Einige von euch haben es schon gesehen: Am Donnerstag schrieb Thomas Benkö im Blick am Abend über meinen Blog-Artikel vom vergangenen Dienstag.
Unter dem Titel “Ärger erster Klasse” (PDF) sprach er die Problematik an, dass je länger je öfter Reisende mit Zweitklass-Billetten die erste Klasse als Durchgang oder Stehplatz nutzen.
Der Artikel
Als Beispiel für eine verärgerte Bahnkundin nannte er Sylvie (Link zu ihrem Kommentar), deren Kommentar er folgendermassen zusammenfasste:
Kaum fahren wir in den Bahnhof ein, setzt aus der 2. Klasse eine richtige Völkerwanderung ein. Die Leute pilgern zu uns, um beim Aussteigen gleich vorne am Perron zu sein.
Zu Wort kam auch SBB-Mediensprecher Roland Binz. Er drückte sich deutlich aus: “1. Klasse ist 1. Klasse. Wir haben Reklamationen von 1.-Klass-Passagieren, wenn zu viele Leute den Durchgang zur Toilette erschweren.”
Wobei es nicht nur um den Durchgang zur Toilette, sondern allgemein um den Platz geht, der versperrt wird, wenn die Leute zu den Aussentüren oder in einen anderen Wagen (zum Beispiel ins Bistro) wechseln wollen. Wenn die Erstklass-Passagiere dann noch Gepäck bei sich haben, ist in gewissen Zügen an ein Durchkommen kaum mehr zu denken.
Das kann nicht sein! Wer mehr bezahlt, hat in meinen Augen auch Anspruch auf eine entsprechend angenehme und stressfreie Reise.
Der Fehler
Ein kleiner Fehler hat sich im Interview mit Roland Binz jedoch eingeschlichen. Binz wird folgendermassen wiedergeben: “In Intercitys wird der Passagier vom Zugbegleiter in die 2. Klasse verwiesen – oder er muss den Klassenwechsel bezahlen. Plus eine zusätzliche Gebühr von fünf Franken.”
Das ist so nicht ganz richtig. Die Gebühr von fünf Franken wird auf Billette erhoben. Klassenwechsel hingegen kosten im Zug grundsätzlich genau gleich viel wie im Bahnhof. Einzig mit dem Unterschied, dass ein Klassenwechsel im Zug einen Mindestpreis von 5 Franken hat. Vermutlich hat Benkö die Antwort von Binz falsch interpretiert.
Die Reaktionen
Doch zurück zu Bö’s Artikel. Ungefähr um 13:00 Uhr rief er mich an, um mir mitzuteilen, dass er im Blick am Abend etwas über diese Thematik geschrieben habe. Genaueres wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Auch war mir nicht klar, ob und wie ich im Artikel allenfalls erwähnt werde.
Da bekannt war, dass sich Ringier und besonders der Blick oft sehr stark für “den kleinen Mann” einsetzt, war ich mal auf das schlimmste gefasst und rechnete damit, dass sich der Blick am Abend auf die Seite der Zweitklass-Reisenden stellen wird.
Um 16:16 Uhr verliess mein Zug den Bahnhof Chur. Um 17:28 Uhr fuhren wir in Wädenswil ab; die Hälfte der Fahrgäste las nun den Blick am Abend.
Noch wusste ich nicht, ob Benkö nur einen kleinen Artikel geschrieben hat oder ob es eine grössere Sache war.
“Sie, ist das wirklich so schlimm?”, sprach mich nun ein Fahrgast an. “Was soll schlimm sein?”, antwortete ich, da ich nicht wusste, was genau im Blick am Abend stand. “Ein Kondukteur hat gesagt, dass sich die Reisenden in der ersten Klasse über die Zweitklass-Reisenden ärgern.”, antwortete der Kunde.
Nun schaute er mich wieder an, schaut auf das Namensschild, macht grosse Augen und gibt ganz entsetzt von sich: “Jesses, das sind ja Sie!!!” Der Wagen ist zu mehr als der Hälfte besetzt, überall wird der Blick am Abend gelesen, gefühlte 20 Augenpaare wenden sich mir zu.
