SBB: “Wir haben genug Zugbegleiter”

“Meine Frau hat Angst um mich”
Unter diesem Titel berichtete Zugbegleiter Michel Zollinger im SonntagsBlick über seine Erlebnisse als Zugbegleiter.
“Ist es wirklich so schlimm, wie Zollinger schildert?”, wurde ich seither von diversen Leuten gefragt.
Jein, ist meine Antwort. Schlimm ist es vor allem in den S-Bahnen und in der Westschweiz. Es gibt aber nach wie vor Züge, Linien und Regionen, wo Gewalt kaum ein Thema ist.
Unsichere Aussagen der SBB
Trotzdem haben einige Zugbegleiter das Gefühl, dass die SBB den Ernst der Lage nicht erkannt hat. Ich sehe das leicht anders. Die SBB hat den Ernst der Lage sehr wohl erkannt, weiss aber nicht so recht, wie sie die zahlreichen “Brandherde” bekämpfen soll.
Die Unsicherheit der SBB zeigt sich auch in den Aussagen, die sie dem Personal gegenüber macht. Erst vor wenigen Tagen machte SBB-Mediensprecher Roland Binz vor einem Zugbegleiter und einem Kunden sinngemäss die Aussage: “Die Zugbegleiter sind die wichtigsten Mitarbeiter der SBB. Sie sind “das Gesicht” unseres Unternehmens und geben den Fahrgästen ein Gefühl von Sicherheit.” Dies, nachdem er vom Kunden erkannt und angesprochen wurde: “Grüezi Herr Binz; wollen Sie das Zugpersonal bald ganz abschaffen?!” (Scheint so, als seien die Fahrgäste mit der Mitarbeiter-Politik der SBB nicht ganz einverstanden…)
Im SonntagsBlick dann jedoch plötzlich eine völlig andere Aussage von Binz: “Eine Aufstockung des Zugpersonals bringt nichts.” Also ist das Zugpersonal doch nicht so wichtig?
Vor einigen Wochen hatte ich aufgrund meines Gesundheitstipp-Interviews ein Gespräch mit dem “obersten Kondukteur” Wasserfallen. Dort wurde ich unter anderem dafür kritisiert, in der Öffentlichkeit gesagt zu haben, wir seien je länger je öfter alleine auf den Zügen. Diese Aussage entbehre jeglicher Wahrheit und stimme einfach nicht. Das Gegenteil sei war. Je länger je mehr Zugbegleiter werden pro Zug eingeteilt sein. Den Anfang davon sehe man bereits in der Romandie. So die Aussagen von Wasserfallen. Freut mich zu hören, nur widerspricht diese Aussage wiederum derjenigen von Binz im letzten SonntagsBlick.
Irgendwie scheint die SBB für das Zugpersonal keine klar definierte Strategie zu haben. Binz möchte nicht aufstocken, Wasserfallen ist der Meinung, es werde aufgestockt und viele Zugbegleiter fühlen sich je länger je öfter alleine. Verworrene Situation.
Nun lese ich heute in diversen Medien, dass auch SBB-Sprecher Jean-Louis Scherz sagt, es mache keinen Sinn, das Zugpersonal aufzustocken. Nun denn, wenn jedes Jahr mehr Züge fahren, das Zugpersonal aber nicht aufgestockt wird, wie soll denn der Wunsch von Wasserfallen in Erfüllung gehen und je länger je mehr Zugbegleiter pro Zug eingeteilt werden?
Die rund 400 Zugbegleiter im Fernverkehr und die 500 Stichkontrolleure im Regionalverkehr würden mehr als ausreichen, sagt der SBB-Sprecher. Die SBB nehme die Sorge ihrer Kontrolleure aber schon sehr ernst, betont Scherz.
Stimmt. Man hört uns zu, wenn wir uns über gewisse Dinge beklagen und unsere Vorgesetzten haben jederzeit ein offenes Ohr für uns. Meistens auch ausserhalb ihrer Arbeitszeiten, wenn es dringend ist. Aber: Hört man uns nur zu, oder wird auch etwas gemacht?
Wie schlimm ist es?
Doch zurück zum SoBli-Artikel. Zollinger erhielt von einem Fahrgast eine Faust ins Gesicht, weil letzterer mit einem Zweitklass-Billett in der ersten Klasse sass. “Ein harmloser Vorfall.”, kommentiert der Zugbegleiter dieses Erlebnis im Artikel.
Als harmlos würde ich es nicht unbedingt betiteln, aber viele Zugbegleiter wissen ähnliches zu erzählen. Auch ich erhielt mal eine Ohrfeige von einem Fahrgast, dessen Freundin kein Billett hatte. Erwischt hat man ihn bis heute nicht. Seine Freundin (dessen Adresse ich hatte) erhielt zwar Besuch von der Polizei, wollte aber mit den Personalien und der Adresse ihres Freundes nicht herausrücken. Leider lässt es unser schönes Polizeigesetz nicht zu, dass man sie so unter Druck setzt, dass sie früher oder später mit der Adresse herausrückt.
