Der neue TGV Lyria: Vorteile, 1. Klasse-Service, neue Angebote

von Andreas Hobi am 15. Juli 2010 · 15 Kommentare

Den TGV Lyria Schweiz – Paris kennt ihr mit Sicherheit schon. Bereits einige Male habe ich über diesen Hochgeschwindigkeitszug geschrieben und in den Medien ist er auch immer wieder ein Thema.

Trotzdem lohnt es sich, diesen Artikel zu lesen. Er enthält Infos über die neuen Service-Angebote rund um die Reise mit dem TGV. Und diese Angebote können sich sehen lassen!

Last day in Paris

Zeit gewinnen, auf angenehme Weise

Was sind denn eigentlich die Vorteile einer Reise mit dem TGV? Ganz klar:

  • Ihr reist von Stadtzentrum zu Stadtzentrum
  • Kein Anstehen, kein Check-In und keine lästigen Sicherheitskontrollen mit Nacktscannern und anderen komischen Geräten
  • Ihr kommt pünktlich ans Ziel
  • Einfache Zoll- und Passkontrollen im Zug (ausser auf der Strecke Genf – Paris, wo die Kontrollen am Bahnhof erfolgen)
  • Ökologisch reisen, siehe auch RouteRank
  • Ihr könnt den persönlichen Service in der 1. Klasse geniessen

Service 1. Klasse: Reisen nach Mass

“Den persönlichen Service in der 1. Klasse geniessen.” Was heisst das?

Ganz einfach. Es beginnt bereits vor der Reise: Mit einem internationalen 1. Klasse-Billett könnt ihr die SBB Lounge im Hauptbahnhof Zürich benutzen. Die ist täglich von 6 bis 21 Uhr geöffnet und bietet kostenlose Getränke, Tageszeitungen, Zeitschriften und drahtlosen Internetzugang an.

Später, nach der Abfahrt des Zuges, wird euch in der ersten Klasse ein alkoholfreies Getränk zur Begrüssung serviert.

Nach dem Studium der am 1. Juli komplett neu erstellten Speisekarte habt ihr die Möglichkeit, die frischen und qualitativ hochwertigen Produkte der Bordgastronomie zu entdecken. Die Küche ist zu jeder Tageszeit in Betrieb. Gegen einen Aufpreis erhaltet ihr auch “Verpflegung am Platz”.

Tipp: Wenn ihr das Billett und vorallem diesen Aufpreis online auf www.tgv-lyria.com löst, erhaltet ihr 10% Rabatt auf den Essensgutschein!

Nach der Reise benötigt ihr eventuell ein Taxi. (Ausser ihr geht wie ich ins All Seasons Paris Gare de l’Est, was ich euch sehr empfehlen kann! Dieses Hotel liegt in der Nähe des Bahnhofes.) An Bord des TGV könnt ihr ein Taxi vorbestellen. Einfach den Zugbegleiter fragen. Bezahlt wird dann direkt im Taxi.

Als TGV Lyria-Fahrgast könnt ihr ausserdem für die Ankunft in Paris ein Citybird-Motorradtaxi inklusive Chauffeur bestellen. Praktisch bei Staus! Bei einem Fahrpreis von mindestens 25€ erhaltet ihr als TGV-Fahrgast ausserdem einen Preisnachlass von 5€. Alle Infos zu diesem Angebot am Bahnschalter oder im aktuellen TGV-Prospekt.

Ihr fahrt lieber selber? Auch das ist kein Problem. Unter www.tgv-lyria.com könnt ihr ein Caisse-Commune-Fahrzeug mieten. Dieses wartet dann im Bahnhof in Paris auf euch.

Tipp: Benutzt bei der Online-Reservation den Aktionscode CCLYRIA0311 (Dank diesem erhaltet ihr 50-100% Ermässigung auf die Aufnahmegebühr der verschiedenen Tarife und müsst nur noch die effektive Benützung bezahlen.)

