Panik im ICE: Hat das Zugpersonal die Situation unterschätzt?

von Andreas Hobi am 13. Juli 2010 · 45 Kommentare

Um meinen Artikel zu verstehen, ist es von Vorteil, diesen Artikel auf welt.de oder einen anderen Bericht über die Klimaanlagen-Ausfälle in den ICE gelesen zu haben: “Die längsten 30 Minuten des Lebens”

Klassenfahrt! Oder wie man bei uns sagt: Schulreise beziehungsweise Klassenlager! Wer freut sich nicht darauf. Auch ich habe nur gute Erinnerungen an meine Lager in Hundwil (mit der Primarschule) und Bevaix (Oberstufenschule). Ganz zu schweigen von den zahlreichen Schulreisen in der ganzen Schweiz!

Weniger gute Erinnerungen dürfte die Klasse 10F des St. Bernhard-Gymnasiums im nordrheinwestfälischen Willich haben.

Mir als Zugbegleiter stehen die Haare zu Berge, wenn ich die Geschichte lese! Deshalb möchte ich hier kurz niederschreiben, was mir beim Lesen des Artikels durch den Kopf geht.

Bis Hannover verlief eigentlich alles noch relativ in geordneten Bahnen. Es war zwar bereits da schon ziemlich warm im Zug, aber das Zugpersonal gab sich alle Mühe, den Reisenden ihre Fahrt möglichst angenehm zu machen. Die Schulklasse erhielt von der Bahn kostenloses Mineralwasser und Orangensaft und durfte auch ohne Aufpreis in die erste Klasse wechseln, weil es in der zweiten Klasse ziemlich heiss war. Trotz der widrigen Umstände hat das Zugpersonal gut gehandelt.

Auch in der Schweiz kann es bei den momentanen Temperaturen vorkommen, dass es in einem Zug ungemütlich warm wird. Und auch hier wird – wann immer möglich – versucht, den Fahrgästen die Reise möglichst angenehm zu machen. Schliesslich wollen wir ja, dass sie wiederkommen.

Was dann aber auf der Klassenfahrt nach Hannover geschah, ist in meinen Augen ein Skandal.

Die Schulklasse musste in einen anderen ICE umsteigen. Mit dem Zug wechselte dann auch das Zugpersonal. Und es scheint so, als kümmerte sich das Personal im zweiten ICE so gut wie gar nicht um die Fahrgäste. Wie sonst ist zu erklären, was dann geschah.

Railway Drama

Hier im Bahnhof Hannover musste die Schulklasse auf einen anderen ICE umsteigen

Der Zug war nach Medienberichten bereits schon völlig überfüllt, als er in Hannover ankam. Dort stiegen noch zusätzliche Fahrgäste ein. Von der Schulklasse wurde der ICE als “rollende Sauna” bezeichnet.

Es dauerte anscheinend nicht lange, bis erste Reisende über Atemnot klagten. Vor allem jene, welche in den Gängen standen oder sich zu zweit auf den Sitzplätzen quetschten.

Bastian, einer der Schüler, sagte dann, eine hochschwangere (!!!) Frau sei kollabiert. Unvorstellbar! Und vom Zugpersonal keine Spur, wie es scheint. Dabei wäre es deren Job gewesen, spätestens da einen Arzt zu rufen.

Weiter: Ein kleiner Junge habe schon auf dem Boden gelegen, seine Mutter in Panik versucht, mit dem Notfallhammer die Fensterscheibe einzuschlagen, doch ihre Kraft habe nicht mehr gereicht. Ja herrgottnochmal, will das Zugpersonal die Fahrgäste ihrem Schicksal überlassen oder was??? Das ist ja wie in einem Katastrophenfilm!

Anscheinend haben Fahrgäste dann das Zugpersonal aufgesucht und um Hilfe gebeten. Es hiess dann von Seiten des Personals ganz lapidar: Momentan könne man nicht anhalten, man werde sich dann in einer halben Stunde beim nächsten Halt darum kümmern.

Es hätte mich nicht verwundert, wenn einer der Fahrgäste in diesem Moment die Notbremse gezogen hätte. Ganz ehrlich! Auch wenn ich selber vom Ziehen der Notbremse und dem Einschlagen der Scheiben bei einem fahrenden Zug absolut nur abraten kann, Verständnis für so eine Kurzschluss- oder Panikreaktion hätte ich.

Schüler Bastian erzählt weiter, dass die Reisenden irgendwann reihenweise auf dem Boden gelegen hätten, einige Mädchen seien in Panik geraten. Zur Erinnerung: Wir befinden uns in Deutschland. Im Jahr 2010.

Zufälligerweise befanden sich auf dem Zug drei Rettungssanitäter. Den Mädchen wurde geraten, Plastiktüten vor den Mund zu halten. Nicht wegen der Hitze, sondern als Mittel gegen die Panik (!!!).

Als der ICE dann – nach einer langen halben Stunde – im Bahnhof Bielefeld eintraft, waren keine Rettungsdienste vor Ort. Anscheinend hielt es das Zugpersonal nicht für nötig, ärztliche Hilfe zu organisieren. Für mich persönlich grenzt das an fahrlässige Körperverletzung und unterlassene Hilfeleistung.

Anscheinend riefen die Fahrgäste dann selber den Notruf und eine halbe Stunde später waren erste Einsatzkräfte vor Ort. Die Feuerwehr Bielefeld stellte fest, dass im Zug Temperaturen zwischen 45 und 50 Grad Celsius (sic!) herrschten.

Ausserdem sprach die Feuerwehr in Zusammenhang mit diesem Vorfall von einem sogenannten ManV: “Massenanfall von Verletzten”. Sie löste dann Grossalarm aus und musste sage und schreibe 91 weitere Kollegen und Notfallärzte zur Verstärkung rufen. So viele Einsatzkräfte waren nötig, um alle Fahrgäste medizinisch zu versorgen.

Ich schüttle immer noch nur den Kopf. Keine Ahnung, was sich das Zugpersonal dabei gedacht hat!

Klar: Auch bei uns kann die Klimaanlage mal ausfallen. Und rein theoretisch wäre es vielleicht sogar möglich, dass die Innentemperatur bei entsprechenden Aussentemperaturen auf 45 bis 50 Grad klettert. Aber dann kümmere ich mich als Zugbegleiter doch darum, dass die Fahrgäste aus dem verdammten Zug raus kommen! Und zwar so schnell wie möglich!!!