Ok, nun weiss ich zumindest, dass ich im Artikel erwähnt werde. Ich muss mir nachher im Zürcher HB unbedingt ein Exemplar aus der Box nehmen und in der Pause lesen. Ich erkläre dem Fahrgast rasch, wo meiner bescheidenen Meinung nach das Problem liegt und weshalb sich die Fahrgäste in der ersten Klasse darüber ärgern und setze dann die Kontrolle fort.
Normalerweise sind Pendler dafür bekannt, dass sie ihre Abos wortlos zeigen, ihre Zeitung lesend und ohne mir den Blick zuzuwenden. Doch in den nächsten paar Abteilen ist es heute anders. Jeder schaut mich an. Anscheinend haben alle dem Gespräch von vorhin zugehört.
Bereits treffen wir in Thalwil ein. Noch mehr Reisende mit einem Blick am Abend in der Hand steigen in den Zug. Doch vorerst werde ich nicht mehr angesprochen. Ist mir auch recht so, zuerst will ich den Artikel noch selber lesen, bevor ich wirklich dazu Stellung nehmen kann.
Obwohl der Zugchef für die Kontrolle in der ersten Klasse zuständig war, konnte ich es mir nicht nehmen lassen, mal zu schauen, wie es im Vorraum der ersten Klasse aussieht. Zudem war mein Gepäck sowieso im vordersten Wagen (= Gepäckwagen). Und siehe da: Alle Plattformen waren voller Blick am Abend-lesender Personen. Da es in den Erstklass-Wagen noch genügend Sitzplätze hatte, gehe ich mal davon aus, dass die stehenden Personen nur Billette für die zweite Klasse hatten.
Die Mitarbeiter
In Zürich dann kam die ersehnte Pause. Ich ging ins Personalrestaurant, ass etwas und las den Artikel. Nun wusste ich Bescheid.
Nach meinem Nachtessen ging ich noch in den Zugpersonal-Aufenthaltsraum. Kaum war ich dort, wurde ich auch schon von einem Churer Kollegen angesprochen: “Hast Du Dich gesehen im Blick?”
“Nöö, gesehen habe ich mich nicht.”, antworte ich. “Nur von mir gelesen.”
Ich setze mich an einen Tisch. Ein anderer Zugbegleiter spricht mich an: “Denkst Du nicht, wir haben grössere Probleme als dieses? Du hättest besser dafür gesorgt, dass der Blick über die Personalsituation beim ZP schreibt!” Ich versuche, ihm zu erklären, dass dieser Artikel nicht auf meinen ausdrücklichen Wunsch hin erschien und dass der Benkö nach wie vor selber entscheide, über was er schreibe. Ich bin ja schliesslich nicht sein Chefredaktor oder so… Irgendwie möchte ich jedoch nicht weiter darüber diskutieren und ich setze mich ein paar Meter weiter vor einen freien Computer. Neben mir ein Churer Kondukteur. Er scheint so vertieft in seine Lektüre zu sein, dass er mich gar nicht bemerkt hat. Die Website, die auf seinem Bildschirm angezeigt wird: schweizweit.net
Ich konnte mir ein Lachen gerade noch verkneifen. :)
Nun surfe ich noch selber ein wenig im Internet herum und warte, bis er mit seiner Lektüre zu Ende ist. Ein paar Minuten später bemerkt er mich:
“Ah, hoi Andreas! Hab’ dich gar nicht bemerkt, war übrigens gerade auf deiner Seite. Toller Artikel heute in der Abendzeitung, gäll?” Er erzählte mir noch ein paar Erlebnisse, die er kürzlich hatte. Unter anderem war da ein Herr, der nicht bereit war ein Billett zu lösen und ihm mitten ins Gesicht spuckte. Auch als in Zürich Flughafen die Polizei anrückte, hatte er sich nicht beruhigt; einer der Polizisten erhielt auch gleich eine Ladung Spucke ins Gesicht.
