Wer ist Edi Manser? Steckt womöglich die SBB dahinter?

von Andreas Hobi am 26. August 2009 · 28 Kommentare

Eine ganz und gar komische und “gwundrig machende” Story geistert seit den letzten Stunden durch das Internet. Ein Edi Manser behauptet, im Lotto gewonnen zu haben und verschenkt nun seinen VW Golf, sein Rennvelo, seinen Sony-LCD-TV und seinen Honda-Roller.

Doch alles deutet momentan darauf hin, dass dieser Edi Manser gar nicht existiert. Sehr wahrscheinlich ist es ein Werbegag einer national bekannten Firma. Im Internet gab es Stimmen, welche die SBB hinter der Aktion vermuten. Kann das sein?

Edi Manser in Bild, Ton und Schrift

“Ich habe im Lotto gewonnen und verschenke drum ein paar Sachen.” So begrüsst Edi Manser die Leute, welche bei seinem Youtube-Video landen.

Das Video wirkt sehr amateurhaft, genau so, wie seine Webseite www.edimanser.ch.

Ich würde sogar sagen, die Website ist noch einiges schlimmer! :)

Ist das ein Beweis für die “Echtheit” des Edi Manser? Das darf man guten Gewissens bezweifeln, wenn man sich mal folgende Timeline anschaut:

(* Das Datum 7. August ist ein ungefährer Näherungswert. Edi Mansers günstiges Hostingpaket bei hostpoint.ch läuft in 711 Tagen ab. Daraus schliesse ich, dass es am 7. August abgeschlossen wurde. Denn 2 x 365 gibt gleich viel wie 711 + 19 …)

Ein Lottogewinner erstellt gleich nach seinem Gewinn eine Homepage und meldet sich bei Youtube an? Eher unwahrscheinlich. Fehlt nur noch, dass er gleich auch auf den Twitter- und Facebook-Zug aufgesprungen ist. ;-) Seit heute Mittag gibt es ihn auch auf Twitter und Facebook.

Unauffindbarer Edi Manser

Registriert ist seine Webseite auf “Edi Manser, Effingerstrasse, 3008 Bern”. Diese Adresse befindet sich unweit des Bahnhofes Bern. Doch laut Telefonbuch gibt es an dieser Strasse keinen Manser. Da befindet sich nur eine Physiotherapie und Das Theater an der Effingerstrasse.

Dass die beiden etwas mit der Sache zu tun haben, schliesse ich aber aus. Eine Physiotherapie braucht keine landesweite Kampagne und Das Theater an der Effingerstrasse hat in der nächsten Zeit keine neuen Produktionen in der Pipeline und hostet seine Webseite nicht beim gleichen Anbieter wie Edi Manser.

Auch wenn man weiter recherchiert, findet man nichts Brauchbares.

Und nun kommt die SBB ins Spiel

Nun kommen wir an den Punkt, an welchem die SBB hinter Edi Manser vermutet wird. Auslöser dafür war ein Artikel auf ktipp.ch, welcher von einer gewissen Marlies Bodmer kommentiert wurde.

Darauf aufmerksam gemacht hat mich ein “Gemeinderat Hillbilly”, welcher in diesem Forum schreibt:

Virales Marketing?

http://auto.ricardo.ch/kaufen/fahrze…w/an500227103/

http://www.edimanser.ch/

man lese die Kommentare von “Marlies”

http://www.ktipp.ch/forum/1031097/Ko…erlust_der_SBB

LOL

Auf seinem Blog führt er seine Vermutungen dann noch ein wenig detaillierter aus.

Die erwähnte Marlies Bodmer schreibt zu einem Artikel, in welchem die SBB kritisiert wird:

Kürzlich war ich mit meinem Kollegen Edi Manser mit dem Zug
unterwegs nach Zürich. Da fiel mir auf, dass gleich zwei Leute
neben uns keine gültigen Tickets gelöst hatten. Einer wurde
auch richtig ausfällig, worauf Edi schlichtend eingriff.
Einerseits tun mir die Kontrolleure leid, die sich oft den
Aggressionen von Fahrgästen ausgesetzt sehen und andererseits
liegt es doch in der Verantwortung jedes Einzelnen dafür zu
sorgen, dass er mit einem gültigen Billett unterwegs ist?