Und von wegen man könne zurzeit nicht einfach anhalten, der nächste Halt sei Bielefeld und schliesslich müsse man ja den Fahrplan einhalten: Die DB hält doch den Fahrplan sonst auch fast nie ein und ist dauernd zu spät! (Diese Aussage beruht auf eigenen Erfahrungen.) Spielt es also eine Rolle, ob ein Zug mehr oder weniger nicht pünktlich unterwegs ist? Die hätten ruhig anhalten und die Leute an die frische Luft lassen können. Ich zitiere aus spiegel.de:

Auch geklärt werden müsse, ob eine Fahrlässigkeit von Seiten des Personals vorliegt – etwa wenn der Zugführer trotz einer medizinischen Notlage auf einen Stopp in einem kleineren Bahnhof verzichtet habe, um dort zumindest einmal die Türen zu öffnen und zu lüften.

Ich bin gespannt, was sich in dieser Angelegenheit noch tut und werde es aufmerksam verfolgen.

“Alle reden vom Wetter. Wir nicht.”
Werbeslogan der Deutschen Bahn im Jahr 1966

Situation in der Schweiz

Eine Situation, wie sie sich in Deutschland abgespielt hat, kann ich mir in der Schweiz nicht vorstellen. Weder bei der SBB noch bei anderen Bahnen. Einerseits sind unsere Anlagen besser im Schuss und andererseits – ich kann es nicht anders sagen – würde unser Personal mit Sicherheit besser und der Situation angepasst reagieren und die Fahrgäste nicht einfach im Stich und ihrem Schicksal überlassen.

Am wenigsten Probleme machen die EW IV, das das Rollmaterial anbelangt. Das sind die einstöckigen, klimatisierten Wagen. Ebenfalls angenehm sind (aus Fahrgast-Sicht) die doppelstöckigen Fernverkehrszüge. Solange die Wagen nicht sehr gut belegt sind, läuft die Klimaanlage einwandfrei. Zur Hauptverkehrszeit und bei extrem hohen Aussentemperaturen jedoch stösst sie an ihre Leistungsgrenze und vermag nur noch ungenügend zu kühlen. Vorallem ich als Zugbegleiter bemerke dies als einer der ersten. Oft betrachten Fahrgäste die Temperatur noch als einigermassen angenehm, während ich schon zu schwitzen beginne.

Sehr gut schaut es hingegen mit ICN aus. Dort verfügen die Wagen über zwei Klimageräte. Sollte eines ausfallen, bleibt immer noch ein Ersatzgerät übrig. Und nach meinen Erfahrungen haben die Geräte im ICN auch nicht so Mühe mit gut besetzten Zügen wie jene in den Doppelstöckern.

Ab und zu kommt es leider auch bei SBB-Zügen zu Ausfällen der Klimaanlage. In der momentanen Hitzeperiode habe ich genau drei solche Fälle in jeweils einem einzelnen Wagen erlebt. (Wenig, wenn man bedenkt, wie viele Wagen ich pro Tag kontrolliere.) Glücklicherweise beide in schwach frequentierten Zügen, so dass die Fahrgäste auch in anderen Wagen noch genügend Platz fanden. Man darf in diesem Zusammenhang auch nicht vergessen, dass die Klimaanlagen in den heutigen Tagen, wo wir täglich über 30 Grad Celsius haben, praktisch rund um die Uhr, also 24 Stunden am Tag, laufen.

Was ihr auch wissen müsst: Wann immer eine Klimaanlage ausfällt, meldet das Zugpersonal dies dem Operation Center Personenverkehr. Dort wird sofort ein Visiteur organisiert, der das Gerät wenn möglich schon unterwegs, spätestens am End- oder Wendebahnhof wieder zum laufen zu bringen versucht. Es ist also definitiv nicht so, dass bei uns tagelang die gleichen Wagen ohne Klimaanlage verkehren, wie manche Leute in den Kommentarspalten der Zeitungen behaupten.

Weitere Artikel zum Thema

Update 11:05 Uhr

Bezüglich dem im Artikel erwähnten ICE von Hannover nach Bielefeld gibt es inzwischen einen WDR-Bericht, der – im Gegensatz zum Artikel auf welt.de – besagt, das Zugpersonal habe im ICE nach einem Arzt gefragt. Somit scheint es also doch seiner Pflicht nachgekommen zu sein, den Fahrgästen in der schwierigen Situation zu helfen.

Andere Reisende erzählten in den Medien, das Zugpersonal habe “ständig telefoniert”. Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass das Personal den Zug stoppen wollte, jedoch keine Einwilligung seitens der Zentrale erhielt.

Es deutet aber auch einiges darauf hin, dass die Zugbegleiter die Situation im Zug unterschätzt haben. Dabei hätten sie sich ganz einfach ein Bild von der Lage machen können, indem sie wenigstens einmal bei den Fahrgästen vorbei geschaut hätten. Schliesslich ist das ja genau deren Job; dafür werden die bezahlt.

Die Bahn hat recht: Es ist die Ausnahme, dass in einem ICE die Klimaanlage ausfällt. Es ist auch die Ausnahme, dass ein Flugzeug abstürzt. Trotzdem würde sich wohl kein Chef einer Fluggesellschaft danach hinstellen und sagen, dass die restlichen Flugzeuge problemlos fliegen würden. Mal wieder hat die Bahn ihr schlechtes oder besser fehlendes Krisenmanagement unter Beweis gestellt. Sobald etwas Außerplanmäßiges geschieht, wird erst einmal abgewiegelt und beschwichtigt.
Bernd Wientjes auf Volksfreund.de

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Andreas Hobi arbeitet seit 2001 bei der SBB und dort seit 2004 beim Zugpersonal. In seiner Freizeit schreibt er auf schweizweit.net von seinen Erlebnissen und über andere spannende Stories aus der Welt des öffentlichen Verkehrs.

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brummbaer Juli 13, 2010 um 13:03

“Für mich persönlich grenzt das an fahrlässige Körperverletzung und unterlassene Hilfeleistung.”
Andi tue dir einen gefallen und mache keine vorverurteilungen so lange die Schuldfrage nicht geklärt ist. Woher willst du wissen das sie den Artz nicht gerufen haben, vllt. haben sie es ja getan aber der Mitarbeiter in der Zentrale hat es unterlassen. In Deutschland läuft es wie in die Schweiz Notärtzte werden über die Betriebszentrale bestellt (bei uns die BLZ). Per Handy wenn das nicht geht (in Deutschland mit den vielen Funklöchern eher wahrscheinlich) über den Lokführer. Wenn der Wortlaut nun lautet. Klimaanlage ausgefallen, einige Personen klagen über Übelkeit, Notarzt nötig….. Klar das dass für den Empfänger heisst ist ja nicht sooo dringend.
2. Zeugen Ausagen gegenüber der Presse sind für mich immer mit Vorsicht zu geniessen. Wenn das so von der Staatsanwaltschaft gemeldet wurde… sieht die sache wieder anders aus.
3. Hätte der Zug auf freier Strecke gehalten, hätte die Zuggriff der Rettungskräfte eingiges länger gedauert… weil dort die Bahnstrecken oft über lange Strecke über freies Land geht…. somit ist Zugriff auf Freier Strecke meist die schlechteste Lösung.
4. Was mich am meisten Stört ist der DB Bashing unterton…. so in der Art bei uns (SBB) könnte das nicht passieren,…. bist du dir da sicher? Ich nicht? Auch was die Wartung angeht… auch hier wird bei uns gespart,was die Komforteinrichtung angeht.
5. Das ist für mich der Skandal….. wie in aller Welt sind die Ingenieure drauf gekommen, die Klimaanlage Steuerung für den ganzen Zug zu machen und nicht für einzelne Wagen

