In immer mehr Regionen der Schweiz sind Billette nach Zonen gültig. Meine Erfahrung in der täglichen Arbeit da draussen auf dem Zug zeigt mir: Während man in Zürich kein Problem damit hat, gibt es in anderen Regionen der Schweiz immer wieder Verwirrung. Vorallem dann, wenn der Wechsel erst vor wenigen Monaten stattgefunden hat. Zum Beispiel in der Ostschweiz.

Bild © (cc) corsin (flickr.com)
Früher war es ganz einfach
Wenn ich von Zürich nach Winterthur fahren wollte, löste ich am Bahnschalter oder am Automat ein Billett von Zürich nach Winterthur. Dann musste ich mich noch rasch entscheiden, ob ich in der ersten oder zweiten Klasse fahren möchte, ob ich ein Halbtax habe und ob ich nur einen Weg oder gleich retour löse.
Heute funktioniert das anders.
Ich löse nicht mehr von A nach B, sondern für bestimmte Zonen. Für das Beispiel oben wären das nun die ZVV-Zonen 10, 20, 21 und 22. Falls ich via Bülach reise, kommt noch die Zone 23 dazu.
Ausserdem entscheide ich im ZVV (Zürcher Verkehrsverbund) nicht mehr, ob ich ein einfaches oder ein Retourbillett möchte, sondern ich kann zwischen “Einzelbillett” und “Tageskarte” auswählen.
Ein Einzelbillett für Zürich HB – Winterthur ist 2 Stunden gültig und kostet mit Halbtax CHF 5.80. Die Tageskarte ist 24 Stunden gültig und kostet CHF 11.60, also genau das doppelte eines Einzelbilletts.
Neu ist nun aber im Gegensatz zu früher: Die ZVV-Tickets berechtigen den Inhaber innerhalb der gelösten Zonen und der Geltungsdauer auf allen darin verkehrenden öffentlichen Verkehrsmitteln zu beliebig vielen Fahrten.
Bei meinem Beispiel kann ich also in Zürich noch mit dem Tram fahren und in Winterthur den Stadtbus benutzen. Das war früher nicht so.
Schon lange funktioniert der öffentliche Verkehr im Kanton Zürich nach diesem Prinzip. Und es klappt hervorragend! Die Leute kennen das System und wissen, wie sie ihr Billett lösen müssen.
OTV, A-Welle, Libero, Passepartout, TNW, …
In anderen Regionen der Schweiz ist dieser Lernprozess noch immer im Gang.
Ganz stark merke ich das jeweils bei meinen Fahrten im St. Galler Rheintal.
Zwar ist der sogenannte Zonentarif im Ostwind-Gebiet schon seit einigen Monaten gültig. Trotzdem gibt es immer wieder Verwirrungen im flächenmässig grössten Tarifverbund der Schweiz und leider kommt es ab und zu auch zu ungültigen Tickets.
Klar drückt man in solchen Fällen als Zugbegleiter direkt nach der Umstellung auch einmal ein Auge zu, wenn es offensichtlich ein Irrtum ist. Doch irgendwann kommt die Zeit, wo gewisse Leute diese Grosszügigkeit auszunutzen versuchen und wo nicht mehr so deutlich unterschieden werden kann zwischen Missbrauch und unabsichtlich falsch gelösten Billetten.
Dies führt dann manchmal zu hitzigen Diskussionen mit Fahrgästen. Ich versuche dann zwar jeweils, den Reisenden sachlich und ruhig aufzuzeigen, weshalb ihr Billett, welches von 08:49 bis 10:49 Uhr gültig war, nachmittags um 15:30 Uhr nicht mehr benutzt werden kann, aber manche wollen es dann einfach nicht einsehen.
Die häufigste Argumentation seitens der Fahrgäste lautet dann: “Ich habe XYZ Franken für dieses Billett gezahlt und bin heute noch nicht damit gefahren. Also habe ich das Recht, es jetzt auch noch zu benutzen.” Wenn ich es den Fahrgästen dann zwei, drei mal erklärt habe, sehen es die meisten doch noch ein und bezahlen.
