Zürich HB: In Zugtüre eingeklemmt


Sehr viel Glück hatte am Montag-Morgen ein 34jähriger Mann im Zürcher Hauptbahnhof. Obwohl sich die Türen seines Zuges schlossen und der Zug abfuhr, drängte er sich noch zwischen die sich schliessende Tür. Dabei wurde ein Teil seiner Kleidung eingeklemmt, so dass der Mann ausserhalb des Zuges vom Cisalpino mitgeschleppt wurde.

Glücklicherweise konnte seine Freundin, die es noch in den Zug schaffte, die Notbremse ziehen und so den Zug zum Stillstand bringen.

Der unüberlegt handelnde Mann erlitt wie durch ein Wunder nur kleine Verletzungen an den Beinen.

Ähnliche Situationen, wenn auch nicht ganz so dramatisch, erlebe ich in meinem Job auch immer wieder. Ich frage mich dann jeweils, wie wichtig der Termin sein kann, dass man für ihn das eigene Leben riskiert.

Etliche Menschen haben in solchen Situationen schon ihr Leben gelassen oder zumindest Gliedmassen verloren, weil sie unter den Zug gerieten. Kein Termin dieser Welt, kein Vorstellungsgespräch, kein Vorsprechen beim George W. Bush und keine Audienz beim Papst ist es wert, dass man sich deswegen in Lebensgefahr begibt.

Und doch tun es die Leute immer wieder. Verständnis habe ich dafür ehrlich gesagt keines.

Deshalb hier der Ablauf, so dass es auch der Hinterletzte versteht:

Wenn im Fahrplan steht, dass der Zug um 11:12 Uhr abfährt, dann heisst das nicht, dass man um 11:12 Uhr noch ganz gemütlich dem Perron entlang spazieren kann, sondern dass der Zug dann abfährt! Die Abfertigung eines Zuges geht folgendermassen vor sich:


25 Sekunden vor Abfahrt
Zugchef stellt sicher, dass das Ausfahrtsignal “offen” ist.

20 Sekunden vor Abfahrt
Zugchef verlangt von seinen Kondukteuren per Achtungspfiff die Bereitschaftsmeldung (= sie sind bereit zur Abfahrt)

Gleichzeitig werden alle auf dem Perron stehenden oder gehenden Fahrgäste aufgefordert, einzusteigen. Teilweise wird dies auch durch Lautsprecherdurchsagen unterstützt. (”Gleis 1, bitte Vorsicht, der Zug fährt ab.”)

10 Sekunden vor Abfahrt
Die Kondukteure geben dem Zugchef die angeforderte Bereitschaftsmeldung durch Hochhalten des Arms mit leuchtgelber Folie, gelber Karte oder weissem Licht.

Bei Zeigersprung
Zugchef erteilt die Abfahrtserlaubnis und steigt zügig ein.

Danach betätigt er die Türschliessung.


Wer also nicht spätestens eine Minute vor Abfahrt im Zug sitzt, der ist in meinen Augen zu spät.

Bei der Checkliste zur Erteilung der Abfahrtserlaubnis führt die SBB unter dem Punkt “Wichtig!” auf: Wir warten nicht auf Nachzügler.

© Foto SBB

29 Kommentare zu “Zürich HB: In Zugtüre eingeklemmt”

  1. theddy am 18.07.2008 um 15:07

    So langsam outest du dich als absoluter Verfechter von Reglementen - nicht nur in diesem Beitrag. Klar braucht es die, aber neben Buchstaben braucht es manchmal auch noch menschliche Regungen… Will sagen: Ich war schon zweimal froh, als mich der Lockführer der S-Bahn anspurten sah und ich noch einsteigen durfte - auch nach dem Zeigersprung. Beim Ankunft im Endbahnhof habe ich mich dann jeweils bedankt. War ganz sicher gegen die Richtlinien - ich kam aber rechtzeitig noch zur Sitzung.

  2. Andreas Hobi am 18.07.2008 um 15:47

    Wenn ich sehe, dass jemand noch um die Ecke springt und ich den Zug noch nicht abgefertigt habe, ist es klar, dass ich warte. (Ausser ich habe gute Gründe, dies nicht zu tun.)