Und wichtig, in einem ICE1 (die Fahren in die Schweiz) ist das Problem nicht vorhanden, hier hat jeder Wagen eine eigene Klimasteuerung

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brummbaer Juli 13, 2010 um 13:10

Ach nochwas…. auch wenn du es korrigiert hast. Siehst du zwei Medien zwei Aussagen ;-)
Nochmal wer sagt dir das sie sich nicht gekümmert haben? Woher weisst du das, warst du im Zug oder Arbeitest du noch bei Bild die wissen wir der Blick auch immer alles? ;-) Es gibt auf einem ICE3 wie hier der Fall normalerweise 2 ZUB pro Einheit. Der Zug war überfüllt, also mind. 500 Personen im Zug, wie willst du es da schaffen dich um alle zu kümmern vorallem, wenn dich jeder anspricht. Das schaffst nicht mal Du?
Und dieser Kommtar bei Welt sagt es eigentlich treffend
“Wenn schon die Frau zu schwach war, die Scheibe einzuschlagen, -warum haben es nicht Andere getan ? Oder ist der Notfallhammer zu klein ???”
Jeder ist zur Nothilfe verpflichtet und wenn sie telefoniert haben, haben sie die Pflicht erfüllt, der Rest ist für mich Schlamperei von der Zentrale.

Antworten

Martin Juli 13, 2010 um 13:54

Bei den deutschen Medien wäre ich sehr vorsichtig, Hardcore Bashing gegen die DB ist in Deutschland Standart. Wie du als Fachmann bemerkt hast sind die Berichte überaus polemisch und widersprechen sich. Bei den Temperaturangaben überschlagen sich die Zeitungsbericht, 40°-50° oder doch gleich 60° C soll es gewesen sein. Fakt ist: niemand wurde verletzt, Panikattacken die zu Hyperventilation führen, haben nichts mit Hitze oder Sauerstoffmangel zu tun, sondern ist eher auf eine psychische Labilität zurückzuführen.

Leider sehe ich bei den Bahnen immer mehr die Tendenz, dass das Personal auf den Zügen (Lokführer und Zugbegleiter) immer mehr von verschiedenen “Hotlines” ferngesteuert wird und selbst kaum noch Kompetenzen und Befugnisse hat. Die Ideologie, dass man schlecht qualifiziertes Personal möglichst schnell und billig ausbildet und dann mit Hilfe von telefonischem Support steuern will, kann nicht funktionieren und hat aus verschiedenen Gründen noch nie funktioniert. Lokführer z.B. müssen sich häufig gegen Entscheidungen die von „oben“ kommen durchsetzen was jedes Mal, wenn die Entscheidung Falsch war, zur Kündigung führen kann. War es die richtige Entscheidung passiert aber nichts, kein Lob, kein Dank und kein Hinterfragen der Organisationsstruktur.

Die Eisenbahn muss so Organisiert werden wie die Luft- und Schifffahrt. Das Personal auf dem Fahrzeug hat das Kommando und muss deswegen entsprechend Qualifiziert sein damit es die richtigen Entscheide trifft und korrekt Handelt.

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Peter Juli 13, 2010 um 17:25

Einige Gedanken zum Thema:
- Klimaanlagen müssen auch gewartet werden! Viele Bahnen sparen und wechseln bewusst oder unbewusst die Aussenluftfilter nicht rechtzeitig. Die verschmutzten Filter legen dann die Geräte lahm.
- Es ist nicht einfach mit einem Nothammer eine Verbundscheibe einzuschlagen. Mich wundert es nicht, dass die Frau das nicht geschafft hat. Das System ist aus meiner Sicht verbessrerungswürdig. Es macht aus meiner Sicht auch keinen Sinn, alle Nothämmer an der selben Stelle anzubringen, wie das in vielen schweizerischen Busseder Fall ist.
- ICEs können extrem überfült sein, wie eine S-Bahn zu Stosszeiten, einfach mit mehr Gepäck. Diese Fälle treten oft dann ein, wenn Reisende wegen Verspätungen etc. auf Ersatzzüge verwiesen werden. Das Personal schafft es dann meist nicht einmal die Reisenden im Zug gleichmässig zu verteilen.
- Sollte bei einem Ausfall der Klimaanlage die Zuluftklappe geschlossen bleiben, kann es bei vielen Leuten echt zu einem Sauerstoffmangel kommen. Die neuen Fahrzeuge sind nämlich ziemlich Luftdicht ausgeführt, so dass der Druck im Innenraum bei Einfahrten in Tunnel und bei Zugbegegnungen langsam geregelt werden kann, was einen unangenehmen Druck auf den Ohren verhindert.
Normalerweise teilen die Fahrzeuge dem Personal eine defekt feschlossene Zuluftklappe mit, es kann aber sein, dass das Personal darauf falsch reagiert hat.

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Fabian Schuler August 12, 2010 um 21:48

> Es ist nicht einfach mit einem Nothammer eine Verbundscheibe einzuschlagen. Mich wundert es nicht, dass die Frau das nicht geschafft hat. Das System ist aus meiner Sicht verbessrerungswürdig

Richtig, es ist nahezu unmöglich mit einem Nothammer die Verbundglasscheiben im ICE einzuschlagen, wie Eschede leidvoll bewiesen hat. Dafür wurden alle ICEs mit speziellen Notausstiegsfenstern nachgerüstet, die oben in der Mitte einen Punkt haben, der die Sollbruchstelle kennzeichnet. Dort soll es relativ mühelos sein, die Scheibe zu zerstören. Es ist jedoch wichtig, beide Scheiben (mit zwei gezielten Schlägen) zu zerstören und dann die gerissene Scheibe, die nicht splittert, herauszudrücken.

So sehen die Notausstiegsfenster aus, die Bedienungsanleitung ist genau zu befolgen:
http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Sollbruchstelle_ICE1.jpg&filetimestamp=20070430131533

Umso wichtiger erscheint es mir immer, dass man sich – wie im Flugzeug – über den Rettungsweg und die nächsten Notbremsen informiert, denn dieses vorher eingeprägte Wissen kann angeblich im Panikfall trotzdem abgerufen werden!

