Spezialdurchsagen im Zug

von Andreas Hobi am 1. Januar 2008 · 45 Kommentare

Bitte aussteigen, Anzeige ICN

Mich würde es mal interessieren, wie unsere Fahrgäste zu den “Spezialdurchsagen” stehen. Was halten die Reisenden davon, wenn das Zugpersonal zum Beispiel am 24. Dezember Frohe Weihnachten wünscht? Oder wenn das Zugpersonal in einem Pendlerzug am Montagmorgen bei Ankunft in der Endstation einen Guten Start in die neue Woche wünscht und am Freitagabend ein Schönes Wochenende?

In einem Zug, der fast ausschliesslich mit Wintersportlern von Zürich ins Bündnerland fährt, könnte man vor Ankunft in Landquart / Chur theoretisch einen sonnigen und unfallfreien Tag wünschen. Doch mögen die Fahrgäste dies überhaupt?

Oder ist es vielmehr so, dass diese Durchsagen die Reisenden nur nerven? Wollen die Fahrgäste möglichst wenig durch Durchsagen gestört werden und nur die allernötigsten Informationen (Nächster Halt …) erhalten?

Unter meinen Lesern hat es ja einige Stammkunden der SBB. Wie denkt ihr über diese Durchsagen?

Bild © (cc) marcokalmann (flickr.com)

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giabez Januar 1, 2008 um 14:22

Bin gespannt auf die Antworten, frage ich mich auch jedesmal, “getraue” mich dann aber jeweils nicht, weil ich das gefühl habe, es könnte albern sein :) hihihi

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Andi Januar 1, 2008 um 14:26

Ich finde solche Ansagen ganz OK, wenn sie nicht aufdringlich und inflationär eingesetzt werden. Jedesmal wäre anbiedernd, gar nie ist steril – ich würde sagen: Mit Mass OK, jedoch lieber zu wenig als zu viel.

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giabez Januar 1, 2008 um 14:31

und wie merken wir was das mass ist? ;-) sind ja jedesmal wieder andere leute im zug… nehmen wir an, ich mache eine solche durchsage in 5 von 10 zügen und du sitzt genau in diesen fünf zügen… hehe

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Köbi Bünzli Januar 1, 2008 um 14:55

Ich begrüsse solch Festtagswünsche in den ÖVs.
Nicht aber Wünsche, die nur einen Teil der Fahrgäste ansprechen. Wenn ich nach Chur an eine Beerdigung fahre und ihr mir einen sonnigen Tag wünscht, wünsche ich euch Regen.
Ich habe mal einen sehr unterhaltsamen Busfahrer erlebt. Lies mal hier.

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Lukas Januar 1, 2008 um 14:59

Ich finde persönliche Durchsagen viel sympatischer und angenehmer als das ewig-gleich-öde-Tonband, je nach Strecke dazu noch in drei Sprachen… Je persönlicher umso sympatischer!
Die SZU hat übrigens noch immer persönliche Durchsagen als eine der letzten S-Bahnen in Zürich. Da geht jeden Morgen ein Lächeln durch den Zug wenn es vor dem HB heisst “en schöne und erfolgriche Daag”

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Flu Januar 1, 2008 um 15:22

Mir persönlich gefallen persönliche Durchsagen und der Zugbegleiter wird mir dann jeweils gleich symphatisch.

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mousseman Januar 1, 2008 um 17:37

Die Helvetino Railbar und ihre Derivate brauchen nicht angekündigt zu werden, das ist “Noise Pollution”, insbesondere in den Ruhewagen.

Und ansonsten, ich arbeite meist auch am Weekend oder an Feiertagen, so dass ich den guten Start in die Woche nicht brauche…

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loner Januar 1, 2008 um 17:42

Gerade an Festtagen finde ich entsprechende Durchsagen ebenfalls begrüssenswert. Ich frage mich nur, ob sie dort, wo sie vorhanden sind, auch wirklich eingesetzt werden.

Generell finde ich Durchsagen in ausserordenntlichen Betriebssituationen enorm wichtig. Beim Stop auf offener Strecke schätze ich es sehr, wenn ich nach spätestens drei Minuten (bevor die Mitreisenden unruhig und lauter werden) irgendwelche Informationen erhalte und auch anschliessend in regelmässigen Abständen.

