Tja, so kann es gehen… Am Freitag begleitete ich den Extrazug (ICN) um 17:09 Uhr von Basel SBB nach Zürich HB. Planmässige Ankunft in Zürich: 18:10 Uhr
Doch dann passten wir auf der Reise von Basel nach Zürich besser in den dicht gedrängten Fahrplan als erwartet und bereits um 17:58 Uhr befanden wir uns in der Einfahrt zum Zürcher Hauptbahnhof.
Ich freute mich, dass wir so viel zu früh unser Ziel erreichten und machte natürlich auch gleich die Enddurchsage:
Geschätzte Fahrgäste, wir treffen zehn Minuten früher als erwartet in Zürich Hauptbahnhof ein. Endstation dieses Zuges. Das Zugteam der SBB bittet Sie auszusteigen und verabschiedet sich von Ihnen.
Zwanzig Sekunden später stand der Zug still. Rund einen Kilometer vor dem HB.
Ich befürchtete schon, dass unser Einfahrtgleis eventuell noch gar nicht frei ist. Schliesslich befanden wir uns um 18 Uhr mitten in der Hauptverkehrszeit. Zwei Minuten später hatte ich die Gewissheit: Alle verfügbaren Gleise belegt. Wir müssen warten bis ca. 18:08-09.
Geschätzte Fahrgäste. Leider ist unser Einfahrtgleis 15 zur Zeit noch belegt. Sobald es frei ist, werden wir in den Hauptbahnhof einfahren können. Besten Dank für Ihre Geduld.
So standen wir also mitten im Gleisfeld, wie “bestellt und nicht abgeholt”, während alle diese S-Bahnen und Fernverkehrszüge im Eiltempo an uns vorbeidüsten. Nach etwa 8 Minuten bewegte sich der Zug wieder und pünktlich per 18:10 Uhr konnten die Reisenden im HB aussteigen. (Es wäre ja auch zu schön gewesen, einmal mit einer Verfrühung in der Endstation einzutreffen… *seufz*)
Viele Passagiere konnten sich dann ein Schmunzeln auch nicht verkneifen, als sie auf dem Perron an mir vorbei gingen. ;-)


{ 11 Kommentare… lies sie unten oder schreib selbst einen }
Warst du heute im IC um 12.36 von ZH nach Basel? :D
Nein, hatte um 13:09 Uhr bereits Feierabend: http://twitter.com/andreashobi/status/987523360
Wieso meinst du? Hatte der Zugbegleiter Ähnlichkeiten mit mir? :)
Du solltest die Fähigkeiten deiner Fahrplanfabrik nicht unterschätzen. Sie gehört zu einere der zuverlässigsten der Welt.
In deinem Fall wussten die wahrscheinlich schon vorher, dass du eine Pause im Vorfeld des HB machen wirst. Besser wäre es gewesen, wenn sie dir das zum voraus gesagt hätten.
Upps… Naja, besser pünktlich als zu spät. Wenn jetzt der Zug noch länger als erwartet dort gestanden hätte wäre es “schlimm” gewesen…
Nach dem beginn dachte ich schon, dass ihr dann sogar noch zu spät eingefahren seit, aber zum Glück ist dem nicht so ;)
ha, so kanns gehn. Warum gabs so ein Extrazug überhaupt?
@ Sandra-Lia:
Basler Herbstmesse und andere Events.
Freude sollte nie vor dem informationenbeschaffen sein..ich habe mal gelernt zuerst sich informieren und dann verkünden!
wird aber heute nirgens mehr gemacht man kann sich ja entschuldigen und dann ist alles wieder gut!
Dies erinnert mich ganz an die Praxis der “Die Post”, welche B-Briefe auch zurückbehält damit sie wirklich 2-3 Tage unterwegs sind, auch wenn sie im selben Dorf verteilt werden!
In und um Zürich ist der Verkehr so dicht, dass jeder Zug genau berechnet ist, wann er seinen “Slot” hat. Steht er früher vor der Scheibe, ist sein Einfahrtsgleis noch besetzt. Wie im Flüüger: Wir flogen pünktlich ab jenseits des Teiches, Ankunft Zürich morgens 06:00. Er kommt dank gutem Wind etwa 10 Minuten zu früh in die Schweiz. Wegen dem Nachtflugverbot verpufft er nun die gesparte Flugzeit und Kerosin mit 10 Minuten Kreisen nördlich von Brugg, denn der Flughafen Zürich nimmt ihn nicht vor 6:00 h. Warum aber fliegt man dann in Amerika nicht ein wenig später ab? Weil die es auch wegen der Verkehrsdichte nicht erlauben.
Die Verzögerung kann ich ja noch verstehen. Aber wieso machen die meisten Züge dennoch einen “Ehrenhalt” auf dem Vorfeld? Meistens sind es genau diese paar Minuten, welche den Zug eben nicht mehr pünktlich eintreffen lassen.
Auch spannend ist die eine S-Bahn in Zürich, die zwar jeweils pünktlich ab Gl 54 losfährt, aber nach wenigen 100 Metern _immer_ nochmals zwei Minuten stillsteht. Kommt wohl in etwa der Warteschlaufe des Fliegers gleich…