«Viele Kondukteure haben Angst bei der Arbeit. Ich kenne mehrere, die in kritischen Zügen gar keine Kontrollen mehr durchführen, sondern nur mitfahren.»
Michel Zollinger (35), Zugbegleiter SBB
Ich habe meinen Vorgesetzten mal mehr oder weniger deutlich auf diese Thematik angesprochen und ihm gesagt, dass es früher oder später so sein werde, dass einzelne Kollegen aus Angst um ihre Gesundheit auf die Kontrolle verzichten. Scheint so, als seien wir in den S-Bahnen bereits bei diesem kritischen Punkt angekommen. Im Fernverkehr jedoch kenne ich noch keine Arbeitskollegen, welche bereits so weit gehen.
Sollte es aber wirklich so sein, dass das Zugpersonal nicht ziemlich bald mal aufgestockt wird, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis auch wir im Fernverkehr so handeln müssen. Denn niemand sagt uns danke, wenn wir uns für die SBB in eine Gefahrensituation begeben und unsere Gesundheit riskieren.
Ich bin guter Hoffnungen und gehe davon aus, dass die SBB bald mal handelt und das Zugpersonal verstärkt. Ansonsten wird sie in eine negative Abwärts-Spirale geraten, aus der sie nicht mehr herausfindet:
- Kollegen, die sich unsicher fühlen, verlassen das Zugpersonal und suchen sich einen anderen Job
- Dadurch gibt es noch weniger Zugbegleiter pro Zug
- Dadurch fühlen sich noch mehr Zugbegleiter unsicher und verlassen die Bahn
- Die Lage wird noch dramatischer
- Es kommt zu regelrechten Abgangswellen
- Erste Züge fahren ohne Zugbegleiter
Wenn die SBB nicht spätestens bei Punkt 2 anfängt, das Zugpersonal massiv aufzustocken, wird sie aus der Spirale nicht mehr herausfinden. Denn irgendwann erreicht sie einen Punkt, an dem sie noch so viele Stelleninserate für Zugbegleiter schalten kann, sie findet einfach keine Mitarbeiter mehr, weil sich die prekäre Situation auch unter den SBB-Kunden herumgesprochen hat.
Ausserdem werden der SBB die Kunden davon laufen, wenn es in den Zügen zu gefährlich wird. Und das wollen wir natürlich nicht.
Aber wie gesagt: Ich bin sehr zuversichtlich, dass die SBB diese Herausforderung meistern wird. ;)
Meine Sicht der Dinge
Mir gefällt mein Job noch. Im Moment fühle ich mich noch genügend sicher. Und nach wie vor gibt es einige Züge, auf denen genügend Personal vorhanden ist. Der Trend - und das ist die Meinung der meisten Zugbegleiter - zeigt jedoch nach unten.
Fast jedes Jahr hört man Meldungen, die Anzahl der transportierten Personen bei der SBB habe im letzten Jahr um so-und-so-viele Prozent zugenommen. 7 Prozent, 10 Prozent, was weiss ich. Nie aber hört man Meldungen, das Zugpersonal sei um ebenso viele Prozent aufgestockt worden.
Heisst das vielleicht, es gibt je länger je mehr Reisende pro Zugbegleiter?
Wasserfallen bestreitet dies vehement. Genaue Zahlen rückt die SBB jedoch nicht heraus. Weshalb?
Die Gewerkschaft schlägt Alarm
Alleine in den ersten sechs Monaten dieses Jahres gab es 115 dokumentiere Angriffe auf das Zugpersonal. 570 wurden angespuckt, bedroht, beschimpft. 685 Fälle - das sind gleich viele wie im ganzen 2007. Und dabei ist erst das halbe Jahr vorbei.
Und: Wie hoch die Dunkelziffer ist, die Anzahl der nicht bekannt gewordenen Fälle, das weiss niemand.
Nun will die Gewerkschaft SEV, dass die SBB handelt und auf gefährlichen oder kritischen Zügen mindestens zwei Zugbegleiter einteilt.
Meinungen
Zum Abschluss dieses Artikel noch ein paar Kommentare, die auf blick.ch als Antwort auf den oben erwähnten Artikel eintrafen:
Rooney aus Wetzikon schreibt:
Ich habe selber als Zugbegleiter gearbeitet. Das Kader sitzt von Morgens bis Abends im Büro vor dem Computer. Ich hatte zwei Verwarnungen, weil ich mich zur Wehr gesetzt habe. Man hat mir dann beim letzten Gespräch mitgeteilt, dass, wenn es zu Auseinandersetzungen kommt, man sich in die hinteren Bahnwagen begeben soll.
Daniel Meier aus San Francisco schreibt:
In der Schweiz wird solches Lumpenpack immer mit Samthandschuhen angefasst. Hier in den USA kämen soche Rüpel nicht so glimpflich davon!