Mit den Livedurchsagen habe ich einfach insofern ein Problem, dass nicht selten irgend ein schlecht verständlicher Dialekt über den möglicherweise noch zu leise eingestellten Lautsprecher rauskommt. Gerade bei Reisen ausserhalb meiner täglichen Strecke bin ich auf gut verständliche Stationsansagen angewiesen.

Somit ist die Kunst der angemessenen Durchsagendichte wohl eine sehr hohe, man kann es auch nie allen recht machen.

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Dominik Januar 1, 2008 um 18:41

Ich finde solche persönliche Ansagen ganz nett, solange es mit der Häufigkeit nicht übertrieben wird (wenn es zum Normalzustand wird, dann ist es ja nichts Spezielles mehr…). Aber im allgemeinen finde ich die gut, bringt etwas Menschlichkeit in die Ansagen.

Ich bin mit loner einverstanden was die Durchsagen bei Problemen angeht. Selbst eine Durchsage “Die Ursache ist im Moment leider noch unbekannt. Wir sind am abklären und informieren Sie so rasch als möglich.” nützt, obwohl man eigentlich keine neue Infos erhält. Aber es gibt einem das Gefühl, dass etwas getan wird. War mir mal bei Ziegelbrücke passiert, wegen überhitzter Bremsen machte der Zug “Pause”. Wir wurden sofort informiert dass man am abklären sei. Später kam dann die Erklärung. Das beruhigt die Leute und irgendwie hatte mich die Pause auf der Strecke weniger gestört als in Fällen bei denen ich einfach nichts hörte…

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Peter Januar 1, 2008 um 20:58

Ich mage nicht zu viele Durchsagen. Hin und wieder ein Spässchen darf sein, aber die bei den VBZ-Buschauffeuren antrainierte Verabschiedung an den Endstationen ist Noisepollution.

Eine Durchsage darf nie künstlich oder erzwungen wirken. Die schlechtesten Beispiele gibt es in den Restaurants in USA. Dort wird man mit dem “Welcomespeach” begrüsst. Wer im Eingangsbereich genau hinschaut findet ihn meist als Spick unter dem Speisekartenstapel oder so. Leere Floskeln, nicht wirklich ernst gemeint.

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greezer Januar 1, 2008 um 21:11

Ich habe grad gestern meine Kollegin gefragt, ob denn, wenn man um 00:00 im Zug sitzt, der Zugfahrer (*g*) irgendeine Durchsage macht. (Macht der das?)
Ich würde es toll finden. Wir haben in unsrem Bus in die Schule schon immer einen aufgestellten Fahrer, welcher immer mit dem ganzen Bus (gefüllt mit Schülern) irgendwelche Unterhaltungen führt (“Passt bitte auf, heute könnte es Grizzlys auf der Strasse haben, da vorne sind Abfallkübel ausgeleert und Grizzlys stehen ja auf Abfall”) und irgendwie immer für einen tollen Lacher am Morgen sorgt.
Fände ich toll! :)

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theddy Januar 1, 2008 um 22:22

Wie schon von einigen gesagt, hin und wieder fände ich das gut. Es darf dann aber auch nicht zum “Normalfall” werden oder man sollte dann auch nicht krampfhaft nach Gags suchen… Der beste Gag der automatischen Ansagen finde ich immer, wenn wir einen “Kreuzungszug” abwarten müssen… ;-)

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Andreas Hobi (schweizweit.net) Januar 1, 2008 um 23:44

Ich hätte nicht gedacht, dass sich die schweizweit.net-Leser so einig sind. ;o) Anscheinend ist die Mehrheit der Meinung: Persönliche, situationsbedingte Durchsagen sind erwünscht; jedoch nur, solange sie nicht zu oft vorkommen. Freut mich zu hören! Dann werde ich dies bei meiner Arbeit mal berücksichtigen. ;o) Morgen fahre ich mal wieder ein paar Meter über die Grenze ins deutsche Konstanz, da liesse sich vielleicht was machen. Jedoch nur, wenn mir spontan was in den Sinn kommt; etwas “vorzubereiten” bringt nichts, das merken die Leute und es kommt gekünstelt und unecht rüber.

