneller in Zürich ist: Meiner oder derjenige, der um 17:16 abfährt und bereits im Bahnhof steht. Ich rechne damit, dass wir gegen 17:24 Uhr in Chur abfahren können und dass wir bis Zürich nirgends eine Möglichkeit haben, den anderen Zug zu überholen. Deshalb sage ich den Reisenden, dass der andere Zug sehr wahrscheinlich kurz vor uns in Zürich eintreffen wird.</p>
<p>Auf die Frage, um welche Zeit denn unser Zug in Zürich sei, wage ich eine Prognose und teile den Leuten mit: <strong>&#8220;Ich rechne damit, dass wir gegen 18:50 Uhr in Zürich HB eintreffen.&#8221;</strong> Es ist jetzt ungefähr 17:05 Uhr und ich schätze, dass wir um zehn vor sieben in Zürich sind. Ein Fahrgast sagt mir, er finde es mutig, jetzt schon eine Prognose zu machen und er werde mich dann beim Wort nehmen.</p>
<h3>Montag, 31. August 2009; 17:22 Uhr</h3>
<p>Mein Zug trifft in Chur ein. Ich muss noch eine Bremsprobe machen und dem Lokführer die Belastung abgeben, ihm also mitteilen, was für Wagen er hinter sich her zieht. Für diese Aufgaben rechne ich mit ungefähr 10 Minuten. Glücklicherweise sind mir der ankommende Lokführer als auch der ankommende Zugbegleiter dabei behilflich.</p>
<p>Beide hätten vor eineinhalb Stunden Feierabend gehabt und könnten jetzt eigentlich umgehend nach Hause gehen. Die SBB zahlt ihnen nichts dafür, dass sie noch länger bleiben und mir helfen.</p>
<p><strong>Doch für einen Bähnler ist es Ehrensache und eine Selbstverständlichkeit, alles zu unternehmen, um einen verpäteten Zug so rasch als möglich wieder fahren zu lassen. </strong>Deshalb helfen mir die beiden, so dass ich und vor allem meine Fahrgäste möglichst wenig zusätzliche Verspätung erhalten.</p>
<p>Schlussendlich bringen wir es fertig, dass der Zug den Bahnhof Chur um 17:32 Uhr verlässt. Mit einer Verspätung von 23 Minuten düse ich nun mit meinen Fahrgästen in Richtung Zürich.</p>
<p>Eigentlich hätte mein Plan für heute folgendes vorgesehen:</p>
<blockquote><p>16:09 &#8211; 18:27 Uhr: Chur &#8211; Zürich &#8211; Basel<br />
18:33 &#8211; 19:26 Uhr: Basel &#8211; Zürich<br />
19:40 &#8211; 20:00 Uhr: Zug vorbereiten in Zürich<br />
21:04 &#8211; 21:50 Uhr: Zürich &#8211; Luzern<br />
22:10 &#8211; 22:56 Uhr: Luzern &#8211; Zürich<br />
23:12 &#8211; 00:45 Uhr: Zürich &#8211; Chur</p></blockquote>
<p>Nun schaut alles danach aus, als ob ich heute nicht nach Basel fahre, sondern in Zürich warte, bis ich den 20:00-Zug vorbereiten kann.</p>
<h3>Montag, 31. August 2009; 18:17 Uhr</h3>
<p>Die Kontrolle ist beendet, alle offenen Fragen der Reisenden beantwortet. Im Dienstabteil warte ich nun, bis wir in den Zimmerbergtunnel einfahren. Sobald wir in diesem Tunnel sind, dauert es noch ungefähr 12 Minuten bis zum Hauptbahnhof Zürich.</p>
<p><strong>Kaum eingefahren, starte ich mein Zugpersonalgerät auf und erkundige mich online über die Anschlussmöglichkeiten für meine Fahrgäste.</strong> Ihre fahrplanmässigen Anschlüsse sind natürlich alle seit rund 20 Minuten bereits weg, deshalb schaue ich nun, wann die nächsten Anschlusszüge fahren.</p>
<p>Daraufhin gebe ich die Informationen per Lautsprecher an die Reisenden weiter.</p>
<p style="text-align: center;"><a title="Zürich HB von W*** bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/wisigreter/3846643104/"><img class="aligncenter" src="http://farm3.static.flickr.com/2570/3846643104_9ebcedc2f5.jpg" alt="Zürich HB" width="500" height="326" /></a><br />
<em><span style="font-size: xx-small;">Bild © (<a href="http://creativecommons.org/about/">cc</a>) W*** (<a href="http://flickr.com">flickr.com</a>)</span></em></p>
<h3>Montag, 31. August 2009; 18:53 Uhr</h3>
<p>&#8220;Geschätzte Fahrgäste, wir treffen in Zürich Hautbahnhof ein!&#8221;</p>
<p>Drei Minuten später als ursprünglich (in Chur) prognostiziert erreichen wir unser Ziel. Da lag ich nicht mal so sehr daneben. Normalerweise würde der Zug noch nach Basel weiterfahren. Doch infolge der grossen Verspätung endet er heute ausserordentlich in Zürich. Glücklicherweise haben jene Fahrgäste mit Destination Basel bereits um 19:02 Uhr einen direkten Zug nach Basel.</p>
<p>Nachdem alle Fahrgäste ausgestiegen sind, gehe ich nochmals durch den Zug und versichere mich, dass er wirklich leer ist und niemand meine Durchsage überhört hat. Denn sowas kommt immer mal wieder vor.</p>
<p>Als auch das erledigt ist, begebe ich mich in die Personalräume. Dort treffe ich jenen Mitarbeiter, der eigentlich um 16:09 Uhr mit mir nach Basel hätte fahren sollen. Und in Basel wäre er dann mit dem 19:17 Uhr &#8211; Zug nach Luzern gefahren, wo wir uns wieder getroffen hätten.</p>
<p>Nun ist es 19:05 Uhr und er sitzt in Zürich. <strong>Scheint so, als sei auch sein heutiger Plan über den Haufen geworfen worden.</strong> Ich frage ihn, wie seine Tour heute aussieht.</p>
<p>So wäre es für ihn eigentlich vorgesehen gewesen:</p>
<blockquote><p>16:09 &#8211; 18:27 Uhr: Chur &#8211; Zürich &#8211; Basel<br />
19:17 &#8211; 20:30 Uhr: Basel &#8211; Luzern<br />
22:10 &#8211; 22:56 Uhr: Luzern &#8211; Zürich<br />
23:12 &#8211; 00:45 Uhr: Zürich &#8211; Chur</p></blockquote>
<p>Doch statt von Zürich über Basel nach Luzern zu fahren, wartet er nun bis kurz vor 21 Uhr, um dann mit mir um 21:04 Uhr von Zürich nach Luzern zu fahren. Auf diesem Zug wäre ich sonst alleine. Umso mehr freue ich mich nun, dass er mich begleitet.</p>
<p>An dieser Stelle muss ich dann auch gleich auf etwas hinweisen, von dem die meisten Fahrgäste gar nichts mitbekommen: <strong>Rund um die Störung sind dutzende Mitarbeiter der SBB damit beschäftigt, Zugpersonal, Lokführer und Rollmaterial so zu disponieren, dass es zu möglichst keinen Zugausfällen kommt.</strong></p>
<p>Wie schwierig das ist, kann man sich nur in Ansätzen vorstellen. Nur wenn Zugpersonal UND Lokführer UND das Rollmaterial vorhanden ist, kann der Zug auch wirklich fahren. Wenn bei einer Störung nun die ganze Planung über den Haufen geworfen wird, ist es sehr schwierig, den Betrieb doch noch einigermassen am Laufen zu halten. <strong>Ein grosses Kompliment deshalb an dieser Stelle an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Dispo-Zentralen, welche immer wieder unglaubliches leisten!</strong></p>
<h3>Montag, 31. August 2009; 21:04 Uhr</h3>
<p>Das Chaos hat sich gelegt. Nun läuft alles wieder planmässig. Von diesem Punkt an geht meine Tour so weiter, wie ursprünglich vorgesehen. Die Fahrt nach Luzern verläuft ruhig und ohne erwähnenswerte Zwischenfälle. In Luzern steigen dann viele Besucher des Lucerne Festival ein. Darunter auch &#8211; wie schon gestern &#8211; ein früherer Tagesschau-Moderator mit seiner Frau. Ein Moderator, der bekannt war für die Aussage &#8220;zum Schluss noch dies&#8221;.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Hysterische Dame, arabische Studentengruppe und deutsche Betrüger am Street Parade-Samstag 2009</title>
		<link>http://schweizweit.net/2009/08/13/hysterische-dame-arabische-studentengruppe-und-deutsche-betruger-am-street-parade-samstag-2009/</link>
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		<pubDate>Thu, 13 Aug 2009 12:11:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Hobi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Kondukteur]]></category>
		<category><![CDATA[alkohol]]></category>
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		<description><![CDATA[Was man an einem Street Parade-Samstag als Zugbegleiter so alles erlebt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><em>Das Arbeiten während der Street Parade ist jedes Jahr wieder von neuem ein Erlebnis. Verrückte Leute im Zug, super Stimmung im HB und überdurchschnittlich hohe Umsätze bei den Billettverkäufen im Zug sind garantiert. Auch dieses Jahr ziehe ich im Grossen und Ganzen ein positives Fazit. Leider gab es aber auch das eine oder andere negative Erlebnis. Eine hysterische High Society-Dame in Chur, eine arabische Studentengruppe zwischen Zürich und Bülach sowie diverse Toiletten, parfümiert mit einer dezenten Duftnote à la Erbrochenem fand ich nicht so toll.</em></p>
<p style="text-align: center;"><a title="Streetparade, Zurich 2008 von sharon.schneider bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/10584185@N03/2750822014/"><img class="aligncenter" src="http://farm4.static.flickr.com/3173/2750822014_1ff60601bf.jpg" alt="Streetparade, Zurich 2008" width="500" height="332" /></a><br />
<em><span style="font-size: xx-small;">Bild © (<a href="http://creativecommons.org/about/">cc</a>) sharon.schneider (<a href="http://flickr.com">flickr.com</a>)</span></em></p>
<h3>Die hysterische Dame in Chur</h3>
<p>Wo gearbeitet wird, da passieren Fehler. Und auch bei mir &#8211; man glaubt es kaum &#8211; kommt da hin und wieder vor. So am vergangenen Samstag. Ich stehe vor meinem Zug; vor mir vier Personen, die eine Auskunft wollen. Ein Ehepaar und zwei Alleinreisende. Gleichzeitig stösst eine aufgetakelte Frau hinzu, in einem Arm ihr Kleinkind, mit dem anderen versucht sie, den Kinderwagen hinterher zu schleppen.</p>
<p>&#8220;Sie grüezi in welli Richtig fahrt dä Zug? &#8211; Sie haltet Sie in Wädi? &#8211; Dä Zug fahrt in diä Richtig. &#8211; Sie wänn sind mir in Züri? &#8211; Sie, hätts in dem Erstklasswage da na Platz? &#8211; Ja, mir halten unter anderem au in Wädenswil. &#8211; Am 15:47 sind mir in Züri. &#8211; Ja, in dä erste Klass händ sie na meh als gnüegend Platz.&#8221;</p>
<p>Ein wildes Durcheinander an Fragen und Antworten also. Darunter auch die Frage der High Society-Dame, welche &#8211; wie sich später herausstellen wird &#8211; von St. Moritz her kommt. Sie will wissen, ob es hier in der ersten Klasse noch Platz habe. Ich antwortete ihr, dass es noch mehr als genügend freie Sitzplätze habe.</p>
<p>Was ich aber nicht realisierte: Während sie ihre Frage stellte, zeigte sie auf den Wagen hinter mir. <strong>Das wurde mir dann zum Verhängnis.</strong> Denn dieser Wagen war 2. Klasse.</p>
<p>Zwei Minuten später höre ich ein Geschrei und die Dame, welche wutentbrannt den Kinderwagen &#8211; mehr werfend als stossend &#8211; aus dem Zug befördert. Schimpfend ruft sie nach mir, will wissen, weshalb ich sie in die zweite Klasse gelotst habe.</p>
<p>Ich entschuldige mich in aller Form und weise darauf hin, dass zum vorherigen Zeitpunkt viele Reisende eine Auskunft wollten und ich dabei wohl ein Detail übersehen hätte. Doch das will sie nicht gelten lassen. &#8220;Ein miserabler Service ist das! Grottenschlecht! Kein Wunder haben Sie es nicht zu mehr gebracht!&#8221;</p>
<p><strong>&#8220;Ihrer lebdig lang wärden Sie än eifache Kondukteur bliebe, das säg i Ihne!&#8221;</strong>, verabschiedet sie sich schnaufend in die erste Klasse.</p>
<p>Ein älterer Herr, welcher den Schluss noch mitbekommen hat, nähert sich mir. &#8220;Sie, wo geht es in die erste Klasse?&#8221; Halb baff, halb wütend, halb erstaunt wegen der Dame rutscht es mir heraus: &#8220;Einfach dieser hysterischen Dame nach!&#8221; Der Herr schaut mich ganz verdattert an.</p>
<p>Später, während der Kontrolle im Zug sagt die Dame kein Wort mehr. Ich auch nicht. Irgendwie habe ich das Gefühl, die Dame denke, sie sei etwas besseres.</p>
<h3>Die arabische Studentengruppe</h3>
<p>Im HB angekommen, finde ich das übliche Tohuwabohu vor. Ein Durcheinander von Reisenden, Freaks, solchen die Freaks sein wollen und Polizisten aus der Schweiz, Italien und Deutschland. Und Abfall. Abfall und Güsel, wohin man schaut. <strong>Zürich ist während der Street Parade die Müllhalde der Nation.</strong></p>
<p>Nach einer Pause, in der ich viel gelacht habe (natürlich erst dann, wenn die Leute, welche für mein Lachen verantwortlich waren, bereits an mir vorbei gelaufen sind) geht es für mich weiter nach Schaffhausen. Der Zugpersonal-Einteiler hat mir für diesen Zug sogar noch zwei Kondukteure zugeteilt, welche &#8220;Perrondienst&#8221; haben. Das heisst, sie stehen vor dem Zug und beantworten Fragen der Reisenden, fahren selber aber nicht mit.</p>
<p>Da jedoch der Kollege, welcher mich nach Schaffhausen begleiten wird, bereits anwesend ist, sage ich den beiden &#8220;Perrondienstlern&#8221;, dass sie von mir aus in die Pause gehen können. Doch irgendwie wollen sie das gar nicht; und als der nächste Zug am gleichen Perron einfährt, weiss ich auch warum: Sehr genau werden die aussteigenden Damen in ihren knappen Outfits (oder wie sagt man diesen paar wenigen Quadratzentimetern Stoff auf der Haut) begutachtet. Tja, so ein Anblick gefällt natürlich weit besser als jede Pause! ;-)</p>
<p>Kurz vor der Abfahrtszeit meines Zuges verschwinden dann meine beiden Perrondienstler und ich höre sie noch sagen: <strong>&#8220;Du, wo fährt der nächste Zug ein&#8230;?&#8221;</strong></p>
<p>Es gab viel zu sehen und die Zeit schritt rasch voran. Bereits war es Zeit für die Abfahrt nach Schaffhausen. Wir wären auch tatsächlich pünktlich abgefahren, wenn da nicht diese 25-köpfige arabische Studentengruppe gewesen wäre.</p>
<p>Was diese Studenten genau machten, wieviel Verspätung wir dadurch erhielten, und weshalb ich alle 25 Personen in Bülach hochkant aus dem Zug schmiss. Das meine lieben Leser, erfahrt ihr in einem separaten Artikel demnächst hier auf schweizweit.net.</p>
<h3>Deutsche Betrüger reisen in die Schweiz ein</h3>
<p>Auf der Rückfahrt nach Zürich war der Zug noch voller als vorhin zwischen Zürich und Schaffhausen. Vorallem sitzen deutsche Staatsbürgerinnen und -bürger im Zug, welche an die Energy und &#8220;Moving City&#8221; Zürich wollen. Die meisten haben bereits Billette, einige wenige lösen im Zug noch nach. Erstaunlicherweise beschwert sich auch niemand über den Zuschlag von 10 Franken für das Lösen im Zug.</p>
<p>Nur ein Fahrgast hält sich für besonder klug. Kaum hatte ich den Wagen betreten, steht er auf und läuft mir entgegen:</p>
<ul>
<li>Fahrgast: Moin moin, ich hätte noch gerne vier Tickets für Zürich.</li>
<li>Ich: Vier Fahrscheine Schaffhausen &#8211; Zürich? Ohne Ermässigung?</li>
<li>Fahrgast: Genau. Einfache Fahrt. Bezahle ich einen Zuschlag, wenn ich jetzt bei Ihnen löse?</li>
<li>Ich: Ja, der Zuschlag für das Lösen im Zug ist zehn Franken pro Billett?</li>
<li>Fahrgast: Pro Fahrschein???? Aber ich habe mich ja jetzt bei Ihnen gemeldet?!</li>
<li>Ich: Leider erst, als ich bereits im Wagen war.</li>
<li>Fahrgast: Ach so. Und da kann man nichts machen? Touristenrabatt?</li>
<li>Ich: Neee, leider nicht.</li>
<li>Fahrgast: Na dann. Ein Versuch war es ja wert&#8230;</li>
</ul>
<p>Erstaunt hat es mich, wie rasch der Fahrgast am Schluss einlenkte. Er akzeptierte meine Entscheidung und bezahlte den geforderten Preis anstandslos. Schade, dass nicht alle Kunden so sind.</p>
<p>Erst kurz vor Zürich schaffe ich es in den vordersten Wagen des Zuges. Als ich beim Betreten des Waggons meinen Blick schweifen lasse, sehe ich einzig eine Dame mittleren Alters, welche in einem Abteil sitzt. Sie hat noch eine Frage betreffend ihrem nächsten Anschluss und so bin ich für einen kurzen Moment abgelenkt.</p>
<p>Plötzlich sehe ich, wie von vorne vier junge Leute auf mich zukommen. Sie sehen nicht gerade wie typische Reisende der ersten Klasse aus und deshalb halte ich sie auf, als sie sich an mir vorbeidrängeln wollen: <strong>&#8220;Mooooooment, die Billette bitte!&#8221;</strong></p>
<p>Zum Vorschein kommen vier Zweitklassbillette Schaffhausen &#8211; Zürich. &#8220;Haben Sie bereits einen Klassenwechsel gelöst?&#8221;, will ich wissen. Doch die vier geben an, gar nicht in der ersten Klasse gesessen zu haben. &#8220;Wir sind jetzt gerade von hinten gekommen, weil wir ein freies Abteil suchten. Und da wir glaubten, weiter vorne habe es noch Wagen der zweiten Klasse, durchquerten wir die erste Klasse. Als wir vorne merkten, dass dem nicht so ist, kehrten wir um.&#8221;</p>
<p>Dem geneigten Leser muss ich an dieser Stelle rasch erklären, dass wir uns in einem sogenannten <span style="text-decoration: line-through;">&#8220;AD&#8221;</span> &#8220;AS&#8221;-Wagen befanden. Die vordere Hälfte dieses Wagens besteht aus einem Gepäck- und Dienstabteil, bei der anderen Hälfte sind Abteile der ersten Klasse. Wenn man den Wagen von der Eingangstüre her betritt, sieht man direkt auf die Türe zum Dienstabteil. Man kann also Personen, die in diesem Wagen stehen, unmöglich übersehen. Aus diesem Grund musste ich annehmen, dass die Personen sassen, als ich den Wagen betrat.</p>
<p>&#8220;Nun, als ich vorhin aber in den Wagen kam, da stand niemand. Weshalb haben Sie sich denn in der ersten Klasse hingesetzt?&#8221;, wollte ich wissen. Doch diesen Vorwurf wollen sie nicht gelten lassen: &#8220;Nee nee, wir sassen ja auch gar nicht! Dort vorne, bei dieser Dienstabteil-Türe, da merkten wir, dass es nicht mehr weitergeht. Und dort kehrten wir auch gleich um.&#8221;</p>
<p><strong>Entweder leide ich an Wahrnehmungsstörungen oder die vier Deutschen lügen mich von A bis Z an.</strong> Ich entschliesse mich, meine harte Linie durchzuziehen und verlange von allen vier Personen einen Klassenwechsel von Schaffhausen nach Zürich. Nur mit Murren bezahlen sie schliesslich. Als ich danach die Kontrolle fortsetze, merke ich, dass ganz vorne, zwei Abteile vor der Dienstabteil-Türe, eine ältere Frau sitzt.</p>
<p>Anscheinend hat sie die Diskussion vorhin mitbekommen: &#8220;Sie, looset Sie mal, junge Maa. I muess Ihne säge, dass diä vier jungä Bursche siit Schaffhuuse da eis Abteil vor mir sind gsesse. Sie händ das also scho richtig gmacht. Glaubend Sie denne joo nünt, diä händ sie faadegrad aagloge!&#8221;</p>
<p>Also hatte ich doch Recht und die vier versuchten, die SBB zu betrügen. Irgendwie wurmt es mich, dass wir in diesem Moment in Zürich HB einfahren und ich keine Zeit mehr habe, die Personalien zu erfassen. Hätte ich für die vier Deutschen eine Missbrauch-Meldung erstellt, bekäme die SBB nun insgesamt 400 Franken mehr.</p>
<h3>Die Fahrgäste lassen sich die Street Parade nochmals durch den Kopf gehen</h3>
<p>Street Parade heisst für viele auch einfach nur: Saufen saufen saufen. Und wie jedes Jahr, liessen sich die Fahrgäste in meinem Zug von Zürich nach Chur den Mix aus Street Parade, Alkohol, Drogen und anderen undefinierbaren Zutaten auf den Zugstoiletten, aber auch im Fahrgastraum nochmals durch den Kopf gehen.</p>
<p>Eine ganz üble Sache. Der Gestank ist ja das eine, daran kann man sich gewöhnen (und mir persönlich macht es inzwischen auch nicht mehr so viel aus). Aber das andere ist: Es besteht ständig die Gefahr, auf diesem Brei auszurutschen. Normalerweise kann man einen Schritt über das Zeug machen, aber in einem der vorherigen Jahre ist es mir tatsächlich passiert, dass ich einen Moment unachtsam war und auf der Treppe in einem doppelstöckigen Wagen ausrutschte. <strong>Glücklicherweise konnte ich mich gerade noch halten, bevor ich mit meinem Allerwertesten in der Sauce landete&#8230;</strong></p>
<h3>Der witzigste Fahrgast des Tages</h3>
<p>An der Street Parade haben tausende von Ravern ihren Spass. Bei mir kam der Spass kurz vor Dienstschluss. Bei der Kontrolle stiess ich auf einen rund 17 Jahre jungen Jugendlichen, der friedlich schlief und sich nicht wecken liess. Alles schütteln und kneifen nützte nichts. Er verblieb in seiner Traumwelt.</p>
<p>Wie immer, wenn wir im Zug eine nicht mehr ansprechbare Person antreffen, informierte ich die Einsatzzentrale der Bahnpolizei und schilderte die Situation. Da der Jugendliche einen normalen Puls hatte und auch sonst keine Anzeichen vorhanden waren, die Grund zur Bersorgnis hätten geben müssen, entschlossen wir, erst in Chur eine Patrouille zum Zug zu schicken. Zum Zeitpunkt des Anrufes befanden wir uns irgendwo zwischen Wädenswil und Pfäffikon.</p>
<p>Wir passierten einen Bahnhof nach dem anderen, hielten mal da, mal dort, Laute kamen und gingen. Nur der junge Mann, der schlief weiterhin an seinem Platz. Ein Fels in der Brandung.</p>
<p>In Chur dann kamen zwei zivile Kantonspolizisten zum Zug. Auch sie hatten Mühe, den Jugendlichen zu wecken, schafften es aber irgendwie. Aufstehen konnte er noch nicht. <strong>Aber immerhin schien er zu begreifen, dass da drei Leute vor ihm stehen, die irgendwas von ihm wollen.</strong> Was er dann bot, war eine humoristische Einlage der Extraklasse.</p>
<ul>
<li>Jugendlicher: Hey Lüüt, was isch los? Was lauft?</li>
<li>Polizist 1: Grüeziwohl! Kantonspolizei. (Zeigt seinen Ausweis und stellt sich und den Kollegen vor.)</li>
<li>Polizist 2: Wo möchten Sie hin?</li>
<li>Jugendlicher: Hey nei, lönd mi schlofe! Machend kei Stress!</li>
<li>Polizist 1: Schlafen können Sie zu Hause. Haben Sie einen Ausweis?</li>
<li>Jugendlicher: Jaja, han i, han i. (Legt sich hin und schliesst die Augen.)</li>
<li>Polizist 2: Dürfen wir rasch schauen? Wo haben Sie den Ausweis?</li>
<li>Jugendlicher: (Öffnet das eine Auge, legt die linke Hand auf seine Hosentasche.)</li>
<li>Polizist 2: (Nimmt den Ausweis hervor.) Herr Meier, wo möchten Sie hin?</li>
<li>Jugendlicher: Nch brnnä.</li>
<li>Polizist 2: Wohin?</li>
<li>Jugendlicher: He mann, brnnä hni gseit. Wsch wo das isch?</li>
<li>Polizist 2: Entschuldigen Sie, ich verstehe Sie nicht.</li>
<li>Jugendlicher: Brunnä!</li>
<li>Polizist 2: Aha. Brunnen? DAS Brunnen? Ähm&#8230; Wissen Sie, wo Sie jetzt gerade sind?</li>
<li>Jugendlicher: Gseht us wiä än Zug.</li>
</ul>
<p>An dieser Stelle schauen wir drei uns an und müssen schmunzeln. Langsam erwacht der Jugendliche und wird damit auch gesprächiger.</p>
<ul>
<li>Polizist 1: Sie sind in Chur. Kanton Graubünden. Wissen Sie, wo das ist?</li>
<li>Jugendlicher: (Erschrickt, setzt sich auf, schaut aus dem Fenster) Was, wooooooo bin ii? Hey nei, Lüüt, ihr machend Witz! (Lacht) Ihr händ doch kei Ahnig! Chur! Ha! (Legt sich wieder hin und schliesst die Augen.</li>
<li>Polizist 1: Wir machen keine Witze. Kommen Sie mal mit, wir gehen nach draussen.</li>
</ul>
<p>Wir verlassen den Zug. Auf dem Perron versuchen die beiden Kantonspolizisten, die Identität des Jugendlichen zu klären.</p>
<ul>
<li>Polizist 1: Sie wohnen also in Brunnen, stimmt das so?</li>
<li>Jugendlicher: Korrekt, mann. Hey man, du bisch aber huere gschwind vo Begriff! Söttig Lüüt bruchts bi dä Bulle!</li>
<li>Polizist 1: Danke schön. Und an welcher Strasse wohnen Sie?</li>
<li>Jugendlicher: Dörfsch drei mal rote. Mal luege, ob immer na so gschwind vo Begriff bisch.</li>
<li>Polizist 1: Ach nein, wissen Sie, das dauert sehr lange, wenn ich raten muss. Wollen Sie es mir vielleicht nicht einfach rasch verraten?</li>
<li>Jugendlicher: Gsehn ich so us, als ob ichs dir würd verrate? (Lacht.)</li>
<li>Polizist 2: Sie würden uns die Arbeit sehr erleichtern, wenn Sie uns Ihre Adresse rasch sagen.</li>
<li>Jugendlicher: Denn zähl mir doch mal diä Strassene uf, wo du kennsch. I säge denn Stop wenn mini Strass chunt.</li>
<li>Ich: Gebt mir doch rasch sein Gleis 7-Abo, dann schau ich rasch nach.</li>
<li>Ich: (1 Minute später) Bahnhofstrasse 30, richtig so?</li>
<li>Jugendlicher: Ihr sind doch diä geilste!!</li>
</ul>
<p>Während die Polizei überprüft, ob gegen den Jugendlichen etwas vorliegt, schreibe ich ihm den Fahrplan nach Brunnen heraus und erkläre ihm, wo er umsteigen muss.</p>
<ul>
<li>Ich: Halten Sie sich bitte an diesen Fahrplan. Es ist Ihre letzte Verbindung, sie Sie heute nach Brunnen haben. Wenn Sie einen dieser drei Züge verpassen, müssen Sie die Nacht draussen verbringen.</li>
<li>Jugendlicher: Du bisch geil. Äh&#8230; wo muess i scho wieder umstiege?</li>
<li>Ich: Zürich und Arth-Goldau.</li>
<li>Jugendlicher: Hey nei, nid scho wieder uf Züri. Häschmer nid ä besseri City? Diä Chicks in Züri chasch eeeeh nöd bruuche!</li>
<li>Polizist 1: Die Chicks in Zürich wollen bestimmt auch nicht mehr von Ihnen, in diesem Zustand. Glauben Sie mir, es ist besser, sie gehen jetzt nach Hause.</li>
</ul>
<p>Wir begleiten den Herrn von einem Perron auf das andere, so dass er zumindest in Chur in den richtigen Zug einsteigt. In der Churer Unterführung sind diverse andere Leute.</p>
<ul>
<li>Jugendlicher: (brüllt in der Unterführung) Hey Lüüt! Luegend mal! I han zwei Bodyguards! Diä zwei Jungs da sind Bulle und dä ander isch sone geile Kontrolleur vo dä SBB! Diä drei sind dä Hammer, diä müend ihr gseh haa!</li>
</ul>
<p>Der Jugendliche wird in den Zug gesetzt. Er fragt nochmals, wo er umsteigen muss. Danach verabschieden wir uns von ihm.</p>
<ul>
<li>Jugendlicher: Ja hey halt halt! Stoooop! Wo gönd ihr jetzt hii?</li>
<li>Polizist 1: Sie sind jetzt im richtigen Zug. Nun können wir Sie alleine lassen.</li>
<li>Jugendlicher: Ja nei, hey, das chönt ihr nöd mache! Was lauft? Ihr chömend gfälligst mit!</li>
<li>Polizist 2: Wohin sollen wir mitkommen?</li>
<li>Jugendlicher: Dänggs nach Brnnä!</li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Leserumfrage: In welche Richtung wird sich schweizweit.net weiterentwickeln?</title>
		<link>http://schweizweit.net/2009/08/06/leserumfrage-in-welche-richtung-wird-sich-schweizweitnet-weiterentwickeln/</link>
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		<pubDate>Thu, 06 Aug 2009 12:11:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Hobi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Diverses]]></category>
		<category><![CDATA[meinungen]]></category>
		<category><![CDATA[umfrage]]></category>