    Doch vielfach springen die Leute auch dann noch, wenn der Zug bereits die Zustimmung zur Abfahrt erhalten hat. Und sorry wenn ich das nochmals betone: DAMIT GEFÄHRDEST DU DEIN LEBEN! Es ist einfach viel zu gefährlich, auf einen abfahrenden Zug zu springen. Und wenn man dann noch vom Personal darauf hin gewiesen wird, und es trotzdem tut, dann kann ich nur noch den Kopf schütteln.

    Wir veröffentlichen Fahrpläne, damit die Leute pünktlich beim Zug sind. Wer zu spät kommt, ist entweder selber schuld oder wurde irgendwo aufgehalten, sei dies nun bei der Arbeit oder an der Supermarktkasse. Doch dafür kann die SBB nichts und wir sind es den pünktlich erschienenen Fahrgästen schuldig, dass diese pünktlich an ihr Ziel gelangen.

    Ist nun mal so. Reglemente hin oder her.

  3. Grisu am 18.07.2008 um 15:51

    + wenn man den Leuten sagt sie sollen das nicht tun (z.B. in einen bereits fahrenden Zug einsteigen), dann haben sie absolut kein Verständnis… Es gibt ab und zu brenzlige Situationen. Glücklicherweise enden die meisten Situationen glimpflich.

  4. Patrick am 18.07.2008 um 17:40

    Ich beobachte solche Situationen auch immer wieder. Auch ich muss sagen dass ich dafür absolut kein Verständnis habe, dass Leute auf abfahrende Züge aufspringen. Wie du gesagt hast spielen die mit ihrem Leben. Wenn dann ein Unfall passiert, muss dann noch erste Hilfe geleistet werden, und wer schon mal einen Menschen gesehen hat, dem Teile das Körpers vom Zug abgefahren wurden, weiss wie grauenvoll das aussieht. Der arme Patient der dann so weiterleben muss! Die Schweiz hat das dichteste Verkehrsnetz der Welt und spätestens eine Stunde später fahren wieder Züge in die selbe Richtung. Die Ausrede von der verpassten Sitzung kann ich nicht akzeptieren. Dann müssen doch tatsächlich etliche Leute die pünktlich eingestiegen sind auf irgend ein “Hirni” warten das es nicht schaft pünktlich zum Bahnhof zu kommen. Das ist doch irgendwie egoistisch von soolchen Leuten die dann noch meinen das man auf sie mit der Abfahrt warten muss.

  5. Gumbo am 18.07.2008 um 17:45

    Hat denn der Schrottolino keinen Klemmschutz an den Türen?
    Ist ja gemeingefährlich….

  6. Andreas Hobi am 18.07.2008 um 17:53

    Ich denke, der Cisalpino hat wie andere Züge auch, eine Sicherheitsvorrichtung, so dass sich die Türe wieder öffnet, wenn ein grösserer Gegenstand eingeklemmt wird.

    Aber wenn es nur ein Teil eines Kleidungsstücks, ein Tuch oder so etwas ist, dann ist gut möglich, dass sich die Türe trotzdem schliesst.

    Bloss: Die Türe schliesst sich nicht in 0.8 Sekunden oder so. Der Mann hat gemerkt, dass die Türe nun geschlossen wird und ist trotzdem dazwischen gegangen.

    “Dank” ihm hat sich der Zug verspätet. Ich hoffe, die SBB betrachtet dies als Eingriff in den Eisenbahnverkehr und wird den Herrn entsprechend büssen. Denn wer nicht hören will, muss (im Geldbeutel) fühlen. Das war schon immer so.

  7. Daniel am 18.07.2008 um 18:45

    Die Kritik an dem Herrn ist absolut berechtigt und ich bin der gleichen Meinung. Dennoch eine Anmerkung. Bei der Zürcher S-Bahn sind sich auf den letzten Drücker kommende Passagiere gewohnt, dass man einfach aufs Trittbrett treten kann, damit sich die Türen wieder öffnen, auch zu einem Zeitpunkt wenn es per Knopfdruck schon nicht mehr möglich ist. Wer häufig mit der S-Bahn fährt wird möglicherweise davon ausgehen, dass dies bei anderen Zügen ebenfalls so ist - diesem Irrtum könnte der Herr unterlegen sein. Ich möchte ihn nicht entlasten, aber ein gewisses Gefahrenpotential birgt es trotzdem, wenn manche Verkehrsmittel so und manche anders funktionieren - bei der S-Bahn hätte sowas nämlich nicht passieren können.
    Ausserdem ist mir aufgefallen, dass das rationale Denken aussetzt, wenn man auf einen Zug o.ä. knapp kommt und ihn unbedingt noch erwischen will. Zu beobachten ist dies auch bei Fahrerfluchten vor der Polizei wegen Bagatelldelikten, die dann in katastrophale Unfälle ausarten. Irgendwie denkt der Mensch in Stresssituationen halt anders. Ich bin überzeugt, bei “klarem Verstand” würde der betroffene Passagier auch finden, dass es nicht wert war, um jeden Preis einzusteigen zu versuchen.