Was die Störungsansagen anbelangt: Die SBB (und ein Grossteil der Zugbegleiter) vertritt auch die Ansicht, dass nach spätestens 3 Minuten eine erste Durchsage kommen muss, danach sollten wir die Fahrgäste immer auf dem Laufenden halten. Selbst wenn es nichts neues zu berichten gibt. Die “Aus noch ungeklärten Gründen”-Durchsage durfte ich leider auch schon öfters machen. Ist zwar immer ein bisschen doof, wenn man nichts zu erzählen weiss, aber es beruhigt die Fahrgäste und wir können uns auf die Problembehebung konzentrieren ohne immer wieder durch Fragen der Reisenden unterbrochen zu werden.

@ theddy: Der “Kreuzungszug” ist noch harmlos im Vergleich zu einer Durchsage, die ich ganz am Anfang meiner Karriere mal machte: “… für die Verspätigung bitten wir Sie um Entschuldigung.” ;o)
(Man achte auf das “i” in “Verspätigung”.)

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Fabi Januar 2, 2008 um 00:27

Also, da ich ja “dann und wann” mit der “[DB] Bahn” unterwegs bin, habe ich ein recht gestörtes Verhältnis zu Durchsagen. :-)

Gegen diese Durchsagen ist ein netter Wunsch an Feiertagen, … ein sehr schönes Mittel ein wenig Menschlichkeit in den Zug zu bringen.

Aber man braucht keine Durchsagen à la “[DB] Bahn”, man muss nicht jeden Fahrgast verabschieden, man muss nicht die Ankunftszeit hochrechnen und durchsagen, wenn man Englisch redet, sollte man es können, Durchsagen zu Anschlüssen, braucht man nicht, die findet man im “Reiseplan”. Man braucht keine Durchsagen zur Frühstücks- und Mittagszeit mit entsprechenden Speisevorschlägen, …

Fabi

Antworten

giabez Januar 2, 2008 um 01:32

@ loner: ich bin auch eine von jenen, die sich bemüht, die kunden nach spätestens 3 minuten zu informieren. jedoch ist das manchmal schwieriger als es tönt, und zwar nicht weil ich nicht weiss was sagen (unbekannt etc.) sondern je nach störung klingelt halt die ganze zeit das telefon. das kann der/die lokführer/in sein, jemand vom ocp (operation center personenverkehr, quasi die grosse zentrale) oder vom blz (betriebsleitzentrale, quasi der fahrdienst vor ort, aber doch nicht ganz vor ort ;-) ) oder der fahrdienst der betreffenden station oder der kondukteur… und in so einem moment sind 3 minuten extrem schnell rum. deshalb kann es manchmal leider auch etwas mehr als die 3 minuten dauern.

damit möchte ich nicht die kollegen in schutz nehmen, die nix oder erst sehr spät was sagen.

@ Andreas: vor kurzem unterlief mir auch ein patzer, jedoch war da dann mein improvisationsvermögen gefragt, und das auch noch auf französisch *ächtz* *schwitz*

ich hatte den letzten zug von basel nach zürich und hatte auch französisch- und englischsprechende reisenden “dabei”, desshalb war auch um 01.30 noch eine 3 sprachige verabschiedung angesagt. nun gut, deutsch lief perfekt, französisch….naja, also ich hab da irgendwas verwechselt im kopf… “mesdames et messieurs, le personnel d’accompagnement des cff vous – jetzt merke ich: scheisse, das wär dann doch die begrüssung… fuck, jetzt improvisieren (das ging alles ein bruchteil von einer sekunde, ohne grössere pause) -dit qu’on arrive à zurich, et c’est la gare terminus. nous vous prions de bien vouloir descendre…”

naja, das peinliche an der ganze sache war, meine kondukteurin (gleichzeitig auch gute kollegin), die sich im letzten wagen befand, also ja, sie ist französin und war mir dann doch etwas peinlich… :)

jetzt kommt das gute, sie war wirklich im letzten wagen, der geschlossen war, weil nix mehr funktionierte… keine heizung, keine DURCHSAGEN!!!! :-) -> Sie hatte nix – gar nix- von meiner superdurchsage mitgekriegt… hehehe habs ihr dann aber lachend erzählt auf dem weg ins depot…. :-)

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Zugchef International Januar 2, 2008 um 08:56

