Nach dem es mit dem Swiss Fun Park nicht klappen wollte, versucht man es nun mit dem Heidi: In Walenstadt SG soll auf einem Teil des jetzigen Truppenübungsplatzes eine Art “Heidi-Erlebniswelt” geschaffen werden.

Das Projekt kostet rund 5 Millionen Franken, wird von einer Stiftung getragen und soll jährlich rund 50′000 Besucher anlocken. Ziel ist es, ein “begehbares Bilderbuch” aus dem Boden zu stampfen.

Wie der scheidende Tourismusdirektor Marco Wyss mitteilt, bietet sich seiner Region “eine einmalige Chance”. Weiter sagt er: “Heidi ist universell, Heidi begeistert und berührt die Herzen jeder Generation. Die vielen faszinierenden Hintergründe der Geschichte, ihrer Entstehung und noch heute relevanten Auswirkungen wollen wir erlebbar machen.”

Die 1′000 Quadratmeter grosse Erlebniswelt soll direkt an das bestehende Heidi-Musical angrenzen, so dass neue Synergien entstehen. Ferien- und Tagesgäste, aber auch Schulklassen können sich so nach oder vor dem Musicalbesuch vertieft mit dem Thema Heidi und Johanna Spyri befassen.

Der Park ist in drei Bereiche unterteilt:

  • Heidi und Johanna Spyri
  • Heidi als weltweiter Mythos
  • Heidi und Tourismus

Die Bereiche der Erlebniswelt sind mit einem zentralen Dorfplatz verbunden, der vom Heidi-Turm als Höhepunkt gekrönt wird. Von ihm aus geniessen die Besucher die Aussicht auf Berge, Natur und See.

Es ist immer eine tolle Sache, wenn in der Ostschweiz (und insbesonders im Sarganserland, wo ich aufgewachsen bin) neue Attraktionen und Ausflugsziele entstehen. So gesehen freut es mich, von diesem “Heidi-Themenpark” zu hören.

Wichtig wäre es, dass die Schöpfer des Parks auch alternierende Elemente einbauen und immer wieder Neues bieten. Nur so kann gewährleistet werden, dass die Besucher aus der Region regelmässig wieder kommen. Denn dass sich der Park alleine mit Touristen finanzieren lässt, wage ich zu bezweifeln. Es wäre schade, wenn der Heidi-Erlebniswelt schlussendlich das gleiche Schicksal widerfahren würde wie dem Mystery Park.