Und zwei Minuten später:

Aber egal -- ich rege mich jetzt nicht mehr auf, ich freue mich auf das

Musical heute Abend, das ich mir mit meinem liebsten Kollegen Edi

Manser ansehen werde!!!

Die Marlies Bodmer finden wir dann auch auf einigen anderen Seiten. So zum Beispiel auf annabelle.ch:

Mich hat dieser Beitrag sehr berührt, habe ich doch selbst zwei Katzen aus einem Tierheim aus Zürich. Tiere geben einem unheimlich viel zurück, sie urteilen nicht, sondern nehmen jeden, der gut zu ihnen ist, so wie er ist.

Mir ging es ähnlich wie der Autorin, auch ich habe mich in meine Katzen auf “den ersten Blick” verliebt. Meine Katzen sind, was Menschen betrifft, sehr wählerisch; bei manchen Gästen verziehen sie sich sofort. Hingegen stürzen sie sich auf meinen Kollegen Edi Manser, sobald er die Wohnung betritt, streichen ihm dauernd um die Beine und lassen ihn nicht aus den Augenwinkeln

Ich würde meine Tiere auf keinen Fall mehr hergeben und ja -- vielleicht kann ich meine Tierliebe auch irgend wann mal nach dem “Giesskannenprinzip” auf andere bedürftige Tiere verteilen Auf alle Fälle vielen Dank für diesen herzerwärmenden Bericht!

oder auf dem Filmblog des Schweizer Fernsehens:

Ich hatte mich schon so auf die neue Folge von Grey’s Anatomy gefreut und darauf, sie mit meinem Kollegen Edi Manser am Bildschirm zu verfolgen! Das Popcorn war schon bereit und das Bier kühl gestellt! Was für ein Frust! Wir haben uns dann ein paar alte Folgen auf DVD angesehen ;-)

Auf katzenliebhaber.ch findet man die Marlies Bodmer ebenfalls

Kürzlich sass ich mit meinem Kollegen -- Edi Manser -- bei mir zu Hause auf unserem Sitzplatz. Wir waren am Abendessen und hatten Gegrilltes auf dem Tisch. Edi ging rein in die Küche, um den Wein aufzumachen und ich holte Nachschub an Salat. Als wir wieder rauskamen (es waren höchstens 2 Minuten vergangen), war das ganze Grilliergut verschwunden. Als Übeltäter entpuppte sich Nachbar’s Kater, der das Fleisch genüsslich auf Nachbar’s Sitzplatz verspeiste! Meine Katzen waren nirgendwo zu sehen, sonst hätte er sich wohl schon vorher verzogen Der Nachbar hat sich dann übrigens rührend entschuldigt und uns Ersatzfleisch angeboten
Habt ihr einen Ratschlag, wie man ein weiteres “Fremdfressen” ausser unter Hochsicherheitsbewachung verhindern kann???

genau so wie auf den beiden Musical-Websites zu Ewigi Liebi und Heidi:

Juhuuu! Ich geh am 16.9. mit Edi Manser ins Musical! Freu mi. Liäbä Grüäss a alli Fans. Marlies

I freu mi uufs Musical und da druf, zämmä mit em Edi Manser dört aane zgah!

Um die Sache “glaubwürdiger” zu machen, kamen dann noch ein paar andere Namen hinzu.

So schreibt ein Roland Fleisch auf blog.citytrip.ch: “Cool, war im Frühling in Rom und habe da den Rentner Edi Manser getroffen. Der hat wohl ein fast so teures Arragement erwischt.” Und ein Ditron meint auf velojournal.ch: “Habe mir auch schon überlegt, diese Tour mit meinem Freund Edi Manser zu machen. Aber schaffft das ein bald 60-Jähriger? Freue mich auf eure Antworten!! Gruss Ditron”

Nun gut, dass es sich bei Edi Manser um keine reale Person handelt, das ist offensichtlich. In einem Kommentar ist er Rentner, dann wieder “bald 60″ und auf seiner Homepage gibt er sich als SBB-Angesteller aus.