Ich mache auch ab und zu eine persönliche Durchsage. Mal einen schönen Sonntag wünschen od. in Konstanz einen schönen Tag am wunderschönen Bodensee wünschen.
Nochwas zu den DB Durchsagen zum schiessen finde ich immer die Durchsage “in XXX ist soeben unsere Brezenverkäuferin eingestiegen und bedient sie am Platz mit frischen Brezen” nur flüssiges hat die gute Dame nicht dabei. Aber auch hier weiss die DB rat “wir möchten sie noch auf unser Gastronomischen Angebot hinweisen, in der mitte des Zuges befindet sich unser Bordbistro etc.” Gewisse Durchsagen der DB sind ganz OK. Gewisse einfach nur übertrieben und doof, wie die verabschiedung an jedem Bahnhof, nur ist es soo das die Zugbegleiter die dies nicht machen Ärger mit ihren Vorgesetzten bekommen. Ich werds in Zukunft nur dann machen wenn es auch Sinn macht.

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loner Januar 2, 2008 um 10:49

@ loner: ich bin auch eine von jenen, die sich bemüht, die kunden nach spätestens 3 minuten zu informieren. jedoch ist das manchmal schwieriger als es tönt, und zwar nicht weil ich nicht weiss was sagen (unbekannt etc.) sondern je nach störung klingelt halt die ganze zeit das telefon. das kann der/die lokführer/in sein, jemand vom ocp (operation center personenverkehr, quasi die grosse zentrale) oder vom blz (betriebsleitzentrale, quasi der fahrdienst vor ort, aber doch nicht ganz vor ort ;-) ) oder der fahrdienst der betreffenden station oder der kondukteur… und in so einem moment sind 3 minuten extrem schnell rum. deshalb kann es manchmal leider auch etwas mehr als die 3 minuten dauern.

damit möchte ich nicht die kollegen in schutz nehmen, die nix oder erst sehr spät was sagen.

Das glaube ich dir gerne mit der stressigen Situation im Führerstand und generell beim Zugpersonal bei einer Betriebsstörung. Meistens klappt es jedoch, dass innert drei Minuten zumindest eine automatisierte Durchsage vom Railvox kommt, dass wegen einer “unbekannten Störung dieser Zug eine Verspätung von einigen Minuten” erhält. So weiss man wenigstens, dass sich irgendetwas tut. Wenns mal fünf Minuten sind, stört mich das Ganze je nach Tragweite der Situation auch nicht.

Leider habe ich es aber auch schon zu allen möglichen und unmöglichen Zeiten erlebt, dass seitens eines Lokführers der S-Bahn in Bern gar keine Handlung folgte, obwohl es nur wenige Tasten zu betätigen sind, um eine Bandansage auszulösen.

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Andreas Hobi (schweizweit.net) Januar 2, 2008 um 11:11

@ loner: Bei der SBB ist es leider erst in den ICN möglich, eine automatische Störungsmeldung via Railvox auszugeben. In den anderen Zügen müssen wir das (noch) “von Hand” tun.

Hinzu kommt oft auch noch, dass es pro Wagen (wenn überhaupt) maximal eine Sprechstelle hat. So müssen wir uns teilweise durch die Fragen stellenden Fahrgäste hindurchkämpfen und werden so zusätzlich noch aufgehalten.

In solchen Situationen weisse ich die Fahrgäste darauf hin, dass ich nun eine Durchsage machen werde, so dass alle Reisenden informiert sind. Unverständlicherweise geben sie sich manchmal damit nicht zufrieden und erwarten eine persönliche Antwort von mir.

Antworten

Fabi Januar 2, 2008 um 14:28

@ Zugchef International:

Das fällt mir generell auf, in Deutschland schreckt man nicht davor zurück, zur Einnahmesteigerung, die Menschen mehr oder weniger zu den Angeboten zu “zwingen”.

In der Schweiz sehe ich es eher so, auch bei normaler Werbung, dass Information geliefert wird, wo sich etwas befindet (z.B.: Im Oberdeck bedient Sie jetzt die Elvetino-Railbar.), einzige Ausnahme, die mir gerade einfällt, sind Begrüssungen à la “Geniessen Sie ihre Fahrt, besuchen Sie das Zugsrestaurant…”. Aber das finde ich auch nicht wirklich schlimm.

Schlimm sind dann eher diese Durchsagen wie: “heute schon gefrüstückt? In unserem Bordbistro finden Sie das und das und das…” während der Fahrt.

