
Gestern fand sie statt: Die Hauptprobe der Traviata im Zürcher Hauptbahnhof. Und man hätte fast meinen können, bereits gestern sei der grosse Tag gewesen, der Tag, an dem die Live-Sendung stattfindet.
Denn alle waren sie da: Opernhaus-Direktor Alexander Pereira mit seiner bisschen jünger geratenen Freundin, Nationalrat Felix Gutzwiller und einige seiner Ratskollegen, diverse SF-Prominenz und ein paar andere bekannte Gesichter.
Ich selber war bloss eine halbe Stunde dabei, auf der Durchreise sozusagen. (Nein, nicht während einer Arbeitspause; hatte gestern Frühdienst und arbeitete nur bis 12:30 Uhr.)
Hier findet ihr nun ein paar Bilder der Hauptprobe. Die undeutlichen Bilder stammen von mir, die qualitativ besseren vom Schweizer Fernsehen. Nach den Bildern folgen noch ein paar Worte, Meinungen und Einschätzungen meinerseits sowie ein Aufruf zum Live-Bloggen.
Die Bilder

Beeindruckende Technik
Bereits am Sonntag nannte ich im Artikel La Traviata -- Die Vorbereitungen laufen ein paar Kennzahlen zur Traviata-Aufführung. Unter anderem erwehnte ich dabei auch die Spidercam; und diese hat es wirklich in sich, wie ich gestern miterleben durfte! Hier ein Video über deren faszinierendes Funktionsprinzip (ab Sekunde 40):
Die Spidercam ist mit vier Seilen an den vier Ecken der grossen HB-Hallo befestigt. Durch elektronisch betriebene Seilwinden kann sie sich mit sehr hohem Tempo im dreidimensionalen Raum bewegen. Sprich: Nach oben, nach unten; nach links, nach recht; nach vorne, nach hinten. Jeder Punkt der grossen Halle ist durch die Spidercam innert Sekunden erreichbar. Die Bilder, die dabei eingefangen werden, sind einmalig! Auf einem grossen Bildschirm, den das Schweizer Fernsehen aufgestellt hat, konnte man das Ergebnis begutachten.
Sehr gut sieht man den Einsatz der Spidercam auch im Video auf tagesanzeiger.ch:
Schön fand ich auch die Beleuchtung. Extra für die Traviata-Aufführung wurde zum Beispiel das Gleis 9 und die grosse Halle besonders schön beleuchtet, so dass die alten Gemäuer und die Bögen besser zum Vorschein kommen. Schade, dass der HB nicht immer so beleuchtet wird…
Von Pannen nicht verschont
Wird die Aufführung heute Abend pannenfrei ablaufen? Ich glaube nicht daran, seit ich die Proben gestern gesehen habe. Da ging dann doch einiges schief. Einmal gab der Sänger den Mitarbeitern per Hand das Zeichen, man solle ihm doch bitte die Ohrstecker lauter einstellen; es schien so, als höre er das Orchester kaum noch. (Dies sieht man auch gut im oben verlinkten Tagesanzeiger-Video.) Ein anderes Mal hatte Moderatorin Sandra Studer Probleme mit ihrem Mikrophon und bei der Abschiedsszene schloss sich die Tür minim zu früh, so dass die Blumen, die Alfredo in den Händen hielt, fast eingeklemmt wurden.
Das alles innerhalb der halben Stunde, in welcher ich die Proben anschaute. Ich nehme deshalb an, dass auch heute Abend nicht alles so läuft, wie es sollte. Doch dies ist nicht weiter schlimm, gehört es doch zum Konzept, dass alles live und 1 zu 1 gezeigt wird, so wie es die Kameras filmen. Spannend wird es auf jeden Fall! :)
Schnelle Wechsel
Die Wechsel zwischen den verschiedenen Drehorten sind teilweise sehr schnell. Ich bin gespannt, ob sie diese immer in der vorgesehenen Zeit schaffen. Es gibt zwar viele Sicherheitsleute (mit Hemd, Kravatte und Jacket, darunter aber Sicherheitswesten…), welche die Wege jeweils frei “schaufeln” und die Zuschauer bei einigen Szenen zurückhalten, trotzdem dürfte es ganz interessant werden.
Aufruf zu Live-Blogging und Live-Twitter
Falls nichts dazwischen kommt werde ich die Sendung heute Abend vor dem heimischen TV anschauen und dann auch gleich live meine Gedanken twittern. Deshalb hier schon einmal der Link zu meinem Twitter-Account: http://twitter.com/andreashobi
Wer auch mittwittern möchte, der kann ja (so wie ich es tun werde) den Hashtag #sftraviata verwenden. So können wir alle Tweets zur Traviata sammeln. Und deshalb auch gleich hier der Link zu allen Traviata-Twitterern:
Tweets mit Hashtag #sftraviata
Und nun wünsche ich euch viel Vergnügen mit der Produktion, an der hauptsächlich das Schweizer Fernsehen, die SBB und das Opernhaus Zürich beteiligt sind.













{ 3 Kommentare… lies sie gleich hier unten oder schreibe einen }
habs leider nicht nach Zürich geschafft, hab sicher was verpasst.
Ja, war toll! Hat sich gelohnt, es im TV zu schauen.
hehe, wird ja bald wiederholt, hab ich wo gelesen