Portemonnaie und Kreditkarten gestohlen: Was nun?

von Andreas Hobi am 27. Juli 2010 · 6 Kommentare

Am Donnerstag schrieb ich im Artikel “Vorsicht Taschendiebe!” über die fiesen Maschen der Trickbetrüger. Sie schlagen meistens dann zu, wenn man es am wenigsten erwartet. Umso besser, wenn man dann gleich gewappnet ist.

Was tun, wenn einem Kreditkarten und dergleichen abhanden kommen? In diesem Artikel erhaltet ihr alle Infos dazu, inklusive der Notfall-Telefonnummern der Kreditkartenherausgeber, Banken und anderer Stellen. So könnt ihr eure Karten und Handys sofort sperren lassen und damit grösseren Schaden verhindern.

Vorbeugende Tipps

Es ist sicher ratsam, die PIN-Nummer der EC- und Kreditkarten nicht auf sich zu tragen. Denn diese könnten ebenfalls abhanden kommen. Wer also die Codes auf einen Zettel im Portemonnaie oder sogar auf die Karten selber schreibt, handelt fahrlässig.

Ebenfalls ratsam ist es, bei solchen Plastikkarten eine Limite festzulegen. So kann niemand gleich euer ganzes Konto leer räumen, sondern nur den Betrag bis zur Limite.

Die Notfallnummern der Banken und Finanzdienstleister

(Die Nummern in Klammern stehen jeweils für die Telefonnummern ausserhalb der Geschäftszeit.)

Sämtliche Nummern stehen für Anrufe aus der Schweiz. Wenn ihr in die Ferien reist, informiert euch doch am besten vor Abreise bei den zuständigen Finanzinstituten über die Auslandnummern.

Ein Hinweis noch zu den E-Banking-Nummern: Viele Banken haben ihre E-Banking-Telefonnummern nur während der Banköffnungszeiten eingeschaltet. Ausserhalb der Bürozeiten könnt ihr nicht anrufen, um den E-Banking-Zugang zu sperren. Sollte euch also die Streichliste oder ein anderen Legimitationsmittel abhanden kommen, empfiehlt es sich, den E-Banking-Zugang selber durch dreimaliges Eingeben eines falschen (beliebigen) Codes zu sperren.

Und nun zu den Notfallnummern für die Kreditkarten:

  • American Express Personal Card: 044 659 63 33
  • American Express Gold Card: 044 659 64 55
  • American Express Platinum Card: 044 659 63 72
  • American Express Centurion Card: 044 659 63 70
  • American Express Corporate Card: 044 659 69 99
  • Diners: 058 750 80 08
  • Maestro: 044 271 22 30
  • MasterCard: 058 958 83 83
  • Swisscard AECS (div. Karten): 044 659 69 00
  • Travel Cash: 031 710 12 15
  • Traveler Cheque: Travel Cash: 031 710 12 13
  • Visa: 0800 89 47 32 oder 058 958 83 83

Aargauische Kantonalbank
AKB Kundenkarte: 062 835 77 77 (044 271 22 30)
Notfallnummern ausdrucken

Appenzeller Kantonalbank
Kontokarte mit PIN: 071 788 88 88 (044 271 22 30)
E-Banking: 071 788 88 44 (während Banköffnungszeiten)

Banque Cantonale de Genève
BCGE Netbanking: 0800 55 57 59

Banque Cantonale du Valais
E-Banking: 0800 559 100

Basellandschaftliche Kantonalbank
Maestro-STUcard und Maestro Job Factory-Karte: 061 925 94 94
Cantophone: 061 925 95 95
E-Banking: 061 925 95 99

Basler Kantonalbank
E-Banking: 061 266 36 36

Berner Kantonalbank
E-Banking: 031 666 12 60

Credit Suisse
Alle Karten: 0800 800 488

Glarner Kantonalbank
E-Banking: 0844 773 773

Graubündner Kantonalbank
Zugangsdaten E-Banking: 081 256 91 91
Notfallnummern ausdrucken

Luzerner Kantonalbank
E-Banking: 0900 844 206 (gratis, ab der 5. Minute: CHF 2.30 pro Minute)

PostFinance

  • PostFinance Card: 0800 88 88 77
  • CASH-Karte: 0800 88 88 77
  • PostFinance Kreditkarten: 0848 888 400 (beantragt NACH 01.07.2008)
  • PostFinance Kreditkarten: 058 958 83 83 (beantragt VOR 01.07.2008)
  • PostFinance MasterCard Value: 0848 888 430
  • PostFinance Visa Business Card: 0848 888 410
  • Travel Cash Karte: 031 710 12 15

