
Sachen gibt’s… Da hat ein Zug 300 Stehplätze und was macht der Kondukteur? Er schmeisst die “überzähligen” Passagiere kurzerhand mal aus dem Zug. Die feine Art ist das ja nicht gerade.
Die Fahrgäste durften danach geschlagene 40 Minuten warten, bis der nächste Zug kam, der sie nach Wien brachte.
Safety first
Die ÖBB begründet das Vorgehen ihres Mitarbeiters, also den Rauswurf der Fahrgäste, mit Sicherheitsüberlegungen. Die Sicherheit sei nicht mehr gewährleistet gewesen. Die Fluchtwege seien versperrt und bei einem Unfall wäre kein Rettungseinsatz möglich gewesen.
Das mag bestimmt so sein, ich frage mich einfach nur, wie es dazu kam, dass plötzlich 300 Personen zuviel im Eurocity waren. Gehen wir mal davon aus, dass es sich beim erwähnten Eurocity 40 (Franz Liszt) um einen Zug durchschnittlicher Länge handelte, so um die zehn Wagen. Gemäss Aussagen der ÖBB hatte er an diesem Tag ausserordentlich noch zwei Wagen mehr, was dann zwölf Wagen macht. Sprich: Platzangebot ca. 920 Personen. Bei 300 Stehplätzen hiesse das also, es befanden sich fast 1,200 Personen in diesem Zug! Wahnsinn!
(Der Zug fährt um 19:10 in Budapest-Keleti ab und erreicht (nach Halt in Hegyeshalom, Bruck a. d. Leitha und Wien Meidling) den Wiener Westbahnhof um 22:08 Uhr.)
Um einen Pendlerzug kann es sich beim EC40 nicht handeln, denn er fuhr im erwähnten Fall an einem Samstagabend. Woher kamen also diese vielen Leute?
Für mich gibt es folgende Erklärungen:
- Im Raum Budapest war eine grosse Veranstaltung (Messe, Konzert oder ähnliches), welche grosse Besuchermassen anzog
- Oder das umgekehrte trifft für den Raum Wien zu (Event in Wien)
- Die vielen Leute gehörten zum Rückreiseverkehr aus den (Billig-)Ferien in Ungarn
- Ein Grossteil der Passagiere gehörte zu einer oder mehreren Gruppen, welche einen Ausflug machten
Doch für solche Fälle müssten die Bahnen eigentlich vorsorgen:
- Bei Grossanlässen sollten sie zusätzliche Wagen bereitstellen
- In Ferienzeiten sollten zusätzliche Wagen auf den stark frequentieren Linien eingesetzt werden
- Gruppen reservieren üblicherweise ihre Sitze; die Bahn muss darauf achten, dass auch die restlichen, individuell reisenden Fahrgäste genügend Sitzplätze haben
Was ist also schief gelaufen? In den Medien heisst es nur:
Wie es offenbar zu einer falschen Einschätzung des Anstroms an Bahnpassagieren kommen hatte können, wurde nicht kommentiert.
derstandard.at

Wie ich die Sache sehe
Der Kondukteur hat völlig Recht, wenn er sagt, die Sicherheit könne nicht mehr gewährleistet werden. Anscheinend war für ihn ein Durchkommen durch die Wagen nicht mehr möglich.
Die Leute deshalb einfach rauszuwerfen, finde ich dann aber doch ein wenig hart. Bei einer S-Bahn wäre dies kein Problem, wenn innert Minuten der nächste Zug käme. Doch bei einem Eurocity? Ich weiss nicht mal, ob dies überhaupt erlaubt ist.
Es scheint, als seien diejenigen Leute, welche für den Einsatz des Wagenmaterials verantwortlich sind, bereits in den Weihnachtsferien. Sie hätten eigentlich sehen sollen, dass im Raum Budapest oder Wien irgendein Event ist, welches viele Menschen auf die Abendzüge in Richtung Wien bringen wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese gewaltige Menschenmasse “zufällig” zur gleichen Zeit reisen wollte. Irgendwas war da. Vielleicht wollten auch viele Ungaren nach Wien, um Weihnachtseinkäufe zu tätigen oder gestern Sonntag einen Weihnachtsmarkt zu besuchen.
Wie dem auch sei: Es hätten mehr als nur die zwei zusätzlichen Wagen bereit gestellt werden müssen.
