
Bild © (cc) christianmeichtry (flickr.com)
Ende April und anfangs Mai 2009 war das Thema Schweinegrippe in unseren Medien sehr präsent. Seither liest man nur noch sporadisch von diesem hoch ansteckenden Virus. Nun aber warnen die Gesundheitsorganisationen davor, dass im Herbst eine riesige Schweinegrippe-Pandemie auf uns zurollen wird. In Deutschland (und damit sehr wahrscheinlich auch in der Schweiz) soll rund jeder Dritte daran erkranken. Welche Auswirkungen hat das auf unser alltägliches Leben? Und wie sehr würde die SBB davon getroffen?
Diese oben stehende und kursiv geschriebene Einleitung habe ich anfangs Monat geschrieben, bevor ich mich dann aber entschieden habe, ihn nicht zu veröffentlichen. Dies, weil ich befürchtete, dass sich das Interesse an diesem Thema in Grenzen halten wird. Doch letzte Woche holte mich die Realität ein, als in diversen Medien die Schlagzeile zu lesen war: “Schweinegrippe: Pandemie wird die Schweiz erfassen”.
Auswirkungen auf die Schweiz
Experten rechnen in der Schweiz mit einer halben bis zwei Millionen Schweinegrippe-Erkrankten.
Wenn man Hochrechnungen aus Deutschland auf Schweizer Verhältnisse umrechnet, heisst das: 1.2 Millionen gehen deswegen zum Arzt, 34’700 müssen in ein Spital. Mehr als 9’300 Personen sterben.
Bei einer solchen Grippe-Pandemie ist laut der deutschen Zeitschrift Stern davon auszugehen, dass Teile des öffentlichen Lebens nahezu lahm gelegt werden. Vermutlich schliessen Schulen, damit das Virus nicht weiter verbreitet wird. Der öffentliche Verkehr fährt nicht mehr so regelmässig, da einzelne Züge, Busse, Trams und Schiffe mangels Personal ausfallen.
Gemäss dem Artikel fehlen überall Mitarbeiter, so zum Beispiel Fluglotsen, Friseure oder Sicherheitspersonal im Kernkraftwerk. Und in Supermärkten würden sich die Regale leeren, weil in der Logistik Personal fehlt.
Verkehrschaos programmiert?
Wenn man nun liest, dass während einer Schweinegrippe-Pandemie eventuell Züge ausfallen würden, dann könnte man unter Umständen befürchten, dass die übrig bleibenden Züge hoffnungsvoll überfüllt sein werden. Ich sehe das nicht so, denn ich bin der Meinung, dass während einer solchen Pandemie sowieso viel weniger Zug gefahren wird und die Leute eher zu Hause bleiben. Entweder weil sie krank sind, oder weil sie sich nicht anstecken möchten.
So gesehen wäre es – was das Platzverhältnis in den Zügen anbelangt – auch nicht so schlimm, wenn dann nur noch jede Stunde statt alle 30 Minuten ein Zug fährt. Oder auf einigen Linien jede zweite Stunde statt alle 60 Minuten.
Und auch die Befürchtungen von Nina Bulbitz auf stern.de teile ich nicht ganz. Sie rechnet damit, dass sich die Regale in den Supermärkten leeren werden, weil zu wenig Personal vorhanden ist, welches die Produkte auffüllt. Ich hingegen bin der Meinung, dass während einer Pandemie sowieso viel weniger eingekauft wird. Die Verkäufe bei den Lebensmitteln gehen leicht zurück, bei den Konsum und Non-Food-Artikel hingegen wird man starke Rückgänge verzeichnen. So ist es dann kein Problem, einige Non-Food-Verkäufer vorübergehend in der Lebensmittelabteilung für das Auffüllen der Regale einzuteilen und so die Versorgung der Kundinnen und Kunden sicher zu stellen.