Womit wir wieder beim Thema wären. Edi Manser -- Ein Werbegag der SBB? Immerhin gibt er sich als deren Angestellter aus, macht Bähnlerwitze und verlinkt auf sbb.ch. Und auf Facebook ist er Fan von SBB CFF FFS. Doch: Reicht das? Ich denke nicht.

Persönlich gehe ich nicht davon aus, dass es sich bei Edi Manser um einen Kampagne der SBB handelt. Viel eher darf man den Vermutungen Glauben schenken, die Tom auf bloggingtom.ch gemacht hat:

Edi Manser soll demnach ein Vorzeigegewinner von Swiss Lotto sein.

Na, dann sind wir mal auf die Auflösung gespannt, die spätestens am 11. September kommen wird. ;-)


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Loner (rbde565.ch) August 26, 2009 um 12:14

Hmm, mein spontaner erster Gedanke wars auch, dass möglicherweise Swisslos als Durchführerin der Lottoziehung dahinter steckt. Aber es gibt so viel Widersprüchliches in der Sache, dass ich nur gespannt auf die Auflösung warte – wenns denn eine gibt.

Antworten

Andreas Hobi August 26, 2009 um 12:57

Wie geil ist das denn! Kurz nach dem Veröffentlichen des Artikels kam eine Mail:

“edimanser has requested to follow your tweets on Twitter!”

Die scheinen ja ein gutes Monitoring zu haben bei der Swisslos und ihren Agenturen… ;-)

Antworten

Scotty August 26, 2009 um 13:40

LOL, guter Beitrag, was ich auch noch in Betracht gezogen habe ist, dass Edi vielleicht Werbeträger für einen Velomarkt sein könnte. Aber Swisslos scheint mir nun tatsächlich auch am plausibelsten…

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Andreas Hobi August 26, 2009 um 13:49

@ Scotty:
Ja, mir ist auch aufgefallen, dass oft Velos vorkamen. Radtour, Bike zu verschenken, etc… Vieles ist vorstellbar. Ich bin gespannt auf die Auflösung! ;-)

Antworten

mds August 26, 2009 um 15:31

Darf man .ch-Domainnamen unter falschen Angaben registrieren?

Antworten

Andreas Hobi August 26, 2009 um 15:44

@ MDS:
Da bin ich überfragt.

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Ralf August 26, 2009 um 18:20

@ MDS Gemäss Switch AGB darf man das nicht.
Siehe hier: https://www.nic.ch/reg/ocView.action?id=b5756056-3069-11dc-ac19-0016355aca76&lid=de#a311
Jemand könnte bei Switch die Löschung beantragen, aber warum auch. Wer immer dahinter steckt. Die Leute haben das gut und über einen längeren Zeitraum geplant. Bei uns erschien der Blog Kommentar Ende Juli. Ich hoffe nur, es wirklich Swisslos oder die SBB und nicht irgendeine Telekommunikationsfirma.
Gruss
Ralf

Antworten

Silenus August 26, 2009 um 18:54

… am besten gefällt mir aber die Vorstellung, Edi Manser sei von einem Stammtischgrüppchen ausgedacht worden, und zwar ohne grund – einfach for the heck of it.
so richtig zen.

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Andreas Hobi August 26, 2009 um 19:35

@ Silenus:
Und dieses Stammtisch-Grüppchen würde dann über einen Monat hinweg Aktionen lancieren, Homepages aufschalten, Anrufbeantworter besprechen und auf anderen Websites kommentieren?