Leider kam es in Zusammenhang mit einem abgelaufenen Ostwind-Billett auch zu einer sehr unschönen Situation. Ein Familienvater in Begleitung seines rund 4-jährigen Sohnes hatte plötzlich das Gefühl, mich tätlich angreifen zu müssen. Den ersten Angriff konnte ich noch abwehren, ohne dass uns beiden etwas geschah. Der zweite Angriff hingegen endete damit, dass ich keine einzige Schramme davontrug, er sich aber notfallmässig in ärztliche Behandlung begeben musste. Aber das ist eine Geschichte, die nicht hierhin gehört.
Um zu verhindern, dass ihr ein Billett löst, welches im Zug oder Bus dann nicht mehr akzeptiert wird, hier ein paar Tipps, um euch das Leben Billett lösen zu erleichtern:
Zonenbillette sind nicht automatisch einen Tag lang gültig.
Je nach Tarifverbund gibt es verschiedene zeitliche Gültigkeiten. Mal 30 Minuten, mal zwei Stunden, oft 24 Stunden. Möglich ist vieles. Vorsicht also, wenn ihr bereits am Vorabend ein Billett für den nächsten Tag kaufen möchtet!
Auf der anderen Seite ist es aber auch möglich, dass euer Billett, welches ihr Abends auf dem Heimweg gelöst habt, am nächsten Morgen immer noch gültig ist. Werft es zu Hause also nicht gleich weg! Sonst bezahlt ihr doppelt.
Zonenbillette sind auf vielen Transportmitteln gültig.
Oft ist nicht nur der Zug, sondern auch noch das Tram oder der Bus inbegriffen. Informiert euch also im Voraus, ob ihr für das Tram wirklich auch noch ein Billett kaufen müsst oder ob ihr euch (wie in den meisten Fällen) das Geld sparen könnt.
Auch bei Zonenbilletten gibt es meistens eine Halbtax-Ermässigung.
Achtet also darauf, dass ihr das für euch richtige Billett gekauft habt. Wir wollen ja nicht, dass ihr zu viel oder zu wenig bezahlt.
Zonenbillette gibt es in vielen Regionen.
Das Zonensystem setzt sich langsam durch. Heute gibt es zum Beispiel folgende Tarifverbunde mit Zonentickets:
A-Welle (TVA): Kanton Aargau (ohne Laufenburg / Rheinfelden) und östlicher Kantonsteil von Solothurn
Libero: Kanton Bern, südwestlicher Kantonsteil von Solothurn, Neuenburg (Zihlbrüche/Thielle), Freiburg (Kerzers & Flamatt), Luzern (Entlebuch & St. Urban) und Aargau (Murgenthal)
frimobil: Kanton Freiburg, Bezirk Broye im Kanton Waadt
unireso: Kanton Genf
Passepartout: Kantone Luzern, Obwalden, Nidwalden
Tarifverbund Nordwestschweiz (TNW): Basel-Stadt, Basel-Land, Aargau (nur Bezirke Rheinfelden und Laufenburg), Solothurn (nur Bezirke Dorneck und Thierstein)
Schwyzerpass (TVZG): Kanton Zug
mobilis: Kanton Waadt
Ostwind (OTV): Kantone Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, St. Gallen, Thurgau
Zürcher Verkehrsverbund (ZVV): Kanton Zürich sowie angrenzende Gebiete der Kantone Aargau, Schaffhausen, Schwyz, St. Gallen, Thurgau und Zug
Dann gibt es noch ein paar Verbundtarife, welche nur für Abonnemente gelten:
BeoAbo: Berner Oberland
ZigZag: Agglomeration Biel, Region Grenchen, Berner Jura, Seeland
vagABOnd: Kanton Jura
Onde Verte: Kanton Neuenburg
FlexTax: Kanton Schaffhausen
Arcobaleno: Tessin
Z-Pass: Kanton Zürich und umliegende Kantone
Wenn ihr in diesen Regionen unterwegs seid (oder in den Ferien), dann informiert euch darüber, wie ihr am günstigsten mit dem ÖV fahren könnt. Oft lässt sich damit Geld sparen.
