SBB Pensionskasse bereitet Sorgen

Wie die Tagesschau des Schweizer Fernsehens meldet (Artikel), steht es um die SBB-Pensionskasse schlimmer, als bisher von der SBB-Geschäftsleitung kommuniziert.Die Kasse hat ein Loch in Milliardenhöhe. Verursacht durch grosszügige vorzeitige Pensionierungen und ungenügende Vermögenserträge.Rudolf Stampfli, Leiter der SBB-Pensionskasse, sagt: “Der Stiftungsrat [wird] nicht darum herum kommen, einschneidende Sanierungsmassnahmen zu beschliessen.”Will heissen: Unter Umständen müssen die Mitarbeitenden einen Einschuss in der Höhe von 1.5 bis 2 Milliarden Franken leisten. Dies entspricht einer Lohnkürzung zwischen 4.5 und 6%.Mit meiner Ausbildung würde ich bereits heute schon deutlich mehr verdienen, wenn ich in die Privatwirtschaft wechseln würde. Falls die SBB sich wirklich traut, uns mehrere Prozent vom Lohn abzuziehen, bin ich wohl weg. Viele gut ausgebildete, motivierte und leistungsorientierte Mitarbeiter werden das Unternehmen dann wohl auch verlassen.© Foto SBB

Sandra-Lia am 10.04.2008 um 21:09
Ich finds eh nicht richtig, das ihr kleinen Mitarbeiter für die Abzocker von oben bluten müsst. Ospel soll das mal zahlen, oder die, die das verursacht haben.
Zudem, so kann man auch billigere angestellte finden, man schraubt die Anforderung nach unten.
gumbo am 10.04.2008 um 23:52
Das Pensionskassen-Debakel stammt noch vom Bundesrat her, als er die SBB “privatisierte”. Dem bürgerlichen Bundesrat.
Das mit den Anforderungen hat was…Schon heute scheint die SBB für gewisse Jobs Rekrutierungsprobleme zu haben. Nur - anderswo sinken die Anforderungen auch. Schaut euch doch mal die hohlen Lackaffen im Verkauf bei gewissen modernen Firmen an, bei denen man sich immer wie der grösste Depp fühlt und man sich wünscht, oh, wenn doch nur mal der Chef am Bedienen wäre..
Gumbo
Gumbo
mousseman am 11.04.2008 um 02:20
Die SBB-PK wird drastische Massnahmen durchziehen müssen - irgendwie, irgendwo. Und die letzte 10 Jahre hat die SBB mehr als genug Geld erhalten, um das Problem zu lösen, oder halt mal die Pensionen zu kürzen (was aufgrund der doch sehr grosszügigen Frühpensionierungsregelungen sicht nicht in jedem Fall falsch wäre). Immer nur die Beiträge erhöhen verscheucht die Mitarbeiter, und stellt erst recht sicher, dass der Steuerzahler einen Bail-Out machen muss.
Gumbo am 11.04.2008 um 11:45
Mousseman
Aber eben- vermutlich werden die Beiträge der Aktiven erhöht, und das ist ja der Skandal. Diese müssen dann den Kopf hinhalten für die Sünden ihrer Vorgänger bzw. deren grosszügige Frühpensionen. Irgendwie wird es auch diese wie andere Firmen schaffen, Einsparungen auf dem Buckel der Lohnabhängigen zu machen. Hauptsache, die Manager können immer ihre Boni beziehen.
Gumbo