Per Fahrplanwechsel am Sonntag, 11. Dezember 2011, wird die Billettpflicht im gesamten direkten Verkehr der Schweiz und damit auch im Fernverkehr der SBB eingeführt. Heute gab der Verband öffentlicher Verkehr (VöV) bekannt, wie viel es in Zukunft kosten wird, ohne gültiges Billett in den Zug einzusteigen. Und selbstverständlich hat er auch Ausnahmen definiert, in welchen die Zuschläge nicht ganz so hoch sein werden. Alles dazu in diesem Artikel.
Hintergrund
Bisher konnte man im Fernverkehr der SBB in den Zug einsteigen; unabhängig davon, ob man ein Billett hatte oder nicht. Vorallem in stark frequentierten Zügen und auf kurzen Strecken liessen es dann viele darauf ankommen, nicht kontrolliert zu werden und somit auf Kosten der zahlenden Passagiere zu reisen.
Dieser Umstand war der SBB und dem VöV ein Dorn im Auge. Aus diesem Grund wurde beschlossen, auf den nächsten Fahrplanwechsel hin die Billettpflicht im Fernverkehr einzuführen. Sprich: Nur mit gültigem Fahrausweis darf in den Zug eingestiegen werden. Wer ohne Billett einsteigt, zahlt einen hohen Betrag.
Andere Lösungen?
Nun kann man sich fragen, ob es denn nicht auch andere Lösungen gegeben hätte, wie man das Problem der Schwarzfahrer auf stark frequentierten Zügen und kurzen Strecken hätte lösen können.
Ihr könnt davon ausgehen, dass die SBB hier verschiedene Szenarien geprüft und durchgerechnet hat.
Eine Lösung wäre es gewesen, einfach noch mehr Zugbegleiter einzustellen. Und zwar so viele, dass auch auf den kürzesten Strecken und in der Hauptverkehrszeit jeder Fahrgast auf einer Fahrt von A nach B kontrolliert würde. Selbst dann, wenn die Fahrt nur 4 Minuten dauert, wie mit dem Interregion von Baar nach Zug.
Dieses Szenario wäre jedoch extrem teuer. Personal ist ja in der Schweiz nicht wirklich günstig. Und diese zusätzlichen, massiven Personalkosten hätten wieder hereingeholt werden müssen. Dies wäre nur durch eine massive Verteuerung der Billette möglich gewesen.
Macht es wirklich Sinn, dass dann die ehrlichen, zahlenden Fahrgäste deutlich mehr für ihr Billett zahlen müssen, nur weil es ein paar Schwarzfahrer gibt, die sich um den Billettpreis drücken möchten?
Nicht wirklich, oder? Deshalb hat die SBB sich wohl dazu entschlossen, dass nicht die ehrlichen Fahrgäste mehr bezahlen sollen, sondern die Schwarzfahrer. Und sie hat die Zuschläge für Reisende ohne gültigen Fahrausweis massiv erhöht:
Die Zuschläge
Wer im Zug ein Billett löst, zahlt einen hohen, ansteigenden Zuschlag.
Es ist also nicht so, dass man jedes Mal einen gleich hohen Zuschlag zahlt, wenn man im Zug ein Billett löst. Sondern es kostet jedes Mal mehr:
1. Fall: CHF 90.-
2. Fall: CHF 130.-
3. Fall: CHF 160.-
Bezahlt wird dabei nicht im Zug, sondern per Rechnung. Deshalb müssen auch jedes Mal die Personalien erfasst werden. Für uns Zugbegleiter hat das den Vorteil, dass die Diskussionen im Zug ein wenig kürzer sein werden, da wir einfach auf das Inkassocenter verweisen können, falls jemand mit dem Betrag nicht einverstanden ist oder nicht einsehen möchte, weshalb es einen so hohen Zuschlag kostet.
Ein wenig tiefer sind die Zuschläge, wenn jemand mit einem teilgültigem Fahrausweis fährt. Zum Beispiel eine erwachsene Person ohne Halbtax, die mit einem halben Billett reist:
1. Fall: CHF 70.-
2. Fall: CHF 110.-
3. Fall: CHF 140.-
Das Zugpersonal wird dabei auch weiterhin die Möglichkeit haben – wie heute schon – in begründeten Einzelfällen Kulanz walten zu lassen. Zum Beispiel bei Kunden ohne Missbrauchsabsicht (Touristen, etc.). Ausserdem treten folgende vorgeschriebene tarifliche Ausnahmen in Kraft:
- Klassenwechsel (ohne Zuschlag, Mindestbetrag CHF 10.-)
- Streckenwechsel (ohne Zuschlag)
- Persönliches Abo vergessen (Zuschlag CHF 5.-)
- Familien: Kinder ohne Billett bezahlen keinen erhöhten Zuschlag
- Gruppenteilnehmer ohne Billett: erhöhter Zuschlag wird nur einmal erhoben
- Reisende mit einer Behinderung und verwirrte Personen ohne Billett bezahlen keinen Zuschlag
- Irrfahrt: Servicezuschlag CHF 10.-
Die Kundinnen und Kunden der SBB werden ab kommendem Oktober durch das Zugpersonal in den Zügen auf die Billettpflicht aufmerksam gemacht. Im November folgt dann noch eine breite Kommunikationskampagne in den Medien.
Mal schauen, wie die Reisenden auf die Zuschläge reagieren werden. Ich bin sehr gespannt! ;-)
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also die gleichen zuschläge wie im RV. sprich gibt es dann noch einen FV?!
Die Zuschläge sind gleich. Was aber den FV weiterhin vom RV unterscheiden wird, ist die Möglichkeit, einen Klassen- oder Streckenwechsel zu lösen und die durchgehende Zugsbegleitung.
Inwiefern sich RV und FV in 10 Jahren unterscheiden werden, ist dann wieder eine andere Frage. ;-)
Der Unterschied ist noch vorhanden, denn ab dann wird das Reisen ohne Billet im FV sogar teurer. Denn im RV bezahlst du nebst dem Zuschlag den Fahrpreis von Fr. 10.-
Im FV bezahlst du zusätzlich den gesamten Fahrpreis zusätzlich zum Zugschlag.
Was mich an der neuen Regelung ärgert, ist dass trotz regelmässiger Zugbegleitung alle Passagiere nun als potenzille Schwarzfahrer behandelt werden.
jein, im RV ist das ticket nur gültig bis zur endstation des jeweiligen zug-/buslaufes, resp. max. 1h innerhalb des integralen tarifverbundes. im FV bis ans endreiseziel.
wenn du im laden vergisst was zu zahlen, bist du auch ein dieb, da interessiert auch niemand, ob es absichtlich war oder nicht.
Wo ist denn die Grenze zwischen Irrfahrt und Streckenwechsel?
Insgesamt finde ich die Billetpflicht eine vernünftige Sache. Klar wird es anfangs wieder erhitzte Gemüter geben, und das ist auch irgendwie verständlich, lieben wir doch an unserer SBB das einfach einsteigen und losfahren können. Ich denke aber das wird sich bald legen und die Leute begreifen, dass wie auch in allen anderen Transportmitteln die Mitfahrt nur mit gültigem Ticket möglich ist. Wünschenswert ist jetzt nur, den bedienten Ticketverkauf nicht mehr weiter abzubauen, und die Automaten bedienerfreundlicher zu gestalten (und intelligenter, Buchung via Fahrplan).
Bei der Irrfahrt musst du mit dem nächsten Zug wieder zurück fahren. (Zugnummer wird auf Billett notiert.)
Bei einem Streckenwechsel fährst du von A nach B über einen anderen Weg als ursprünglich gelöst.
Das ist – vereinfacht gesagt – der Hauptunterschied.
Was heisst „Familien: Kinder ohne Billett bezahlen keinen erhöhten Zuschlag“?
D.h. konkret: den Klassenwechsel kann man auch in Zukunft ohne Aufpreis direkt im Zug lösen? Jemand mit dem 2.-Klass-GA kann also problemlos in die erste Klasse sitzen und dann ohne irgendwelchen Zuschlag den Klassenwechsel lösen? Einzige Einschränkung ist, dass es mind. 10.- kostet?
juhu, ich freue mich jetzt schon auf das theater, wenn die leute wegen zu kurzen umsteigszeiten keine tickets mehr lösen können vor zugsabfahrt. also liebe SBB, ihr seit gefordert, denn erstens müssen alle 0815-tickets am automaten erhältlich sein und zweitens beliefert die KTU’s endlich mit korrekter software.
