Bitte einsteigen: Disneys Weihnachtsgeschichte auf Schienen

von Andreas Hobi am 11. Juni 2009

Im Winter 2009 / 2010 bringt Disney die weltbekannte Charles Dickens-Erzählung “Eine Weihnachtsgeschichte (A Christmas Carol)” in die Kinos dieser Welt. Im Vorfeld fährt nun ein speziell im Stil des Films gestalteter Zug quer durch die USA. 25′000 Kilometer in 24 Wochen durch 40 Städte und 36 Staaten.

Überall wo der Zug für ein bis drei Tage hält, können die Besucher kostenlos in die Welt von “Disney’s Eine Weihnachtsgeschichte” eintauchen. Im Zug gibt es Ausschnitte aus dem Film in 3D zu sehen, man erfährt einiges über die Dreharbeiten (“Behind the Scenes”), sieht die Original-Kostüme und -Fotos und kann Ausstellungsstücke aus dem Charles Dickens Museum in London bewundern.

Die Geschichte

London. Wir befinden uns Ende des 19. Jahrhunderts. Der alte Ebenezer Scrooge ist ein unverbesserlicher Geizhals. Deshalb ist Weihnachten für ihn nichts als ein einziges Ärgernis. Doch an diesem Heiligen Abend erscheint ihm plötzlich sein verstorbener Freund Marley, welcher früher selbst ein eiskalter Geschäftsmann war und es nun bitter bereut.

Er prophezeit Scrooge ein trauriges Ende für den Fall, dass dieser seinen Lebenswandel nicht umgehend und grundlegend ändert. In dieser Nacht wird Scrooge von den Geistern der Weihnacht heimgesucht, die ihn mit seiner eigenen Herzlosigkeit konfrontieren und zur Umkehr auffordern, bevor es zu spät ist.

Die Macher des Films

Robert Zemeckis, welcher in der Vergangenheit mit sehr grossem Erfolg Filme wie Forrest Gump und Der Polarexpress inszenierte, zeichnet sich auch für diesen Film verantwortlich.

Auf der Seite der Schauspieler ist der bekannte Komödien-Star Jim Carrey erwähnenswert, welcher eine Hauptrolle spielt. Ach, was sage ich da, er spielt nicht EINE Hauptrolle, sondern ganze zwei, drei, vier… SIEBEN Hauptrollen! Unterstützt wird er von Colin Firth (Mamma Mia), Robin Wright Penn (Message in a Bottle) und Gary Oldman (The Dark Knight).

Weshalb ich darüber schreibe

Weder werde ich von Disney für diesen Artikel bezahlt, noch erhalte ich sonst eine Zuwendung von irgendeiner Seite. Ich finde es einfach toll, dass sich Firmen entschliessen, öffentliche Verkehrsmittel (in diesem Fall einen speziell gestalteten Zug) in ihre Promotionen miteinzubeziehen.

In der Schweiz wurde ähnliches ja mit dem Harry Potter-Zug gemacht.

Vorallem im Auto-Land USA ist es sicher nicht schlecht, wenn die Kinder mit dem Begriff “Zug” ein positives Erlebnis verbinden.

“Rail travel continues to influence the way people connect with each other and celebrating the release of a true classic is a perfect way to further that connection. We couldn’t be more thrilled to be teaming up with Walt Disney Studios for this 40 city tour to help educate Americans about the benefit of rail travel.”
Emmett Fremaux, Vice President Marketing and Produkt Management, Amtrak

Witzig finde ich auch die Idee, ausgerechnet im Sommer eine Weihnachtstour zu machen. Rund um den Zug werden Weihnachtslieder gespielt, alles wird weihnächtlich dekoriert und natürlich gibt es für die Besucher -- Weihnachten sei Dank -- auch kleine Geschenke. ;-)

{ 2 Kommentare… lies sie gleich hier unten oder schreibe einen }

Hermi 24. Juni 2009 um 21:59

Wäre doch super wenns sowas öfters auchin der schweiz geben würde. :-)

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Gumbo 25. Juni 2009 um 10:51

Einen Film über Ebenezer Scrooge (so heisst übrigens auch Dagobert Duck auf Original) hat es schon mal gegeben. Dies ist vielleicht ein Remake. Schon der Polarexpress war voller Ami-Weihnachtskultur.
Das Ganze ist halt sehr amerikanisch. Bei uns unnötig.
In Amerika, dem Mutterland des Kitsches, gibt es auch überall Weihnachtsläden, wo Weihnachts-Kitsch ganzjährig gekauft wird, samt Weihnachtslieder dudelnden Lautsprecher auf dem Trottoir.
Und der Kommerz hat auch schon aus unserem original Schweizer Samichlaus mit Schmutzli den “Ami-Chlaus” gemacht, der Hohohoo! ruft. Und statt im Schwarzwald mit Schmutzli zusammen wohnt er am Nordpol mit den Elfen und fliegt mit dem Rentierschlitten herum, statt dass er die Kinder mit dem Eseli besucht.
Auf Ami-Sprache sage ich da: “Gimme a break!”

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