
Am Sonntagabend hatte ich das Vergnügen, einem Auftritt von a-live und Fabienne Louves beiwohnen zu dürfen. Und es war wirklich ein sehr grosses Vergnügen, das dem Publikum während der zweieinhalb-stündigen Show (inkl. 25 Minuten Pause) geboten wurde.
Das Publikum wurde mit einer Auswahl ihrer besten Songs unterhalten und wie immer bei a-live kamen auch die Lachmuskeln nicht zu kurz.
Schon vor einiger Zeit besuchte ich einen Auftritt dieser Acappella-Band; damals traten sie mit Katy Winter auf. Beide Shows waren hervorragend, doch leider muss ich sagen, dass mir der damalige Auftritt ein klein wenig besser gefiel.
Doch alles schön der Reihe nach.
Auftrittsort

Aufgetreten sind a-live und Fabienne Louves in “Das Zelt”, welches zurzeit in Rapperswil SG gastiert. Das Zelt ist eine Kultur-Zeltstadt, die seit der Expo.02 durch unser Land tourt. In jährlich rund 12 Städten treten in Das Zelt Künstler auf wie zum Beispiel Massimo Rocchi, Duo Lapsus, Marco Rima, Caveman oder eben a-live.
Die Zeltstadt besteht aus mehreren verschieden grossen Zelten. Es gibt ein Zelt für die Bühne, eines für die Pause mit Verpflegungsmöglichkeiten, diverse Durchgänge mit Polstermöbeln um gemütlich etwas zu trinken, VIP-Pavillons und ein Zelt für ein festliches 3-Gänge-Diner vor / nach der Show.
Mehr Informationen auf www.daszelt.ch.

a-live
Die Gruppe gehört zu den erfolgreichsten und bekanntesten Acapella-Bands der Schweiz und tritt pro Jahr um die 100 Mal auf. Ein besonderes Merkmal der Truppe ist ihre Multinationalität. So sind dann auch die Ansagen in ihren Auftritten mal schweizerdeutsch, mal italienisch, mal spanisch und mal englisch.

