
Bereits Ende Mai / Anfangs Juni erfuhr ich von einem Bähnler aus Bern, dass die SBB ab August 2009 für das Lösen eines Billettes im Zug neu zehn statt wie bisher fünf Franken verlangt. Obwohl ich mit dieser Meldung einen Scoop hätte lancieren können, hielt ich mich zurück mit der Neuigkeit und wartete geduldig auf die offizielle Meldung der SBB Medienstelle.
Heute nun ist diese an die Medien gegangen und ich kann endlich darüber schreiben. (Länger hätte ich es auch nicht mehr ausgehalten. ;-)
Erhöhung des Zuschlags
Ab dem 1. August kostet es in allen Schweizer Transportunternehmungen des öffentlichen Verkehrs zehn Franken, wenn man das Billett erst im Zug löst. Dies geschieht laut SBB zur Entlastung der Zugbegleiter, die sich nun vermehrt anderen Aufgaben wie der Kundeninformation widmen können.
Das Lösen eines Klassenwechsels im Zug hingegen kostet weiterhin gleich viel wie bisher (Mindestpreis fünf Franken). Dies widerspricht den Infos, die ich vor nicht ganz einem Monat vom Insider bekam. Keine Ahnung, ob es sich die SBB und der Verband öffentlicher Verkehr (VöV) bezüglich Klassenwechsel im Zug in letzter Minute anders überlegte oder ob es von Anfang an geplant war, den Mindestpreis bei fünf Franken zu belassen.
Auszüge aus der Medienmitteilung
Hier einige Auszüge aus der offiziellen SBB-Medienmitteilung:
Die Schweizer Transportunternehmungen des öffentlichen Verkehrs erhöhen per 1. August 2009 die Tarife für den Fahrausweisverkauf in Fernverkehrszügen von bisher fünf auf neu zehn Franken. Damit soll das Zugpersonal entlastet werden, indem künftig wieder mehr Reisende ihr
Billett bereits vor der Fahrt lösen – sei es an einem der Billettautomaten, am Schalter oder online im Internet und via Handy.Immer mehr Kunden nutzen täglich den öffentlichen Verkehr. (…) Dies führt dazu, dass namentlich in gut besetzten Zügen zu den Hauptverkehrszeiten das Zugpersonal wegen der aufwändigen Fahrausweis-Verkäufe nicht bei allen Kunden präsent sein kann. Darunter leidet die Servicequalität für die Kundinnen und Kunden.
Schliesslich erhoffen sich die Transportunternehmen von der Massnahme auch, die Zahl jener Reisenden zu reduzieren, die erst im Zug ein Billett lösen, weil sie hoffen, nicht kontrolliert zu werden.

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Zwischen Bern und Thun wird es sich wohl immer noch lohnen, ohne Billet zu reisen. Vor allem zu den Pendlerzeiten. Da wird man auch ohne strategisch günstige Platzwahl höchstens jedes dritte Mal kontrolliert…
Aber jetzt sollten endlich auch mal die Schalter wieder mit mehr Personal besetzt werden. Gerade ältere Leute bevorzugen den Schalter. Oder auch ich, wenns um Railaway-Tickets und ähnliches geht.
Der titel dieses Beitrags ist eigentlich falsch. Nicht (nur) die SBB erhöhen den Zuschlag sondern die Vereinigung der Schweizerischen Transportunternehmungen.
Der Schritt finde ich aber ok. Genau wegen solchen Leuten (wie im Kommentar 1 von Andy) rechtfertigen meiner Ansich nach die Erhöhung.
Ich bin der Meinung, dass es möglich ist, dastickets vorher zu lösen. Allerdings gebe ich Andy insofern recht, dass mehr Personal an den Schaltern anwesend sein sollte und auch wieder Schalter auf den bisher unbedienten Schalter geöffnet werden sollten.