Eigentlich konnte ich es mir schon denken, doch ich fragte trotzdem: “Warst Du denn alleine auf dem Zug?” Ja, war er. Das übliche Problem.
Die Pause war zu Ende, meine Reise führte mich nach St. Gallen und wieder zurück nach Zürich. Die Reaktionen seitens der Fahrgäste hielten sich in Grenzen.
Der nächste Tag
Am nächsten Tag dann führte mich meine Reise nach Basel und zurück. Zwar hatte Thomas Benkö in der Freitag-Ausgabe des Blick am Abend einen Artikel über die Reaktionen der Leser geschrieben, da mein Name jedoch nicht mehr erwähnt wurde, rechnete ich auch nicht mehr damit, von Reisenden angesprochen zu werden.
Doch darin hatte ich mich getäuscht. Auf der Rückfahrt begleitete ich den Interregio von Basel nach Zürich, Abfahrt um 20:22 Uhr. Dieser Zug wird seit einigen Wochen als ICN geführt. Als ich zwischen Aarau und Lenzburg mal wieder durch die Erste Klasse ging, beschwerte sich ein Herr darüber, dass auf der Plattform Krach gemacht werde: “Von mir aus dürfen diese Jugendlichen gerne dort auf der Plattform sein, das ist nicht so ein Problem. Aber sagen Sie ihnen bitte, sie sollen gefälligst ruhig sein und nicht immer unter die Lichtschranke treten, so dass die Türe ununterbrochen öffnet und schliesst.”
Ich sorgte für Ruhe und da die Jugendlichen sowieso nur bis Lenzburg fahren wollten, blieb ich dann auch gleich dort im Vorraum. Zwei Minuten später fuhren wir ein und sie verliessen den Zug.
Nachdem ich den Zug abgefertigt hatte, durchquerte ich nochmals alle Wagen, als mich ein älterer Herr ansprach. Er sass im Restaurant-Wagen in einem der Erstklass-Abteile.
Kunde: “Sie, loset Sie mal, in der ersten Klasse waren zwei Jugendliche, die haben höllisch Krach gemacht. Haben Sie die gesehen?”
Ich: “Ja, die habe ich gesehen. Sie sind in Lenzburg dann ausgestiegen.”
Kunde: “Ja dann ist gut. Ich war eben zuerst dort im Erstklass-Wagen, als es mir zu blöd wurde, bin ich dann hier in dieses Abteil geflüchtet.”
Ich: “Das tut mir leid. Leider kommt es immer mal wieder vor, dass sich Reisende in die Erste Klasse “verirren”.”
Kunde: “Haben Sie den Artikel gestern im Blick gelesen?”
Ich (muss schmunzeln): “Jaja, den habe ich mit grossem Interesse gelesen.”
Kunde: “Sind Sie auch so scharf wie der Kondukteur im Artikel und kassieren immer sofort einen Klassenwechsel?”
Ich: “Ähm… Ja… Soweit ich weiss stand da nirgends, dass der Kondukteur im Artikel immer sofort einen Klassenwechsel verlangt… Aber… ähm… Ich bin schon einer, der die Fahrgäste dann bittet, in die zweite Klasse zu wechseln.”
Kunde: “Kennen Sie denn den Kondukteur im Artikel?”
Ich: “Ähm… Ja… Also eigentlich bin ich der Kondukteur, der dort erwähnt wurde…”
Kunde: “Ach Sieeeee sind das!!! Ou schad ist meine Frau nicht hier, der muss ich heute Abend gleich mal noch erzählen, dass ich sie getroffen habe!”
Ich frage mich, was die ganze Sache mit seiner Frau zu tun haben soll… Doch die Antwort folgt sogleich ohne dass ich danach fragen muss:
Kunde: “Wissen Sie, meine Frau ärgert sich immer tödlich über diese Zweitklässler. Und gestern hat sie mir den Gratis-Blick nach Hause gebracht und mir den Artikel gezeigt.”