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		<description><![CDATA[In welche Richtung soll sich schweizweit.net weiterentwickeln? Eure Meinung ist gefragt!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/355030_R_by_wwwlizenzfreie-bilderat.jpg" alt="" width="472" height="286" /><br />
<em><span style="font-size: xx-small;">Bild © pixelio.de</span></em></p>
<p>Einige Zeit ist vergangen seit der letzten Leserumfrage. Fast zwei Jahre, um genau zu sein. Deshalb ist es nun an der Zeit, wieder einmal eine Umfrage durchzuführen. Dies soll mir helfen, die <strong>Bedürfnisse und Wünsche der Leser</strong> &#8211; also von euch &#8211; <strong>besser zu erfassen und umzusetzen</strong>.</p>
<p>In diesem Artikel werfen wir nochmals kurz einen Blick zurück auf die letzte Umfrage und haben danach die Möglichkeit, die neuen Fragen (nur acht Stück an der Zahl) zu beantworten. Wer direkt zu den acht Fragen will, kann auf <a href="http://survey.io/survey/36878">diesen Link</a> klicken. (Die <strong>Übersetzung der englischen Fragen</strong> finden sich am Ende dieses Artikels.)</p>
<h3>Was seit der letzten Umfrage geschah</h3>
<p>Beendet wurde die letzte Umfrage im Oktober 2007. Dort zielten die Fragen mehr in Richtung &#8220;Wer seid ihr?&#8221;, &#8220;Woher kommt ihr?&#8221; und &#8220;Was tut ihr?&#8221;. Die kompletten Ergebnisse lassen sich <a href="http://schweizweit.net/2007/10/30/ergebnisse-der-umfrage-jetzt-online/">unter diesem Link</a> anschauen.</p>
<p>Hier nur eine kleine Zusammenfassung:</p>
<ul>
<li> Die meisten Leser wohnen entlang der Achse St. Gallen &#8211; Zürich &#8211; Bern</li>
<li> Die meisten Leser sind eher jung</li>
<li> Fast 90 Prozent der Besucher sind männlich</li>
<li> Viele meiner Leser sind Bähnler, Medienschaffende oder in IT-Berufen tätig</li>
<li> Über 40 Prozent meiner Leser haben selber einen Blog</li>
</ul>
<p>Die Ergebnisse der damaligen Umfrage führten dazu, dass ich den Inhalt von <a href="http://schweizweit.net">schweizweit.net</a> besser ausrichten konnte. So schrieb ich zum Beispiel vermehrt über Themen, welche die Bahnhöfe entlang der Achse St. Gallen &#8211; Zürich &#8211; Bern betreffen, kommentierte Medienberichte über die SBB und brachte ab und zu Erlebnisse aus dem Kondukteur-Alltag.</p>
<h3>Weshalb eine neue Umfrage?</h3>
<p>Die <strong>Besucherzahlen</strong> auf schweizweit.net haben sich seit dem Oktober 2007 <strong>enorm gesteigert</strong>. Von damals 8&#8217;277 Seitenzugriffen auf 32&#8217;720 im Juni 2009, von 3&#8217;736 Besuchern monatlich auf 18&#8217;707. Letzteres ist eine Steigerung um 400 Prozent. Noch deutlicher stiegen die Zahlen bei den Besuchern, welche via <strong>Google</strong> auf schweizweit.net landeten: <strong>Von 1&#8217;846 auf 13&#8217;622 monatlich</strong>.</p>
<p>Das heisst: In den letzten fast zwei Jahren sind <strong>viele neue Leser</strong> hinzugekommen, welche an der alten Umfrage nicht teilnahmen. Deshalb gibt es jetzt eine neue, veränderte Umfrage.</p>
<h3>Die neue Umfrage</h3>
<p>Die neue Umfrage soll nicht mehr die Fragen beantworten, woher die Leser stammen und wie sie leben, sondern sie zielt mehr in Richtung <strong>&#8220;Weshalb nutzen die Leser schweizweit.net?&#8221;</strong>.</p>
<p>Leider sind die Fragen alle auf englisch, und sie liessen sich in den Einstellungen auch nicht selber bearbeiten / übersetzen, da es sich um ein spezielles Tool handelt. Aber keine Bange, sämtliche Fragen und Antworten sind hier unten ins Deutsche übersetzt. Ich hoffe, dass wir so genügend Umfrageteilnehmer finden, welche teilnehmen.</p>
<p>Weshalb ich nicht einfach ein anderes, deutsches Umfrage-Tool benutzte? Nun, die Auswertungen beim Tool von <a href="http://survey.io/about/">survey.io</a> sind anscheinend besser als bei anderen Gratis-Angeboten. Und deshalb zog ich diese Website dann den anderen Mitbewerbern vor, obwohl es sie nur auf englisch gibt.</p>
<p>So, nun aber genug geredet, <a href="http://survey.io/survey/36878" target="_blank">hier sind die acht Fragen</a>.</p>
<p>Und hier geht es zur Übersetzung:</p>
<p><strong>1) Wie bist Du auf schweizweit.net gestossen?</strong></p>
<ul>
<li> Blog</li>
<li> Freunde oder Kollegen</li>
<li> Suchmaschinen (wie Google, Yahoo)</li>
<li> Facebook</li>
<li> Twitter</li>
<li> Andere (bitte beschreiben)</li>
</ul>
<p><strong>2) Wie würdest Du Dich fühlen, wenn Du schweizweit.net nicht mehr länger benutzen könntest?</strong></p>
<ul>
<li> Sehr enttäuscht</li>
<li> Ein wenig enttäuscht</li>
<li> Nicht enttäuscht (Blog ist nicht so nützlich)</li>
<li> Keine Antwort / Ich nutze schweizweit.net nicht mehr</li>
</ul>
<p>Schreibe uns im Textfeld, weshalb Du diese Antwort ausgewählt hast: (Natürlich gerne auch auf Deutsch.)</p>
<p><strong>3) Welche Quelle würdest Du als Alternative besuchen, falls schweizweit.net nicht mehr existieren würde?</strong></p>
<ul>
<li> Ich würde keine Alternative benutzen</li>
<li> Ich würde folgende Quelle benutzen:</li>
</ul>
<p><strong>4) Was ist der Hauptnutzen, den Du aus schweizweit.net erhältst?</strong></p>
<p><strong>5) Hast Du schweizweit.net schon einmal jemandem empfohlen?</strong></p>
<ul>
<li> Nein</li>
<li> Ja (bitte erkläre uns, mit welchen Worten du uns empfohlen hast)</li>
</ul>
<p><strong>6) Welche Art von Personen denkst Du, würde am meisten von der Website schweizweit.net profitieren?</strong></p>
<p><strong>7) Wie können wir schweizweit.net weiter verbessern, um Deine Wünsche und Bedürfnisse besser zu befriedigen?</strong></p>
<p><strong>8) Möchtest Du, dass wir Dir eine Email schreiben, falls wir zu einer Deiner Fragen noch mehr Informationen wollen?</strong></p>
<ul>
<li> Nein</li>
<li> Ja (bitte gib Deine Email-Adresse an)</li>
</ul>
<p><a href="http://survey.io/survey/36878">Hier geht es zur Umfrage&#8230;</a> (Falls Du die Fragen noch nicht aufgerufen hast.)</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Mystery Park Interlaken: Gratis in den Park! (Review)</title>
		<link>http://schweizweit.net/2009/07/22/mystery-park-interlaken-gratis-in-den-park-review/</link>
		<comments>http://schweizweit.net/2009/07/22/mystery-park-interlaken-gratis-in-den-park-review/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 22 Jul 2009 12:11:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Hobi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>