Die Zukunft wird meiner Meinung nach sowieso irgendwann, in einigen Jahrzehnten, dahin gehen, dass die ganze Schweiz ein einziger grosser Tarifverbund ist. ;-)
Eure Erfahrungen
Wie sind so eure Erfahrungen und Erlebnisse mit Zonentickets und Tarifverbunden? Was findet ihr toll? Was weniger?
UPDATE
Da ich auch eine Zweitmeinung zum Thema einholen wollte (ich kenne ja nur die Kondukteur-Sicht) fragte ich noch einen Busfahrer aus dem St. Galler Rheintal. Regelmässige schweizweit.net-Lesern dürfte er vor allem durch seine immer wieder extrem gelungenen Fotos bekannt sein, die ich immer mal wieder in Artikeln einbaue. Ich spreche von “Kecko”:
“Bei uns in den Bussen läuft das neue Billettsystem ziemlich reibungslos. Die Situation im Bus ist aber etwas anders als bei dir im Zug.
Viele Fahrgäste kaufen das Billett im Bus, und werden dabei von den Chauffeuren beraten. Wenn also jemand eine bestimmte Strecke löst, z.B. in der Zone 35, so sage ich dem Fahrgast, er könne jetzt mit diesem Ticket eine Stunde lang in dieser Zone herum fahren soviel er möchte.
So lernen die Fahrgäste nach und nach die Grösse der Zonen und die Gültigkeitsdauer der Billette kennen. Das Streckendenken erweitert sich dann zum Zonendenken weil sie lernen, dass sie mit dem gleichen Billett auch noch eine andere Strecke fahren können, oder wieder zurück wenn die Zeit reicht.
Da die Fahrgäste beim Bus, anders als beim Zug, zuerst fragen können ob ihr Billett in Ordnung ist, werden viele Probleme schon vor Fahrtantritt behoben.
Die meisten Unklarheiten gibt es, wenn Fahrgäste von ausserhalb des Ostwindgebietes in den ITV einreisen. Mit solchen Langstreckenkunden hast du vermutlich mehr zu tun als wir. Dabei wird oft vergessen, dass für die Weiterfahrt mit dem Bus ab Zielbahnhof eine Ostwindzone benötigt wird.
Dann gibt es noch die Schlaumeier wie immer, die versuchen das System auszureizen oder sonst auszutricksen. Z.B. kurz vor Ablauf der Gültigkeit des Billetts noch einsteigen oder ein altes Billett mit richtiger Zeit verwenden.”
Zum Abschluss hat Kecko noch zwei Witze für die schweizweit.net-Leser:
“Ich hätte gerne ein Halbes nach Rheineck.” “Retour?” “Nein, vorwärts.”
“Kann ich mit diesem Billett auch retour fahren?” “Ja, sie müssen sich nur verkehrt hinsetzen.”
{ 37 Kommentare… lies sie unten oder schreib selbst einen }
Die Zonen sind die reinste Abzocke. Hauptsache sie sind möglichst teuer und genau so aufgeteilt damit die Hauptstrecken durch möglichst viele davon führen. Und statt einem Retour-Billet gibts nur den für wenige Stunden gültigen aber gleich teuren Zonenquatsch, der garantiert nicht für die Rückfahrt langt. Macht summa summarum eine Verdopplung des Preises.
War ja nicht anders zu erwarten dass sich der ZVV-Müll ausweitet – nicht nur die Zonen sondern auch die Nachtzuschläge.
Dass das Konzept reine Abzocke ist, sieht man schon daran dass ein GA billiger ist alle ZVV-Zonen (im Abo gerechnet).
ich liebe mein GA….
Wir hatten mal vor kurzem geschaut ob es eine Möglichkeit für ein Jahresabo der Region Aarau, Baden, Zürich gibt. Schlussendlich kann man schon ein Abo lösen, dies ist aber nur ca 500.- günstiger als ein GA. Da jedoch meine Frau die dieses Abo benötigt hat als Partner-GA 1000.- spart, war diese alternative sogar 500.- Franken teurer.