  8. Pendler am 18.07.2008 um 18:59

    Und wie ist das mit dem Pfiff? Ist dies nur eine freiwillige Aktion des Kondukteurs? Ist ja eigentlich eine sehr gute Sache

  9. Andreas Hobi am 18.07.2008 um 19:05

    Der Achtungspfiff erfolgt mit der Anforderung der Bereitschaft, also 20-10 Sekunden vor Abfahrt.

    Ganz freiwillig ist es nicht. Aber wie ich mal gehört habe, gab es ein Gerichtverfahren im Tessin. Dort wurde ein Passagier verletzt, weil er auf den abfahrenden Zug sprang, daraufhin klagte er den Kondukteur an.

    Schlussendlich drehte sich alles um den Achtungspfiff; als klar war, dass dieser erfolgt, wurde der Kondukteur frei gesprochen.

    Keine Ahnung, ob diese Story stimmt. Aber der Pfiff ist auf jeden Fall ein Stück weit eine Versicherung für uns. Falls dann etwas geschieht, sind wir mit hoher Wahrscheinlichkeit “fein raus”.

  10. theddy am 18.07.2008 um 19:06

    @Daniel
    Stimmt genau - in solchen Situationen ist das rationale Danken oft ausgeschaltet und da sind auch Reglemente und Vorschriften ausgeblendet. Das heisst nicht, dass man das einfach entschuldigt - aber vielleicht ein Grund zu überlegen, wie solche Situationen entstehen können. Es bleibt nicht jeder und jede in jeder Situation “cool”.

  11. Andreas Hobi am 18.07.2008 um 19:08

    @ Daniel:
    Vielleicht müsste man sich im Voraus überlegen, wie man in gewissen Situationen reagiert. Ich denke, damit verhindert man, dass man in einer Gefahrensituation instinktiv (=falsch) reagiert. Besser ist es, wenn man sich von Anfang an vornimmt:

    Wenn der Kondukteur einen Achtungspfiff gab, springe ich nicht mehr auf den Zug auf.

    Wenn man nicht immer nur im Hier und Jetzt lebt, sondern ein wenig vorausdenkt, kann man einigen Gefahren aus dem Weg gehen.

  12. Honigbaerli am 18.07.2008 um 19:19

    ist wohl kein wunder, das es bei einem cisalpino ( ETR 473 ) passiert, gibt ja im moment nicht störungsanfälligeres auf den schweizer schienen!
    habe es gerade vor kurzem wieder erlebt von bern nach basel..zuerst kraechzen in den lautsprechern, dann freundlicherweise noch eine manuelle durchsage wohl vom zugchef ” wegen einer lockstörung hat dieser zug eine unbestimmte abgangsverspätung”
    ich habe dann das einzig richtige gemacht ausgestiegen und mir einen anderen zug nach basel gesucht..fahren ja gottseidank noch zuverlässige züge nach basel!
    ich werde es in zukunft vermeiden mit cis zu fahren..habe das eigentlich dann nur gemacht das ich meinem besuch aus deutschland mal einen italienischen neigezug zeigen konnte konnte ich aber nicht den er musste den flieger in basel erwischen und das risiko bin ich dann nicht eingegangen!!

    uebrigens habe ich noch nie einen cis benutzt der funktioniert hat..und ich habs wirklich einige male in den letzten jahren probiert!!hat nie geklappt!!

  13. Daniel am 18.07.2008 um 19:34

    Vielleicht müsste man sich im Voraus überlegen, wie man in gewissen Situationen reagiert.

    Natürlich müsste man das, ich denke auch dass es die meisten Leute tun bzw. auch aus Erfahrung wissen, dass es eh nichts bringt. Dennoch erklärt es halt das Verhalten von einigen Leuten.

  14. markus am 18.07.2008 um 19:46

    Alles schön und gut! Aber was macht ihr bei einem Zug ohne Kondukteur und Zugabfertigung? Wie lange darf man da einsteigen?

