Casino-Züge und anderes Rollmaterial

von Andreas Hobi am 26. März 2008 · 19 Kommentare

Es scheint einen Markt zu geben für ein fliegendes Casino, meldet die Schweizer Online-Zeitung nachrichten.ch (“A380 als fliegendes Casino?”)

Ob es vielleicht auch einen Markt gibt für ein Casino auf Schienen? Jetzt mal ganz abgesehen davon, dass es in der Schweiz rein rechtlich (noch) gar nicht erlaubt wäre, ein Casino in einem Zug zu betreiben: Würde Interesse bestehen?

Ich war ganz ehrlich gesagt noch nie in einem Casino. Dabei wären Davos und Bad Ragaz gar nicht so weit weg. Doch wie man hört, scheinen die Geschäfte in der Glücksspielbranche ganz gut zu laufen. Dazu tragen nicht nur Schweizer, sondern auch viele Touristen ihren Teil bei.

Und genau hier sehe ich auch eine Einsatzmöglichkeit: Auf den von Touristen häufig benutzten Strecken. Wieso nicht mal an einen Zug zwischen Zürich Flughafen und Luzern oder auf der Lötschberg-Achse einen Casino-Wagen anhängen, wo sich die Japaner, Chinesen und die Amis an Einarmigen Banditen sowie Roulette- und Pokertischen versuchen können?

Interessante Nebeneinnahmen wären der SBB dabei sicher…

Natürlich gäbe es noch andere Ideen für “SBB-Spezialwagen”. Einfach mal so ganz brainstorming-mässig zusammengewürfelt, ohne gross zu überlegen, ob es überhaupt Sinn macht:

  • Fitnesswagen
  • Internetcafé
  • Kino / Filmsaal

Weitere Ideen sind in den Kommentaren herzlich willkommen! :)

Bild © (cc) Roadsidepictures (flickr.com). Bearbeitung durch Andreas Hobi / schweizweit.net

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Pascal März 26, 2008 um 17:10

Bei A-Team gab es mal ein Casino in einem Lastwagen – auch nicht schlecht :)

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Silvan März 26, 2008 um 18:05

Andreas, ich finden deinen Anstoss sehr gut! Ein Fitnesswagen wäre dabei gar nicht so schlecht, dann könnte man von Basel – Locarno etwas trainieren und würde nicht (wie ich letztes Mal) tatenlos rumsitzen…

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Andy März 26, 2008 um 20:40

In jedem IC ein Familienwagen und Sohnemann ist zufrieden. So ein Wagen müsste mindestens ein paar Playstations und Fernseher haben, dazu lange Rutschen, Schaukeln, Klettergerüste usw. Die SBB müsste dazu nur bei den Doppelstockwagen den Zwischenboden rausnehmen und zwei dieser Wagen zusammenkoppeln. Sollte doch kein Problem sein, oder? ;-))

Für Papi wäre ein angrenzender Wellnesswagen wünschenswert. Whirlpool, Sauna und eine hübsche Masseuse… ;-)) Natürlich bitte ohne Aufpreis… ;-)

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flöschen März 26, 2008 um 21:21

Gut wäre ein Kino. Ein Internetcafé braucht es nicht, denn dank UMTS/EDGE ist ja der Internetzugang, wenn auch grauenhaft langsam, gewährleistet. ;-) Übrigens plant die SBB nach dem TGV Lyria WLAN in den Zügen: Internet im TGV

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Gumbo März 27, 2008 um 10:35

Ich nehme nicht an, irgendeine dieser Ideen sei ernst gemeint. Wie kann man an voll ausgelastete Züge (Perronlänge etc) noch solche Kinderspielwagen (zu Kinderspielen zähle ich auch das Glücksspiel) anhängen?
Zockerwagen – völlig dekadent. Zu solchem Quatsch dürfte sich die SBB eh nicht zur Verfügung stellen. Es war schon dekadent genug, als man einmal die Bahnhofhalle Zürich mit riesigen Werbeflächen für Air-France-Flüge Zürich-Paris vollhing, nur wegen der Kohle, da Werbeeinnahmen wohl den Billett-Einnahmen vorgezogen wurden. Was für ein Hirnamputierter der SBB diese WErbung bewilligte, möchte ich nicht wissen.
Warum nicht ein Autofahrer-Wagen? Es gab einmal einen Sketch mit Harry Hasler darüber. Vor jedem Sitz hatte es ein Steuerrad, damit sich die armen Autofahrer, die zu einer Bahnreise gezwungen sind, wohler fühlen.
Oder ein Puff-Wagen? Das soll ja auch ein lukratives Business sein heutzutage…
Gumbo

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Gumbo März 27, 2008 um 11:04

