
Momentan wird das SBB-Zugpersonal nach Anzahl der Reisenden eingesetzt. Das heisst: Je mehr Fahrgäste ein Zug im Durchschnitt hat, desto mehr Zugbegleiter befinden sich auf dem Zug. Hat der Zug im Normalfall weniger als 400 Reisende, ist oftmals nur ein Kondukteur auf dem Zug. Bei mehr als 400 Personen sind es zwei Kondukteure.
Bisher hat dieses System ganz gut funktioniert. Doch inzwischen ist es meiner Meinung nach veraltet. Früher gab ein Zug mehr Arbeit, je mehr Fahrgäste er transportierte. Heute jedoch ist dies anders. Die “schwierigen” Züge sind inzwischen nicht mehr unbedingt diejenigen mit den meisten Fahrgästen, sondern jene mit den schwierigsten Kunden. (Jugendliche an einem Freitag- oder Samstagabend sind so ziemlich das schlimmste, das man im Zug haben kann. Und das sage ich, obwohl ich selbst noch ziemlich jung bin.) Auch Züge mit Fussballfans sind nicht immer ganz einfach.
Anstatt die Zugbegleiter nun nach Anzahl Reisende zu verteilen, sollte die SBB ihr Personal besser nach “Schwierigkeitsgrad” des Zuges disponieren. Ansatzweise tut sie dies schon, indem ab 22:00 Uhr immer mindestens zwei Kondukteure auf einem Zug sind. Nun muss sie dieses System auch noch auf den restlichen Tag ausweiten.
Es wäre zum Beispiel möglich, Pendlerzüge am Morgen und am Abend nur noch mit einem Mann / einer Frau fahren zu lassen. (Vorausgesetzt es handelt sich um modernes Rollmaterial mit zentraler Türverriegelung. Bei Bpm-Wagen & Co geht das natürlich nicht, da braucht es ab einer gewissen Anzahl Wagen einfach mehr als eine Person.) Dafür werden andere, “schwierigere” Züge mit den bei den Pendlerzügen abgezogenen Mitarbeitern verstärkt.
Dies könnte dazu beitragen, die Gewalttaten gegenüber dem Zugpersonal zu reduzieren und für mehr Sicherheit zu sorgen. Damit wäre nicht nur dem Personal, sondern auch den Fahrgästen geholfen.
Ich bin überzeugt, dass dieses System besser wäre als das bisherige. Mir ist jedoch klar, dass mir bei diesem Thema nicht alle Zugbegleiter zustimmen werden und dass es eventuell im Kommentarbereich dieses Artikels zu einer interessanten Diskussion kommen wird.
© Foto SBB


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auch ein pendlerzug kann ein schwieriger zug werden… und wenn du mal langeweile hast, kannst du ja mal 06.10 ab luzern nach zürich fahren… dort könnte man schon ein dritter zugbegleiter brauchen, obwohl eigentlich auch alles pendler sind… es kommt nicht selten vor, dass man bei diesem zug zu zweit nicht durchkommt…
oder auch z.b. 17.04 zürich luzern, und auch wieder zurück (18.10 ab lz) ich hab da mal 400.- eingenommen, und das nur in der ersten klasse, bin jeweils nicht weiter gekommen… meine säcke quollen fast über, denn die meisten bezahlten ihre klassenwechsel mit münz… (zue-lz, 1/2 7.50chf…) auch alles nur pendler…
es könne noch schwierig werden, die züge zu beurteilen, nach schwierigkeitsgrad… es kann auf jedem zug probleme geben, ob mit reisenden oder technisch…
PS: wegen dem münz, hab lieber 10kg münz dabei, als wenn alle meinen, mit 200er note bezahlen zu müssen…
Ich finde es eh fahrlässig auf den zügen nur eine person einzusetzen..sollten mindestens 2 kondukteure sein, wenn was aus dem ruder läuft (auch technisch) kann man zu zweit sicher mehr ausrichten!
bei uns in bern machen ab 22 uhr immer ein 3er team der Bahnpolizei die stichkontrollen(zumindest bei der s7)