Ich: “Ach so. Ich verstehe. Ja dann richten Sie Ihrer Frau einen lieben Gruss aus. Schönen Abend noch!”
Seither gab es von Seiten der Fahrgäste keine Reaktionen mehr. Jedoch werde ich immer mal wieder von Mitarbeitern auf das Thema angesprochen und erhalte vereinzelt Emails.
Der Folge-Artikel
Wie schon erwähnt, erschien am Tag nach dem ersten Artikel ein weiterer. Diesmal ging es um die Reaktionen der Leser.
Dabei waren so ziemlich alle Meinungen vertreten; Erstklässler, die sich über Zweitklässler aufregen, Zweitklässler, die sich über Erstklässler aufregen, Fahrgäste die sich über SBB-Mitarbeiter aufregen und ein Lämmle, der die Erste Klasse gleich ganz abschaffen möchte.
Einige Reaktionen waren dann auch ganz amüsant. So versteht es zum Beispiel eine Fabienne Mühlethaler nicht, dass sie zwar 2′200 Franken für ihr Zweitklass-GA bezahlt hat, dann aber damit nicht in die erste Klasse darf: “Nun will man auch noch Kontrollen machen, damit die guten 1. Klasse-Fahrer ja nicht gestört werden! Was für eine Frechheit.”
Walter Zimmermann aus Niederrohrdorf AG ist der Meinung: “In letzter Zeit hat sich aber der Komfort in der 1. Klasse immer verschlechtert, jener in der 2. Klasse aber erhöht.” Ich denke, in der zweiten Klasse ist man genau gegenteiliger Meinung… In meinen Augen hat sich der Komfort in beiden Klassen erhöht. Jeder, der schon einmal in einem Zug von SBB Historic fuhr, kann dies bestätigen. :)





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Wie witzig. Hauptsache die einen können sich über die anderen aufregen. Sogar die 1 Klass Reisenden über die 1 Klass Reisenden.
Wenn man Bahn fährt sollte man schon etwas tollerant sein. Schliesslich gehört einem der Wagen nicht sondern man hat nur die Mitfahrt bezahlt.
Ich selbst fahre seit einem Monat auch erste Klasse. Ein grosser Unterschied ist es wirklich nicht mehr zur zweiten. Mal abgesehen von (verschwindend) komfortableren Sitzen und mehr Beinfreiheit. Bei Thurbo ist die erste Klasse sowieso ein Witz. Das Problem mit den Zweitklässlern in der ersten Klasse hatte ich bisher aber nicht.
Die Vorteile der ersten Klasse sind in meinen Augen:
- Bequemere Sitze
- Breitere Sitze
- Mehr Beinfreiheit
- Mehr freie Plätze
- Weniger Mitreisende = mehr Ruhe
- Stromsteckdose an einigen Plätzen
- Meistens kürzerer Weg zum Waggon
- Sitze lassen sich oft verstellen, so dass man besser schlafen kann
Ein weiterer wichtiger Vorteil der 1 Klasse ist, dass man auf den Nachtzügen keine Angst vor „möchtegern“ Jugendlichen haben muss.
Nicht gerade ein Kompliment für die SBB.
da gestern der Zug von Chur nach Zürich mal wieder fast gar nicht voll war, setze ich mich auch mal in die Firstclass, und zahlte dafür 11 Stutz, damit ich nicht erbrechen muss (Weil ich definitiv nicht oben fahren kann!!! ) und damit ich nicht stehen muss. Find ich zwar schon recht viel. Aber wenn mein Mann ein Job hat, hol ich mir vllt. ein 1kl. GA :)
Das die 1. Klasse immer freie Plätze hat, stimmt nicht ganz. Ich zähle folgende Beispiele auf, wo bei mir, während ich den Monatsklassenwechsel hatte, die 1. Klasse voll war.
- IC 6:06 Uhr ab Chur. (Voll ab Ziegelbrücke).