Folgende Sänger machen bei a-live mit (v.l.n.r.):
- Costi Topalidis, Spanien | (Bild)
- Marco Kunz, Schweiz | (Bild)
- Dani Lüdi, Schweiz | (Bild) (Hörprobe)
- Francesco Saraceno, Italien | (Bild) (Hörprobe)
- Stefan Schaberl, Österreich | (Bild)
- Jon Emerson Colbath, USA | (Bild) (Hörprobe)
Auf der Website von a-live finden sich auch ein paar Videos, unter anderem:
- Ausschnitte aus einigen Songs
- Auftritt an der Olma
- a-live stellen sich selber vor (leider nicht mehr ganz aktuell)
Mehr Informationen auf www.a-live.ch.
Fabienne Louves
Die 22-jährige Fabienne Louves nahm anfangs 2007 an der Castingshow MusicStar des Schweizer Fernsehens teil und gewann das Finale mit 70 Prozent der Stimmen.
Seither hat sie eine Single (Wach uf) und ein Album (Schwarz uf Wiiss) veröffentlicht.
Vor ihrer MusicStar-Zeit sang sie in der Girlgroup “Girls to Girls” mit, die als Vorgruppe von No Angels und Boney M. auftrat.
Mehr Informationen auf www.fabiennelouves.ch.
Der Auftritt
Beginn war um 17:00 Uhr. Es war ein heisser Sonntagnachmittag. (Diese Tatsache wird später in meiner Review noch eine nicht unbedeutende Rolle spielen…)
Das Zelt war ziemlich gut gefüllt und freute sich auf eine grossartige Show. Dann betraten die Jungs von a-live die Bühne. Doch was sehe ich da? Es sind zwar nach wie vor sechs Sänger, wie schon beim letzten Auftritt im 2007; doch anstatt Andre Schmid war da jemand anders…
Egal, a-live hatte das Publikum dann von Anfang an fest im Griff und überzeugte während langer Zeit von A bis Z. Doch dann gefiel mir “der Neue” je länger je weniger. Nach eigenen Angaben halb Grieche, halb Spanier kam er bei seinen Ansagen irgendwie nie so richtig auf den Punkt. Während die restlichen fünf Jungs von a-live ihre Pointen treffsicher postierten, liefen seine Ansagen oft mehr oder weniger ins Leere…
Doch das wäre ja noch gegangen, wenn er sich nicht direkt vor der Pause einen absoluten Fauxpas geleistet hätte. Wie gesagt, es war heiss im Zelt, SEHR heiss, um nicht zu sagen: Es war richtig “tüppig”.
Der Neue, welcher sich inzwischen als Costi Topalidis herausstellte, bat das Publikum, sich zu erheben.
Die Melodie von “Everybody’s Kung Fu Fighting” wurde eingespielt. Costi bittet das Publikum, ihm seine Kung Fu-Bewegungen nachzumachen. Leichtes Verwundern beim Publikum und Gelächter, ganz nach dem Motto “das kann doch nicht sein Ernst sein bei dieser Hitze”.
Doch, leider meint er es ernst. Und zwar geschätzte drei, vier Minuten lang. Man riecht den Nachbarn immer besser. Der Schweiss läuft in Strömen den Körper herunter. Ein paar setzen sich wieder hin, während andere fleissig weiter schwitzen.
Dann, nach einer Ewigkeit, das Lied ist zu Ende, das Publikum wird in die Pause entlassen, geht nach draussen, um sich im Schatten abzukühlen, holt sich Getränke. Ich beginne mich zu fragen, ob a-live eventuell an den Getränke-Umsätzen beteiligt ist und deshalb diese Übung einbaute…
Egal. Ich kann da nur sagen (und viele aus dem Publikum würden mir zustimmen): a-live, das war unterste Schublade! Da habt ihr echt nichts überlegt dabei. So etwas in die Show einzubauen ist eine super Idee in einer klimatisierten Location. In einem Fernsehstudio oder in der kühleren Jahreszeit. Aber bitte, bitte verschont uns mit so einem Scheiss, wenn sich die Hitze im Zelt so staut!
Naja, war ja dann gottseidank nur ein Song und nach der Pause ging es in gewohnter hoher Qualität weiter und ich konnte mich mit jedem Song wieder ein wenig mehr für a-live begeistern. Nur Costi Topalidis war mir von nun an gar nicht mehr sympathisch. Ich hoffe, er wird bald durch jemanden ersetzt, der sich besser ins Publikum hineinversetzen kann und weiss, dass man eine Show, die man im Winter geplant und eingeübt hat, nicht ohne weiteres im heissen Sommer aufführen kann…
Doch lassen wir den Anfänger mal bei Seite und konzentrieren uns auf die fünf Profis: Tolle Songs, tolle Auftritte, tolle Witze! Die Geschichte von Jon’s Vater und dem Song, an welchen er bei jeder Möglichkeit erinnert wird, ist auch beim 101. Mal ein Brüller! Und auch Stefans Vergesslichkeit ist ein Running Gag. Immer wieder während der Show unterbrach er die Ansagen seiner Kollegen, um “etwas ganz wichtiges” mitzuteilen. Leider entfiel es ihm dann auch sogleich wieder und er verzog sich zurück zu den anderen. Dann, als die Show schon vorüber war, kam es ihm in den Sinn! Man möge doch während der Show bitte die Handys ausschalten… ;-) Köstlich!
Was Fabienne Louves betrifft: Sie hat eine geniale Stimme, konnte mich jedoch nicht restlos überzeugen. Woran es lag, weiss ich bis heute nicht. Grosses Kompliment jedoch für “Hemmigslos liebe”! Dieser Song ist ein richtiger Ohrwurm! :)
Fazit
Alle sechs Jungs von a-live überzeugen durch ihre Stimmen, fünf davon können auch mit ihren Ansagen und Witzen unterhalten.
Ein Besuch von a-live lohnt sich auf jeden Fall! Vorausgesetzt, es ist kein heisser Sommertag und Costi verschont das Publikum mit seinen Kung Fu-Lektionen. ;-)
Nein, Spass beiseite, ich kann die Show jedem wärmstens ans Herz legen. Die Jungs überzeugen durch ihr breites Repertoire mit Hits aus allen möglichen Dekaden, aus Pop/Rock, Swing, Oper, 50s, Jazz, you name it.

a-live ist witzig, mitreissend und geht oft auf die Reaktionen des Publikums ein.
Nächste Auftrittsdaten:
- 29.08.: Weisslingen, Gemeindesaal
- 31.08.: Das Zelt, Rapperswil (Knie Platz neben Eisstadion)
- 12.09.: Das Zelt, St. Gallen
- 25.09.: Das Zelt, Winterthur
- 02.10.: Das Zelt, Winterthur
- 19.10.: Das Zelt, Domat-Ems
- 29.10.: Das Zelt, Emmen LU
- 22.11.: Das Zelt, Emmen LU
- 27.11.: Das Zelt Emmen LU
- 29.11.: Payerne, Salle de sport du Gymnase
- 14.12.: Das Zelt, Bern
- 23.12.: Das Zelt, Bern
Tickets für die Auftritte in “Das Zelt” gibts an jedem Bahnschalter (Ticketcorner).
Wer sich noch ein paar Kostproben von a-live anhören möchte, hat auf deren Website Gelegenheit dazu:
Wir möchten dir gerne die 10 besten Artikel von schweizweit.net senden! Bestimmt ist dort auch für dich etwas interessantes, spannendes oder amüsantes dabei.


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Wieso hält sich der Schreiber dieses Artikels nicht an die eigenen Regeln? Jenseitige Kritik …..