Ich schildere folgende Geschichte gerne nochmals:
Als täglichen pendler erlebe ich des öfteren, dass immer wieder dieselbe Person im 1. klass Abteil Platz nimmt und dies gute 10 minuten vor Zugsabfahrt. Im Besitz eines Tickets ist er jedesmal nicht. Wenn er Glück hat, kommt der Zugsbegleiter nicht vorbei. Wenn nicht, löst er halt sein Ticket mit entsprechenden Zuschlag. Das darf einfach nicht sein.
Also nur um Missverständnissen vorzubeugen…Ich hab immer brav ein Billet oder Abo. Aber ich ärgere mich auch immer (über meine Ehrlichkeit) wenn mal wieder keiner kommt. Oder wie kürzlich, als der Kondukteur lieber ein Telefon mit dem Schatz führte…
Was auch möglich sein sollte: Beim Zugbegleiter vor der Abfahrt ohne Zuschlag ein Billet zu lösen. Ok, ist nur auf grösseren Bahnhöfen möglich, aber es geht ja auch um Fernverkehrszüge.
naja, nur is das ganz schön ungerecht! Der Service wird immer schlechter, durch geschlossene Schalter, defekte Automaten, oder gar Vorkriegsautomaten, die nur 10 Destinationen können, die Automaten geben nur 20FR Rückgeld, obwohl das Technisch kein Problem wäre, mehr zu geben, und EC Karte funktioniert ja auch nicht immer und überall.
Ich denke, man bestraft mal wieder die falschen. Ich muss ehrlich sagen, ich fang ernsthaft an zu überlegen, ob ich ned ein Eauto kaufen soll.
Die Bahn mit ihrem immer weniger Service für immer mehr Geld geht mir langsam auf den Sack!
Es kannn doch nicht sein, dass ich kein Billet kaufen kann, nur weil ich nur 100 FR Scheine aus einem Bankautomat rausbekomme, und ich keine EC Karte oder Postkarte habe?
(Es gibt Menschen, die bekommen keine EC Karte, und solche, die keine Wollen, weil zu teuer!)
@Sandra-Lia: Wenn der Kauf vor der Fahrt wegen eines defekten (oder vielfach lahmen) Automaten nicht möglich ist, kann man das immer noch auf die entsprechende Nummer (Siehe Automaten) mitteilen und das dem Zugbegleiter sagen. Deswegen musste ich vor 2 Wochen im Zug für die Kollegin ein Billett Bern-Wädenswil im Zug lösen und das ohne den ominösen Zuschlag. Wobei in diesem Fall war es noch ein Wunder, dass wir Bargeld hatten (die 51.- für eine einfache Fahrt hat man nicht einfach so im Geldbeutel (mit Postcard, usw. kann man ja im Zug nicht bezahlen).
Das wegen dem Billett-lösen im Zug: Es reicht auch ohne grossen Billettverkauf auf der Strecke Olten-Burgdorf-Bern (Fahrzeit rund 50 Minuten) kaum für 2 Durchgänge in einem Doppelstöcker und Bern-Biel gibt es oft nicht mal einen, da werde ich äusserst selten kontrolliert…
Ich finde die Massnahme eine gute Lösung. Gerade auf den Hauptstrecken (vor allem Zürich-Bern)müssen sich die Zugsbegleiter ganz schön sputen, um alle Fahrgäste zu kontrollieren. Wenn dann die Kontrolleure noch so manchem Fahrgast ein Billet verkaufen müssen, weil dieser (in der Regel aus Bequemlichkeit) kein Billet gelösst hat, wird das noch schwieriger.
Aus diesem Grunde muss man die Leute dazu bringen, ihr Billet vorher zu lösen, mit den modernen Touchscreen-Automaten, die man nun in den meisten Bahnhöfen instaliert hat, sollte das wirklich kein Problem sein.
@Sandra-Lia
Eine EC-Maestro-Karte gibt es in der Regel von den Banken gratis zum Konto dazu (vorausgesetzt man hat das richtige Konto).