  15. Andreas Hobi am 18.07.2008 um 19:54

    Bis kurz vor der Abfahrtszeit. :)

    Und bei den S-Bahnen gibt es ja noch einen akustischen und optischen Alarm.

  16. Pendler am 18.07.2008 um 20:17

    Der Achtungspfiff erfolgt mit der Anforderung der Bereitschaft, also 20-10 Sekunden vor Abfahrt.

    Ganz freiwillig ist es nicht. Aber wie ich mal gehört habe, gab es ein Gerichtverfahren im Tessin. Dort wurde ein Passagier verletzt, weil er auf den abfahrenden Zug sprang, daraufhin klagte er den Kondukteur an.

    Schlussendlich drehte sich alles um den Achtungspfiff; als klar war, dass dieser erfolgt, wurde der Kondukteur frei gesprochen.

    Keine Ahnung, ob diese Story stimmt. Aber der Pfiff ist auf jeden Fall ein Stück weit eine Versicherung für uns. Falls dann etwas geschieht, sind wir mit hoher Wahrscheinlichkeit “fein raus”.

    Ah so ist das. Finde den Pfiff eine geniale Sache. Hat auch irgendwie was traditionelles :-)

  17. Titus am 18.07.2008 um 22:58

    Was theddy schilderte, habe ich vor ca. 4 Wochen sogar noch in gesteigerter Form im Bahnhof Bern erlebt: Die S-Bahn (BLS) rollte schon an, als der Lokführer nochmals abbremste, um noch heranrennenden Mann einsteigen zu lassen…

    Als Reisender, der die SBB-internen Regeln (wie oben von Andreas geschildert) grundsätzlich nicht kennt, handhabe ich das so: Solange der Türknopf noch leuchtet, also solange ich die Türe noch öffnen kann, steige ich logischerweise auch noch ein. Bei offener Tür gilt das akkustische Warnsignal, wobei dieses 1 - 2 Sekunden ertönt, bevor sich die Türe schliesst. Ich denke das sind auch die 1 - 2 Sekunden Reaktionszeit, die der Reisende braucht um zu realisieren, was abläuft (das kann ja manchmal auch erschreckend sein, wenn man gerade am Einsteigen ist und dieses Ding geht los). Sobald die Türe “in Bewegung” ist, gibt’s kein Einsteigen mehr.

    Das mit der Abfahrtszeit ist sehr relativ. Wenn Züge Verspätung haben (oder Anschlusszüge abwarten), gilt das eben nicht.

  18. Mark am 18.07.2008 um 23:28

    Man muss natürlich unterscheiden zwischen einem begleiteten Fernverkehrszug, wenn die Abfertigung bereits begonnen wurde (Pfiff) und der S-Bahn, wo der Lokführer von selbst abfährt und selber entscheiden kann, noch auf heranrennende Personen zu warten. Wenn er aber mal abgefahren ist wird er normalerweise nicht mehr anhalten(ausser bei der BLS, dort habe ich es auch schon mehrmals gesehen).
    Aber zu spät kommt eigentlich niemand…wenn der Zug bereits abgefahren ist, ist man einfach zu früh für den nächsten ;-)

    Der EC CIS, der den Mann eingeklemmt hat, bestand übrigens, soviel ich weiss, aus konventionellem Wagenmaterial (italienische Wagen, evtl. mit CH-Verstärkungswagen).

  19. Honigbaerli am 18.07.2008 um 23:33

    da kann vielleicht Andreas auskunft geben wie gut der CIS(ETR 473) also der neigezug funktioniert..ich habe auch schon mit anderen kondukteuren darüber gesprochen sagen alle das sei ein störungsanfälliger billig zug!!

  20. Andreas Hobi am 19.07.2008 um 04:42

    Ich fahre selber nicht im Cisalpino. (Ausser wenn ich privat unterwegs bin.) Dies, weil ich nicht auf dem Cis geprüft bin. Deshalb kenne ich die Technik auch nicht bis ins Detail.

    Aber man hört schön ab und zu von Problemen.

  21. Titus am 19.07.2008 um 15:50

    Ein subjektives Bild zur CIS-Störanfälligkeit bietet 10vor10, siehe Berichte hinter meinem Namen-Link.