@jannis:
das heisst, das nur die eltern den zuschlag berappen und die kinder lediglich das 0815 zugticket.
@dominik:
jawohl, das heisst es.
Tja Marco… schön das auch du so langsam bedenken hast und merkst dss es eben nicht soooo einfach ist zu einem korrekten Billett zu kommen ;-)
Wenn jemand von einer Station kommt, bei der er nicht das gesamte Sortiment lösen konnte und auf Grund der kurzen Umsteigezeit keine Möglichkeit hat, im Umsteigebahnhof ein Billett zu lösen, dann werde ich ihm auch weiterhin Kulanz gewähren. Laut VöV-Medienmitteilung hat das ZP ja nach wie vor eine Kulanzmöglichkeit.
Bsp: Regelmässig in der Wintersaison bei verspäteten Postautos aus den Bündner Bergen nach Chur. Bisher habe ich noch nie von Vorgesetzten oder der SBB Probleme bekommen, wenn ich hier gleich mehreren Fahrgästen den Zuschlag rausnahm.
@ andreas
anhand von was willst du (eingermassen) kontrollieren, wie knapp die umsteigezeit war? miku funktioniert nur in grösseren bhf und busse sind darin nicht enthalten. im rheintal wird das auch öfters vorkommen, das die leute wegen busverspätungen nicht lösen können nach zürich, basel usw. altsätten ist besonders doof, da der automat auf der anderen seite des busbahnhofes steht und die leute erst recht keine zeit haben zu lösen, auch wenn der bus einigermassen pünktlich ist. also ich hätte da einige sachen, die die SBB noch überdenken sollte.
@ brummbaer:
ich bin grundsätzlich für die billettpflicht. aber die sbb muss aber etwas breiter denken und ihre hausaufgaben machen, sonst endet es in einem fiasko.
Irgendwo hab ich mal gelesen, dass ca 1 oder 2 pro 1000 Passagiere im Zug das Ticket lösen.. wir machen also so ein Chaos wegen 1 oder 2 Promille an Passagieren????
Oder anders gesagt: Wer vorher schwarz gefahren ist, tut das immer noch (er lässt sich einfach nicht erwischen, wie vorher auch schon). Dafür aber werden ehrliche Kunden, die dazu stehen, kein oder das falsche Ticket zu haben, zur Kasse gebeten.
Diese Logik ist.. faszinierend.
@piero:
also ich treffe wesentlich mehr leute an im zug, welche ein ticket bei mir lösen möchten als 1-2 von 1000. und es sind auch mehr, welche die möglichkeit nicht haben, vorher ein ticket zu lösen. aber der grundsatz, dass man ein ticket vor fahrtantritt lösen muss, ist selbstverständlich.
Dem schliesse ich mich an; es sind auch bei mir klar mehr als 1-2 von Tausend.
Glaub ich gerne, dass es mehr sind, hab nur das wiedergegeben, was ich irgendwo mal gelesen gedenkt zu haben (was für ein Satz :D )
Hm. Anderorts (z.b. hier infam.antville.org/stories/2081917 ) sieht man das nicht mehr so rosig und wohldefiniert:
“Die SBB investiert offenbar lieber in Maschinen (Billetautomaten, Apps usw.) als in Menschen und erhöht gleichzeitig frisch fröhlich weiter den Druck auf ihre Leute. ”
Oopsie, da geht er hin, der gute Ruf eines behäbigen, aber genial organisierten Staatbetrieb.
Ähnliche Voten gab es schon bei der Abschaffung der Raucherabteile. Schauen wir also erstmals, wie es ab Dezember funktioniert; oder eben nicht. Ich bin gespannt!
@ oelsen:
es ist grundsätzlich überall so, das man zuerst bezahlt und erst dann eine leitsung/ware bezieht. und würden sie lieber in automaten investieren, wären diese auch besser. ;-)
Ja gut, das stimmt halt auch.
Wieviele Male habe ich schon extra überhört, wie jemand mit Excel nicht umgehen kann und deswegen “Stress” auf der Arbeit herrscht. Mensch, ich würde in einen Kurs gehen und den Chef verarschen.
Dasselbe in SBB-Blau am Automaten. Statt einmal hinzugehen und sich diese ganz genau Anzusehen (auch die BVB-Dinger werden von v.a. älteren Mitmenschen offenbar gemieden) wird dann darüber hergezogen.
Dasselbe in Grün betreffend “Tarif”-Dschungel. So ein Witz. Das U-Abo oder die Z-Pässe gelten für ein Riesengebiet und wer zu doof ist, eine SBB-Tageskarte zu lösen oder zu organisieren, z.b. bei der Post eine DUO zu kaufen, also der hat es wohl auch sonst im Leben schwer. Die Leute reden zuwenig miteinander. Jeder kennt doch den einen Eisenbahnfreak und der hat eine Sch#freude, wenn man ihn darüber ausfragt :D
@ oelsen:
das ist mitunter das grösste problem. wer sich nicht damit befassen will, wird es nie kapieren. nach den sommerferien ist es immer das selbe trauerspiel. da kommen neue schüler, lehrlinge und die lösen irgendwas anstatt vorgängig mal ein prospekt zu studieren oder an schalter gehen was das beste und günstigste ist. aber dann rummotzen wenn man in die kontrolle kommt.
@ sandra-lia:
naja, deine ansichten kennen wir. wir warten mal ab, bis du die erste busse einfängst, weil du 1-2km/h zu schnell warst oder den fahrausweis vergessen hast. das kommt wesentlich teurer. aber manche können nur beschränkt denken und handeln.
Interessante Diskussion.
Ich hätte beim ersten Vergehen die Strafe bei 20.– oder so gelassen und erst im Wiederholungsfall sprunghaft steigen lassen. Passieren kann das ja…
Ein weiterer Exot: Was passiert mit der tollen Reservationsgebühr für Velos im ICN? Bleibt die im Sommer bestehen?
Muss ich, wenn ich keine habe, weiterhin (anstatt 5.– am Schalter) 10.– bezahlen?
Apropos Kulanz: Wenn ich am Morgen von meinem Bahnhof aus, der keinen bedienten Ticketschalter mehr hat und wo ich somit keine Spontan-Reservation lösen kann, eine Station weiter fahre, dann bin ich schon froh, wenn der Kontrolleur ein Auge zu drückt. Bisher war es genau eine Eurer Kolleginnen, welche partout nicht kulant sein wollte und ich musste die 10.– bezahlen. Danke an all die Kontrolleure welche Kulant sind und hier ein Velo GA gelten lassen…
Haja, für mich ist die Konzequenz aus dem “alle in den selben Topfwerf-Mentalität” ganz klar. GA wird am 20.10 nicht verlängert, Autoprüfung angefangen, und dem ÖV die Rote Karte gezeigt!
Ich bin nicht kriminell, die SBB ist es! Es ist echt zum …. wenn ein Staatsbetrieb, der zu 70% durch mich und andere Steuerzahler bezahlt wird, alle Fahrgäste kriminalisiert.
Und das mit der Kulanz könnte man auch gleich Willkür nennen, denn die meisten Kondukteure wissen ja nicht mal, das es zb. in “im Zoo bei Gänsbrunnen” kein Automaten gibt. Gar keinen.
Aber das war genug von mir. Ihr kennt meine Meinung, und auf meinem Blog hab ich bald 30 Gründe zusammen, in Zukunft den ÖV zu meiden.
Einer davon ist das Tarifchaos, das niemand blickt, und der andere, dass man Kriminalisiert wird, ohne was zu verbrechen.
@ Sandra-Lia
Marco hat schon recht:
- Bussen für 1-2 km/h schnell fahren
- Im Stau stehen
- Gaffer
- blöde Fussgänger
- Barrieren vor Zügen
- teureres Benzin weil irgendwo in Hinterfultigen oder sonstwo ein Sack Reis gekippt ist.
- Autofahren obwohl man müde ist.
- Parkplatzsuche
Es gibt soviele Dinge, welche ich nicht vermisse, seit ich mein Auto verkauft und (wieder) ein GA gekauft habe. Die Liste ist beliebig erweiterbar. Ah und eins kannst Du mir glauben: Zwischen Solothurn und Bern findest Du höchstens im Grauholz oder auf einer Raststätte eine Toilette. Und ob Du die verwenden willst…
An Andreas: Andere dürfen ja scheinbar mehr, als ich.
Wie dem auch sei.