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		<description><![CDATA[Weshalb der Mystery Park in Interlaken einen Besuch wert ist und weshalb der Eintritt in den Park inzwischen kostenlos ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="Mystery Park" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/Mystery.jpg" alt="" width="468" height="351" /><br />
<em><span style="font-size: xx-small;">Bild © (cc) krischan74 / wikipedia.org</span></em></p>
<p>Über den <a href="http://schweizweit.net/2009/04/02/mystery-park-interlaken-wiedereroffnung-2009/">Mystery Park in Interlaken</a> schrieb ich schon einige Male. Am letzten Wochenende nun hatte ich die Gelegenheit, ihn wieder mal zu besuchen. Wie es mir gefallen hat, was im Gegensatz zu früher anders (und vielleicht auch besser) ist, weshalb der <strong>Zutritt zum Parkgelände inzwischen gratis</strong> ist und wie der Park einer Besucherin gefiel, die von Grund auf gar nichts mit Ausserirdischen und anderen mysteriösen Phänomenen anfangen kann, das erfahrt ihr in diesem Artikel.</p>
<p>Zuerst will ich jedoch kurz auf die Geschichte des Mystery Parks eingehen. Diejenigen Leserinnen und Leser, welche sich damit schon auseinandergesetzt haben und den Park kennen, können dieses Kapitel natürlich auch gleich überspringen und <strong>direkt unten zur Review</strong> gehen.</p>
<h3>Die Geschichte des Mystery Park in Interlaken</h3>
<p>Im Mai 2003 öffnete der Mystery Park seine Tore. In den eigenwilligen Bau wurden 86 Millionen Franken investiert und über 16&#8217;000 Aktionäre beteiligten sich an dem Projekt. Besuchten im ersten Betriebsjahr noch 350&#8217;000 Personen den Themenpark, waren es gegen Ende nur noch um die 140&#8217;000 Besucher jährlich. Zu wenig, um zu überleben. <strong>So ging der Park Konkurs</strong>, weil nicht mehr in neue Attraktionen investiert werden konnte und die wiederkehrenden Besucher damit ausblieben.</p>
<p>Marcel Meier, CEO des heutigen Mystery Parks, schreibt dazu: <em>&#8220;Eine fantastische Idee, basierend auf einem sehr guten Konzept, konnte nicht adäquat umgesetzt werden.&#8221;</em> Dem kann man nur zustimmen.</p>
<p>Im Herbst 2007 kaufte dann die New Inspiration AG (Inhaber Swiss Economic Forum, Generalbau Unternehmung Unterseen, Casino Kursaal Interlaken AG) die Konkursmasse der Mystery Park AG für rund 13 Millionen Franken.</p>
<p>Ein halbes Jahr später &#8211; im Mai 2008 &#8211; wurde dann das <a href="http://schweizweit.net/2008/05/09/mystery-park-heisst-neu-two-lake-city-2lc-interlaken-schweiz/">Nachfolgekonzept mit dem Namen &#8220;Two Lake City&#8221;</a> kurz 2LC, vorgestellt und die Verantwortlichen machten sich an die Finanzierung. Two Lake City sollte in diesem Jahr (2009) eröffnet werden und hauptsächlich als Ausgeh-Mekka, Business Center und eigentlicher Freizeit- und Erlebnispark sein Geld verdienen. Dabei hätte die <strong>Swissness in den Vordergrund</strong> gestellt werden, die bekannte silbrig glänzende Kugel &#8211; das Wahrzeichen des Parks &#8211; eine rote Kappe mit Schweizerkreuzen erhalten sollen.</p>
<p>Geplant waren eine Eigernordwand-Simulation, IMAX-Kino / 4D-Kino, ein 360-Grad-Rundpavillon und viele Attraktionen, an welchen die Besucher selbst aktiv werden können.</p>
<p>Daraus wurde dann aber nichts. Die Geldsuche für dieses interessante Projekt war problematisch, weil der Zeitpunkt genau in die <strong>internationale Finanzkrise</strong> fiel. So standen die Besitzer des Rätselparks selber vor einem &#8220;Rätsel&#8221;. Wie weiter? Einige Besitzer des Parks verloren ihr Interesse und / oder widmeten sich anderen Aufgaben, so dass sich die Besitzverhältnisse (einmal mehr) änderten und schlussendlich die Generalbau Unternehmung Unterseen die alleinige Inhaberin der New Inspiration AG &#8211; und damit auch des Mystery Parks &#8211; wurde.</p>
<p>Man fasste den Entschluss, sich Zeit zu lassen mit der Suche nach einem neuen Konzept und <strong>den Park während dieser Neukonzeption nochmals für einen Sommer zu öffnen</strong>.</p>
<p>Nun kam Marcel Meier ins Spiel. (Welcher mich inklusive Begleitung am vergangenen Wochenende in den Park einlud.) Er arbeitete bereits beim Konzept &#8220;Two Lake City&#8221; mit und wurde angefragt, den Park einen Sommer lang führen zu können, bis dann im November 2009 das Nachfolge-Konzept präsentiert wird. Sogleich zog Meier in den Turm des Parks ein (<strong>&#8220;Mittendrin statt nur dabei&#8221;</strong>, sagt Meier dazu) und machte sich an die Organisation, Planung, Rekrutierung der Mitarbeiter, Umbauarbeiten etc.</p>
<p style="text-align: center;"><a title="DSC00395 von Andreas Hobi bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/andreashobi/3741919043/"><img class="aligncenter" src="http://farm3.static.flickr.com/2440/3741919043_6ed0ef3cd7.jpg" alt="DSC00395" width="500" height="438" /></a><br />
<em><span style="font-size: xx-small;">Bild © (<a href="http://creativecommons.org/about/">cc</a>) Andreas Hobi (<a href="http://flickr.com">flickr.com</a>)</span></em></p>
<p>Dabei ist Meier kein Theoretiker: <em>&#8220;Alle Analysen, Theorien und Vermutungen bringen einem nicht weiter, man muss schon selber tagtäglich an der Front sein, um zu spüren, was die Kunden wirklich wollen, wo man effizienter werden kann, was man optimieren und verändern muss und natürlich auch, welche Ideen in Zukunft auf diesem Gelände funktionieren könnten.&#8221;</em>, sagte der CEO gegenüber schweizweit.net.</p>
<p>Meier hatte die Herausforderung angenommen, den Park einen Sommer lang erfolgreich zu führen, ohne dass gross Werbung für das Produkt gemacht wird. Die Investoren setzen da ganz auf <strong>Mund zu Mund-Propaganda</strong> und wollen die Besucher mit einer überdurchschnittlich guten Leistung begeistern. Meier weiss, dass der Park nur Erfolg hat, wenn ihn die Leute weiterempfehlen.</p>
<p>Und die Zahlen können sich sehen lassen. Wie CEO Marcel Meier gegenüber schweizweit.net sagte, kann er eine positive Zwischenbilanz ziehen. Der <strong>Park ist auf Kurs</strong> und hat reelle Chancen, bis Ende Saison das Ziel von 90&#8217;000 Besuchern erreichen zu können.</p>
<p>Und vorallem gerade in diesen Tagen läuft es enorm gut für ihn: Am Mittwoch konnte er einen Besucher-Rekord verzeichnen, am Samstag einen Umsatz-Rekord.</p>
<p>Wie es im November 2009 mit dem Park weiter geht, das wissen zur Zeit wohl &#8220;nur die Götter&#8221;. (Um im Mystery Park-Jargon zu bleiben.) Im Moment werden vier verschiedene Konzepte verfolgt und weiter entwickelt.</p>
<p style="text-align: center;"><a title="DSC00396 von Andreas Hobi bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/andreashobi/3742712878/"><img class="aligncenter" src="http://farm4.static.flickr.com/3510/3742712878_f07cb05efe.jpg" alt="DSC00396" width="500" height="375" /></a><br />
<em><span style="font-size: xx-small;">Bild © (<a href="http://creativecommons.org/about/">cc</a>) Andreas Hobi (<a href="http://flickr.com">flickr.com</a>)</span></em></p>
<h3>Das neue Betriebskonzept des Mystery Parks</h3>
<p>Gelangen wir nun zu der Review des Mystery Parks, zu meinen Erfahrungen am letzten Wochenende. Was ist neu? Was wurde beibehalten? Was gefällt und was weniger?</p>
<p>Zuerst ein paar Worte zum neuen Betriebskonzept. Früher war der Zutritt zum Park kostenpflichtig. Man bezahlte einen Eintritt und konnte sich dann den Park ansehen. Das ist inzwischen nicht mehr so. <strong>Heute ist der Zutritt zum Mystery Park kostenlos.</strong></p>
<p>So kann jeder den Park betreten, inklusive Aussichtsturm, Shops, Restaurants und Sideshows. Einzig die Mainshows in den Pavillons sowie die zahlreichen Attraktionen für Gross und Klein kosten zusätzlich.</p>
<p>Wer möchte, kann am Eingang eine sogenannte <strong>&#8220;Mystery Park CLASSIC Tageskarte&#8221;</strong> kaufen, in welcher alle Mainshows inbegriffen sind. Diese kostet für Kinder nur 12 Franken, für Jugendliche ab 11 Jahren kostet sie 20 Franken, für Studenten 25.- und für Erwachsene 35.-.</p>
<p style="text-align: center;"><a title="DSC00397 von Andreas Hobi bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/andreashobi/3741922989/"><img class="aligncenter" src="http://farm3.static.flickr.com/2484/3741922989_ec1b4660d7.jpg" alt="DSC00397" width="500" height="375" /></a><br />
<em><span style="font-size: xx-small;">Bild © (<a href="http://creativecommons.org/about/">cc</a>) Andreas Hobi (<a href="http://flickr.com">flickr.com</a>)</span></em></p>
<p>Alternativ kann man auch <strong>&#8220;Punktekarten&#8221;</strong> kaufen. Ein Punkt kostet für Kinder und Jugendliche 2.00 Franken, für Studenten 2.50 und für Erwachsene 3.50 Franken. Die verschiedenen Attraktionen &#8220;kosten&#8221; dann jeweils eine bestimmte Anzahl Punkte:</p>
<ul>
<li>Besuch eines Themenpavillons: 2 Punkte</li>
<li>Elektrokart Rennbahn: 5 Punkte</li>
<li>Segway Parcours: 3 Punkte</li>
<li>Bungy Trampolin: 3 Punkte</li>
<li>Space Karussell: 2 Punkte</li>
<li>Fun Shuttle: 1 Punkt</li>
<li>Goldwaschen: 2 Punkte</li>
<li>Kamelreiten: 1 Punkt</li>
<li>Nautilus: 2 Punkte</li>
</ul>
<ul>
<li>Film Magical Oberland: 3 Punkte</li>
<li>Referat Erich von Däniken: 2 Punkte</li>
</ul>
<p><em>(Betreffend Zeiten und Einschränkungen der Attraktionen, bitte <a href="http://www.mysterypark.ch">www.mysterypark.ch</a> konsultieren.)</em></p>
<p>Meiner Meinung nach ist <strong>diese Preispolitik einer der entscheidenden Unterschiede</strong> zwischen dem heutigen und dem damaligen Mystery Park. Heute ist es möglich, dass man einfach mal in den Park geht, &#8220;sich das mal anschaut&#8221; und dann erst entscheidet, was man besuchen möchte und wie viel man auszugeben bereit ist.</p>
<p>So liegt bei jedem Budget &#8211; und sei es noch so klein &#8211; ein Besuch des Parks drin. Übrigens: Punktekarten kann man im Park jederzeit nachlösen, wenn man eine Karte aufgebraucht hat.</p>
<p>Geöffnet ist der Park täglich, noch bis zum 1. November 2009 von 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr. In den Sommermonaten Juli und August hat der Mystery Park am Freitag- und Samstagabend sogar bis 22:00 Uhr geöffnet.</p>
<h3>Die Themen-Pavillons</h3>
<p>Der Park verfügt unter anderem über <strong>sieben Themen-Pavillons</strong>, die ich nun der Reihe nach kurz durchgehe. Die Sideshows dieser Pavillons sind &#8211; wie ich oben schon erwähnte &#8211; kostenlos. Die Hauptshows hingegen kosten extra, beziehungsweise sind in der Tageskarte CLASSIC enthalten.</p>
<p><strong>VIMANA:</strong><br />
Antike indische Schriften berichten über fliegende Objekte. Diese werden teilweise so genau beschrieben, dass man heute erstaunlich viele Parallelen zu heutigen Flugzeugen und Raumfahrzeugen ziehen kann. Sogar über Weltraum-Schlachten wird berichtet, in welchen sich &#8220;die Götter&#8221; gegenseitig bekriegten. Alles nur Fantasie?</p>
<p>Und weshalb sehen die gefundenen Amulette unseren Space Shuttles so ähnlich?</p>
<p><em>Ich persönlich finde dieses Thema enorm spannend. Meine Begleiterin, die weniger an solche Dinge glaubt, war von diesem Thema eher gelangweilt.</em></p>
<p><strong>ORIENT:</strong><br />
Die Ägypter lebten kurz nach jener Zeit, welche wir heute &#8220;Steinzeit&#8221; nennen. Trotzdem waren sie sehr intelligent und bauten riesige Pyramiden. Nach welchem Bauplan? Und wie brachten sie die tonnenschweren Steinblöcke bis auf die Spitze?</p>
<p>Verschiedene Szenarien werden von Wissenschaftlern ins Spiel gebracht. Doch mögen sie auch zu überzeugen?</p>
<p><em>Mit Computeranimationen wird hier gezeigt, wie die verschiedenen Bauszenarien ausgesehen haben könnten. Doch irgendwie wirken alle Möglichkeiten eher unwahrscheinlich und unmöglich. Ich frage mich, wie diese Pyramiden &#8211; in dieser Dimension wie man sie in Ägypten sieht &#8211; gebaut wurden. Meine Begleitung &#8211; Hochbauzeichnerin von Beruf &#8211; hatte da ganz eigene Theorien&#8230; ;-)</em></p>
<p style="text-align: center;"><a title="DSC00401 von Andreas Hobi bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/andreashobi/3742716880/"><img class="aligncenter" src="http://farm4.static.flickr.com/3487/3742716880_f7b974b8d4.jpg" alt="DSC00401" width="500" height="375" /></a><br />
<em><span style="font-size: xx-small;">Bild © (<a href="http://creativecommons.org/about/">cc</a>) Andreas Hobi (<a href="http://flickr.com">flickr.com</a>)</span></em></p>
<p><strong>MAYA:</strong><br />
Der Maya-Kalender ist nicht unendlich; im Jahr 2012 läuft er ab. Kommen dann &#8220;die Götter&#8221; wieder? Und weshalb besassen die Mayas einen Kalender, der bis in unsere Zeit zu den exaktesten überhaupt gehört? Ist er vielleicht sogar noch genauer als unserer, welcher über Schaltjahre und Schaltsekunden verfügen muss, um &#8220;genau&#8221; zu sein?</p>
<p>Ich will nicht ausschliessen, dass das Thema &#8220;Maya-Kalender und 2012&#8243; in zwei Jahren prominent in den Mainstream-Medien erscheint. Schon seit ich zum ersten Mal in einem Buch von Erich von Däniken darüber lass, faszinierte mich die Thematik. Was wohl im Jahr 2012 geschehen wird?</p>
<p><em>Interessant ist in diesem Pavillon auch die kostenlose Sideshow. Dort lernt man einiges über die Mayas und deren Kultur.</em></p>
<p><em>Übrigens: Jeden Donnerstag hält Erich von Däniken im Mystery Park einen Vortrag zu diesem Thema.</em></p>
<p><strong>MEGASTONES:</strong><br />
Diese Laser-Show gehört zu den spektakulärsten des Mystery Parks und damit auch zu meinen Favoriten. Unbedingt anschauen! Was stellt Stonehenge dar? Wie wurden die gigantischen Steinkolosse teilweise über 400 Kilometer weit hergeschafft? Stonehenge: &#8220;Nur&#8221; eine Sonnenuhr oder vielleicht doch mehr?</p>
<p><em>Mit Sicherheit gibt es noch grössere, noch gigantischere und noch ausgefeiltere Laser-Shows. Dessen bin ich mir bewusst. Trotzdem empfehle ich diesen Themenpavillon jedem, der den Mystery Park besucht.</em></p>
<p><strong>CONTACT:</strong><br />
In diesem Pavillon geht die kostenlose Sideshow auf das Thema ein, wie Völker reagieren, wenn sie mit unbekannter Technik und mit unbekannten Dingen konfrontiert werden. Was sind Imitations-Kulte? Wo und wann gibt es sie? In der Mainshow geht es um etwas ähnliches: Die Berichte des Propheten Ezechiel beschreiben die Begegnungen mit einem Raumschiff bis in alle Einzelheiten. Neuste Zahlen und modernste technische Kenntnisse bestätigen die Echtheit. Anhand der Beschreibungen Ezechiels konnte man die Gebäude und Flugmaschinen sogar nachbauen.</p>
<p>Die Geschichte Ezechiels entstammt ursprünglich der Bibel. Beweist die Bibel also die Existenz Ausserirdischer? Eine spannende Geschichte!</p>
<p><em>Mit dem Thema der Mainshow habe ich mich bereits vorgängig sehr detailliert auseinandergesetzt. Dabei las ich auch das Buch <strong>&#8220;Da tat sich der Himmel auf&#8221;</strong> von Josef F. Blumrich, einem renommierten NASA-Ingenieur. Wer Interesse hat, darf sich dieses Buch gerne bei mir ausleihen (oder im Mystery Park-Shop kaufen / bestellen).</em></p>
<p><strong>NAZCA:</strong><br />
Kilometerlange, schnurgerade Linien und riesige Tierzeichnungen. Sind dies Piktogramme für die Götter? Wie entstanden sie und weshalb? In einer interessanten Show im Duplex-Kino (Leinwand vorne und unter den Sitzen) fliegt man über die Wüste Nazcas und betrachtet diese phänomenalen Zeichnungen von oben.</p>
<p><em>Auch wenn die Projektion unter dem Glasboden oft unscharf und die Story teilweise ein bisschen langatmig ist, lohnt sich der Besuch dieses Pavillons. Hier wird jeden Abend um 17:00 Uhr auch der Film &#8220;Magical Oberland&#8221; präsentiert, der sich mit der Region rund um den Mystery Park auseinandersetzt.</em></p>
<p><strong>CHALLENGE:</strong><br />
Während sich die bisherigen Pavillons ausschliesslich mit der Vergangenheit beschäftigten, erhält man hier einen (möglichen) Blick in die Zukunft und es wird einem &#8211; einmal mehr &#8211; die Frage gestellt, ob wir allein im Universum sind.</p>
<p><em>Die 3D-Show scheint nicht jedem zu bekommen. So musste meine Begleiterin vorübergehend die 3D-Brille beiseite legen, weil ihr davon leicht übel wurde. Ansonsten: Interessante Geschichte, witzig und kindergerecht aufbereitet.</em></p>
<h3>Mystery Park PLUS</h3>
<p>Wie schon erwähnt: Es gibt im Mystery Park viele weitere Attraktionen, welche mit einer Punktekarte benutzt werden können. Goldwaschen, Kamelreiten, Segway-Parcours und vieles mehr sorgt für Abwechslung.</p>
<p><strong>KART-RENNBAHN:</strong><br />
Auf einem direkt an den Park angrenzenden Gelände können sich die zukünftigen Schumachers auf einer kleinen Rennstrecke austoben.</p>
<p><strong>BUNGY-TRAMPOLIN:</strong><br />
Hier können die Kleinen ihre überschüssige Energie auf einem Trampolin an einem Bungy-Seil hängend los werden.</p>
<p><strong>SEGWAY PARCOURS:</strong><br />
Obwohl ich noch nie zuvor auf einem Segway stand, wagte ich mich an das Ding und war erstaunt, wie leicht man dort das Gleichgewicht behält. Auf der unebenen Offroad-Strecke gab es zwar immer wieder Stellen (enge Kurven, Kies, Höhenunterschiede) bei welchen ich unsicher war und eher langsam fuhr, trotzdem machte es grossen Spass!</p>
<p><strong>GOLDWASCHEN:</strong><br />
Im Mystery Park gibt es auch ein Gelände für kleine Goldwascher. Was gefunden wird, darf natürlich behalten werden.</p>
<p><strong>NAUTILUS:</strong><br />
Auch den guten alten U-Boot-Simulator, den wir noch aus der ersten Betriebszeit des Mystery Parks kennen, gibt es noch. Und er ist nach wie vor ein Besuchermagnet. Personen mit Platzangst hingegen empfehle ich nicht, diesen Simulator zu besuchen. (Vor uns sass ein kleiner Junge, dem es nicht ganz geheuer war, dass alle Türen geschlossen wurde. Schlussendlich klammerte er sich ganz fest an seinen Vater.)</p>
<h3>Mystery Park KIDS</h3>
<p>Damit die ganz kleinen im Mystery Park nicht zu kurz kommen, gibt es eigens für sie geschaffene Bereiche. So können die Kinder zum Beispiel Tret-Gokart fahren, im Riesensandkasten die Pyramiden der Alten Ägypter nachbauen, auf dem Kamel reiten oder den Streichelzoo besuchen. Und im grossen Familienparadies (Indoor &amp; Outdoor) gibt es eine Hüpfburg, einen grossen Spielplatz, ein Familienrestaurant und viele Spielecken. Für die Eltern hat es im Restaurant auch kostenlosen WLAN-Zugang.</p>
<p style="text-align: center;"><a title="DSC00403 von Andreas Hobi bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/andreashobi/3741926811/"><img class="aligncenter" src="http://farm3.static.flickr.com/2621/3741926811_206d75c1f8.jpg" alt="DSC00403" width="500" height="383" /></a><br />
<em><span style="font-size: xx-small;">Bild © (<a href="http://creativecommons.org/about/">cc</a>) Andreas Hobi (<a href="http://flickr.com">flickr.com</a>)</span></em></p>
<h3>Gastronomie</h3>
<p>Sämtliche Gastro-Betriebe im Mystery Park bieten fast ausschliesslich Fast Food an. (HotDog, Hamburger, Pommes Frites, Salat, Spaghetti, etc.) Ausserdem ist nicht immer ganz klar, wo man was erhält. So geschah es, dass wir im Familienrestaurant bei der Dame an der Kasse für meine Begleiterin Spaghetti bestellten und sie uns zur Bedienung links von ihr verwies. Als wir dann dort die Spaghetti schöpften und gleich auch noch nach einem Hamburger fragten, hiess es, den Hamburger gäbe es bei der Dame, von welcher wir gerade kämen&#8230;</p>
<p>Naja, immerhin war der Hamburger dann wirklich köstlich, die Spaghetti hingegen bereits ein wenig kalt. Eine Mikrowelle, so dass man sich das Essen selber noch ein wenig aufwärmen könnte, haben wir leider nirgends gesehen.</p>
<p>Deshalb: Für die Gastronomie im Mystery Park gibt es auf alle Fälle ein Minus. Auch wenn die Verpflegung nicht durch den Park selber organisiert wird, sondern von Gastro-Partnern des Parks.</p>
<p>Und ja, was die Preise anbelangt: CHF 9.50 für einen Teller Spaghetti und CHF 6.50 für einen Hamburger. Insofern im üblichen, fairen Rahmen für einen Park.</p>
<h3>Infrastruktur &amp; Personal</h3>
<p>Von Schliessfächern über kostenlose (und saubere) Toiletten bis hin zu Picknick-Plätzen ist alles vorhanden, was man von einem solchen Park erwarten darf.</p>
<p>Der Mystery Park ist zu 80% rollstuhlgängig und man kann Rollstühle für den Besuch im Park mieten.</p>
<p>Das Personal war überall freundlich und man merkte, dass sie Freude an der Arbeit haben.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Der Mystery Park in Interlaken ist <strong>auf alle Fälle einen Besuch wert</strong> und man sollte unbedingt noch dort vorbeischauen, bevor er im November 2009 eventuell für immer seine Tore schliesst. Mit der neuen Preispolitik ist man auch ganz <strong>flexibel in der Benützung der verschiedenen Attraktionen</strong>. Jeder kann sich sein &#8220;Menü&#8221; selber zusammenstellen und entscheiden, was er sich anschauen möchte und was nicht. Mein Tipp: Eine Tageskarte CLASSIC plus eine Punktekarte mit 5 Punkten, so dass man den Segway-Parcour und eine andere Attraktion besuchen kann.</p>
<p>Und wenn man mal seine Punktekarte nicht ganz aufbrauchen kann oder will: Die Punktekarte ist übertragbar und kann bis November 2009 benutzt werden.</p>
<p>Wer <strong>alle Mainshows besuchen</strong> möchte, muss gut planen und wenn möglich bereits um 11 Uhr in den Park kommen. Ansonsten könnte es passieren, dass man nicht alle Shows sieht, wenn man zwischendurch auch noch etwas essen geht und andere Attraktionen und Sideshows besucht. Die Aufführungszeiten der Shows werden bei allen Pavillons auf Bildschirmen angezeigt.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>SBB: Lohnabzug bei Verspätungen?</title>
		<link>http://schweizweit.net/2009/07/13/sbb-lohnabzug-bei-verspatungen/</link>
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		<pubDate>Mon, 13 Jul 2009 09:11:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Hobi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[SBB]]></category>
		<category><![CDATA[andreas meyer]]></category>
		<category><![CDATA[interview]]></category>
		<category><![CDATA[sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[sonntagszeitung]]></category>
		<category><![CDATA[verspätungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie SBB-Chef Andreas Meyer in der SonntagsZeitung falsch zitiert wurde und dadurch beim Personal an der Front für Unmut sorgte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p style="text-align: center;"><a title="Basel SBB von MACSURAK bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/macsurak/3629652136/"><img class="aligncenter" src="http://farm4.static.flickr.com/3306/3629652136_0e7fdcc904.jpg" alt="Basel SBB" width="500" height="375" /></a><br />
<em><span style="font-size: xx-small;">Bild © (<a href="http://creativecommons.org/about/">cc</a>) MACSURAK (<a href="http://flickr.com">flickr.com</a>)</span></em></p>
<p><strong>&#8220;SBB: Lohnabzug bei Verspätungen!&#8221;</strong> prangt mir in grossen Lettern entgegen, als ich die Churer Bahnhofsunterführung durchquere und am Kiosk vorbei laufe. Ich bin auf dem Weg zur Arbeit und habe keine Zeit, mir die Sache genauer anzuschauen und ein Exemplar der SonntagsZeitung zu holen. <em>&#8220;Das tönt noch interessant&#8221;</em>, denke ich mir und nehme mir vor, in Zürich die SonntagsZeitung holen zu gehen.</p>
<p>Danach begleite ich einen Intercity von Chur bis Zürich. Zwei mal werde ich von Fahrgästen darauf angesprochen; sie wollen wissen, wie ich zu der Sache stehe. Leider kann ich nicht mehr sagen, als dass ich bisher nur die Schlagzeile gesehen habe, den Artikel jedoch noch nicht kenne. <strong>Beide Fahrgäste jedoch finden die Sache eine Sauerei.</strong> Jetzt bin ich erst recht gespannt auf den Artikel.</p>
<h3>Der Artikel in der SonntagsZeitung</h3>
<p>In Zürich HB angekommen klemme ich mir eine SonntagZeitung unter den Arm und begebe mich in die Personalräume. Dort sprechen mit Bestimmtheit 3/4 aller Anwesenden über das eine Thema. <strong>Wann war es zum letzten Mal der Fall, dass im Aufenthaltsraum so einhellig über ein ganz bestimmtes Thema diskutiert wurde?</strong> Ich weiss es nicht. Aber es scheint die Leute zu bewegen.</p>
<p>Jemand verteilt Kopien des Artikels. Überall wird er aufgehängt. Viele fluchen über Meyer. Ich lesen den Artikel, um mir selber ein Bild zu machen.</p>
<p>Hier der Ausschnitt aus dem Interview, welches alle so bewegt:</p>
<blockquote><p><strong>SZ</strong>: Wer teurer wird, muss gute Argumente haben. Sind die SBB pünktlicher geworden?</p>
<p><strong>Meyer</strong>: In den letzten Monaten haben wir uns verbessert. (&#8230;) Langfristig ist es mein Ziel, jede Verspätungsminute betriebsintern dem Verursacher zuordnen zu können. So können wir Druck erzeugen, um die Verspätungsminuten weiter zu reduzieren.</p>
<p><strong>SZ</strong>: Wohl nur, wenn der Verursacher das am Lohn spürt?</p>
<p><strong>Meyer</strong>: Jeder Mitarbeiter soll wissen, welche seiner Handlungen zu einer Verspätung geführt hat und wie viele Kunden davon betroffen waren. Das ist ein Bestandteil der Leistung und sollte eigentlich lohnwirksam sein.</p></blockquote>
<p>Ich kann es nicht glauben. Hat Andreas Meyer wirklich <strong>DAS</strong> gesagt? Hoffentlich nicht! Denn aus der Diskussion der anderen Zugbegleiter höre ich, wie das enden wird:</p>
<blockquote><p>&#8220;Und wenn wir einfach früher abfahren? Kriegen wir dann einen Bonus??&#8221;</p>
<p>&#8220;Ok, wenn der Boss das so will. Bitteschön! Dann fertige ich halt auf die Sekunde ab, ganz scheissegal, was rund um den Zug geschieht! Und wenn sie noch am einsteigen sind, ich bin nicht bereits, für die Verspätung zu bezahlen! Es wird abgefertigt und die Türen geschlossen. Müssen sie halt pünktlich einsteigen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Ja, oft kommt es vor, dass wir nicht ganz pünktlich abfahren können, weil eine Gruppe noch am einsteigen ist oder weil ein Kinderwagen / Rollstuhl eingeladen wird. Wenn die Mitarbeiter nun bezahlen müssen für die Verspätungen, dann ist klar: <strong>Es wird pünktlich abgefahren.</strong> Wer dann nicht im Zug ist, bleibt draussen. Doch es könnte zu gefährlichen Situationen kommen, wenn wir nun einfach auf die Sekunde genau abfertigen, unabhängig davon, was rund um den Zug gerade noch geschieht. Unabhängig davon, dass erst die eine Hälfte einer Gruppe eingestiegen ist.</p>
<p>Die Aussagen Meyers könnten im Fiasko enden, das sehe ich vor meinem inneren Auge.</p>
<h3>Das Mail aus Bern</h3>
<p>Doch dann sehe ich in der Inbox meines iPhones ein Mail von Reto Kormann, Mediensprecher der SBB, versendet an &#8220;ausgewählt Medien&#8221;, darunter schweizweit.net:</p>
<blockquote><p>&#8220;Diese Zuspitzung ist falsch. Selbstverständlich soll den Mitarbeitenden nicht individuell der Lohn gekürzt werden bei Verspätungen. Die SBB arbeitet derzeit daran, die Pünktlichkeit weiter zu verbessern. Eine der Massnahmen ist eine noch genauere Zuscheidung der Ursache, die zur Verspätung führte, an die verschiedenen Organisationseinheiten der SBB.</p>
<p>Längerfristig sollen die Löhne der SBB-Mitarbeiter auch eine leistungsabhängige Komponente umfassen. Eines der Ziele, um die Leistung zu bemessen, könnte die Pünktlichkeit sein. Dies würde indes sicher nicht auf individueller, persönlicher Ebene beurteilt, sondern auf der Ebene der einzelnen Organisationseinheiten.</p>
<p>Bei einer solchen Leistungskomponente geht es auch nicht primär um Lohnabzug. Vielmehr sollen &#8211; so SBB-Chef Andreas Meyer &#8211; &#8220;die Mitarbeiter spüren, wenn es der SBB gut geht.&#8221;</p></blockquote>
<p>Na, das tönt doch schon viel besser! ;-) Kein Lohnabzug bei Verspätungen, sondern eher ein &#8220;Bonus&#8221; bei pünktlichen Zügen! Mal schauen, was daraus wird.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Wenn die SBB beginnen würde, Mitarbeiter einzeln für Verspätungen haftbar zu machen, dann hätte das fatale Folgen. Die Züge würden vielleicht leicht pünktlicher, doch es käme vermehrt zu gefährlichen Situationen in den Bahnhöfen. Kaum ein Zugbegleiter hätte dann noch Lust, auf den hinterletzten Fahrgast zu warten. Er würde schlicht und ergreifend pünktlich abfertigen, unabhängig davon, ob noch Leute einsteigen wollen oder nicht.</p>
<p>Bei Doppelstock-Zügen, ICN und einigen EW IV-Pendeln ist dies auch kein Problem. Dort lassen sich die Türen nach dem Schliessen nicht mehr öffnen und der Zug fährt erst ab, wenn alle Türen geschlossen sind. Dort kann man also guten Gewissens &#8220;abklemmen&#8221;. Doch bei anderen Wagen lassen sich die Türen auch dann noch öffnen, wenn der Zugbegleiter die Türschliessung betätigt hat und der Zug kann abfahren, auch wenn (ausserhalb des Blickfeldes des Lokführers) eine Türe noch offen ist oder wieder geöffnet wurde. So zum Beispiel bei allen Zügen auf der Linie Chur &#8211; St. Gallen.</p>
<p>Was geschehen kann, wenn jemand auf einen abfahrenden Zug auf- oder aus ihm abspringt, das können wir uns alle vorstellen&#8230; <strong>Es kann gut enden, muss aber nicht.</strong></p>
<p>Wie dem auch sei, Fakt ist anscheinend: <strong>SBB-Chef Andreas Meyer wurde in der SonntagsZeitung falsch zitiert und niemand konnte verhindern, dass das Interview so raus ging.</strong> Es wird vermutlich eine Weile dauern, bis sich die Gemüter beruhigt haben und bis auch der Letzte weiss, dass es ein Missverständnis war.</p>
<p>Ob die beiden SZ-Journis Christoph Lauener und Matthias Halbeis hier absichtlich eine Aussage von Andreas Meyer falsch wiedergaben beziehungsweise auf eine gute Schlagzeile zuspitzten, oder ob sie einfach etwas falsch verstanden haben, das wissen wir nicht. Es ist aber bekannt, dass momentan sehr viele Jobs bei den Printzeitungen auf der Kippe stehen und dass somit jeder Journi auf der Suche nach DER Schlagzeile ist, so dass er dann vor seinem Chef(redaktor) gut dasteht und die nächste Entlassungsrunde übersteht. Wir müssen also damit rechnen, dass solche Geschichten in Zukunft öfters in den Zeitungen erscheinen werden. Diesmal musste die SBB darunter leiden, nächstes Mal wird es ein anderes Unternehmen sein, welches falsch zitiert wird. Ob dies der Glaubwürdigkeit der bereits angeschlagenen Printmedien hilft, sei dahingestellt.</p>
<h3>Sehr lesenswerter Artikel</h3>
<p>Zum Thema Verspätungen hat auch &#8220;bizfreak&#8221; vom Nachdenkmal Blog geschrieben: <a href="http://nachdenkmal.blogspot.com/2009/07/lohnwirksame-zugsverspatungen.html">&#8220;Lohnwirksame Zugverspätungen?&#8221;</a> Diesen Artikel möchte ich euch wärmstens ans Herz legen; er ist wirklich SEHR lesenswert, extrem gut geschrieben und interessant. <strong>Ich bitte euch, mal einen Blick auf diesen Artikel zu werfen.</strong> Er legt darin sehr gut dar, wie absurd eine &#8220;Zuordnung der Verspätungen&#8221; auf einzelne Mitarbeiter wäre.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Kundenbeirat: Deine Meinung ist der SBB 300 Franken wert</title>
		<link>http://schweizweit.net/2009/06/29/sbb-sucht-kundenbeirat/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Jun 2009 12:30:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Hobi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[SBB]]></category>
		<category><![CDATA[andreas meyer]]></category>
		<category><![CDATA[db]]></category>
		<category><![CDATA[kundenbeirat]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie die SBB dank einem Kundenbeirat noch näher an die Fahrgäste rückt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="Kundenbeirat SBB" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/20080828SEV1778_Office.jpg" alt="" width="470" height="313" /></p>
<p>Nicht alles, was von der Deutschen Bahn kommt, ist von vornherein schlecht. SBB-Chef Andreas Meyer bringt von seinem vorherigen Arbeitgeber auch Ideen mit, welche sich durchaus sehen lassen können. Zum Beispiel den <strong>Kundenbeirat</strong>.</p>
<p>Wie die SBB heute morgen bekannt gab, wird sie ab Herbst 2009 einen Kundenbeirat haben, der 25 Personen umfasst. Ab sofort sucht man nach Interessierten, welche mithelfen wollen, das Unternehmen vorwärts zu bringen. Die Mitglieder sollen auf diesem Weg ihre Erfahrungen, Lob, Kritik aber auch ganz konkrete Anregungen einbringen können. Das es der SBB wirklich ernst ist mit der Sache und dass der Kundenbeirat einen hohen Stellenwert geniesst wird durch eine Sache ganz klar gezeigt: Der Kundenbeirat berichtet direkt an die Konzernleitung der SBB.</p>
<h3>Bisherige Erfassung der Kundenbedürfnisse</h3>
<p>Es ist ja nicht so, dass die Kunden der SBB bisher egal waren, absolut nicht! Auch in der Vergangenheit hat man systematisch die Wünsche und Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden erfasst: Jedes Jahr wurden (und werden weiterhin) rund 20&#8217;000 Personen befragt und jährlich gehen beim Kundendienst 35&#8217;500 Kundenreaktionen ein, die gründlich ausgewertet werden.</p>
<p>Man wusste also auch in den letzten Jahren, wo der Schuh drückt und in welchen Bereichen sich die SBB nach verbessern kann, muss oder soll. Mit dem Kundenbeirat rückt die SBB noch näher zu ihren Fahrgästen.</p>
<h3>Der Kundenbeirat der DB</h3>
<p>Die SBB erwähnt es in ihrem Communiqué zwar nicht, aber die Idee des Kundenbeirats stammt ursprünglich von der DB, wie Recherchen von schweizweit.net ergaben. Dort sitzen seit Mitte 2004 genau 32 Mitglieder in einem Gremium, welches in vier Arbeitsgruppen organisiert ist:</p>
<ul>
<li> Fahrplan / Preisgestaltung</li>
<li> Vertrieb</li>
<li> Qualität / Service</li>
<li> Beschwerdemanagement</li>
</ul>
<p>Die Mitglieder des Kundenbeirats bei der DB arbeiten ehrenamtlich.</p>
<h3>Der Kundenbeirat der SBB</h3>
<p>Es werden 25 Mitglieder besucht, die bereit sind, mindestens zwei Jahre im neuen Kundenbeirat mitzumachen. Bewerben können sich alle Personen ab 16 Jahren unter <a href="http://www.sbb.ch/kundenbeirat">www.sbb.ch/kundenbeirat</a>. Anmeldeschluss ist der 20. Juli 2009.</p>
<p>Da der Beirat das gesamte Kundenspektrum abdecken soll, werden die Bewerbungen nach Kriterien wie Alter, Geschlecht, Wohn- und Sprachregion sortiert.</p>
<p>Die Sitzungen finden dreimal jährlich in Bern statt und werden jeweils mit Reka Rail im Wert von 300 Franken pro Person entschädigt. Zusätzlich erhalten die Mitglieder natürlich auch die An- und Rückreise in der ersten Klasse bezahlt.</p>
<p>An einem Sitzungstag findet am Morgen die eigentliche Sitzung statt, danach sind die Mitglieder zum Essen eingeladen und am Nachmittag gibt es ein fakultatives Rahmenprogramm mit Blick hinter die Kulissen der SBB.</p>
<h3>schweizweit.net-Leser, meldet euch!</h3>
<p>Die Leserinnen und Leser von schweizweit.net <em>(oder soll ich besser sagen &#8220;Sandra-Lia und die Leser von schweizweit.net&#8221;&#8230;)</em> sind mir schon oft aufgefallen als äussert ÖV-interessierte Personen, welche den öffentlichen Verkehr der Schweiz grundsätzlich positiv betrachten, aber auch die eine oder andere Schwachstelle erkennen. Ihr seit also prädestiniert für ein solches Amt im Kundenbeirat! ;-)</p>
<p><strong>Es würde mich also sehr freuen, wenn sich einige von euch anmelden und im Kundenbeirat mithelfen, das Unternehmen SBB noch mehr zu verbessern und &#8220;fürschi&#8221; zu bringen. Ich drücke euch auf alle Fälle die Daumen!</strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>SBB erhöht Zuschlag für das Billettlösen im Zug</title>
		<link>http://schweizweit.net/2009/06/17/sbb-erhoht-zuschlag-fur-das-billettlosen-im-zug/</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Jun 2009 09:24:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Hobi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Kondukteur]]></category>
		<category><![CDATA[klassenwechsel]]></category>
		<category><![CDATA[vöv]]></category>
		<category><![CDATA[zuschlag]]></category>

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		<description><![CDATA[Weshalb die SBB den Zuschlag für das Lösen eines Billettes im Zug erhöht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="Kondukteur" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/00002495.jpg" alt="" width="451" height="324" /></p>
<p>Bereits Ende Mai / Anfangs Juni erfuhr ich von einem Bähnler aus Bern, dass die SBB ab August 2009 für das Lösen eines Billettes im Zug neu <strong>zehn</strong> statt wie bisher <strong>fünf Franken</strong> verlangt. Obwohl ich mit dieser Meldung einen Scoop hätte lancieren können, hielt ich mich zurück mit der Neuigkeit und wartete geduldig auf die offizielle Meldung der SBB Medienstelle.</p>
<p>Heute nun ist diese an die Medien gegangen und ich kann endlich darüber schreiben. (Länger hätte ich es auch nicht mehr ausgehalten. ;-)</p>
<h3>Erhöhung des Zuschlags</h3>
<p>Ab dem 1. August kostet es in allen Schweizer Transportunternehmungen des öffentlichen Verkehrs zehn Franken, wenn man das Billett erst im Zug löst. Dies geschieht laut SBB zur Entlastung der Zugbegleiter, die sich nun vermehrt anderen Aufgaben wie der Kundeninformation widmen können.</p>
<p>Das Lösen eines Klassenwechsels im Zug hingegen kostet weiterhin gleich viel wie bisher (Mindestpreis fünf Franken). Dies widerspricht den Infos, die ich vor nicht ganz einem Monat vom Insider bekam. Keine Ahnung, ob es sich die SBB und der Verband öffentlicher Verkehr (VöV) bezüglich Klassenwechsel im Zug in letzter Minute anders überlegte oder ob es von Anfang an geplant war, den Mindestpreis bei fünf Franken zu belassen.</p>
<h3>Auszüge aus der Medienmitteilung</h3>
<p>Hier einige Auszüge aus der offiziellen SBB-Medienmitteilung:</p>
<blockquote><p>Die Schweizer Transportunternehmungen des öffentlichen Verkehrs erhöhen per 1. August 2009 die Tarife für den Fahrausweisverkauf in Fernverkehrszügen von bisher fünf auf neu zehn Franken. Damit soll das Zugpersonal entlastet werden, indem künftig wieder mehr Reisende ihr<br />
Billett bereits vor der Fahrt lösen &#8211; sei es an einem der Billettautomaten, am Schalter oder online im Internet und via Handy.</p>
<p>Immer mehr Kunden nutzen täglich den öffentlichen Verkehr. (&#8230;) Dies führt dazu, dass namentlich in gut besetzten Zügen zu den Hauptverkehrszeiten das Zugpersonal wegen der aufwändigen Fahrausweis-Verkäufe nicht bei allen Kunden präsent sein kann. Darunter leidet die Servicequalität für die Kundinnen und Kunden.</p>
<p>Schliesslich erhoffen sich die Transportunternehmen von der Massnahme auch, die Zahl jener Reisenden zu reduzieren, die erst im Zug ein Billett lösen, weil sie hoffen, nicht kontrolliert zu werden.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Bei der DB abgeschaut: SBB-Kondukteure servieren Essen am Platz!</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 13:41:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Hobi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Kondukteur]]></category>
		<category><![CDATA[1. Klasse]]></category>
		<category><![CDATA[elvetino]]></category>
		<category><![CDATA[essen]]></category>
		<category><![CDATA[gotthard]]></category>

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		<description><![CDATA[SBB-Kondukteure servieren bald auch Essen am Platz! Alles dazu in diesem Artikel.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/elvetino.jpg" alt="" width="400" height="500" /></p>
<p><strong>Die SBB unternimmt alles, um die Attraktivität der Ersten Klasse zu steigern. Nach der First Class Lounge in Zürich HB servieren die SBB-Kondukteure jetzt auch Essen und Getränke am Platz. Vorläufig aber nur am Gotthard, und nur in den Intercity-Neigezügen ICN.</strong></p>
<p>Der Versuch ist bis Dezember 2010 befristet. Danach wird man schauen, wie das neue Angebot bei den Kundinnen und Kunden ankommt und entscheiden, ob und wie das Angebot weitergeführt und ausgeweitet wird.</p>
<p>Für die Kundinnen und Kunden der Ersten Klasse gibt es eine spezielle &#8220;Service-am-Platz-Speisekarte&#8221; mit Angeboten aus dem Elvetino-Sortiment. Funktionieren soll das folgendermassen:</p>
<ol>
<li>Der Gast wählt aus</li>
<li>Der Kondukteur, welcher die Erste Klasse kontrolliert, nimmt die Bestellungen auf</li>
<li>Beim Speisewagen angekommen, gibt er die Bestellungen ab</li>
<li>Das Personal des Speisewagens bereitet die Speisen zu</li>
<li>Der Kondukteur nimmt die Speisen entgegen und bringt sie den Kundinnen und Kunden an den Platz</li>
</ol>
<h3>Meine Meinung</h3>
<p>In meinen Augen ist dieser Service eine absolut geniale Idee! Vorallem aus Kundensicht. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass Essen am Platz ein Bedürfnis einiger weniger Fahrgäste ist.</p>
<p>Nun aber ein ganz grosses <strong>ABER</strong>:</p>
<p>Solange wir zuwenige Zugbegleiter haben, dürfte dieser Service imho nicht eingeführt werden. Die Arbeitsbelastung ist für uns Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter bereits heute sehr hoch, eine weitere Aufgabenzuteilung kann unter Umständen zu Lasten der Sicherheit gehen. Ich denke nicht, dass dies im Sinne der Kundschaft ist.</p>
<p>Dieser Service soll erst dann angeboten werden, wenn auch sichergestellt werden kann, dass genügend Zugbegleiter auf den betroffenen Zügen sind um das heutige Sicherheitsniveau zu halten. Vielfach sind auf der Gotthardroute nur zwei Zugbegleiter auf einem Zug. Wenn nun Essen am Platz angeboten wird, reichen zwei Zugbegleiter jedoch ganz klar nicht. Gut möglich, dass ein paar studierte Bürogummis in Bern oben dies anders sehen, aber ich arbeite tagtäglich in den Zügen und weiss sehr genau, wovon ich spreche.</p>
<h3>Interessantes Detail am Rande</h3>
<p>Die SBB schreibt in ihrer Medienmitteilung:</p>
<blockquote><p>Derjenige Zugbegleiter, der die Billette der Reisenden in der 1. Klasse kontrolliert, kümmert sich neu auch um das leibliche Wohl seiner Fahrgäste.</p></blockquote>
<p>Sprich: Neu gibt es also einen Kondukteur für die erste Klasse, und einen für die zweite Klasse. (Bisher hat man die Anzahl Wagen einfach halbiert und die Arbeit so aufgeteilt.)</p>
<p>Das Angebot &#8220;Essen am Platz&#8221; wird während der Versuchsphase im ICN angeboten. Ein ICN ist folgendermassen zusammengesetzt:</p>
<p>| 2. Klasse | 2. Klasse | 1. Klasse | 1. Klasse | Restaurant | 2. Klasse | 2. Klasse |</p>
<p>Habt ihr gesehen, worauf ich hinauswill? Ein Kondukteur ist für die drei Wagen in der Mitte zuständig, während der andere ständig zwischen den zwei Wagen vorne und den zwei Wagen hinten hin- und herpendelt. Dass dann ständig ein Kondukteur vorbei hetzt, dürfte die 1. Klasse-Reisenden nur minim stören, jedoch wäre es gut möglich, dass dann einer der Reisenden in der 1. Klasse seine Bestellung beim vorbeilaufenden Zugbegleiter aufgeben möchte, dieser sagt, dafür sei er nicht zuständig und schon haben wir eine Kundenreklamation mehr beim Kundendienst.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>So toll ich das Angebot an und für sich auch finde (ich bin wirklich begeistert davon!), so wenig toll finde ich die Umsetzung. Es gibt zuwenig Personal und die ICN-Kompositionen sind ungünstig für diese Versuchsphase, da es drei Zugbegleiter bräuchte, damit die Erstklass-Reisenden sich wohl fühlen können.</p>
<p><strong>Wie seht ihr das?</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Anschlussdurchsagen in den Zügen</title>
		<link>http://schweizweit.net/2009/06/02/anschlussdurchsagen-in-den-zugen/</link>
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		<pubDate>Tue, 02 Jun 2009 12:11:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Hobi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Kondukteur]]></category>

