Swissmetro will mit Swiss CargoTube fusionieren

von Andreas Hobi am 19. Mai 2009 · 3 Kommentare

Naja, eine “Fusion” ist es nicht wirklich, aber immerhin schlagen die Verantwortlichen der Swissmetro in einem Blogartikel vor, dass man die beiden Projekte Swissmetro und Swiss CargoTube gleich miteinander verwirklichen soll. Ein logischer Schritt.

Im Blogartikel von heute Dienstag schreibt die Swissmetro:

“The project Swiss Cargo Tube was presented to the public last week. This project is similar to Swissmetro in that it is based on an underground tunnel on the east-west axis. (…) The main difference between the 2 projects is that Swiss Cargo Tube is only for cargo traffic while Swissmetro is only for passenger traffic. Given the complementary nature of the 2 projects, it would be worthwhile to evaluate the possibilities of combining both projects in 1 tunnel. The construction cost of the tunnel is clearly the biggest expense factor for both projects and creating 2 sources of revenue (cargo as well as passenger traffic) might make them more profitable.”

Auf deutsch: Letzte Woche wurde das Swiss CargoTube-Projekt präsentiert. Dieses Projekt ähnelt der Swissmetro in der Hinsicht, als dass es auf einen Untergrund-Tunnel entlang der Ost-West-Achse basiert. (…) Der Hauptunterschied zwischen diesen zwei Projekten besteht darin, dass die Swiss CargoTube ausschliesslich für Güter und die Swissmetro ausschliesslich für Passagiere geplant ist. Unter Berücksichtigung der Gemeinsamkeit der beiden Projekte wäre es der Mühe wert, die Möglichkeiten zu prüfen, um beide Projekte in einem Tunnel zu kombinieren. Die Konstruktionskosten des Tunnels ist ganz klar der grösste Ausgabefaktor für beide Projekte und zwei Einnahmenquellen (Güter und Passagiere) machen das Projekt profitabler.

Ich bin gespannt, was aus diesen Überlegungen resultiert und ob die Verantwortlichen der Swissmetro sich nun (nach dem Blogartikel) ernsthaft um eine entsprechende Zusammenarbeit bemühen.

Bild © Swissmetro

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Piero Mai 19, 2009 um 22:06

Also wenn das wirklich mal irgendwann gebaut wird, dann ist ein zusammengehen beider Projekte logisch. Ob das je kommt, ich denke, wir werden den Baubeginn noch knapp im Altersheim erleben. Dann, wenn oben der Verkehr erstickt ist… Und die selben, die heute sagen, dass Projekt sei zu teuer, nicht nötig, nicht finanzierbar werden dann wiederum sagen, warum man das Ganze damals nicht schon gebaut hat.

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Andreas Hobi Mai 19, 2009 um 22:35

@ Piero:
Das Geschrei wird dann mit Sicherheit gross sein. Wie schrieb ich doch schon am 10. September 2007:

“Denken wir doch mal zurück. Als es um den Bau des Gotthard-Tunnels ging (1882) oder um die Jungfraubahn (1912). Wie gross war damals das Geschrei der Leute, welche sich nicht mit diesen Projekten anfreunden konnten? Und wo wären wir heute, hätten wir auf diese Menschen gehört? Das gleiche gilt für die Swissmetro. Der Nutzen dieser Magnetschwebebahn für die Wirtschaft und die Bevölkerung ist gigantisch und die Schweiz würde wirtschaftlich und touristisch an Bedeutung gewinnen.”

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Peter Juni 12, 2009 um 15:26

Es ist mir recht schleierhaft wie man auf die Idee kommen kann beide Projekte zu vereinen, sind doch die Bedürfnisse von Peronen und Güter völlig verschieden.
- Personen:
hohe Geschwindigkeit / hohe Sicherheit
- Tote Güter:
Tiefe Geschwindigkeit / tiefe Sicherheit.
Als Teilnehmer der Veranstallung vom 13.5.09 (alle Dokumnete sind ¨brigens auf http://www.pppschweiz.ch vorhanden) wurde mir bald klar, dass sich ein Tunnel nur finanzieren lässt, wenn er auf tiefe Geschwindigkeit und tiefe Sicherheitsbedürfnisse dimensioniert wird.
Die Forderung beide Projekte zu verheiraten wäre wohl der sichere Tod für beide Projekte.

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