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Wer regelmässig die Blick am Abend-Kolumnen von Katja Walder liest, der weiss: In den Zügen hört man so Allerlei. Manchmal muss man sich fast fremdschämen für das, was andere Leute telefonierend der Weltöffentlichkeit preisgeben, manchmal ist es einfach nur amüsant und ab und zu stimmt es nachdenklich.
Nachdenklich gemacht hat mich auch ein Gespräch, welches ich kürzlich bei meiner Arbeit mitbekam.
Die Situation
In einem der Wagen, die ich kontrollierte, sassen zwei Frauen. Die eine – offensichtlich eine Schweizerin – so ungefähr 50 Jahre alt. Ihre Begleiterin – dem Anschein nach aus dem asiatischen Raum und hier zu Besuch – war so um die 35 Jahre alt.
Die Schweizerin telefonierte, als ich Abteil für Abteil kontrollierte und mich näherte. Je näher ich kam, desto mehr bekam ich davon mit.
Das Gespräch
(…)
Was?
(…)
Was, d’Füürwehr isch do?!?
(…)
Ja wo…
(…)
Wo denn?
(…)
Bi üs?
(…)
Ja…
(…)
Wart rasch, dä Kondukteur isch grad do.
Sie zeigt mir ihr Billett und als ich weitergehe bekomme ich gerade noch mit, dass sich die Schweizerin – bevor sie das Gespräch am Telefon wieder aufnimmt – der Asiatin zuwendet: “Ähm… We… We can’t go home…”
Wie die Sache weiterlief, bekam ich nicht mehr mit.
Ich frage mich, was da wohl lief… Keller voll Wasser? Kerze brennen lassen? Wespennest im Estrich? Keine Ahnung…