Der Preisüberwacher ist schon ein komischer Kauz. Die Krankenkassen (oder sollte ich sagen “kranken Kassen”?) erhöhen ihre Prämien von Jahr zu Jahr extrem stark; die Benzinpreise steigen jedes Jahr pünktlich zu Ferienbeginn auf mysteriöse Höhen und beim Strom wird auch über eine Erhöhung nachgedacht. Aber sobald die SBB mal die Preise für das Halbtax ZUM ERSTEN MAL SEIT 1993 (!) anpasst, läuten bei ihm alle Alarmglocken.
Ok, es sind nicht nur die Halbtaxpreise, die angepasst werden. Aber sämtliche geplanten Anpassungen bewegen sich in einem vertretbaren Rahmen und sind imho nötig.
Fakt ist: Die SBB braucht mehr Geld.
Fakt ist: Die SBB kann das Geld nicht selber drucken.
Fakt ist: Irgendwoher muss das Geld also kommen.
Der Bund sagt: “Nee, auf keinen Fall, von uns seht ihr mit Sicherheit nicht mehr Geld, eher bekommt ihr weniger.”
Der Preisüberwacher sagt: “Nee, auf keinen Fall, von den Kundinnen und Kunden dürft ihr nicht mehr Geld verlangen.”
Ich frage mich nun: Woher soll das Geld denn sonst kommen?
Entweder lässt uns der Meierhans die Preise erhöhen, oder aber der Bund zahlt mehr Geld.
Vermutlich wird die SBB zusammen mit dem VöV nochmals versuchen, gut auf Meierhans und den Bund einzureden. Sollten diese Gespräche nicht fruchten, bliebe der SBB nur noch ein Schritt:
Wenn die SBB nicht mehr einnehmen kann, muss sie weniger ausgeben.
Das könnte (ein bisschen zugespitzt) folgendermassen aussehen:
- Pro Stunde drei Direktverbindungen von Zürich nach Bern? Rückt ein wenig zusammen! Von jetzt an gibt es nur noch deren zwei.
- Stundentakt im St. Galler Rheintal? Absoluter quatsch! Der Zweistundentakt tut es auch.
- 16 Züge pro Stunde vom HB nach Stadelhofen? Braucht es nicht! Es reichen auch zwölf.
Aber auch andere Szenarien wären denkbar:
- Eigentlich wollten wir nächstes Jahr ein paar alte Wagen verschrotten. Stattdessen holen wir sie nun in den Betrieb zurück und stornieren unsere
- Bestellung moderner Reisezüge, die mehr Komfort geboten hätten.
- Viele Abfahrtsanzeiger auf jedem Perron? Viel zu teuer im Unterhalt! Einer tut es auch.
Ihr seht: Gute Leistung hat seinen Preis. Die SBB kann nicht einfach weiterhin viel Geld ausgeben, wenn sie nicht die Möglichkeit hat, auch entsprechend viel Geld einzunehmen.
Und die SBB will eine gute Leistung bringen. Sie will, dass die Reisenden auf komfortables und modernes Rollmaterial vertrauen können. Sie will, dass die Reisenden auf dem Perron diverse Abfahrtsanzeiger zur Selbstinformation haben. Sie will, dass die Reisenden regelmässige Verbindungen zwischen zwei Punkten haben. Und vor allem will sie den Taktfahrplan beibehalten.
Doch das geht nur, wenn die finanziellen Mittel hierfür vorhanden sind.
Und was den Preis eines GA anbelangt:
Im Jahr 1913 kostete das günstigste Generalabonnement noch 400 Franken. Damals war man, wollte man Geld sparen, noch in der dritten Klasse unterwegs. Heute kostet das günstigste GA, das der zweiten Klasse, 3’100 Franken. Nicht nur der Komfort hat seither massiv zugelegt, sondern auch das SBB-Streckennetz und damit der Geltungsbereich des GA. Dennoch ist Bahnfahren relativ billiger geworden: Die Inflation eingerechnet, entsprechen die 400 Franken von damals heute über 3’600 Franken.
Quelle: BILANZ
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Im Gegensatz zu Orange ist Swisscom nicht so. die Schreiben mal gut, und schieben dich als Kunde nicht einfach ab.. ich weiss, wo von ich red.. ich hatte schon etliche Schwierigkeiten mit div. Anbieter.. Swisscom war bislang einfach mit abstand das beste.. Fair, und korrekt!
@hermi
Mit „unser Büropersonal“ meinst du sicher den Rangierer mit administrativen Aufgaben.