Peter Muster aus Zürich schreibt:
Mehr Leistung bei immer weniger Personal führt zu Personalfluktuationen wie sie nicht mal die Privatwirtschaft kennt. Geschätzte Herren in Bern und Herr Gauderon im Speziellen: Dieses Pendel schlägt bald zurück!
Bosshard aus Kloten schreibt:
Die Polizei müsste einfach härter durchgreifen und die Täter nicht nach wenigen Stunden wieder freilassen. Es wird überhaupt nicht mehr bestraft, die machen was sie wollen. Wie weit ist es in der Schweiz gekommen???
Marylou aus St. Gallen schreibt:
Diese Kuschelurteile müssen endlich aufhören. Das Gesetz soll mit aller Härte durchgezogen werden. Video- und Photoaufnahmen als Beweise müssen zugelassen werden und die Täter müssen für sämtliche Schäden haftbar gemacht werden.
E. B. aus Zug schreibt:
ich habe sehr Angst am abend noch irgendwohin zu fahren mit dem Zug.
Racker aus Steckborn schreibt:
Frauen die am Abend arbeiten müssen trauen sich schon gar nicht mehr mit der Bahn zu fahren.
Sascha Müller aus Walenstadt schreibt:
Man muss diese Läute öffentlich zur Schau stellen, und demütigen. Denn vor dem Gefängnis haben Sie keine Angst.
Oti aus Wohlen schreibt:
Es ist schon traurig, dass unter anderem wegen übertriebenem Persönlichkeits- und Datenschutz für Rüppel und Verbrecher sich die anstängigen Leute nicht nur im Zug, sondern überall fürchten, anrempeln, schlagen etc. lassen müssen. Wann drehen wir den Spiess endlich um und organisieren öffentliche Brandmarkung für jeden, der sich daneben benimmt?
VRE aus Langenthal schreibt:
Vor dem Einsteigen in die ktritischen Züge sollten die Bahnkunden, mit der Bahnpolizei, kontrolliert werden.
Hueber aus Winterthur schreibt:
Das ist doch ein Problem der Politiker und der Medien nicht der Polizei. Wenn die Polizei härter durchgreift sind die Zeitungen und gewisse Politische Gruppierungen die ersten die laut aufschreien und den harten Einsatz kritisieren.
Peter aus Spreitenbach schreibt:
Und wer sich nicht daran hält, muss so bestraft werden, dass es weh tut und wirklich eine Strafe ist.
Henryv aus Basel schreibt:
Bin selber Zugbegleiter und dass seit 20.Jahren mir macht der Job schon lange keinen Spass mehr.Vor allem am Wochenende und besonders am Sonntag morgen ist es ganz Schlimm.Die dierekten Vorgesetzten die am Wochenende nicht Arbeiten ist es Wichtiger das Du die richtige Krawatte anhast und die Zeitungen wegräumst alles andere geht die nichts an. Und die Herren von der Hochschulstrasse ist das Wichtigste das die Pünktlich fahren und wir so viele GA und Halbtaxabo’s verkaufen wie möglich!
Peter aus Winterthur schreibt:
Die Gewalt gegen Reisende und Kondukteure ist leider längst bekannt.
Mehr Kommentare auf blick.ch …
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Roland Binz am 21.08.2008 um 14:50
Lieber Andreas Hobi
Da ich mich direkt angesprochen fühle - obschon ich mich nicht an das von Dir erwähnte Gespräch mit dem Kunden über das ZP erinnern kann - poste ich an dieser Stelle gerne die Antwort, die ich auch dem Sonntagsblick letztes Wochenende gegeben habe:
Was der SoBli daraus gemacht hat, haben wir ja gesehen… Es entspricht in keiner Art und Weise dem Sinn meiner im ca. halbstündigen Gespräch gemachten Auskünfte. Und auch nicht der Haltung der SBB.
Persönlich kenne ich viele Zugbegleiter und schätze deren Arbeit sehr die ich meist als sehr kompetent, zuvorkommend und höflich empfinde. Auch für die Ängste habe ich grösstes Verständnis.
In diesem Sinn zwei Empfehlungen:
1. Glaub nicht alles, was die Medien über die SBB schreiben.
2. Im Zweifelsfall darfst Du uns gerne kontaktieren, um zu fragen, was wirklich die offizielle Haltung der SBB ist ;-)
Allzeit gute Fahrt und friedliche Kunden!
Beste Grüsse
Roland Binz
Andreas Hobi am 21.08.2008 um 15:32
Danke für den interessanten Kommentar. :-)
Leider muss ich jetzt gleich zur Arbeit, weshalb ich erst nach meinem Dienst näher darauf eingehen kann. (Nach 01:00 Uhr.)
Nur noch kurz zu diesem Gespräch mit dem Zugbegleiter und dem Kunden: Als ich am letzten Sonntag in Luzern im Aufenthaltsraum war, wurde mir das so erzählt. Der Zugbegleiter, der damals mit Dir im Bahnhof war, traf sich mit Dir zwecks Vorbesprechung eines Interviews, welches er kurz darauf mit einer Zeitschrift / Zeitung führte. Leider weiss ich nicht, um welches Interview es konkret ging. (Thema war irgendwas mit Frustrationen und so und anscheinend habt ihr auch darüber gesprochen, dass es ungeschickt wäre, im Interview zu sagen, die Situation mit der Pensionskasse sei frustrierend. Er fragte Dich dort auch, ob er sagen dürfe, es sei frustrierend, alleine mit 9 Wagen unterwegs zu sein.)
