Schon öfters habe ich hier auf schweizweit.net Freizeitideen vorgestellt, die ich selber besucht habe. Der Mystery Park in Interlaken (heute “Jungfraupark”), den Züri-Zoo oder das AquaBasilea.
Heute werde ich euch einen Park vorstellen, denn es physisch noch gar nicht gibt. Er existiert aber im Kopf eines visionären Schweizers. Doch wenn ihr mich fragt, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis auch dieses Projekt in die Tat umgesetzt wird.
Menschen mit einer neuen Idee gelten so lange als Spinner, bis sich die Sache durchgesetzt hat.
(Mark Twain)
gefunden auf www.biosoph.ch
Um was geht es?
Freizeitparks gibt es im deutschsprachigen Raum viele. Alleine auf freizeitparks.de lassen sich um die 80 Parks zählen.
Die meisten dieser Parks jedoch sind auf Vergnügen im Sinne von “Kopf ausschalten” ausgelegt. Lernen kann man dort selten etwas. Nicht dass ich das verurteilen möchte; ich selber gehe sehr gerne in diese Freizeitparks. Ich will damit nur sagen, dass die wenigsten dieser Parks darauf ausgelegt sind, Wissen zu vermitteln.
In der Schweiz gibt es das Verkehrshaus und das Technorama, um zwei Ausflugsziele zu nennen. Dort kann man tatsächlich etwas lernen. Doch obwohl auch Kinder und Jugendliche sehr viel Freude und Spass an diesen beiden Freizeitzielen haben, sind sie doch zu grossen Teilen eher auf Erwachsene ausgerichtet.
Wenn es nach Marcel Meier geht, soll es zukünftig in der Schweiz einen Park geben, der als Zielgruppe die Kinder und Jugendlichen zwischen 5 und 18 Jahren hat. Davon leben in der Schweiz etwa 1 Million.
Ziel von Marcel Meier und seinem Projekt namens “Biosoph” ist es, den Edutainment-Park zu bauen, der europaweit den höchsten Lern- und Erlebnisfaktor pro investierte Stunde garantiert. Edutainment steht dabei für Education + Entertainment, also Bildung und Unterhaltung in einem.
Die Kinder sollen im “Biosoph” ihre Stärken erkennen, entwickeln und ihr volles Potential realisieren. Dies ist etwas, was sie meiner Meinung nach in unserer schnelllebigen, von Hightech geprägten Welt, oftmals gar nicht mehr richtig können.
Fahren, gumpen, klettern, balancieren, dreckeln, planschen… Alles Dinge, die bei vielen Kindern heute zu kurz kommen.
Ich selber hatte das Glück, in einer einigermassen “heilen Welt” auf dem Lande aufzuwachsen. Dort konnte ich fahren (mit Rollbrett, Velo und Rollerskates) ohne dass ich mich oder den Verkehr gefährdete, ich konnte “gumpen”, sei es von Bäumen, Schaukeln oder anderen Spielgeräten. Klettern und balancieren (und auch mal runterfliegen) kam nie zu kurz. Und auch dreckeln und die Natur erkunden durfte ich, so viel ich wollte.
Heute “gumpen” viele Kinder nur noch vor ihrer Nintendo Wii. Und vorallem Stadtkinder haben oft nicht die Möglichkeit, jeden Tag die Natur zu erkunden. Wenn sie Glück haben, dürfen sie das wenigstens am Wochenende.
Oftmals aber ist deren Welt von Verboten geprägt. Gumpen? Aber doch nicht ins Schwimmbecken! Fahren? Aber doch nicht auf dieser stark befahrenen Strasse! Ein Chemiebaukasten? Vieeel zu gefährlich!
Wie soll man da seine Stärken erkennen und sein volles Potential realisieren?
Bei Marcel Meiers Biosoph können Kinder unbeschwerte Stunden in der Natur erleben. Auf einem Gelände mit rund 100’000 Quadratmetern (um euch diese Fläche besser vorzustellen: entspricht 200 x 500 Metern) soll ein kleiner Natur- und Freizeitpark entstehen, in welchem mit Elementen gespielt wird und sämtliche Aktivitäten mit eigener Muskelkraft bestritten werden. Vorstellbar sind: Tret-Gokarts, Seilpark, Schlammloch, Monsterrutschbahn, Quad-Downhill, Baumklettern, Staumauern und Brücken bauen, Trampolin springen, Rutschen, Fliegen, Irrgarten und zahlreiche andere Dinge.