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honigbaerli Juli 13, 2010 um 17:53

ich kann von solchem vorgehen auch ein lied singen, zugfahren ist in deutschland eine lotterie pünktlich sind sie eh nicht und man muss jedesmal bibern ob man den anschluss noch kriegt obwohl ich immer darauf schaue das die übergangszeit 15 minuten ist! ich bin auch noch nie in einem deutschen zug gefahren wo es nicht vorkam, das irgendwas nicht funktionierte!
und in sachen information will ich gar nicht davon reden weder auf dem bahnhof noch im zug wird klar informiert, zumindest errinner ich mich nur an ein fall w2o zumindest ansatzweise klar informiert wurde!!
es gibt da übrigens ein west ost gefälle, im osten ist die bereitschaft eher noch da zu informieren.da kommt nach meiner meinung noch einiges auf die deutsche bahn zu..man sieht es auch an den baustellen, dass wohl in den letzten jahren die wartung von bahnanlagen vernachlässigt wurde!!
die deutsche bahn ist auch eine bratpfanne!!

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Michael Juli 13, 2010 um 18:13

Nichts wird so heiss gegessen wie es gekocht wird, grade was die Medien hier in Deutschland anbelangt, Martin hat es ja schon geschrieben.

Mir persönlich geht – obwohl ich täglich mit der Bahn fahre und auch täglich mit ihr zu tun habe und mein Bild davon nichts unbedingt das Positivste ist – diese ewige Bahn-Bashing gehörig auf den Geist. Da wird so getan als wäre so ein Fall anderswo unmöglich – Andi, auch hier in deinem Artikel schreibst du solche Worte. Fakt ist, dass sowas passieren kann. Hier war es jetzt einfach eine defekte Klimaanlage, anderswo fällt manchmal auch einfach der Strom aus… ;) Sicher ist das ein Drama. Aber man kann das jetzt auch hochspielen. Wir kennen die genauen Umstände nicht und werden sie wohl auch nie erfahren. Gerade deshalb sollte man ein wenig neutral bleiben. Zwar bin ich persönlich auch der Meinung, dass man bereits früher hätte anhalten können. Aber wer weiss, ob es vorher bereits so schlimm war im Zug oder ob es die Leute erst kurz vor Bielefeld hingelegt hat. Das sind einfach auch Dinge die man berücksichtigen muss. Auch die Kommunikationswege spielen da eine Rolle. Deutschland ist bahntechnisch nicht ganz so einfach wie die Schweiz. Es gibt vielerorts getrennte Trassen für Regional- und Fernvernkehr, damit letzterer nicht die Bahnsteiggleise befahren muss. Will man da jetzt auf ein an den Bahnsteig führendes Gleis wechseln, muss man den Zug vorher abbremsen, das wiederum führt dazu, dass Folgezüe ebenfalls ausgebremst werden. Darunter bricht, gerade auf dieser Strecke, unter Umständen gerne der Gesamtverkehr zusammen. Sowas wird man sicher bei der Entscheidungsfindung auch miteinbezogen haben. Vielleicht gab es auf den früheren Bahnhöfen auch keine verfügbare Infrastruktur. Stichwort Baustellen, andere Züge, abgestellte Züge und solche Dinge. Man weiss es nicht. Also besser den Ball etwas flach halten.

Ebenfalls geht es mir auf den Geist, dass die Bahn immer als komplett verspätet dargestellt wird. Das ist hierzulande zwar ein beliebtes Stammtischthema. Wirklich schwerwiegende Verspätungen gibts es im Verhältnis aber auch nicht öfter als in der Schweiz. Meine S-Bahn ist praktisch immer pünktlich. Klar fällt sie auch mal aus oder wird vorzeitig gewendet. Meistens ist das aber nicht ein technisches, sondern ein kapazitätsmässiges Problem. Und auch im Fernverkehr, welchen ich ebenfalls regelmässig für längere Fahrten nutze, treffe ich äusserst selten auf bahnverschuldete Verspätungen. Und wenn sind es meistens angesammelte Minuten aus langen Vorläufen. In der Schweiz fährt ein Zug wenn es hochkommt 300 Kilometer vom Start bis zum Ziel. Hier sind es gut und gerne mal an die 1000 Kilometer. Dabei ist einfach etwas mehr an Faktoren vorhanden welche Verspätungen verursachen können.

Auch die Infrastruktur ist nicht wie du schreibst miserabel. Klar, da kommt jetzt dann sicher der Einwurf wegen dem ja so verdreckten Regionalverkehrsmaterial. Ja, es ist nicht selten dreckig (ausser im Ausnahmefall München wo ich noch nie dreckige Fahrzeuge gesehen habe). Aber vielleicht spielt es dabei auch eine Rolle, dass da einfach etwas mehr Leute unterwegs sind als in der Schweiz. Dazu auch mehr Fahrzeuge, was wiederum keinen ganz so ausgedehnten Unterhalt ermöglicht. Auf jeden Fall bin ich der Meinung, dass der Regionalverkehr hier im Bezug auf den Preis in den meisten Fällen ein absolut akzeptables Bild abgibt. Auch an Lautsprecherdurchsagen mangelt es nicht, Verspätungen werden dabei fast immer gut begründet. Sicher ist das Bahnsystem hier nicht ganz so herausgeputzt wie in der Schweiz. Aber man muss das einfach auch in das Verhältnis stellen und nicht einfach grundsätzlich schlechtreden.

Ein Wort noch kurz zur Wartung: Aktuell sind auf jeden Fall deutlich weniger Langsamfahrstellen auf dem Netz vorhanden als noch vor zwei oder drei Jahren. Auf jeden Fall sind die entsprechenden Dokumente deutlich dünner geworden…

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Alain Juli 13, 2010 um 19:35

Was ich an der ganzen Sache nicht verstehe ist, wie es möglich ist dass mehrere Züge in allen Kompositionen Störungen oder Ausfälle mit der Klimaanlage zur selben Zeit haben können… Ich meine der Temperaturanstieg bis, wie die Medien sagen auf 50°C kamen sicher nicht von einer auf die anderen Minute!

Also ich wünschte mir, die Klimaanlagen ein bisschen zu reduzieren, weil ich bereits zum 2.Mal in diesem Sommer grippig bin und noch fast mehr erkältet bin als im Winter! *Hääätschiiiiiii*

Antworten

FlohEinstein Juli 13, 2010 um 19:49

Habe mal das Abschalten der Klimaanlage erlebt. ETR 470 (damals noch als Cisalpino bekannt) Zürich – Mailand. In Zürich war Buttersäure in den Zug gekippt worden, und um zu verhindern, dass sich der Gestank weiterverbreitet, wurde die Klimaanlage abgeschaltet. Die Hitze auf der Kurvenfahrt über den Gotthard war kaum auszuhalten.
Entgegen der AP-Meldung von damals wurden die Wagen nicht geschlossen (oder abgekoppelt, wie bei Shortnews steht), und wir Passagiere hatten die Wahl zwischen Sitzen im Gestank in der 1. Klasse und Stehplätzen bei geschätzten 40° C in der 2. Klasse.
Ein Zwischenhalt zum Lüften in Göschenen oder Airolo wurde abgelehnt.