Im übrigen kommt das doch selten vor, dass man keine Karte UND kein passendes Müntz hat.
Ich habe etwas Mühe mit Leuten, die ihr Billet am Schalter kaufen. Dafür gibt es die Automaten.
Der Schalter sollte meines Errachtens in erster Linie die “speziellen” Sachen abdecken wie Abo lösen, Halbtax/GA Verlängern, Kauf von Railaway, Reservierungen, usw.
Die kundenfreundlichste Massnahme wäre mehr Personal. An allen Fronten…
Gerade Selten-Benutzer (also nicht die Pendler) werden von Automaten abgeschreckt. Diese brauchen eine Kaufmöglichkeit am Schalter. Und wollen dann nicht lange warten. Und genau diese Benutzergruppe sorgt auch für die Auslastung der Züge ausserhalb der Stosszeiten. Pendler brauchen selten einen Schalter, kaufen keine Billete im Zug. Aber viele andere und gerade diese sollten nicht vergrault werden. Zu dieser Kundengruppe gehören auch Touristen.
@Mike: Gerade ältere Leute (nicht nur solche im AHV-Alter) haben Mühe mit den Automaten, weshalb es Schalter braucht. Kommt noch dazu dass die neue Software nicht wie es propagiert wird Kundenfreundlicher ist, viel mehr bringt sie mehr und häufigere Probleme mit sich (Abstürze der Software, einfrieren der Automaten, usw.)
Die SBB müssen endlich einsehen, dass es mit der bis anhin katastrophal niedrigen Personalquote und den auf Langstrecken viel zu häufigen Kondukteurswechseln auf den Zügen niemals gelingen kann, dieses Graufahrerproblem in den Griff zu kriegen (und genauso wird es übrigens nicht gelingen, einen funktionierenden Speisenservice am Platz anzubieten).
Das Gratis-Pendeln von Bern nach Zürich in den Modulen ist teilweise schon erschreckend: wenn sich dort mal ein Kondukteur hin verirrt, verbringt er die ganze Strecke mit dem Verkauf von Billetten und Klassenwechseln. Das könnten alles GA-Kunden sein, wenn sie wüssten, dass umfassend kontrolliert wird!
Generell sind die Doppelstock-IC ein Problem. Sie bieten – gerade wenn es voll ist – einfach zu viele Möglichkeiten, sich vor dem Kondukteur zu “verstecken”. Eine Parallelkontrolle beider Etagen scheint mir die einzige zweckmässige Lösung zu sein.
Ich weiss nicht, wie es die Deutschen schaffen, aber dort funktioniert es: wenn ich von Basel nach Norden fahre, gibt es keine Chance, der Kontrolle zu entgehen, selbst wenn man nur bis Freiburg/Breisgau fährt. Nur sind dort eben auch drei (oder noch mehr) Kondukteure auf dem ICE, sowie ZUSÄTZLICH Gastropersonal, welches den Speisenservice am Platz abwickelt.
Es kann keine Lösung sein, den Service für alle zu verschlechtern, nur weil man nicht genug Mitarbeiter einstellen möchte (und die vorhandenen künftig noch Café und Gipfeli servieren sollen). Zum Thema Automaten und anderen Problemen beim Billettkauf ist alles gesagt.
Ich finde das mit den Modulen auch ein Problem. Wenn im IC Zürich-Chur ein Modul angehängt ist, dann kommt der Kondukteur meistens erst in Sargans. So kann dann natürlich ein Fahrgast sagen, dass er von Sargans bis Chur fährt, obwohl er schon seit Zürich im Zug ist.
Aus meiner Sicht könnte ein Kondukteur von Chur bis Sargans das Modul bedienen und dann ab Sargans den IC2000 Teil. (Würde natürlich nur funktionieren, wenn mindestens 2 Kondukteure auf dem Zug sind). Ebenso müssten Reisende, die in Sargans einsteigen kontrolliert werden, BEVOR sie einsteigen. (Kam tatsächlich auch schon vor und zwar in Zürich Richtung Chur vor etwa 5 Jahren).