Vielleicht aber – und das ist meine Vermutung – ist auch alles bei weitem nicht so schlimm. In den Medien habe ich schon Stimmen gehört, die zwar sagten, die Schweinegrippe sei hoch ansteckend, jedoch von ihrer Gefährlichkeit her weniger schlimm als eine normale Grippe. Wer die Schweinegrippe habe, fühle sich eher wie erkältet als wie von einer normalen Grippe infiziert und habe teilweise nicht einmal Fieber. Solange das Virus nicht mutiert, muss man anscheinend keine Angst davor haben.
Was meint die SBB dazu?
Die SBB verfolgt die Entwicklungen der Schweinegrippe sehr aufmerksam. Derzeit besteht laut SBB aber kein aktuter Handlungsbedarf.
Trotzdem ist sie laut eigenen Angaben für den Fall einer Pandemie gut vorbereitet. Sie analysiert laufend die Lage und steht in engem Kontakt mit den zuständigen Behörden. Ausserdem hat die SBB bereits in Zusammenhang mit der Vogelgrippe vor drei Jahren verschiedene Szenarien für den Bahnbetrieb und die Mitarbeitenden erarbeitet.
Es ist zwar möglich, dass auf kleinen Nebenlinien der Betrieb eingeschränkt wird. Jedoch rechnet die SBB nicht damit, dass Züge grossflächig ausfallen.
Situation in anderen Betrieben
Beim Schweizer Fernsehen bereitet man sich auch auf die sehr wahrscheinlich kommende Pandemie vor. Eine Arbeitsgruppe ist daran, Szenarien eines drohenden Personalausfalls durchzuspielen. SF-Sprecher David Affentranger: “Das Wichtigste ist, dass wir den Service Public aufrechterhalten können.” Die Nachrichten-Sendungen würden zuletzt aus dem Programm genommen, wie der Sprecher auf persoenlich.com mitteilt.
Weiter meint Affentranger: “Wenn ein grosser Teil unseres Personals von der Pandemie betroffen ist, werden wir auf einzelne Sendungen verzichten müssen. Wenn notwendig, werden Redaktionen zusammengelegt. Und das gesunde Personal wird sich abteilungsübergreifend aushelfen.”
Auch bei den Detailhändlern Migros und Coop bereitet man sich vor. So ist es dort möglich, dass der Offenverkauf eingestellt und Gemüse sowie Früchte so viel wie möglich abgepackt wird.
Bei Coop will man ausserdem nicht ausschliessen, dass einzelne Non-Food-Läden geschlossen würden. Ausserdem ist es möglich, dass beim Migros-Eingang die Hände desinfiziert werden müssen und Masken abgegeben werden.
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Meine Meinung zu dem Thema ist, dass vieles nur eine “Panikmacherei” von den Medien ist. Weil 1. ist es nicht schlimmer als eine “normale” Grippe. 2. Sterben an anderen Krankheiten täglich und jährlich mehr Leute. Und 3. behaupte ich, dass wenn das Wörtchen “Schweine” nicht da wäre, wäre alles halb so schlimm. Naja. und mit den 2 Millionen Erkrankten muss man auch nicht so Angst haben. Weil rund 4 Mio. (ca. 48% der Schweizer Bürger) Erwerbstätig sind, das entspricht bei 2 Mio. Erkrankten 50% Ausfälle. Aber das es genau die 48% der Erwerbstätigen gleichzeitig krank werden und ausfallen, damit ist wohl nicht zu rechnen. Ich schätze jetzt mal, dass sich die Zahl also nicht höher als 10-15% betragen wird, und wegen dieser Zahl, bricht die Schweiz, oder auch die Bahn noch lange nicht zusammen.
Ich kanns bald nicht mehr hören. Ich bin für ein Verbot für folgende Worte und Themen:
Schweine- und oder Vogelgrippe
Wirtschaftskrise oder sonstige Worte mit Krise
Klimaänderung
Das Verbot sollte solange gelten, wie bei den Themen auf Panik gemacht wird. Erst wenn wieder eine sachliche Beurteilung möglich ist, sollte dieses Verbot fallen.
