
Vor kurzem wurde in Zug die “Aktiengesellschaft für die Privatisierung der SBB Cargo” gegründet. Zweck: “Erbringung sämtlicher Dienstleistungen im Hinblick auf eine vollständige Privatisierung der SBB Cargo”. Das Aktienkapital beträgt CHF 100’000, aufgeteilt auf 1’000 Inhaberaktien zu CHF 100.00.
Mmh… Tönt ja ganz schön mysteriös. Der einzige Verwaltungsrat der neuen Firma ist Manuel Brandenberg, ein Anwalt aus Zug, Gemeinderat seit 2007 und Präsident der Stadtzuger SVP.
Und genau dort – bei der SVP – dürfte der Link zu den eigentlichen Drahtziehern zu finden sein. Transportunternehmer Ulrich Giezendanner und Hans-Jörg Bertschi stecken vermutlich hinter der Sache.
In der Vergangenheit haben sie schon öfters Interesse an der Güterverkehrssparte der SBB bekundet; zu der neu gegründeten Aktiengesellschaft hingegen verweigern sie die Auskunft. Bisher haben sie nicht dementiert, etwas damit zu tun zu haben.
Das Amt für Umwelt und Verkehr (UVEK) hingegen lässt umgehend verlauten, dass ein Verkauf von SBB Cargo ausgeschlossen werde. Gerne prüfe man aber mögliche Kooperationen oder Beteiligungen.
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