Ein Beispiel bei mir vor kurzem mit einem IC von Bern nach Zürich. Die dortigen IC haben meistens das Modul vor der Lok. (Also Seite Zürich). Da hätte jeder Schwarz fahren können, weil der Kondukteur bei der Stammkomposition stand und die meisten Leute in das Modul einstiegen. (Der Kondukteur kam dann auch nicht).
Wenn die Servicequalität nicht weiter leiden sollte, müsste man immer auch einen Kondukteur für das Modul einteilen.
naja, ich finds halt einfach eine Sauerrei.. Zudem ist eine EC Karte bei KEINER Schweizer Bank kostenlos! 20 FR bei den Kantonalbanken ist das billigste! Postkonto kost übrigens au 36 Fr pro Jahr, wenn man Arm ist, wie ich!
Wir armen sind ja immer die, die ausgebäutet werden. Ich hab ne bessere IDee, ich fang nun auch an zu bescheissen! So wie die ganzen Manager, vllt. werd ich ja Reich!
Nun, bei gewissen Punkten kann ich Sandra-Lia zustimmen: es wird zu oft davon ausgegangen, dass alle alles haben (müssen). Ähnlich ging es mir beim Kauf meines U-Abo’s des TNW: Obwohl ich Kreditkarte habe, aber keine Postkarte, konnte ich das Abo nicht am Automaten erneuern, da meine Kreditkarte nicht aufgeführt ist. Und ich führe leider nicht mehrere Hundert Franken in 2 Fr. und 5 Fr. Münzen mit mir.
Was die Kontrollen angehen: Natürlich kann die SBB mehr Personal einstellen und die Kontrollen massiv ausbauen. Nur: können die so erwirtschafteten Mehreinnahmen (weniger schwarz- und graufahrer) die Mehrkosten rechtfertigen? Wir sind doch, geben wirs zu, die Ersten, die aufschreien, wenn eine Preisanpassung vorgenommen werden muss oder wird.
Es wird auch immer das Beispiel DB aufgeführt. Hier muss man aber anmerken, dass bei der DB der gefahrene Personen- und Tonnenkilometer massiv mehr subventioniert wird als hier. (ich hab die Zahlen grad nicht zur Hand, aber SBB müsste bei rund 2 bis 3 Cent sein, DB bei rund 6 bis 7 Cent)
Nun, die Frage ist ganz einfach:
Was wollen wir? mehr Service, mehr Kontrollen – aber ev. mehr Kosten?
In Deutschland ist Bahnfahren auch deutlich teurer als in der Schweiz!
Fakt ist: für einen GUTEN (sic!) Service bin ich gern bereit, etwas mehr zu zahlen. Guten Serivce bedeutet aber: In Solothurn gibts wieder 4 Personen am Schalter, die alle Freundlich sind, (und nicht so unmotiviert wie jetzt) die Automaten werden noch mal überdacht, und einfacher programmiert (wos noch Gelbe führung war, wars erheblich einfacher für mich, und andere Behinderte) und in weniger Schritten, und vorallem, muss der Automat auch Scheine Rückgeld geben können, damit man auch mal mit nem 100er ein Ticket für kurze Strecken kaufen kann! (Dass das geht, zeigt das Expermient in Frankreich mit den Roboterkassen (gegen welche ich natürlich bin!))
Und ja, wir brauchen auch mehr Schaffner, auch für REGIONALZUEGE!
In BRB käme niemand auf die Idee, die Schaffner wegzusparen, da es günstiger ist, in jedem RE/R ein Schaffner zu haben, als an jedem Baumstamm mit 2 Einwohner, wo der Zug hält, ein Automaten zu unterhalten. So haben nur die wichtigsten Bahnhöfe überhaupt ein Automat, und da ja der Zug eh begleitet werden muss, da die Abfahrtstechnik teilweise noch vom Zugchef bedient werden muss, kann der ja auch Fahrkarten verkaufen, was er ohne Aufpreis tut.
