Wie alles begann: Vom kleinen Schnudergoof zum Blogger


Letzte Woche sind mal wieder alte Hefte aus meiner Schulzeit aufgetaucht: Darunter auch ein Diktat- und ein Allerleiheft aus der zweiten Klasse.

Immer wieder interessant, so in alten Unterlagen zu blättern und darin zu schmökern. ;-) Natürlich will ich euch die “literarischen Kunstwerke” aus jener Zeit nicht vorenthalten; denn schliesslich konnte man schon damals sehen, dass ich Freude hatte am Lesen und besonders auch am Schreiben.

(In der Primarschule kam es dann auch immer mal wieder vor, dass ich mir Bücher aus den Bibliotheken der höheren Klassen holte, da mir die Bücher der aktuellen Klasse zu simpel waren.)

Der Grund, weshalb ich bis heute gerne lese und schreibe liegt vermutlich darin, dass ich es nicht in der Schule gelernt habe (wo es für viele Schüler ein “müssen” ist), sondern dass ich es mir schon lange vor meiner Schulzeit selber beigebracht habe, mithilfe eines Spiels, dass mit Bildern arbeitet, auf denen Buchstaben aufgedruckt sind. Ähnlich wie auf dem Bild links, nur mit dem Unterschied, dass es nicht auf einem Computer war sondern noch ganz konservativ auf Karton.

Meine frühe Begeisterung für alles, was Buchstaben (beziehungsweise ein paar Bilder) hat, sieht man auch bei diesen Bildern: ;-)

Lesen konnte ich damals natürlich noch längst nicht, aber das Medium “Zeitung” schien mich schon von klein auf zu interessieren.

So kam es dann auch, dass ich während meiner Primarschulzeit eine Weile lang den Berufswunsch “Journalist” hatte, dann jedoch irgendwie davon abkam (vielleicht weil ich ahnte, dass dieser Beruf sich bald drastisch ändern wird), das KV machen wollte, mich bei verschiedenen Banken, Gemeinden und Reisebüros bewarb und schlussendlich ein paar Zusagen erhielt und mich entschloss, zur Bahn zu gehen.

So ging ich dann also nicht zur schreibenden Zunft. Aber das Lesen ist bis heute geblieben. Im Gegensatz zu früher sind es zwar keine dicken Bücher mehr, dafür habe ich die verschiedensten Zeitschriften und Zeitungen abonniert, von der hiesigen Tageszeitung über den Blick, Sonntagsblick bis hin zu der “Bilanz” und zweier Hefte aus dem P.M.-Verlag, um nur einige zu nennen.

Unter “Geschichten, die das Leben schrieb” kann man dann auch ablegen, dass ich inzwischen bereits nicht mehr in einem typischen KV-Beruf arbeite und damit die meisten im KV erlernten Dinge nur noch in meiner Freizeit ausübe. (Ausnahme: Die Sprachen.) Das Leben hält halt immer wieder diverse Überraschungen bereit. So kam dann die Ausbildung zum Zugbegleiter, mit allem Drum und Dran und ich bin mir sicher, dass auch dies nicht meine letzte Ausbildung gewesen sein wird.

Wo ich in 5 oder 10 Jahren sein werde? Who knows… Vermutlich wieder an einem ganz anderen Ort, als ich heute vermuten würde. Ich bin halt viel zu neu- und wissbegierig, als dass ich zu lange am gleichen Ort würde bleiben wollen. Und sobald mir die Herausforderungen fehlen und sich ein Alltagstrott einspielt, bin ich wieder auf der Suche nach Neuem. :)

So, nun aber zu den versprochenen Texten aus meiner zweiten Klasse. Zuerst mal das zu den Texten gehörende (ebenfalls wieder aufgetauchte) Zeugnis:

Hier das älteste Diktat, welches ich von mir gefunden habe:

Dann habe ich hier noch ein weiteres Diktat, typisch für die zweite Klasse:

Und nun noch eine Geschichte aus meinem Allerleiheft. Im Gegensatz zu den Diktaten (welche wir genau so schreiben mussten, wie von der Lehrerin diktiert) basieren diese Zeilen auf meinen eigenen Ideen; sie sind also mit einem Aufsatz zu vergleichen:

Jaja, das waren noch Zeiten… :-) Wie es scheint, konnte ich mich damals auch noch für Autos begeistern. Inzwischen bin ich klüger geworden und weiss, dass es in Zeiten eines kurz bevorstehenden Peak Oils bessere Fortbewegungsmittel gibt.