Aber eben auhc bei normaler Werbung kann man das sehen, in der Scheiz ist es häufig allgemein, in Deutschland wird man sofort auf spezielle Angebote hingewiesen. Gerade bei der SBB hat man ja oft nur eine Landschaft mit einem netten Spruch, bei der DB gibt es aber kaum “allgemeine Werbung”, die ist immer mit irgednwelchen Angeboten und vorallem Einschränkungen verknüpft. Bsp: http://bahnblog.agentur-65.com/wp-content/uploads/2006/verarmen.jpg Wiobei man solche allgemeinen Werbungen wohl früher bei der Bundesbahn noch hatte. Bsp: http://www.solingen-internet.de/si-hgw/imprimatur/images_imprimatur/tafa-werbung-db.jpg

Also, ich mag im Zug und als Werbung lieber allgemeine Informationen. Wenn wir von der INformation aus gehen ist die bei der SBB sogar besser, da z.B. das Restaurnt ja direkt am Bahnhof angesagt wird (“erste Klasse Sektor X, zweite Klasse Sektor X, Restaurant Sektor X”). Bei der Db wird nur auf die erste Klasse hingewiesen.

Fabi

Antworten

markus Januar 2, 2008 um 18:50

Also ich hätte sicher nichts gegen persönliche Durchsagen. Aber bitte mit Mass. Also nicht bei jedem Halt und zum Beispiel auch keine Wetterprognosen am Zielbahnhof.

Antworten

theddy Januar 2, 2008 um 19:03

Ja – und am Zielbahnhof auch nicht: “Willkommen in Chur – wir bitten Sie, die Sitzgurten erst nach dem völligen Stillstand des Zuges zu lösen. Wir wünschen Ihnen einen schönen Aufenthalt und hoffen, Sie bald wieder an Bord eines Zuges der SBB begrüssen zu dürfen”.

Antworten

Andreas Hobi (schweizweit.net) Januar 2, 2008 um 21:19

@ theddy: Ach, und wieso nicht? Diese Ansage mache ich immer! ;o)

Antworten

theddy Januar 2, 2008 um 22:17

Oh, in diesem Zug würde ich auch gerne mal dabei sein, vor allem dann, wenn du die Schwimmwesten demonstrierst ;-)

Antworten

giabez Januar 2, 2008 um 23:03

@ Fabi: eigentlich müssten wir bei jeder Abgangsstation und ab Zürich/Bern diesen Spruch vonwegen Speisewagen durchgeben, wenn er nicht eh schon vom railvox “geträllert” wird. Ich finde, es wird schon genug gesagt. Da weise ich lieber einzelne kunden explizit darauf hin, die mich fragen oder andeutungen in diese richtungen machen.
…ausser wenn der zug neuerdings einen speisewagen führt, dann vieleicht… :-)

@ theddy: sinvoller als die durchsage mit sicherheitsgurten und aktuellen aussentemperaturen wäre jedoch, wenn an gewissen bahnhöfen eine durchsage kommen würde à la: “Bitte lassen sie ankommende reisenden zuerst aussteigen und halten sie einen weg frei” würde dann jeweils für beide schneller gehen, für die die raus wollen und für die die rein wollen… :-)

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Andreas Hobi (schweizweit.net) Januar 2, 2008 um 23:33

@ giabez: Wir könnten ja in Zukunft vor jedem Halt noch diese Durchsage machen:

Wenn die, die reinwollen, die, die rauswollen, nicht rauslassen, dann können die, die rauswollen, die, die reinwollen, nicht reinlassen.

;o)

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Dominik Januar 2, 2008 um 23:39

@Andreas: Wetten dass dieser Spruch Wirkung zeigt – vorausgesetzt du sagst ihn ca 10 Mal damit ihn alle verstanden haben. Oder du schreibst ihn auf und haengst Zettel auf (zusätzlich zur Durchsage). Zwingt die Leute zum Nachdenken und wer es dann verstanden hat, wird es sicher nie mehr vergessen ;-)

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giabez Januar 2, 2008 um 23:47

@ andreas: an diesem spruch studiere ich schon seit längerem rum, hab den mel irgendwo gelesen, konnte ihn mir aber nicht merken… merci! :)

Antworten

Fabi Januar 3, 2008 um 00:00

@ giabez:

Auf den Speisewagen hinweisen am Anfang und nach großem Fahrgastwechsel ist
schon sinnvoll und in Ordnung. Aber bei der “[DB] Bahn” gibt es noch
Zwischendurchsagen zum Frühstück, zur Mittagszeit, am Nachmittag, …

Sowas z.B.:

“Variante 1 BordRestaurant
Meine Damen und Herren,
haben Sie heute schon gefrühstückt? In unserem
BordRestaurant ist der Tisch bereits
für Sie gedeckt.
Starten Sie z. B. mit unserem Fitnessfrühstück
mit frischem Obstsalat gut gestärkt in
den Tag. Oder wie wäre es mit einem herzhaften
Boulevard-Frühstück?
Schauen Sie doch einfach im Wagen > Nr. < vorbei und lassen Sie sich von der Vielfalt
unseres Angebots überraschen.
In der 1. Klasse servieren wir Ihnen Getränke
und Snacks auch gern an Ihrem Platz."

oder so:

"Variante 1 BordRestaurant
Meine Damen und Herren,
es ist Mittagszeit. In unserem
BordRestaurant in Wagen > Nr. < haben wir
alles vorbereitet, um Sie ein wenig verwöhnen
zu können.
Wir empfehlen Ihnen heute besonders
> zwei Empfehlungen < .
Für den kleinen Appetit servieren wir in der
1. Klasse Getränke und kleine Speisen auch
gern an Ihrem Platz."

oder so:

"Variante 1 BordRestaurant
Meine Damen und Herren,
lassen Sie doch den Tag in netter Atmosphäre
bei einem Glas Wein oder einem
frisch gezapften Bier ausklingen.
In unserem BordRestaurant in Wagen > Nr. < können Sie aus unserem reichhaltigen
Angebot wählen.
Wir empfehlen Ihnen heute besonders
> zwei Empfehlungen <.
Für den kleinen Appetit servieren wir in der
1. Klasse Getränke und kleine Speisen auch
gern an Ihrem Platz.”

Und das gefällt mir weniger, da ein allgemeiner Hinweis auf das Restaurant
reicht und der Kunde dann selsbt entscheiden kann, ob er Lust hat, dorthin
zu gehen.

Ist übrigens bei der Railbar auch so. In der Schweiz wird sie angekündigt
(Im Oberdeck…), das finde ich gut. Dann wird aber ohne den einzelnen
Kunden anzusprechen durch den Wagen gefahren. In Deutschland wird da je nach
Mitarbeiter jeder Kunde einzelnd angesprochen und man wird “mehr oder
weniger gezwungen” abzulehnen.

Dann gibts noch Am Platz-Service durch die Zugbegleiter in der ersten Klasse
und teilweise, wenn Zeit ist, direkt von den Restaurant-Mitarbeitern in der
zweiten Klasse.

In der ersten Klasse könnte man es einem vorbeilaufenden Zugbegleiter
einfach sagen, wenn man etwas möchte. Und dieses durch den Wagen Laufen mit
heissen Kaffee und jeden Fahrgast einzelnd fragen, ob er einen haben will,
könnte man abschaffen.

Klar, es bringt mehr Einnahmen, wenn man den Kunden direkt anspricht, aber
man muss einafch überlegen, für was der Kunde bezahlt. In Deutschland kommt
es einem vor, als würde die “[DB] Bahn” keine Gelegenheit auslassen, dem
Kunden Geld aus der Tische zu ziehen, solange er auf der Zugfahrt im Zug
“gefangen” ist.

Fabi

Antworten

Jonas Januar 3, 2008 um 17:51

Ich finde Durchsagen nur nervig. Anzeigen ja – Ansagen nein…

Ich war morgens um fünf auf dem Bahnhof in Winterthur sehr positiv überrascht, dass es überhaupt keine Ansagen auf dem Bahnhof gibt.

Antworten

Andreas Hobi (schweizweit.net) Januar 3, 2008 um 20:17

Manche Fahrgäste stört es, wenn Durchsagen kommen, andere stört es, wenn keine Durchsagen kommen. Man kann es nun mal nicht allen recht machen. :)

Aber ich denke, die meisten Fahrgäste zählen sich zur zweiten Gruppe. (Vorallem die Touristen und Seltenfahrer).

