Unter der Kategorie “Der tägliche Wahnsinn” schreibt Andreas Stumpf über ein Erlebnis, das er im Zug hatte:

Er habe der Zugbegleiterin sein GA gezeigt, worauf sie es “2-3 Minuten” angestarrt habe. Danach, befreit von ihrer Erstarrung, habe sie den Kopf hin- und herbewegt und ihn gebeten, das GA aus dem Portemonnaie hervor zu holen. (Vermutlich, weil es hinter einer Folie oder einem feinen Netz steckte.)

Da er “kein Unmensch” sei, habe er ihrer Bitte natürlich Folge geleistet. Daraufhin schaute sich die Zugbegleiterin das GA nochmals “ca. 2 Minuten” an und verlangte danach einen Ausweis, da das Foto auf dem GA ihrer Meinung nach nicht mit Stumpf übereinstimmte.

Er zeigte ihr den Ausweis und sie war zufrieden.

Andreas Stumpf kann nun nicht verstehen, weshalb die Kondukteurin beim Foto auf dem GA ihre Zweifel hatte, dann jedoch mit dem Ausweis, welcher genau das gleiche Foto aufgedruckt hat, zufrieden war.

Nun, im Grunde genommen ist dies (aus meiner Sicht) ganz einfach: Es kann durchaus vorkommen, dass sich ein Mensch optisch so verändert, dass man ihn auf dem Foto nicht mehr wiedererkennt. Andererseits kann es auch durchaus vorkommen, dass jemand mit einem fremden (gestohlenen oder ausgeliehenen) Abo fährt. In solchen Fällen ist es unsere Aufgabe, die Identität zu überprüfen.

Wenn der Kunde nun einen Ausweis hervornimmt, kann dies ohne weiteres als Beleg für die richtige Identität angesehen werden, auch wenn der Ausweis das gleiche Foto hat. Denn es isch eher unwahrscheinlich, dass jemand nicht nur im Besitz des Abos einer anderen Person ist, sondern auch gleich alle anderen Ausweise dieser Person auf sich trägt. :)

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