
Soeben habe ich auf netzwertig.com den äusserst interessanten Artikel „Web 2.0 in Unternehmen: Lieber heute als morgen!“ gelesen.
Ich zitiere den Autor Martin Weigert:
Der richtige Einsatz von Web-2.0-Diensten in Unternehmen erhöht die Produktivität und fördert den Austausch zwischen Kollegen und Führungskräften. Die Herausforderung liegt darin, das notwendige Wissen zu verbreiten und umsetzen zu lassen.
Inhaltlich geht es im Artikel um folgendes: Verschiedene Services und Tools, die wir Blogger (und natürlich auch andere Internet-Benutzer) mehr oder weniger täglich nutzen, können auch in Unternehmen von Vorteil sein.
So ist es heute mit entsprechenden Hilfsmitteln zum Beispiel möglich, dass mehrere Personen am exakt gleichen Dokument (Beispiel: Excel-Tabelle) arbeiten. Und zwar gleichzeitig, statt nacheinander!
Ausserdem können interne Blogs (auf die ganze Firma oder auch nur auf einzelne Abteilungen beschränkt) die in jeder Firma vorkommenden Rundmails ersetzen. Mit dem Vorteil, dass jeder sofort kommentieren kann und jeder Leser die Kommentare der anderen Mitarbeiter sieht. Dies erspart hunderte, wenn nicht sogar tausende an CC- und BCC-Emails jeden Monat.
Von Quellen weiss ich zum Beispiel, dass bei der SBB der Dienst von Squarespace sehr beliebt ist und zum Gedankenaustausch zwischen Mitarbeitern von Kommunikationsabteilungen genutzt wird.
Wie wäre es denn zum Beispiel mit einem internen Corporate Blog, bei dem sich der CEO oder zumindest alternierend jemand aus der Chefetage an die Mitarbeiter wendet? Die SBB zum Beispiel macht dies bereits ganz hervorragend mit ihrer internen SBB-Zeitung: In (beinahe) jeder Ausgabe meldet sich entweder Andreas Meyer oder jemand aus der Geschäftsleitung / aus dem Verwaltungsrat zu Wort.
Dies darf man so ruhig beibehalten, jedoch könnte man doch genau den Text aus der SBB-Zeitung in einen internen Corporate Blog transferieren und so den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit geben, über das Geschriebene zu diskutieren und sich auf diesem Weg direkt an die „Entscheider“ zu wenden. Ein zusätzlicher Arbeitsaufwand würde für den CEO und seine Mitarbeiter aus Geschäftsleitung und VR kaum entstehen, da der Text ja bereits für die SBB-Zeitung geschrieben wurde.
Wie man die Web 2.0-Tools und -Services auf ganz extreme Weise nutzen kann, zeigt übrigens die Blogwerk AG in ihrem Artikel „Und so arbeiten Blogwerker“.
PS: Mir ist bewusst, dass ich einige in diesem Artikel erwähnte Dinge bereits in früheren Postings geschrieben habe. Aber wie heisst es doch so schön: Steter Tropfen höhlt den Stein. :-)
Bild © pixelio.de
Wir möchten dir gerne die 10 besten Artikel von schweizweit.net senden! Bestimmt ist dort auch für dich etwas interessantes, spannendes oder amüsantes dabei.


{ 10 Kommentare… lies sie unten oder schreib selbst einen }
cio.informatik.sbb.ch – geht natürlich nur aus dem SBB-Lan, entspricht aber wahrscheinlich dem was du dir vorgestellt hast… :) bzw. Ich weiss gar nicht, ob OE-fremde Personen Zugriff auf den CIO-Blog haben. Einfach versuchen! Gruss
Muss ich mir bei Gelegenheit mal anschauen. :)
Wie wär’s mit Web 2.0 für die SBB-Kunden, beispielsweise mit einem Web 2.0-Fahrplan, gerne auch in einer Handy-Version?
Web 2.0-Fahrplan mit welchen Features?
Kommentare, Bewertungen, Verbindungen als Feed, Chat- oder Wallpaper-Funktionen – Letzteres beispielsweise für einen bestimmten Zug oder eine bestimmte Strecke … :)
” Ein zusätzlicher Arbeitsaufwand würde für den CEO und seine Mitarbeiter aus Geschäftsleitung und VR kaum entstehen”
Bist Du Dir da sicher?
Wenn bei einem Blogger in Kommentaren rumgestänkert wird kann er diese einfach ignorieren/löschen, von eine Geschäftsleitungsmitglied würde da doch erwartet, dass er entsprechend Stelleung nimmt, anderes würde als ignorieren des “basis” oder ähnlichem interpretiert.
Auch stelle ich mir die Situation heikel vor, wenn jemand entlassen wird und dann unabhängig davon einen unflätigen Kommentar im Blog hinterlassen hat, würde da nicht ein Zusammenhang hergestellt?
SBB 2.0; da liesse sich noch viel realisieren. Hier mein Vorschlag: http://img147.imageshack.us/img147/7609/sbb20rq8.jpg
Aber echt toll wäre schon mal ein Blog, wo aus verschiedenen Divisionen berichtet wird (Fahrdienstleiter, Wartunsteam etc.)
Ja, in manchen Dingen ist die SBB wirklich noch “Beta”. ;-)
Solch einen Blog wünsche ich mir schon längstens! Wird jedoch ein Wunsch bleiben, befürchte ich… :-/
@ Stephan:
Naja, ich würde vielleicht nicht meinen ganzen Ärger in den Kommentaren eines CEO-Blogs ablassen… :) Aber ich denke, wenn man konstruktiv Kritik übt, kann einem niemand böse sein.
@Andreas: Du wahrscheinlich nicht, aber bei den SBB gibts ja noch ganz andere Mitarbeiter :.(