Falls ich den Namen des Zugbegleiters noch herausfinde, werde ich ihn (per Mail, nicht hier in den Kommentaren) noch nachliefern.
Honigbaerli am 21.08.2008 um 18:09
Ich habe auch schon festgestellt, das die personallage bei der kontrolle oft mal sehr dünn ist, und ich finde kontrolle sollte immer im 2er teams gemacht werden, denn alleine kann man wenns schwierig wird nichts bewirken sollte eigentlich auch herr roland binz geläufig sein!
anmerkung an Roland Binz: der Blog von Andreas ist nicht der Blog der SBB er schreibt den aus seiner sicht und er sieht sicher sachen die euch chefen nicht aufallen, und wenn andreas euch von der chefetage zuerst fragen muss ob er was mitteilen darf ist das für mich eine einschränkung der meinungsfreiheit..besser fände ich wenn ihr solche missstände aufnehmt und verbessert(ich meine damit das nach einer sitzung auch was umgesetzt wird). ich finde es auch wichtig dass man den kunden keine unwahrheiten auftischt..oder will die SBB was verstecken?
Titus am 21.08.2008 um 20:47
Vorab, Honigbärli, ich glaube Du hast Roland Binz und seine zweite Empfehlung oben falsch verstanden. Er will ihm keinen “Maulkorb” verpassen, sondern motiviert ihn dazu, sich aus erster Hand zu informieren. Inzwischen gibt es mindestens vier grosse Sonntagszeitungen und da kämpft jeder um Leser – mit mehr oder weniger guten Schlagzeilen und Artikeln.
Wenn Andreas Hobi Roland Binz zitiert, so sollte es letzterem auch möglich sein, sich zu äussern – insbesondere dann, wenn das Publizierte völlig verzerrt zu den ursprünglichen Aussagen dargestellt wird (jede andere Sonntagszeitung hätte es anders gemacht). Last but not least: Quasi als “Nebenwirkung” nimmt man damit a) auch bei den SBB Blogs als Medium wahr und b) anerkennt man die tägliche Blog-Arbeit von Andreas (eigentlich sollte Andreas mindestens einen Bonus aus der PR-Abteilung für seine Öffentlichkeitsarbeit erhalten…).
Ich teile die Meinung der SBB und zwar aus dem Grund, den ich schon in einem früheren Kommentar geäussert hatte: Zugbegleiter sind keine Polizisten, keine Schlichter, keine Richter und keine Henker. Sie begleiten Züge, kontrollieren Fahrausweise, verkaufen Billette, machen Durchsagen, geben Auskünfte usw. Eben das klassische Bild des guten, alten „Kondukteurs“.
Die zunehmende Gewalt in den Zügen ist ein noch relativ junges Gesellschaftsphänomen (an welchem nicht die SBB Schuld haben). Fürs „Grobe“ – oder eben wenn’s grob wird – sind die Zugbegleiter nicht die richtige Lösung. Sie mögen zwar alle einen „schwarzen Gürtel“ tragen, aber vielmehr um die Hosen oben zu halten und nicht als Zertifikat einer Kampfsportart ;-)
Insofern finde ich es richtig, dass man die Bahnpolizei verstärkt, denn: Für die Zugbegleiter gibt es in den Randzeiten nicht mehr Arbeit - jedoch für die Bahnpolizei (wobei dann noch zu unterstreichen ist, dass die Bahnpolizei auch keine Billette kontrollieren sollte… Grüsse an dieser Stellen an Jeremy :-) ).
Fragen an Andreas Hobi / Roland Binz:
1) Gibt es auch Bemühungen oder Überlegungen, auch die Fahrgäste in eine erhöhte Sicherheit miteinzubeziehen? So gibt es meines Wissens Züge mit einem so genannten „Treffpunkt“, an dem sich die Kunden versammeln, um quasi nicht alleine in einem Wagen zu sitzen. Oder: Würde ein Zugbegleiter tätlich angegriffen, würde ich ihm ohnehin zu Hilfe eilen. Könnte das präventiv nicht schon geschehen, bevor es zu einer Tätlichkeit kommt (z. B. zwei oder drei Fahrgäste, die sich lediglich hinter den Zugbegleiter stellen und nicht einmal etwas sagen müssten)?
2) Wie schnell ist 0800 117 117 (Bahnpolizei) bei einem fahrenden Zug „vor Ort“ (resp. im Zug)?