Wenn ich zu schnell fahre, ist es allein meine Schuld. Der Führerschein gehört eh ins Portmonai.
Wenn ich jedoch kein Billet kaufen kann, weil die SBB Hürden aufstellt, die kaum zu überwinden sind, dann ist das nicht meine Schuld.
Das ist für mich schon noch ein Unterschied.
Anfügen möchte ich auch noch eins: Ein Auto kann ich in dem Zustand halten, wie ichs für richtig halte. Das ist bei den Zügen definitv nicht der Fall.
Wenn ich jedes mal 90 Fr bekäme, weil im Zug wiedermal alle Toiletten kaputt sind, der Billetautomat nicht geht, oder die Karte nicht aktzeptiert (und ich nur 100er-Note dabei hab, aber Billet für 3.- will) usw usw.
dann wär ich schnell eine verdammt reiche Frau.
Ich sag nur, die SBB soll von ihren Fahrgästen nicht verlangen, was sie nicht bereit ist, zu leisten. Für mich jedenfalls gehört mehr dazu, als von A nach B “transportiert” zu werden. Denn ich betrachte mich nicht als Güter!
@ sandra-lia
tut mir leid, wenn du dich angesprochen fühlst. :-(
genauso gehört ein GA, tarifverbund-abo, halbtax usw. ins portmonnaie. aber jeder regt sich auf, wenn er dafür 5 stutz bezahlen muss. ein vergessener fahrausweis fürs auto kostet mind. 40. also deutlich mehr. und ich hab noch den alten blauen, der ist so schön gross, der hat kein platz im portmonnaie. und wenn du das portmonnaie vergisst, nütz dir der fahrausweis da drin auch nix. ;-)
für was soll ich beim autofahren bussen bezahlen?! zahle schliesslich mit meinen steuern genauso an den strassenunterhalt mit. der polizist bekommt auch seinen lohn, ohne das er mir ne busse aufdrückt.
ja, wer sein ticket nicht vorher löst ist auch selber schuld. wenn du mal richtig auto fahren kannst, merkst früh genug, wie leicht man 1-2 km/h zu schnell sein kann ohne das man(n) will.
wenn manche leute einfach nicht lesen können oder zu faul sind sich zu informieren oder im zweifelsfalle zu fragen, dann sollen sie halt die bussen bezahlen. grundsatz in jedem rechtsstaat: nicht wissen schützt vor strafe nicht.
würden die leute mehr anstand besitzen und nicht alles verdrecken oder kaputt machen, könnte der ÖV auch günstiger fahren und würde erst noch besser daher kommen. da sind die fahrgäste schuld, nicht die SBB.
und wie schon so oft gesagt, ein ticketautomat ist keine bank um geld zu wechseln. und du über 50% aller fälle, wo angeblich der kartenleser nicht funktionierte, war zu wenig saldo auf der karte. was auch nicht das problem der sbb ist. und es gibt tagtäglich x leute die es immer wieder mit der gleichen masche auf dem zug oder im bus mit 100er oder 200er noten versuchen, in der hoffnung gratis fahren zu können.
sei einfach mal realistisch und weltoffener. man kann sich das leben auch unnötig schwer und kompliziert machen.
Fahrausweis vergessen beim Auto = Fr. 20.– Busse, wobei die Polizei sehr oft sehr kulant ist, vorallem innerkantonal. Erst die Bussenliste lesen, dann posten! ;)
ok, aber 20 ist immernoch viermal soviel wie im zug/bus.
Naja,
dass den 5.- beim Vergessen: Ich hatte jetzt seit 1993 ein GA. Und in dieser Zeit musste ich genau 4 mal 5 Fr. zahlen, weil ich mein GA nicht dabei hatte. (Dafür war eben dann auch mein Portmonai nicht dabei, jedenfalls seit es eine Kreditkarte-Grösse hat).
Und, das wegen “Der SBB Automat ist keine Bank”, sorry, aber das Beispiel würde ja auch mit einem 50er Schein bei 3.- greifen, und das finde ich schon ein normaler Schein.
Ich finde einfach, du machst es dir verdammt einfach: SBB darf alles, Fahrgast nix.
Denn wenn ich so sehe, was als Grund auf den defekt-Zettel steht: 100% voll (vor 3 Tagen gemeldet) ist einer der häufigsten Gründe, und daran hat nicht der Fahrgast schuld, sondern die Wartung der SBB. Und dafür möchte ich in zukunft auch jedes mal 90 Stutz erhalten, als Busse der SBB, weil sie ihrer Pflicht nicht nachkam.
Die Busse beim Autofahren hat schon seine Berechtigung. Auch wenn man bei 1-2km/h zu viel etwas weniger verlangen könnte. Aber wer Innerorts statt 50 70 fährt, der hat das nicht unabsichtlich gemacht.
Was für mich halt auch ist: Die ganzen Tarifverbunde sind total unübersichtlich.
In einem gilt das Billet während X h, in Zone X, damit kann ich aber zig mal hin und her Fahren (Wenns die Zeit zulässt; Beispiel: Luzern) und bei anderen nur in 1 Fahrrichtung X h, in Zone X. (Beispiel vollkommen überteuerter Liberotarif)
Und grad beim Liberotarif hab ich grad am Sonntag wieder mal ein Beispiel von absoluter Willkür gesehen.
7 Zonen Billet gilt von Sumiswald-Grünen nach Bellach (1 von vielen Beispielen). Aber nur 2h. Von Sumiswald-Grünen hat man aber im allerbesten Fall immer mehr als 2h nach Bellach! Also muss der Fahrgast 100Fr. Busse zahlen, weil die Bürokraten viel zu wenig Zeit lassen. Sorry, so was geht einfach nicht!
Ich finde, ein Billet muss entweder von A nach B gültig sein, und dann natürlich für 1 Fahrt, aber so lang, wie ich will (also wenn ich von Solothurn nach Zürich löse, kann ich ja in Olten noch 4h Pause machen, und Aarau soll auch grad schön sein, dort auch noch 4h) und das Billet gilt noch immer bis Zürich, oder aber, man macht komplett nur Zonen, dann aber mit a) genug Gültigkeit und b) ohne Einschränkungen (also auch mit Retourfahren usw).
Sicher ist jedoch, dass es vereinheitlicht gehört. Denn, das was du da sagst, ist mist. Wenn du mal mehr rumfahren tätest, ausserhalb von deinem Tarifverbund, so wie ich, in der ganzen Schweiz, merkst du sehr schnell, dass a) nicht überall Leute sind, die dir helfen können und b) dass Deutsch nicht überall gängige Sprache ist und c) das die Automaten teilweise unübersichtlich sind. (Fahr mal nach Genf, da kommsch auf die Welt! Oder geh mal an einen alten TNW Automaten, der ist auch nicht grad übersichtlichlich!)
@ sandra-lia:
also auf der website des unireso tarifverbundes gibt es zu allen automaten beschreibungen, wie sie funktionieren. und wenn ich mich nicht auskenne, dann geh ich halt an hauptbahnhof an schalter und kaufe das ticket dort und lass mich beraten. denn dort könnnen sie deutsch, englisch oder italienisch.
noch @Bähnler: Nur brauch ich von Solothurn nach Bern keine 45min! Solang brauch ich ja knapp mit dem MOFA.
Und nein, wenn ich via Landstrasse fahre, gibts in jedem Kaff ca. 5 Restaurants. Ich kenne die Strecke sehr gut. Zudem könnte ich dann via die viel schönere Strecke fahren, wie das Postauto. (Linie 8 Solothurn – Zollikofen), und auch da gibts viele Restaurants auf der Strecke.
Nein, Autobahnhalteplätze sind nicht gerade Toll für aufs Klo zu gehen. Da gebe ich dir Recht.