Die ganzen Zonen sind schön und gut, da aber die einzelnen Verkehrsverbünde überhaupt nicht schlau zusammenarbeiten sind die Zonen nur sinnvoll wenn man sich auf dem Zonengebiet bewegt.
Zonen sind scheis*e :-) zum glück kann man hier im Kanton Uri immernoch eine bestimmte Strecke lösen :D (und nach 1900 Uhr ist es mir eh egal, Gleis 7 <3 :D)
Ich besitze seit 16 Jahren das U-Abo vom TNW und kann daher nicht mehr soviel sagen in Bezug auf Zonentickets. Doof finde ich, dass man Tickets (Retour) lösen kann, die meist über den Betrag einer Tageskarte hinausgehen. Sowas ist garantiert nicht kundenfreundlich.
Das Abo’s von Tarifverbünden fast, gleich oder sogar teuerer als ein GA sind ist vielleicht einer der Hauptgründe, warum über 400’000 Menschen ein GA besitzen.
Im Vergleich der Preise zwischen GA und JahresAbo eines Verbundes wird eines ersichtlich: Die SBB ist vergleichsweise günstig und überhaupt NICHT teuer… Das teure im öV sind die Verbunde mit den vielen Zonen und den verschiedenen Reisemöglichkeiten über mehrere Linien mit mehreren Verkehrsmittel (ua auch Schiffe).
Logischerweise besitzen deshalb auch sehr viele ein GA oder HalbTax… Wer ohnehin oft im Verbund unterwegs ist zahlt lieber ein paar Franken mehr und erhält dafür die ganze Schweizer öV zum bereisen.
Kleine Korrektur: Der Libero Tarifverbund umfasst nicht nur Gebiete in den Kantonen BE und SO sondern auch NE (Zihlbrüche/Thielle), FR (Kerzers & Flamatt), LU (im Entlebuch & St. Urban) und AG (Murgenthal).. =) Aber ist ja eigentlich egal…
Naja, vorallem darf man in vielen Verbunden nicht!!! zurückfahren, wie zb. im Libreo! Und noch was: 2h für von Solothurn nach ausserhalb von Bern? Die Zeiten sind teilweise echt am unteren Ende berechnet, und ich frage mich, wann die Gerichte hier im Sinne der Fahrgäste entscheiden! Denn es kann nicht sein, dass man für eine Fahrt in die GLEICHE Richtung zwei Fahrscheine braucht, nur weil es dem Tarifverbund so einfällt! Ich bin kein Freund von der heutigen Lösung. Vorbild ist übrigens oftmals TNW. 45 Fr, und der ganze Tarifverbund ist für 1 Monat dein!
Stimmt es das es bald ein Bachelor für die Benützung des ÖV gibt? Zonenbillete sollten verboten werden, sie sind extrem Kundenunfreundlich und so mancher Kunde nützt den ÖV nicht weil es zu kompliziert ist.
Ich finde das eine perfekte Lösung mit den Zonen. Probleme bekommt man aber erst, wenn man sich an die 24h-Tageskarten in Zürich gewöhnt hat und dann auf einmal nur noch eine Tageskarte bis zur letzten Verbindung in der Hand hat – ohne es zu merken. Da wurde auch schon bei mir ein Auge zugedrückt…. :)
Warum einfach wenn es kompliziert geht…
@ Hui:
Die Frage ist nun: Ist das ZVV-Alle-Zonen-Abo nun teuer, oder ist vielleicht eher das GA günstig?
Was mich besonders interessieren würde: Welche Strecke findest du im Vergleich zu früher und im Vergleich zum Auto zu teuer?
@ Furrer Michael:
Dann hoffe ich, dass ihr im Kanton Uri noch lange das zonenfreie Fahren geniessen könnt! ;-)
@ Michu:
Danke für die Info. Wir gleich angepasst!
@ Sandra-Lia:
Du brauchst nie zwei Fahrkarten in eine Richtung, solange du innerhalb eines Verbundes bleibst und nicht umsteigst. Eine einmal angefangene Fahrt kann in diesem Fall auch zu Ende gefahren werden, ohne dass du unterwegs aussteigen, nochmals lösen, wieder einsteigen musst. (Zumindest hier bei uns ist das so…)
@ Martin:
Hoffe nicht, dass es so weit kommt.