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		<description><![CDATA[Weshalb die SBB-Kondukteure seit einiger Zeit vor grossen Bahnhöfen eine Anschlussdurchsage machen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Aus einem Mail von Marc, einem treuen schweizweit.net-Leser:</p>
<blockquote><p>Ist es eigentlich nun üblich das in den IC Züge bei der Ankunft an grössereren Orte neu die Nächste Anschlüsse sowie deren Abfahrtsgleise durchgegeben werden im Zug oder ist dies nur ein versuchsbetrieb ?</p>
<p>Meistens tönt das sehr unverständlich, vor allem im IC von Bern auf Biel, in Biel versuchen die Welschen irgendwas auf Deutsch zu erzählen ;)</p>
<p>Liebe Grüsse<br />
Marc</p></blockquote>
<p>Ich habe ihm geantwortet, dass tatsächlich seit einiger Zeit vor den wichtigsten Bahnhöfen die Anschlusszüge durchgegeben werden. Da ich davon ausgehe, dass dieses Thema auch andere Leser interessiert, komme ich nun ein wenig detaillierter darauf zurück.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="Kondukteur Durchsage" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/00002495.jpg" alt="" width="320" height="230" /></p>
<h3>Kundeninformation bei der SBB allgemein</h3>
<p>Der SBB ist es ein grosses Anliegen, die Kunden je länger je besser zu informieren. Dazu bietet sie diverse Mittel an:</p>
<ul>
<li>Monitore in den Bahnhöfen</li>
<li>Bessere <a href="http://schweizweit.net/2007/08/21/kondukteure-die-mit-den-roten-taschen/">Tools für das Zugpersonal</a></li>
<li>Echtzeitfahrplan im Internet</li>
<li>SBB <a href="http://schweizweit.net/2008/05/23/ov-neuheit-sbb-mobile-world/">NaviGo</a> fürs Handy</li>
<li>Fahrplan fürs iPhone</li>
<li>SMS-Alarm</li>
<li>etc.</li>
</ul>
<p>Am Freitag, 22. Mai 2009, war dies unter anderem auch Thema in der Sendung &#8220;Rendez-vous&#8221; des Schweizer Radio DRS. In der Sendung kam auch ich ganz kurz zu Wort:</p>
<p><a href="http://schweizweit.net/wp-content/uploads/2008/05/Kundeninformation.mp3">Ausschnitt anhören&#8230;</a></p>
<p>Der Zusammenschnitt der Sendung zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind.</p>
<h3>Kundeninformation in den Zügen</h3>
<p>Es ist wichtig, dass die Fahrgäste möglichst früh informiert werden. Wenn möglich also nicht erst im Bahnhof, sondern bereits in den Zügen. Aus diesem Grund macht das Zugpersonal seit einiger Zeit vor grossen und wichtigen Verkehrsknotenpunkten entsprechende Anschlussdurchsagen.</p>
<p>Grundsätzlich werden dabei die nächsten fünf Verbindungen angesagt. Dies geschieht in der Sprache des jeweiligen Bahnhofes (also nicht deutsch und französisch und englisch, wie andere Durchsagen) und genannt werden der Reiseweg, die Abfahrtszeit und das -Gleis.</p>
<p>Besonders wichtig sind diese Informationen bei Verspätungen oder Gleisänderungen. So können wir den Reisenden oftmals schon im Voraus sagen, welche Anschlusszüge unsere Verspätung abwarten werden und welche den Bahnhof pünktlich &#8211; vor unserer Ankunft &#8211; verlassen.</p>
<h3>Den Kunden gefällts</h3>
<p>Wie ich schon in der Sendung Rendez-vous erwähnte, erhalte ich überwiegend positive Reaktionen seitens der Kundschaft. Die Reisenden sind froh um diese Informationen. Dies ist ein Zeichen dafür, dass die SBB auf einem guten Weg ist und diese Durchsagen wirklich etwas bewirken.</p>
<p>Natürlich lässt es sich nie ganz vermeiden, dass es auch zu Beschwerden kommt. So stören sich zum Beispiel einige wenige regelmässige Zugfahrer daran, dass die Durchsagen durch die Anschlussinformationen noch länger werden. Gleichzeitig sind es dann aber oft auch genau diese Reisenden, welche am falschen Gleis stehen, weil sie die Durchsage zur Gleisänderung nicht gehört haben oder nicht hören wollten. Und dann beschweren die sich über die Gleisänderung&#8230;</p>
<p>Anyway&#8230; Die Anschlussinformationen vor grossen Bahnhöfen haben sich bewährt. Aus dem von Marc erwähnten &#8220;Versuchsbetrieb&#8221; dürfte nun ein fester Bestandteil der SBB-Kundeninformation werden. Und die meisten Kunden freut dies.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Skandal: Bähnler fahren Bahn!</title>
		<link>http://schweizweit.net/2009/05/29/skandal-bahnler-fahren-bahn/</link>
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		<pubDate>Fri, 29 May 2009 08:11:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Hobi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[SBB]]></category>