- Freitags sind fast alle IC ab Zürich von 16:37 – 19:37 Uhr voll!!!
- Bei meiner Reise ins Tessin fiel ein Cisalpino (wie könnte es anders sein aus). Darum war der EC 108 13:23 Uhr ab Bellinzona bis Arth-Goldau überfüllt!!!
- Generell alle IC/ICN Züge während der HVZ am Morgen ab Zürich Richtung Westen (Also Olten, Bern).
Am schlimmsten finde ich den IC 710 Zürich-Bern-Genf (Abfahrt in Zürich 7:32 Uhr). Dieser ist ein IC2000 mit 4 Erstklasswagen + ein Modul mit ebenfalls 1. Klasse. Dort ist die 1. Klasse ebenfalls voll, während im Steuerwagen 2. Klasse noch einige Plätze frei sind. Aber das betrifft nur bis Bern und ab Bern bis Genf hat es dann auch wieder im 1. Klasse Wagen Platz. (Ich verstehe das nicht, dass dieser Zug so voll ist, fährt doch auch um 7:18 Uhr ein IC nach Bern).
Ausserdem erlebte ich einige Male auch Kinder in der 1. Klasse, weil die Eltern ein 1. Klasse Billett haben. Das finde ich nun auch nicht korrekt. Die sollten doch Rücksicht nehmen auf andere Reisende. Die Kinder waren nicht immer ruhig und ich fragte mich bei diesen Punkten, ob ich das nächste Mal das Geld lieber für andere Sachen ausgeben soll.
Jedoch im grossen und ganzen war ich zufrieden und in den meisten Zügen, wo ich fuhr, hatte es immer genügend Platz. (Genial fand ich auch die Abteile im Restaurant des ICN).
Ich fahre 1. Klasse, weil üblicherweise mehr Sitzplätze zur Verfügung stehen als in der 2. Klasse. Und selbst, wenn die 1. Klasse mehr oder weniger ausgelastet ist, habe ich mehr Platz als in der 2. Klasse. Und klar, die Fahrgäste sind zivilisierter, auch wenn nicht alle Anzug und Krawatte tragen … ;)
Den Vorteil der kürzeren Wege auf dem Perron sehe ich hingegen nicht. Auch in der 1. Klasse muss ich wissen, in welchen Wagen ich einsteige, damit ich nicht am Ziel nicht allzu weit laufen muss – Wädenswil ist diesbezüglich leider eher mühsam.
@Michi: Ich beobachte leider auch, dass die Ausstattung der 1. Klasse zunehmend abgewertet wird – je älter ein Wagen, desto komfortabler ist üblicherweise die 1. Klasse. Besonders schlimm ist der Wandel zum schlechten bei der Zürcher S-Bahn: In den «alten» Doppelstockwagen sitzt man weich und bequem, in den neuen sind die Sitze hingegen fast so hart wie in der 2. Klasse, der Hauptunterschied zwischen 1. und 2. Klasse besteht in der Beinfreiheit (immerhin).
Martin
Teile deine Erfahrungen. Da ich seit 50 Jahren Bahn fahre, beide Klassen, kann ich alles bestätigen. Die 1. klasse wird immer unbequemer. Die Thurbo- und Seetal-GTW sind unter jeder Sau. Die Flirt gehen noch so, viel bessere sind sie auch nicht. Die Stadler-Sitze in der 1. Kl. sind gleich schmal, hart und steil wie die in der 2. Kl, nur ihr Bezug (der niemanden interessiert) ist aus Leder.
1. Klasse fahren tue ich je länger je mehr wegen dem Publikum und der Ruhe.
@pädu
Das mit den Nachtzügen kenne ich. Einmal musste ich zweite Klasse fahren weil mein Kollege nur ein Zweitklassticket hatte. Prompt wurden wir von zwei Typen dumm angemacht. Ich glaube sogar die waren älter als wir. Ich war sehr froh als ich dann in Winterthur umsteigen konnte. Das nächste mal fahre ich nur noch 1. Klasse im Nachtzug.
