Und wieder darf sich die SBB über einen Zuwachs an Passagieren freuen: Dieses Jahr fuhren rund 6% mehr Passagiere mit der Bundesbahn als im Jahr zuvor. Das heisst: Im gesamten 2007 dürften rund 302.2 Millionen Personen befördert worden sein, ca. 17.1 Millionen mehr als letztes Jahr. Täglich benutzen also 828,000 Menschen die Züge der SBB.

Zürich HB SBB

Um zu verhindern, dass sich die Problematik rund um die Kapazitätsengpässe verschärft (siehe dazu Artikel SBB-Züge stehen im Stau) will die SBB nun mehr als die jährlich geplante halbe Milliarde Franken in neues Rollmaterial investieren und auch die Investitionen in den Schienenunterhalt sollen erhöht werden. Genaue Informationen hierzu werden im ersten Halbjahr 2008 bekannt.

EINE HALBE MILLIARDE FRANKEN! Diese Zahl muss man sich zuerst einmal vor Augen führen, man kann sie sich kaum vorstellen. 500 Millionen Franken entsprechen:

  • Täglich 1.37 Millionen Franken
  • Stündlich 57,000 Franken
  • 103,000 GA 1. Klasse
  • 3.3 Millionen Halbtax
  • 25 Millionen Juniorkarten
  • 66 Franken für jeden Einwohner der Schweiz
  • 3.5 Rappen pro Personenkilometer (14.267 Milliarden Personenkilometer sind es jährlich)
  • 1.65 Franken pro beförderte Person (rund 302.2 Millionen beförderte Personen im 2007)

Und zu guter Letzt: Mit einer halben Milliarde Franken könnte man den Lohn von SBB-Chef Andreas Meyer für die nächsten 714 Jahre bezahlen. ;o)

Doch zurück zum Thema. Die Freude über den Fahrgastzuwachs wird von der Pünktlichkeitsstatistik getrübt. Es konnte keine merkliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr erreicht werden. (Glücklicherweise auch keine Verschlechterung…)

Meyer sagt, dass es eine Annäherung geben müsse zwischen der gemessenen Pünktlichkeit der Züge und dem, was die Kunden empfinden. Momentan wird gemessen, wie viele Züge verspätet sind; es wäre ihm lieber, man würde messen, wie viele Leute von Verspätungen betroffen sind.

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