Sandra-Lia
Vorkriegsautomaten wohl nicht….allenfalls Vorsintflut.
Moderne Menschen (ich bin zwar selber altmodisch eingestellt mit 57-zgi) haben doch Debit-und Kreditkarten. Ich habe mit dem Lösen keine Probleme, ich benutze immer den Bildschirm-Automaten und bin froh, nicht am Schalter anstehen zu müssen.
Kreditkarte kreigt man nur, wenn man Kreditwürdig ist, und das ist man nur, wenn man einen job hat oder ein genug grosses Vermögen.
Und Debitvisakarte hab ich, nur kostet jede Ladung 1% der Summe (bei der SBB VISA sogar mind. 5 Fr!)
Und sorry, ich bin auf jeden Fr. angewiesen. hab nix zu verschenken.
Was ist BRB?
Bundesrepublik Berlin?
Die Nebenlinien auf dem Land werden oft von Privatbahnen betrieben, mit modernen, kurzen Triebwagen. Dass bei solch niedrigen Frequenzen das Aufstellen von Automaten im Zug billiger kommt, ist offensichtlich. Ich frage mich aber bei der SBB-Flotte, wieviel Automaten pro Wagen dann gerechnet würden….In einem 12-Wagen S-Bahn-zug allenfalls 24 Stück? Get real, würde der Anglo hier sagen. Wie Piero erwähnt, die deutschen Länder und Kommunen subentionieren die Bähnchen vielleicht auch höher als die geizigen Schweizer Rechtspolitiker, die überall das Sagen haben.
Eher Brandenburg (BRB) Berlin wäre (B).
ne, nix automat. Schaffner..
(zumal in den paar Dieselschleudern, wo ein Automat steht, dieser sowieso 90% der Zeit nicht funktioniert, da er nämlich Verbindung zu einem Mobilnetz braucht.. (die Sache wurde natürlich nicht zu ende gedacht) und weil es au sonst nicht so Bahnfahrautomatentaugliche Umstände sind (zu Warm))
PS: BRD steht ja auch für Bananen Republik Deutschland ^^
Da haben wir’s schon. Also doch lieber keine Automaten im Zug…..
Dass das Personal oft nicht in den Modulen zirkuliert, kommt nur daher, dass wegen der windschnittigen Fronten (es gibt auch Sicherheitsaspekte bei deren Design) kein Wagenübergang mehr existiert wie früher bei den Pendelzügen oder beim berühmten Gumminasenzug in Dänemark, bei dem sich beim Zusammekuppeln zweier Einheiten zwecks Durchgängigkeit der Führerstand einfach seitlich wegschwenken lässt.
So können die Module nur bei einem Halt erreicht werden. Auch die Minibar wird vermutlich im Modul nie erscheinen.
was ist dieses vielbesagte modul? Jetzt will ichs auch mal wissen? Sind das die Doppelstockschüttler?
@Sandra-Lia:
Nein, Module nennt man die zusätzlichen einstöckigen Wagen, wo oft noch an die Doppelstock-IC angehängt werden. In diesem Fall ist es nicht möglich, während der Fahrt aus dem Stammzug (Doppelstock) in das Modul (einstöckige Wagen) zu gehen. Wenn der Kondukteur dann zwischen Bern und Zürich oder Zürich und Sargans im Stammzug ist, herrscht im Modul gewissermassen Anarchie.
@all:
Eine weitere Möglichkeit wäre es, die Regeln für den Billettverkauf im Zug zu ändern. Momentan ist es ja so, dass man sich in Ruhe einen Platz suchen und der Kontrolle zuwarten darf. Äussert man dann (erst) den Wunsch, ein Billett zu kaufen, gilt dies noch nicht als Missbrauch und man darf – zu 5 Stutz mehr – nachlösen.
