Beschädigte Fahrleitung mal anders

von Andreas Hobi am 4. Januar 2008

Dieses Video wurde mir von einem Leser zugeschickt:

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Der Zug fährt mit rund 120 km/h, bevor der Stromabnehmer (Pantograf) durch die anscheinend defekte Fahrleitung ebenfalls zerstört wird. Vermutlich handelt es sich um keinen normalen Pantografen, sondern eher um einen Mess- oder Test-Stromabnehmer auf einer speziellen Lok, anders kann ich mir die installierte Kamera, welche auf den Pantografen ausgerichtet ist, nicht erklären.

Ein anderer Gedanke, der mir durch den Kopf schoss und auch in den Kommentaren zum Video vorkommt: Eigentlich müsste sich der Stromabnehmer in einem solchen Fall automatisch senken

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1 Peter 5. Januar 2008 um 10:54

Das Video scheint von einer Stromabnehmermessfahrt zu stammen. Bei diesen Messungen wird der Anpressdruck des Stromabnehmers überwacht. Dieser kann sich durch Aerodynamik während der Fahrt verändern und muss dann nötigenfalls durch Windleitbleche angepasst werden. Die Windleitbleche werden an der Wippe angebracht, das ist der obere Teil des Stromabnehmer, der die Fahrleitung berührt.

Normalerweise verfügen die Stromabnehmer über eine Schnellabsenkvorrichtung: die Kohlenschleifleisten, welche die Fahrleitung berühren haben innen einen Hohlraum der mit Druckluft beaufschlagt ist. Sobald der Druck zum Beispiel durch einen Schleifleistenbruch absinkt, senkt sich der Stromabnehmer automatisch.

Die Funktion dieser Einrichtung ist in diesem Video zu sehen.

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