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		<description><![CDATA[Weshalb bahnfahrende Bähnler für Medieninteresse sorgen und wie die Fakten verdreht und gebogen werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p style="text-align: center;"><a title="pünktlich von dogma_85p bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/dogma_p/3554613756/"><img class="aligncenter" src="http://farm4.static.flickr.com/3646/3554613756_8e68b0d19c.jpg" alt="pünktlich" width="500" height="231" /></a><br />
<em><span style="font-size: xx-small;">Bild © (<a href="http://creativecommons.org/about/">cc</a>) dogma_85p (<a href="http://flickr.com">flickr.com</a>)</span></em></p>
<p><strong>&#8220;Ja, ist denn schon Sommerloch?!&#8221;</strong>, fragte ich mich, als ich die <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/SBBMitarbeiter-nehmen-den-BahnKunden-die-Sitzplaetze-weg/story/17617552">Berichterstattung über Bahn fahrende Bahnmitarbeiter</a> in den Medien verfolgte. Irgendwie scheinen da einige Journalisten keine grösseren Probleme zu haben als Bähnler, welche für den Arbeitsweg und in ihrer Freizeit ausgerechnet die Bahn benutzen.</p>
<p>Allen voran Andreas Valda von der Tamedia. Es stört in sehr, dass Bähnler Bahn fahren, schliesslich lesen Journalisten ja auch nie Zeitung, oder? Naja egal, ich versuche mal die ganze Sache aufzuklären.</p>
<h3>Was es mit dem &#8220;Bähnler-GA&#8221; auf sich hat</h3>
<p>Wer bei einer Firma arbeitet, der wird (normalerweise) dafür entlohnt. Dieser Lohn setzt sich oftmals aus diversen Bestandteilen zusammen. Da ist einerseits der Geldbetrag, der (hoffentlich) regelmässig Ende Monat auf das Bankkonto überwiesen wird und da sind andererseits diverse Angebote, Mitarbeitervergünstigungen und Entschädigungen, welche gleichberechtigt zum gesamten Lohnpaket gehören. Bei der SBB ist dies nicht anders, auch wir werden &#8211; man höre und staune &#8211; für unsere Arbeit entlohnt.</p>
<p>Auf ihrer Website führt die SBB den zukünftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch gleich auf, was sie bei uns erwartet. Nebst einer fairen Entlohnung mit einem bestimmten monatlichen Geldbetrag sind dies:</p>
<ul>
<li><strong>ProFit</strong>: Finanzielle Unterstützung bei Weiterbildung und Fitness</li>
<li><strong>Ferienwohnungen</strong>: Vergünstigte Tarife</li>
<li><strong>Freizeitorganisationen</strong>: Unterstützung verschiedener Vereine und Organisationen im Bereich Sport, Kultur und Musik</li>
<li><strong>Wohnbaugenossenschaften</strong>: Preiswerte Wohnungen und Häuser in der ganzen Schweiz</li>
<li><strong>Mobilitätsvorteile</strong>: Attraktive Fahrvergünstigungen auf dem ganzen Netz. In der Schweiz und in Europa.</li>
</ul>
<p>Und genau dieser letzte Punkt sorgte in dieser Woche für Schlagzeilen. &#8220;Bähnler klauen Pendlern Plätze&#8221; titelte ein mir ansonsten sympathisches Pendlerblatt. Diebe seien wir also. <strong>Verbrecher.</strong> Dass diese Schlagzeile nicht nur reisserisch, sondern schlichtweg falsch ist, wissen die Verantwortlichen vermutlich genau so gut wie wir alle auch. Aber dieser Titel verkauft sich halt gut.</p>
<p>&#8220;Am schlimmsten ist es im 6-Uhr-Zug von Zürich nach Bern&#8221;, schreibt der Blick am Abend weiter. &#8220;Dort ist in der 1. Klasse fast jeder fünfte Sitzplatz von einem Mitarbeiter des öffentlichen Verkehrs belegt.&#8221; Diese falsche, karikierende Aussage ist für die Gewerkschaft SEV inakzeptabel, wie diese in einer Medienmitteilung schreibt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des öffentlichen Verkehrs würden zu Unrecht zu Sündenböcken gemacht.</p>
<p>Fakt ist nämlich: Der im BaA genannte Anteil &#8220;Bähnler&#8221; (19%) bezieht sich nur auf die belegten Sitzplätze. Es ist also nicht so, dass 19 Prozent der verfügbaren <strong>Sitzplätze</strong> durch Bähnler blockiert werden, sondern 19 Prozent der <strong>Fahrgäste</strong> sind Bähnler. Denn: Die gesamte Auslastung dieses Zuges liegt bei unter 50%, mehr als die Hälfte der Sitze sind frei! Wegen uns Bähnlern muss in diesem Zug also sicher niemand stehen.</p>
<p>Und: Von den 3&#8217;800 Stellen der SBB in Bern sind lediglich 198 von in Zürich wohnhaften Personen besetzt, wie der Tagesanzeiger schreibt. Würden alle Zürcher Mitarbeiter den Intercityzug um 7 Uhr nehmen, würde dies maximal 13 Prozent der verfügbaren Plätze belegen.</p>
<h3>Kommen wir zu den Fakten</h3>
<p>Der Anteil der ÖV-Mitarbeitenden (dazu gehören nicht nur die SBB-Mitarbeiter) mit Fahrvergünstigungen beträgt in den Zügen zwischen 6 und 8 Uhr durchschnittlich 5 Prozent. Dies sind 2.4% in der zweiten Klasse und 11% in der ersten Klasse.</p>
<p>Man sieht: In der ersten Klasse &#8211; welche weniger stark besetzt ist als die 2. Klasse und meistens freie Plätze hat &#8211; hat es anteilmässig mehr Bähnler als in der zweiten Klasse. Die Pendler dürfte dies freuen, denn würden alle Bähnler in der zweiten Klasse fahren, gäbe es noch weniger Platz.</p>
<p>Und die Bähnler fahren auch nicht absichtlich während der Hauptverkehrszeit, um damit die Pendler zu ärgern, wie mancher Artikel in den letzten Tagen suggerieren könnte. Nur jene ÖV-Mitarbeiter, welche gar nicht anders können, fahren zu dieser Zeit. So wie es auch unter den anderen Pendlern Leute gibt, welche unmöglich zu einer anderen Zeit fahren können.</p>
<p>Viele Bähnler hingegen arbeiten Schicht und können so die Pendlerspitzen umgehen. Diese Mitarbeiter sind &#8211; wenn überhaupt &#8211; dann höchstens als Lokführer oder Zugbegleiter in der Hauptverkehrszeit unterwegs.</p>
<p>Ausserdem bietet die SBB vielen Mitarbeitenden attraktive Beschäftigungsmodelle. So ist es in einem Bahnhof, in welchem ich während meiner Lehre arbeitete, den Mitarbeitenden freigestellt, wann sie zur Arbeit erscheinen und wann sie nach Hause gehen. Sie müssen einfach ihre festgelegte Monatsarbeitszeit erreichen. Mitarbeiter, welche ihre Arbeitszeiten selbst festlegen können, versuchen natürlich, wann immer möglich die Hauptverkehrszeit zu meiden. Ich denke, was flexible Arbeitszeiten anbelangt, könnte noch manche Firma von der SBB lernen. Dann wäre auch das &#8220;Pendlerproblem&#8221; nicht mehr so gross.</p>
<h3>Fahren die Bähnler wirklich gratis?</h3>
<p>Um es kurz zu machen: <strong>NEIN.</strong> Wir fahren nicht gratis. Das Mitarbeiter-GA erhalten wir nicht &#8220;einfach so mal geschenkt&#8221;, sondern es ist ein Teil des Lohnpaketes. Wo Andere (in anderen Firmen) vielleicht einen Dienstwagen oder 5&#8217;000 Franken mehr Lohn erhalten, da erhalten die Mitarbeiter des öffentlichen Verkehrs stattdessen ein <strong>GA für die zweite Klasse</strong>. Kadermitarbeiter bekommen eines für die erste Klasse. Dieses GA muss ganz normal als Einkommen versteuert werden.</p>
<p>Es gibt in der Schweiz viele weitere Unternehmen &#8211; aus der Privatwirtschaft wohlgemerkt &#8211; welche es der SBB gleichtun und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Abo schenken. Manchmal ist es &#8220;nur&#8221; ein Streckenabo, manchmal auch ein Halbtax oder GA. Ausserdem verfügen unzählige Firmen über so genannte Firmen-GAs, mit welchen jeweils ein Mitarbeiter in der Schweiz herumfahren darf.</p>
<h3>Aber für die SBB sind diese GA doch gratis, oder?</h3>
<p>Auch das ist nicht richtig. Die SBB kann nicht einfach Mitarbeiter-GA drucken und verteilen, im Gegenteil: Die SBB zahlt für jedes Mitarbeiter-GA einen bestimmten Betrag (so wie andere Firmen auch für die Mitarbeiter-GA bezahlen), und dieser Betrag fliesst dann in den grossen GA-Topf, aus dem alle Verkehrsunternehmen der Schweiz genau wie bei den anderen SBB-Angeboten (Halbtax etc.) nach einem Verteilschlüssel entschädigt werden. Davon profitiert schlussendlich der gesamte öffentliche Verkehr der Schweiz &#8211; und somit auch die Umwelt. Was bitte soll daran falsch sein?</p>
<h3>Treffendes Zitat</h3>
<blockquote><p>Das eigentliche Problem sind doch die überfüllten Züge, nicht die Bähnler mit ihrem GA. Und mit einem 9-Uhr-GA allein wird sich die von den SBB für die nächsten 20 Jahre prognostizierte Verdoppelung auf den am stärksten belasteten Streckenabschnitten nicht bewältigen lassen. Also her mit der Swissmetro!<br />
<strong><a href="http://www.facebook.com/pages/ZURICH-BERN-IN-12-MINUTEN/60812353344?ref=ts">Facebook-Gruppe &#8220;Zürich &#8211; Bern in 12 Minuten&#8221;</a></strong></p></blockquote>
<p>Besser kann man es nicht ausdrücken, oder? ;-)<br />
(Natürlich hoffe ich nach wie vor, dass die Swissmetro mal von der SBB betrieben wird, aber das ist wieder eine andere Geschichte&#8230;)</p>
<h3>Die Fahrgäste scheint es nicht zu kümmern</h3>
<p>Nun habe ich also einen eher langen Artikel geschrieben zu einem Medien-Thema, welches die Bahnkunden kaum zu interessieren scheint. Denn was diese Thematik anbelangt, wurde ich nur ein einziges Mal im Zug darauf angesprochen. Ein Herr suchte nach seinem Fahrausweis und sagte währenddessen: <strong>&#8220;Wissen Sie, ich bin jetzt eben genau einer von denen, welcher den anderen den Platz weg nimmt.&#8221;</strong> Und dies in einem Wage, der gerade einmal von vier weiteren Personen besetzt war. :)</p>
<p>Auch wenn ich die Diskussionen bei Tagesanzeiger/Newsnetz verfolge, scheinen diejenigen, welche kein Problem mit bahnfahrenden Bähnlern haben ungefähr eine Dreiviertelsmehrheit zu haben. Hier einige Beispiele:</p>
<p><strong>Barbara Eichenberger:</strong><br />
&#8220;sollen die SBB-Mitarbeiter mit dem GA, welches zum Lohn gehört, mit dem Auto zur Arbeit? Ist dies eine intelligente Alternative?&#8221;</p>
<p><strong>Daniel Mächler:</strong><br />
&#8220;Genau, am besten beginnen die SBB-Mitarbeiter erst nach 9 Uhr mit der Arbeit, d.h. die ersten Züge fahren auch erst ab dann&#8230; Ob dies das Problem löst? ;-)&#8221;</p>
<p><strong>David Huber:</strong><br />
&#8220;Die Mitarbeiter der SBB würden sicherlich auch gerne erst um 9Uhr arbeiten gehen oder sich gleich ins Büro / Arbeitsstelle beamen lassen. Da dies heute noch nicht möglich ist, müssen sie wohl oder übel den Zug nehmen. Verstehe nicht wo da das Problem ist&#8230;&#8221;</p>
<p><strong>David Hirschi:</strong><br />
&#8220;Ich arbeite als Lokführer bei einer Privatbahn und habe extra das Auto weggegeben, da ich der Meinung bin, dass Bahnmitarbeiter auch den ÖV nutzen sollten&#8230; Man kann es machen wie man will, irgenwelche Idioten haben offensichtlich immer etwas zu meckern&#8230;&#8221;</p>
<p><strong>Marc Much:</strong><br />
&#8220;Wo liegt die Brisanz? Wenn das GA Lohnbestandteil ist und die Fahrt zur Arbeit nicht Arbeitszeit, dann gibt es am geschilderten Sachverhalt rein gar nichts zu beanstanden: es ist die natürlichste Sache der Welt, dass SBB Mitarbeiter mit der Bahn zur Arbeit fahren.&#8221;</p>
<p><strong>Sandro Graf:</strong><br />
&#8220;Würde ein SBB-Mitarbeiter das GA selber bezahlen, hätte er wieder Anrecht auf einen Sitzplatz? Dann muss folglich der SBB-Mitarbeiter eine Lohnerhöhung erwirken und das Abonnement privat kaufen. Ich leide auch unter der Auslastung der Strecke Zürich-Bern, aber wenn das GA Lohnbestandteil ist, dann sollen die Mitarbeiter sitzen bleiben. Das Problem der Auslastung muss anders gelöst werden.&#8221;</p>
<p><strong>Elis Heyst:</strong><br />
&#8220;Ich finde es nicht schlimm, dass die Bähnler ihr eigenes System mitbenutzen. Wäre ja völlig weich, wenn die mit dem Auto zur Arbeit fahren müssten&#8230;. Ich verstehe nicht, was an dieser Meldung brisant sein soll?&#8221;</p>
<p><strong>Thomas Hafner:</strong><br />
&#8220;Da haben wirs. SBB-MA nehmen die Plätze weg, Swisscom-MA das schnelle Internet, UBS das Geld, die Post die Briefe&#8230; Krass wer hätte das gedacht.&#8221;</p>
<p><strong>Peter Müller:</strong><br />
&#8220;wie wenn nicht dem öv sollen die öv-mitarbeiter denn zur arbeit fahren? da hat mal wieder ein journalist eine story gerochen ohne eine sekunde darüber nachzudenken&#8230;&#8221;</p>
<p><strong>Beni Schwarzenbach:</strong><br />
&#8220;Was soll dieser überflüssige Bericht, lieber Tagi? Gibt es momentan keine interessanten Themen, über die berichtet werden kann? Wie sollen denn die Angestellten der ÖV sonst zur Arbeit fahren? Im Auto? Dann gäbe es einen reisserischen Artikel mit der Überschrift: &#8220;Bähnler verursachen Stau auf der Autobahn&#8221;.&#8221;</p>
<p><strong>Roland Eichenberger:</strong><br />
&#8220;Was genau ist jetzt hier das schlagzeilenträchtige Element auf der Frontseite? Wo bleiben die Klagen der Handynutzer, deren Gespräch auch auf der Zugstrecke Bern-Zürich wegen der durch die Horden von ihrem Arbeitgeber auch mit GA-ausgestatteten fast nonstop telefonierenden Swisscom-Mitarbeiter verursachten Kapazitätsengpässe unterbrochen werden &#8211; Come on, dieses Bähnler-Bashing ist schlicht doof!&#8221;</p>
<p><strong>Susanne Reumüller:</strong><br />
&#8220;Schön, dass sich Mitarbeitende eines öV-Unternehmens mit ihrem Arbeitgeber identifizieren und den öffentlichen Verkehr nutzen. Dass sie zudem zu den Frühaufstehern gehören, um voller Elan für ihre Kunden (alle SBB-Fahrgäste) zu schaffen, ist sehr lobenswert! Danke liebe Bähnler, dass ihr nicht mit einem (Dienst-)PW unsere Umwelt/die Autobahnen belastet!!&#8221;</p>
<p><strong>Thomas Hollenstein:</strong><br />
&#8220;Wo genau ist nun das Problem? Dass SBB-Mitarbeiter auch mit dem Zug fahren? Dass SBB-Mitarbeiter als Lohnbestandteil ein 2.Kl.-GA bekommen (ein 1.Kl.-GA gibt es für die wenigsten gratis)? Was wäre die Lösung? Den SBB-Mitarbeitern eine Limousine mit Chauffeur zur Verfügung stellen?&#8221;</p>
<p><strong>Karin Stähli:</strong><br />
&#8220;Ihr stellt SBB-Mitarbeitende an den Pranger, die tagtäglich für einen reibungslosen Ablauf im Bahnverkehr und für Eure Sicherheit sorgen? Nachts wenn viele schlafen, wird in den Gleisen körperliche Schwerstarbeit geleistet.&#8221;</p>
<p><strong>Ivo Heeb:</strong><br />
&#8220;Ein Gratis-GA für Mitarbeiter gibts auch anderswo und ist gerade bei der SBB sicher ein vernünftiger Fringe Benefit. Zudem erwarte ich auch bei der SBB, schon vor 9 Uhr (am Schalter oder Tel) bedient zu werden.&#8221;</p>
<p><strong>Dominic Rüttimann:</strong><br />
&#8220;Die Polizeimitarbeiter sollen dann auch bitte nur noch vor 6 Uhr die Strassen benützen, sonst haben die anderen Autofahrer zuviel Stau. Auch die Flight Attendants müssen doch bitte mit Privatjets an ihre Destination fliegen, sonst nehmen sie uns 3.1415% der Plätze weg. Sonst noch irgendwelche akut lebensbedrohliche Probleme die wir diskutieren sollten?&#8221;</p>
<p><strong>Markus Rupper:</strong><br />
&#8220;Als regelmässiger Pendler verstehe ich diese Entrüstung überhaupt nicht. Mir hat noch nie ein Bähnler den Platz weggenommen. Das Problem liegt weniger an Reisenden mit FVP-GA, sondern bei denen, die mehr als einen Platz beanspruchen und diesen zum grossen Teil nur widerwillig freigeben.&#8221;</p>
<p><strong>Adrian Frey:</strong><br />
&#8220;Der Architekt baut sein Häuschen billiger, der Swiss-Angestellte fliegt günstiger, der Fust-Mitarbeiter erhält die neue Waschmaschine billiger und der Schoggi-Frey-Mitarbeiter darf während der Arbeitszeit gratis soviel Schoggi futtern bis er platzt&#8230; Spricht hier wieder einmal der Neid (ist übrigens eine Totsünde)?&#8221;</p>
<p><strong>Stefan Meier:</strong><br />
&#8220;Ich schlage vor, alle Angestellten des öffentlichen Verkehrs sollten mit dem Auto arbeiten gehen. Dann könnte der Tagi dann titeln: &#8220;Brisant &#8211; 30% der Parkplätze werden von Bähnlern beansprucht&#8221;. Oder sie könnten den Heli nehmen. Dann heisst es: &#8220;Brisant &#8211; von 6 bis 8 sind alle Helikopter von Bähnlern ausgebucht&#8221;. Schade kann ein Kondukteur seinen Job halt nicht von zu Hause aus erledigen.&#8221;</p>
<p><strong>Hans Meier:</strong><br />
&#8220;Der Richtigkeit halber müssten dann die Halbtax-Besitzer auch aufstehen, damit die Voll-Zahlenden zuerst sitzen dürften :-)&#8221;</p>
<p><strong>Ralph Keller:</strong><br />
&#8220;In anderen Firmen erhalten die Angestellten riesen Boni, erhalten Produkte der Firma vergünstigt oder haben ein Geschäftsauto. Ihr journalistisches Niveau sinkt immer tiefer. Bitte grüssen Sie Herrn Valda von mir.&#8221;</p>
<p><strong>So, das wäre nun geklärt. Gehen wir wieder zur Tagesordnung über. ;-)</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://schweizweit.net/2009/05/29/skandal-bahnler-fahren-bahn/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>13</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ausschreitungen nach Fussballspiel: Wie lange lassen wir uns das noch gefallen?</title>
		<link>http://schweizweit.net/2009/05/18/ausschreitungen-nach-fussballspiel-wie-lange-lassen-wir-uns-das-noch-gefallen/</link>
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		<pubDate>Mon, 18 May 2009 12:11:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Hobi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie man die Ausschreitungen nach Fussball- und anderen -Spielen eindämmen könnte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/bild03-1.jpg" alt="" width="343" height="228" /></p>
<p>Dies ist wieder mal einer jener Artikel, nach denen es vermutlich zahlreiche Kommentare hageln wird im Sinne von <em>&#8220;aber wie kann man nur so etwas verlangen&#8221;</em> oder <em>&#8220;nein, man muss doch nett sein zu diesen lieben Hooligans, schliesslich sind es ja Kinder&#8221;</em>. Vorallem auch die Sympathisanten von Hooligans werden sich mit entsprechenden Kommentaren zu Wort melden. Trotzdem muss ich nun einfach mal meinen Senf dazu geben.</p>
<h3>Aus den Medien</h3>
<p style="text-align: center;"><span class="youtube">
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<param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/tc-vNp3N-uk&amp;color1=2b405b&amp;color2=6b8ab6&amp;border=1&amp;fs=1&amp;hl=en&amp;autoplay=0&amp;showinfo=0&amp;iv_load_policy=3&amp;showsearch=0?rel=0&amp;fmt=18" />
<param name="allowFullScreen" value="true" />
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</object>
</span><p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=tc-vNp3N-uk"><img src="http://img.youtube.com/vi/tc-vNp3N-uk/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p><p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=tc-vNp3N-uk">www.youtube.com/watch?v=tc-vNp3N-uk</a></p></p>
<p>Nach dem Fussballspiel zwischen dem FC Zürich und dem FC Basel haben sich am Sonntag in Zürich schwere Ausschreitungen ereignet. 15 Personen, darunter 7 Polizisten, wurden leicht verletzt, wie die Stadtpolizei Zürich mitteilte. 14 Personen wurden festgenommen. Der öffentliche Verkehr wurde gestört.</p>
<p>An dem Krawall nach dem Abpfiff des Spiels, das der FCZ mit 3:1 Toren verlor, waren gemäss Polizeimitteilung vorwiegend Jugendliche und sogar Kinder beteiligt. &#8220;Fangruppen&#8221; beider Lager suchten ausserhalb des Stadions Letzigrund mehrmals die Konfrontation. Ein Grossaufgebot der Polizei verhinderte dies mit Tränengas-, Gummischrot- und Wasserwerfer-Einsätzen.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/bild01-2.jpg" alt="" width="344" height="229" /></p>
<p>Die Polizisten wurden immer wieder von randalierenden &#8220;Fans&#8221; angegriffen und mit Gegenständen beworfen, wie es in der Mitteilung heisst. Beim Abmarsch der Basler &#8220;Fans&#8221; zu zwei Extrazügen im Bahnhof Zürich-Altstetten wurde ein Tankstellenshop beim Einkaufszentrum Letzipark geplündert.</p>
<p>Beim Bahnhof Altstetten kam es während rund zwei Stunden zu massiven Strassenschlachten zwischen teilweise vermummten Chaoten und der Polizei. Die Chaoten, teilweise mit Stahlrohren und Holzlatten bewaffnet, warfen mit Flaschen und faustgrossen Steinen gegen die Polizisten.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/bild02-2.jpg" alt="" width="346" height="230" /></p>
<p><strong>Zweiter Extrazug blockiert</strong><br />
Der erste Extrazug nach Basel konnte fahrplanmässig um 18 Uhr 45 vom Bahnhof Zürich-Altstetten abfahren. Der zweite Extrazug, dessen Abfahrt für 18 Uhr 56 geplant war, wurde aber von FCZ-Fans blockiert und mit Steinen beworfen. Dabei dürfte es auch zu Sachbeschädigungen an SBB-Rollmaterial gekommen sein. Den Schaden wird die SBB und schlussendlich der zahlende Fahrgast begleichen. «Der Zug wurde erst von Zürcher Fans blockiert und danach verhinderten die Basler Anhänger im Wagen die Abfahrt durch mehrfaches Auslösen der Notbremse», sagte SBB-Sprecher Reto Kormann gegenüber 20 Minuten Online. Gemäss Polizeimitteilung eskalierte danach die Lage. Bereits in den Zug eingestiegene Basler Fans stiegen wieder aus und hielten sich auf den Gleisanlagen auf. Der öffentliche Verkehr rund um den Bahnhof kam erheblich ins Stocken, da sich die Chaoten auch auf dem Gleisfeld unterhalb der Europa-Brücke aufhielten.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/bild04.jpg" alt="" width="343" height="311" /></p>
<p>Die Polizisten wurden während längerer Zeit mit Hunderten von Steinen und Flaschen beworfen. Die Ordnungskräfte antworteten mit Tränengas, Gummischrot und Wasserwerfern. Nachdem der zweite Extrazug mit mehr als einstündiger Verspätung kurz nach 20 Uhr abfahren konnte, beruhigte sich die Lage zusehends, wie die Stadtpolizei mitteilte. Einen Einfluss dürften auch kräftige Regenschauer gehabt haben, die zu dieser Zeit auf Zürich niederprasselten. Nachdem der zweite Extrazug weg war, versperrten kurz nach 20:00 Uhr einige Chaoten mit einem Eisenzaun einer Baustelle, Absperrlatten und Containern die Europa-Brücke von Altstetten Richtung Höngg. Sie zündeten die Container an hinderten die Autos an der Weiterfahrt. Die Polizei räumte kurz darauf die Strassensperre mit einem Wasserwerfer.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/bild05.jpg" alt="" width="348" height="261" /></p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/bild06.jpg" alt="" width="343" height="257" /></p>
<p><strong>Öffentlicher Verkehr gestört</strong><br />
Der öffentliche Verkehr wurde durch den Krawall erheblich gestört. Der Bahnhof Zürich-Altstetten war laut SBB-Sprecher Kormann zeitweise gar nicht mehr und zeitweise nur beschränkt befahrbar. Im Fernverkehr gab es bis zu 20 Minuten Verspätung. Mehrere S-Bahn-Züge mussten vorzeitig gewendet werden oder fielen ganz aus. Vom Krawall betroffen waren auch Tram- und Busverbindungen.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/bild07.jpg" alt="" width="350" height="262" /></p>
<p><strong>Jugendlicher fällt von Dach</strong><br />
Unter den Verletzten befand sich auch ein Jugendlicher, der von einem Hallendach aus die Polizei mit Gegenständen beworfen hatte, wie die Polizei berichtete. Ohne Fremdeinwirkung brach das Eternitdach plötzlich ein, und der Jugendliche stürzte mehrere Meter in eine darunter liegende Baugrube. Er wurde dabei leicht verletzt.</p>
<p>Bis am späteren Sonntagabend nahm die Stadtpolizei Zürich 14 Personen fest, darunter vier Jugendliche. Sie müssen sich unter anderem wegen Gewalt und Drohung gegen Beamte, Körperverletzung, Raufhandel und Diebstahl verantworten. Genauere Angaben zur Identität der Festgenommenen lagen vorerst nicht vor.</p>
<h3>Meine Meinung</h3>
<p>Blockierte Strassen, blockierter ÖV (Tram, Bus, Zug) und unzählige Sachbeschädigungen an Gebäuden privater Personen, Autos und an öffentlichen Gebäuden.</p>
<p>Es ist bekannt, dass ich absolut kein Freund von solchen Veranstaltungen bin. (Damit sind die Randalle gemeint, nicht die Fussballspiele an und für sich.) Dementsprechend hart würde ich auch mit den Beteiligten umgehen.</p>
<p>Die Art und Weise, wie ich mit der Sache umgehen würde, mag den meisten Leserinnen und Lesern im ersten Moment extrem hart vorkommen. Wenn man sich die Ideen jedoch ernsthaft durch den Kopf gehen lässt, merkt man rasch, dass man damit viel erreichen könnte und die Krawalle innert Kürze der Vergangenheit angehören würden.</p>
<p><strong>Massnahme 1: Andere Einsatzmittel</strong><br />
Es scheint so, als liessen sich die Randalierer von Tränengas und Gummischrott nicht beeindrucken. Es ist an der Zeit, dass die Polizei andere Mittel und Methoden einsetzt, um die Fussballfans unter Kontrolle zu halten. Es macht dabei auch gar nichts, wenn der eine oder andere &#8220;Fan&#8221; durch den Einsatz dieser schärferen Mittel und Methoden ein wenig verletzt wird und leiden muss, schliesslich hat er es selbst in der Hand, ob er dort ist oder nicht.</p>
<p><strong>Massnahme 2: Keine Hilfeleistungen</strong><br />
Nach dem Spiel zwischen dem FCZ und dem FCB bewarf ein Fan die Polizei von einem Lagerhausdach aus mit Steinen. Dabei stellte er sich so ungeschickt an, dass das Eternit-Dach einbrach. Die Aufgabe der Polizei müsste es nun sein, zu ihm hinzugehen und die Personalien zu erfassen (schliesslich soll er das Dach bezahlen). Hilfeleistungen sind unangebracht. Seine &#8220;Kollegen&#8221; werden ihn selbst ins Krankenhaus bringen, falls er dies wünscht.</p>
<p>Ebenso darf es keine Hilfeleistungen geben an Personen, welche durch Tränengas, Gummischrott oder schärferes Geschütz verletzt werden. Dann überlegen es sich manche Teilnehmer zweimal, ob sie an den Randalen mitmachen möchten.</p>
<p><strong>Massnahme 3: Schärfere Kontrollen</strong><br />
Wer ein Fussballspiel besuchen will, muss sich einer schärferen Kontrolle unterziehen. Dabei werden die Besucher so genau untersucht, dass es schlichtweg unmöglich ist, irgendwelche Petarden oder andere gefährliche Gegenstände ins Stadion zu schmuggeln. Ebenso werden sämtliche Kleidungsstücke verboten und eingezogen, welche der Vermummung dienen könnten. Die Matchbesucher müssen sich einige Stunden vor dem Match einfinden, da so genaue Kontrollen sehr lange dauern können.</p>
<p>Für Familien mit Kindern gibt es separate Zonen und Eingänge, so dass diese weniger lang anstehen müssen.</p>
<p>Ausserdem suchen Mitglieder des Vereins vor dem Spiel im Stadion nach gefährlichen Gegenständen, welche bereits im Voraus durch &#8220;Fans&#8221; ins Stadion geschmuggelt wurden.</p>
<p>In dem Moment, in welchem aus dem Sektor der Heimmannschaft &#8220;Feuerwerk&#8221; abgeschossen wird, muss das Spiel abgebrochen und mit einer 0:3 Forfait-Niederlage für die Heimmannschaft gewertet werden.</p>
<p><strong>Massnahme 4: Geisterspiele</strong><br />
Dies ist wohl die beste Massnahme und sie könnte -- sofern sie ganz deutlich umgesetzt wird -- die drei vorher genannten Massnahmen ersetzen. Denn wie gesagt: Auch ich finde die drei bisherigen Massnahmen extrem hart und brutal, aber es muss nun endlich etwas geschehen und deshalb werden wir kaum um solche Massnahmen herum kommen, so unmenschlich sie auch sein mögen.</p>
<p>Deshalb schlage ich vor: Wenn es nach einem Fussballspiel zu Ausschreitungen kommt -- egal wie gross sie auch sein mögen -- wird die Heimmannschaft das nächste Spiel (selbst wenn es am nächsten Tag stattfinden würde) vor leeren Rängen absolvieren. Fans, die ihr Ticket bereits gekauft haben, erhalten vom Verein ihr Geld (eventuell inkl. einer Entschädigung) zurück.</p>
<p>Sollte es zu einem späteren Zeitpunkt bei einem anderen Spiel nochmals zu Ausschreitungen kommen, wird der Verein gezwungen, <strong>zwei</strong> Spiele vor leeren Rängen auszutragen. Nach dem dritten Match mit Krawallen sind es <strong>drei</strong> Geisterspiele, nach dem vierten sind es <strong>vier</strong> und so weiter. Schlimmstenfalls muss ein Verein somit bis Saisonende vor leeren Reihen spielen, was vor allem auch finanziell extrem schmerzhaft ist. Das gilt natürlich auch dann, wenn es trotz Geisterspielen im Umfeld der Stadien zu Randalen kommt.</p>
<p><strong>Massnahme 5: Präventive Verhaftungen</strong><br />
Sämtliche Personen, welche innerhalb der letzten fünf Jahre nach einem Sportereignis randalierten, werden während der Dauer des Spiels + 5 Stunden präventiv inhaftiert. Die Kosten für die Inhaftierung trägt die Person selbst.</p>
<p><strong>Massnahme 6: Verein trägt Kosten</strong> <strong>Dritter</strong><br />
Sämtliche Kosten, welche durch die Randale entstehen <em>(Polizei, Plünderungen von Läden, Sachbeschädigungen, Schadenersatzforderungen Privater, SBB, öffentlicher Verkehr, verspätete Züge, etc.)</em> trägt der Verein zu 100%. Es ist seine Aufgabe, Ausschreitungen durch Prävention und Fanarbeit zu verhindern. Ist er dazu nicht in der Lage, geht es ans Portemonnaie. (BTW: Die Kosten für den Polizeieinsatz nach einem &#8220;Spitzenspiel&#8221; liegen bei rund CHF 200&#8217;000.)</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Die Vorschläge sind extrem hart und in manchen Augen (vor allem in jenen Augen der beteiligten Hooligans) unmenschlich. Trotzdem muss nun endlich etwas passieren. Schlussendlich ist es die Entscheidung des Einzelnen, ob er das Risiko eingehen will und das Spiel besucht.</p>
<p>Ein Stück weit liegt die Verantwortung dafür auch bei der Politik. Die Parteien müssen geschlossen für schärfere Regeln und Massnahmen einstehen. Schade, dass jene Partei, welche sich nach den 1. Mai-Krawallen oft lautstark zu Wort meldet, hier kaum von sich hören lässt&#8230; :-/</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Swiss CargoTube: Die Swissmetro für Güter</title>
		<link>http://schweizweit.net/2009/05/14/swiss-cargotube-die-swissmetro-fur-guter/</link>
		<comments>http://schweizweit.net/2009/05/14/swiss-cargotube-die-swissmetro-fur-guter/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 14 May 2009 12:12:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Hobi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit der Swiss CargoTube soll der Güterverkehr der Schweiz revolutioniert werden. In die gleiche Richtung stösst die Swissmetro.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="Swiss CargoTube" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/Swiss_CargoTube_2.jpg" alt="" width="568" height="309" /></p>
<p>Regelmässige Leser von schweizweit.net wissen, dass ich ein glühender Verfechter der <a href="http://schweizweit.net/2007/09/10/swissmetro-so-schnell-wie-ein-flugzeug/">Swissmetro-Idee</a> bin. Die <strong>Swissmetro</strong> ist ein Projekt einer unterirdischen, im Teilvakuum verkehrenden Magnetschwebebahn für Personentransporte in der Schweiz. Lautlos, unsichtbar, umweltfreundlich. Sie verbindet die wichtigsten Agglomerationen unseres Landes mit einer Geschwindigkeit von 400 km/h.</p>
<p>Nun stellte der Verein PPP Schweiz gestern den Medien die Idee <strong>&#8220;Swiss CargoTube&#8221;</strong> vor. Dies ist ein in unterirdischen Röhren verlaufendes vollautomatisches Transportsystem für Güter und soll Strasse und Schiene von Verkehr entlasten.</p>
<p>Dieses Projekt gefällt mir genau so gut wie die Swissmetro.</p>
<p>In diesem Artikel gibt es alle Informationen zu dieser Swiss CargoTube. Und in bewährter schweizweit.net-Manier erfahrt ihr hier natürlich wieder ein bisschen mehr Details zum Thema als aus den Medien. ;-)</p>
<h3>PPP Schweiz</h3>
<p>Das &#8220;PPP&#8221; steht für <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Public_Private_Partnership">Public Private Partnership</a>. Der Verein setzt sich zusammen aus Vertretern der Eidgenossenschaft, der Kantone und Städte sowie der Wirtschaft und wurde am 19. Mai 2006 -- also vor fast exakt drei Jahren -- gegründet.</p>
<p>Die Mitglieder kommen dabei unter anderem von diesen Stellen:</p>
<ul>
<li> VBS</li>
<li> PricewaterhouseCoopers AG</li>
<li> Kanton Neuenburg</li>
<li> Kanton Zürich</li>
<li> Kanton Schwyz</li>
<li> PostLogistics</li>
<li> Kompetenzzentrum für Publicmanagement der Universität Bern</li>
<li> gsi Bau- und Wirtschaftsingenieure AG</li>
<li> Institut für Bauplanung und Baubetrieb der ETH Zürich</li>
<li> UBS AG</li>
<li> Kanton Luzern</li>
<li> Université Lausanne, Institut de recherches économiques</li>
<li> Bratschi Wiederkehr &amp; Buob</li>
<li> Kanton Aargau</li>
</ul>
<p>Der Verein setzt sich allgemein für mehr Partnerschaften bei diversen Projekten zwischen Wirtschaft und Staat ein. Die Swiss CargoTube ist eines dieser Projekte.</p>
<p>Finanziert wird PPP Schweiz durch Mitgliederbeiträge, Veranstaltungsgebühren und Sponsoring.</p>
<h3>Swiss CargoTube</h3>
<p>Die Hauptverkehrsträger Strasse und Schiene stossen bekanntlich bereits heute an diversen Orten an ihre Kapazitätsgrenzen. Es ist fraglich, ob dieses enorme Wachstum auch in Zukunft verkraftet und bewältigt werden kann.</p>
<p>Die Swiss CargoTube soll nun das Verkehrsaufkommen im Bereich der Gütertransporte auf Strasse und Schiene reduzieren.</p>
<p>Die Röhre befindet sich dabei 20 bis 60 Meter tief im Boden und hat einen Durchmesser von vier Metern. Die selbstfahrenden Wagen würden in getrennter Richtung mit konstanter, mittlerer Geschwindigkeit verkehren.</p>
<p>Es gibt ein Gleis pro Fahrtrichtung plus jeweils noch ein drittes Gleis in den Terminals zum Auf- und Abladen der Güterbehälter.</p>
<p>Als leistungsfähige Verbindung der Logistik- und Verteilzentren in der Ostschweiz, im Raum Olten-Oensingen und in der Westschweiz stellt Swiss CargoTube das Rückgrat der gegenwärtigen Güterströme auf der Ost-West-Hauptachse dar. Um letztlich die ganze Fläche der Schweiz zu erschliessen, werden mittelfristig von der Hauptachse Querverbindungen (ebenfalls als unterirdische Tunnelröhren) in nordsüdlicher Richtung und von diesen wiederum Schächte in die Tiefe der Täler ausgehen müssen. Das so entstehende Netz soll in der Lage sein, die Güterlogistik zu revolutionieren.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="Swiss CargoTube Verzweigungen" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/Bild6-4.jpg" alt="" width="509" height="321" /></p>
<h3>CargoCap in Deutschland</h3>
<p>In Deutschland gibt es bereits ein solches Projekt, welches sich mit einer 125 Meter langen Modellstrecke im Test befindet und sich als die 5. Transportalternative zu Strasse, Schiene, Wasser und Luft anpreist.</p>
<p>Bei <a href="http://www.cargocap.de/">CargoCap</a> handelt es sich um ein Gütertransportsystem für Ballungsräume. Das System ist für Transporte im Nah- und Regionalverkehrsbereich bis 150 Kilometer konzipiert. Die Caps fahren 24 Stunden am Tag in einem unterirdisch weit verzweigten Fahrrohrleitungsnetz viele Stationen an. Am Ziel schleusen sich ein oder mehrere Caps selbständig in eine Station zum automatischen Be- und Entladen.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="CargoCap Deutschland" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/Bild5-6.jpg" alt="" width="481" height="361" /></p>
<p>Die Vorteile von CargoCap liegen auf der Hand:</p>
<ul>
<li>Autonom</li>
<li>Leistungsfähig</li>
<li>Flexibel</li>
<li>Zeitgenau</li>
<li>Witterungsunabhängig</li>
<li>Erweiterbar</li>
<li>Umweltgerecht</li>
<li>Flächensparend</li>
<li>Innovativ</li>
<li>Minimiertes Gefahrenpotential gegenüber Dritten</li>
</ul>
<p style="text-align: center;"><span class="youtube">
<object width="425" height="373">
<param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/bUsd2rRk8oo&amp;color1=2b405b&amp;color2=6b8ab6&amp;border=1&amp;fs=1&amp;hl=en&amp;autoplay=0&amp;showinfo=0&amp;iv_load_policy=3&amp;showsearch=0?rel=0" />
<param name="allowFullScreen" value="true" />
<embed wmode="transparent" src="http://www.youtube.com/v/bUsd2rRk8oo&amp;color1=2b405b&amp;color2=6b8ab6&amp;border=1&amp;fs=1&amp;hl=en&amp;autoplay=0&amp;showinfo=0&amp;iv_load_policy=3&amp;showsearch=0?rel=0" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" width="425" height="373"></embed>
<param name="wmode" value="transparent" />
</object>
</span><p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=bUsd2rRk8oo"><img src="http://img.youtube.com/vi/bUsd2rRk8oo/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p><p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=bUsd2rRk8oo">www.youtube.com/watch?v=bUsd2rRk8oo</a></p></p>
<h3>Swiss CargoTube: Pricing</h3>
<p>Zurück zur Swiss CargoTube. Beat Fahrni sagte an der Medienorientierung ganz klar: &#8220;Mega-Projekte MÜSSEN sich Privat-Wirtschaftlich rechnen!&#8221; So gibt es für die unterirdische Güterbahn verschiedene Möglichkeiten, um Einnahmen zu machen:</p>
<ul>
<li> Anschluss-Gebühren und -Optionen</li>
<li> Fracht-Tarife, Tarif-Optionen</li>
<li> Langfristige Transport-Dienstleistungs-Verträge</li>
<li> Staatsbeiträge (für die Entlastung Strasse &amp; Schiene)</li>
<li> Lizenzerträge aus Patenten</li>
<li> etc.</li>
</ul>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="Swiss CargoTube" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/Swiss_CargoTube_1.jpg" alt="" width="465" height="254" /></p>
<h3>Weshalb es die Swiss CargoTube braucht</h3>
<p>Fakt ist: Das Handelsvolumen weltweit nimmt von Jahr zu Jahr zu. Auch jetzt, in der Wirtschaftskrise. Die Infrastrukturbereitstellung jedoch ist nicht immer im gleichen Umfang möglich wie das Wachstum des Transportvolumens. Es sind zunehmende Engpässe zu erwarten.</p>
<p>Die Swiss CargoTube bietet garantierte Transportzeiten, keine zeitlichen Einschränkungen (Nachtfahrverbot), einen kontinuierlichen Güterfluss und verhindert Stausituationen.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/Bild7-1.png" alt="" width="512" height="83" /></p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/Bild8-1.png" alt="" width="516" height="81" /></p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="Staus in der Schweiz" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/Bild9-1.png" alt="" width="514" height="348" /></p>
<p>Der Schienengüterverkehr läuft oft über stark frequentierte Strecken, so zum Beispiel zwischen Zürich und Bern und auf der Nord-Süd-Achse. Dadurch gibt es tagsüber kaum freie Kapazitäten und der Transport ist fast ausschliesslich nachts möglich.</p>
<h3>Konklusionen</h3>
<p>Tolles Konzept! Die Menschen in der Schweiz werden auch in Zukunft mobil sein und der Verkehr wird zunehmen, sowohl auf Strasse und Schiene als auch in der Luft. Umso wichtiger sind solche Projekte. Nun wäre es imho an der Zeit, dass sich SBB, Post, Logistikfirmen, Bund, Kantone, Swissmetro, Swiss CargoTube und Co. zusammensetzen und die mobile Zukunft der Schweiz gestalten und koordinieren.</p>
<p>Wir brauchen neue Ideen und Technologien, um unser Land voranzubringen. Es kann und darf nicht sein, dass wir auf dem heutigen Stand stehen bleiben und einfach stur die bestehenden Infrastrukturen noch mehr und noch mehr vergrössern und erweitern. So verbauen wir schlussendlich unser ganzes schönes Land und es wird in etwa so aussehen:</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="Genf und Lausanne Autobahn" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/Bild10-1.jpg" alt="" width="453" height="364" /></p>
<p>An dieser Stelle und als Abschluss noch der Link zum neusten Artikel im Swissmetro-Blog: <a href="http://swissmetro.wordpress.com/2009/05/12/the-future-begins-today/">The Future Begins Today&#8230;</a></p>
<p><em><span style="font-size: xx-small;">Bilder © PPP Schweiz / Swiss CargoTube / Swissmetro</span></em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Rhätische Bahn: &#8220;NO PICTURES!&#8221; beim Landwasserviadukt</title>
		<link>http://schweizweit.net/2009/05/13/rhatische-bahn-no-pictures-beim-landwasserviadukt/</link>
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		<pubDate>Wed, 13 May 2009 12:11:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Hobi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>

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		<description><![CDATA[Was es mit der Aufschrift "NO PICTURE!" beim Landwasserviadukt der Rhätischen Bahn auf sich hatte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Einige schweizweit.net-Leser wollten von mir wissen, was es mit dem Schriftzug <strong>&#8220;NO PICTURE!&#8221;</strong> beim Landwasserviadukt der Rhätischen Bahn auf sich hat. In diversen Medien-Artikeln und auch beim Fotodienst Flickr fand man entsprechende Bilder:</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="Rhätische Bahn Landwasserviadukt No Pictures" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/RhBLWV.jpg" alt="" width="455" height="649" /></p>
<p>Also habe ich heute morgen kurz beim Mediensprecher der Rhätischen Bahn nachgefragt und dabei folgende Antwort erhalten:</p>
<blockquote><p>(&#8230;) Die Affiche No pictures! haben wir mit der Absicht montiert, dass keine Bilder vom rot eingekleideten Viadukt bereits vor der offiziellen Medienpräsentation von gestern veröffentlicht werden. Auch die damit  verbundene Irritation hat natürlich zu einem beabsichtigten Effekt geführt&#8230; (&#8230;)</p></blockquote>
<p>Das kann man wohl sagen! ;-)</p>
<h3>Der Landwasserviadukt</h3>
<p>Der Landwasserviadukt gehört zu den spektakulärsten Bahnbauten der Schweiz und beeindruckt auch über 100 Jahre nach seine Bau die Reisenden. Manche Bahnfreaks (&#8220;Ferrosexuelle&#8221;) reisen alleine für den Viadukt von weit her an.</p>
<p>Mit dem Bau wurde 1901 begonnen, nachdem die Schweizerische Bundesversammlung am 30. Juni 1898 festhielt: &#8220;Die Eingenossenschaft bewilligt dem Kanton Graubünden zum Zwecke der Erstellung schmalspuriger Eisenbahnen von Thusis über Filisur nach St. Moritz (&#8230;) eine einmalige Subvention von 8 Millionen Franken unter der Bedingung, (&#8230;) dass Kanton und Gemeinden Graubündens sich an der der Erstellung der genannten Bahnlinien mit einem Betrage von wenigstens 7 Millionen Franken in Aktien beteiligen und dass bei der Ausführung derselben die aus militärischen Rücksichten festgesetzten Forderungen erfüllt werden.&#8221;</p>
<p>Durch den Bau verkürzte sich die Reisezeit durchs Albulatal markant. Brauchte man früher mit der Postkutsche noch 12 bis 14 Stunden von Chur bis St. Moritz, so dauerte es im Jahr 1903 mit dem Dampfzug nur noch rund vier Stunden. Heute erreicht man den Nobelkurort St. Moritz von Chur aus sogar in zwei Stunden.</p>
<p>In 65 Metern Höhe, mit einem äusserst engen Radius von nur 100 Metern und einer Länge von 143 Metern, gehört der Landwasserviadukt seit letztem Sommer zum UNESCO Weltkulturerbe.</p>
<p style="text-align: center;"><a title="Landwasserviadukt von alavanaris bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/alavanaris/2599326171/"><img class="aligncenter" src="http://farm4.static.flickr.com/3286/2599326171_7efd670173.jpg" alt="Landwasserviadukt" width="500" height="375" /></a><br />
<em><span style="font-size: xx-small;">Bild © (<a href="http://creativecommons.org/about/">cc</a>) alavanaris (<a href="http://flickr.com">flickr.com</a>)</span></em></p>
<h3>Die Renovation des Landwasserviaduktes</h3>
<p>Nach 106 Jahren tadellosem Betrieb wird der Landwasserviadukt nun renoviert. Da er zum Weltkulturerbe gehört, darf dabei sein Äusseres nicht verändert werden.</p>
<p>Bei der Renovation werden vor allem zwei Dinge auf den heutigen technischen Stand gebracht: Es gibt einen neuen Schottertrog für die Geleise und das Mauerwerk wird gepflegt, indem alle Fugen mit neuem Mörtel repariert werden. Dies geschieht bei laufendem Betrieb, ohne dass dadurch ein Zug ausfallen soll. Deshalb werden viele Arbeiten auch in der Nacht stattfinden.</p>
<p>Live-Webcam:</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="Live Webcam Landwasserviadukt Rhätische Bahn" src="http://rhb-webcam.icsurselva.ch/Web/Landwasserviadukt.jpg" alt="" width="464" height="348" /></p>
<p>Das Marketing der Rhätischen Bahn stellte sich dabei geschickt an. Normalerweise haftet Baustellen ein negatives Image an. Dies ist vor allem auch bei Sehenswürdigkeiten der Fall. Niemand geht gerne in ein weltbekanntes Museum, wenn es gerade renoviert ist und niemand will den Eiffelturm sehen, wenn er gerade von Arbeitern auf Gerüsten renoviert wird.</p>
<p>Ähnlich hätte es auch beim Landwasserviadukt sein können: Wer fotografiert ihn schon gerne, wenn er in Gerüste gehüllt ist? Also beschloss man kurzerhand, aus der Renovation ein Erlebnis und etwas Besonderes zu machen. Man hüllte den Viadukt in eine rote Verpackung und schon ist es ein Privileg, über das &#8220;Kunstwerk Landwasserviadukt&#8221; zu fahren, während es renoviert wird. So einfach scheint es zu sein.</p>
<p>Die Fahrgäste in den Regioexpresszügen und in den Panoramazügen Bernina- und Glacier Express würden während der Instandsetzungszeit besonders verwöhnt, schreibt die RhB weiter. Bis zur Aufnahme des regulären Fahrbetriebs fahren die Züge im Schritttempo über das Viadukt. Dass diese Massnahme technisch bedingt ist, wird nur nebenbei erwähnt.</p>
<h3>Der Landwasserviadukt in Zahlen</h3>
<ul>
<li>Länge: 142 m</li>
<li>Höhe: 65 m</li>
<li>Breite alt: 4.70 m</li>
<li>Breite neu: 5.45 m</li>
<li>Mauerwerk: 9&#8217;200 m3, hauptsächlich Kalkdolomit aus dem Landwassertal</li>
<li>Kosten für die Renovation: 4.6 Millionen Franken</li>
<li>Dauer der Renovation: Bis November 2009</li>
<li>Verhüllung: 6&#8217;200 m2 rotes Schutznetz</li>
<li>Mannstunden für die Renovation: 24&#8217;000</li>
<li>Überquerende Züge pro Jahr: 22&#8217;000</li>
</ul>
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		<item>
		<title>10 Tipps, wie man im ÖV Geld spart</title>
		<link>http://schweizweit.net/2009/04/24/10-tipps-wie-man-im-ov-geld-spart/</link>
		<comments>http://schweizweit.net/2009/04/24/10-tipps-wie-man-im-ov-geld-spart/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 24 Apr 2009 12:11:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Hobi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[SBB]]></category>