Die Parkplatzsuche gestaltet sich erheblich einfacher, wenn man Mobility hat… dann kann man fast an jedem Bahnhof parkieren. Und zwar Gratis
@ sandra-lia:
toll, nix konsumieren, aber die wc’s der restaurants benutzen, die hat man am liebsten.
nun ja, ich hab seit 12 jahren ein GA und erst einmal vergessen mit portmonnaie.
es gibt keine abnormalen geldscheine. aber im vergleich zu anderen ländern, hast du an den schweizer ticketautomaten sehr viele bezahlmöglichkeiten. und wer nur auf eine setzt, ist selberschuld. ich hab noch keine toilette gesehen, wo du auf nen fünfliber retourgeld bekommst (ausgenommen besetzte raststätten). aber in der regel hab ich für solche fälle immer münz im sack oder wenn ich weiss, das ich welches brauch, versuch ich vorher zu welchem zu kommen. ansonsten hab ich ja no maestro und kreditkarte.
und wenn der automat defekt ist, bezahlst auch keine busse.
und ja, es gibt in jedem tarifverbund strecken, die nicht in die zeit passen, aber das macht 1% aus, wenn überhaupt. aber deswegen die gültigkeit verlängern und die preise zu erhöhen macht wenig sinn. aber das du mit detailinformationen mühe hast, hast mehrmals bewiesen (unter anderem es gäbe keine kostenlose kreditkarten und es würden nicht alle eine bekommen). denn es steht überall drin, wenn auf direktem weg, sprich ohne unterbruch, die strecke nicht in diesem zeitraum zurück gelegt werden kann, ist es automatisch bis zur endstation gültig. und dies kann der kontrolleur/kondukteur anhand des elektronischen fahrplans überprüfen.
und woher immer diese anschuldigungen?! ich fahre genug oft mit dem zug/bus durch die schweiz, drücke an automaten rum (will ja wissen ob der kunde die wahrheit sagt) und fahre auch im ausland genug ÖV um zu wissen, dass sich auch da die verbunde nicht wirklich unterscheiden.
und ja, man könnte die tarifverbunde mehr vereinheitlichen, aber im grossen und ganzen sind sie gleich und das ticket anschauen muss man halt schon auch.
wenn es nach dir geht, müsste keiner mehr eigenverantwortung tragen, sondern nur die firmen, läden, dienstanbieter. einerseits motz jeder über bevormundung, aber andererseits will niemand mehr eigenverantwortung übernehmen. was denn jetzt? schaltet doch einfach mal wieder hirn und verstand ein und die welt wäre um vieles einfacher.
«denn es steht überall drin, wenn auf direktem weg, sprich ohne unterbruch, die strecke nicht in diesem zeitraum zurück gelegt werden kann, ist es automatisch bis zur endstation gültig.» — Nicht ganz überall: Für die A-Welle beispielsweise gilt dies nicht. Bei der zuständigen Stelle teilte man mir mit, dass in diesem Fall beliebige zusätzliche Zonen zu lösen seien, um die Gültigkeitsdauer zu verlängern.
also, im tarif 651.20 (einsehbar unter http://www.a-welle.ch/fileadmin/seiteninhalt/pdfs/T651.20_Verbundtarif_A-Welle_11.12.2011_Version_20111014.pdf) steht ganz klar unter 30.2.001:
Ist die Fahrt mit einem bis zu zwei Stunden gültigen Verbundfahrausweis auf direktem und ununterbrochenem Weg gemäss Fahrplan nicht innerhalb der Gültigkeitsdauer möglich, kann die Fahrt bis zum Reiseziel fortgesetzt werden. Dies gilt auch für Anschlussbillette, die zu einem Verbundfahrausweis gelöst wurden. Umwegsfahrten, Rückwärtsfahrten und nicht fahrplanbedingte Fahrtunterbrechungen sind in diesem Fall ausgeschlossen.
insofern trifft dies grundsätzlich auch auf die a-welle zu.
Hallo Marco
Du hast recht, Mir war entgangen, dass genau dieser Punkt per 11.12.2011 kundenfreundlich präzisiert wurde.
Vielen Dank
Harry
P.S.:
Meine Anfrage beim Kundendienst der A-Welle, beziehungsweise dessen Antwort, bezog sich noch auf das ursprüngliche Regime.
Ich hab nie behauptet, das ich nichts konsumieren würde. Ganz im Gegenteil. So verdient jeder Wirt sogar noch was an mir. Aber danke für die Unterstellung.
Im weiteren gehe ich nicht auf deine Beleidungen ein.
Nur so viel: Ich habe nie für eigenverantwortung im ÖV plädiert, und werde es auch nie tun. Ganz im Gegenteil. Diesen ganzen Serviceabbau ist mir ein Dorn im Auge, und wars schon immer. Egal wo.
Fakt ist in der Schweiz: Firmen dürfen fast alles, Kunden fast nichts. Nur Zahlen muss man!
Aber ja, lasst euch nur auf die Kappe scheissen, jammert dann aber nicht, wenns euch zu sehr stinkt!
Ich jedenfalls mach das “Spiel” nicht mit, und kämpfe gegen JEDEN Serviceabbau. Und jeder, der Serviceabbau gutheissen mag: Es muss nicht immer schlechter werden, nur weil mans selber toll findet.
Scheinbar warst du wirklich noch nie im Unireso… sonst würdest du nicht solchen unsinn sagen.
Was red ich hier überhaupt. Beton bleibt Beton, und SVP bleibt SVP. Eben unverhandelbar hart.
@ sandra-lia
ich hab dich nie persönlich beleidigt und ich hab mich auch entschuldigt, wenn du dich persönlich angesprochen gefühlt hast.
aber ich find es komisch, dass du dich über unterstellungen so aufregst, aber dauern anderen was unterstellst. zbsp: ich wäre würde nie in der CH rumfahren, mir irgendwelche parteizugehörigkeit unterstellen usw.
desweiteren, hab ich nicht gesagt, das du für eigenverantwortung bist, sondern das du dagegen bist. ich bitte dich höfflich, die beiträge richtig zu lesen.
und jeder mensch ist mit hirn ausgestattet worden, damit ist es jedem möglich zu überlegen, entscheidungen zu treffen und eigenverantwortung zu tragen. man kann nicht die verantwortung an andere abschieben. was aber du am liebsten möchtest.
dann viel spass bei deinem kampf. und ich lasse mir auch nicht alles gefallen, aber ich kann selber entscheiden, was ich will und was nicht. aber ich kann auch meinen normalen menschenverstand dabei einsetzten.
welchen blödsinn? geh doch bitte genauer drauf ein. würde gern wissen, wo ich falsch liege.
und was SVP damit zu tun hat, ist mir ein rätsel.
in demfall tschüss und alles gute bei deinem kampf.
PS: Im übrigen war und ist das hier mein aller letzer Kommentar auf schweizweit.net, denn ich mag es nicht, wenn ich nicht sagen darf, was ich denke, mich aber ständig von Besserwisser und Behaupter alles gefallen lassen muss!
Auf nimmer wiedersehen!
Das wars also von unserer Nationalratskandidatin?
Liebe Sandra lia, hör auf gegen Windmuehlen zu kaempfen. Geniess Dein Leben.
Nun, am “einfachsten” wäre es: Nationalrätin zu werden, irgendwann (nachdem man in tausend Ärschen gekrochen ist) Bundesrätin. Dann Abteilung Verkehr (Uvek glaub) übernehmen. Anschliessend die anderen sechs Bundesräte erpress ähm ich meine über die eigenen Ideen betreffend SBB überzeugen.
Dauer: ca 20 Jahre. (Ein Garantie für ein Gelingen gibt es nicht)
und was macht man, wenn man studentin (oder was weiss ich) ist, sehr wenig geld hat (kein stipendium, keine elter oder so die einem finaziell unterstützen können) und sich das zug ticket schlicht und einfach nicht leisten kann, aber man ÖV fahren muss, weil man ja zu seinem arbeitsort kommen muss, der zu weit entfernt ist um mit dem Fahrrad zu gehen, und umziehen geht auch nicht, da man dort keine billige wohnung findet die man sich leisten kann….was macht man dann? dann muss man schwarz fahren
@blubb
zuerst überlegen, dann schreiben. wäre etwa das gleiche, wenn ich schreiben würde, ich wäre gezwungen zum klauen, weil ich es nicht vermag. was in der schweiz keines falles nötig ist. wer arbeitet verdient geld um sich sachen zu kaufen. dabei ist die richtige buchhaltung alles. und den studenten geht es in der schweiz alles andere als schlecht. sie bekommen auch das GA massiv vergünstigt. und wenn ein studium halt wirklich nicht drin liegen sollte, dann muss man sich halt einen anderen berufsweg aussuchen.
jedenfalls ist die bemerkung, man muss schwarz fahren völlig daneben.
so eine antwort kann nur von jemanden kommen der noch nie so arm war, dass er sich die 0.60.- für eine m-budget schokolade nicht leisten konnte……
@blubb
das hat nix damit zu tun, ob ich arm bin/war oder nicht. sondern mit realität.
schwarz fahren ist einfach asozial. nur weil man sein leben nicht im griff hat, andere dafür zur verantwortung ziehen und aufkommen zu lassen, ist einfach daneben.
aber ich schenke dir gerne mal ne budget-schoggi. ;-)
Wow, Marco, der war jetzt unnötig arrogant.
hey, blubb. ich bin selber student, kriege kein stipendium und kann (und will) mich nicht auf meine eltern verlassen was finanzen betrifft. so ist natürlich klar, dass ich mir ein vollzeitstudium nicht leisten kann. in der schweiz gibt es aber meistens super teilzeit-studienmöglichkeiten. ich studiere zb an der HSR 3 tage und arbeite daneben 50%. so komme ich gut über die runden und kann mir sogar ein GA leisten.
falls du dir wirklich keine 0.60 leisten kannst, wende dich doch ans sozialamt. das ist nichts beschämendes. besser vom sozialamt geld beziehen als ständig ärger kriegen mit der SBB weil man schwarz fährt.