Antworten

theddy Januar 3, 2008 um 20:30

Mich stört es, wenn die Ansagen falsch sind – wenn die Stationen der falschen Reihe nach abgespielt werden. Mich stört, wenn in einem Ausnahmefall keine Ansagen kommen.

Antworten

Fabi Januar 3, 2008 um 22:34

Na ja, Haltestellendurchsagen braucht man schon für Sehbehinderte und Menschen, die sich nicht auskennen. Und in Deutschland braucht man auch die Ansage der Ausstiegsseite, ansonsten besteht die Gefahr, dass ein Großteil der Fahrgäste die richtige Türe nicht finden. :-)

Fabi

Antworten

Pascal Januar 4, 2008 um 17:58

Interessant, dass man hier so oft die Stadt Chur erwähnt :)
Aber jetzt zum Thema: Ich persönlich fahre nicht umbedingt viel Zug, aber wenn doch, sicher in eine grössere Stadt (z.B. Zürich). Je nach dem ertönt auch noch eine persönliche Durchsage. Im Vergleich zum “dr Bus vo Chur” ist das schon Luxus. Hier sind die Durchsagen auf Band und der Chauffeur sagt kein Wort, auch wenn man schnell ein Ticket kauft, sagt der höchstens 2 Sätze. Aber meistens auch nur: “Das macht eis füfzg.” Dann drückt er zwei drei Hebel (die sehen jedenfalls irgendwie hebelmässig aus) und das Rückgeld ist in einem kleinen Schälchen. Und tschüss..

Antworten

Adrian Januar 5, 2008 um 21:48

Ab und zu wünscht uns einer der Buschauffeure (muss nicht immer der gleiche sein) an der Kirche Fluntern am Morgen einen schönen Tag. Interessant wäre es vor allem zu wissen, ob am Ankunftsbahnhof gewisse Anschlüsse bei Verspätung überhaupt noch garantiert werden. Ich habe aber auch Verständnis für Vielfahrer wenn immer wieder die gleich mühsamen Ansagen kommen. (Damit sind jetzt nicht die automatischen Ansagen gemeint, aber auch die können blöd sein)
Witzige Ansagen wohldosiert finde ich aber auch mal spannend.

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Andreas Hobi (schweizweit.net) Januar 6, 2008 um 13:19

@ Pascal:
Nun, die Durchsagen im “Bus vu Chur” finde ich sehr angenehm, auch wenn sie nur vom Band kommen. Besonders begrüsse ich es, dass sie auf “Churerdütsch” sind und nicht in einem astreinen Hochdeutsch wie bei der SBB und den meisten anderen ÖV-Betrieben.

“Dr Bus vu Khur begrüasst Sie uff da Linia 1 nach…”
“Nächsti Haltestell, Postplatz”

Insofern stört mich das nicht. Dass die Chauffeure nicht allzu gesprächig sind, ist mir jedoch auch schon aufgefallen! ;o)

Antworten

Paddy Januar 29, 2008 um 18:21

Solche Durchsagen wären ok, wenn sie von Irina Schönen gesprochen würden. Aber so , wie sie Augustin spricht , sind sie nicht empfehlenswert. Ich frage mich sowieso , wieso die SBB eine neue Stimme hat. Die alte war ganz OK

Antworten

Andreas Hobi | schweizweit.net Januar 29, 2008 um 23:41

Ich habe mal gehört, es ginge darum, dass die neue Stimme für Hörbehinderte verständlicher sei. Ob dies wirklich der (einzige) ausschlaggebende Grund ist, entzieht sich meiner Kenntnis.

Für mich persönlich tönt die neue Stimme wie eine Kindergärtnerin, die einem kleinen Jungen etwas erklärt. :)

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Marquis Januar 25, 2011 um 13:14

Also da kann ich dir die Info geben:
Es wurde mit Isabelle Augustin eine neue Stimme gewählt und die gesamte Datenbank neu aufgesprochen. Irina Schönen durfte somit in Pension gehen. Auch wurde im Hintergrund eine neue Datenbank und ein neues Bediensystem eingeführt.