Filmwagen und Fitnesswagen gab es in den USA in den Goldenen Zwanzigern tatsächlich. Auch Coiffeursalon und Zugsekretärinnen. So neu wären die Ideen auch nicht.
Gumbo

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Silvan März 27, 2008 um 11:22

@Gumbo:

Toll, der Spot mit Harry Hasler. Aber ob die SBB den Wagen umsetzt; abgesehen von einer Werbecampagne bringt das meiner Meinung nach nicht sehr viel. Und zu der Idee mit dem extravaganten Business möchte ich lieber keinen Kommentar abgeben :-)

Aber ich gebe dir Recht, dass solche Wagen nur auf Spezialstrecken ohne Pendler zum Einsatz kommen dürften. Ansonsten stünden die Leute im Fitnesswagen und müssten einen Aufpreis bezahlen ;-)

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Andreas Hobi | schweizweit.net März 27, 2008 um 11:29

@ Gumbo

Zu solchem Quatsch dürfte sich die SBB eh nicht zur Verfügung stellen.

Na, dann doch lieber einen Casino-Wagen anstatt ein fahrendes Puff. Letzteres finde ich deutlich verwerflicher.

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Gumbo März 27, 2008 um 14:54

Andreas
Siehst du, hier kann man verschiedener Meinung sein. Solange die Regierungen bei uns so viele illegale Prostituierte und Zuhälterei nicht strenger verfolgen, scheint es ja nicht sooo ein grosses Problem zu sein in der Schweiz.
Gumbo

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Petar März 27, 2008 um 18:17

*mir schon vorstell* Wie schön es wäre, jeden morgen im Regionalzug den Laptop auspacken zu können, rasch die Mails und die Nachrichten checken zu können, dazu noch einen Kaffee schlürfen zu können. Mmmh, dann wäre ich bestimmt viel fitter!

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Travis März 28, 2008 um 21:13

Sehr schöner blog

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greezer März 31, 2008 um 20:45

und warum nicht einen Supermarkt-Waggon zwischen Bern und Zürich anhängen? Dann könnten die gestressten “Buisness”-Typen unterwegs einkaufen.. =)
Muss ja nichts riesengrosses sein, aber Dinge für den tägl. Bedarf (Volg z.B. :P ) oder so wäre doch was..?

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Silvan März 31, 2008 um 20:47

@greezer: Wie früher, die Migros-Waggons auf Lastwagen :-))

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Dominik März 31, 2008 um 20:52

So einen Supermarkt-Wagen gab es bei den SBB doch schon mal? Nicht Migros sondern Coop. Aber wenn ich mich recht erinnere wurden die mangels Kundschaft (oder Rentabilität?) eingestellt, scheint also nicht so ein Bedürfnis zu sein…

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Andreas März 31, 2008 um 21:54

Ab heute gibt es auf der Strecke Bern-Zürich konstantes WLAN. Dieser im Artikel geäusserte “Wunsch” wurde also (nach langer Ankündigung von Seiten der SBB) umgesetzt. Habs zuerst im “heute” gelesen und anschliessend auf dem Nachhauseweg gleich ausprobiert. Im Zug (zumindest im Business-Abteil) liegen Flyer auf.
Das Ganze funktioniert prima! Die Geschwindigkeit ist zwar nicht berauschend, aber trotzdem!
Als Student kann dieses Angebot (mittels VPN) sogar gratis benützt werden. :-)

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Dominik März 31, 2008 um 22:01

@Andreas: Ich habe die SBB-Medienmitteilung gelesen – schön zu wissen dass es auch tut ;-) Aber das geht ja nur in 1. Klasse, oder? Und wie machst du das gratis? Einfach direkt mit (Switch-)VPN verbinden?

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Andreas März 31, 2008 um 23:03

Ich glaube, das geht sogar nur im Business-Wagen, da bin ich mir aber nicht ganz sicher. Dies ist meist der erste 1. Klass-Wagen, in welchem sich auch die Elvetino-Leute und Kondukteure aufhalten (hoffe, das stimmt so).
Ja, ich glaube das ist der Switch-VPN. Bei mir läuft das dann über den Server der Uni. Dies war vorher bereits an den Bahnhöfen und einigen sonstigen Accesspoints möglich. Jetzt eben auch während der Zugfahrt. In den Flyern ist das noch etwas genauer beschrieben (auch betr. dem VPN), habs aber nicht durchgelesen.

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Gumbo April 1, 2008 um 14:01

Dominik
Supermarktwagen war ein Riesenflop. Desgleichen der Versuch, dem Schweizer Reisepublikum den Ami-Food schmackhaft zu machen. Die Mc-Donalds-Wagen waren ebenfalls ein Flop.
Gumbo

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Andreas Hobi | schweizweit.net April 2, 2008 um 15:07

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