Raiffeisen
Maestro-Karte oder Kontokarte: 0844 888 800
E-Banking: 0844 888 808 (Mo-Fr, 8-20 Uhr)

Schaffhauser Kantonalbank
E-Banking: 052 635 23 23

Schwyzer Kantonalbank
E-Banking: 058 800 20 20

Thurgauer Kantonalbank
Kontokarte und E-Banking: 0848 111 444 (7:30-18:30 Uhr)

Zuger Kantonalbank
E-Banking: 041 709 11 11

Zürcher Kantonalbank
E-Banking: 0844 840 140

Telefongesellschaften

Wenn euer Handy gestohlen wurde, könnt ihr es beim jeweiligen Anbieter sperren lassen. Dazu müsst ihr dort die sogenannte “IMEI-Nummer” angeben. Diese 15-stellige Seriennummer erhaltet ihr, wenn ihr bei eurem Handy die Kombination *#06# eingebt. (Es lohnt sich also, sich diese IMEI-Nummer an einem sicheren Ort zu notieren.)

  • Swisscom: 0800 55 64 64
  • Orange: 0800 700 700
  • Sunrise: 0844 505 505

Polizei

Wichtig: Meldet euch sofort bei der Polizei, wenn ihr einen Diebstahl festgestellt habt.

Alle Angaben ohne Gewähr.

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Andreas Hobi arbeitet seit 2001 bei der SBB und dort seit 2004 beim Zugpersonal. In seiner Freizeit schreibt er auf schweizweit.net von seinen Erlebnissen und über andere spannende Stories aus der Welt des öffentlichen Verkehrs.

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{ 6 Kommentare… lies sie unten oder schreib selbst einen }

Chris Leduc Juli 27, 2010 um 13:12

Für eine Sperrung des Anschlusses (SIM-Karte) benötigen wir bei Swisscom nur die Rufnummer.

Mit der IMEI können wir das Gerät blacklisten, damit es sich nicht mehr auf das Swisscom-Netz einwählen kann. Das ist aber selten sinnvoll.

Es gibt aber genügend Gründe die IMEI-Nummer trotzdem aufzuschreiben: Damit man eine Suchmeldung bei der SBB oder im Fundbüro absetzen kann, für die Versicherung und für eine Anzeige.

Antworten

Andreas Hobi Juli 27, 2010 um 16:16

@ Chris:
Danke für die Ergänzung! Bei Orange klappte es damals, als mir das Handy während der Arbeit gestohlen wurde, auch alleine mit der Handynummer. Ich musste einfach noch ein paar zusätzliche persönliche Angaben machen, so dass die Identität überprüft werden konnte. Trotzdem hat mir die Callcenter-Agentin geraten, die IMEI-Nummer in Zukunft “für alle Fälle” zu notieren.

Antworten

Alain Juli 27, 2010 um 22:20

Ich lasse im Ausland grundsätzlich die ID zuhause und nehme nur den Führerausweis für die Identifikation mit, im Falle wenn ich bestohlen werde, dass ich wenigstens die Möglichkeit habe nach Haus fliegen zu können oder wenigstens ein Western Union beziehen zu können!!

Aber es ist schon verdammt scheisse wenn alles verloren geht! Ich hatte letztes Mal einen Kunden aus der USA, dem alles gestohlen wurde, nur sein Onlineticket für den Rückflug hatte er im Koffer. Aber Pass, Geld, KK alles weg!! Ich gab ihm dann aus meiner Tasche 50.-, dass er sich wenigstens etwas zu Essen kaufen konnte.. Erfreulicherweise erhielt ich 4 Wochen später einen Check von 60 Dollar. Er hat mir tatsächlich, weil ich ihm mein Kärtchen gegeben hat, mir das Geld zurückgesandt! War voll cool!

Antworten

Fabian Schuler August 12, 2010 um 21:35

Hallo,
ich weiß nicht, wie es für Schweizer Staatsbürger aussieht, aber ich als Deutscher muss auch ein Reisedokument dabei haben. Dafür ist in der EU und der Schweiz der Personalausweis ausreichend, sonst muss es ein Reisepass sein. Der Führerschein alleine ist selbst im benachbarten EU-Ausland NICHT für die Einreise zugelassen.

Oder hast du jetzt den Reisepass außen vor gelassen?

Gruß aus Braunschweig,
Fabian

Antworten

Mama März 6, 2011 um 13:17

Er meint wohl “zuhause” im Ausland, also er nimmt die ID nicht mit für in den Ausgang oder Unterwegs.

Fabian Schuler März 6, 2011 um 15:14

Danke, nach dem erneuten Lesen ist mir das klar geworden. :-)

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