In Frankreich ist das anders: dort muss ein Reisender ohne Billett SOFORT nach dem Zustieg den Kondukteur AKTIV aufsuchen. Nur dann darf er noch zum “tarif de bord” (Aufpreis) nachlösen.
Wartet man hingegen einfach der Kontrolle zu, gibts kein Billett, sondern eine Bussenverfügung (“tarif contrôle”).
danke für die lektion. Nun weiss ich mehr. Da hock ich wohl nie ^^
Das ist so ein riesen quatsch!
Die SBB muss endlich attraktiv und kundenfreundlich werden. Um das zu erreichen, hätte sie den Zuschlag abschaffen sollen und mehr Zugpersonal einstellen. Die Mehrkosten werden durch mehr Kunden gedeckt. Aber die kommen sicher nicht, wenn alles extra kostet.
Mit dieser Massnahme und dem Versuch in der 1. Klasse mehr Service zu bieten, zeigt die SBB, dass sie dringend ihre Image aufpolieren muss. Leider geht sie dabei den falschen Weg. Das Zeitalter der ausgepressten Zitronenschale ist vorbei. Da kommt kein Tropfen mehr raus, und wenn nicht frischer Zitronensaft serviert wird, bleiben die Kunden aus, ganz einfach.
Aber klar, dieser Preisaufschlag ist schnell erklärt und gerechtfertigt, auch wenn es nichts mit dem eigentlichen Grund zu tun hat und man hat ein paar Franken mehr in der Tasche. Die Kunden die ausbleiben kann aber niemand zählen. Sie bleiben einfach aus.
@Raff
Ich weiss nicht wie gut oder schlecht Du informierst bist – tippe eher auf das zweit.
Fakt ist, dass die SBB jedes Jahr 5 – 6 Prozent mehr Passagiere hat.
Und diesen Erfolg ist für die SBB die grösste Gefahr aus Gründen wie Platzknappheit in den Stosszeiten etc.
@Dani
Ja toll, jetzt sind die Kunden die Gefahr. Dani, die SBB führt keinen Krieg.
Die Zunahme hat wohl am wenigsten mit der Kundenfreundlichkeit der SBB zu tun als mit den Verkehrsaufkommen und Problemen auf den Strassen.
Wenn die SBB also pro Jahr 5-6 % mehr Kunden hat, warum dann die ständigen Erhöhungen (inkl. den versteckten)?
Wenn man Kundenfreundlicher wäre, wäre die Zunahme sicherlich im Bereich von 10 bis 15% und der dadurch entstehende höhere Gewinn könnte in die Infrastruktur fliessen. Aber die Manager der SBB gehören zur selben Gilde wie diejenigen die die gesamte Weltwirtschaft in den Ruin treiben.
Wann beginnt endlich das Umdenken?
noch lange nicht… noch lange nicht.. siehst ja, sbb will 100 IR in RE umwandeln, um da den Service auch noch wegzusparen! MAn sieht, wo das A… Meier seine Ausbildung (wenn man das so nennen darf) gemacht hat, bei herr Arrogannt Mehdorn! Es gibt nur eins: WEG MIT MEIER!
Raff
Deine Argumente zeigen, dass du das Wesentliche nicht wahrhaben willst:
Billettverkauf im Zug ist und bleibt die Ausnahme. Wenn die Kunden z.B. einmal im Jahr wegen Zeitmangel ohne Billett im Schnellzug fahren, können sie die 10 Franken leicht verschmerzen. Falls es aber Gewohnheit ist, ist es an der Zeit, den Zuschlag zu erhöhen.
In einer Zeit, in der alles auf Selbstbedienung hinausläuft, ist es nichts Abwegiges. Geh mal an den Flughafen zum Check-in. Heute machst du dies am Automaten. Die Gepäckabgabe wird demnächst in Zürich auch automatisiert. Personal wird nur noch für Probleme und Spezialfälle benötigt. Das ist der Lauf der Zeit. Zugpersonal wird es in Zukunft nicht mehr geben, es herrscht Personalmangel.