Doch auch der Kondukteur ist nicht ganz unschuldig. Er hat ja zwischen Budapest und Hegyeshalom gemerkt, dass es “relativ viele Leute” im Zug hatte. Also hätte er mit der Zentrale Kontakt aufnehmen können, um einen Extrazug oder zumindest zusätzliche Wagen ab dem Grenzübergang Hegyeshalom/Nickelsdorf (wo die Fahrgäste rausgeworfen wurden) zu organisieren. Der Zug fährt um 19:10 in Budapest ab und erreicht Hegyeshalom um 21:03. Immerhin eine Zeitspanne von zwei Stunden. Knapp, um etwas zu organisieren, aber könnte reichen.
Weshalb dies nicht klappte, entzieht sich meiner Kenntnis. Vielleicht hat es der Kondukteur versucht, aber es waren keine Wagen vorrätig. Vielleicht aber hat er keinen anderen Ausweg gewusst, als die Leute einfach aus dem Zug zu werfen. Der Beliebtheit des öffentlichen Verkehrs war dieses Vorgehen auf alle Fälle alles andere als förderlich.
Ich hoffe, die ÖBB hat solche Dinge bis zur Europameisterschaft besser im Griff. Ansonsten können sich die (internationalen) Fahrgäste in Österreich auf etwas gefasst machen.
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- ÖBB weisen Schuld wegen überfülltem Zug von sich
- Schuld sind jeweils die anderen
- ÖBB und Ungarn streiten über Schuld an übervollem Zug
Bilder © (cc) Don Andre / schoenswetter [im Exil] (flickr.com)
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Der ZUB hat vollkommen richtig gehandelt. Die Sicherheit geht vor. Die Regel gilt übrigens auch bei den SBB “Safty first”. Einen ähnlichen fall gab es schon mal in Österreich. Da fuhr der Zug erst ab nachdem 2 zusätzliche Wagen beigestellt wurden. Da die leute zum teil schon auf den Übergängen stehen mussten. Bei 300 standen wohl einiges mehr auf den Übergängen, die gänge sind nicht mehr frei. Überlege mal es bricht ein Feuer in einem Wagen aus. Fluchtmöglichkeit in einen anderen Wagen ein ding der Unmöglichkeit.
Warum der Ausstieg erst an der Grenze. Vielleicht waren die Stehplätze erst ab Györ vorhanden. Wissen wir ob er bis zur Grenze nicht alles unternommen hat, nur die Ungarische Bahn ist nicht die ÖBB und nicht die SBB. Also blieb ihm halt nichts anderes übrig und er musste Fahrgäste an der Grenze stehen lassen, vorteil es fährt noch ein Zug nach Wien.
Hier hat nicht die ÖBB den Bock geschossen sonder ganz klar die MAV. Der Zug fuhr ab Budapest ab. Es währe in ihrer Verantwortung gelegen einen Zusatzzug od. ähnliches zu stellen.
Nochmals der Kollege ÖBB hat vollkommen korrekt gehandelt, den die Sicherheit geht vor und hat oberste Priorität. Denn wenn was passiert und es im schlimmsten Fall Tote gibt, sagen dir die Fahrgäste nicht danke. Die Bahn und die Richter sowieso nicht. Da zählt dann das argument aus Kunddienst sicht hab ich sie mitgenommen.
Gruss
Zugchef Int.
Es ist vollkommen richtig wie der Schaffner gehandelt hat!
Die Sicherheit geht vor!
Egal ob hier nun die Passagiere verärgert sind.
Außerdem hätte mal wohl in Ungarn schauen müssen,
was da los ist, nicht den überfüllten Zug losschicken!
Liebe Grüsse aus Österreich Gertrude
Entschuldigung es hat ein Tippfehler bei der Website gegeben
Hinweis des Administrators: Fehler wurde korrigiert.
Die beiden Bahnen ÖBB und MAV hätten sich besser absprechen und in Budapest zusätzliche Wagen oder einen Extrazug bereit stellen müssen.
Aus vergangenen Jahren war bestimmt bekannt, dass am dritten Advent-Wochenende viele Leute nach Wien fahren, um Weihnachtseinkäufe zu tätigen.
Das Verhalten, welches hier an den Tag gelegt wurde, führt nur dazu, dass in Zukunft wieder weniger Leute mit dem Zug fahren werden.
Der Fehler liegt nicht beim Kondukteur; dieser hat völlig richtig gehandelt. Falsch gelaufen ist es bei der Organisation.
Da gebe ich Ihnen völlig recht!
Es ist an der Organisation gescheitert!
So etwas sollte nicht passieren, da es einen ganzen Berufsstand
in Verruf bringt!!!