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		<description><![CDATA[Hier gibt es 10 Tipps, wie man günstig Zug, Bus und Tram fährt und dabei viel Geld spart.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p style="text-align: center;"><a title="Waiting for the train... von Tambako the Jaguar bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/tambako/2757007029/"><img class="aligncenter" src="http://farm4.static.flickr.com/3010/2757007029_fe01a1d4cb.jpg" alt="Waiting for the train..." width="500" height="329" /></a><br />
<em><span style="font-size: xx-small;">Bild © (<a href="http://creativecommons.org/about/">cc</a>) Tambako the Jaguar (<a href="http://flickr.com">flickr.com</a>)</span></em></p>
<p>Die Finanz- und Wirtschaftskrise macht vielen Menschen zu schaffen. Das Geld sitzt nicht mehr so locker wie auch schon und mancher Franken oder sogar Rappen muss zweimal umgedreht werden.</p>
<p>Doch in vielen Bereichen des täglichen Lebens gibt es Sparpotenzial. Auch im öffentlichen Verkehr. Je nachdem, wie oft und wie weit man mit öffentlichen Verkehrsmittel fährt, gibt es verschiedene Tipps, wie man Geld sparen kann.</p>
<h3>1. Retour ist besser als zweimal einfach</h3>
<p>Manche Leute lösen &#8211; aus welchen Gründen auch immer &#8211; jeweils nur ein einfaches Billett, obwohl sie wissen, dass sie noch am gleichen Tag zurück fahren werden. Auf langen Strecken spielt es keine Rolle, ob man zwei einfache Billette oder gleich ein Retourbillett löst. Bei kurzen Strecken jedoch kann es einen Unterschied machen. So kostet zum Beispiel ein einfaches Billett Maienfeld &#8211; Landquart mit Halbtax 2.20 Franken. Dies ist der Mindestpreis für ein einfaches Billett bei der SBB. Ein Retourbillett hingegen kostet nicht das doppelte, sondern bloss 3.40 Franken. Eine Ersparnis von genau einem Franken, oder 23%!</p>
<h3>2. Halbtax / Gleis 7</h3>
<p>Das <a href="http://mct.sbb.ch/mct/reisemarkt/abonnemente/halbtax.htm">Halbpreis-Abonnement</a> (umgangssprachlich &#8220;Halbtax&#8221; genannt) berechtigt zu einer Ermässigung von 50% auf fast alle Billette. Ausserdem erhält man mit dem Halbtax auf internationale Billette einen Rabatt von 25%. Für Vielfahrer lohnt es sich also, sich ein Halbtax zuzulegen.</p>
<p>Je nach individuellem Bedürfnis kann man das Halbtax für ein, zwei oder drei Jahre kaufen (CHF 150 / 250 / 350).</p>
<p>Jugendliche bis 25 Jahre haben ausserdem die Möglichkeit, zusätzlich zum Halbtax noch ein Gleis 7 zu kaufen, welches zur freien Fahrt ab Abends 19:00 Uhr berechtigt. Und dies zu einem unschlagbaren Preis von nur 99 Franken pro Jahr! Mehr dazu auf <a href="http://www.gleis7.ch">www.gleis7.ch</a>.</p>
<h3>3. Streckenabo / Verbund-Abo</h3>
<p>Das <a href="http://mct.sbb.ch/mct/reisemarkt/abonnemente/streckenabonnemente.htm">Streckenabo</a> eignet sich für alle, welche regelmässig die gleiche Strecke fahren. Es ist wahlweise erhältlich für 7 Tage, 1 Monat oder 1 Jahr. Beim Jahresabo erhält man ganze drei Monate geschenkt (9 x Preis eines Monatsabos)!</p>
<p><a href="http://mct.sbb.ch/mct/reisemarkt/abonnemente/verbunde.htm">Verbundabos</a> wurden geschaffen für Reisende, welche oft in einer bestimmten Region unterwegs sind. Vom Engadin bis Genf, von Schaffhausen bis in den Tessin gibt es überall verschiedene Tarifverbunde, für welche man Verbundabos lösen kann.</p>
<p>Bestellen kann man die Strecken- und Verbundabos bequem via Internet oder am SBB-Bahnschalter.</p>
<h3>4. Firmen-GA / Firmen-Abo nutzen</h3>
<p>Diverse Schweizer Firmen sind in Besitz von Firmen-GAs für die erste oder zweite Klasse. Diese können von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der entsprechenden Firma genutzt werden. Vor Geschäftsreisen empfiehlt es sich, bei seinem Arbeitgeber nachzufragen, ob solche GAs vorhanden sind oder allenfalls angeschafft werden können. Und schon hat man wieder einige Franken gespart.</p>
<p>Oder aber man profitiert von den Firmenabos, wie man sie zum Beispiel beim <a href="http://www.ostwind.ch/index.php?TPL=113&amp;x270_id=62&amp;listsearch=1">Ostwind</a> kennt.</p>
<h3>5. Privates Generalabo</h3>
<p>Wer auch privat viel unterwegs ist, der interessiert sich vielleicht für das <a href="http://mct.sbb.ch/mct/reisemarkt/abonnemente/ga.htm">Generalabo</a>. Mit dieser Karte hat man freie Fahrt auf allen Strecken der SBB, bei den meisten Privatbahnen, sowie bei Postauto, diversen Schiffen, Trams und Bussen. Ein Verkehrsnetz von insgesamt über 23&#8217;500 Kilometern wartet darauf, von den GA-Besitzern erkundet zu werden!</p>
<p>Das Sortiment ist sehr breit. Erste Klasse, zweite Klasse, Jugendliche, Senioren, Familien, Hunde; für alle gibt es die entsprechenden Generalabos. Preislich liegen die Karten zwischen 620 Franken (für Kinder) und 4&#8217;850 Franken (für Erwachsene in der ersten Klasse).</p>
<h3>6. Gemeinde-Tageskarte</h3>
<p>Selten mit dem ÖV unterwegs? Das heisst nicht, dass man deshalb nichts sparen könnte! Diverse Gemeinden bieten für ihre Bürgerinnen und Bürger sogenannte Gemeinde-Tageskarten an, welche analog dem GA zur freien Fahrt an einem ganz bestimmten Tag berechtigen.</p>
<p>Die Preise werden dabei von den einzelnen Gemeinden selber festgelegt und variieren grösstenteils zwischen 25 und 45 Franken. Auf <a href="http://www.tageskarte-gemeinde.ch">www.tageskarte-gemeinde.ch</a> findet man einen Überblick über noch verfügbare Gemeinde-Tageskarten.</p>
<h3>7. Tageskarte SBB</h3>
<p>Alle Gemeinde-Tageskarten schon weg? Halb so wild, für Halbtax-Besitzer gibt es auch noch diverse andere <a href="http://mct.sbb.ch/mct/reisemarkt/billette/tageskarten.htm">Tageskarten</a>. Für Hunde, für Kinder, für Velos, jedem Bedürfnis seine Karte, das Sortiment ist breit.</p>
<p>Besonders günstig reist man, wenn man erst nach 9:00 Uhr morgens losfährt und dabei von den 9-Uhr-Tageskarten profitieren kann.</p>
<p>Erhältlich sind alle diese Tageskarten an den SBB-Schaltern, am Billettautomat und im Internet.</p>
<h3>8. City-Tickets</h3>
<p>Mit <a href="http://mct.sbb.ch/mct/reisemarkt/billette/gewoehnliches-billett/city-city-ticket.htm">City-Tickets</a> reist man nicht nur von A nach B, sondern kann in den entsprechenden Ausgangs- und Bestimmungs-Städten auch gleich die Stadtbusse und Trams benutzen. Alles im Billett inbegriffen. Von A wie Aarau bis Z wie Zürich machen fast alle grossen Städte der Schweiz mit.</p>
<h3>9. Junior-Karte / Enkel-Karte</h3>
<p>Bei Familien ist das Budget manchmal knapp. Nicht nur aus diesem Grunde hat die SBB speziell günstige Angebote für Familien und Verwandte auf die Beine gestellt.</p>
<p>Mit den <a href="http://mct.sbb.ch/mct/reisemarkt/abonnemente/familien_kinder/juniorkarte.htm">Junior-Karten</a> reisen Kinder in Begleitung ihrer Eltern gratis. Und dies kostet nur 20 Franken pro Jahr! Ab dem dritten Kind erhält man die Junior-Karte sogar gratis, wenn alle drei Junior-Karten gleichzeitig bezogen werden. Gibt es da noch einen Grund, den eigenen Kindern KEINE Junior-Karte zu kaufen?</p>
<p>Natürlich wurde dabei auch an die <a href="http://mct.sbb.ch/mct/reisemarkt/abonnemente/familien_kinder/enkelkarte.htm">Grosseltern</a> gedacht, denn auch diese sind hin- und wieder mit den Enkelinnen und Enkeln unterwegs. Für nur 60 Franken im Jahr reisen die Kinder in Begleitung der Oma oder des Opa ein Jahr lang kostenlos im Zug.</p>
<h3>10. Job bei der SBB ;-)</h3>
<p>Die SBB sorgt mit über 28&#8217;000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern rund um die Uhr für einen sicheren und pünktlichen Bahnbetrieb. Damit ist sie eine der grössten Arbeitgeberinnen der Schweiz.</p>
<p>Vielleicht gehörst auch du bald zur SBB-Familie; ein Blick in <a href="http://mct.sbb.ch/mct/konzern_dienstleistungen/konzern_jobs.htm">SBB-Stellenbörse</a> lohnt sich auf jeden Fall! Als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter der SBB erhältst du Fahrvergünstigungen im In- und Ausland und reist besonders günstig mit dem öffentlichen Verkehr.</p>
<p>Hinzu kommen Vergünstigungen für Weiterbildung und Fitness, günstige SBB-Ferienwohnungen, betriebsinterne Freizeitorganisationen und vieles mehr.</p>
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		<item>
		<title>SBB-Bilanzmedienkonferenz 2009: Zahl der Reisenden nahm um 5.2% zu</title>
		<link>http://schweizweit.net/2009/04/02/sbb-zahl-der-reisenden-nahm-um-52-zu/</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Apr 2009 07:52:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Hobi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[SBB]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor wenigen Minuten - um 09:30 Uhr - hat die diesjährige Bilanzmedienkonferenz der SBB begonnen. Dank guter Ergebnisse im Personenverkehr und im Immobiliengeschäft konnte die SBB im Jahr 2008 das Gesamtergebnis deutlich auf CHF 345 Mio steigern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Vor wenigen Minuten &#8211; um 09:30 Uhr &#8211; hat die diesjährige Bilanzmedienkonferenz der SBB begonnen. Dank guter Ergebnisse im Personenverkehr und im Immobiliengeschäft konnte die SBB im Jahr 2008 das Gesamtergebnis deutlich auf CHF 345 Mio steigern.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/SBB/149bf137.jpg" alt="" width="453" height="326" /></p>
<h3>Personenverkehr</h3>
<p>Die Zahl der Reisenden nahm im Vergleich zum Vorjahr um 5.2% zu. Damit bestätigt sich die wachsende Nachfrage, wie wir sie auch in den Jahren davor schon gesehen haben. Der ÖV wird je länger je beliebter. 322.6 Mio Menschen durften wir im letzten Jahr transportieren; die Zahl der zurückgelegten Personenkilometer stieg dabei auf 16.14 Milliarden (+7.6%). Am stärksten stieg die Nachfrage dabei während der Hauptverkehrszeit, also bei den Pendlern. Dort durfte die SBB eine Zunahme von sogar 8 Prozent verzeichnen. Dies stellt unser Unternehmen vor grosse finanzielle und qualitative Herausforderungen. Der Gewinn im Personenverkehr beträgt 276.8 Mio Franken.</p>
<h3>Güterverkehr (Cargo)</h3>
<p>Die Sanierung und die notwendige Positionierung von SBB Cargo kam im letzten Jahr voran. SBB Cargo schloss im letzten Jahr mit einem Ergebnis von -29.9 Mio Franken (2007: -190.4 Mio). Es zeigt sich, dass die Sanierungsmassnahmen griffen. Das Güter-Unternehmen reduzierte im 2008 die Verkehrsleistung um 6.3% auf 12.53 Milliarden Nettotonnenkilometer, was auf den Rückzug aus wenig rentablen Verkehren im internationalen Geschäft und auf die negativen Folgen der Wirtschaftsentwicklung zurück zu führen ist.</p>
<h3>Infrastruktur</h3>
<p>Diese Division schloss das 2008 mit einem Ergebnis von CHF 30.4 Millionen (2007: 32.2 Mio). Obwohl unser Unternehmen ihr Schienennetz sehr intensiv nutzt, intensiver als jede andere Bahn auf der Welt, stieg die Zahl der auf dem SBB-Netz zurückgelegten Trassenkilometer um 2.5%.</p>
<h3>Immobilien</h3>
<p>Im letzten Jahr verbesserte SBB Immobilien das Betriebsergebnis um 7.6% auf 291.6 Millionen. Nach Ausgleichszahlungen an die Infrastruktur (CHF 69.0 Mio) und Zins- und Amortisationsleistungen an die Pensionskasse SBB (CHF 132.1 Mio) reduziert sich das ausgewiesene Ergebnis auf 3.3 Mio Franken.</p>
<p>Die Bedeutung der Bahnhöfe als Zentren umfassender Dienstleistungsangebote im Rahmen der integrierten Mobilität nimmt stetig zu. Die Ladengeschäfte und Lokale in den 31 grössten Bahnhöfen verzeichneten im letzten Jahr ein erneutes Umsatzwachstum von 6.1%.</p>
<h3>Unternehmen und Politik sind gefordert</h3>
<p>Für den Bahnbetrieb der SBB zeichnet sich bis ins Jahr 2050 ein Investitionsbedarf  für Infrastruktur und Rollmaterial von ca. 60 Milliarden Franken ab. Allein für die geplante Anschaffung von neuem Rollmaterial bis 2030 (welche die SBB aus eigenem Sack bezahlen muss) benötigt unser Unternehmen Finanzmittel in der Höhe von 20 Milliarden Franken. Hierfür müssen neue Finanzierungsmöglichkeiten erschlossen werden. Ausserdem gilt es, alle Möglichkeiten einer zukünftigen Finanzierung von Infrastrukturvorhaben zu prüfen.</p>
<p>Die Tatsache, dass die SBB seit ihrem Start als spezialrechtliche Aktiengesellschaft 1999 in jedem Geschäftsjahr einen negativen Free Cashflow erzielte, schwächt das Unternehmen und belastet die Aussichten der SBB, die Herausforderungen der Zukunft erfolgreich zu gestalten. Um die stetig steigende Verschuldung mindestens zu stabilisieren, müssen die finanziellen und rechtlichen Rahmenbedingungen der SBB hinterfragt werden. Ansonsten fehlen der SBB in Zukunft die nötigen Mittel, um die geplanten Investitionen in neue Züge zu finanzieren und das Angebot im Interesse der Kunden kontinuierlich weiter zu entwickeln. Es ist sicherzustellen, dass die SBB in allen Geschäftsfeldern genügend Mittel erwirtschaften kann und verwenden darf, um die Weiterentwicklung des normalen Betriebs finanzieren und allfällige Sonderkosten tragen zu können.</p>
<p>Gefordert sind Unternehmen und Politik schliesslich auch bei der Sanierung der Pensionskasse SBB, deren Deckungsgrad Ende 2008 aufgrund der Finanzkrise auf 79,2 % sank. Die Sanierung der Folgen der aktuellen Finanzkrise auf die PK SBB muss von SBB und Mitarbeitenden gemeinsam geleistet werden. Der Stiftungsrat der Pensionskasse wurde vom Bundesamt für Sozialversicherung aufgefordert, bis Mitte 2009 Sanierungsmassnahmen vorzubereiten. Für die Sanierung desjenigen Teils der Unterdeckung, der infolge der unvollständigen Ausfinanzierung der PK SBB 1999 durch den Bund entstand, erwartet die SBB hingegen vom Bund einen namhaften Sanierungsbeitrag, mit dem die Deckungslücke des Pensioniertenteils der PK SBB geschlossen werden kann. Die SBB selber sanierte den Aktiventeil der Kasse bereits per 1. Januar 2007 mit einem Beitrag von CHF 1,5 Mia. Der Bundesrat schickte 2008 eine Vorlage mit vier Varianten zur Sanierung der PK SBB in die Vernehmlassung. Gestützt auf die Resultate des Vernehmlassungsverfahrens erarbeitet er derzeit eine Vorlage an die eidgenössischen Räte. Diese soll im Verlauf von 2009 vorliegen. In dem Umfang, in dem der Bund die Lücke der PK SBB nicht schliesst, braucht es eine Sanierungslösung, die von Unternehmen und Mitarbeitern getragen wird. Damit die SBB dieser Aufgabe nachkommen kann, braucht sie indes einen unternehmerischen Handlungsspielraum, der es erlaubt, die dazu nötigen Mittel zu erwirtschaften. Dieser Spielraum ist derzeit nicht gegeben.</p>
<p>Sollte es der SBB hingegen erlaubt sein, ausreichend Gewinn zu erzielen, würde die SBB selbstverständlich abermals einen substanziellen Beitrag an die Sanierung der PK SBB leisten.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/BilanzGross.jpg" alt="" width="467" height="627" /></p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/BilanzKlein.jpg" alt="" width="467" height="274" /></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Mehr Informationen über die 1. Klasse-Lounge der SBB in Zürich HB</title>
		<link>http://schweizweit.net/2009/03/17/mehr-informationen-uber-die-1-klasse-lounge-der-sbb-in-zurich-hb/</link>
		<comments>http://schweizweit.net/2009/03/17/mehr-informationen-uber-die-1-klasse-lounge-der-sbb-in-zurich-hb/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 17 Mar 2009 10:12:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Hobi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[SBB]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://schweizweit.net/?p=4213</guid>
		<description><![CDATA[Die Sonntagspresse schrieb über die 1. Klasse-Lounge in Zürich HB und fast alle anderen Medien griffen die Story am Montag auf. Nichts neues war die "Neuigkeit" für die Leser von schweizweit.net; die wussten schon seit Juli 2008 Bescheid. ;-)

Heute gibt es noch mehr Details zur SBB Firstclass Lounge in Zürich HB.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><strong>Die Sonntagspresse schrieb über die 1. Klasse-Lounge in Zürich HB und fast alle anderen Medien griffen die Story am Montag auf. Nichts neues war die &#8220;Neuigkeit&#8221; über die Lounge für die Leser von schweizweit.net; die wussten schon seit Juli 2008 Bescheid. ;-)</strong></p>
<p><strong>Heute gibt es weitere Infos zur Lounge. Wie sieht sie aus? Wer hat Zutritt?<br />
</strong></p>
<p>Nachdem ich über ein Architekten-Büro und einen schweizweit.net Leser im Sommer 2008 auf die geplante 1. Klasse-Lounge der SBB in Zürich HB aufmerksam gemacht wurde, schrieb ich einen ersten Artikel mit Bildern und Skizzen. (<a href="http://schweizweit.net/2008/07/08/sbb-first-class-lounge-zuerich-hb/">&#8220;Zürich HB: So sieht die SBB First Class Lounge aus&#8221;</a>)</p>
<p>Vergangenes Wochenende erfuhren auch die Mainstream-Medien über die <a href="http://www.sda.ch/de/sda-ag/">Agentur sda</a> davon. Die sda (Schweizerische Depeschenagentur AG) ist die nationale Nachrichtenagentur der Schweiz.</p>
<p>Zusammen mit den Infos verschickte die sda auch folgendes Bild an die Medien:</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="SBB 1. Klasse Lounge Zürich HB" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/BildSBBLounge.jpg" alt="" width="487" height="365" /></p>
<p>Die zwei nun folgenden Bildern fand man nirgends in den Medien. Ihr Leser von <strong>schweizweit.net</strong> gehört also mal wieder zu den ersten, die diese zu Gesicht bekommen. ;-)</p>
<p>Hier sieht man den Eingangsbereich der Lounge mit dem Empfang. Direkt neben dem Empfang gibt es eine Ecke mit RailAway- und RailTour-Prospekten sowie einen Abfahrts- und Ankunftsmonitor für die nächsten Verbindungen. Ich hoffe einfach, dass es nur selten vorkommt, dass die Züge so verspätet sind wie auf diesem Bild angezeigt&#8230; :-/</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/AbgabeLounge-1.jpg"><img class="aligncenter" title="SBB 1. Klasse Firstclass Lounge Zürich HB" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/AbgabeLounge.jpg" alt="" width="564" height="392" /></a></p>
<p>Interessant auch, dass die Lounge zwar im HB zu finden sein wird, der Ankunftsmonitor auf dem Bild jedoch derjenige des Bahnhofes Basel SBB ist&#8230; ;-)</p>
<p>Am Empfang werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SBB arbeiten, die im Moment im Verkauf (Billettschalter, Beratung, etc.) des Hauptbahnhof Zürich eingesetzt werden. Wie mir die SBB mitteilte, werden diese Mitarbeiter/innen auch weiterhin in einem Tournus SBB Lounge / Billettschalter eingesetzt.</p>
<p>In der SBB-Lounge wird es möglich sein, die gleichen Billette und Fahrausweise zu kaufen, wie am Schalter auch, da dort das gleiche Verkaufssystem eingesetzt wird. So haben die Besitzer eines 1. Klasse-GAs zum Beispiel die Möglichkeit, ihr GA hier auf der Durchreise zu verlängern, ohne am eigentlichen Bahnschalter anstehen zu müssen. (Wer möchte, kann das GA natürlich auch weiterhin per Post oder RailService erneuern.) Selbstverständlich stehen die SBB-Mitarbeiter in der Lounge auch für Fahrplanauskünfte zur Verfügung.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="SBB 1. Klasse Lounge First Class Zürich HB" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/LoungeFinal.jpg" alt="" width="496" height="322" /></p>
<p>Auf diesem Bild sieht man zwei 6er-Sitzecken der Lounge. Mir persönlich gefällt das Interieur mit dem edlen Parkettboden, den styligen Sitzgelegenheiten, den modischen Lampen und den in rot gehaltenen Bergen an der Wand.</p>
<p>Zugang zu dieser SBB 1. Klasse-Lounge haben übrigens alle Besitzer eines 1. Klasse-GA <strong>inklusive einer Begleitperson</strong>, Internationalreisende mit einem Fahrausweis der ersten Klasse, sowie Railteam-Vielfahrer mit Fahrausweisen für die 1. oder 2. Klasse.</p>
<p>Keinen Zutritt haben Reisende mit FVP 1. Klasse (MitarbeiterInnen der verschiedenen öffentlichen Verkehrsunternehmen der Schweiz) und Reisende mit nationalen Fahrausweisen 1. Klasse.</p>
<h3>Was bietet die SBB 1. Klasse-Lounge?</h3>
<p>Gratis-Internet, kostenlose Zeitungen und ebenso kostenlose Verpflegungsmöglichkeiten sind nur der Anfang. Hinzu kommen kostenlose Getränke (Kaffee, Tee, Softdrinks und alkoholfreies Bier.)</p>
<p>So lässt es sich in der ruhigen, bequemen Club-Atmosphäre gediegen auf den nächsten Zug warten.</p>
<h3>Braucht es die Lounge überhaupt?</h3>
<p>Manche Leser werden sich jetzt fragen, wozu es diese Lounge überhaupt braucht. Schliesslich gibt es kaum ein Land, in welchem die Verbindungen und Umsteigemöglichkeiten von einem auf den anderen Zug so perfekt zusammenpassen wie in der Schweiz.</p>
<p>Stimmt. Trotzdem kann es vorkommen, dass man sich längere Zeit im Hauptbahnhof aufhält. Sei es nun, weil man den Anschlusszug verpasst hat (da man unbedingt noch beim Sprüngli ein paar Luxemburgerli für die Frau holen wollte) oder von einem Meeting in der Stadt kommt und gerade kein Zug in die gewünschte Richtung fährt.</p>
<h3>Meinungen</h3>
<p>Wie denkt ihr über die Firstclass-Lounge der SBB? Schreibt eure Meinungen in die Kommentare!</p>
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		<item>
		<title>Militärpolizei in SBB-Zügen</title>
		<link>http://schweizweit.net/2009/03/11/militarpolizei-in-sbb-zugen/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 Mar 2009 13:11:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Hobi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[SBB]]></category>