Naja, ich weiss nicht… Aber wäre natürlich der Brüller, wenn es wirklich so wäre! ;-)

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Michael August 26, 2009 um 23:19

Nun, da wird ziemlich sicher schon etwas mehr dahinter stecken. Der Quelltext der Seite passt nicht zum Aussehen derselbigen. Ich bezweifle auf jeden Fall, dass man so was mit einem WYSIWYG-Editor zusammenbastelt, welcher im Quelltext dann keinen Hinweis auf sich selbst hinterlässt. Ebenso sind Metatags eingegeben, die ein Amateur wahrscheinlich auch nicht eingeben würde. Weiter ist Google Analytics in der Seite drin und Icons neben Links sind ebenfalls verlinkt. Jemand, der zum ersten Mal eine Website baut und nichts davon versteht – und so sieht die Seite optisch aus – wird das wohl kaum tun. Und vorallem, wozu soll Google Analytics gut sein wenn man nur 4 Dinge verschenken will? Auch der gesamte Seitenaufbau mit der dahinter liegenden Ordnerstruktur sieht so aus, als wär das mit purer Absicht so. Und die Fotos sehen teilweise auch nicht so aus, als hätte sie ein Amateur geschossen. Und nochwas: Wozu hat ein velobegeisterter Mensch Auto UND Roller? Letzterer müsste bei jemandem, der so in sein Rennrad vernarrt ist wie Edi fehlen. Und noch was: Wozu soll jemand der bereits teure Verkehrsmittel besitzt, scheinbar auch eine nicht grade günstige Wohnungsausstattung (Fernseher), eine gute Digicam (Bilder sehen teilweise nicht aus als wären sie von einer Billigkamera geschossen worden), und der massenweise durch die Gegend reist nun seine Südafrikareise jetzt erst durch einen Lottogewinn finanzieren können? Das passt alles nicht so ganz. Ich vermute auch eine Marketingkampagne dahinter.

Antworten

Andreas Hobi August 27, 2009 um 00:08

@ Michael:
Marketingkampagne ist klar, das wurde ja inzwischen schon genügend in den Medien und Blog diskutiert. ;-) Die Frage ist einfach, WER dahinter steckt. Auf den G’Analytics-Code bin ich heute Mittag schon gestossen. Leider haben aber jene zwei Agenturen, welche ich hinter der Kampagne vermute, Java-Websites, so dass man den Quellcode nicht einsehen kann.

Ansonsten wäre es ein einfaches gewesen, mal deren G’Analytics-ID anzuschauen…

Antworten

tina August 27, 2009 um 00:20

Was wäre nun wenn es so wäre das es ein Fake ist – könnte man da nicht wegen Datenmissbrauch was machen ?

Ich meine man ist zwar unter umständen wenn man darauf einfallen täte – aber wenn man es getan hätte – was wäre dann mit Datenschutzverletzung.
Weiss Gott was die dann mit den Adressen anstellen täten ?

Hmmm gute Frage.
Bin gespannt und gebe zu – habe es leider auch geglaubt *und ehrlich bisschen enttäuscht bin wenns nicht so wäre* – Gibt genügend Menschen auf dieser Erde die sich über sowas freuen würden, wenn dem so wäre.

Schadeeee für die evtl. vera…..ung

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honigbaerli August 27, 2009 um 14:45

ich tipe da auch auf eine marketingsache…zumindest hat dieser edi manser aufmerksamkeit erregt weiss aber auch nicht wer dahinter steckt!
wir erfahren es hoffentlich demnächst!

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bobsmile August 27, 2009 um 15:11

@Tina
Tja, was wäre wenn
das alles wirklich wahr ist und Edi am 11. September die ganzen (der Besucherzähler steht aktuell bei 4620) Adressen ausdruckt, in einen grossen Hut schmeisst und dann vier Gewinner zieht, oder nur einen, der clever alles angekreuzt hat?

Was wäre wenn
das alles plumpes Adressphishing ist und damit eine Datenbank gefüttert wird, mit der man dann gegen eine kleine Vergütung VW, Thömus, Sony und Honda beliefern kann?

Was wäre wenn
alles nur eine gut gemachte Werbekampagne ohne Adress-Speicherung und die Beschenkten in der Agentur “atfront” sitzen, weil die ja auch entscheiden dürfen?

Rät£el über Rät$el … ;)

Antworten

mario August 28, 2009 um 07:33

Habe den Quellcode selbst mal angeschaut …
Eine Sache ist komisch: Es wird auf balidreamtours(.)com verlinkt. Aber eben nur im Quelltext. Steckt vielleicht ein Reisebüro dahinter?

