Ein Fuchs in der Bahnhofstrasse


Grundsätzlich arbeite ich lieber im Spät- als im Frühdienst. Doch ein grosser Vorteil des Frühdienstes ist es, dass man “ganz Chur für sich” hat. :) Wenn ich dann jeweils so um 04:00 oder 04:30 Uhr von der Altstadt die Bahnhofstrasse hinunter zum Depot laufe, ist kaum jemand unterwegs.

Die Strassen sind leer, keine Autos, die Trottoirs sind leer, keine Fussgänger, die Fenster sind dunkel und die Leuchtanschriften der Geschäfte leuchten umsonst und verschwenden Energie.

Als ich am Freitag vergangener Woche die Kreuzung beim Postplatz überquerte, sah ich “einen Schatten” vor dem Hauptsitz der Rhätischen Bahn (vis-a-vis Manor). Irgend ein Tier war da, nur konnte ich es nicht erkennen.

Kurz darauf huschte etwas über die Strasse. Ein Eichhörnchen? Nein, dafür ist es zu gross… Eine Katze ist es auch nicht, sieht eher aus wie ein kleiner Hund mit einem buschigen Schwanz.

Ich blieb stehen, wollte es mir genauer anschauen. Es blieb auch stehen, wollte mich anscheinend auch genauer anschauen. Nun sah ich: Es war ein Fuchs. Mitten in Chur. Ein kurzer “Blickkontakt”, dann lief er gemütlich weiter dem Trottoir entlang in Richtung Bahnhof.

Doch dann, genau vor einem Pelzgeschäft an der Bahnhofstrasse, blieb der Fuchs stehen. “So weit sind wir nun also schon.”, dachte ich mir. “Inzwischen gehen die Füchse von selbst zum Henker.”

Oder wollte er einfach mal wieder seine verstorbenen Verwandten besuchen? Verkaufen die dort überhaupt Fuchs-Pelze? Ist das erlaubt? Ich weiss es nicht.

Ein Kommentar zu “Ein Fuchs in der Bahnhofstrasse”

  1. joerg am 04.04.2008 um 00:21

    Mehr über Stadtfüchse gibts demnächst in SG, wenn du da mal vorbei kommst, Zeit und Langeweile hast. Mehr dazu auf der Internetseite des Naturmuseum SG

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