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		<description><![CDATA[Oft benehmen sich Schweizer Soldaten im Ausgang daneben. Dies ist einer der Gründe, weshalb die Bevölkerung nur bedingt stolz ist auf die "die beste Armee der Welt". Der neue Armeechef Andre Blattmann will dies nun ändern und setzt vermehrt die Militärpolizei ein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><center><object width="378" height="346"><param name="movie" value="http://www.sf.tv/videoplayer/embed/d310355b-32a1-4c8d-82d6-ff731a697ac5&#038;live=false"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="scale" value="noscale" /><embed src="http://www.sf.tv/videoplayer/embed/d310355b-32a1-4c8d-82d6-ff731a697ac5&#038;live=false" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="378" height="346" scale="noscale" allowFullScreen="true" salign="lt"></embed></object></center></p>
<p><strong>Oft benehmen sich Schweizer Soldaten im Ausgang daneben. Dies ist einer der Gründe, weshalb die Bevölkerung nur bedingt stolz ist auf die &#8220;die beste Armee der Welt&#8221;. Der neue Armeechef Andre Blattmann will dies nun ändern und setzt vermehrt die Militärpolizei ein.</strong></p>
<p>Wie Blattmann vor einigen Tagen gegenüber der Mittelland-Zeitung sagte, habe er dem Kommandanten der militärischen Sicherheit den Auftrag erteilt, die Soldaten vermehrt zu kontrollieren. Dies dürfte auch im Sinne jener Militärangehörigen sein, die sich vor dem Antreten und nach dem Abtreten korrekt und vorbildlich verhalten.</p>
<p>Auch wenn wir aus Zugpersonal-Sicht ganz klar grössere Probleme haben als das Militär, bin ich doch froh um diese Nachricht. Denn jedes Wochenende kam es vor, dass Soldaten &#8211; sobald sie in Gruppen auftraten &#8211; vandalierten oder im Zug rauchten. Wenn wir Glück hatten, hinterliessen sie einfach &#8220;nur&#8221; eine riesige Unordnung. Dass sich andere Mitreisende und vor allem Touristen dadurch gestört fühlten, versteht sich von selbst.</p>
<blockquote><p><strong>Wenn man dann noch schaut, wie sich viele Rekruten in den Zügen aufführen (Alkohol und Gegröle bis zum abwinken), dann drängt sich wirklich die Frage auf, ob hier nicht etwas schief läuft. Die Schweiz, das Land mit den grölenden Soldaten. Das ist es, was die Touristen sehen wollen, die von weit her für viel Geld zu uns reisen.</strong><br />
<em>Andreas Hobi in <a href="http://schweizweit.net/2007/12/12/die-soldaten-mit-ihren-sturmgewehren/">&#8220;Die Soldaten mit ihren Sturmgewehren&#8221;</a></em></p></blockquote>
<p>Ich selber kenne ein paar dutzend Fälle, in welchen die Polizei gerufen werden musste, weil die Probleme mit den Soldaten überhand nahmen. Zwei Fälle sind mir bekannt, in welchen ein grösseres Polizeiaufgebot eingesetzt werden musste. Einen davon habe ich sogar selbst miterlebt, als ich einen von Basel kommenden Zug in Zürich zur Weiterfahrt nach Chur übernahm. Die von Basel kommenden Rekruten enterten einen ganzen Waggon, belästigten die Mitreisenden, schlitzen die Sitze auf, kifften und rauchten im Zug. Den Zugbegleiter liessen sie schon gar nicht mehr in den Wagen. In Zürich wurden sie dann von Kantonspolizisten in Vollmontur erwartet. Wie gesagt, dies sah ich mit eigenen Augen, weil ich diesen Zug dann für die Weiterfahrt nach Chur übernahm.</p>
<p>Wie schon erwähnt: Das Zugpersonal hat grössere Probleme, trotzdem freut mich diese neue Nachricht. Und auch die Mehrheit der Bevölkerung steht hinter dem Entscheid von Andre Blattmann, wie eine nicht repräsentative Umfrage des Schweizer Fernsehens zeigt:</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/militaerumfrage.jpg" alt="" width="455" height="372" /></p>
<p><strong>&#8220;Es ärgert mich, wenn die Armee pauschal als unordentlich bezeichnet wird&#8221;</strong>, sagte Blattmann als Reaktion auf betrunkene und bekiffte Soldaten in Zügen. <strong>&#8220;Dabei sind nur ein paar wenige dafür verantwortlich.&#8221;</strong></p>
<p>Blattmann will die militärischen Ordnungshüter vor allem in jenen Zügen einsetzen, in welchen viele Soldaten und Rekruten einrücken oder abtreten; also am Freitagabend / Samstagmorgen und am Sonntagabend. Ausserdem soll die Militärpolizei auch im Ausgang auftreten, also an jenen Orten, welche von Militärangehörigen oft und stark besucht werden.</p>
<p>Ich persönlich finde diese Nachricht toll und hoffe, dass die vermehrte Präsenz der Militärpolizei dafür sorgt, dass sich weniger Reisende durch Soldaten belästigt fühlen. Ausserdem würde es mich freuen, wenn dadurch die Raucherei und Kifferei auf den Zugstoiletten ein Ende hätte. Denn viele defekte WCs an Wochenenden in Doppelstockzügen und ICN sind auf kiffende Soldaten zurückzuführen. Durch die Joints verstopfen die geschlossenen WC-Systeme, wodurch die entsprechende Toilette mindestens bis Betriebsende nicht mehr benutzbar ist.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>SBB: Keine Preiserhöhungen!</title>
		<link>http://schweizweit.net/2009/03/05/sbb-keine-preiserhohungen/</link>
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		<pubDate>Thu, 05 Mar 2009 14:31:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Hobi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[SBB]]></category>

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		<description><![CDATA[Gute Neuigkeiten für die Kundinnen und Kunden des ÖV: Die SBB hat beschlossen, die Preise am kommenden Fahrplanwechsel nicht zu erhöhen. So wird das Portemonnaie der Bevölkerung in der sonst schon schwierigen wirtschaftlichen Lage geschont.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><strong>Das sind doch mal gute Neuigkeiten für die Kundinnen und Kunden des ÖV: Der Verband öffentlicher Verkehr und die SBB haben beschlossen, die Preise am kommenden Fahrplanwechsel 2009 / 2010 nicht zu erhöhen. So wird das Portemonnaie der Bevölkerung in der sonst schon schwierigen wirtschaftlichen Lage geschont.</strong></p>
<p style="text-align: center;"><a title="0 002 Inside of an EW IV coach von minhtu bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/tmt_perchloric_acid/3283099934/"><img class="aligncenter" src="http://farm4.static.flickr.com/3254/3283099934_0bf1a913d5.jpg" alt="0 002 Inside of an EW IV coach" width="500" height="281" /></a><br />
<em><span style="font-size: xx-small;">Bild © (<a href="http://creativecommons.org/about/">cc</a>) minhtu (<a href="http://flickr.com">flickr.com</a>)</span></em></p>
<p>Während andere Unternehmen weiterhin schamlos abkassieren <em>(ich will keine Namen nennen, ihr dürft gerne selber grübeln&#8230;)</em> und Milliarden-Boni einkassieren <em>(notabene bezahlt durch die Bankgebühren von uns Kunden)</em> nimmt die SBB ihre Verantwortung war und entlastet den Geldbeutel der Bahnfahrerinnen und Bahnfahrer.</p>
<p>Nichtsdestotrotz betont SBB-Chef Andreas Meyer, dass die SBB grundsätzlich auf mehr Einnahmen angewiesen sei. Man habe jedoch die Kundschaft nicht noch mehr belasten wollen. Hier einige Auszüge aus der aktuellen Medienmitteilung:</p>
<blockquote><p>Das Angebot im öffentlichen Verkehr der Schweiz wird laufend ausgebaut. Zahlreiche Transportunternehmen sehen sich mit massiv höheren Kosten und grossem Investitionsbedarf konfrontiert. Trotzdem haben die Verantwortlichen des VöV und der SBB beschlossen, auf eine Preiserhöhung per Dezember 2009 zu verzichten. (&#8230;)</p>
<p>Auf die ursprünglich geplanten Preiserhöhungen im öffentlichen Verkehr per Fahrplanwechsel im Dezember 2009 wird verzichtet. Dies obwohl die Transportunternehmen des öffentlichen Verkehrs ihre Angebote und den Service laufend ausbauen sowie die Engpässe beispielsweise beim Rollmaterial grosse Investitionen erfordern. Dazu kommen aufgelaufene Mehrkosten wie etwa höhere Energie-, Lohn- und Sachkosten. Alleine die SBB wird bis ins Jahr 2030 insgesamt 20 Milliarden Franken in neues Rollmaterial investieren.</p>
<p>(&#8230;)</p>
<p>«Die Herausforderungen verstärken sich durch das überproportionale Wachstum in den Hauptverkehrszeiten. Die SBB investiert massiv in neues Rollmaterial, um mehr Sitzplätze zu schaffen. Das alles kostet Geld, das die Unternehmen auch wieder einnehmen müssen. Da sind sich alle öV-Unternehmen einig.»</p>
<p>Darüber hinaus hält die SBB an ihrem Ziel fest, Bahnreisen ausserhalb der Spitzenzeiten am Morgen mit günstigen Angeboten attraktiver zu machen. Sie wird deshalb dem VöV noch in diesem Jahr die Einführung eines 9-Uhr-General-Abos vorschlagen. «Damit lösen wir unser Versprechen ein. Wir wollen diejenigen Kunden mit attraktiven Preisvorteilen belohnen, die später losfahren und Platz machen können für unsere Pendler», sagte Andreas Meyer. (&#8230;)</p></blockquote>
<p><strong>Fassen wir also kurz zusammen:</strong></p>
<p>Die Preise steigen vorerst nicht. Dies, obwohl die Kosten für die ÖV-Unternehmen weiterhin ansteigen. Doch nicht nur, dass die Preise nicht steigen; die SBB will auch weiterhin günstigere Angebote schaffen für jene Fahrgäste, welche ausserhalb der Spitzenzeiten reisen. Was will man mehr? ;-)</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>SBB schafft 125 neue Stellen beim Zugpersonal</title>
		<link>http://schweizweit.net/2009/02/13/sbb-schafft-125-neue-stellen-beim-zugpersonal/</link>
		<comments>http://schweizweit.net/2009/02/13/sbb-schafft-125-neue-stellen-beim-zugpersonal/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 13 Feb 2009 13:11:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Hobi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Kondukteur]]></category>

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		<description><![CDATA[Ab sofort sucht die SBB 125 neue Zugbegleiter. Alle wichtigen Informationen, Hintergrundinfos und Kontaktadressen in diesem Artikel.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="Kondukteur Zugbegleiter SBB (Foto: SBB)" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/Kondi.jpg" alt="" width="457" height="329" /><br />
<em><span style="font-size: xx-small;">(Foto: SBB)</span></em></p>
<p><em>Wie hier auf <strong>schweizweit.net</strong> bereits angekündigt, will die SBB bis 2014 die integrale Doppelbegleitung auf fast allen Fernverkehrszügen einführen. Es soll in fünf Jahren also fast keine Züge mehr geben, die nur von einem Kondukteur begleitet werden. Gesucht werden Mitarbeiter für die Depots in Basel, Bern, Biel, Brig, Chur, Délémont, Genf, Lausanne, Luzern, Olten, Romanshorn, Schaffhausen, St. Gallen und Zürich HB. Gestern nun ging das offizielle Communiqué aus Bern an die Medien.</em></p>
<p><em>In diesem Artikel könnt ihr die offizielle SBB-Pressemitteilung lesen, etwas über die Anforderungen erfahren, die ein Zugbegleiter erfüllen muss und ihr werdet sehen, warum nicht alle Fernverkehrszüge ab 2014 doppelt begleitet sein werden.</em></p>
<p>Nachfolgend könnt ihr die gesamte Pressemitteilung in der Original-Länge lesen. Zuvor eine kurze Zusammenfassung:</p>
<ul>
<li>Aufstockung um 125 Stellen bis 2014</li>
<li>Rekrutierung startet sofort</li>
<li>Ausbildung dauert 1 Jahr (bei vollem Lohn)</li>
<li>Zugpersonal immer wieder mit Aggressionen konfrontiert</li>
<li>Personalvertreter und Sozialpartner eng in die Umsetzung der Massnahmen einbezogen</li>
</ul>
<p>Und nun die ausführliche <strong>Pressemitteilung</strong>:</p>
<blockquote><p><strong>Mehr Kundenservice und Sicherheit</strong></p>
<p><em><strong>SBB schafft 125 neue Stellen beim Zugpersonal</strong></em></p>
<p>Die SBB erweitert den Personalbestand bei der Zugbegleitung um 125 Stellen. Damit können bis ins Jahr 2014 alle Fernverkehrszüge mit zwei Zugbegleitern verkehren. Die Rekrutierung startet ab sofort. Gesucht werden verantwortungsbewusste, kundenorientierte Personen mit abgeschlossener Berufslehre, die bei vollem Lohn die einjährige Ausbildung zum Reisezugbegleiter oder zur Reisezugbegleiterin absolvieren wollen.</p>
<p>Die SBB sucht Reisezugbegleiterinnen und Reisezugbegleiter. Sie erhöht den Personalbestand beim Zugpersonal in den nächsten fünf Jahren um 125 Mitarbeitende. Damit wird es möglich sein, alle Züge im Fernverkehr &#8211; Intercity- und InterRegio-Züge &#8211; künftig mit zwei Zugbegleitern verkehren zu lassen. So lässt sich einerseits der Kundenservice an Bord der Züge verbessern. Andererseits entspricht die SBB damit dem Wunsch ihres Zugpersonals nach erhöhter Sicherheit auch auf Zügen zu Randzeiten, in denen weniger Passagiere mitfahren. Bisher verkehrten grundsätzlich Züge mit über 400 Passagieren sowie alle Züge ab 22 Uhr mit doppelter Zugbegleitung. Je nach Situation in den Regionen wird dies mittelfristig zur Umwandlung einiger InterRegio- zu RegioExpress-Verbindungen führen.</p>
<p>Die Personalrekrutierung, die unverzüglich startet, ist eine grosse Herausforderung. Die vielseitige Zweitausbildung zum Reisezugbegleiter dauert &#8211; bei vollem Lohn &#8211; ein Jahr. Sie erfordert eine abgeschlossene Berufslehre und gute Sprachkenntnisse sowie eine ausgeprägte Kundenorientierung. Das Aufgabengebiet umfasst die Kontrolle der Fahrausweise, das Erteilen verschiedenster Auskünfte für die Kunden, die Überwachung der technischen Einrichtungen im Zug sowie fahrdienstliche Aufgaben. Weitere Informationen zum Stellen- und Ausbildungsprofil «Reisezugbegleiter/in» sind im Internet unter www.sbb.ch/jobs erhältlich.</p>
<p>Leider sieht sich das Zugpersonal immer wieder mit Aggressionen konfrontiert, namentlich an den Wochenenden und in den Randstunden. Die Zahl der Übergriffe konnte in den letzten Jahren bei jährlich rund 220 Tätlichkeiten stabilisiert, jedoch leider nicht reduziert werden. Die SBB duldet solche Übergriffe gegen ihre Mitarbeiter nicht. Sie hat in den vergangenen Jahren bereits viel investiert für mehr Sicherheit des Zugpersonals etwa mit einer intensiveren Ausbildung im Umgang mit heiklen Situationen, erhöhter Präsenz und verbesserter Zusammenarbeit mit der Polizei und Bahnpolizei oder der professionellen Nachbetreuung. Auch werden Übergriffe gegen das Bahnpersonal durch die Behörden als Offizialdelikt geahndet. Die SBB wird überdies ab sofort die Begleitung des Zugpersonals durch die Bahnpolizei und die Securitas, die der Einsatzleitung der Bahnpolizei untersteht, auf kritischen Frühzügen ausbauen.</p>
<p>Die Personalvertreter und Sozialpartner sind eng in die Umsetzung der Massnahmen einbezogen. Sie arbeiten aktiv im Begleitausschuss mit, der bei der Umsetzung der integralen Zweierbegleitung fachlich mitwirkt.</p></blockquote>
<p>Das Communiqué tönt auf den ersten Blick viel versprechend und macht Hoffnungen. Trotzdem gibt es da etwas, das mich stutzig macht. Ich zitiere: <em>&#8220;Damit wird es möglich sein, alle Züge im Fernverkehr &#8211; Intercity- und InterRegio-Züge &#8211; künftig mit zwei Zugbegleitern verkehren zu lassen. (&#8230;) Je nach Situation in den Regionen wird dies mittelfristig zur Umwandlung einiger InterRegio- zu RegioExpress-Verbindungen führen.&#8221;</em></p>
<p><strong>Doppelt begleitet werden also nicht alle Fernverkehrszüge</strong>, sondern ausschliesslich die Intercity und Interregio. (Die Mehrheit der Fernverkehrszüge bestehen aus IC und IR.) Einige dieser IC und IR jedoch werden bis 2014 zu RegioExpress-Zügen &#8220;degradiert&#8221;, damit diese auch weiterhin nur durch eine/n Zugbegleiter/in begleitet werden müssen. (RegioExpress-Züge: Nicht zu verwechseln mit Regionalzügen! Ein RegioExpress ist zum Beispiel der Fernverkehrszug von Chur nach St. Gallen.)</p>
<p>Ich hoffe, dass die Personalvertreter und Sozialpartner bei diesem Punkt noch ein wenig Druck machen, so dass sich diese &#8220;Degradierungen&#8221; in Grenzen halten werden.</p>
<p>Weiters bin ich davon überzeugt, dass die SBB sich bewusst ist, dass sie nicht nur 125 neue Zugbegleiter/innen einstellen, sondern auch <strong>Abgänge und Pensionierungen</strong> ersetzen muss. Es gibt ein paar Jahrgänge, die beim Zugpersonal sehr stark vertreten sind und demnächst ihr Pensionsalter erreichen. Diese Leute müssen natürlich auch ersetzt werden. Ich hoffe, dass dies der SBB keine Probleme bereiten wird.</p>
<p>Alles in allem bin ich überzeugt: Wenn die SBB sagt, ab 2014 werden fast alle Fernverkehrszüge doppelt begleitet, dann glaube ich ihr das. Hoffentlich muss ich mich dann in fünf Jahren nicht eines Besseren belehren lassen. Im Gegensatz zu mir gibt es beim SBB-Zugpersonal jedoch einige Stimmen, die der Sache nicht so ganz trauen und zuerst einmal abwarten wollen. Dies ist auch verständlich, denn anfangs wurde der Eindruck erweckt, dass bereits ab 2009 / 2010 eine Doppelbegleitung eingeführt werde, dann wurde dies auf 2014 verschoben und nun wurden die RegioExpress-Züge von der Doppelbegleitung ausgeschlossen. Gut möglich, dass in den nächsten fünf Jahren nochmals der eine oder andere Rückzieher seitens der SBB kommt.</p>
<p><strong>Ganz klar festhalten möchte ich an dieser Stelle:</strong> Trotz dem einen oder anderen leeren Versprechen gefällt es mir beim Zugpersonal der SBB nach wie vor sehr gut! Wie sonst wäre es zu erklären, dass ich trotz Berufsmaturität, diversen Diplomen und Zertifikaten nach wie vor in einem Beruf arbeite, zu welchem man auch ohne diese Papiere kommt. :) Die Arbeit beim Zugpersonal ist äusserst abwechslungsreich, manchmal herausfordernd, man kommt mit Menschen aus allen Ländern und Bevölkerungsschichten in Kontakt und sieht etwas von der <span style="text-decoration: line-through;">Welt</span> Schweiz.</p>
<p>Ausserdem ist der <strong>Zusammenhalt unter den Zugbegleitern sehr stark</strong> und man verhält sich <strong>sehr kollegial</strong>. Mobbing oder ähnliche Dinge, die man aus anderen Firmen kennt, gibt es hier fast nicht. Über fehlende Sozialleistungen seitens der SBB kann man sich im Übrigen auch nicht beklagen. Alles in allem kann ich meinen Beruf und meine Arbeitgeberin also jedem und jeder empfehlen, welche/r die Anforderungen erfüllt.</p>
<p>Interesse geweckt? Hier ein kleines Stellenprofil:</p>
<blockquote><p><strong>Reisezugbegleiter/in National (RZBN).</strong></p>
<p><strong>Ihre Herausforderung.</strong></p>
<p>Als Gastgeber/in im Zug sorgen Sie mit Ihrem hervorragenden Kundenservice dafür, dass unsere Gäste gerne und oft Bahn fahren. Ihr Aufgabengebiet umfasst die Kontrolle der Fahrausweise, das Erteilen verschiedenster Auskünfte, die Überwachung der technischen Einrichtungen im Zug sowie fahrdienstliche Verrichtungen.</p>
<p><strong>Ihre Qualitäten.</strong></p>
<p>Wir suchen verantwortungsbewusste, aufgeschlossene, initiative Persönlichkeiten mit einer ausgeprägten Kundenorientierung. Sie bringen eine abgeschlossene Berufslehre mit und haben bereits Erfahrung im Umgang mit Kunden. Unsere Gäste überzeugen Sie mit einem freundlichen, gepflegten Auftreten und Sie können sich rasch auf immer neue Situationen einstellen. Unregelmässige Arbeitszeiten und Wochenendeinsätze betrachten Sie als Chance für eine flexible Freizeitgestaltung. Wichtige Voraussetzungen sind zudem eine gute Gesundheit und PC-Grundkenntnisse. Wenn Sie ausser Deutsch auch Französisch sprechen und bereit sind eine weitere Sprache &#8211; Englisch oder Italienisch &#8211; zu erlernen, sollten wir uns unbedingt kennen lernen.</p>
<p><strong>Unser Angebot.</strong></p>
<p>Mit uns fahren Sie gut! Wir bieten Ihnen in eine zwölfmonatige, praxisorientierte und sehr vielfältige Ausbildung bei vollem Lohn. Attraktive Anstellungsbedingungen sowie interessante berufliche Perspektiven sind für uns selbstverständlich.</p>
<p>Fühlen Sie sich angesprochen? Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen, mit Angabe des von Ihnen gewünschten Arbeitsortes senden Sie bitte unter Angabe der Referenznummer 41826 an:</p>
<p>SBB AG<br />
Personenverkehr<br />
Kundenbeziehungen &amp; Services<br />
Personal<br />
Wylerstrasse 123/125<br />
3000 Bern 65</p></blockquote>
<p>Wenn ihr noch Fragen habt zu der Stellenausschreibung, wendet euch ebenfalls an die oben stehende Adresse. Bei <strong>allgemeinen Fragen zum Beruf des Reisezugbegleiters</strong> dürft ihr euch gerne auch an mich wenden; entweder unten in den Kommentaren oder per <a href="http://schweizweit.net/kontakt/">Kontaktformular</a>.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Kiosk-Konzern Valora will der SBB Konkurrenz machen</title>
		<link>http://schweizweit.net/2009/02/09/kiosk-konzern-valora-will-der-sbb-konkurrenz-machen/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Feb 2009 14:11:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Hobi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>

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		<description><![CDATA[In den Bahnhöfen der SBB gibt es viele Kioske und Verpflegungsautomaten von Valora. Nun will diese Firma die SBB konkurrieren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><em>Nebst dem Kernangebot mit Bahnangeboten und <a href="http://www.railaway.ch/">Freizeitideen</a> (Railaway) bietet die SBB in vielen ihrer Bahnhöfe auch andere Dinge an. Von <a href="http://sbbshop.ch/">Geschenkideen</a> über Telefonkarten bis hin zu <a href="http://mct.sbb.ch/mct/reisemarkt/services/schalter/dhl-servicepoint.htm">Paketversand</a> ist vieles mit von der Partie. Ebenfalls im Angebot: <a href="http://mct.sbb.ch/mct/reisemarkt/services/schalter/westernunion.htm">Geldtransaktionen mit Western Union</a> und <a href="http://mct.sbb.ch/mct/reisemarkt/services/bahnhofsinfo/eventtickets.htm">Event-Tickets</a>. Und genau an diesen zwei Punkten will der Valora-Konzern (Kiosk, Selecta, etc.) die SBB nun attackieren.</em></p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/vako01_800x800.jpg" alt="" width="464" height="464" /></p>
<p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: xx-small;">© Foto kkiosk.ch</span></em></p>
<p>In einem <a href="http://www.handelszeitung.ch/artikel/Unternehmen-_Wir-bauen-den-Kiosk-radikal-um_477304.html">Interview mit der Handelszeitung</a> sagte Valora-Chef Thomas Vollmoeller:</p>
<blockquote><p>Das ganze Thema Dienstleistung wie Lotto wollen wir ausbauen. Unser Mitbewerber Naville testet zum Beispiel Geldtransaktionen ins Ausland. Der Ticketverkauf ist eine weitere Möglichkeit. Zurzeit befinden wir uns aber noch in den Vorbereitungen.</p></blockquote>
<p>Geldtransaktionen? Ticketverkauf? In den Vorbereitungen? In den Bahnhofs-Kiosken?</p>
<p>Interessant wird es nun sein, zu beobachten, wie die SBB darauf reagiert. Natürlich ist es jedem Unternehmen freigestellt, ob es die SBB in dem einen oder anderen Punkt konkurrieren will, wir leben ja schliesslich in einem freien Land. Aber wenn dies von <strong>innerhalb der Bahnhöfe</strong> geschieht, dann wird es schon eher frech.</p>
<p>Mal schauen, ob die SBB dies nun einfach so hinnimmt oder ob sie den Tarif durchgibt. Ich tippe mal auf letzteres. Denn die <strong>Lokalitäten in den Bahnhöfen sind bei Geschäften sehr beliebt</strong> und versprechen hohe Umsätze. Innert kürzester Zeit würde die SBB ein Unternehmen finden, welches die Reisenden &#8211; <em>anstelle der Valora-Läden</em> &#8211; mit Zeitschriften und dem gewohnten Kiosk-Angebot bedienen wird. :)</p>
<blockquote><p>Die Bahnhöfe und ihr Umfeld entwickeln sich immer deutlicher zu umfassenden Handelszentren und eigentlichen Hot Spots. So erhöhten sich die Umsätze in den sieben RailCity-Bahnhöfen seit 2002 um 37,5 % (Vergleich Detailhandelsmarkt Schweiz: 8,2 %).<br />
<em>Quelle: Geschäftsbericht SBB</em></p></blockquote>
<p>Durch das Anbieten von Geldtransaktionen, Eventtickets und anderen Angeboten verdient die SBB <strong>jährlich zwischen 80 und 90 Millionen Franken</strong> (Kommissionen 2006: 84.0; 2007: 87.6; 2008: noch nicht bekannt). Auch wenn dies nur ein kleiner Teil der gesamten Nebenerträge ausmacht (ca. 6.7%), so ist doch davon auszugehen, dass die SBB in diesem Bereich keine Konkurrenten in ihren Bahnhöfen duldet.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Andreas Meyer: &#8220;Es wird ein schwieriges Jahr&#8221;</title>
		<link>http://schweizweit.net/2009/02/04/andreas-meyer-es-wird-ein-schwieriges-jahr-werden/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 Feb 2009 13:11:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Hobi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[SBB]]></category>

