Nun ist es also passiert: Zum ersten Mal seit der Eröffnung des Lötschbergbasistunnels musste ein Zug evakuiert werden.

Dass es sich dabei um einen Cisalpino handelt, erstaunt nicht viele. Es ist bekannt, dass diese anfällig für Störungen sind. Der Übername “Cessoalpino” (cesso ist italienisch und steht für “Toilette”, auch frei übersetzbar mit “Scheisskiste”) spricht für sich.

Was ist geschehen?

Der CIS 51 von Basel nach Mailand musste um etwa 19:15 Uhr am vergangenen Samstagabend im südlichen Teil des Tunnels anhalten. Anfangs ging man noch davon aus, dass der Schaden vor Ort behoben werden kann. Als dies nicht zutraf, entschloss man sich zur Evakuation der Fahrgäste über einen Querstollen.

Die rund 100 Passagiere gelangten so in die andere Tunnelröhre, wo sie auf einen Ersatzzug umsteigen konnten. Schlussendlich gelangten sie mit einer Verspätung von rund zwei Stunden nach Brig.

Betonen will ich an dieser Stelle, dass es sich nicht um einen Notfall handelte. Der einzige Grund, weshalb der Zug evakuiert wurde, war, dass er sich nicht mehr fortbewegte. (Als Laie tippe ich mal auf die Zugleittechnik…) Eine Gefahr für Fahrgäste bestand zu keinem Zeitpunkt.

Bild © (cc) Stuck in Customs (flickr.com)
(via EpochTimes)