LG
Ich hab’ auch ein paar einschlägige Erfahrungen betreffend Platzangebot bei der ÖBB gemacht:
Während 2 Jahren (2002 – 2004) hab’ ich als Railbar-Steward bei der damaligen Passaggio Rail AG gearbeitet und bin so von Zürich aus mit dem “Wägeli” in alle Himmelsrichtungen gefahren. (Ja, während einer Fahrplanperiode sind wir mit dem IC 380 „Insubria“ von Chiasso sogar bis nach Schaffhausen gefahren!) Unzählige Male bin ich auch nach München bzw. Wien gefahren. Bei uns allen war die Rückfahrt mit dem „Transalpin“ 162 ab Innsbruck an Freitagen am meisten gefürchtet. Das heisst, es gab eigentlich nicht viel zu fürchten, denn man wusste mit was man zu rechnen hatte: dort wo man in Innsbruck mit dem Servierboy stand, hatte man auch bis Bludenz zu bleiben! Obwohl der Zug jeweils noch Zusatzwagen erhielt und somit (nach meinen Erinnerungen) +/- 14 Einheiten zählte, reichte das Platzangebot hinten und vorn’ nicht aus. Die Reisenden standen und sassen einfach überall! Natürlich wurde meist auch das Gepäckabteil durch die SBB-Kondis (steigen erst in Innsbruck zu) geöffnet, sodass sich die Leute auf meinem Inventar ’breit’ machten und ich somit vorgängig schauen musste, dass ich all’ mein Material in einer verschliessbaren Kiste unterbringen konnte …
Abfahrt in Innsbruck war um ca. 14.30 Uhr, Fahrzeit nach Bludenz knapp 2 Stunden. Es waren jeweils vorwiegend Schüler / Studenten, die die engen Gänge und Übergänge verstopften. Scheinbar konnten die Teens ihr Internat (denn sie hatten oft auch viel Gepäck) bereits am Freitagvormittag Richtung Wochenende verlassen. Nicht selten war auch ein kleines oder grösseres Rudel Armeeangehöriger anzutreffen. (Sorry Andi, hab’ mich nicht geachtet, ob sie mit oder ohne Sturmgewehr unterwegs waren … doch ich glaube eher das zweite …)
Auf jeden Fall denke ich, dass es wohl auch auf den Bahnhöfen von Innsbruck, Ötztal, Landeck usw. immer mal wieder (Spontan)-Reisende hatte, welche sich das Gedränge nicht antun wollten und halt eine Stunden später gefahren sind … Bestimmt verspürten diese auch etwas Groll, wenn sie merkten, dass sich dieses Schauspiel jeden Freitag wiederholt …
Danke für die Verwendung des Bildes im Blog. Ich bitte darum den Namen mit einem Link auf meine Flickr Seite zu verwenden. Danke!
Zum Thema: Die ÖBB hat schon seit einiger Zeit viel zu wenig Waggons. Entweder das oder sie müssen die Frequenz erhöhen. Ich fahre ab und zu Linz-Wien und retour und die Erfahrung ist, dass sehr sehr viele Passagiere diese Strecke befahren. Die Kapazität in den Zügen der ÖBB reicht nicht aus um allen Fahrgästen einen Sitzplatz zu ermöglichen. Wenn man bedenkt, dass gerade die Westbahn die lukrativste Strecke ist, vergrault sich die ÖBB damit nur ihre Kunden.
Laut einem Artikel vom Standard am 18.12. ist an dem Grenzübergang erst das österreichische Personal eingestiegen. Aus Erfahrung weiß ich auch, dass das so üblich ist. In den knapp zwei Stunden, in denen der Zug von Budapest bis Nickelsdorf unterwegs war, die im obenstehenden Artikel angesprochen wurden, hätte der österreichische Schaffner wahrscheinlich nichts unternehmen KÖNNEN, weil er ja nichts davon gewusst hat. Wenn, hätten sich die ungarischen Schaffner darum kümmern können, aber unterwegs zusätzliche ungarische Waggons an den Zug anhängen, damit die dann irgendwo in Österreich herumfahren, bringt der MAV auch nicht viel. Irgendwie verständlich. Das Problem liegt eher an den unterschiedlichen Vorstellungen von ÖBB und MAV, was Sicherheitsstandards, etc. betrifft und deren Kommunikation, beziehungsweise GEMEINSAMEN Planung der Strecken!
Schon wieder? Reisenden Einstieg in Zug verboten.
hatte eine frau in schaffhausen kennen gelernt wusste nur das sie über zürich nach östereich färt es war aber nicht möglich in den sogenannten modernen zügen eine durchsage zu schalten damit ich mich melden konnte
ja die bahn die kasiert nur alles andere geht ihr am arsch vorbei aber ich mache es jetzt auch so
vorallem schlimm wenn du bei der auskunft auf eine frau trifst die keine kompetenz hat mehr als das geht nicht können die nicht sagen ……….. ja …….
na scheise die hat mich um an date gebracht