Eine Bemerkung kann ich mir zum Thema Ausweispflicht und anderen Spezialitäten der Online-Tickets nicht verkneifen (weil selber erlebt): ich habe etwas Probleme damit, wenn der Buchstabe der AGB betr. Ausweispflicht stärker gewertet wird als die deutlich erkennbare Absicht des Bahnkunden, das Ticket richtig zu erwerben. Ein Generalverdacht kommt nicht gerade kundenfreundlich rüber.
Und wenn man einmal doch schwarz fährt: ist mir doch mit den Mehrfahrtenkarten mehr als einmal passiert, dass ich vergessen habe, sie zu stempeln. Dann sagt man ehrlich “sorry, vergessen”, macht mit dem Kontrolleur etwas Smalltalk und drückt das Bussgeld ab.
Nun zu @blubb
wenn ich irgendwo mein Bett aufstelle, kostet mich dies Miete. Wenn ich ein Brot aus dem Laden hole, muss ich dies bezahlen. Wenn ich Bus und Zug nutze, brauche ich ein Ticket. Punkt! Ich kann nicht ein Brot klauen mit der Begründung “ich kann es mir sonst nicht leisten”. Es wird deswegen nicht legal.
Es kann passieren, dass es Engpässe gibt. Das hat absolut nichts damit zu tun, ob man das Leben im Griff hat! Das gibt es einfach. Aber als Studentin solltest du genug vom Leben verstehen, dass du dich organisieren kannst! Schwarzfahren und Jammern ist der falsche Weg. Man sucht halt weiter nach der Wohnung oder nach einem besseren Job oder besorgt sich ein Studiendarlehen.
Ändu schreibt ganz meiner Meinung: Kontrolleure sollen und müssen auch mal ein Auge zurdrücken, wenn die Absicht, sich korrekt zu verhalten, erkennbar ist. Es gibt unzählige Beispiele, bei denen aus Versehen, Irrtum oder Mängel bei der Technik kein korrektes Billett gekauft werden konnte – und dafür büssen mussten die an und für sich korrekten Kunden. Das geht nicht! Auch Schalterangestellte können sich irren – dumm nur, dass auch in diesem Fall die volle Last beim Kunden liegt, wenn er dann mit falschem Ticket im Zug sitzt. Hier könnten und müssten die ÖV-Betreiber kulanter sein! Eine Bekannte fuhr mangels Wahlmöglichkeit am Automaten über eine andere Strecke. Mehrkosten zu ihren(!) Lasten: CHF 0.50! Drama mit dem Kontrolleur: 30′ inklusive persönliche Verfolgung am Zielbahnhof! Da wird man einfach nur noch wütend…
Registriert meinetwegen solche Fälle elektronisch, und lässt den Leuten drei “Vergehen” durchgehen, gerne jeweils mit den nötigen Tipps, sich korrekt zu verhalten. Aber lasst beim Tipp-geben den herablassenden Tonfall weg, den ich manchmal auch dann noch höre, wenn ich höflich und errötend mein “Sorry, vergessen zu stempeln” aufsagen muss, denn alleine das ist mir schon peinlich genug, da brauche ich nicht noch ein lautes “JA, DAS IST ABER NICHT GUT, OHNE BILLETT EINZUSTEIGEN…”. Und: Es sollte unbedingt eine Möglichkeit geschaffen werden, bei verlorenem/gestohlenem Geldbeutel (inkl. ID, Tickets etc.) rasch und unkompliziert zu einer Fahr nach Hause zu kommen, ohne irgendwo draussen in der Ferne wildfremde Menschen anbaggern zu müssen. DAS wären Dienstleistungen, die ich wirklich schätzen würde.
@felix
also wenn jemand wegen 50 rappen 30min mitem dem kondukteur streitet, dann frage ich mich, wer da ein problem hat. und es ist nun mal so, dass die SBB nicht auf allen strecken die allein herrschende betreiberin ist. insofern muss die strecke korrigiert werden, weil sonst die jeweiligen betreibergesellschaften um ihr geld gebracht werden.
und wie oft, war ich kulant, und der kunde hat sich aufgeführt wie das letzte und wollte keine tipps annehmen, um die fehler das nächste mal zu vermeiden. wo ich mir dann echt überlegen musste, warum ich überhaupt kulant war. es ist nicht so, das immer das kontrollpersonal die übeltäter sind, sonder oft auch die fahrgäste die sich nicht helfen lassen wollen und eh alles besser wissen.
und wenn du den geldbeutel verloren hast, bekommt bei migros/coop usw. auch nichts zu trinken/essen. eine dienstleistung wird nur gegen bezahlung erbracht. so ist das nun mal.
@ex-bähnler
das nicht funktionieren eines automaten kann geltend gemacht werden und wird auch entsprechend erfasst und kann ihm nachhinein festgestellt werden. aber wenn kunden nicht gewillt sind, obwohl fast jeder inzwischen ein handy hat, die gratis nummer anzurufen (auf jedem automaten publiziert) und den defekt zu melden, dann hab ich damit sehr wohl etwas mühe. was sind evtl. 1-2min zeit für ein anruf im vergleich zu 75.- bis 90.- zuschlag?! und bei uns in der stichkontrolle wird das überprüft. sollte der automat jedoch funktionieren, wird die zusätzliche zeit in rechung gestellt.
@Marco, die -.50 Rappen hatte die Kundin zuviel bezahlt! Die effektiv gefahrene Strecke wäre um diesen Betrag günstiger(!) gewesen, und der Kondi wollte die Busse austeilen, nicht etwa die -.50 zurückzahlen… :-(
Dein Argument wegen Migros in Ehren, aber wenn ich in der Migros bin stehe ich nicht im Schilf oder Schiff wie wenn ich (mit Kind) nach Irgendwo fahre und dort mein Geldbeutel inklusive Allem abhanden kommt, es bereits spät ist und der Zug bald fährt. Als treuer, langjähriger Kunde freue ich mich, wenn mir die SBB ein Angebot macht für eine solche Situation. Als treuer Kunde im Volg z.B. schreibt sich die Kassierin einfach meinen Namen auf den Kassenzettel und legen den in die Kasse. Zahlen darf ich das nächste mal. Es funktioniert also, WENN man will. Dazu habe ich auch schon ausgeführt, dass es Techniken gibt, so etwas am Automaten zu ermöglichen, ev. auch mit einem Garanten (Papa zu Hause zahlt online oder garantiert die Identität, Kiddie kann am Automaten mit Code Ticket rauslassen). Kein Problem – WENN man will!
Übrigens: Online kann ich bei der LeShop problemlos gegen Rechnung einkaufen, ob die SBB das auch zulassen kann ich grad nicht sagen, da ich online-Tickets mit EC zahle. Also, liebe SBB: Lasst mich doch ein Ticket gegen Rechnung kaufen, ohne dafür zusätzlich den Bonus von 100.- abzudrücken.
Zum Automaten und der Gratisnummer: Nein, ich habe mein Handy NICHT dabei, wenn ich privat unterwegs bin, und will das auch nicht ändern! Zudem habe ich, glaub auch hier im Blog, schon mal ausgeführt, was alles an Equipement nötig ist, um heutzutage Bahnfahren zu können: Landeskarten, Handy, EC, Ersatzgeld (min. 100.- für die Busse), GPS, OR und BINGO: Eine Telefonkarte, weil der *@%&&-Apparat bei uns am BHF kein Münz mehr frisst. Das nennt sich schöne neue Technik! Alles dem Kunden zuliebe!