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Retro Juli 13, 2010 um 21:45

Ein paar Anmerkungen hierzu:
Der Nothammer muss in den ICEs auf den roten Punkt in der Notausstiegsscheibe treffen, sonst lässt sich die Scheibe nicht aus dem Rahmen entfernen. (Das steht aber auch so auf dem Piktogramm neben dem Hammer.) Grund dafür ist das verwendete Zweischeiben-Sicherheitsglas – zwischen den Scheiben ist eine Folie eingeklebt, die verhindert, dass sich die Scheibe bei Beschädigung einfach so aus dem Rahmen verabschiedet. Nur an der Stelle mit dem roten Punkt fehlt die Folie, so dass hier ein Einschlagen möglich ist.

Halt auf freier Strecke: Nicht ratsam, zum einen, weil Du dann damit rechnen musst, dass Deine Fahrgäste auf die Nachbargleise laufen, denn in der Panik denkt da keiner mehr logisch, die wollen alle nur raus, wie die Lemminge. So viele mehrgleisige Strecken wie es in Deutschland gibt (und mit mehrgleisig meine ich mehr als 2 Gleise), ist da das Humangulasch fast schon vorprogrammiert, weil Du links wie rechts weitere Hauptgleise hast, auf denen mit grob 160-200 km/h gefahren wird. Zum anderen, weil, wie schon von brummbaer geschrieben, auf der freien Strecke die Versorgung durch Einsatzkräfte noch schwieriger wird.

Halt im Bahnhof ist auch nicht ohne weiteres in jedem Bahnhof möglich, da an nicht allen Bahnhöfen ausreichend lange Perrons für einen ICE vorhanden sind. Man kann ja die Türen zwar seitenselektiv, aber nur für den gesamten Zug freigeben, nicht für einzelne Wagen. Und selbst wenn das ginge, würde wieder irgendein Lemming die Notöffnung betätigen, sobald der Zug steht, und der Rest rennt hinterher. Das ist halt auch eine Haftungsgeschichte. An einem größeren deutschen ICE-Bahnhof ist immer ein Riesentamtam, wenn ein ICE2 oder ICE3 als Verbund aus 2 Garnituren einfährt – dann ist an einem Perron nämlich die Situation, dass der Perron an der hintersten Tür eine Neigung aufweist, weil der offizielle Teil dort bereits endet. Da darf dann jedesmal ein Kondukteur die Tür blockieren, damit ja kein Fahrgast ob der 2-3cm Höhenunterschied mehr ins Stolpern gerät.
Deswegen verstehe ich jeden Lokführer, der sagt, er hält auch in so einer Notsituation nicht am nächsten Bahnhof an, sondern erst an dem, wo der Perron auch lang genug ist.

NB: Bei “meinem” Bähnli kommt das an einer Endstation auch vor, dass wir die hinterste Tür blockieren müssen, aber da fehlt der Perron wirklich komplett (endet 2-3 Meter vorher) und man würde im Gras oder im Schotter landen. Da wir des öfteren ältere Ausflügler befördern, die nicht mehr so gelenkig und gut zu Fuß sind, macht die Blockade da auch wirklich Sinn.

Antworten

Retro Juli 13, 2010 um 21:55

Anbei noch ein Link auf die Wikipedia, wo man die Anleitung neben dem Nothammer sieht… (Auf “Retro” klicken)

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Annubis Juli 13, 2010 um 23:54

also so weit muss man nicht gehen, auch hier in CH bei der SBB findet man täglich solche zwischenfälle. ich fahr seit mehr als 10 jahren mit der sbb und bin also ein pendler durch und duech. also extreme hitze in den doppelstockwagen ist normal – jede saune ist dagegen kühl. habs mehrmals erlebt wie ich aus bern mit diesen wagen gefahren bin und dann in zürich bei der15 min pause wurde die klimaanlage abgeschaltet und nicht mehr eingestellt und das bis sg. auch wenn man dan nett die kondukteur fragt warum das deaktiviert wurde muss man froh sein wenn man eine verständliche antwort erhält. mekstens wird was gemurmelt oder angeschnauzt…

nene die sbb ist nicht mehr weit entfernt von den zuständen wie bei der DB. sie sind nur noch pünktlicher.. aber wie lange noch…

Antworten

secundos Juli 14, 2010 um 15:47
Martin Juli 14, 2010 um 21:26

@secundos
Man sieht ganz deutlich die Brandblasen an der Blondine und Bewusstlos ist sie auch.

Antworten

Balduin Juli 15, 2010 um 11:26

Wie man lesen kann, ist es in Schweden zu einem ähnlichen Vorfall gekommen: Ein Zug stand 6 Stunden in der heissen Sonne.

Warum man bei einem fahrenden Zug nicht unbedingt die Notbremse ziehen sollte (bessere Versorgung am Bahnhof möglich), mag ja noch einigermassen einleuchtend sein. Doch dass bei einem stehenden Zug niemand auf die Idee kommt, die Not-Öffnung zu betätigen? (Dafür brauchts ja kein OK des Kondukteurs) Oder zumindest ein paar Fenster richtig einzuschlagen? Nach den Google-Satellitenbildern ist die Strecke dort zweigleisig..

Antworten

Balduin Juli 15, 2010 um 11:56

Nachtrag: In Schweden habe ich auch einmal eine ‘Evakuierung’ der unkomplizierten Art erlebt: Zug 1 bleibt wegen defekter Lok liegen -> Zug 2 hält parallel auf Nebengleis, Brücken von Tür zu Tür werden aufgebaut (offenbar führen die Züge solche Bauteile mit), alle Passagiere (inkl. mind. 1 Rollstuhlfahrer) werden im zweiten Zug mitgenommen. Verspätung von Zug 2: ca. 45 Minuten; Organisation von Taxis, damit die 7 Flugpassagiere ihren Flug doch noch erreichen. SJ kann also auch anders.. :)

Antworten

Retro Juli 15, 2010 um 12:59

@Balduin: Bei mehrgleisigen Strecken ist das auch Standardprocedere der DB, Leute über Fahrgastbrücken von einem liegengebliebenen ICE in einen Ersatzzug zu verfrachten.

gumbo Juli 15, 2010 um 14:36

Balduin:
In Schweder wäre ICH sicher nicht solange im X-2000 hocken geblieben. Tür-Nothahn auf und aussteigen. Für technischen Pfusch bei der Bahn würde ich nicht das Leben riskieren. Aussteigen würde ich natürlich nicht auf’s andere Gleis….
Das Problem besteht vor allem, seit die Züge klimatisiert sind, und man keine Fenster öffnen kann. Umso wichtiger sind verlässliche Klimaanlagen und Personal, das zum Rechten schaut. Bei der DB wundert mich die Begebenheit allerdings nicht.