Ich aber meine mit Büropersonal diejenigen, die in Tintenburgen Pläne schmieden wie man den Lokführer noch produktiver macht und im gleichzeitig den Lohn und die Ausbildung kürzt, während sie sich selbst die Löhne und Ausbildung erhöhen, mit der Begründung man trage so schwer an der Verantwortung.
Das ist dort wo die Büros durch Reinigungspersonal auf Kosten des Bahnbenutzers auf Hochglanz Poliert werden. Dort wo man nicht mal dem Lehrling zu mutet seinen eigenen Dreck weg zu wischen, aber arrogant befiehlt dass der Lokführer Wagen reinigen solle.
Wen alle Angestellten so hohe Produktivitätssteigerungen gemacht hätten wie die Lokführer, wäre die Bahn heute viel billiger. Selbst dann noch wen der Personalbestand der Wagenreiniger verfünffacht worden wäre. Rangierer, Lokführer, Visiteure und Wagenreiniger machen nicht mal ein Zehntel der Bahnkosten aus.
Sicher haben auch Zugverkehrsleiter, Rangierer und Zugbegleiter Verantwortung, dass ist bei der Luftfahrt ganz ähnlich. Aber wieso wird die Verantwortung des Fahrzeugführers bei der Bahn ständig relativiert? Kann es sein das die Verwaltung diese Strategie deswegen fährt, damit ungestört und ohne widerstand bei den Lokführern Lohn und Qualifikationen gekürzt werden können und auch noch gleichzeitig den Arbeitsdruck gefährlich erhöht werden kann ohne das irgend einer Sicherheitsbedenken hat? Beim UUS: http://www.uus.admin.ch/de/dokumentation_schlussberichte.htm kann man nachlesen, dass Lokführerfehler die häufigste Unfallursache ist.
Ist dir aufgefallen das trotz extremen Sparmassnahmen bei der Zugführung und Zugvorbereitung die SBB immer teurer wird. ToCo soll nun die Geldumverteilung von unten nach oben noch mehr beschleunigen. Zum grösst möglichen Nachteil unserer Kunden. Denn das Bahnpersonal macht die Bahn, sinkt Qualifikation und Motivation des Bahnpersonal, sinkt auch die Qualität und Sicherheit der Bahn.
Nein Mkit Büropersonal meine ich Regionen- und Teamleiter sowei Disponent und den “Planungsstab” vor ort.
Ich habe nie bestritten dass der Lokfürher Verantwortung trägt, im gegenteil er trägt die verantwortung für seinen Zug. Deshalb bin ich der meinung fällt keinem Lf ein Stein aus der Krone wenn er mal den Abfallsack in die Finger nimmt und den sichtbaren dreck entsorgt und so den kunden eine dienst erweist für den er vielleicht auch nie ein danke höhrt, schliesslich müssen dass die Car-Chauffeure auch und die Kunden danken es ihm. Übrigens, das ZP macht dies freiwillig nur damit die Reisenden einen Sauberen Zug haben. Ich ziehe den Hut vor all denen die dies tun und danke ihnen für die tatkräftige unterstützung.
Aber was ich eigentlich sagen wollte ist dass der Lokführer eigentlich keinen grund zum Jammern hat wenn man bedenkt dass der Rangier immer stärker kontrolliert wird damit er auch jaa die vorschriften einhält. Vorschriften haben ihren grund das ist mir klar, aber nicht wenn man als Arbeiter angst seine Arbeit zu machen weil man ja evtl einen Fehler machen könnte geht das zu weit weil einem genau dann Fehler passieren. Der Kollege z.b. wurde letztens rapportiert weil er vergass die Handschuhe auszuziehen als er eine Wagentür öffnete. Deshalb finde ich es von seiten der Lokführe nicht fair dass sie sich als “ärmsten” SBBler hinstellen und völlig ausser acht lassen dass es den anderen Bähnlern nicht anderst geht. Diese machen alle ihre Jobs, sogar diejenigen die sie eigentlich gar nicht machen wollen weil sie nicht zu ihren aufgaben gehören oder weil sie sie einfach nicht mögen Schlussendlich können wir froh sein einen guten arbeitgeber zu haben auch wenn es nicht immer leicht ist.
Carchauffeur? Macht du nur weiter mit deinem Mobbing.
Übrigens habe noch nie einen Zugbegleiter Wagenreinigen sehen.