Honigbaerli am 21.08.2008 um 20:59
@titus:
ich glaube nicht das du für herr roland binz antworten kannst ich hoffe das er dann noch persöhnlich antwort gibt!!
andreas hobi hat auch nicht nur die sonntagszeitungen zitiert sondern auch direkt an der basis recherschiert also kollegen gefragt wie sie es sehen!!
und es sind definitiv zu wenige zugbegleiter im einsatz und die bahnpolizei kann das auch nicht ausgleichen, kommt ja hier in bern schon vor das die bahnpolizei billetkontrollen macht was soll denn das!!
meines wissens hat billetkontrolle nichts mit polizei zu tun und man sollte es nicht vermischen..eine krankenschwester nimmt ja auch keine arztaufgaben war!!
die sachen wollte ich nur mal auch noch anmerken!!
Titus am 21.08.2008 um 21:12
@ Honigbärli
Genau, jedem seine Aufgabe: Dem Zugbegleiter seine Rolle als Billettkontrolleur usw. und der Bahnpolizei die Rolle als “Hüter von Recht und Ordnung” (und eben nicht als Billettkontrolleure, wie Jeremy und ich das vor einigen Wochen bei der BLS erlebten).
Sandra-Lia am 21.08.2008 um 21:14
Haja, die SBB soll nur so weitermachen, dann siehts im Regionalverkehr sehr bald wie in Deutschland aus, leere Züge.
Aber, Krittik mag halt niemand gerne. Es wundert mich ja schon, dass du nicht, wie ich damals bei MCD, mit dem “Sind sie eigentlich nicht Loyal?” betittelt wirst, obwohl du die Probleme beim Punkt nennst. Was die SBB bräuchte, wäre jemand, der sich im Zug, wenn der “Kunde” sich ums Gesetz schert, auch ums Gesetz schert. Sprich, jeder Kondukteur sollte Pfefferspray und Elektroshoker haben. Dann hören die übergriffe sehr schnell auf! Denn eins ist sicher: Jugendliche, und andere Idioten, die sich nicht ans Gesetz halten wollen, kann man nur beikommen, wenn man ihnen so sehr weh tut, wie sie einem! Und das der Staat versagt hat, ist nichts neues. Ist halt, wenn nur Recht bekommt, wer Geld hat!
Sylvie am 21.08.2008 um 21:19
lieber Andreas,
du hast mir mit deinem Artikel voll aus dem Herzen gesprochen!
Ich arbeite am Schalter, habe schon eine einige Berufserfahrung auf dem Buckel und weiss mich zu wehren!
Aber von meiner Tochter(ZP wie du, aber bei einer Privatbahn) bekomme ich viel frustrierenden Berufsalltag zu hören. Von Besoffenen, die sie blöd anmachen oder den Platz vollk… oder von chronischen Schwarzfahrern erzählt sie mir. Von solchen, die sie blöde anlächeln; ” soll ich ihnen mein Halbtaxabo zeigen oder glauben sie mir?” oder von denen, die mit einem falschen Billett fahren (aus welchem Grund auch immer) und denen sie das (eventuell) teurere Billett verkaufen möchte. Was ja auch Einnahmen für das Unternehmen wären! Aber sie muss sich dann die teils hässlichen Kommentare von den Kunden anhören.Oder die unangemeldeten Gruppen, die sie in einen vollbesetzten Zug noch irgendwo hineinmosten sollte. Oder die Kunden, welche sie beim hektischen Vorbereiten des Zuges hindern (Bremsprobe, Etikettieren etc.) oder sie noch in ihrer Pause nicht mal in Ruhe lassen.
Die Liste liesse sich unendlich fortsetzen…
Und wenn sie einmal resolut auftritt, sind die Kunden beleidigt und sie bekommt schon eine Kundenreaktion (Reklamation)zu spüren. Und dies wird ihr bei der nächsten Personalqualifikation unter die Nase gerieben.
Also knipst sie nur noch ihre Billette, überfliegt gezeigte Abos und beanstandet nichts mehr.
DER WEG DES GERINGSTEN WIDERSTANDS!
Aber für sie ist das Frust pur! Dafür hätte sie keine dreijährige Ausbildung benötigt!
Der Kunde hat ja immer recht und der Kunde ist König!
Honigbaerli am 21.08.2008 um 22:09
@titus:habe ich auch schon erlebt denn fall der jeremy beschrieben hat ..finde ich ja auch nicht gut..
giabez am 22.08.2008 um 00:28
naja, diesen sobli artikel habe ich mit kopfschütteln auch gelesen….
ich sage nur, c’est le ton qui fait la musique…
ich hatte in den zwei jahren als zugchefin s-bahn zum glück keine probleme, was ohrfeigen etc. anbelangt…
Andreas Hobi am 22.08.2008 um 02:18
Sooo, endlich Feierabend. War ganz friedlich heute auch / trotz all diesen Blick am Abend-lesenden Fahrgästen rundherum… :) Aber über die Reaktionen rund um den Artikel von Thomas Benkö schreibe ich dann in einem separaten Artikel.
