Contura 08: Anreise klappte hervorragend!

von Andreas Hobi am 21. Juli 2008 · 4 Kommentare

Heute ging es also los mit dem Pfadi-Bundeslager Contura 08. Während die 2’000 Helfer und Volunteers bereits am Wochenende einrückten, treten heute die rund 23’000 Pfadfinder ihre Reise in die Linthebene an.

Die Anreise verteilt sich auf den ganzen Tag, so dass die SBB den Ansturm bewältigen kann. Ingesamt werden über die Dauer des Contura 08 (21. Juli bis 2. August) rund 60 Extrazüge eingesetzt und reguläre Züge mit Zusatzwagen verstärkt. Alleine 15 Extrazüge sind für den Besuchstag eingeplant.

Wie gut die Organisation klappt, durfte ich heute direkt miterleben. Unser Zug verliess den Hauptbahnhof Zürich pünktlich um 11:37. Gemäss Fahrplan würde er ohne Halt bis Sargans fahren; für die Pfadfinder jedoch wurde ein Extrahalt in Schübelbach-Buttikon eingeplant. Nebst mir und dem anderen Zugbegleiter waren zufälligerweise noch zwei Bahnpolizisten auf dem Zug. Diese wurden während dem Morgen im Raum Zürich eingesetzt und befanden sich nun auf der Rückreise nach Chur.

Kurz vor der Ankunft in Schübelbach-Buttikon postierten wir uns so, dass jeder an einer Aussentüre stand. Kaum stand der Zug still, stiegen wir aus und halfen den Pfadfindern, ihr Gepäck auszuladen.

Auf dem Perron im Bahnhof befanden sich ausserdem noch rund sechs Kundenlenker, welche dafür sorgten, dass die Aussteigenden von den Türen weg gehen, um den nächsten Platz zu machen und so das Aussteigen beschleunigten.

Ebenfalls neu war bei diesem Grossanlass, dass an beiden Perron-Enden Sicherheitswärter der Securitrans standen, um die Personen auf dem Perron vor durchfahrenden Zügen zu warnen und die Züge auf eventuelle Gefahren aufmerksam zu machen.

Es war eine richtige Freude, zu sehen, wie gut alles organisiert war. In nur zwei Minuten waren alle Pfadfinder ausserhalb des Zuges und wir setzten unsere Fahrt fort. Eine halbe Stunde später trafen wir mit rund drei Minuten Verspätung in Sargans ein. Beim nächsten Halt (in Landquart) fuhren wir bereits wieder pünktlich ab, so dass wir dann ebenfalls pünktlich in Chur eintraffen.

Wenn nun der Besuchstag am nächsten Sonntag und die Rückreise am 2. August ebenfalls so gut klappen, dann können wir auf die Organisation richtig stolz sein. :)

Mehr über das Pfadfinder-Bundeslager Contura 08…

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Andreas Hobi arbeitet seit 2001 bei der SBB und dort seit 2004 beim Zugpersonal. In seiner Freizeit schreibt er auf schweizweit.net von seinen Erlebnissen und über andere spannende Stories aus der Welt des öffentlichen Verkehrs.

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Peter Juli 21, 2008 um 16:01

Ihr habt das gut gemacht! Ich denke die Organisation ist ein grosser Pluspunkt bei den Schweizerbahnen. Im Ausland könnte man da noch viel von euch lernen. Da werden manchmal die grundlegensten Sachen bei einer solchen Aktion vergessen.

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Andreas Hobi Juli 21, 2008 um 16:09

Ich frage mich, ob sich für die SBB nicht ein weiteres Geschäftsfeld auftun würde, wenn sie ihr Knowhow anderen Eisenbahnunternehmen anböte. Für einen gewissen Betrag würde die SBB dann die Organisation (und eventuell sogar auch den Personaleinsatz) für bestimmte Grossanlässe übernehmen.

Ähnliches macht sie ja bereits mit dem ETCS unter http://www.railxperts.eu.

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Andreas Hobi Juli 22, 2008 um 18:24

Radio-Beitrag zur SBB-Organisation:

http://www.blick.ch/news/bula/riesenzuege-in-der-linthebene-96128

Am besten gefällt mir der Satz: “Und d’SBB isch sone Liebi zu üs.” ;o)

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Tom Juni 19, 2009 um 21:53

ähnlich, auch wenn bei weitem nicht so gross, wirds beim nationalen Cevi-Lager “Conveniat” (lat. “lasst uns zusammenkommen”).

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