Antworten

Sandra-Lia Juli 15, 2010 um 23:35

Noch ist die Wartung bei der SBB gut.. Aber Herr Meyer war doch Lehrling bei Mehdorn. Warum sollte er da nicht sparen, wo es so viel Sparpotential gibt? (Was er übrigens nachweislich tut, oder les ich da falsche Sachen, von wegen 200 und mehr MEnschen aus dem Unterhalt entlassen… )

Was DB angeht: Es ist halt ein Saustall. Sau Teuer, Sau mieser Service und Sau dumme Angestellte. (sorry, muss ich so sagen!) Mein Chef könnt mich mal kreuzweise, wenn ein Zug derart nicht funktioniert, wäre der Fahrgast meine erste und wichtigste Person. Alles andere kommt danach.

Das ich mich so sehr für meine Gäste einsetze, hat übrigens dazu beigetragen, dass das Restaurant zum Goldenen M kein weiteres Arbeitsverhältnis mit mir will. Man mag halt niemanden, der die Gäste noch als solche behandelt. Das sind, wie bei den SBB, DB, nur noch die Lohnzahler, und mehr nicht. Am liebsten ganz ohne Kunden und Leistung das Geld einsacken. Das ist, was heute gemacht wird.

Nun, zurück zu dem, was in DE passiert ist.. ich sage dir, in 10 Jahren ist es hier genau gleich! Die ganzen Serviceuntauglichen Deutschen werden ja von der DB jetzt auch noch zur SBB geholt.. na dann, gute nacht!

Ich mag die schönen IC/EC wagons. Da kann man zur not immernoch oben ein kleines Fenster öffnen (mit entsprechendem Vierkantschlüssel, aber immerhin)

Antworten

Michi Juli 16, 2010 um 10:22

Du bist ja wirklich voll und ganz auf Meyer verschossen…
Dass der Unterhalt flöten geht wird garantiert nicht geschehen. Hingegen werden Sparmassnahmen unausweichlich, da Geld auch bei der Bahn nicht aus den Polstern wächst. Doch dies ist dann nicht Meyer anzuhängen, sondern der verwehrten Geldquelle.

Und der Vorwurf, die SBB biete keinen Service mehr und sieht die Kunden nur als Lohnzahler… Wenn Bahn 2000 und immer bessere, schnellere Verbidnungen, bessere Kundeninfo etc als kein Service betrachtet wird… Wir Schweizer haben ja schon ein Luxusproblem…

Antworten

Sandra-Lia Juli 16, 2010 um 19:36

haben wir das? Keine Kontroleure mehr auf Relation Zürich Bern via Burgdorf, keine Kontroleure mehr auf Biel – Bern (IR), dass ist doch offensichtlicher Serviceabbau. Immer weniger Schalter, immer mehr Gebühren für irgendwelche Dienstleistungen (statt 5 Fr nun 10 Fr für ein Ticket im Zug, statt 0 Franken 10 Franken für ein Auslandticket am Schalter) usw usw usw.

Ich sags mal so… das meiste von dir genannte ist vom Volk gewolltes und von langer Hand aufgebautes.

Was Meyer angeht: Ich kenne ihn halt schon als Chef der DB Regio / S Bahn Berlin GmBh. Noch fragen, warum ich so “wahnsinnig” viel von ihm halte? Nur weil er behauptet, er sei nicht für das Chaos von Berlin verantwortlich, als CHEF!!!, muss das noch lange nicht stimmen. Was wurde gemacht? Service von Zügen nicht mehr ordnungsgemäss durchgeführt, und dafür 50mio an die DB abgeführt..

Und jetzt holt man ihn zur SBB (gut, schon ne weile her). Aber daher rührt meine gemilde gesagt “Skepsis”. Und an meinen täglichen Fahrten mit der Bahn sehe ich ja, wo der Service hingeht, immer mehr Deutsche Zugsbegleiter, die billig sind, und schweigen, statt gutqualifizierte oder gar selbst ausgebildete Schweizer.

Statt wirklich echten besseren Service zu schaffen, werden die Kondukteure verdonnert, total unnötige Ansagen zu machen, die keinem was bringen…

Aber ja, es gibt ja genug Leute, die all das auch noch toll finden. Ich sags nur so: KOMMT mir in 10 – 20 Jahren ja nicht jammern! DENN ICH HAB EUCH GEWARNT.. dass wird meine Botschaft dann sein. Und eins noch zum schluss: Ich hatte bis jetzt immer recht, mit meinen Voraussagen! Sollte ich mich tatsächlich in A.M. täuschen, dann werde ich das ggf. revidieren, aber momentan schauts nicht danach aus.

Antworten

Alain Juli 16, 2010 um 19:40

Was sollte denn anders laufen?? Und wer soll es bezahlen, wenn der Kunde und der Bund nicht bereit ist… Mit dem Lohn von Meyer könnte man rund 500 000.- einsparen, aber von wo soll sonst das Geld herkommen???

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Michi Juli 17, 2010 um 06:53

Den Punkt mit dem Abbau von Schaltern und Kontrolleuren muss ich dir lassen. Doch in der heutigen Handy/Internet Zeit verliert dies immer mehr an Bedeutung (Ausnahme die Kontrolle). Zu den Gebühren, da bin ich voll dafür. Wer es weder am Automaten, noch Schalter oder Internet/Handy zu stande bringt, der soll zahlen, zumal ja ohnehin ein extrem hoher Prozentsatz ein Abo besitzt. Abgesehen davon dass sicherlich auch einige hoffen nicht kontrolliert zu werden und dann wie eine “Busse” für den Versuch erhalten. Ob Ansagen gut oder überflüssig sind entscheidet jeder Kunde für sich, ich denke aber es kommt eher positiv an (stört ja nicht wenn die Ansage kommt wenn der Zug einfährt, da laufen ohnehin schon jenste Leute zu den Türen um auch ja der Erste zu sein, das nervt)

Vieles ist vom Volk gewünscht, doch die Bahn entwickelt sich auch laufend weiter. Wenn vom Bund dann der Hahn immer mehr zugedreht wird und gleichzeigt Preiserhöhungen verwehrt bleiben hat das Konsequenzen. Wie schon mal gesagt, die Bahn wie auch die Mitarbeitenden sind massiv in den Prozess das “sparens” involviert. Dies fängt bei der PK an und hört in der Infrastruktur auf, überall wird geblutet und Potenzial ausgereizt. Doch irgendwann ist der Punkt erreicht, wo mit dem Minimum ein Maximum heraus geholt wird, dann muss der Bund (oder Kunde) her.