Wow, ganz viele und vorallem teilweise recht ausführliche Kommentare zu diesem Blog-Artikel. Nun folgt noch ein weiterer Kommentar, in welchem ich noch meinen Senf dazu gebe. Einigen wird es nicht gefallen…
@ Roland Binz:
Es stimmt, dass sich die SBB für das Personal einsetzt. Sie unternimmt vieles für das Personal, besonders für die Zugbegleiter (Gewalt etc.) und Lokführer (Suizide etc.). Einige Zugbegleiter und der SEV sind der Ansicht, es könnte noch ein wenig mehr gemacht werden.
Leider hat die Gewalt so stark zugenommen oder das subjektive Sicherheitsempfinden ist so stark gesunken, dass sich trotz dieser zahlreichen Massnahmen immer noch Zugbegleiter (und vorallem -begleiterinnen) unsicher fühlen.
Doch wie gesagt: Ich schaue positiv in die Zukunft und bin absolut davon überzeugt, dass die SBB die bisher in die Wege geleiteten Bemühungen fortsetzt und den Arbeitsplatz des Zugpersonals noch sicherer macht.
Ja, der SoBli-Artikel ist… mmh, wie soll ich sagen… “unschön”. Vorallem wenn man noch die einen oder anderen Hintergründe zu der Situation des dort befragten Zugbegleiters kennt. Doch diese Thematik gehört nicht hier in den Blog; ich will der Person nicht noch mehr schaden. Zustimmen kann ich jedoch einer Aussage ganz klar, welche ich per Mail erhalten habe: “Mit diesem Artikel hat er [der Zugbegleiter] sich keinen Gefallen getan.”
Wenn ich nach Deinem Kommentar meinen Artikel nochmals durchlese, muss ich selbstkritisch feststellen: Ich war wirklich ein wenig zu “mediengläubig”. Werde Deine beiden Punkte in Zukunft versuchen zu berücksichtigen, um zu verhindern, dass ich ähnliche Fehler nochmals mache. ;-)
Es war auch falsch, das Gespräch zu thematisieren, welches anscheinend zwischen Dir und einem Kunden stattgefunden haben soll, ohne vorher eine Stellungnahme Deinerseits einzuholen. Wird in Zukunft besser laufen.
@ Honigbaerli (Kommentar 3):
Immer in Zweierteams, das wäre für uns Zugbegleiter natürlich traumhaft! Finanziell jedoch für die SBB eine mittlere Katastrophe. :-) Ich denke, man darf in dieser Hinsicht nicht zu viel vom Arbeitgeber verlangen. Es gibt einzelne Zügen, Regionen, Linien und Zeiten, in welchen ich momentan noch alleine unterwegs bin, jedoch gerne zu zweit wäre. Unsere Gewerkschaft sammelt solche Infos (wo passieren wann welche Zwischenfälle) und versucht dann in Gesprächen mit der SBB (welche diese Infos von uns auch direkt erhält) eine Lösung zu finden.
Hätte ich das Gefühl, die SBB hätte die Lage nicht mehr im Griff oder könnte die Sicherheit des Personals gar nicht mehr gewährleisten, hätte ich schon längstens gekündigt. (Bin ja jung, flexibel und gut ausgebildet. *g*) Von dem her: Es ist ein gutes Zeichen, dass ich nach wie vor bei der SBB und immer noch topmotiviert wie am ersten Tag bin. ;-)
Roland Binz ist sich - denke ich - sehr wohl bewusst, dass mein Blog nur indirekt mit der SBB zu tun hat und ich habe nicht das Gefühl, dass er mir vorschreiben möchte, was ich zu tun und zu lassen habe. Trotzdem darf er mir selbstverständlich jederzeit ein Feedback geben, denn: Nobody is perfect.
@ Titus (Kommentar 4):
Wieso sollte die SBB mich belohnen, wenn ich es ja sowieso gratis mache? :-)
Bei einer finanziellen Belohnung seitens der SBB würde schlimmstenfalls auch die Gefahr bestehen, dass meine intrinsische Motivation (in Bezug auf meinen Blog wie auch auf meine eigentliche Arbeit) sich in eine extrinsische Motivation wandelt. Dies wäre weder dem Blog noch meinem Job förderlich. So gesehen reicht auch ein einfaches “Danke”. :)
Zum zweiten Teil Deines Kommentars: Natürlich sind wir keine Polizisten. Und ich bin ebenfalls der Meinung, dass wir für Härtefälle die Bapo beiziehen sollen. Nur ist es halt einfach so, dass die Leute viel weniger Probleme machen und viel eher zum Bezahlen bereit sind, wenn zwei Kondukteure vor ihnen stehen und nicht nur einer. Vorallem wenn der Fahrgast nur den einen Zugbegleiter sieht, aber den anderen hinter sich (ausserhalb des Blickfeldes) weiss. Deshalb ist es immens wichtig, dass wir zu zweit unterwegs sind.
Ganz klar ist jedoch: Wenn der Fahrgast selbst dann immer noch eine hohe Aggression an den Tag legt, müssen wir die Bapo informieren. Die Aufstockung der Bahnpolizei war - wie Du auch sagst - absolut das Richtige.