Quote: Ich löse nicht mehr von A nach B, sondern für bestimmte Zonen. Für das Beispiel oben wären das nun die ZVV-Zonen 10, 20, 21 und 22.
Stimmt nicht ganz. Es sind nicht vier, sondern sechs Zonen! Ich hab den Fehler auch mal gemacht (ist nur winzig-klein an den Automaten angeschrieben) und wurde als Schwarzfahrer behandelt. Die Busse wurde zwar reduziert, nachdem ich reklamiert habe… Aber die Anschrift ist immer noch winzig klein.
Die verschiedenen Zonensysteme – nicht in allen kann man sich innerhalb der Zeit frei bewegen – sind ein Desaster. Ich bin am Anfang ein paar Mal rein gefallen. Jetzt habe ich ein GA, obwohl ich täglich immer nur dieselbe Strecke fahre. Ein Streckenabo wäre deutlich teurer als das GA. Logisch!
@ ubuntubru:
Erstaunt mich, dass du als Schwarzfahrer geahndet wurdest. Denn auch wenn man das ZVV-Billett über sbb.ch kauft, werden genau die von mir erwähnten Zonen genommen und keine anderen zusätzlich…
@ ubuntubru:
Ah, jetzt ist bei mir der Groschen gefallen: Die Stadtzonen von Zürich und Winterthur zählen natürlich doppelt. Deshalb sechs Zonen. :)
ubuntubru
Das mit den vier Zinen stimmt schon und ist korrekt. Nur werden die Zonen 10 und 20 (Zürich und Winterthur) jeweils doppelt gewertet. Letztlich hat das Bellett also den Wert von sechs Zonen, gilt aber nur in vieren. Ist auch verständlich wenn man das Angebot in Zürich mit jenem von einem abgeschiedenen Dörfchen vergleicht.
Genau!
Als Kunde muss man diese Ausnahmeregelung einfach wissen oder zuerst mal in die Falle tappen.
@Michael:
Verständlich vielleicht schon, aber das ist eine SBB-Überlegung. Solche Systeme sollten narrensicher ausgelegt sein und keine Ausnahmereglung enthalten. Das wäre kundenfreundlich.
Abgesehen von dieser Ausnahme, finde ich die ZVV-Zonen eine gute Sache, weil eigentlich sehr intuitiv (mit Ausnahme der ärgerlichen Zweizonen-Regel).
Naja, das Problem ist, dass ich umsteigen muss.. Weil ja der Bus von hier nicht durch ins Emmental fährt. Zudem kostet der Libero-Tarifverbund viel zu viel! Das GA ist wirklich nur wenige hundert Franken teurer pro Jahr, als alle Zonen, und das geht echt nicht! GA ist teuer genug, der Tarifverbund ist viel zu teuer!
Vorbild ist wirklich TNW! (Irrtümlich hab ich 45.- geschrieben, es sind glaub 80.-, aber das is immernoch sau günstig! Liberotarif: 250!!!! Franken! PS: GA für mich kostet nur 200.- im monat, also sogar 50.- billiger als Libero!)
Was ich mich bei dieser Gelegenheit frage: Wann kommt denn die erste Tankstelle, die mir erlaubt, mit einem Auto einen Monat lang zu einem fixen Preis so oft ich will herumzufahren? ;-)
Naja.. bei Elektroautos wäre das durchaus möglich.. für 200 Franken könntest schon arg weit fahren. Müsste aber dann wohl auf die Schweiz beschränkt sein. Und nur von 5-24 Uhr, ausser am Wochenende.. ^^
Die Frage sollte sein:
Gibts ein Auto, das “all inclusive” für 200 Fr. im Monat (oder von mir 300 Fr.) fährt?
Autofahrer, die das behaupten rechnen garantiert nicht alle Kosten mit ein.
Über den TNW: Kosten pro Monat 67 Fr. oder 670 Fr. pro Jahr, ab 2011 dann 70 Fr. pro Monat und 700 Fr. pro Jahr. Und ich stimme das Sandra-Lia zu: das ist saugünstig.
