Gestern hatte ich mal wieder die Zeit und Gelegenheit, den öffentlichen Verkehr “von der anderen Seite” zu erleben. Nicht als Zugbegleiter, sondern als ganz normaler Fahrgast. Eigentlich hatte ich gar nicht im Sinn, darüber hier im Blog zu berichten, doch Martin “nowhereman” Felder brachte mich dann doch auf die Idee, als er zu einem meiner Plurk-Posts schrieb: “jetzt kannst du aus eigener erfahrung als fahrgast berichten”

(Meinen kompletten Plurk-Feed gibt es übrigens hier…)

Zuerst einmal sollte ich vielleicht ganz kurz erwähnen, wie es überhaupt dazu kam: Die Anzahl meiner Reserve-Artikel ist auf ein absolutes Minimum geschrumpft, so dass ich auf einen unerwarteten Zwischenfall nicht vorbereitet wäre. (Krankheit, dringende kurzfristige Termine oder einfach nur schönes Wetter, das ich lieber draussen miterlebe statt vor dem Computer.)

Neue Artikel mussten also dringend her, so dass auf meinem Blog keine Lücke entsteht. Und da ich bei meinem Lugano-Trip gemerkt habe, dass ich mich unterwegs fast besser auf das Schreiben von Artikeln fokussieren kann als zu Hause, entschloss ich mich, wieder aus dem fahrenden Zug zu bloggen.

Via St. Gallen ging es von Chur nach Bern. Dort machte ich eine längere Pause, ging in die Fanzone (Holländer, wohin man auch sah), setzte mich in ein Café und schrieb ein paar Artikel. Nachher ging ich auf direktem Weg via Zürich wieder zurück nach Chur. Und dies genau mitten im Pendlerverkehr. Doch ich hatte noch Glück, denn Platz hatte es genug; zumindest musste niemand stehen.

Was auf der Zugfahrt auffallend war: Zwischen St. Gallen und Zürich sowie zwischen Zürich und Chur hatte ich eine fast durchgehende Internetverbindung via Internet Everywhere von Orange. Doch ausgerechnet auf der Paradestrecke Zürich - Bern schmiss es mich immer wieder raus… Ob die Swisscom (welche u.a. auf der Neubaustrecke das Internet im Zug anbietet) dort einen Konkurrenz-Störsender eingebaut hat, welcher die Verbindungen von Orange und Sunrise immer wieder kappt? ;)

Nein, vermutlich lag der Grund schlicht und einfach darin, dass die Geschwindigkeit von 160-200 km/h zu hoch war für den USB-Stick von Orange. Ich denke, auf der Neubaustrecke hat man nur mit der WLAN-Technik von Swisscom eine gute Verbindung.

Aber zurück zu meinem “Ziel” auf meiner Reise: Die interimistische Hauptstadt von Holland Unsere Bundeshauptstadt Bern. Orange, wohin man auch schaute. In den Gartenbeizen, im Bahnhof, in der Fanzone, in den Trams, auf den Strassen; einfach überall. Wahnsinn! Und sie schienen richtig gut drauf zu sein, richtig ansteckend. Zu gerne wäre ich bis zum Abend geblieben und hätte ihr letztes Gruppenphasenspiel mitverfolgt. Doch leider musste ich heute morgen schon früh wieder aufstehen (die Arbeit rief), so dass ich zeitig zu Hause sein musste. Die Arbeit geht halt nun mal einfach vor.

Bei meinem gestrigen Trip habe ich festgestellt, dass es richtig inspirierend sein kann, im Zug vor das MacBook zu sitzen und einfach mal draus los zu schreiben. Die Ideen sprudeln nur so und das Schreiben fällt einem extrem leicht. Deshalb werde ich dies wohl noch öfters machen, sofern es mir die Zeit erlaubt.

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