Zu Deinen Fragen:
1. Treffpunkt-Wagen sind eine tolle Sache. Ich hätte absolut nichts dagegen, wenn man diese auch im Fernverkehr einführt. Ideal wären dafür der Erstklass- und Zweitklass-Wagen, welche direkt nebeneinander liegen. (In einem Doppelstock-Zug also Wagen 3 + 4.)
2. Wenn wir die Bapo in einen grossen Bahnhof anfordern (Zürich, Basel etc) sind sie sehr rasch vor Ort, grundsätzlich können wir bis zu 10 Minuten vor Ankunft im entsprechenden Bhf anrufen. Unterwegs oder in ländlichen Regionen wird (durch die Bapo-Zentrale) meistens die Kapo avisiert. Diese muss erfahrungsgemäss 15-20 Minuten vor unserem Eintreffen informiert werden, sonst wird es knapp, dass sie es noch rechtzeitig zum Bahnhof schaffen.
Vorallem in den Abendzügen und teilweise auch unter dem Tag haben wir die Bapo hin und wieder sowieso auf dem Zug. Das ist natürlich der Idealfall. ;)
Was auch ab und zu vorkommt: Dass ein Polizist (Kapo, Stapo, Bapo, Zoll / Grenzwacht etc) zivil unterwegs ist und uns zusätzlich zu seinem Billett noch den Polizei-Ausweis zeigt. Darüber freue ich mich jeweils auch.
@ Honigbaerli (Kommentar 5):
Ich finde es absolut in Ordnung, dass die Bapo auch Billettkontrollen durchführt. Zumindest so lange, wie die Bahnpolizisten einen höheren Lohn haben als die Zugbegleiter; ansonsten würde die Gefahr bestehen, dass sie als Billig-Kondukteure eingesetzt werden, und das wollen wir natürlich nicht.
@ Sandra-Lia:
Das mit dem “nicht loyal” wurde mir im Gespräch mit Wasserfallen auch vorgeworfen. Ich dürfe mich in der Öffentlichkeit nicht negativ über die SBB äussern. Nun, erstens versuche ich, die Kritik immer konstruktiv zu gestalten und zweitens gehe ich mit der Kritik erst an die Öffentlichkeit, nachdem ich intern kein Gehör fand, beziehungsweise wenn ich das Gefühl habe, in dieser Sache dürfte man noch mehr machen seitens der SBB.
@ Sylvie:
Du schilderst Dinge, die sich da draussen immer und immer wieder abspielen. Dem gibt es eigentlich nichts beizufügen, ausser dass ich leicht relativieren muss: Natürlich sind die Arbeitsumstände nicht jeden Tag ganz so katastrophal. :) Und es gibt bei der SBB nur sehr wenige Zugbegleiter, welche den von Dir beschriebenen “Weg des geringsten Widerstandes” gehen.
Gumbo am 22.08.2008 um 09:08
Ich finde es richtig, dass sich Binz in diesen Blog eingeschaltet hat, da ja das Communiqué anders lautete, als es der Blick, der ja bekannt dafür ist, darstellte.
Was für ein Wasserfallen ist den da noch involviert? Warum werden solche Gespräche nicht über den Vorgesetzten geführt? Ich als Oftfahrer habe jedenfalls das Gefühl, es gebe nicht genug Personal.
Jemand hat mir erzählt, dass bei vielen Extrazügen etc. zu gewissen Zeiten grosse Probleme entstünden. Aber es ist ja normal, dass eine Firmenleitung unangenehme Tatsachen eher herunterzuspielen versucht, wenn nicht gar bestreitet. Ich glaube da eher den Aussagen der Personalverbände…
Honigbaerli am 22.08.2008 um 10:49
ich bin der meinung das polizei und billetkontrolle nicht vermischt werden sollten wird auch in deutschland nicht so gemacht…wäre für mich das gleiche wie wenn ich von einem zugbegleiter in polizeiaufgaben angehalten würde…
Sandra-Lia am 22.08.2008 um 11:46
haja, vllt. stellt mich ja die SBB jetzt ein, wenn ich mich bewerbe. Schreibe dann:
Resolute, unnachgiebige, Kampflustige, Hartnäckige, Pfefferspraytragende Frau, die schon immer gerne mal Lokfüherin geworden wäre, bewirbt sich nun bei den Schweizerischen Bundesbahnen als Gegenwehr zu den einigen, aber leider vorhandenen, wenigen Agressiven Fahrgästen. Von mir erwarte ich, dass ich die Arbeit immer korrekt, nach dem Gesetz und nach bestem Wissen und Gewissen erledige. Das ich nicht die geforderten Ausbildungen habe, dürfte wenig bis gar kein Gegenargument sein, denn auch jemand, der nicht immer den richtigen Weg ging, kann sehr motiviert sein. Mit lieben Grüssen
Oder so ^^ Ich freue mich schon über die “ach, wir haben kein Platz für TS” Absage.
pädu am 22.08.2008 um 13:22
Andreas
Hat dich gester niemand auf “deinen Artikel” angesprichen?