Ausserdem wird es vielleicht eine Waldbühne für Konzerte und Theater sowie Baumhütten und ein Waldcafé geben.
Ursprünglich war der Park viel grösser geplant; von 2’000 x 1’000 Metern war mal die Rede. Ein Stück unebenes Gelände mitten in der Natur, mit Wasser, Wald und eventuell Fels hätte es sein sollen. Auf 2 Millionen Quadratmetern. Inzwischen sprechen wir noch von maximal 100’000 Quadratmetern.
Marcel Meier stellt sich das Projekt ungefähr so vor: (Nur ein Auszug, mehr findet ihr auf www.biosoph.ch)
- Spielen! Erfahren! Vernetzen! Lösungen finden! Anwenden!
- Hier kann man alles besser begreifen. Die Lernformel ist „Hirn – Herz – Hand“, oder wie es die Chinesen sagen: „Etwas 1 x erleben ist wertvoller, als 100 x zu hören“.
- Der Besucher setzt sich auf einfache, kreative Art und Weise mit sich selbst sowie den spannenden Geheimnissen des blauen Planeten (Mit- und Umwelt) auseinander.
- Die faszinierenden Themenwelten regen zum Nachdenken und Mitmachen an. Die Kernbereiche drehen sich um: Kultur, Gesundheit und Natur, Mensch, Berufung und Zukunft.
- Beim Biosophen lernt man fürs Leben, erlebt man spannende Stunden, lernt man sich selber besser kennen und wird motiviert, sein volles Potential zu realisieren.
- Der Biosoph stützt sich bei seinem Tun auf die Formel „Triple E“ (Ecological, Economical, Ethical)
- Die Zeit ist reif, die Erkenntnisse der Forschung, Philosophen und Erzieher endlich zu verschmelzen und den Kindern dieser Welt neue, natürliche Wege zu offerieren, damit sie Ihr volles Potential realisieren können.
Die Themen im Park
Voraussichtlich wird der Park in fünf Themenbereiche unterteilt. Diese wären:
Feel Good: Schwerpunkt auf sportlichen Aktivitäten, Bauernhof, Kreislauf der Natur, selbstbewusst sein, mit der Mitwelt im Einklang
Arena: Gemeinsam erleben, Theater, Zirkus, Konzerte, Referate, Workshops, Abend-Veranstaltungen, Ort für Gastspiele und Festivals
Kultur: Die Weltgeschichte einfach erklärt, Rolle der Kommunikation, des Lernens, des Wissens
Vom Beruf zur Berufung: 20 Berufe zum Ausprobieren, zum Beispiel Sozialberufe, Zukunftsberufe, Mix aus akademischen und handwerklichen Dingen, Startup Zone: Hier können Kinder Firmen gründen und innerhalb vom Biosoph aktiv werden
Future: Energiekonzepte der Zukunft, Perpedum Mobile, Fortbewegungsmittel, Zeitmaschine
Ich finde es einfach genial, was Meier hier auf die Beine stellen möchte! Manche werden jetzt sagen: “Braucht es wirklich einen weiteren Spielplatz?” Aber wenn ihr mich fragt, ist der Biosoph weit mehr als ein Spielplatz. Viel mehr! Für Kinder gibt es kaum eine bessere Möglichkeit, ihre (vielleicht verborgenen) Fähigkeiten und Talente zu entdecken. Wo sonst hat man zum Beispiel einfach so mal die Möglichkeit, eine Art Firma zu gründen und unter Anleitung seine Ideen umzusetzen?
Wie schon gesagt: Ich hatte die Möglichkeiten, meine Fähigkeiten zu entdecken, meine Interessen auszuleben. Ich las und schrieb gerne, also erhielt ich immer Bücher, Hefte, eine Schreibmaschine und später einen Computer. Nie hiess es: “Dafür haben wir kein Geld.”
Irgendwann kam ich als kleiner Primarschüler auf die glorreiche Idee, ein Konfi-Glas mit Regenwasser und eingesammelten Gräsern zu füllen, es in meinem Zimmer ein paar Wochen an die pralle Fenstersonne zu stellen und dann mit meinem Mikroskop (ja, auch das erhielt ich) zu untersuchen, was für Viecher ich da herangezüchtet habe.
