
Bild: Marcel Manhart
Unter dem Titel “Ein neuer Ausbildungsbahnhof für die Jugendlichen der Südostschweiz” informiert der Ausbildungsverbund Login über die neue Junior Station in Sargans SG. Nun, man kann darüber streiten, ob Sargans wirklich in der Südostschweiz liegt; ich bin dort aufgewachsen und besonders mediterran kam mir das Kaff nie vor (im Gegensatz zu Chur), aber auf alle Fälle ist es lobenswert, dass die SBB damit in die Ostschweiz investiert. :)
Gleichzeitig feiert Login auch ein Jubiläum, denn mit Sargans darf sie nun ganze 10 Junior Stations zählen! Wenn das mal kein Grund zum feiern ist.
Momentan arbeiten zwei Lernende im Sarganser Bahnhof. Ziel von Login und der SBB ist es, diese Zahl auf bis zu zwölf Lernende zu erhöhen.
Allgemeine Infos zur Junior Station
In den Junior Stations lernt der Nachwuchs alles, was es braucht, um eine Verkaufsstelle der SBB zu betreiben: Am Schalter wird beraten, Billetts verkauft, Geld gewechselt oder Reisegepäck angenommen. Im Reisebüro nebenan läuft die Ferienberatung auf Hochtouren. Und hinter den Kulissen gilt es, die Dienstpläne festzulegen, Kasse und Buchhaltung zu bewirtschaften und den Prospektvorrat aktuell zu halten. Wichtig ist der Wissenstransfer: Wenn die Lernenden nach sechs oder zwölf Monaten ihre Stage beenden und für den nächsten Abschnitt ihrer Ausbildung in eine andere Firma oder Abteilung im login-Verbund wechseln – in der Region beispielsweise zur Rhätischen Bahn oder der Südostbahn – wird darauf geachtet, dass die Auszubildenden ihr Wissen an die neuen Lernenden weitergeben. Auch dies ist ein wichtiges Prinzip der Ausbildungsphilosophie „Lebensunternehmer/in“.
Neben den Junior Stations gibt es noch zwei weitere Arten der Junior Teams: In den Junior Business Teams absolvieren die Lernenden der technischen Berufe ihre Basisausbildung und arbeiten wie in einem Kleinunternehmen eigenverantwortlich und produktiv zusammen. Im Zugverkehrsleitungs-Nachwuchsteam lernen sie die Fahrdienstleitung von der Pike auf und übernehmen eigenständig Ressortarbeiten. Das Ausbildungsmodell „Junior Teams“ wurde für die vorbildliche Vermittlung von Unternehmertum in der Ausbildung mit dem ENTERPRIZE 2008 ausgezeichnet. (Text: Login)
Na dann wünsche ich gutes Gelingen und den zukünftigen Lernenden viel Spass und Erfolg! :-)
Ganze Medienmitteilung zur Junior Station Sargans SG lesen…
Wir möchten dir gerne die 10 besten Artikel von schweizweit.net senden! Bestimmt ist dort auch für dich etwas interessantes, spannendes oder amüsantes dabei.


{ 4 Kommentare… lies sie unten oder schreib selbst einen }
“Besonders mediterran kam mir das Kaff nie vor (im Gegensatz zu Chur)”
Kannst du das mit Chur mal genauer erklären? Vielleicht hab ich da was verpasst ;-)
@ Martin:
Also sofern man den Recherchen des “Tagi” Glauben schenkt, ist Chur tatsächlich die meteorologisch wärmste Stadt der Schweiz:
http://sc.tagesanzeiger.ch/dyn/news/schweiz/836845.html
Des weiteren ist in dem Bericht (Jan. ’08) über “das schärfste Polizeigesetz der Schweiz” zu erfahren, dass Chur mit seinen ca. 240 Gastrobetrieben auf 35’000 Einwohner die höchste Beizendichte der Schweiz aufweist. In Chur wird gar gesagt, dass man in diesem Belangen von keiner Stadt zwischen Milano und Berlin übertroffen wird … na ja, DAS müsste man viellicht mal noch etwas genauer unter die Lupe nehmen … ;o)
Im launigen Tagi-Artikel (Okt. ’06) des ehemaligen WOZ-Redaktors Constantin Seibt sind 24 Stunden in Chur übrigens sehr treffend beschrieben ….
http://sc.tagesanzeiger.ch/dyn/reisen/schweiz/672817.html
Wer noch mehr Argumente braucht, um zumindest mal einen ausgedehnten “Stop-over” in dieser schmucken Stadt zu machen, findet unter dem folgenden Link einen schlichten Ausflugs-Tipp (Mrz. ’08):
http://sc.tagesanzeiger.ch/dyn/reisen/schweiz/848910.html
Zusammengetragen von einem “Züzi” (>> Bündner über Zürcher), der zweieinhalb Jahre in Chur gelebt hat und noch immer gerne von dieser Stadt schwärmt …
@ Martin:
Dave hat das, was ich schreiben wollte, inzwischen ja schon erwähnt. :) Chur ist einerseits von den Temperaturen her sehr angenehm, ausserdem sind die Leute hier auch viel offener als sie es in Sargans waren. Und offene, fröhliche und gastfreundliche Menschen, die ordnet man ja oft den südlichen Regionen zu. ;o)
Erstaunlich, wie die Junior Businesspeople noch ausgebildet werden ohne grosse Aussichten auf spätere Anstellung im erlernten Gebiet. Die SBB hat ja eben erst wegen der schlechten Konjunktur Personaleinstellungen sistiert.
Aber eben: Die heutigen Lehrlinge lernen ja in erster Linie, sich immer wieder neu zu verkaufen und neu zu bewerben…
Am Schalter werde “Beraten”? Das hat in der Praxis einen immer kleineren Stellenwert, denn solche Tätigkeiten – wie auch Billette verkaufen, sind ja ein Verlustgeschäft. Die Devise lautet: Möglichst am Automaten lösen und im Internet nachsehen.