Oder noch eine andere Frage: Wann werden Autofahrer endlich dafür entschädigt, dass sie während der Fahrt nicht arbeiten, lesen, schlafen, aufs WC können? ;)
Naja, die Autofahrer zahlen doch viel zu wenig! wenn die alle Kosten selbst tragen müssten, dann würde ein Liter Benzin ca. 10 Franken kosten! Aber die Kostenwahrheit mag ja niemand hören. Wenn ich nur seh, das ein neues Auto ab 10.000 Fr aufwärts kostet… damit kann ich fast 5 Jahre Zug fahren, und der Autofahrer is damit noch kein KM gefahren!
Ich weiss, dass das GA nicht sehr teuer ist. Aber der Punkt ist: Wenn der Autofahrer, was die meisten machen, nur das Benzin rechnet, gibt er wohl weniger als 200 Fr im Monat aus ^^. (Mit Steuern, Amortisation etc. kostet ein Auto ca. 500-900 Fr im Monat, wenn das denn nur mal reicht!)
@ Andreas:
Ein Skandal, das die das nicht können – und es scheint ihnen egal zu sein, sie klammern sich an diese ilusionistische Freiheit, die sie immer anpreisen: “weisst du, mit einem Auto kann ich immer fahren, wann ich möchte” (Warum fahren dann 95% der Autofahrer immer zur selben Zeit zur Arbeit? )
@Sandra – Lia:
500 bis 900 Fr. , ist das nicht eher im unteren Kosten-Bereich mit einer billigen Rostlaube?
Aber ist klar. Auto ist viiiieeel billiger. Man rechnet wirklich nur das Benzin.. wirklich.. ehrlich :D Und jetzt schlägt ÖV-Fahren noch auf.. über 6% mehr.. eine schweinerei ist das.. da ist das Autofahren wirklich viel, viel, viel günstiger..
Als im ZVV die Umstellung war, musste ich das doppelt bitter bezahlen.
1. Löste ich ein Billett retour, welches dann bei der Retourfahrt im ersten Zug nicht mehr gültig war. Natürlich wurde ich kontrolliert.
2. Löste ich dann zähneknirschend ein Billett an einem Automaten welches bis an die Kantonsgrenze gültig ist (Denn schliesslich habe ich ja ein “Rägeboge”. Doch leider hielt der Zug da nicht, was heisst das ich wieder “schwarz” fahre. Und natürlich wurde ich auch in diesem Zug kontrolliert.
Der erste Punkt konnte ich ja noch verstehen, aber die zweite Kontrolle verstehe ich heute noch nicht. Ich meine ich habe für die gesamte Stecke bezahlt. Da ist ein lächerlicher Halt doch egal…
…. Nun ja das liegt jetzt schon Jahre zurück, aber damals war ich echt sauer.
Was mich an den ganzen Verbunden stört: sie haben alle eigene Regeln. Das geht von Fahrten über die Grenze der gelösten Zonen im Abo (im Libero gilt ein Abo für die Zonen 10-11 mit einem Anschlussbillett bis Burgdorf z.B.) über Zonengrösse (Passepartout hat pro Abo-Zone in der Regel mehrere Zonen für gewöhnliche Billette) bis zu den Retourfahrten (einige Verbunde haben Tageskarten für beliebige Zonen, andere Erlauben unbegrenzte Fahrten während der Gültigkeitsdauer und nochmals andere erlauben nur eine einfache Fahrt)… Mich kümmert das aber zum Glück, dank einem GA mit gelbem Streifen, schon lange nicht mehr :)
Noch eine kleine Anmerkung zu den Abo-Verbunden: Onde Verte ist seit einiger Zeit auch ein integraler Tarifverbund :)
Ich hatte ja mal einen Schweizweiten Einheitstarifverbund mit einheitlich grossen Zonen vorgeschlagen. (Weil im Libero sind die Zonen ziemlich willkürlich.) Solothurn: 3.5km^2 = 1 Zone, Stadt Bern 52km^2 = 1 Zone usw. Zudem is nicht mal Kurzfahrausweis einheitlich im Verbund. In Bern 6 Stationen in Solothurn 3. (Natürlich nur Bus!)