Zum Thema: Ich hörte oft von Olten nach Basel im ersten IR eine manuelle Durchsage, da das Railvox noch nicht programmiert. Unregelmässig kam dann anschliessend “noch ein schönen Tag” Das hat sehr motviert. Aber wenn es regelmässig kommt, oder sogar ab Band ist, dann ist es nicht mehr spzeiell

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Andreas Hobi Januar 28, 2011 um 10:37

Anscheinend aber wollen sie die Zug-Durchsagen in den grossen Bahnhöfen mal wieder auf den Kopf stellen… Ich habe da nur so was aufgeschnappt gestern… Bin mal gespannt… ;-)

theddy Januar 30, 2008 um 06:26

Ein schönes Beispiel, dass nicht alles, was neu ist, auch besser ist. Man kann gute Dinge also immer auch verschlimmbessern…

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Andreas Hobi | schweizweit.net Januar 30, 2008 um 10:07

Für uns eine Verschlechterung, für Hörbehinderte eine Verbesserung. So schaut’s leider aus. Es wäre klüger, im Innern der Wagen analog den ICN Anschriften zu installieren und dafür eine “natürlichere” Stimme bei den Durchsagen zu verwenden.

Antworten

Paddy Januar 30, 2008 um 19:29

Naja, dass es für Hörbehinderte eine Erleichterung ist, würde ich nicht gerade sagen, denn die Stimme tönt in den meisten Zügen viel leiser und sie spricht auch nicht so deutlich, einfach langsam. Es ist richtig schön einmal in Basel zu sein, dort ist noch die alte Stimme, nicht so wie in Luzern. Aber ich würde sagen, die beste Dispras-Stimme hat immer noch die Zentralbahn. Die spricht deutlich, nicht schnell, nicht langsam.

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Gumbo Februar 25, 2009 um 16:56

Die DB würde lieber mal pünktlicher fahren als den ganzen Bulls..t durchzusagen die ganze Zeit. Wenn dann die englische Version kommt, ist das Englisch und dessen Aussprache so grottenschlecht, dass man die Ohren zuhalten muss.

Auf der SBB mangelt es eher daran, dass bei Störungen etc. nichts zu hören ist. Die einen Zugbegleiter im Fernverkehr kündigen nicht einmal ihr Eintreten in den Wagen an, dass ich Zeit habe, meit Billett hervorzuholen, bevor sie vor mir stehen.
Oft hat man den Eindruck, man meide es tunlichst, den Lautsprecher zu nutzen. Zum Glück gibt es viele jüngere Kondi, die anders sind und auch mal von sich aus einen schönen Tag wünschen. Aber bitte nichts von Wunderschöner Stadt Zürich und ähnlichen, unehrlichen Blabla bringen.
In Amerika, wo Lautsprecher-Blabla herkommt, wird es auch im Flugzeug bis zur Vergiftung weit getrieben. Und im Zug wurde vor jedem Halt der Spruch, man solle sich vergewissern, keine Effekten liegengelassen zu haben. Nach Abfahrt von jeder Station wird dann ein langer Willkommensspruch heruntergeleiert. Wenn man lange fährt, bekommt man darob Schübe.

Antworten

Ueli Riegg August 26, 2009 um 19:43

Zwar ein bisschen spät (weil ich diesen Eintrag erst gerade per Zufall per google gefunden habe), falls es noch interessiert:

Ich fände solche Spezialdurchsagen durchaus willkommen, solange es kurz und bündig ist, der Sprecher nicht nuschelt, laut genug spricht und sich vor dem Drücken der Sprechtaste überlegt, wie das am besten in die anderen Sprachen übersetzt wird. (Ja, das basiert natürlich alles auf zahlreichen “schlechten” Erlebnissen).

Was ich nervig finden würde, sind langes Geplänkel und Gestotter. Ich finde zum Beispiel die dreisprachige Willkommensbotschaft, Routenbeschreibung und hinweis auf den Speisewagen sehr grenzwärtig, insbesondere in den Ruheabteilen…

Aber eben, es gilt: Gewusst wie, und darum:
Mut zur (kurzen und bündigen) Abwechslung!

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tin Januar 28, 2011 um 10:48

Aus dem l’Hebdo – frei übersetzt: Heute morgen im Zug gehört bei der Ankunft in Bern: “Meine Damen und Herren, wir treffen in Bern ein, auf Gleis 1, ehh, nein, Gleis 7, eine Minute früher als der Fahrplan. Wir bitten Sie um Entschuldigung.”

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