Ich war früher auch auf die IC und vorher auf die IR ab Sargans nach Zürich angewiesen. Die Züge waren immer lang und ebenso immer voll und das zu fast jeder beliebigen Zeit, mal abgesehen von einigen Zügen am Vormittag. Zeitweise wurden nichtmal Doppelstöcker eingesetzt. Der IC Stundentakt zwischen Chur und Zürich reicht zu Stosszeiten einfach nicht erst recht nicht wenn dumme einstöckige DB ECs verkehren. Aber mehr scheint ja leider wegen dem Nadelöhr beim Waldensee nicht zu gehen.
Jetzt hast Du es sogar in die NZZ geschafft. :) Leider “nur” dein Name nichts von deinem Blog.
Haja, ginge schon. Aber ich bin ehrlichgesagt froh, wenn es noch einstöckige Züge gibt.. mag diese Doppelstockschwarten überhaupt nicht
Manchmal habe ich das Gefühl, wir haben das ganze Jahr Sommerloch …
Ja, es gibt die beschriebenen Probleme, aber seit wann lassen sich Probleme effizient mit Verboten lösen?
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Seit der gesunde Menschenverstand aus den Köpfen der Leute verschwunden ist.
@ pädu:
Ich konnte dem Benini ja nicht gut sagen: “Aber du darfst nur über mich schreiben, wenn du auch meinen Blog erwähnst!” ;o)
1. Klasse oder Schlafwagen? Leider wissen sich auch in der 1. Klasse nicht alle zu benehmen:
http://www.flickr.com/photos/30247846@N03/2834180508/
Da scheint jemand müde zu sein… Naja immerhin ist der Wagen nicht zu sehr gefüllt.
Ja, natürlich war da jemand müde, aber die Füsse auf den Sitz zu legen halte ich trotzdem für schlechtes Benehmen. Und ja, kurz vor 23 Uhr war in der S-Bahn reichlich Platz vorhanden.
Gilt übrigens nicht mehr, dass am späteren Abend alle S-Bahnen «begleitet» werden?
Doch, eigentlich schon…
… na ja, vielleicht waren die Zugbegleiter gerade in einem anderen Wagen beschäftigt. Am späteren Abend scheint es leider immer einige Passagiere zu geben, die eine besonders intensive Betreuung benötigen.
@mds: und es wird je längers je schlimmer, denke ich. denn wenn man vergleicht: früher gingen die kleinen kinderlis allesamt brav um 22 uhr nach hause (weekend), heute gibts party bis 3 uhr mit anschliessendem radau.
an unserer schule nahmen ein paar sogar alkohol auf die schulreise mit… konsequenzen gibts jetzt reichlich…!
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… und heute gehen sie um diese Uhrzeit erst aus dem Haus. Genau so ist es.
Ich sehe das auch in den Zügen. Das Gros der Leute, welche in den Ausgang gehen, ist kaum vor 21:00 Uhr unterwegs. Und nach Hause fahren sie nicht mehr (wie früher noch) mit den letzten Zügen sondern mit den ersten am Morgen.
Naja, grundsätzlich sehe ich darin nichts schlechtes, solange sie am Montag wieder fit sind bei der Arbeit.
Zurück zu den Morgenzügen: Deshalb gibt es auch an jedem “Churer-Fest” in den ersten Morgenzügen eine Fahrausweis-Kontrolle unter Bahnpolizei-Schutz. Zwei, drei Türen werden geöffnet, vor denen dann je ein Zugbegleiter und zwei Polizisten postiert sind und wer mitfahren möchte muss beim Einsteigen das Billett zeigen.
Falls er kein Billett hat, wird er an den Automaten verwiesen. (Kein Verkauf beim Zugpersonal.)
Diese Kontrolle hat sich als sehr effizient erwiesen. Und vorallem: Man hat dann Ruhe auf dem Zug, keine Alkoholleichen und dergleichen.