Auch Blut untersuchte ich mit meinem Mikroskop. Leider wollte mir mein kleiner Bruder (aus unerklärlichen Gründen) kein Blut spenden, also stach ich mir selber mit einer Nadel in den Finger. Naja, schlussendlich fand ich in meinem Blut dann aber doch nicht viel sinnvolles; den Schmerz hätte ich mir also ersparen können…
Und im Keller eines Freundes hatten wir sogar ein eigens eingerichtetes Chemielabor. Sein Vater war Mathe-Lehrer an der Kantonsschule und so führten wir mal mit, aber oft ohne dessen Hilfe (und Wissen) die verrücktesten Experimente durch. Manchmal stanken wir danach, manchmal “klöpfte” es auch oder etwas ging zu Bruch. Aber das war den Eltern meines Freundes egal. Ihnen war wohl bewusst, wie wichtig es ist, Kinder auf diese Art spielen und ihre Fähigkeiten entdecken zu lassen.
Mit der Pfadi schliesslich war ich viel in der Natur, baute Seilbrücken über Bäche und andere abenteuerliche Dinge. Nicht unerwähnt bleiben dürfen dabei die sozialen “Learnings” aus der Pfadi-Zeit. Die sind noch heute Gold wert!
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Ich bin mir bewusst, dass nicht viele Kinder die Möglichkeiten haben, die ich geniessen durfte. Deshalb finde ich es wichtig, dass es Visionäre wie Marcel Meier und Ideen wie diejenige des Biosophen gibt. Verdammt wichtig finde ich das!
Als nächstes will ich ein bisschen näher auf die Themenbereiche eingehen. Die Texte habe ich alle eins zu eins der Website www.biosoph.ch entnommen und sind gekürzt. Bei Interesse bitte die längeren Texte auf der Website durchlesen.
Die Arena
Innen imposant, die Energie fokusierend und ein Zentrum für gemeinsames Erleben. Von Aussen betrachtet sanft in den Park integriert und nur leicht erhoben, nicht höher als die umliegenden Gebäude, ausser natürlich, wenn die Arena gedeckt ist. Im Rund spielen Talent-Wettbewerbe, Sport-Wettkämpfe, Theater, Zirkus-Truppen, Opern und Shows aus der ganzen Welt. Hier ist der Gast-Spielplatz, wo immer wieder Neues, Beliebtes und Aussergewöhnliches gezeigt wird. Die Arena ist vielseitig nutzbar und bietet Abends eine ideale Location für grosse Veranstaltungen. Eine rafinierte Konstruktion ermöglicht es, dass die Arena bei schlechtem Wetter auf einfache Art und Weise gedeckt werden kann.
Die Leute sind oft im Dialog, erkunden neugierig und voller Tatendrang die Dinge (ohne Hemmungen, denn alles ist zum Ausprobieren, Anfassen und Verändern) und sind meist in gemischten Teams (Erwachsene, grössere und kleinere Kinder sowie Animations-Mitarbeiter vom Biosoph). Immer wieder fallen die kleinen elektronischen Geräte auf, mit welchen die Kids Umfragen ausfüllen, Informationen zum aktuellen Objekt oder Spiel abfragen, Wettbewerbe ausfüllen, mit den Freunden chatten oder kurz mit Mami und Papi anpingen, die gerade an einem anderen Ort am relaxen sind (natürlich haben Mami und Papi den Ueberblick dank location based services).
Architektonisch gesehen kann man sich Hundertwassers Gebäude vorstellen und dann noch einen Schuss Collani rein (farbenfroh, in der Natur integriert, harmonisch, warm und schwungvoll schräg). Die meisten Gebäude spielen mit 2 bis 2,5 Etagen / Ebenen und hoher Raumhöhe (wir arbeiten viel mit Galerien / offenen Räumen) Die Materialien, Formen und Techniken sind naturnah und dank ideenreicher Umsetzung wirken die Bauten inspirierend, sind aber ganz einfach und praktisch in ihrer Nutzung. Wir spielen mit Kontrasten und Spannungen (Hightech-Design und Gothik, Natur und Technologie). Die Gebäude sollen die Kommunikation fördern und Gruppen von Leuten zusammenbringen.
Vom Beruf zur Berufung
Das kreative, kommunikative Gebäude besteht aus 5 Zellen (TV-Produktion/ Radio-Studio / Internet+Gaming Space / Schriftsteller-Stube / Druckerei) und einem ContentCenter, das in der Mitte angelegt ist und aussieht wie eine Mischung aus Konzert-Bühne, TV-Aufnahme-Studio, FilmSet mit Bestuhlung (Halbkreis für ca. 120 Plätze) für Live-Produktionen.