Bitte, das alles wäre mit etwas Gutem Willen und Kundendenken lösbar, aus meiner Sicht sogar ohne grosse Kostenfolgen. Aber bei mir bleibt der Eindruck, die SBB wären nicht daran interessiert.
Schon mal versucht online ein Ticket Startbahnhof-Via1-Via2-Startbahnhof zu lösen? Gleicher BHF als Start und Ziel frisst das System nicht, zwei Einzeltickets kosten aber wegen der Distanz mehr als eine solche Rundreise. Trick: Löste einfach bei der Heimreise bis zum nächsten BHF, also über mein Ziel hinaus. Spareffekt letzte Woche: 20.- Und nochmal zum Anfang zurück: Warum lässt mich die SBB nicht mein Ticket lösen, so wie ich es will? Unfähig bezüglich Technik? Unfähig bezüglich Kundendenken? Beides?
Aus meiner Sicht: Einfach nur schade! SBB: Ihr könnt das besser! Tut es doch aber bitte auch. Ich will eigentlich gar nicht stänkern, sondern mithelfen, das System zu verbessern. Dann bleibt auch mir die Freude am Bahnfahren noch lange erhalten, und das auch in aussergewöhnlichen Situationen. Danke.
@felix
also in deinem ersten post,war das nicht klar geschrieben mit den 50 rappen. warst dabei? weil ansonsten kauf ich die geschichte nicht ab. davon abgesehen, wäre es nachvollziehbar gewesen, wenn dieser artikel nicht erhältlich ist. und wie gesagt, es kommt immer drauf an, wie der kunde reagiert. wenn ein kunde normal und anständig ist, bin ich auch eher bereit, mich dafür einzusetzen, dass er kulanz bekommt (sofern es wirklich das erste mal ist, aber deshalb wird er ja erfasst, um dies zu überprüfen). weil an der front gilt der grundsatz, keine kulanz. aber wer gleich auf 180 ist und weder zuhört noch respekt zeigt, muss sich nicht wundern, wenn stur gehandelt wird. wir machen unseren job, so wie es von uns erwartet wird. da muss der frust und ärger nicht an uns ausgelassen werden. auch du musst dein job so machen, wie es von dir erwartet wird.
und ja, das mag im volg funktionieren, wo man dich kennt. aber in einer migros/coop, wo einfach mehr kunden hat, ist dies schlichtweg nicht möglich.
und leshop bietet bezahlung gegen rechnung an, wenn du nirgends negativ eingetragen bist. resp. leshop behaltet sich die option offen, nur gegen nachname oder garnicht zu liefern. was die sbb im nachhinein nicht kann. auch kann ich vor ort weder bondantiät prüfen noch ohne geldbeutel deine identität.
naja, ec, kreditkarte, bargeld, ga hab ich ihm portmonnaie. wenn ich das dabei hab, hab ich alles dabei und trägt sich nicht schwer.
ich habe nicht gesagt, dass ein handy zwingend ist, ich sage nur, dass 90% eines dabei haben und von denen ist es nicht zuviel verlangt. es ist zwar trotzdem möglich, dies im nachhinein festzustellen, aber es wäre andersrum für alle einfacher und würde auch für weniger ärger im zug sorgen.
also unsere telefonzellen am bhf sind sehr flexibel. neben telefonkarten, kreditkarten, nehmen die auch bargeld (franken und euro). wobei du dich da bei der swisscom beschweren musst.
das mit dem rundfahrtenticket hast der sbb gemeldet?! haben sie geantwortet?
Die Person war >150km unterwegs zu uns zu einem Besuch, ist ansonsten freundlich und umgänglich, war in diesem Fall aber schlussendlich ziemlich stur und resolut – bei meinem vollsten Verständnis.
Ja, auch ich habe einen Job, mache da Fehler, entschuldige mich, muss den Kunden Wünschen von den Augen ablesen und sie mahnen, wenn sie nicht zahlen. Tägliches Brot halt. Meine Kunden schätzen mich meines Services wegen, für Werbung habe ich noch keinen Franken ausgegeben, für Krimskrams wie eine klicki-bunti-Webseite übrigens auch nicht (stattdessen kurze und klare Infos und fertig).
Wie gesagt, könnten mich die SBB anhand meiner Personalien und z.B. eines PIN zumindest soweit identifizieren, dass sie mir in Ausnahmefällen(!) ein Ticket auf Rechnung ausstellen. Alternativ könnte jemand Drittes (Papi, Partner) die Identität per Telefon bestätigen und auch gleich die Rechnungszahlung übernehmen. So what?
Kreditkarte, Geld etc. alles im Beutel: Genau. Und wenn der weg ist, ist alles weg. Ich bitte lediglich darum, dass mich die SBB in solchen Fällen nicht im Regen stehen lassen. Das müssten sie für ihre treuen Kunden doch einfach hinkriegen, finde ich. Welche Alternativen blieben mir denn? Da riskiere ich schnell mal eine Schwarzfahrt und spiele das Spiel. Nochmal: Bitte, gebt mir eine Chance, solche Fälle auf einem korrekten Weg zu erledigen.
Das mit der Rundfahrt wollte ich gestern melden – und musste zuerst etwas ganz anderes mit den SBB klären: Deren Server spuckte bei meinem Versuch mehrmals eine Fehlermeldung aus (ja, richtig, nachdem ich mehrmals den ganzen Text ausformuliert und meine Personalien eingetippt hatte, schöner Seich…). Also zuerst einmal herausfinden, was da klemmt und warum. Aaah, nach unzähligen Versuchen: Offenbar kann das Formular keine Zeilenschaltungen verarbeiten! Also einen Text ohne Zeilenschaltungen verfasst mit dem Hinweis, dass ihr Kontaktformular nicht funktioniert. Der KD hat sich gemeldet, sie würden dem nachgehen. Fände ich aber schon auch etwas lustig, wenn sie das erst jetzt merken…
Wie du siehst, gebe ich mir wirklich Mühe, mit den Leute den Dialog zu suchen und auf Probleme hinzuweisen. In diesem Zusammenhang wäre ein Forum für (registrierte) SBB-Kunden ganz toll (sowas wie ein Bug-Report-System, wo man “Fehler” melden kann, andere Nutzer diese prüfen und bestätigen und dann geht ein Auftrag an die Verantwortlichen raus zur Stellungnahme und zur Behebung). Ich kenne noch so ein paar “Fehler” und “mühsame Umwege”. Wie gesagt: ich – und sicher viele andere auch – helfe gerne mit, gebt mir einfach die nötige Plattform dazu und zeigt mir, dass ihr diese Anliegen auch ernst nehmt.
Gute Fahrt!
@ felix
versuch es doch direkt mit:
railecho3@sbb.ch
erhältlich beim zugpersonal.
ok, ich glaub die geschichte trotzdem nicht so ganz. aber ohne den gegenpart zu hören, möchte ich an dieser stelle nicht weiter drauf eingehen und partei für den einen oder anderen ergreifen.
wenn ich den fehler mache, entschuldige ich mich auch, aber wenn der fehler beim kunden liegt, dann ist das nicht meine aufgabe. und ein defekter automat entbindet einem nicht zu 100% von weiteren versuchsmöglichkeiten, resp. ist nicht gleich ein freifahrschein. analog zu einer defekten parkuhr, defekten ampel usw. und die website der sbb ist ansichtssache. das was ich suche, finde ich schnell.
anhand von was soll die dritte person identifiziert werden?! es ist nicht die aufgabe der transportunternehmungen sich darum zu kümmern. im zug mag das unter umständen vielleicht gehen. aber im bus, wo teilweise ab 20/21 durch den chauffeur kontrolliert wird, hat er schlichtweg keine zeit für solche spielereien. der hat einen fahrplan einzuhalten und den anschluss zu garantieren. es gibt nicht um sonst einen alt bekannten spurch “wär kein kopf hät, hät füess”.
für solche fälle hab ich eine assistance in meiner privathaftpflichversicherung, die mir die kosten übernimmt und alle meine karten sperrt. aber dazu brauch man halt ein handy. ;-)
@felix
also in deinem ersten post,war das nicht klar geschrieben mit den 50 rappen. warst dabei? weil ansonsten kauf ich die geschichte nicht ab. davon abgesehen, wäre es nachvollziehbar gewesen, wenn dieser artikel nicht erhältlich ist. und wie gesagt, es kommt immer drauf an, wie der kunde reagiert. wenn ein kunde normal und anständig ist, bin ich auch eher bereit, mich dafür einzusetzen, dass er kulanz bekommt (sofern es wirklich das erste mal ist, aber deshalb wird er ja erfasst, um dies zu überprüfen). weil an der front gilt der grundsatz, keine kulanz. aber wer gleich auf 180 ist und weder zuhört noch respekt zeigt, muss sich nicht wundern, wenn stur gehandelt wird. wir machen unseren job, so wie es von uns erwartet wird. da muss der frust und ärger nicht an uns ausgelassen werden. auch du musst dein job so machen, wie es von dir erwartet wird.