Ich denke, dass die Medien ein bisschen übertreiben (schliesslich ist ja Sommerloch).
Selbst wenn nur eine leichte Erkrankung sein wird, werden die Leute innert kürzester Zeit fast gleichzeitig erkranken und in der Regel mindestens 10 Tage abwesend sein.
Man stelle sich ja nur im Moment vor, wenn einzelne Personen bei Euch in der Abteilung oder im Betrieb krank werden, wie schwierig es ist, die Arbeit doch noch zu erledigen. Wie sieht es aus, wenn vielleicht ein Viertel oder sogar noch mehr fehlt?
1) müssten ja alle zur selben Zeit krank werden -> äusserst unwahrscheinlich
2) müsste diese Grippe bei allen gleich stark oder gefährlich stark ausbrechen -> nicht sehr wahrscheinlich
3) werden viele gar nicht mitbekommen, dass sie diese Grippe hatten, weil sie sie gar nicht bewusst wahrgenommen haben
4) Wir werden alle sterben (Das ist keine Panikmache, sondern eine Tatsache)
ähm… Piero, hast wohl noch nie was von einer Pandemie gehört?
Es wäre vllt. gut, wenn du mal nachsiehst, was die Spanische Grippe angestellt hat. Vllt. würdest du dann nicht mehr solchen unsinn von dir geben.
Zu Punkt 4: Wenns den Tod nicht gäbe, gäbs auch kein leben ^^
Ich kauf zwar nicht immer bei Media Markt, aber ich bin doch nicht blöd. Vielleicht auch mal dran denken, dass wir heute nicht Anfang des 20. Jahrhunderts leben und das sich vorallem die Hygiene und Sauberkeit vorallem von Trinkwasser und dem Essen massiv verbessert hat?
Ich sag auch nicht, dass es keine Ansteckungen geben wird, aber es wird eher wie eine normale Grippe sein, mit etwas Fieber und unwohlsein. Auch bei einer normalen Grippe sterben Menschen, aber darum ist bis jetzt keiner mit einem Mundschutz rumgelaufen.
Und mit einer übertriebenen emotionalen Reaktion wird niemandem geholfen. Im Gegenteil, am Schluss bringen sich Leute noch um aus Angst, daran sterben zu können.
“1) müssten ja alle zur selben Zeit krank werden -> äusserst unwahrscheinlich”
Eine Pandemie zeichnet sich gerade dadurch aus, dass viele Leute gleichzeitig krank werden!
“2) müsste diese Grippe bei allen gleich stark oder gefährlich stark ausbrechen -> nicht sehr wahrscheinlich”
Wieso? Wer krank wird, bleibt daheim. Egal, wie “stark” er von der Grippe betroffen ist.
“3) werden viele gar nicht mitbekommen, dass sie diese Grippe hatten, weil sie sie gar nicht bewusst wahrgenommen haben”
Es darf bezweifelt werden, dass man eine Grippe einfach so “übersieht”. Mir wäre es noch nie passiert.
“4) Wir werden alle sterben (Das ist keine Panikmache, sondern eine Tatsache)”
Leider trifft die Schweinegrippe im Gegensatz zu anderen Krankheiten vor allem junge Leute und Kinder. Ob da die Gewissheit hilft, sowieso sterben zu müssen?
Was ja bei allen Grippewellen nervt, sind Schüler, die mangels Betreuung zuhause einfach krank in die Schule geschickt werden. Bei Berufstätigen sind es diejenigen, die glauben, der Betrieb laufe ohne ihre Anwesenheit nicht, und die dann verseucht zur Arbeit gehen. Dass der Betrieb dann durch die Ansteckung anderer grösseren Schaden nimmt, ist diesen Egomanen dann nicht bewusst.
Ich habe die nun gross publizierten Hygienemassnahmen schon immer beachtet, da ich auch die normale Grippe nicht liebe.
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