Vor kurzem waren wir mal wieder im Tierpark Goldau. Auch wenn wir den Park schon von früher kannten, lohnte sich der Besuch! Denn zum ersten Mal konnten wir uns auch die Erweiterung im Gebiet Grosswiyer anschauen.
Den “alten” Tierpark kennt ihr wohl alle. Es handelt sich dabei um ein rund 23 Hektaren grosses Gebiet unweit des Bahnhofes Arth-Goldau, welches früher der SBB gehörte und auf dem heute das Herzstück des Tierparks Goldau steht.
Bekannt für ein breites Spektrum an einheimischen Tierarten und vielen freilaufenden Rehen, zieht der Park Jahr für Jahr viele Besucher an. Darunter oft auch Familien mit Kindern.
Momentan erweitert der Tierpark nun seine Fläche von den erwähnten 23 Hektaren auf rund 40 Hektare. Bereits umgesetzt wurde dabei auf dem Gebiet “Grosswiyer” zum Beispiel eine grosszügige Anlage für die Bären und Wölfe.
Auf diesem Areal findet man riesige Nagelfluhbrocken, Wiesen, Wälder, Feuchtgebiete, fliessende und stehende Gewässer sowie zahlreiche seltene Pflanzen.
Da der Grosswiyer unmittelbar an den “alten” Tierpark grenzt, bot er sich als ideales Erweiterungsgebiet geradezu an.
Der Tierpark Goldau hat in enger Zusammenarbeit mit Fachleuten und Wissenschaftern – darunter beispielsweise Prof. Dr. Helmuth Pechlaner, seines Zeichens Direktor des Wiener Tiergartens und Präsident von WWF Österreich – einen Masterplan ausgearbeitet. Diese grobe Ideenskizze enthält die wichtigsten Vorhaben, die bis ins Jahr 2015 realisiert werden sollen.
Dazu gehören zum Beispiel ein neues Besucherzentrum mit Restaurant und Tierpark-Shop, eine Hochmoorlandschaft, in der Birkhühner und andere Vogelarten leben, ein Waldtheater in Form eines klassischen Amphitheater, ein Biber- und Naturlehrpfad und ein Aquarium.
Doch man muss nicht bis ins 2015 warten; ein Besuch lohnt sich schon heute! So war ich zum Beispiel begeistert von der riesigen Anlage, die den Bären und Wölfen zur Verfügung steht. Kaum ein Zoo bietet seinen Tieren so viel Platz.
Auf einem rund 800 Meter langen Rundgang erhält man ungewohnte und erlebnisreiche Einblicke in das Leben von Bär und Wolf. Ausserdem findet man immer wieder Infotafeln und diverse Installationen, welche zum Entdecken einladen. (Plan als PDF)
Die 4 Hektaren grosse Anlage besteht im Grunde genommen aus zwei Teilen. Ein Teil ist ausschliesslich den Wölfen vorbehalten, im anderen können sich Bär und Wolf begegnen. Abgetrennt sind die Bereiche durch einen bärensicheren Schieber. Falls nötig, lässt sich die Anlage aber auch in vier Bereiche unterteilen, so dass die einzelnen Tiere noch besser voneinander getrennt werden können.
Wie so eine Begegnung zwischen der 27jährigen Bärin Fränzi und vier jungen Wölfen aussieht, beschreibt der Tierpark Goldau in einer Medienmitteilung vom Februar 2010:
Am 26.1.10 wurde zuerst Fränzi in den Gemeinschaftsteil gelassen. Wie gewohnt begann sie gleich ihr Futter zu suchen. Natürlich bemerkte sie die 4 Wölfe, die da hinter dem Schieber wie auf der Startrampe warteten. Kaum wurde dann der Schieber geöffnet, stürmten die vier Jungwölfe in die Gemeinschaftsanlage und suchten Fränzi.
Sie umzingelten die Bärin sogleich und glaubten einen neuen Spielkameraden gefunden zu haben. Fränzi aber blieb cool. Die Old Lady stand über der Sache, suchte weiter ihr Futter zusammen und wies die jungen Flegel hin und wieder mit Schnäuzen oder einem Seitenhieb mit ihren Pranken in die Schranken.
Als sie den ersten Hunger gestillt hatte, nahm sie sich einen kleinen Tannenbaum, legte sich auf den Rücken und begann zu spielen. Die Wölfe schienen sie erfolgreich dazu animiert zu haben. Selbstverständlich machten die Vier mit und versuchten immer wieder Fränzi den Tannenbaum wegzureissen. Diese war sich ihrer Sache aber sicher und schien sichtlich Spass zu haben, die Jungmannschaft auszutricksen.
Als willkommene Abwechslung frassen die Wölfe auch von den Früchten, die eigentlich für die Bärin bestimmt waren, diese nahm sich dafür ein grosses Stück Fleisch und das liess sie sich dann nicht mehr nehmen und frass bis sie genug hatte.
Die beobachtenden Tierverantwortlichen waren natürlich erleichtert, dass diese erste Begegnung so erfolgreich verlief. Auch an den folgenden Tagen kam es zu keinen brenzligen Situationen, obschon die Jungwölfe oft sehr unvorsichtig agierten.
Fränzi machte die Abwechslung mit den Wölfen sichtlich Spass.
Vorbei also die Zeiten, wo man die Bären in ihrem engen “Bärengraben” anschauen musste; heute leben sie in einer grosszügigen, natürlich belassenen Anlage. Dies sieht man auch in folgendem Video:
Oft aber suchen die Bären auch den “Kontakt” zu den Menschen, wie die folgenden Bilder beweisen. Was man auf den Fotos nicht sieht: Mehrmals hat der Bär vor der Glasscheibe mit seinen Pranken an die Glasscheibe gelangt. Es war weniger ein Schlagen als viel mehr ein “Antupfen”.
Zum Abschluss dieses Artikels gibt es noch eine kleine Video-Serie zum Tierpark Goldau. Die Serie besteht aus vier Episoden, die alle um die 3-5 Minuten dauern.















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da chumi ja fast Heiweh über :)
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