TGV Lyria Schweiz Paris SBB

Neu: Lyriapremière

Dieser komplett neue Service steht allen Passagieren der 1. Klasse zwischen der Schweiz und Paris zur Verfügung. Für euren Komfort werden ab dem 12. Dezember 2010 noch mehr Leistungen im Preis des Billettes enthalten sein:

  • Eine noch grössere Auswahl an Schweizer, französischen und internationalen Zeitungen und Zeitschriften
  • Eine noch exquisitere Auswahl kalter Speisen, welche euch direkt am Sitzplatz serviert wird
  • Zusätzliches Servicepersonal, welches sich während der gesamten Reise um euer Wohlbefinden kümmert und für euch da ist

Für die Sicherheit ist auch gesorgt: Nach und nach werden die Züge mit Defribrillatoren ausgestattet. Diese befinden sich jeweils im Bordbistro auf den Strecken Bern – Neuenburg – Paris, Lausanne – Paris, Zürich – Basel – Paris.

Metro-Tickets bereits im Zug lösen

Bisher habe ich die Tickets für die Pariser Metro jeweils im Bahnhof Chur gelöst. Dies geht auch weiterhin in allen grösseren SBB-Reisebüros. Neu könnt ihr die RATP-Tickets aber auch in den TGV-Bordbistros kaufen. Im Moment sind aber nur Einzelfahrkarten für 1.70€ oder 2.70 Franken im Angebot.

Zurück in der Schweiz

Wenn ihr möchtet, dass bei eurer Ankunft in der Schweiz gleich ein Taxi bereit steht, dann ruft auf folgende Nummer an (Gratis aus der Schweiz, gebührenpflichtig aus dem Ausland): +41 (0) 800 44 22 66.

Mehr Infos dazu unter www.sbb.ch/railtaxi

Noch Fragen?

Ich war schon einige Male in Paris und beantworte euch gerne sämtliche Fragen rund um den TGV und die Reise nach Paris, sofern die Antworten auf www.sbb.ch und www.tgv-lyria.com nicht gegeben werden. Allerdings erteile ich weder Fahrplan- noch Preisauskünfte. Diese findet ihr auf den erwähnten Seiten.

Mit einem Klick auf einen der TGV-Links in diesem Artikel unterstützt ihr das Projekt schweizweit.net, da ich von eurem Einkauf eine kleine Provision erhalte. Herzlichen Dank!

Weiterführende Links

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Bild 2 © (cc) Practise (flickr.com)

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Andreas Hobi arbeitet seit 2001 bei der SBB und dort seit 2004 beim Zugpersonal. In seiner Freizeit schreibt er auf schweizweit.net von seinen Erlebnissen und über andere spannende Stories aus der Welt des öffentlichen Verkehrs.

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{ 15 Kommentare… lies sie unten oder schreib selbst einen }

Peter Treudler Juli 15, 2010 um 11:39

Sie schreiben, dass er Zugverkehr in Zukunft zunehmen wird und natürlich schneller. Ich wohne im Tessin und frage mich manches Mal, ob der Gotthard Tunnel vielleicht zugemauert wurde. Richtung Nord und Richtung Süd sind keine besonders schnellen Verbindungen.

Antworten

Andreas Hobi Juli 15, 2010 um 14:36

@ Peter Treudler:

Ich hoffe, dass auch die Verbindungen ins Tessin mit den Jahren immer besser werden. Vorallem dann mit dem neuen Tunnel!

Antworten

Sandra-Lia Juli 15, 2010 um 23:26

Bissle viel Werbung. Wäre wünschenswert, wenn du das kennzeichnen tätst, falls du dafür Geld kassierst.

Antworten

Alain Juli 17, 2010 um 08:55

Tut er ja, indem er schreibt, dass pro Klick, die wir machen, er etwas Kleines verdient!!?!!

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Fredy Juli 16, 2010 um 10:13

Ich persönlich finde den TGV enttäuschend in Bezug auf Komfort und zwar auch in der 1.Klasse. Das Speisewagen Angebot soll unter der Führung von Elvetino ab 1.Juli besser werden. Das bezweifle ich allerdings nach dem beschämenden Angebot in der Schweiz. Ich wünschte mir da den deutschen ICE auf der Strecke Basel-Paris. In der heutigen Zeit hoffentlich keine Utopie.
@Andreas eine systematische Pass & Zollkontrolle ist seit Schengen verboten und zwar auch in Genf. Stichproben bis tief ins Hinterland sind vorgesehen.

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pädu Juli 16, 2010 um 17:38

Ich habe mal gelesen, dass schweizer Zugbegleiter bis nach Paris mitfahren, dafür Französische bis nach Zürich. Stimmt das?

