Im letzten Jahr waren die Züge der Zürcher S-Bahn pünktlicher unterwegs als im Jahr davor. Die SBB erreichte 129 Punkte, gefordert waren 119.

ZVV SBB Bahnhof Zürich HB

Wäre das Bonus/Malus-System, welches die SBB 2006 mit dem ZVV eingeführt haben um die Qualität der Zürcher S-Bahn zu steigern, alleine von der Pünktlichkeit abhängig, würde der SBB ein Bonus in sechsstelliger Höhe zustehen. Leider wird die Statistik von der Sauberkeit und der nicht zufrieden stellenden Kundeninformation im Störungsfall getrübt, so dass die SBB unter dem Strich einen Malus von 69,000 Franken zahlen müsste.

Der ZVV verzichtet jedoch grosszügigerweise auf die Einforderung dieses Betrages, um die Anstrengungen der SBB-Mitarbeiter an der Front zu belohnen.

Eine lobenswerte Geste des ZVV. Nun liegt es an der SBB, was sie mit dem eingesparten Geld tut. Ich persönlich bin der Meinung, er steht voll und ganz den Lokführern der Zürcher S-Bahnen und den S-Bahn-Zugbegleitern zu.

Das Geld soll nicht an die Zugbegleiter des Fernverkehrs gehen, nicht an Mitarbeiter in anderen Teilen der Schweiz und vorallem nicht an die Perronaufsicht des Zürcher Hauptbahnhofs. (Letztere verschwinden eh immer, sobald es Probleme gibt oder ein Zug wegen eines geschlossenen Ausfahrsignals nicht abfahren kann. Solange alles rund läuft, stolzieren sie auf dem Perron herum, sobald aber ein Zug nicht abfahren kann oder sonstige Probleme hat, verschwinden sie, anstatt uns für Informationen zur Verfügung zu stehen.)

Den S-Bahn-Lokführern und -Zugbegleitern jedoch ist es zu verdanken, dass die Pünktlichkeit gesteigert werden konnte. Ihnen sollten die 69,000 Franken zugesprochen werden.

Wenn die SBB und ihre Mitarbeiter nun auch weiterhin mit viel Engagement an der Verbesserung der Sauberkeit und der Kundeninformation im Störungsfall arbeiten, können wir auch in Zukunft mit Stolz behaupten, die weltweit beste Bahn zu betreiben. :)