Andreas Hobi am 22.08.2008 um 13:57
Doch doch, und ob! Habe heute einen Artikel darüber geschrieben und wollte ihn eigentlich auch auf schweizweit.net veröffentlichen. Naja, ging dann ein wenig daneben… :-/
Mehr dazu heute kurz nach 14:00 Uhr auf diesem Blog.
Patrick am 22.08.2008 um 19:49
Zum Thema Aufstockung Bahnpolizei: Die Bapo hat sehr grosse Mühe überhaupt geeignetes Personal zu finden. Darum ist die zitierte Aufstockung des Personals ein Wunschtraum der SBB. Vor einem Jahr zum Beispiel haben etliche Mitarbeiter der Bapo in der Region Zürich gekündigt. Gründe dafür waren die unsichere Zukunft und mangelnde Perspektiven der Mitarbeiter. Dies verschweigt leider die SBB Führung zu gerne. Man versucht zwar Gegensteuer zu geben, jedoch will es nicht ganz gelingen. Fazit: Die Zugbegleiter können sich nicht auf die Anwesenheit der Bapo verlassen und werden sich weiterhin alleine schützen müssen. Dies gilt auch für die Fahrgäste.
Andreas am 24.08.2008 um 14:05
Wenn ich nur schon den Titel lese, gerate ich ins Staunen, scheint doch dieser Pressseplauderi von der Realität keine Ahnung zu haben.
Für das bevorstehedne Weekend 30./31.8. fehlten letzte Woche noch rund 60 Zugsbegeliter, um den Extrazugsverkehr im Zusammenhang mit dem Madonnakonzert in Dübendorf bewältigen zu können.
So wurde Chefs Zugpersonal, Mitarbeiter der zentralen Dienste, ja selbst Mitarbeiter Zugspersonal Regionalverkehr händeringend gebeten, an diesem Abend (bzw in der Nacht) dem Fernverkehr unter die Arme zu greifen.
Die Divisionalisierung der SBB zeigt in solchen Momenten, wie unsinnig sie im Prinzip ist.
Andreas Hobi am 24.08.2008 um 14:25
Mmh… Ich habe mitbekommen, dass die CFP angefragt wurden. Aber dass gleich so viele Leute fehlen, damit hätte ich nicht gerechnet… :-/
Das einzige, was ich sagen kann: Ich habe im Juli für den 2. und 16. November einen arbeitsfreien Tag beantragt, um jeweils ein Ticketcorner-Angebot zu nutzen. Diese Woche nun hiess es, man wisse schon jetzt, dass es im November “an allen Ecken und Kanten” an Zugbegleitern fehlen werde und deshalb könne ich an diesen beiden Tagen nicht frei nehmen.
Andreas am 24.08.2008 um 18:46
Soweit ich informiert bin, wurden für die Bewältigung des Grossnalasses selbst “Konkurrenzunternehmen” wie die Thurbo und die SOB um Hilfe gebeten.
Gumbo am 25.08.2008 um 12:55
November, eh?
Wenn du schon im schwächsten Reisemonat November solche Probleme hast, wie wird es dann in den Kampfzeiten erst aussehen?
Offiziell kann natürlich die SBB nicht zu solchen Problemen stehen, aus Image-Gründen. Ich stelle fest, dass ich immer seltener kontrolliert werde. Am Samstag löste ich mit Mühe und Anstehen am Schalter Velo-Reservationen für den berüchtigten ICN. Hätte ich gewusst, dass niemand wegen der Velos nachfragt, hätte es drauf ankommen lassen müssen und sonst an Bord 10 Fr bezahlen können.
Titus am 25.08.2008 um 13:25
Ich sitz’ da grad in einem Business-Abteil eines ICN, bestehend aus nur einer Komposition. Im Abteil vor mir sitzen zwei Herren und eine Dame. Alle DREI sind Zugbegleiter (und haben es ziemlich lustig). Es ist ja auch kurz nach Mittag, da gibt’s nicht viel zu tun und darf auch mal eine Schwatz abhalten. Lustig haben sollen sie’s auch gelegentlich. Aber zu dritt, währenddem am Abend kaum zwei zur Verfügung stehen?
Vielleicht sollte die Einsatzplanung einmal unter die Lupe genommen werden…
Zürich am 25.08.2008 um 13:31
Und so wie Gumbo denken die Passagiere immer mehr. Ausser man hat sowieso ein Abo.
Lediglich ein Zugbegleiter für einen gut gefüllten IC-Dosto reicht auf der Strecke ZH-Bern selten, wenn der eine oder andere Passagier noch Billette beim Zugpersonal kauft.
Auf dem Weg ins Wallis wird man in den Zusatzmodulen oftmals nur zwischen Spiez und Frutigen kontrolliert, da dort in jedem Modul ein Zugbegleiter anwesend sein muss.
Soll aber keine Anleitung für “Schwarzfahrer” sein.