It’s done! Gestern habe ich meine BAV-Prüfung erfolgreich überstanden.

Bei dieser BAV-Prüfung wird das Zugpersonal, welches fahrdienstliche Aufgaben übernimmt, regelmässig getestet (Lernstoff: FDV). Sollte man nicht bestehen, hat man noch eine zweite Chance. Danach darf man sich nach einem anderen Job umsehen. (Wobei die SBB schon darauf achtet, dass man wieder innerhalb des Unternehmens eine Aufgabe findet.)

Der schlimmste Teil stand mir glücklicherweise gleich zu Beginn bevor. Rangieren im Zugsimulator. Zwei Aufgaben hatte ich zu bewältigen:

  • Aussetzen eines defekten Wagens innerhalb eines Bahnhofs. Einzige Schwierigkeit: Ein Signal, welches nicht rechtzeitig Fahrt zeigte und vor dem ich anhalten musste.
  • Von der Strecke zurück in den Bahnhof fahren. Dabei hatten die Prüfungsleiter einen Bahnübergang eingebaut, bei welchem sich die Schranken nicht schlossen. Natürlich wollten sie sehen, ob ich vor dem Übergang anhalte oder darüber hinaus fahre. Glücklicherweise beachtete ich auch dort alle relevanten Dinge.

In der Zeit, in welcher die anderen aus meiner Gruppe getestet wurden, durften wir ein wenig auf den Loksimulatoren, welche in einem anderen Raum standen, Lokführer spielen. So konnten wir die Signalkenntnisse verbessern und trainieren und hatten auch noch ein wenig Spass dabei. (Siehe dazu: FDV, Seiten 55-147)

Nach dem Mittagessen machten wir im Computerraum noch den theoretischen Teil der BAV-Prüfung, welcher deutlich einfacher war, als erwartet, bevor wir dann noch kurz ins Gleisfeld bei Zürich-Altstetten gingen, um zwei Wagen an- und wieder abzuhängen. Bei den Profis vom Rangierpersonal sieht es immer so einfach aus, wenn man es dann jedoch selbst mal macht, ist es echt anstrengend. (Dass ich mich dabei an der rechten Hand verletzte, fiel mir erst auf dem Rückweg auf, als die Hand plötzlich anschwoll…)

Wie dem auch sei, jetzt ist alles glücklich überstanden und die nächsten fünf Jahre muss ich mich vor keinen weiteren Test fürchten. ;o) Danach beginnt das Spiel wieder von vorne.