iPhone-Ticket: Bitte hell machen!

von Andreas Hobi am 23. August 2011 · 13 Kommentare

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“Warum am Schalter anstehen, wenn man sein Billett auch über das iPhone kaufen kann?” Das sagen sich immer mehr Reisende und lösen ihr Ticket über das iPhone. Oder über ein Android-Smartphone. Und ein paar ganz Verrückte haben ein Handy, das mit WP7 läuft. Vorgewiesen wurde mir eines dieser exotischen Redmond-Geräte aber noch nie. Die fristen wohl ein Schattendasein.

Wer mich kennt oder schweizweit.net schon lange verfolgt, weiss, dass ich ein begeisterter Nutzer von Apple-Produkten bin; inklusive dem iPhone. Geschäftlich nutze ich gezwungenermassen ein Samsung Galaxy, welches auf Android läuft. Für meine Arbeit eine zweifellos super Sache; privat könnte ich mit dem Ding aber gar nichts anfangen. Passt mir einfach nicht. Aber um das soll es in diesem Artikel nicht gehen. Denn hierüber könnte man stundenlang diskutieren.

Tatsächlich aber ist beim iPhone nicht wirklich alles besser als bei Android-Handys. Es ist der Bildschirm, der mir als Kondukteur Sorge bereitet. Beziehungsweise das Glas über dem Bildschirm.

So einfach es ist, über das iPhone ein Ticket zu lösen, so schwierig kann es für einen Kondukteur sein, das Ding dann einzuscannen. Schwierig wird es nämlich dann, wenn der Bildschirm nicht wirklich hell ist.

Wie bei allen Smartphones kann man auch beim iPhone die Helligkeit des Bildschirms einstellen. Mein iPhone zum Beispiel ist eigentlich immer auf fast der maximalen Helligkeit eingestellt. Frisst zwar mehr Strom, aber dafür lesen sich die Texte leichter.

Es gibt aber auch iPhone-Besitzer, die ihr Gerät akkuschonend verwenden und nur eine geringe Helligkeit einstellen. Das Problem dabei: Sobald die Sonne scheint, fällt es mir als Zugbegleiter schwer, diese Tickets dann einzuscannen. Es will und will oft einfach nicht funktionieren.

Dann muss ich die Fahrgäste jeweils bitten, doch rasch die Helligkeit des Bildschirms zu erhöhen. Freude haben sie dann nicht immer. Selten gibt es auch einen Spruch im Sinne von “Das ist Ihr Problem, wenn Sie es nicht einscannen können.” oder “Dann muss die SBB halt bessere Scanner bauen.”

Dabei liegt es gar nicht am Scanner; der ist tiptop in Ordnung. Es ist das Glas, welches Probleme bereitet. Denn was beim iPhone mal mehr, mal weniger funktioniert, bereitet mir bei Android-Geräten selten Sorgen. Dort klappt das Scannen immer. Ganz egal, wie hell der Bildschirm eingestellt ist.

Nicht alles ist also besser beim iPhone. ;-)

PS: Wer sich – wie Dworni – fragt, weshalb die Kondukteure immer so lange mit dem Starten des Scan-Vorgangs brauchen, findet hier die Antwort:

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Andreas Hobi arbeitet seit 2001 bei der SBB und dort seit 2004 beim Zugpersonal. In seiner Freizeit schreibt er auf schweizweit.net von seinen Erlebnissen und über andere spannende Stories aus der Welt des öffentlichen Verkehrs.

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Michu August 23, 2011 um 14:23

Das gewisse Leute nicht das nötige Verständnis aufbringen um schnell die Bildschirmhelligkeit hochzustellen, finde ich irgendwie auch noch ziemlich frech…

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Andreas Hobi August 23, 2011 um 16:12

Ist halt umständlich. ;-)

Du musst auch berücksichtigen, dass es oftmals Manager sind, welche mit solchen Tickets reisen und sich beschweren. Die sind es sich halt nicht gewohnt, dass jemand “etwas von ihnen verlangt”. Die erteilen lieber selber “Befehle” und sagen, wo es langgeht. ;-)

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Hans August 23, 2011 um 21:57

Und Ursache sind trotzdem minderwertige Scanner. Gute Geräte haben nicht solche Probleme.