Nach GAV dürfen Zugbegleiter aus Deutschland nicht billiger, es gilt für alle der selbe Lohnspielraum nach GAV. Bei zu wenig qualifiziertem (motiviertem) Personal in der Schweiz müssen andere Wege gesucht werden… Sehe ich zwar auch nicht gern, ist aber so.

Zu Meyer: So wie ich das sehe macht er einen guten Job. Über Löhne kann man sich streiten, doch für mich geht der in Ordnung. Was ich an meyer positiv finde, was du wohl eher bemängelst, er stellt unbequeme Fragen. Heute wird nach Sparpotenzial gesucht. Dinge, welche früher mehr oder weniger einfach bezahlt worden sind werden durch den Druck des Bundes nun nicht mehr so einfach erhalten. Das finde ich durchaus positiv und ist bei jedem Betrieb in der Privatwirtschaft überlebenswichtig. Dass dies nicht allen gefällt ist klar, besonders wenn man sein Leben lang nie in der Privatwirtschaft tätig war. Aber irgendwann ist mit Sparpotenzial Ende Feuer und es heisst: “die Zitrone ist ausgepresst”

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Sandra-Lia Juli 16, 2010 um 19:49

VOM BUND, so wie das Volk in mehr als einer Abstimmung dazu klare Anweisungen gab.

Aber auch der Fahrgast ist bereit, mehr zu zahlen, aber nur, wenn er dafür auch das bekommt, was er bezahlt. Wie ich schon mal sagte, wär ich gern bereit, fürs GA mehr zu zahlen, dafür möchte ich halt dann auch einen gewissen Service, und eine Sicherheit, das nicht ständig das gerede von Abbau.. das nervt mich am meisten bei Meyer, immer diese Abbaudrohungen!

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Alain Juli 16, 2010 um 19:51

Nur mit Druck und Abbaudrohungen handelt der Bund und handelt man in unserer Gesellschaft! Es braucht immer zuerst Tote – so brutal dass das auch tönt – es ist aber so!!

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Sandra-Lia Juli 17, 2010 um 16:02

Bei der Aussage über die Toten muss ich dir leider zustimmen. Denn (daran ist mal nicht Meyer schuld, sondern eine verblödete Stadtregierung): wie kann man so was verbrechen, wie der neue Vorplatz zum Bahnhof Solothurn? Er ist nicht schön, er ist verdammt unübersichtlich und er ist durch einen Fussgängerstreifen mit AMPEL (statt wie vorher mit sicherer Unterführung) zugepflastert. Natürlich braucht die Ampel 10000 gefühlte Jahre, bis sie Grün wird.. wenn da jemand umbedingt auf einen Zug muss/will, und der blöde BSU (Libero, wir zocken sie ab Tarifverbund) wiedermal Verspätung hat, oder weil die Fahrplanplaner alles Warmduschende Bürokratenhohlköpfe sind (und wohl alle Auto fahren) dann kann es gut sein, dass ein Autofahrer dies übersieht, und ein Fussgänger stirbt. Sollte das passieren, hoffe ich, das die Idioten, die diese Schande obwohl ich ganz klar eine Einsprache mit genau diesem Hinweis platziert habe, zurücktreten müssen, welche diesen Mist verbrochen haben.

Es ist nicht so, das Meyer allein schuld ist. ABER: Ich erwarte von ihm, das er sich beim Bund massiv dafür einsetzt, dass er mehr Geld für die SBB einsetzt, und das er dem Volk zeigt, was er machen würde, wenn er mehr für Billette bekäme

EINE letze Reaktion: WARUM sind in letzten zwei Tagen zwei mal Fahrleitungen von Loks mitgerissen worden? Beide male bei Zürich? Mängel bei der Wartung oder Installation?? Warscheinlich! Solche Vorfälle haben sich ja seit Meyer auch gehäuft!

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Alain Juli 17, 2010 um 16:42

Glaube mir, Meyer setzt sich ganz sicher dafür ein, dass der Bund mehr zahlt!! Welchem Chef ist das schon egal, wenn ein “Kunde” nicht bezahlt!

Ich weiss nicht ob sich das bei Meyer gehäuft hat oder die Medien viel nur dies behaupten. Und bei Weibel war das ganze Bahnsystem auch noch nicht so “komplex” oder besser gesagt, man hatte noch nicht so lange, schwere Züge, die immer schneller fahren… Ich hoffe, dass dies Untersuchungen ergeben werden, ob dies Zufall war oder wirklich ein Wartungsmangel…

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Sandra-Lia Juli 17, 2010 um 17:25

Letzeres kommt ja eh nicht an die Medien, und wenn doch, würde man sich herausreden, oder mit Propaganda versuchen, so zu tun, als wär das alles eine Lüge.

Naaaja.. gut.. Herr Weibel hatte auch sein Supergau.. Ohne Tote, immerhin… ^^

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Andreas Hobi Juli 18, 2010 um 03:18

Mich persönlich nervt dieses immer wieder auftauchende Meyer-Bashing ein wenig. Ich (und mit mir nicht wenige Bahnmitarbeiter) finde, dass er einen guten Job macht.

Ich möchte nicht behaupten, dass er immer alles richtig macht, das habe ich nie gesagt. Aber meiner Meinung nach ist er auf einem richtigen Kurs und hinterfragt, was hinterfragt werden muss. Dass er dabei auch mal unbequeme Fragen stellt (und damit den Abgang von vereinzelten Kaderleuten verursacht) ist ja im Grunde genommen nicht schlecht. Nur wer die Prozesse ständig hinterfragt, bringt sein Unternehmen vorwärts. Es hilft ja niemandem, wenn man sich sagt: “Das haben wir bisher so gemacht, also machen wir es auch die nächsten Jahre noch so.”

Was seinen Lohn anbelangt, kann man natürlich verschiedener Meinung sein. Über seinen aktuellen Lohn kann man sich streiten, doch in einem sind wir uns wohl alle einig: Deutlich mehr Lohn wäre bald unverhältnismässig.

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Sandra-Lia Juli 18, 2010 um 18:01

Komisch finde ich nur, Andreas, wenn ich mit dem Zugpersonal rede, und A.M. zur Sprache kommt, hört man kaum einen guten Ton über ihn.. Das sie sich natürlich nicht öffentlich so über A.M. auslassen, ist klar. Dennoch erstaunt mich, dass man meine Kritik die Fundiert, Argumentativ korrekt und vor allem die subjektive Wahrheit ist, als Bashing bezeichnet.. Das nenn ich nicht kritikfähig. Sonst ist das nichts!