Antworten

Andreas Hobi August 28, 2009 um 08:55

@ Mario:
Bali? Mehr Sinn würde es wenn schon machen, wenn die Website auf ein südamerikanisches Land verlinken würde… ;-)

Bin gespannt, ob es mit Bali etwas zu tun hat.

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Bigi August 28, 2009 um 13:09

ich würde das cool finden wenn wirklich etwas dahinter steckt, dann wäre er der erste wo so etwas
zustande bringt? wo so viele mit spielen
mit sprüchen, werbe Gedanken,spekulationen und es ist immer noch spanend ist das es noch viele Leute gib die neu spielen und sich neue Gedanken machen wer er ist?

Antworten

Ralf August 28, 2009 um 14:13

Was könnte ein Australisches Reisebüro mit Spezialgebiet Bali mit Edi Manser zu tun haben? balidreamtours ist wohl teil des Versteckspiels. Sollt ein Reisebüro dahinter stecken, so wird es wohl kaum balidreamtours.com sein.

Antworten

Stefan August 31, 2009 um 11:26

Die versteckte Hotel-Werbung stammt vom Counter. Wohl zu SEO-Zwecken.

Antworten

chris August 31, 2009 um 17:56

ich machs selbst auch websites, meiner meinung nach ist die seite von einem profi gemacht (sauberes css, saubere datenstruktur) und sieht extras wie ein frontpage produkt aus, ist es aber definitiv nicht… ist überigens das resultat vom dreamweaver aber dieser macht keine css’s wie auf der seite verwendet…

ich denke ich werde mich mal anmelden und sehen was da kommt…

Antworten

Andreas Hobi September 1, 2009 um 01:43

Irgendwie hängt die SBB mit drin. Ich weiss noch nicht, wie genau, aber so unbekannt ist ihr der Edi Manser nicht. Zumindest hat sie erlaubt, dass er im Zug eine Werbeaktion macht, wie der Link im letzten Kommentar zeigt.

Hier gehts zum Artikel: http://pants-up.ch/kunden-und-andere-geschichten/

Antworten

Design September 6, 2009 um 03:29

Absolut fragwürdig einen Namen “Manser” für eine Werbeaktiom zu missbrauchen!! Wieder einmal eine schlechte Kampagne von Swisslotto. Was nun das eigentlich moralisch Verwerfliche daran ist, ist das man Überzeugt davon ist, das kein Mensch so nett sein kann, dass man nicht an das Angebot glaubt. Den Leuten vorzugaukeln, dass Edi wirklich ein so netter Typ ist und sein Glück mit der Gemeinschaft teilen will, spielt mit dem Glauben der Menschen an das Gute. Wenn die Aktion aber aufgelöst wird, sprich der Hype im Netz genug gross ist, ist man in seinem anfäglichen Denken bestätigt, dass niemand so nett sein kann. Das nächste mal wenn also Jemand einfach so Gutes tut, sucht man den Haken um so mehr. Also eine moralisch verwerfliche Werbeaktion. Einfach nur schlecht.Schlecht. Schlecht:::

Antworten

peter lehnann September 7, 2009 um 17:20

da ich die handynr. eingetragen habe muss ich wohl zahlen. wieviel?

Antworten

Miriam September 15, 2009 um 16:21

Es muss Swisslos dahinter stecken. Jetzt steht auf der Seite noch dieser Satz:

PS: Falls auch du einmal deine Träume erfüllen willst, spiele doch einfach Euro Millions. Einfach hier klicken und schon bist du dabei.

Antworten

Andreas Hobi September 16, 2009 um 11:42
bobsmile September 17, 2009 um 01:13

@Miriam
… und heute ist die Schleichwerbung schon wieder weg, gell?

21’000 neue Adressen für Euromillions, erschlichen mittels verkapptem Wettbewerb und Umfrage (Welches Luxusgut hätten Sie denn gern?).
Bei allem Respekt für die Idee, das ganze endete moralisch und rechtlich äusserst fragwürdig.
Schade eigentlich.

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