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Alain August 23, 2011 um 22:16

Also ich habe meinen Apfel Bildschirm auch immer zu unterst, da ich mittlerweile schon so Glück haben muss, dass der Akku überhaupt bis am späten Nachmittag mitmacht….

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brummbaer August 23, 2011 um 22:46

Tja Alain… nicht so oft rumsurfen und dann hält auch der Akku. Also meiner hält normalerweise bis am Abend und benütze das Ding oft, ist schon fast angewachsen bei mir. Schau mal ob du nicht Apps am laufen hast die du nicht wirklich benötigst und die im Hintergrund Ressourcen und damit auch “Saft” benötigen. (Multitaskigleiste)

Das ist auch einer der Vorteile von Androids Handys man kann mit weniger Klicks mal alle Anwendungen schliessen.
Aber ich würd unser Samsung auch nicht Kaufen.

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Alain August 23, 2011 um 23:50

Hat nichts mit dem rumsurfen zu tun.. Sondern, dass der Apfel schon älter und sauer ist =)) Und die Multitaskleiste ist bei mir immer so klein wie möglich.. =)

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Glenn August 24, 2011 um 09:19

Mach doch einen Feldversuch, wie es sich mit den diversen Displayschutzfolien verhält! :) gibt ja zB Spiegelfolien, die sind bestimmt besonders schlimm. Oder sog. Privacy-Folien, wo man von der Seite nichts erkennen kann.

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Andreas Hobi August 24, 2011 um 09:49

Interessantes (und bedauerliches) Detail am Rande: Leider erlaubt es die Apple Guideline nicht, die Helligkeit des Displays kurzfristig zu übersteuern, sprich: erhöhen.

Ansonsten hätte die SBB die App einfach so programmieren können, dass der Display automatisch auf der höchsten Helligkeitsstufe ist, sobald der Code angezeigt wird.

Schade. Irgendwie.

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Piero August 24, 2011 um 10:50

also die Smartphone’s sind schon starke Stromfresser. Früher hielt ein Handy eine Woche, mindestens. Heute kann man froh sein, wenn es bis am Abend durchhält (OK, man macht auch mehr am Smartphone als früher am Handy)

Aber ist ja kein Problem: Die SBB liefert uns ja Steckdosen in den neuen Zügen und man kann es gleich dort aufladen (natürlich muss die SBB dafür die Ticketpreise um 50% erhöhen, weil soviel mehr Strom verbraucht wird :D )

Für die Handyhersteller würde ich mal empfehlen, entweder Solarflächen, aku welcher mit Bewegung aufgeladen werden kann oder sowas mal zu erforschen. Oder körperwärme? Ach einfach was, was ein aufladen via Steckdose unnötig macht.

Da die SBB ja in naher oder ferner Zukunft elektronische Ticketkarten einführt, welche ständig erfassen, welche Züge wir wo wann und wohin benutzen, braucht man ja bald kein solches eifooon-ticket mehr. (Natürlich werden niie.. niiiiemaaals die Daten der Bewegung der Kunden missbraucht. aber wirklich niiiee)

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Andreas Hobi August 24, 2011 um 11:30

Deshalb laufe ich ja immer mit meiner Sakku-Tasche herum; damit ich stets genügend Strom bei mir habe. ;-)

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gentux August 24, 2011 um 15:07

Tja, die Helligkeit kann man beim iPad in der Multitaskingleiste einstellen, beim iPhone nicht… Aber könnte SBB nicht den Regler aus iBooks verwenden?

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Olivier Tanner August 25, 2011 um 19:40

Du ich muss dir sagen das es durchaus “Exoten” gibt welche diese komischen WP7 Handys gebrauchen. Und nach einem Jahr kann ich dir sagen ich bin voll und ganz zufrieden damit und würde es wieder kaufen. Und ausserdem kommt das ganz grosse Update erst ;=)

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Hans M. Februar 24, 2012 um 18:20

“Vorgewiesen wurde mir eines dieser exotischen Redmond-Geräte aber noch nie.”, Schade! Bei denen klappt es aber auf Anhieb…
Der Kommentar zeigt aber leider auch die Ignoranz des Autors

Nicht alles ist also besser beim iPhone. ;-) => Wer’s glaubt….

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