GUMBO
Die SBB ist ein Dienstleistungsunternehmen. Dienstleistungen an den Kunden sollen also deiner Meinung nach bei der SBB die Ausnahme bleiben?
Das A und O eines jeden Unternehmens sind zufriedene Kunden! Wenn du behauptest, dass der Bilettverkauf im Zug eine Ausnahme bleiben soll, dann argumentierst du an den Kunden vorbei.
Wie man zu einem Bilett kommt, ist doch egal, solange es mehrere Möglichkeiten gibt.
Wenn man deine Argumentation und offenbar auch diejenige der SBB folgt, kostet das Billett bald auch am Schalter 5.- oder Fr. 10.- mehr (da es ja Automaten gibt)? Das kann es doch nicht sein?
Noch was: bei bald 5% Abeitslosigkeit von Personalmangel zu reden, ist zynisch.
Lol.. Personalmangel??? So was kann ich einfach nicht glauben! Es gibt genug Arbeitslose, die Arbeiten wollen. Zudem diese “Selbstbedienungsgesellschaft” (oder die Nötigung dazu) ist nicht nur assozial, ausbeuterisch, absolut nicht Dienstleistend, sondern sie schafft ziemlich viel neue Probleme. Zb. Rauchen im Zug, Schlägerei, Sicherheitsprobleme, Vandalismus.. Ich muss ehrlich sagen, ich fang mir an gedanken darum zu machen, ob ich auf ein EAuto sparen soll. Denn das, was die Bahn da abzieht, geht mir auf den Sack!!
Und dieser offene Abbau an Leistung am Kunden ist eine verdammte Frechheit, und irgendwann werden die Unternehmen dafür büssen müssen, und zwar kräftig!
Ich werd derweil mal sehn, ob nicht eine “Dienstleistungsinitiative” das ganze verbessert.
Ziel: JEDER Ort mit mehr als 750 Einwohner bekommt eine Post+Bahnschalter Kombination, die zusammen mit dem Einwohneramt die Räumlichkeit teilt, und somit alle relevanten Dienstleistungen erbringen soll, die nicht im “Tanteemmaladen” gemacht werden sollten, zudem fordert sie die Produktepreisanschriftspflicht (am Produkt) und, das jeder Zug mit einem Zugsbegleiter begleitet wird, das jeder Bahnhof mit Umsteigeverbindung einen Schalter haben muss, der wie die POST/BAHN Idee, wenigstens von 8-12;13-18 Uhr geöffnet sein muss. Es dürfen keinerlei zusätzliche Gebühren verlangt werden, für diese Dienstleistung. Finanziert werden soll das ganze von der Post, Bahn und dem Bund, der daran Interessiert sein muss, dass auch ländliche Regionen noch Service Public erhalten.
Alles andere gehört verboten!
Die 5 Prozent Arbeitslosen dürfen sich gerne melden: http://mct.sbb.ch/mct/konzern_dienstleistungen/konzern_jobs/konzern_stellenportraits/konzern_reisezugbegleiter.htm
Da ich das GA habe werde ich zwar nie in “den Genuss” der erhöhten Gebühr kommen finde den Betrag aber trotzdem zu hoch angesetzt. Insbesondere bei kurzen Distanzen.
z.B. Zug-Luzern Hin und zurück in der 2 Kl. mit Halbtax ist dort 10 CHF mit dem Zuschlag würde sich der Preis also verdoppeln! Heftig meiner Meinung nach!
ja, da hat sich mein Mann auch schon beworben, noch nicht mal zum Vorstellungsgespräch kam er, obwohl er wirklich keine schlechte Ausbildung hat. Und ich, naja, ich hab ja keine, also, was soll ich da 10 Fr raushauen, nur um eine Absage zu kassieren?