und ja, das mag im volg funktionieren, wo man dich kennt. aber in einer migros/coop, wo einfach mehr kunden hat, ist dies schlichtweg nicht möglich.
und leshop bietet bezahlung gegen rechnung an, wenn du nirgends negativ eingetragen bist. resp. leshop behaltet sich die option offen, nur gegen nachname oder garnicht zu liefern. was die sbb im nachhinein nicht kann. auch kann ich vor ort weder bondantiät prüfen noch ohne geldbeutel deine identität.
naja, ec, kreditkarte, bargeld, ga hab ich ihm portmonnaie. wenn ich das dabei hab, hab ich alles dabei und trägt sich nicht schwer.
ich habe nicht gesagt, dass ein handy zwingend ist, ich sage nur, dass 90% eines dabei haben und von denen ist es nicht zuviel verlangt. es ist zwar trotzdem möglich, dies im nachhinein festzustellen, aber es wäre andersrum für alle einfacher und würde auch für weniger ärger im zug sorgen.
also unsere telefonzellen am bhf sind sehr flexibel. neben telefonkarten, kreditkarten, nehmen die auch bargeld (franken und euro). wobei du dich da bei der swisscom beschweren musst.
das mit dem rundfahrtenticket hast der sbb gemeldet?! haben sie geantwortet?
Nachdem das Problem mit den Zeilenumbrüchen beim Kontaktformular der SBB weiterhin besteht, habe ich halt eine unformatierte Nachricht mit dem Hinweis zu den Rundfahrten abgeschickt. Hier die Antwort in typischem SBB-Stil (wie ich diesen hasse! In Klammern meine – ja bissigen – Kommentare):
—
Sehr geehrter Herr xxx
Vielen Dank für Ihre Anfrage.
Es ist nicht möglich, Rundfahrt-Billette online im SBB Ticket Shop zu bestellen und/oder zu drucken. [Aber ja doch, genau das habe ich IHNEN doch geschrieben!] Alternativ können Sie online pro Reiseweg eine einfache Fahrt mit verschiedenen Vias lösen. [Aber ja doch: Genau das moniere ich ja: Es kostet SO wesentlich mehr!]
Um ein Rundfahrt-Ticket zu erwerben, haben Sie folgende Möglichkeiten:
- Gerne nehmen wir die Bestellung telefonisch über unseren Rail Service entgegen (Bezahlung mit Kreditkarte). Telefonnummer: 0900 300 300 (CHF 1.19/Min. vom Schweizer Festnetz) [Das ist KEINE Option, solange die SBB mir nicht online umgehen auf die Bestellung das Ticket zusenden kann oder ich per Code dieses sofort am Automaten rauslassen kann.]
- Sie haben ebenfalls die Möglichkeit den Fahrausweis gegen Barzahlung, Zahlung mit Kreditkarte oder Reka Checks direkt an Ihrem bedienten SBB Bahnschalter zu beziehen. [Daminomol: Welcher Schalter? Wenn ich zuerst zu einem BHF mit Schalter fahren muss, wird meine Rundreise NOCH komplexer ;-) ]
Freundliche Grüsse
—
So. Also ich fühle mich wieder einmal so richtig ernst genommen. Danke, liebe SBB, Danke. Ganz abgesehen davon, dass eine Teilfrage völlig unbeantwortet geblieben ist. Aber keine Angst: Ich werde euch solches Zeug weiterhin schreiben, alle halbe Jahre mindestens. IT ist dazu da, das Leben einfacher zu machen, nicht komplizierter und teurer. Und das gilt auch für den ÖV.
Oder wie bekomme ich irgendwo bei den SBB einen kompetente/n SachbearbeiterIn an den Draht? Es macht doch keinen Sinn, die Leute mit freundlichen Floskeln abzuspeisen.
@felix
ich wäre noch gern am schreiben, welches du geschickt hast interessiert. ;-)
@Marco: Sorry, ja, wollte meine Anfrage mitliefern und fand sie auf meinem Compi nicht mehr, auf deine Reaktion hin kam mir in den Sinn, dass die SBB ja die Frage mit der Antwort mitschickt. Ich liefere sie hiermit gerne nach:
—
Sehr geehrte Damen und Herren. Warum kann ich online keine Rundreise eingeben? Das System verweigert eine Eingabe desselben Ortes als Start- und Zielort. Das führt dazu, dass ich eine Rundreise (mit Aufenthalt in Z) wie folgt eingebe (Beispiel einer Fahrt letzte Woche): X-Y-(Olten)-Luzern-Z-Langnau-Y-Xy-> also mit Zielbahnhof eine Station über X hinaus. Das kommt mich dennoch günstiger, als zwei einfache Fahrten! Das System “bestraft” mich damit, dass ich nicht dieselbe Strecke für die Hin- wie die Rückreise tätige. Ein solches Ticket kann ich am Schalter ja problemlos kaufen. Zudem hat mir das System für zwei Tickets zu je 36.- vorgeschlagen, eine Tageskarte käme ev. günstiger. OK, ich fand den Vorschlag prüfenswert und habe auf den Button geklickt, nur um dann zu sehen, dass eine TK wesentlich teurer kommt. Gerne wäre ich jetzt zurück zu meinen beiden schon eingegebenen Tickets -> Tja, geht nicht! Ganze Reise nochmal von vorne eingeben! Das ist nicht kundenfreundlich, genauso wie mir das System doch bereits beim ersten Hinweis zur TK bereits deren Preis nennen könnte, das würde weitere unnötige Umwege ersparen. Danke für Ihre Aufmerksamkeit und mit freundlichen Grüssen. PS: Zeilenumbrüche können im Kontaktformular nicht eingegeben werden, entschuldigen Sie den Textfluss. Der SBB-Server meldet bei Zeilenumbrüchen einen Fehler, was ich schon gemeldet habe.
—
Die tatsächlichen Station habe ich zu meinem Schutz anonymisiert. Es war eine Rundreise über die Neubaustrecke mit Rückreise durchs Entlebuch, also nichts wirklich Ungewöhnliches. War meine Anfrage unhöflich? Unspezifisch? Unklar?
@ felix
das mit den rundfahrten-tickets in online systemen funktioniert auch bei der DB und ÖBB nicht. bei der ÖBB musst du sogar aufpassen, weil er im fahrplan zwar die gewählte strecke anzeigt, aber bei der preis lediglich die kürzeste strecke von A und B nimmt (gleicher Start-/Zielbahnhof auch nicht möglich). sprich, wien hbf nach wien bhf geht nicht, aber wenn stattdessen wien, südtirolerplatz nimmst, nimmt er nur den preis wien hbf nach wien, südtirolerplatz ohne die via’s klagenfurt, salzburg. insofern kein SBB spezifisches problem. von den smartphone apps, will ich erst gar nicht reden. zumal es bei der ÖBB dies nicht gibt. und bei der DB nur reine DB linien gebucht werden können, welche nicht innerhalb irgendwelchen tarifverbunden liegen.
meine etwas anders formulierte antwort, welche ich bekommen habe lautete:
“Da es systembedingt um einen komplizierter Vorgang handelt und die Fehlerquote hoch sein kann ist es nicht möglich Rundfahrt-Billette online im SBB Ticket Shop zu bestellen und/oder zu drucken.
Alternativ können Sie online pro Reiseweg eine einfache Fahrt mit verschiedenen Vias lösen.”
@Marco: Das ist kein Wunder, soviel ich weiss benutzen sowohl DB wie auch ÖBB das selbe Fahrplan-Informationssystem wie die SBB: HAFAS (http://www.hacon.de/hafas). Die Systemtechnischen Limitierungen werden also die selben sein.
Was allerdings funktioniert, ist, wie du schon angetönt hast, eine Fahrt zB von “Bern” nach “Bern, Schanzenstrasse” via “Zürich”. Macht dann 44 CHF. Man muss nur darauf achten, dass der Zielort eine Bushaltestelle nahe dem Startort ist, zu welchem man via das Via wieder durch den Startort reisen muss.