Vielleicht hast du das Theater mitbekommen, weil Zugbegleiter in Zukunft Essen servieren sollten. Ich begreife aber die Zugbegleiter, sie haben sich nicht als Kellner beworben (und ich nicht als Wagenreiniger), obwohl es normal ist das Schiffs- und Flugbegleiter Essen servieren müssen, aber natürlich keine Fahrzeuge reinigen. Eins ist aber klar, beim Servieren bekommt man Trinkgeld, fürs Wagenreinigen aber nicht. Was aber besonders gut sichtbar ist das der SEV in dieser Sache vehement Interveniert, aber wen Lokführer gezwungen werden Wagen zu reinigen nicht reagiert wird.
Die SBB Verwaltung hat mehr Wagenreiniger anzustellen, damit die Fahrzeuge wieder sauber sind. Es geht nicht an das die Verwaltung überall spart (ausser bei sich selbst) um sich so den Bonus für sich selbst zu erhöhen.
Auch wen du meine Argumente weitgehend ignorierst: Es ist besser wen der Lokführer in den wenigen Arbeitsunterbrüchen die es noch gibt, sich erholt. Damit er den Zug sicher, energieeffizient, materialschonend, schnell, pünktlich und komfortabel weiter führen kann. Nur schon durch eine energieeffiziente Fahrweise kann ein Lokführer pro Tag 100-150 Fr. sparen und in dem der Lf den Zug am Limit bewegt kann er verspätung aufholen. Aber, auch wen du es nicht glauben willst, um einen Zug zu führen braucht es sehr viel mehr Konzentration als z.B. ein Strassenfahrzeug zu fahren. Ununterbrochen konzentrieren kann sich niemand, darum braucht es Erholungsphasen, das Lokführer wagenreinigen sollten, ist somit eine sehr teure Sparmassnahme!
Ich ignoriere deine Argumente nicht, sie haben für mich einfach weder hände noch füsse. Schliesslich muss jeder Opfer bringen. Ich habe das ZP übrigens schon öfters dabei beobachtet wie es zeitungen zusammenräumt oder leichten dreck wegräumt. Deshalb finde ich es nicht gerecht dass man immer nur die Lokführer Jammern hört während die anderen ihren beitrag zum Kundendienst leisten. Schliesslich werden wir alle dafür bezahlt also haben wir die uns aufgetragenen arbeiten zu erledigen auch wenn sie einem nicht gefallen.
Aber so wie ich das sehe werden wir nie auf einen gemeinsamen nenner kommen deshalb beeende ich diese diskussion hier und jetzt.
Wen meine Argumente weder Hände noch Füsse haben versuche sie doch bitte zu widerlegen. Ausser dümmlichen Unterstellungen gepaart mit Parolen der neoliberalen Propagandamaschinerie habe ich von dir kein vernünftiges Gegenargument gelesen!!
Ich hab dir doch klipp und klar erklärt, dass es für Lokführer wichtigeres zu tun gibt als Wagenreinigen. Ausser dem habe ich dir auch dargelegt das es 25000 SBB Mitarbeitern nicht im Traum einfallen würde Wagen zu reinigen, vielmehr ist es so das die meisten SBB Mitarbeiter sich sogar den Arbeitsplatz, auf kosten unseres Kunden, reinigen lassen.
Es gibt zumutbare und unzumutbare Arbeiten, Lokführer und auch du müssen nicht jede Arbeit erledigen, auch Opfer müssen wir, genau so wenig wie die anderen, nicht erbringen. Je tiefer der Mitarbeiter eingestuft ist umso niedrigere Tätigkeiten kann im zumuten. Darum ist das Einteilen von unzumutbarer Arbeit Mobbing, es dient nur dazu das Opfer zu degradieren damit sich der Täter grösser und besser fühlt.
Hast du das Gefühl ich hätte mich bei der SBB als Lokführer beworben wenn im Stellenbeschrieb gestanden hätte, das ich zur Wagenreinigung eingesetzt würde? Niemals!!!
Hast du das Gefühl das du für solche Arbeit qualifiziertes Personal findest? Hast du das Gefühl irgendjemand würde einen guten Schuhlabschluss machen, eine min. 3 jährige Berufslehre absolvieren, anspruchsvolle Eignungstests bestehen und nachher die Arbeit kündigen um eine nicht minder anspruchsvolle Lokführerausbildung zu beginnen, die er vielleicht nicht besteht. Bist du wirklich so Weltfremd?
Oder hast du vielmehr das kollektive SBB Gefühl verinnerlicht, dass man auch sehr schlecht qualifizierte zu Lokführern ausbilden kann, wenn man nur die Ausbildung und Eignungstests stark vereinfacht und gleichzeitig den grossen Einfluss des Lokführers auf den Bahnbetrieb konsequent abstreitet? Damit wird den Bahnen aber grösst Möglichen Schaden zugefügt.
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