Sandra-Lia
Personalmangel: Es lassen sich nicht so einfach Leute rekrutieren. Da Schweizer kaum zu finden sind, kommen heute viele Zugbegleiter von Deutschland. Aber die Eignung für den Job ist auch ein Kriterium, wie überall. Oft scheitert es an den Sprachkenntnissen.
Pendler
Genau auf kurzen Strecken gibt es auch am meisten Graufahrer.
Piero
Was für eine Kreditkarte hast denn du?
Im Ausland, wie auch in der Schweiz, gibt es eigentlich nur zwei, die generell überall, auch bei der Bahn, akzeptiert werden, VISA und MasterCard.
Raff
Soll denn die SBB einfach Arbeitslose einstellen, die nicht genügend qualifiziert sind für den Job, Hauptsache sie haben einen Job? Das macht keine Firma.
@ Raff:
Was mich mal interessieren würde: Bei welcher Firma bist Du angestellt? (Bzw. bist Du selbständig tätig?)
naja, ich denke, vllt. sollte die SBB auch mal etwas an ihren Erwartungen schrauben, und nicht gleich auf dem hohen ross daher kommen…
Es ist ja scho recht, dass man Ausbildung braucht, aber so detailiert, genau Reiseverkehrsblablabla.. obwohl ein Betriebswirt mit KV doch nicht weniger gut sein kann?
Zudem, wenn die SBB jammert, sie fänden keine leute, sollte man halt wirklich die Bedinungen etwas senken. Was Fremdsprachen angeht: Naja, wenn ich die Westschweizer Kondis so sehe, die kein rechtes Deutsch können, frag ich mich ja dann schon, warum sie bei meinem Mann sagen wollen, dass das nicht geht, obwohl er zwei Sprachen neben Deutsch kann.
@ Gumbo
Nein, die SBB soll keine unqualifizierte Arbeitslose einstellen. Aber glaub mir, bei bald 5% Arbeitslosen hätte die SBB genug Auswahl. Aber will die SBB das auch?
@ Hobi
Ich bin im Marketing/Webentwicklung tätig, mehr brauchst du nicht zu wissen ;-)
@gumpo MasterCard und die geht an diesen Automaten nicht.
Sandra-Lia
Du hast ja keine Ahnung von der Komplexität der Bahn als Fachgebiet. Was bitte ist ein Betriebswirt? Ich kenne nur den Gastwirt.
MasterCard ist die weltweit akzeptierte Karte.
Ich habe meine schon seit bald 25 Jahren, und sie ist bisher immer an den Automaten akzeptiert worden. Bald hat auch die VBZ (Zürich) neue Kästen, die sie annehmen.
Ein Betriebswirt? Ein Studiengang. Betriebswirtschaft (genaueres im Wikipedia)
Naja, aber wenn die SBB jammert, sie fänden keine Leute müssen sie entweder selbst mehr ausbilden oder die Anforderungen so setzen, dass sie welche finden
@Sandra-Lia:
Die Grund-Anforderungen können nicht einfach so abgeändert werden! Das wäre unseriös!
Die SBB wird diese Anforderungen aus dem Stellenprofil ableiten. Die SBB hat genug Schraub die sie verändern kann um die Anzahl Einstellungen zu erhöhen. Und ich bin mir sicher das sie das auch macht. Aber einfach so mal die Anforderungen ändern geht sicher nicht!
und warum jammern sie dann, sie fänden keine leute?
Ganz einfach: Ausreden! Perosnal kostet Geld und das will man nicht ausgeben. Also sagt man, es gäbe nicht genug qualifiziertes Personal. Einfacher geht nimmer.
@RAFF
Nicht ganz, man spart am sicherheitsrelevanten Personal, dass auch für die Qualität und Zuverläsigkeit des Bahnbetriebes zuständig ist, damit die Lohnsumme in der Verwaltung erhöht werden kann.
Es versteht sich von selbst das die Zugbegleiter und Lokführer in diesem Betrieb nichts zu sagen haben.
ahh, damit Abzocker Meier noch mehr kriegen kann?
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