Alle Möbel, Geräte und Dimensionen sind für die Grösse von 8- 14 jährigen Kindern ausgerichtet. Zum Teil gibt es Nischen, wo auch kleinere Kinder 3 – 7 voll dabei sein können, ohne sich allzusehr strecken zu müssen. Im MediaCenter werden Inhalte aller Art hergestellt, verarbeitet und mediengerecht weitergegeben, ausgestrahlt etc. Hier werden die meisten echten Inhalte für den Biosoph gemacht und hier werden dutzende von Projekten der Kinder und Schulklassen umgesetzt. Und es werden natürlich Inhalte für die TV-Stationen (Rateshows etc.) sowie die hauseigene VideoPodCast Serie gedreht. Es arbeiten also Profis mit Kindern und Besuchern und produzieren echte, marktgerechte Inhalte und erfinden laufenden neue Dinge, da sie von den Kids und der Umgebung gefordert, inspiriert und motiviert werden.
Aber auch Berufe wie Arzt, Feuerwehrmann, Baumeister, Maler, Polizist, Pizzaiolo, Bäcker und Krankenschwester, Bankier etc. können hier in der Kinderstadt geübt, erprobt und beobachtet werden. In den USA gibt es bereits ein ähnliches Konzept. Es nennt sich dort “Wannado City” und ist sehr beliebt (www.wannadocity.com). Überall sind phantasievolle Gebäude, wo die Kids für 2 Stunden einen Beruf ausüben können. Natürlich erhalten sie ein Diplom nach bestandener Prüfung. Die Eltern, Grosseltern und Gottis können die Kleinen Beobachten und sich an den Talenten erfreuen. Alte und neue Berufe sind hier an derselben Strasse. Zwischendurch sieht man Roboter, welche gewisse Alltags-Arbeiten selbständig erledigen.
Ganz wie die alte Analogie von Sokrates schon sagte: Als ich an einem Steinbruch vorbeikam, fragte ich einen Arbeiter: “Was machst Du da? Das siehst Du ja, ich muss Steine klopfen, das ist harte Arbeit.” Sokrates ging weiter und kam zu einem weiteren Arbeiter. Er fragte wieder: “Was machst Du da?” Mit leuchtenden Augen begegnete der Arbeiter: Ich baue einen grossen Dom und brauche dazu die besten Steine.” Es kommt also immer draufan, WIE man etwas tut, damit man es richtig gut machen kann und richtig Spass daran findet. Spass und Herzblut sind die Voraussetzungen dafür, dass man die Dinge mit hoher Qualität und Kreativität erledigt und ständig weiterentwickelt.
Future
Physik, Chemie, Nano-Technoloige und Bio-Computing. Richtig, hier knallt es ab und zu, hier hat Edisson die Glühbirne erfunden, resp. erfinden die kleinen Forscher neue Dinge, probieren, experimentieren und studieren die Gesetze der Natur und der Technologien.
Alle Instrumente und Arbeitsplätze sind für Kinder im Alter von 10 – 15 Jahre ausgelegt. Die Kinder und Erwachsenen üben sich in Experimenten mit farbigen Flüssigkeiten, Energie, etc. In einer Ecke erklärt ein verwirrter Professor (es könnte Albert Einstein sein) die Grund-Gesetzte der Energie und arbeitet mit Projektgruppen oder hilft grad den Kids im Beantworten der Wettbewerbsfragen zum Thema Chemie.
Feel Good
Der Gutshof ist das Zentrum des „FeelGood-Viertels“. Hier behandeln wir Ernährung, Gesundheit, Sport und Natur. Natürlich stehen die nostalgisch anmutenden Landwirtschafts-Maschinen im Hof des Bauern-Betriebes. Der Brunnen plätschert und aus dem Kamin steigt wohlriechender Rauch auf. Die Fenster-Simse sind reich mit Blumen geschmückt und die Türe steht einladend weit offen. Das Muhen, Miauen und Wiehern der Tiere verleiht der Szene die harmonische Energie. Trete ein in das alte Bauernhaus. Je nach Jahreszeit werden hier andere Arbeiten erledigt und natürlich können die Kinder überall mitanpacken. Da kommt der Bauer mit seinen fleissigen kleinen Helfer grad mit einem grossen Wagen voller Obst, das wird jetzt zu Saft gemacht. Alle helfen mit und der Lohn ist ein Glas selbstgemachter Apfelsaft.