  22. Andreas Hobi am 20.07.2008 um 04:43

    Es gibt auch das Umgekehrte:

    Glück im Unglück hat ein 19-Jähriger im Strandbahnhof Travemünde gehabt, als er durch ein geöffnetes Fenster eines abfahrenden Zuges kletterte. Der alkoholisierte Mann stürzte Samstag früh auf den Bahnsteig und fiel zwischen Plattform und Zug, der eine Notbremsung einleitete. Das berichtete die Bundespolizeiinspektion Flensburg. Zur Rettung des Verletzten wurde die eingleisige Bahnstrecke nach Lübeck 15 Minuten lang gesperrt. Der Mann habe keine lebensgefährlichen Verletzungen erlitten, teilte die Polizei mit.

    Quelle: Die Welt

  23. Peter am 20.07.2008 um 06:52

    Zum Thema Einklemmschutz von öV Türen:
    Diese Einrichtung wird zwar regelmässig überprüft, aber wenn sie mal nicht funktioniert, wird es sehr schmerzhaft. Ich hatte von berufeswegen mit Strassenbahnen zu tun, die manchmal noch nicht ganz fertig waren. funktioniert z.B. der Schalter ab Trittbrett nicht richtig, wird man gnadenlos hochgehoben. Man konnte sich nur noch mit einem Sprung nach draussen vor der Tür retten. Verlässt euch also nicht auf den Einklemmschutz, dies ist nur eine Sicherheitseinrichtung, die in den meisten, aber nicht in absolt allen Fällen schlimmes verhindern kann. Gerade wenn Kleidungsstücke oder Schirme im Spiel sind hilft der Einklemmschutz nicht weil der feste Durchmesser dieser Dinge zu klein ist.

  24. Andreas Hobi am 20.07.2008 um 15:59

    Es wird vermutlich nie möglich sein, mit Hilfe der Technik eine 100-prozentige Sicherheit zu garantieren. Man muss immer auch an die Vernunft und an die Intelligenz der Fahrgäste appellieren.

  25. Gumbo am 21.07.2008 um 10:16

    Mark
    Wenn es eine konventionelle Komposition war (ich benutze eine solche täglich), dann wird’s schwierig. Die sind zwar wenig störungsanfällig, aber: da gibt’s den Warnton des ETR nicht, und die sog. “Schwenkschiebetüren” gehen zu, ob der Reisende es will oder nicht.
    Aber ich habe auch beobachtet (in Deutschland), dass der Zugführer seine eigene Türe noch offen hält und den Zug beobachtet, um zu sehen, dass alles “clean” ist, und um im Problemfall rasch den Nothahn ziehen zu können. Warum wird dies bei uns nicht gemacht?

  26. Andreas Hobi am 21.07.2008 um 14:48

    Doch, das wird bei uns auch gemacht. Aber Züge wie ICN oder IC2000 können erst abfahren, wenn alle Türen geschlossen sind. (Also auch diejenige des Zugführers.)

    Vorallem im St. Galler Rheintal kannst Du oft beobachten, dass Zugbegleiter noch ein paar Sekunden aus der offenen Türe schauen.

  27. Gumbo am 22.07.2008 um 11:54

    Ok, verstehe, dort gibt es vermutlich eh einen guten Klemmschutz UND den Warnton. Aber eben, alte Kompositionen haben dies nicht. Daher vermutlich auch der Zwischenfall beim CIS.

  28. Peter am 22.07.2008 um 12:03

    Der Klemmschutz funktioniert auch nicht, wenn nur etwas dünnes drin ist, wie z.B. ein Schal oder ein Reenschirm.

  29. Adrian am 03.08.2008 um 23:58

    Ich erlebte sogar den Fall, dass ein Passagier versuchte im HB Zürich in den Zug einzusteigen (nach Italien, weiss aber nicht ob dieser schon als CIS lief) und es aber nicht mehr schaffte, die Türe zu öffnen. Ich war da gerade auf dem Perron am Fotografieren und auf der Ausfahrseite. Kurz als das Perron fertig war, sprang er vom Zug ab. Fast gleichzeitig leitete der Zug die Notbremsung ein, da vermutlich jemand die Bremse gezogen hat. Der Passagier stieg dann in den Zug ein. Ob dieser dann gefunden wurde, weiss ich nicht. So wie es aussah, war dieser nochmals ausgestiegen (warum auch immer) und hatte sein Gepäck schon im Zug. Fotos davon gibt es, aber ich habe diese nicht gerade zur Hand.

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