Ein Fuchs in der Bahnhofstrasse

von Andreas Hobi am 3. April 2008 · 2 Kommentare

Grundsätzlich arbeite ich lieber im Spät- als im Frühdienst. Doch ein grosser Vorteil des Frühdienstes ist es, dass man “ganz Chur für sich” hat. :) Wenn ich dann jeweils so um 04:00 oder 04:30 Uhr von der Altstadt die Bahnhofstrasse hinunter zum Depot laufe, ist kaum jemand unterwegs.

Die Strassen sind leer, keine Autos, die Trottoirs sind leer, keine Fussgänger, die Fenster sind dunkel und die Leuchtanschriften der Geschäfte leuchten umsonst und verschwenden Energie.

Als ich am Freitag vergangener Woche die Kreuzung beim Postplatz überquerte, sah ich “einen Schatten” vor dem Hauptsitz der Rhätischen Bahn (vis-a-vis Manor). Irgend ein Tier war da, nur konnte ich es nicht erkennen.

Kurz darauf huschte etwas über die Strasse. Ein Eichhörnchen? Nein, dafür ist es zu gross… Eine Katze ist es auch nicht, sieht eher aus wie ein kleiner Hund mit einem buschigen Schwanz.

Ich blieb stehen, wollte es mir genauer anschauen. Es blieb auch stehen, wollte mich anscheinend auch genauer anschauen. Nun sah ich: Es war ein Fuchs. Mitten in Chur. Ein kurzer “Blickkontakt”, dann lief er gemütlich weiter dem Trottoir entlang in Richtung Bahnhof.

Doch dann, genau vor einem Pelzgeschäft an der Bahnhofstrasse, blieb der Fuchs stehen. “So weit sind wir nun also schon.”, dachte ich mir. “Inzwischen gehen die Füchse von selbst zum Henker.”

Oder wollte er einfach mal wieder seine verstorbenen Verwandten besuchen? Verkaufen die dort überhaupt Fuchs-Pelze? Ist das erlaubt? Ich weiss es nicht.

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Andreas Hobi arbeitet seit 2001 bei der SBB und dort seit 2004 beim Zugpersonal. In seiner Freizeit schreibt er auf schweizweit.net von seinen Erlebnissen und über andere spannende Stories aus der Welt des öffentlichen Verkehrs.

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joerg April 4, 2008 um 00:21

Mehr über Stadtfüchse gibts demnächst in SG, wenn du da mal vorbei kommst, Zeit und Langeweile hast. Mehr dazu auf der Internetseite des Naturmuseum SG

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Peter Käser Oktober 28, 2009 um 23:36

Das Phänomen durfte ich schon des öfteren in ZH beobachten. Auch Igel sind hier in Altstetten einige unterwegs. Ich finde es eine spannende Sache wie sich Tiere an unseren/ihren Lebensraum anpassen können.
Übrigens hat mich ein Fuchs, als ich letzthin eine Zigi auf dem Balkon geraucht habe, von unten her angeschaut. Als er davon laufen wollte machte ich bsbsbs (Ja klar, den “Katzenlockruf”) um zu schauen wie er reagiere und tatsächlich, er blieb stehen.

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