Kultur
Die kleinen Kinder spielen am Bach und gehen mit dem Wasserschloss Europas auf “Tuchfühlung”. Die Mühle symbolisiert den Anfang der Kooperationen während die Kids in der Goldmiene den Wirtschaftskreislauf im wahrsten Sinne des Wortes erleben können. Ressourcen-Abbau, Veredelung, Preis und Wert, Angebot und Nachfrage. Kompizierte Dinge werden hier spielerisch dargestellt und erlebbar gemacht. Kein Wunder, ist das Goldwaschen so beliebt, denn es gibt tatsächlich ab und zu einen spektaktulären Fund im Fluss. Bis zu 50 Kinder können gleichzeitig Gold schürfen und das gibt dann natürlich auch ab und zu eine ordentliche Schlamm- und Wasserschlacht. Die Erwachsenen können in den Goldschürf-Teams mitarbeiten oder sich selber zum Thema “Wirtschafts-Kreislauf” informieren. Weiter unten am Flusslauf hört man die Waldarbeiter, wie sie mit der Axt einen Baum bearbeiten. Die Kinder können mit einigem Abstand dem Treiben zuschauen und kräftig mithelfen, wenn es um den Holztransport und die Waldarbeiten geht. Das Projekt das hier gerade umgesetzt wird heisst “Santa Maria”. Gebaut wird ein grosses Schiff, mit welchem die Meere der Welt entdeckt werden sollen. Selbstverständlich sind alte See-Karten an Bäumen angeschlagen und erforschbar.
Natürlich gibt es auch eine Musik-Werkstatt, wo die Kids ihre Talente entfalten können. Wer will, kann an der täglichen Parade mitmarschieren und musizieren. Wer Mitglied im Musik-Club werden will, hat die Chance, in der hauseigenen Band mitzuspielen und bei den jährlichen CD-Aufnahmen sowie Talent-Wettbewerben etc. dabei zu sein. Beschwingt verlassen die Besucher das Kultur-Quartier und genehmigen sich entweder eine kurze Pause, gehen in eines der zahlreichen kleinen Restaurants, veranstalten ein Pick-Nick oder relaxen einfach am kleinen See.
Schlusswort
Soweit also die Beschreibung der verschiedenen Themenbereiche auf biosoph.ch.
Zum Abschluss möchte ich nochmals betonen, wie wertvoll ich einen solchen Park für die Schweizer Kinder und Jugendlichen finden würde. Ich hoffe, er wird eines Tages tatsächlich umgesetzt und zwar lieber in der 1’000 x 2’000 Meter-Version als in der kleinen Ausführung mit bloss 100’000 Quadratmetern.
Hier noch ein kleiner Film, wie der Park eines Tages aussehen könnte:
Mehr Infos gibt es auf www.biosoph.ch


{ 2 Kommentare… lies sie unten oder schreib selbst einen }
Das ist doch nicht visionär, sondern, im Gegenteil, ziemlich abgedroschen, denn ein solcher Park wäre genauso ein Produkt der Nintendo-Generation wie alle anderen Infotainmentprodukte auch. Die Idee, dass Lernen nur dann möglich sei oder Spass machen würde, wenn es mit Erlebnis und Unterhaltung verbunden ist, ist einfach falsch – das hat weder mit wirklichem Lernen (etwas Schritt für Schritt erarbeiten, erfassen, verstehen) noch mit einer echten Begegnung mit der Natur zu tun, sondern mit Konsumieren. Das Geld lieber für ein Buch als für den Eintritt in diesen Park ausgeben …
Ich bin tatsächlich auch der Meinung, dass es sich lohnt, Geld für Bücher auszugeben.
Gleichzeitig bin ich aber auch überzeugt vom Konzept dieses Parks. Ich sehe durchaus sehr viele, entscheidende Unterschiede zwischen den Nintendo/PlayStation/Xbox-Produkten und Dingen, die man mit eigener Muskelkraft und zusammen mit zahlreichen anderen Kindern erlebt.
Einen grossen Sinn sehe ich vorallem hinter jenen Produkten dieses Parks, welche in Richtung Wannadocity gehen. Solche Angebote in der Schweiz wären fantastisch!!!
Meiner Meinung nach geht es beim Biosoph weniger um das Lernen, sondern vielleicht schon eher auch um das aufstöbern von vielleicht noch verborgenen Talenten und Fähigkeiten.