Antworten

Alain Juli 17, 2010 um 08:57

Meines Wissens her: Ja!

Antworten

Andreas Hobi Juli 18, 2010 um 03:05

Ja das stimmt. Übrigens: Die SBB sucht immer noch Zugbegleiter, die nach Frankreich fahren wollen. Wer Interesse hat soll sich also bewerben! ;-)

Antworten

pädu Juli 18, 2010 um 13:27

Französisch ist doch diese komische Sprache mit den éèà die ich noch nie begriffen habe. :)
Ist zwar fast peinlich als Berner.

Andreas Hobi Juli 18, 2010 um 17:09

@ Pädu: Glücklicherweise beschränkt sich mein heutiges Französisch auf das Sprechen und lässt das Schreiben aussen vor. (Man kommuniziert ja selten mit einem Kunden schriftlich, wenn er sich im Zug befindet…)

Sandra-Lia Juli 18, 2010 um 08:27

Ja, kritterien: nebst perfekt Französisch und Deutsch muss man Andreas Meyer einen tollen Chef finden, darf nicht krittisch sein, nicht denken, und schon gar nicht Streiken, wenn die restliche SNCF das tut, sich nicht an die Französischen (und damit an die EU) Rechte halten (zb. was die Fahrgastrechte angeht), der einzig wahre Gott ist H. Mehdorn und statt Jesus muss man an die Wunder von A.M. glauben.. Weiterhin muss man 7/7 Tage die Woche, 24h, 365 Tag im Jahr verfügbar sein, egal wie unsinnig die Dienstpläne sind, und darf nicht erwarten, das man mehr als 25-30 Franken pro Stunde verdient, obwohl man mindestens 10 Jahre studiert haben muss, eine abgeschlossene Betriebswirtschaftsausbildung und am besten auch schon Kondukteur ist, aber ja nicht älter als 25-30 Jahre ist, nicht grösser als 1,80m, nicht schwerer als 90kg, IQ nicht tiefer als 120, nicht verheiratet und nicht geschieden. Wenn man das alles erfüllt.. ja dann hat man die Aussicht, das einem die SBB eine nette Absage wegen unter-Qualifikation sendet… man kann die Frage stellen: WOLLEN die SBB wirklich jemand finden, oder wollen sie nur dafür Propaganda machen?

Antworten

Andreas Hobi Juli 18, 2010 um 17:17

Da muss ich dir widersprechen.

Selbstverständlich darf man Andreas Meyer kritisieren, solange man das konstruktiv und fair tut. Streik ist bei uns kaum nötig (und auch nicht erlaubt), da wir eine starke Gewerkschaft haben. Arbeit auf Abruf gibt es bei der SBB nur in ganz bestimmten Positionen und auch da nicht unbedingt das ganze Jahr über (Beispiel: Schneeräumer im Winter). Unsinnig können die Dienstpläne zwar sein, keinesfalls aber unmenschlich, da der GAV ein strenges Korsett vorgibt. Mehr als 30 Franken ist bei der SBB kein Kunststück. Löhne darunter sind aber auch nicht unüblich.

Ja, die SBB will tatsächlich Leute finden. Aber auch bei Personalknappheit nimmt sie nicht einfach die erstbesten, sondern wählt sorgfältig aus. Dabei spielen verschiedenste Faktoren eine Rolle, nicht nur Ausbildung, Studium und was man bisher so alles gemacht hat.

Antworten

Sandra-Lia Juli 18, 2010 um 17:58

Stimmt, Andreas, das wichtigste ist: NIEMALS etwas schlechtes über A.M. schreiben, sonst kriegt man die Stelle nicht.. So was nenn ich dann eben “objektive” Bewerberauswahl!

Antworten

brummbaer Juli 18, 2010 um 23:48

Vielleicht liegt es ja an den Referenzen bei den andern Firmen in denen du gearbeitet hast…. ;-)
So langsam geht mir dein anti Meyer auf den Geist… ich finde ihn auch nicht in allen belangen so toll. Aber so schlecht wie du ihn machst ist er auch nicht.

Antworten

Sandra-Lia Juli 18, 2010 um 23:53

haja.. irgend einen Grund findet man immer, brummbaer..

ich mach ihn nicht schlecht.. das schafft er auch ohne mich. ich zeige nur dahin, wo niemand hinsehen mag.

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