Im Grossraum Genf leben fast 900,000 Einwohner. Entsprechend leidet die Region unter Verkehrsproblemen; viele Arbeiter nutzen nach wie vor den Individualverkehr, um an ihren Arbeitsplatz zu gelangen.

Zusammen mit der französischen Staatsbahn SNCF will die SBB dies nun ändern. Geplant ist ein S-Bahn-Netz mit rund 30 Haltestellen, welches im Jahr 2013 seinen Betrieb aufnehmen soll.

Diese S-Bahn ist möglich, weil zurzeit eine neue, über 14 Kilometer lange Eisenbahnlinie zwischen dem französischen Annemasse und dem Schweizerischen Hauptbahnhof Genf-Cornavin gebaut wird. Dank dieser Linie verkürzt sich die Reisezeit von Annemasse nach Genf von 33 auf 17 Minuten und man braucht nicht mehr umzusteigen.

Auf dem S-Bahn-Netz, welches bis nach Nyon (CH) und Evian (F) reichen soll, werden zwischen 40 und 60 Züge im Halbstundentakt verkehren. Welches Rollmaterial dabei zum Zuge kommt, ist noch nicht geklärt. Ich vermute mal, es wird kein Siemens-Rollmaterial sein, sondern eher etwas aus den Stadler-Werken oder von Alstom. Die SNCF wird sehr unter Umständen auf ihren “Haus-Lieferanten” Alstom pochen, die SBB hingegen würde lieber Stadler-Kompositionen nehmen, da sie mit denen gute Erfahrungen gemacht hat. Der Entscheid wird im April 2008 fallen.

S-Bahn Léman

Bisher beschränkt sich die S-Bahn “Genf” auf folgende nationale Linien:

  • S1: Yverdon-les-Bains - Villeneuve
  • S2: Vallorbe - Palézieux
  • S3: Allaman - Villeneuve
  • S4: Morges - Palézieux
  • S11: Yverdon-les-Bains - Laussane
  • S21: Lausanne - Payerne
  • S31: Puidoux-Chexbres - Vevey

Dieses Netz soll nun über die Landesgrenzen hinweg erweitert werden.

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