Naja, Marco, mich interessiert ja nicht, welche schlechten Beispiele auch noch existieren, ansonsten müsste man erwähnen, dass man in irgendwo in Afrika oder so gar nix online kaufen kann. Nene: Ich will aufzeigen, was möglich wäre, mithelfen, die Dinge so einfach und umfassend zu machen wie möglich. Würde ich DB oder ÖBB fahren, bekämen die von mir schon auch zu hören, was sie besser machen können (zumal aus meiner Sicht wirklich kein Grund vorliegt, warum das nicht möglich sein kann).
Auch die Dir gegebene Antwort läuft aufs selbe hinaus: Kostet mehr, einfach weil das System nicht mitmacht.
Alternativ könnte das System auch alle km zusammenzählen, die man pro Tag fährt und einen entsprechenden Rabatt geben – wo zu Teufel nochmal liegt in Zeiten der Bits und Apps für so eine simple Aufgabe das Problem? Dasselbe macht es bei einer Hin-/Rückfahrt ja auch, nicht? Da werden IT-mässig ganz andere Sachen gelöst. Und weisst du, dafür würde ich ganz gerne auf den Schnick-Schnack verzichten, den die SBB aufgeschaltet hat wie z.B. das Karussell auf der Startseite, die Widgets und ähnliches -> braucht nun wirklich niemand.
Nachtrag: Bei einer online-Bestellung alle von einer Person gefahrenen km pro Tag zusammenzählen natürlich, so meinte ich es. Anders ist klar, das könnte das System aktuell nicht erfassen. Betrugsmöglichkeit sehe ich bei dieser Lösung keine: Tickets sind personalisiert, Fahrzeit ist auf 1 Tag beschränkt, das Ganze ist auf 1 Ticket ausgedruckt und so klipp und klar für jeden Kontrolleur.
Ich denke, das Problem mit dem Schwarzfahren ist ein wenig ein gesellschaftliches Problem. Wir sind immer weniger bereit für Dienste und Waren auch einen entsprechenden Wert zu bezahlen. Hand auf’s Herz: Wer hat noch nie ein Musikstück, Film, Buch heruntergeladen ohne dafür zu bezahlen. Klar, es ist nicht illegal aber in meinen Augen genau so unfair, wie das Schwarzfahren. Auch dort haben sich Menschen viel Zeit genommen, ein Produkt zu schaffen und haben deshalb auch die Anerkennung, in Form einer Bezahlung verdient.
Aber zurück zum Thema: Natürlich bin ich auch der Meinung, dass es nicht geht, dass man ohne Ticket fährt, weil man es sich nicht leisten kann. Man bezieht eine Dienstleistung und hat auch dafür zu bezahlen. Egal ob man nun reich, arm, Student oder Rentner ist. Die Finanzielle Situation wird ja bei diversen Gruppen durch vergünstigte Tickets bereits berücksichtigt. Und wenn man es sich immer noch nicht leisten kann, muss man sich anders organisieren.
Für mich ist es ziemlich schwierig die Situation von @blubb richtig einzuschätzen. Warum kann sie nicht zu ihren Eltern? Was ist mit der Gemeinde? Kann das Sozialamt nicht helfen? Ich denke, die richtige Lösung für sie wäre irgendwo dort zu suchen.
Frage: Wie kommt “blubb” auf die Idee, sie “müsse” schwarz fahren? Die Antwort ist einfach: Weil es möglich ist. Gerade in den S-Bahnen, wo untertags nur stichprobenmässig kontrolliert ist gerade für Menschen mit kleinem Geldbeutel die Verlockung zu gross, schwarz zu fahren. In 99% aller Fälle kommt man ja damit durch, da keine Kontrolle stattfindet.
Es wird in unserer Gesellschaft immer Menschen geben, die sich “brav” an die Gesetze halten und es wird immer solche geben, die nach Schlupflöchern in unseren Systemen suchen und sich nicht an Regeln/Gesetze halten wollen, warum auch immer. Sei es schwarzfahren, sei es klauen, sei mit dem Auto rasen, sei es sonst irgendwie gegen Gesetze/Regeln zu verstossen.
Wer sich aus persöhnlichen Gründen nicht mehr ein Billet leisten kann, kann nicht die SBB dafür verantwortlich machen. Es gibt in der Schweiz Anlaufstellen und Möglichkeiten (Stipendien, Sozialhilfe) für finanziell schlecht stehende, an die sie sich wenden können. Schwarzfahren muss man nicht, das macht man freiwilig.
Persöhnlich finde ich die kommende Billetpflicht im FV übertrieben, ich bin der Meinung, dass ein Billetlösen im Zug zum Service gehört, denn ich als Fahrgast mit den ohnehin teuren Billeten bezahle. Hier hätte ich es sinnvoller gefunden, wenn der Zuschlag für ein im Zug gelöstes Billet erhöht hätte.
Schwarzfahren geht gar nicht!! Ich finde es asozial und unfair gegenüber denen, die bezahlt haben.
Die Billettpflicht in allen Zügen finde ich eine gute Sache. Da wird doch beschissen, was das Zeug hält und darauf getippt, dass niemand kommt. Und wenn jemand kommt, um zu kontrollieren, haut man schnell in den nächsten Wagen ab, versteckt sich auf dem Klo oder verschwindet im Unter- bzw. Oberdeck des Wagens. Alles schon x-mal beobachtet.
Vorsätzliches Schwarzfahren ist durch nichts zu legitimieren.
Ein Auto fährt auch nicht ohne Benzin- Tanken ohne Zahlen wäre gar Diebstahl und bestimmt nicht für 100 Fr. Busse zu haben.
Es ist dennoch bedenklich, dass in Zukunft die Fahrgäste die Beweispflicht haben, dass Automaten nicht funktioniert haben.
Ein Smartphone besitze ich nicht, also bleibt mir in vielen Fällen nur der Automat.
@ Mike
Du erwähnst, dass du es sinnvoller fändest, wenn der Zuschlag für den Kauf im Zug erhöht wird. Also eigentlich passiert ja genau das ab dem Fahrplanwechsel. Die Anpassung des Zuschlages ist einfach etwas “happig”.
Gibt es in CH keine Semetertickets? Hier in Nordrhein-Westfalen zahl ich als Student ca. 240 €/Jahr für den gesamten ÖV außer Fernverkehr (also Bahn, S-Bahn, Bus, Tram, Metro).
Tim: Nein, gibt es nicht. Es gab mal eine Studenteninitiative, die versandete aber: 1000.-/Semester und schweizweit (harrharr) studieren als Norm. An der ETH am Freitag Physik und Mathe, am Montag Sozifächer in Basel und Luzern etc. zentral anbieten.
Nun ja. Ich bin leider gleicher Meinung wie die Studentin, aber nicht im konkreten Fall. Gerade eben habe ich den Teaser vom Regionaljournal Zürich Schaffhausen gelesen: 3000 Wohnungen in Schaffhausen. Da wird Grosskapital (unser Geld via Inflation!!) per Kredit aus Nichts (durch die Unterzeichnung der Grundeigentümer/GU/BU wer auch immer gleich selber bestätigt) in der Peripherie verschwendet, während man in Winterthur oder Zürich West gleich mehrere, riesige Bauten hinflatschen könnte. Von dort kann man notfalls auch mit dem städtischen Zonen-ÖV pendeln. Oder Velofahren.
Diese junge Frau hat ohne es zu wissen recht. Aber nicht wegen ihrer Situation, sondern weil wir im Moment unseren städtischen Reichtum in die Peripherie verbraten und jedem ein Häuschen, eine Strasse und Netzanschluss ermöglichen. Mit Kredit, versteht sich. Und dann wundern sich alle, wieso in einer Generation alles verpufft. Weil dann Zahltag ist. Aber woher soll das Geld kommen? Hin- und Herfahren, so schön das ist mit der SBB, generiert kein Reichtum.
Seht ihr. So verzwickt ist diese Sache mit dem gesellschaftlichen Zwang…
@oelsen:
sorry, aber die schweiz besteht nicht nur aus zürich und winterthur. wieso soll man nicht das recht haben, dort auch zu bauen?! davon abgesehen, das wohnen dort um einiges günstiger ist als in zürich. und ich hab auch lieber mein eigens haus als in einem riesigen betonklotz a la plattenbau wie man es in wirklich grossen städten kennt, zu wohnen.
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