So ein einheitlicher Tarifverbund wäre wirklich was cooles. Dann wärs auch einfach!
@Andreas
Was genau soll der Vorteil sein von Zonenbilleten? Die meisten Menschen müssen von A nach B. Kaum ein Passagier muss in einer bestimmten Zone eine gewisse Zeit umherfahren. Das ganze muss möglichst einfach sein darum wurde z.B.auch der Stundentakt eingeführt.
@ Martin:
Zonenbillette sollten eigentlich die Benutzung des öV vereinfachen. Niemand muss sich mehr Gedanken machen, ob sein Billett nun auf dem Zug, dem Bus oder im Tram gültig ist.
Wenn wir hier schon über das schweizer System reden müssen und es auch kritisieren, was müssen erst unsere umliegenden Länder sagen?
@ Andreas
Das nicht mehr Praxisgerecht. Heute gibt es Techniken, egal ob Handy, Internet oder Billettautomat, bei denen man den Startpunkt (z.B. Adorf, Rietstrasse 31) eingibt und den Zielpunkt (z.B. Bstadt, Wilerstrasse 73) eingibt. Das Billett könnte dan genau Daten zum Reiseverlauf enthalten (Reisezeit, Umsteigepunkte usw.)
Kecko
Noch ein Witz:
Ein uraltes Müeti will am Schalter ein Billett nach Bern. Fragt der Beamte: Heit-ers wölle über Burgdorf?
Antwort: Nei, nei, über d’Ooschtere!
Beamter: Auso, über Burtlef. Heit-er gärn es eifachs Billieh?
Müeti: Jaja, so eifach wie’s geit, i bi jo scho 89-zgi!
Sandra-Lia
Stimmt, wenn man in einzelnen Verbunden nur eine einfache Fahrt machen darf mit einem Einzelbillett, ist das völliger Quatsch. Warum orientieren sich neue Verbunde nicht einfach beim ältesten und bewährten, dem ZVV?
Wie soll der Kontrolleur feststellen, ob schon eine Fahrt gemacht wurde? Zonentarif heisst nämlich, dass man in der gelösten Zeit und den Zonen freie Fahrt haben sollte.
Leider will wieder mal jeder Kanton das Rad neu erfinden. Reisende in fremden Verbunden finden andere Automaten und andere Tarife vor und stehen vor dem Bildschirmen wie der Esel am Berg. Oder der TNW (Regio Basiliensis) akzeptiert als einziger kein Halbtax für Tageskarten. Kein Wunder lösen die Leute dann immer Kinderbillette und laufen den Kontrolleuren in die Arme.
@ Martin
Stimmt. :)
Bei der ganzen Zonendiskussion kommt noch ein Aspekt dazu. Die Tarifstruktur unterhöhlt im Prinzip den Kassenschlager der SBB: das Halbtax. Ein Zonenticket wird nämlich durch das Halbtax nie um die Hälfte reduziert. Man könnte nun argumentieren, dass der Übergang zu Zonentarifen – zumindest für Halbtaxinhaber – eine Tariferhöhung darstellt. Oder die Tariferhöhung für Halbtaxinhaber höher ist als für diejenigen, die “ein Ganzes” lösen. Was meint ihr dazu?
@ Hornament:
Also wenn ich jetzt (wieder) das Beispiel Zürich – Winterthur nehme, ist ein Einzelbillett mit Halbtax genau die Hälfte eines ganzen Billettes. Bei kurzen Strecken kann es sein, dass ein Billett nicht mehr nur die Hälfte ist, weil es eine untere Grenze für den Billettpreis gibt.
Wir haben bei uns (A-Welle) seit kurzen auch Zonenbillete. Finde sie eingentlich ganz cool, da man jetzt sogar SBB Automat Billete grad zu mir nach Hause lösen kann =) Das ging vorher nicht. Mir ist einfach aufgefallen das ich allen meinen Kollegen, die kein GA haben, sagen muss, dass sie eine Tageskarte lösen sollen :)