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Alain Juli 18, 2010 um 20:45

Weisst du auch warum viele keinen guten Ton über ihn sagen??

Weil er eine Person ist, der sagt was er denkt und die Dinge hinterfragt und sagt in welche Richtung der Wind weht!! Genau darum!!

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Andreas Hobi Juli 18, 2010 um 22:51

Menschen, die unangenehme Dinge ansprechen, machen sich halt oftmals unbeliebt. Das ist überall so und durchaus nachvollziehbar.

Jetzt mag der eine oder andere (Fahrgast / Mitarbeiter / Journalist / etc.) noch über Meyer fluchen. Ich bin mir aber sicher, dass man am Ende seiner “Amtszeit” zurück schauen und würdigen wird, was er alles gemacht hat und wie er das Unternehmen dadurch mehrheitlich positiv weiterentwickelt hat.

Wetten?

Sandra-Lia Juli 18, 2010 um 22:48

AH, weil er so ein Hirnkranker SVPeler ist, der das ganze SBB Netz am liebsten schon gestern stilllegen will, oder was?

Und ja, ich sag auch, was ich denke.. und ich weiss, das man sich damit kaum neue Freunde schaffen tut! Mir aber s… egal!

Der Wind weht gegen Meyer.. und ich werde recht behalten, mit meiner These! Du wirst schon sehen!

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Alain Juli 18, 2010 um 22:54

Wer ist ein hirnkranker SVPeler???

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Sandra-Lia Juli 18, 2010 um 22:54

MAn wird auf ihn so zurückblicken wie auf Mehdorn, froh, das er endlich weg ist, und staunend, was für ein riesen Schlachtfeld er hinterliess. Genau so, wie man in der S Bahn Berlin garantiert nie wieder ein gutes Wort über Meyer zu reden weiss…

Oder glaubst du, der Oberstaatsanwalt in Berlin erhebt nur so Klage gegen Meyer?

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Andreas Hobi Juli 18, 2010 um 22:56

Naja, noch gilt die Unschuldsvermutung. Aber in der Schweiz werden sicher viele die Sache verfolgen und dann die Konsequenzen daraus ziehen… Und das soll natürlich auch so sein!

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Sandra-Lia Juli 18, 2010 um 22:58

na, der neoliberale Flügel der SVP ist doch überall Hirnkrank! SBB Stillegen, UBS am besten einfach machen lassen, und Bürger belügen und betrügen!!! Oder hab ich was verpasst.. nur zu deiner Info: Ich bin nicht nur gegen die SVP sauer.. aber beim Thema SBB ist das ja wohl die SCHWEIZER VERHINDERER PARTEI!

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Sandra-Lia Juli 18, 2010 um 23:02

Selbstverständlich gilt die. Aber abgesehen davon würde er, egal, was passiert, korrekterweise auch nicht an die Deutschen Behörden ausgeliefert. (Mal abgesehen, davon, das ich Deutschland eh nicht als Rechtsstaat erachte, und glaube, die haben genug eigene Probleme..)

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Marcel August 1, 2010 um 17:37

Hi
Hätte man sich straftbar gemacht, wenn man die Notbremse gezogen hätte?
Unter welchen Bedingungen ist es okay die Notbremse zu ziehen? Wann darf man es nicht?
und…
Wurde das Problem bei den ICE’s inzwischen behoben oder muss man immernoch Angst haben, in einen ICE der DB einzusteigen?

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Brummbaer August 1, 2010 um 21:31

1. Wenn dadurch die med versorgzng zu spät erfolgt wäre ja.
2. Ja problem gelöst…. es ist ja nicht mehr soooo heiss und zweitens wurde die klimaanlage neu eingestellt

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Martin August 2, 2010 um 12:12

@Marcel
Ja, du machst dich strafbar.
Grundsätzlich ist es so wie im Flugzeug oder Schiff. Du musst den Weisungen des Personals folge leisten. Es wäre fatal wen du in die Führung des Fahrzeuges eingreifst.

Die Notbremse dient dazu, den Lokführer vor einer unmittelbaren Gefahr zu warnen, er wird dann an geeignter Stelle anhalten. Die Notbremse darf vom Passagier nur betätigt werden, wenn diejenigen die den Zug kommandieren die Gefahr nicht oder zu spät erkennen könnten. Beispiel: Bei Entgleisung, Brand oder eine Person die mitgeschleift wird.

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Alain August 2, 2010 um 15:53

Wobei Martin aufgepasst werden muss, dass bei Brand in Tunnels die Notbremse ebenfalls nicht gezogen werden darf!

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Martin August 2, 2010 um 16:25

Schau dir die neuen Instruktionen an, die beim Notbremshebel angebracht sind. Bei Zügen mit Notbremsanforderung fehlt der Hinweis das man die Notbremse nicht im Tunnel betätigen sollte. Der Passagier sollte bei Zügen mit NBA und nur bei diesen Zügen, die Notbremse auch im Falle eines Brandes im Tunnel “ziehen”. Ich finde diese neue Regelung keine gute Idee, aber wen der Zug irgendwo (z.B. bereits im nächsten Tunnel) zum stehen kommt ist es meist auch nicht gut.

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Alain August 2, 2010 um 17:51

Habe mal eine Frage zur Notbremse: Wenn ich diese ziehe, bekommt dann der Lokführer ein Signal um diese einzuleiten oder mache dies ich schon durch das Ziehen??

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Martin August 3, 2010 um 03:14

Das ist von Zug zu Zug unterschiedlich. Bei den alten Wagen (z.B. EW II) betätigt man mit dem Notbremshebel direkt ein Ventil, dass die Hauptleitung solange entleert bis der Hebel im Wagen zurück gestellt wird. Bei diesen Zügen wird die Bremse generell über die Haupleitung angesteuert, bei einer Zugstrennung wird der Schlauch der Hauptleitung verrissen was den gleichen Effekt hat wie das ziehen der Notbremse, die Hauptleitung entleert sich. Darum spricht man heute noch von der automatischen Bremse. Aber auch der Lokführer steuert über das Führerbremsventil die Hauptleitung an, Druckreduzierung bedeutet bremsen Druckerhöhung bremsen lösen.

Bei den neuen Zügen (Bsp. DPZ) gibt es eine Notbremsüberbrückung (NBÜ) hier kann der Lokführer z.B. durch drücken eines Knopfs innert einer bestimmten Zeit die Notbremse überbrücken, ist er zu spät spricht die Notbremse an.

Die neuste Technik (z.B. IC Dosto) ist die Notbremsanforderung (NBA) hier muss der Lokführer selbst bremsen. Ausser die Notbremse wurde innerhalb von 100 Metern nach der letzten Türöffnung “gezogen”, dann wirkt die Notbremse auch mit NBA oder NBÜ immer und sofort.

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