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		<description><![CDATA[In einem Interview mit dem Handelsblatt beantwortet SBB-Chef Andreas Meyer interessante Fragen zu Finanzkrise, Kapazitätsengpässen, Preisanpassungen und Pensionskasse.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="SBB Konzernchef und CEO Andreas Meyer im Zug" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/20080828SEV1778_Office.jpg" alt="" width="472" height="314" /><br />
<em><span style="font-size: xx-small;">© Foto SBB</span></em></p>
<p>Gestern veröffentlichte die HandelszeitungOnline ein <a href="http://www.handelszeitung.ch/artikel/Unternehmen-_Es-wird-ein-schwieriges-Jahr-werden_481442.html">interessantes Interview</a> mit SBB-Konzernchef Andreas Meyer.</p>
<p>Unter anderem spricht er folgende Punkte an:</p>
<ul>
<li>Finanzkrise als Chance</li>
<li>Kollaps muss verhindert werden</li>
<li>Preisanpassungen unumgänglich</li>
<li>Problemkind Pensionskasse</li>
</ul>
<h3>Finanzkrise als Chance</h3>
<p>Meyer sieht in der momentanen <a href="http://schweizweit.net/2008/10/09/die-sbb-und-die-finanzkrise/">Finanzkrise</a> nicht nur negatives und hofft, Investitionen in die weitere Effizienzsteigerung und in den präventiven Unterhalt des Netzes dank des <strong>Konjunkturpaketes des Bundes</strong> rascher realisieren zu können.</p>
<p>Er ist sich aber auch bewusst, dass die fehlenden Steuereinnahmen des Bundes dessen Ausgabefreudigkeit etwas dämpfen werden.</p>
<p>Ausserdem rechnet Meyer damit, dass der eine oder andere, der heute noch <a href="http://autolos.com"><strong>mit dem Auto unterwegs</strong></a> ist, sich überlegen wird, ob nicht die Bahn wirtschaftlicher ist. Dieser Punkt dürfte meiner Meinung nach aber erst dann zum Tragen kommen, wenn der Spritpreis wieder steigt.</p>
<p>BTW: Eine Aufschlüsselung der <strong>Kosten eines Durchschnittsautos</strong> findet ihr auf der Homepage des TCS: <a href="http://www.tcs.ch/main/de/home/auto_moto/kosten/kilometer/musterauto.html">Kosten eines Musterautos</a></p>
<p>Gemäss dieser Auflistung kostet ein Auto pro Kilometer durchschnittlich 77 Rappen. Beim ÖV liegt der Preis pro Kilometer deutlich tiefer.</p>
<h3>Kollaps muss verhindert werden</h3>
<p>Nach der Verkehrsangebotserhöhung von 5.5 Prozent im Fahrplan 2009/2010 lasse sich das <strong>Verkehrsvolumen mit Fahrplanoptimierungen bis 2014 nur noch um einige Prozent erweitern</strong>, schreibt die Handelszeitung. Meyer bestätigt: <em>&#8220;Ein Angebotssprung von 5.5% mehr Zugkilometer liegt ohne Netzausbau kaum mehr drin.&#8221;</em> Den dadurch eventuell drohenden Kollaps will SBB-Chef Andreas Meyer verhindern.</p>
<p>Einerseits werde dies durch die <a href="http://schweizweit.net/2008/08/10/neue-doppelstock-zuge-fur-den-sbb-fernverkehr-st-gallen-zuerich-bern-lausanne/">Ausschreibung der doppelstöckigen Fernverkehrszüge für die Schweiz</a> geschehen; die grösste Rollmaterialbestellung in der Geschichte der SBB. Dabei werden <strong>über 2 Milliarden Schweizer Franken</strong> investiert. Mit dieser Ausschreibung wolle er die <a href="http://schweizweit.net/2008/08/05/mehr-zuge-dank-moderner-software/">Kapazität steigern</a>, bis neue Infrastruktur zur Verfügung stehe.</p>
<p>Gleichzeitig mahnt Meyer, dass die dringlichsten Projekte (viertes Gleis Lausanne &#8211; Renens, Durchmesserlinie Zürich, etc.) vorfinanziert werden müssen, damit sie rechtzeitig zur Verfügung stehen. Diese Projekte würden aus dem Finöv-Fonds finanziert, doch der sprudle nicht so schnell, wie für den Ausbau nötig. Deshalb bestehe eine <strong>Finanzierungslücke</strong>.</p>
<p>Es bestehe nun am Bund und an den Kantonen, für die Vorfinanzierung aufzukommen. Sollte die Finanzierung nicht klappen, riskiere die SBB, &#8220;nicht mehr alle Kunden so transportieren zu können, wie sie es gerne täte&#8221;.</p>
<h3>Preisanpassungen unumgänglich</h3>
<p>Die SBB muss das Rollmaterial aus dem eigenen Sack bezahlen. Bis 2030 braucht sie dafür über 20 Milliarden Franken. Da die SBB nicht selber Geld drucken kann, müssen diese finanziellen Mittel irgendwoher kommen. Die ordentlichen Einnahmen reichen dafür nicht. So werde die SBB nicht um generelle Preiserhöhungen herumkommen. Meyer erwartet deshalb <strong>Rahmenbedingungen, die es der SBB ermöglichen, dieses Geld zu erwirtschaften</strong>.</p>
<p>Neben einer generellen Preiserhöhung will die SBB nach wie vor versuchen, die Tagesspitzen zu glätten. Diese Spitzen kosten enorm viel, während die Durchschnittsauslastung im Tagesverlauf bei nur 29 Prozent liege. Die SBB hat grosses Interesse daran, Kunden, die nicht zu den Hauptverkehrszeiten reisen <strong>müssen</strong>, mit günstigen Angeboten zu motivieren, ausserhalb der Spitzenzeit zu reisen.</p>
<p>Gleich darauf bringt Meyer einen äusserst interessanten Vorschlag, den ich so bis anhin noch nicht gehört habe:</p>
<blockquote><p>&#8220;Zu diskutieren ist, ob man beispielsweise die Schulbeginnzeiten ein wenig staffeln könnte, damit sie weniger mit den Hauptverkehrszeiten zusammen fallen. Da gibt es meines Wissens Beispiele in diese Richtung. Da haben wir Potenzial. Umsetzen können das die öffentlichen Verkehrsunternehmen nicht alleine.&#8221;</p></blockquote>
<p>Keine Ahnung, ob die von dieser Entscheidung betroffenen Berufs-, Gewerbe, Fachhoch- und andere Schulen mitspielen würden. Auf alle Fälle ein <strong>interessanter und aussergewöhnlicher Vorschlag</strong>!</p>
<p>Wie ich schon einmal hier im Blog erwähnte, gibt es ja auch noch Firmen, deren Mitarbeiter nicht zwingend zu bestimmten Zeiten anwesend sein <strong>müssten</strong>, es aber trotzdem sind. Vielleicht gibt es auch hier noch Möglichkeiten, wie man diese Leute dazu bringen könnte, zu anderen Zeiten zu pendeln.</p>
<p>Ein Beispiel, wie ich es von der RhB kenne: Einige Leute, welche am <strong>Churer Hauptsitz der Rhätischen Bahn</strong> arbeiten, müssen zwar zu bestimmten Blockzeiten anwesend sein (09:00 &#8211; 11:00 Uhr; 14:00 &#8211; 16:00 Uhr), können ansonsten aber frei entscheiden, zu welchen Zeiten sie arbeiten möchten.</p>
<p>Solche Beispiele sollten, ja <strong>MÜSSTEN</strong> Schule machen. Die Unternehmen profitieren dabei von entspannteren und weniger (durchs Pendeln) gestressten Mitarbeitern, die Mitarbeiter können ihren Arbeitsweg stärker geniessen und die öffentlichen Verkehrsmittel sind breiter ausgelastet. Eine <strong>Win-Win-Win-Situation</strong>, sozusagen.</p>
<h3>Problemkind Pensionskasse</h3>
<p>Die Pensionskasse der SBB hat ein Problem, weil sie beim Start (Ende der neunziger Jahre) vom Bund <strong>nicht vollständig ausfinanziert</strong> wurde. Deshalb geriet die Kasse bei der Börsenkrise anfangs dieses Jahrzehnts rasch in die Unterdeckung. Für dieses Problem erwartet die SBB (meiner Meinung nach zu Recht!), dass der Bund seine Verantwortung wahrnimmt.</p>
<p>Ausserdem wurde der Stiftungsrat der Pensionskasse vom Bundesamt für Sozialversicherung aufgefordert, <strong>bis Mitte 2009 Sanierungsmassnahmen vorzubereiten</strong>. Meyer erwartet nun, dass der Bund entsprechende Lücken schliesst. In dem Umfang, in dem der Bund die Lücke eben nicht schliesst, brauche es eine <strong>paritätische Sanierungslösung</strong>, die von Unternehmen und Mitarbeitern getragen werden muss.</p>
<p>Logischerweise kann der Bund jetzt aber nicht einfach sagen, die SBB müsse den Karren selber aus dem Dreck ziehen, ohne dass er die unternehmerischen Rahmenbedingungen der SBB so verbessert, dass sie dies auch leisten kann. <em>(Hinweis: Die Wortwahl in diesem Absatz ist die meinige, nicht jene von Meyer. Inhaltlich stimmen wir aber überein.)</em></p>
<p>Nur wenn die SBB <strong>ausreichend Gewinne erzielt</strong>, kann sie mit diesem Geld das PK-Problem entschärfen. Hier ist vor allem auch der Preisüberwacher gefragt, welcher sich bis anhin stets der SBB in den Weg stellte. (Sachdienliche Hinweise, wie man diesen Typen <span style="text-decoration: line-through;">liquidieren</span> aus dem Weg räumen kann, bitte per <a href="http://schweizweit.net/kontakt/">Kontaktformular</a>&#8230;)</p>
<p>Wer das gesamte Interview lesen möchte, kann dies unter <a href="http://www.handelszeitung.ch/artikel/Unternehmen-_Es-wird-ein-schwieriges-Jahr-werden_481442.html">&#8220;Es wird ein schwieriges Jahr werden&#8221;</a> tun. Im Interview erfährt man dann auch, wie Meyer über die SBB Cargo-Thematik denkt und was die <strong>Ziele der SBB für das Jahr 2009</strong> sind.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Coming soon: Das SBB iPhone-Billett</title>
		<link>http://schweizweit.net/2009/01/22/coming-soon-das-sbb-iphone-billett/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Jan 2009 14:18:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Hobi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[SBB]]></category>

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		<description><![CDATA[Zurzeit wird eine iPhone-App getestet, mit der man SBB-Billette direkt kaufen kann; ohne Umwege über Schalter, Billettautomat oder PC. Da Programm schaut viel versprechend aus!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Drüben bei <a href="http://leumund.ch/about/">Christian Leu</a> &#8211; einer der Top-Blogger in der Schweizer Blogosphäre &#8211; habe ich gestern den <a href="http://leumund.ch/2009/business/das-sbb-iphone-billet/">Artikel über das künftige SBB iPhone-Billett</a> gesehen. Und ich muss sagen: Dies tönt wirklich viel versprechend! Es scheint so, als sei die Schweizerische Bundesbahn hier (zum wiederholten Male) Wegbereiterin für eine neue Applikation. Zumindest ist mir nicht bekannt, dass andere europäische Bahnen ähnliches in der Pipeline haben.</p>
<p>Einzig von der <strong>ÖBB</strong> weiss ich, dass sie in Kooperation mit Mobilkom / A1 und Nokia NFC (Near Field Communication) neue Handy-Tickets testen, welche auch dann kontrolliert werden können, wenn das Handy ausgeschaltet ist. Der Kauf dieser ÖBB-Tickets würde über eine dem NFC-Handy beigelegte Plastikkarte oder einen NFC-Touchpoint am Bahnhof gestartet. 100 Kunden und 100 ÖBB-Kondukteure testen dieses System demnächst.</p>
<p>Doch zurück zur SBB: Wie Christian auf <a href="http://leumund.ch/">leumund.ch</a> schreibt, kann man zukünftig über die bereits bestehende <a href="http://itunes.apple.com/WebObjects/MZStore.woa/wa/viewSoftware?id=294855237&amp;mt=8">iPhone-SBB-Fahrplan-App</a> auch gleich die entsprechenden Tickets kaufen. Genau so, wie man schon heute auf der Internetseite www.sbb.ch eine Fahrplanabfrage tätigen und dann gleich den Kauf starten kann.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/kaufen-und-ticket-525x391.jpg" alt="" width="460" height="342" /><br />
<em><span style="font-size: xx-small;">Bild © Christian Leu von leumund.ch</span></em></p>
<p>Die <strong>Zahlung</strong> dürfte dabei vermutlich ähnlich vonstatten gehen wie bis anhin; nämlich <strong>per Kreditkarte</strong>. Da ich persönlich kein Fan von Kreditkarten bin, würde ich es begrüssen, wenn es eine Art Prepaid-Möglichkeit gäbe, wo man per Einzahlung oder Handy-Rechnung einen bestimmten Geldbetrag &#8220;deponieren&#8221; und dann verbrauchen kann. Eventuell könnte man sein Guthaben dann auch via Billettautomaten aufladen, so wie es schon heute mit den Handy-Guthaben der Fall ist&#8230;</p>
<p>Ich bin neugierig auf dieses Update des sehr beliebten iPhone-SBB-Fahrplan-App und bin gespannt, wie viele Reisende diese Möglichkeit des Billettkaufes nutzen werden.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/einstellungen-und-strecke-525x379.jpg" alt="" width="525" height="379" /><br />
<em><span style="font-size: xx-small;">Bild © Christian Leu von leumund.ch</span></em></p>
<p>PS: Gemäss Christian Leu / leumund.ch wird dieses <strong>Update im April 09</strong> kommen. Bereits im <strong>März</strong> wird es eine <strong>Java-Version für andere Mobiltelefone</strong> geben. Meine Vermutung: Wir werden öfters ein iPhone unter die Nase gehalten bekommen als ein &#8220;konservatives Telefon&#8221;, da die iPhone-Benutzer gegenüber solchen Programmen experimentierfreudiger sind. ;-)</p>
<p>PPS: Hoffentlich wird es zu einem späteren Zeitpunkt auch die Möglichkeit geben, <strong>Klassenwechsel per Applikation</strong> auf iPhone und Java-Handies zu kaufen; dadurch könnten sich einige Reisende spontan dazu entscheiden, in die 1. Klasse zu wechseln und die SBB würde damit mehr Einnahmen generieren. Denn es gibt da draussen Leute, die leider noch nicht wissen, dass man ungestraft mit einem 2. Klass-Billett in die erste Klasse sitzen und dort beim Kondukteur den Klassenwechsel ohne Aufpreis (zu einem Mindestpreis von CHF 5.00) nachlösen kann.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kondukteur-Doppelbegleitung: Zu früh gefreut &#124; Und die Gewalt gegen die Kunden geht weiter</title>
		<link>http://schweizweit.net/2009/01/14/kondukteur-doppelbegleitung-zu-fruh-gefreut-und-die-gewalt-gegen-die-kunden-geht-weiter/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Jan 2009 13:11:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Hobi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Kondukteur]]></category>

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		<description><![CDATA[Die SBB macht einen Rückzieher: Nicht schon im Dezember 2009, sondern erst im Jahr 2014 werden sämtliche Fernverkehrszüge der SBB durch zwei Kondukteure begleitet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p style="text-align: center;"><a title="Brother von .:: LINUZ ::. bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/linuz90/1329623779/"><img class="aligncenter" src="http://farm2.static.flickr.com/1194/1329623779_5474461ef2.jpg" alt="Brother" width="500" height="333" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: xx-small;">Bild © (<a href="http://creativecommons.org/about/">cc</a>) <a href="http://www.flickr.com/photos/linuz90/">Linuz</a> (<a href="http://flickr.com">flickr.com</a>)</span></em></p>
<p>Da haben wir uns alle wohl zu früh gefreut; Ende 2008 schrieb ich im Artikel <a href="http://schweizweit.net/2008/12/29/gewalt-im-zug-hoffnungsschimmer-am-horizont-und-vielleicht-bald-light-kondukteure/">&#8220;Gewalt im Zug: Hoffnungsschimmer am Horizont und vielleicht bald Light-Kondukteure?&#8221;</a> unter anderem folgendes:</p>
<blockquote><p>In einem Jahr werden sämtliche Fernverkehrszüge der SBB mit mindestens zwei Mitarbeitern begleitet, teilte die SBB mit. Ein hoch gestecktes Ziel, wenn man bedenkt, dass das Personal dafür noch gar nicht vorhanden und in Folge dessen zuerst noch rekrutiert und ausgebildet werden muss.</p></blockquote>
<p>Damals zweifelte ich daran, dass es überhaupt möglich ist, Zugbegleiter in dieser kurzen Zeit voll auszubilden und vermutete, dass sie eventuell eine verkürzte Ausbildung durchlaufen werden.</p>
<p>Ernüchterung machte sich dann aber breit, als ich vor wenigen Tagen die Mitarbeiterzeitung der SBB aufschlug (die Zeitung geht auch an die Medien und ist somit öffentlich zugänglich). Unter dem Titel <strong>&#8220;Mehr Präsenz in kritischen Zügen&#8221;</strong> fängt der Artikel ganz gut an:</p>
<blockquote><p>Personal und Kunden sollen mehr Schutz erhalten. Die Zweierbegleitung durch Zugpersonal wird in Fernverkehrszügen daher integral eingeführt. Als Sofortmassnahmen wird im Lauf der nächsten Wochen Securitaspersonal in kritischen Frühzügen das Zugpersonal begleiten.</p></blockquote>
<p>Soweit, so gut. Doch <strong>die Enttäuschung folgt</strong> sogleich:</p>
<blockquote><p>&#8220;Wir werden schrittweise zur umfassenden Zweierbegleitung im Fernverkehr kommen&#8221;, sagt Erich Rutschmann, Zugpersonalleiter beim Personenverkehr. Einen ersten Schritt kündigt er für den Fahrplanwechsel im Dezember an, beendet sein solle der Aufbau 2014.</p></blockquote>
<p>Ach so ist das. Statt wie anfangs kommuniziert, gibt es die integrale Doppelbegleitung erst im 2014. Das ist nicht nur schade, sondern auch sehr gefährlich! Für Kunden und Personal. Hier zwei Links (beide zum gleichen Ereignis), gestern im WWW gefunden:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.bielertagblatt.ch/News/Region/130877">Fahrgast der SBB tätlich angegriffen</a></li>
<li><a href="http://www.20min.ch/news/bern/story/Fahrgast-in-Regionalzug-angegriffen-26601594">Fahrgast in Regionalzug angegriffen</a></li>
</ul>
<p>An dieser Stelle nochmals der Aufruf an alle mit einem Facebook-Account: Tretet der Gruppe <a href="http://www.facebook.com/group.php?gid=46572291742">&#8220;Gegen Gewalt an Zugpersonal / im öffentlichen Verkehr allgemein&#8221;</a> bei! Bis jetzt haben wir schon <strong>487 Mitglieder</strong>, still counting!</p>
<p>Ich habe &#8211; wie oben schon angetönt &#8211; Verständnis dafür, dass sich in so kurzer Zeit (bis Ende 2009) nicht genügend Zugbegleiter ausbilden lassen. Nur bin ich der Meinung, dass man bis zur integralen Doppelbegleitung der Fernverkehrszüge <strong>die fehlenden Zugbegleiter durch Mitarbeiter von Sicherheitsfirmen ersetzen</strong> soll. Ob dies nun Securitas, Securitrans, oder private Unternehmen sind, ist mir eigentlich egal. Kontrollaufgaben was die Fahrausweise anbelangt nehmen diese Leute natürlich nicht wahr, da sie dazu nicht ausgebildet sind (Ausnahme: Bahnpolizei). Aber sie verstärken das subjektive Sicherheitsempfinden der Fahrgäste und schützen das Personal. <strong>Und dies ist wichtiger denn je!</strong></p>
<p>Es gibt Leute (vorallem junge Frauen), die sich davor fürchten, abends Zug zu fahren. Das alleine ist fast schon ein Skandal! Und deshalb ist es meine Überzeugung, dass <strong>JETZT sofort</strong> etwas gemacht werden muss. Noch in diesem Jahr! Und nicht <em>&#8220;schrittweise bis ins 2014&#8243;</em>. Die SBB macht zwar einiges für die Sicherheit in den Zügen. Doch ich habe das Gefühl, es ist noch zu wenig.</p>
<p>Muss es wirklich erst Tote geben, bis endlich den Umständen entsprechend gehandelt wird?</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Cisalpino: SBB-Züge statt ETR 470 am Lötschberg</title>
		<link>http://schweizweit.net/2009/01/08/cisalpino-sbb-zuge-statt-etr-470-am-lotschberg/</link>
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		<pubDate>Thu, 08 Jan 2009 10:21:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Hobi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[SBB]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem die Cisalpino-Züge von der Gotthard-Linie verschwanden, fahren sie nun auch nicht mehr durch den Lötschberg.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="Cisalpino in Milano" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/216661726_ba11403a30_b.jpg" alt="" width="498" height="329" /></p>
<p style="text-align: center;"><em><span style="font-size: xx-small;">Bild © (<a href="http://creativecommons.org/about/">cc</a>) <a href="http://www.flickr.com/people/stuckincustoms/?search=stuck+in+customs">Stuck in Customs</a> (<a href="http://flickr.com">flickr.com</a>)</span></em></p>
<p><strong>Jetzt also auch am Lötschberg:</strong> Die Cisalpino AG nimmt (vielleicht auf Druck der SBB) ihre Neigezüge von der Linie Basel &#8211; Lötschberg &#8211; Domodossola und ersetzt diese mit konventionellen, von der SBB gemieteten Zügen.</p>
<p>Gleichzeitig teilt die SBB mit, dass die Betriebsqualität der Fahrzeuge des Typs ETR 470 (Neigezug) nach wie vor unbefriedigend ist. Und die immer noch fehlenden, Anfang 2004 bestellten Fahrzeuge des Typs ETR 610 lassen auf sich warten.</p>
<p>Damit nun mehr Zeit bleibt, um die Cisalpini in Milano Greco und neu in Milano Fiorenza zu warten, <strong>fahren die Züge nur von Mailand bis Domodossola</strong>. Dort steigen die Reisenden auf konventionelles Rollmaterial der SBB um. Um das Umsteigen so einfach wie möglich zu machen, stehen in Domodossola Mitarbeiter der Cisalpino, welche gerne helfen und das Umsteigen koordinieren. Durch das Umsteigen erhöht sich die Reisezeit um ein paar wenige Minuten.</p>
<p>Wie beim Gotthard, gibt es nun also auch beim Lötschberg einen Übergangsfahrplan. <strong>Auf der Gotthardachse hat sich dieses Vorgehen bewährt.</strong> Von den sieben angebotenen Verbindungen zwischen Zürich und Milano verkehren vier als Direktzüge mit ETR 470, drei Verbindungen werden mit Intercity-Neigezügen (ICN) von Zürich bis Lugano geführt, wo dann Anschluss besteht auf einen Cisalpino nach Milano.</p>
<p>Alle Verbindungen sind auf <a href="http://www.sbb.ch">www.sbb.ch</a> und <a href="http://www.cisalpino.com">www.cisalpino.com</a> ersichtlich.</p>
<h3>Übergangsregelung für Entschädigungen</h3>
<p>Gültige internationale Bestimmungen verlangen, dass bei Verspätungen von über einer Stunde 20 Prozent des Fahrpreises erstattet werden. Neu geht die Cisalpino AG über diese Bestimmungen hinaus und <strong>erstattet bei Verspätungen von mehr als 45 Minuten sogar 30 Prozent des Fahrpreises</strong> zurück. Diese Übergangsregelung gilt ab heute 8. Januar bis zum 31. März 2009.</p>
<p>Wer von einer solchen Verspätung betroffen ist, schickt die entwerteten Fahrkarten an: <em>Cisalpino AG, Kundendienst, Bahnhofplatz 14, 8001 Zürich</em>.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Halbtax für nur 4 Franken (oder sogar gratis)&#8230;</title>
		<link>http://schweizweit.net/2009/01/06/halbtax-fur-nur-4-franken-oder-sogar-gratis/</link>
		<comments>http://schweizweit.net/2009/01/06/halbtax-fur-nur-4-franken-oder-sogar-gratis/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 06 Jan 2009 14:11:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Hobi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[SBB]]></category>

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		<description><![CDATA[Gibt es tatsächlich eine Möglichkeit, wie man "gratis" an ein Halbtax kommt?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p style="text-align: center;"><a title="Zurich SBB von gwalton1 bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/16853071@N02/2904728481/"><img class="aligncenter" src="http://farm4.static.flickr.com/3254/2904728481_50505f9427.jpg" alt="Zurich SBB" width="500" height="375" /></a></p>
<p>Eine ganz spezielle (und für mich erstaunliche Story) habe ich <a href="http://www.donneker.de/phpblogger/data/SBBCH-vorbildlicher-Service-des-Dienstleistungsunternehmes/?id=1231093893">drüben bei Donneker</a> gefunden. Ich wusste zwar schon, dass man normale Billette zur Hälfte rückerstatten kann, wenn man ein Halbtax löst und dass man ein Halbtax abgeben kann, wenn man es nicht mehr braucht und dann noch Geld zurück erhält. Doch dass man dies &#8220;ausnutzen&#8221; könnte, so weit habe ich bisher nicht gedacht. Am besten klickt ihr gleich mal auf den Link oben, um die gesamte Geschichte zu lesen; hier nur eine kleine Zusammenfassung:</p>
<p>Stefan Hummert arbeitet seit kurzer Zeit bei der Post und erhielt deshalb <strong>ab dem 1. Januar 2009 das Post-Halbtax</strong> (welches die Schweizerische Post ihren Mitarbeitern offeriert). Nun wollte er jedoch zwischen Weihnachten und Neujahr das wunderbare Wetter geniessen und ein paar Ausflüge machen.</p>
<p>Hummert wusste, dass das <strong>Halbtax pro Jahr maximal 150 Franken</strong> kostet und überlegte sich, ob es sich lohne, ein solches Abo für die paar wenigen Tage zu kaufen.</p>
<p>Am Bahnschalter bot man ihm dann an, das Halbtax gleich ab dem aktuellen Tag (24.12.2008) gelten zu lassen, so dass er <strong>die für den Tag gelösten Billette sogar noch zur Hälfte rückerstatten</strong> konnte.</p>
<p>Am 3. Januar 2009 &#8211; inzwischen im Besitz des Post-Halbtax &#8211; ging Hummert nochmals an den SBB-Schalter und <strong>gab sein persönliches Halbtax dort ab</strong>.</p>
<p><em>(Was viele nicht wissen: Wenn man ein Abo (Halbtax, GA, andere) nicht mehr braucht, oder von einem Halbtax auf ein GA &#8220;upgradet&#8221;, kann man sich die verbliebene Gültigkeitsdauer auszahlen lassen.)</em></p>
<p>Da Stefan Hummert sein Halbtax bloss 7 Tage lang nutzte, erhielt er ganze CHF 146.00 zurück; bezahlte also <strong>nur 4 Franken für eine Woche Halbtax-Besitz</strong>!</p>
<p>Vorausgesetzt, die Geschichte stimmt, stellt sich nun die Frage: <strong>Übersteigt der am 24.12.2008 für die Billette rückerstattete Betrag diese vier Franken?</strong> Falls ja, gäbe es eine ganz interessante &#8220;Lücke im System&#8221; für Leute, die nur sehr selten Zug fahren&#8230; :-)</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>SORRY! (Wegen Facebook-Einladungen)</title>
		<link>http://schweizweit.net/2009/01/04/sorry-wegen-facebook-einladungen/</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Jan 2009 16:31:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Hobi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Wochenende wurden an mein gesamtes Adressbuch Facebook-Einladungen versendet. Dies war so nicht beabsichtigt! Eine Erklärung dazu gibt es in diesem Artikel.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="Facebook Logo" src="http://img.photobucket.com/albums/v232/eastunited/facebook_pic.jpg" alt="" width="519" height="195" /></p>
<p><em>Diejenigen unter meinen Lesern, welche mindestens einmal auf schweizweit.net kommentierten oder mir nach dem 03. Januar 2005 ein Mail schickten, haben dieses Wochenende eine <strong>Facebook-Einladung</strong> erhalten. Dies war so nicht beabsichtigt und ich bitte in aller Form um Entschuldigung für die &#8220;Spam-Mails&#8221;.</em></p>
<p>Gerne erkläre ich kurz, wie es dazu kam&#8230;</p>
<p>Da ich das Social Network Facebook in nächster Zeit wieder ein bisschen intensiver zu brauchen gedenke, nutzte ich die (bequeme) Funktion, bei Facebook die Email-Account-Daten einzugeben und in den Kontakten nach Personen suchen zu lassen, welche <strong>bereits bei Facebook sind</strong>.</p>
<p>Nachdem ich die Daten angab, führte mir die Applikation eine Liste der Personen auf, welche sich bereits bei Facebook registriert hatten. Nun musste ich nur noch anklicken, wenn ich auf meine &#8220;Freundesliste&#8221; setzen möchte und auf OK klicken.</p>
<p>Ich wählte also rund 20 Personen aus und klickte als Bestätigung. Auf dem nächsten Bildschirm erschien dann <strong>wieder eine Auflistung mit Email-Adressen</strong>. Diese schaute ich nur kurz an (zu kurz, wie sich später herausstellte), dachte, Facebook wolle sicherheitshalber nochmals bestätigt haben, dass ich mich mit den vorhin angegebenen Personen verknüpfen möchte und klickte wieder auf &#8220;Bestätigen&#8221; (oder wie auch immer dieser Button hiess). Ich war müde, wollte endlich schlafen gehen (weil ich am nächsten Tag Frühdienst hatte und um 03:00 wieder aufstehen musste) und nahm mir deshalb nicht die Zeit, die Seite genauer durchzulesen.</p>
<p>Erst als ich die Bestätigung bereits angeklickt hatte, realisierte ich gerade noch, dass nun eine <strong>Facebook-Einladung an alle Personen gesendet wurde, welche in meinen Gmail-Kontakten sind</strong>&#8230;</p>
<p>Der Schock sass tief, denn ich wusste, dass Gmail eine sonderbare Angewohnheit hat: Jede Person, der ich eine Email schicke oder welche mir eine Email schickt, wird automatisch in den Kontakten abgespeichert; dies unter der Kontakt-Kategorie &#8220;Vorgeschlagene Kontakte&#8221;.</p>
<p>Meine &#8220;richtigen&#8221; Kontakte jedoch befinden sich nur in den (von Gmail vordefinierten) Ordnern &#8220;Freunde&#8221;, &#8220;Familie&#8221; oder &#8220;Kollegen&#8221;. Facebook jedoch unterscheidet nicht zwischen den verschiedenen Kategorien und <strong>betrachtet jede Email-Adresse als richtigen Kontakt</strong>.</p>
<p>Wie dem auch sei: Bei den &#8220;vorgeschlagenen Kontakten&#8221; befinden sich wie gesagt alle Personen, welche mir seit dem Bestehen meines Mail-Accounts vor vier Jahren (3. Januar 2005) eine Email geschickt haben oder denen ich gemailt habe.<strong> Insgesamt genau 835 Adressen</strong>&#8230;</p>
<p><strong>Deshalb gingen am Wochenende 835 Facebook-Anfragen raus</strong>; und dies an alle möglichen (und unmöglichen) Leute: Militärstellen (weil ich in der RS während einer Berner Radrundfahrt meinen privaten Mailaccount nutzen musste), SBB-Stellen (Mediensprecher, andere Leute in Bern, Vorgesetzte), Medien (Journalisten, welche in der Vergangenheit mit mir in Kontakt traten), Geschäfte (denen ich Anfragen schrieb oder von welchen ich Offerten erhielt) und ich will ehrlich gesagt gar nicht wissen, an wen die Einladungen sonst noch gingen! :-/</p>
<p>Auf jeden Fall ist mir die Sache doch eher peinlich. Deshalb:</p>
<p><strong>Wenn Sie ein solches Mail von mir (bzw. von Facebook) erhalten haben, beachten Sie es bitte nicht weiter, löschen Sie es und vergessen Sie die Sache. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt beabsichtigt, Sie oder Ihr Unternehmen damit zu belästigen. Für die Umtriebe bitte ich um Entschuldigung.</strong></p>
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