Politiker verlangen mehr Zugbegleiter

von Andreas Hobi am 7. Juli 2008 · 3 Kommentare

Die SP hat realisiert, dass wir in der Schweiz ein paar Probleme im Sicherheitsbereich haben. Dies, nachdem sich Parteien wie die FDP und SVP schon länger mit dem Thema befassten.

Zu den Forderungen von SP-Präsiden Christian Levrat gehört zum Beispiel der Wunsch (bzw. die Notwendigkeit) nach mehr Zugbegleitern. Ausserdem fordert er mehr sichtbare Polizeipräsenz und eine Aufstockung der kantonalen Polizeikorps um 1’500 Stellen. Weiters soll im Kampf gegen die zunehmende Jugendkriminalität eine spezielle Jugendpolizei geschaffen werden.

Mit einem “Mix aus Prävention und Repression” will die SP nun zu einem sicheren Lebensgefühl in der Schweiz beitragen. Die Partei fordert ein härteres Vorgehen gegen gewaltbereite Personen und die rasche und konsequente Anwendung des geltenden Rechts. Erstaunlicherweise gilt das bei der SP auch für kriminelle Ausländer und Kriminaltouristen aus umliegenden und anderen Ländern.

Denn: Mehr Sicherheit heisst mehr Lebensqualität. Im Zug, in den Bahnhöfen und auch sonst überall in der Schweiz.

Ich hoffe, dass die SP den Worten nun Taten folgen lässt. Denn dies vermisse ich bei Parteien wie der FDP und der SVP hin und wieder ein wenig.


Im Gegensatz zur Mutterpartei ist die Juso unter der Führung des neu gewählten Cédric Wermuth (noch) nicht der Meinung, dass die Schweiz ein Sicherheitsproblem hat.

Die Ausschaffung von Kriminellen zum Beispiel geht Wermuth gegen den Strich: “Das ist der populistische Versuch, die SVP rechts zu überholen!” Lieber lässt er gewaltbereite und kriminelle Personen in unserem Land und sorgt so (bewusst oder unbewusst) dafür, dass das Image der hier lebenden Ausländer so rasch nicht besser wird. Schade um jene Menschen, welche sich korrekt verhalten und bestens integriert sind.

Ebenfalls nicht einverstanden ist Wermuth mit dem Bettelverbot und dem Rayonverbot für potenzielle Hooligans.

Nun gut Cédric; gerne warte ich auf Deine Vorschläge, wie die Juso das Sicherheitsproblem lösen will. :)

© Foto SBB

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Andreas Hobi arbeitet seit 2001 bei der SBB und dort seit 2004 beim Zugpersonal. In seiner Freizeit schreibt er auf schweizweit.net von seinen Erlebnissen und über andere spannende Stories aus der Welt des öffentlichen Verkehrs.

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Titus Juli 8, 2008 um 01:46

Drei Gedanken:
a) Im Moment ist es auffällig, wie die Jungsporne gegen die jeweilige Mutterpartei Politik betreiben wollen (SP, SVP). Lassen wir sie einfach. Jedes Kind muss sich die Finger am Herd verbrennen bis es glaubt, dass es da heiss ist…
b) Zugbegleiter sind keine Polizisten. Das sollten auch Politiker nicht vergessen.
c) Alle diese Massnahmen zielen nur auf die Symptom-Bekämpfung ab. Echte Prävention wäre es, wenn man gar nicht erst den Finger hochheben müsste. Also was sind die Ursachen für die zunehmende Gewalt und wie kann man diese verhindern?

Antworten

Andreas Hobi Juli 8, 2008 um 04:22

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Zugbegleiter sind keine Polizisten. Das sollten auch Politiker nicht vergessen.

Ja, das ist natürlich so. Aber das subjektive Sicherheitsgefühl im Zug steigt, wenn mehr Zugbegleiter vorhanden sind.

Dies ist zum Beispiel einer der Gründe, weshalb sich viele Leute in Fernverkehrszügen wohler fühlen als in den Regionalzügen.

Antworten

Sandra-Lia Juli 9, 2008 um 13:05

Ja, und bei der SP kann man eh davon ausgehen, dass es nur hohle Worte sind, und keinerlei brauchbare Massnahme rauskommt.

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