PS: Ja ja, ich weiss, Österreich schreibt man mit zwei “r”. Keine Ahnung, wieso die Lehrerin den Fehler damals in der Igel-Geschichte übersah. Das gleiche gilt auch für “erzälte”. Vielleicht hat es auch noch ein paar andere Fehler, aber diese beiden sind mir jetzt geradezu ins Auge gestochen.

11 Kommentare zu “Wie alles begann: Vom kleinen Schnudergoof zum Blogger”

  1. FLOG am 16.09.2008 um 14:51

    ein sehr persönlicher Beitrag - finde ich toll. Danke. Bei dieser Gelegenheit eine Frage: hast du noch screenshots oder andere “Beweise” von deinen ersten Aktivitäten als Blogger?

  2. Andreas Hobi am 16.09.2008 um 14:52

    Screenshots von Beiträgen? Oder wie meinst du das?

  3. FLOG am 16.09.2008 um 15:21

    genau! oder einfach von der Startseite des Blogs.

  4. Christian Hauser am 16.09.2008 um 16:05

    Der Eintrag gefällt mir… ist nur 7 Jahre her, seit ich in der zweiten Klasse war. Mag mich noch an vieles erinnern und die auch Hefte auf dem Estrich sind immer wieder interessant…! =)

  5. Sandra-Lia am 16.09.2008 um 18:37

    von mir gibts nur noch Schulzeugnise, die aber nicht ganz so toll sind, wie deine. Aber, das macht nichts.

  6. Claudia am 16.09.2008 um 20:31

    Jööööööööööööö ja ja das waren noch Zeiten als ich
    Klein-Andreas herumgetragen habe :-))Meine Güte komme mir gerade uralt vor.Ob je eins meiner Kinder auch nur annähernd ein solches Zeugnis nach Hause bringt……Ich glaube kaum.Nicht schlecht!Schade das meine Aufsätze, für die ich auch meist gute Noten bekommen habe*mal blöffä*nicht mehr “unter uns weilen”.

  7. pattex am 16.09.2008 um 22:00

    ….ich weiss nicht was ich in 5 oder 10 Jahren mache trifft den Nagel auf den Kopf… kein Mensch Weiss was oder wo er am Schluss landet.
    Vorbei sind die Zeiten,wo man eine goldene Uhr für 20 Dienstjahre im Betrieb bekommt (bist du nicht Spitzenklasse wirst im 19.ten Jahr aus Wirtschaftlichen Gründen weg rationalisiert, Weil s billiger kommt.)
    Habe es nun Hautnah miterlebt wie 59 bis 62 Jährige gekündigt wurden.
    Lebenslanges dazulernen wird heute verlangt, der Status Quo im Berufsleben ist OUT.Mein Motto:Nimm vom Wissen was du kriegen kannst

  8. Roeluuu am 16.09.2008 um 22:36

    …und behalte und bewahre diese alten Sachen gut auf, mich reut es heute noch dass ich alle meine alten Schulsachen entsorgt habe :-( :-(

  9. Andreas Hobi am 16.09.2008 um 23:15

    Naja, alles ist auch bei mir nicht mehr vorhanden…

    BTW: Habe mir vor kurzem mal überlegt, alle alten Foto-Alben von mir zu digitalisieren, sprich die Bilder einzuscannen und auf CD-Roms zu brennen. Damit könnte ich den Verlust der Fotos durch Wasserschaden oder ähnliches (man weiss ja nie…) verhindern.

    Hat dies jemand von euch schon einmal gemacht? Erfahrungen? Tipps?

  10. Gumbo am 17.09.2008 um 12:04

    Gähn

  11. Matthias am 18.09.2008 um 01:30

    Du solltest deine Fotos unbedingt digitalisieren und zwar nicht wegen Wasserschäden sondern weil sich Farbfotos offensichtlich mit der Zeit verändern können. Viele Farbfotos von meinen Eltern aus den 70ern haben trotz Lagerung in Dunkelheit eine schlimme orange Verfärbung bekommen. Vielleicht kann man mit den Negativen Ersatz anfertigen lassen, digital kann das aber nicht passieren.

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