BAV-Prüfung: Geschafft!

von Andreas Hobi am 7. November 2007 · 2 Kommentare

It’s done! Gestern habe ich meine BAV-Prüfung erfolgreich überstanden.

Bei dieser BAV-Prüfung wird das Zugpersonal, welches fahrdienstliche Aufgaben übernimmt, regelmässig getestet (Lernstoff: FDV). Sollte man nicht bestehen, hat man noch eine zweite Chance. Danach darf man sich nach einem anderen Job umsehen. (Wobei die SBB schon darauf achtet, dass man wieder innerhalb des Unternehmens eine Aufgabe findet.)

Der schlimmste Teil stand mir glücklicherweise gleich zu Beginn bevor. Rangieren im Zugsimulator. Zwei Aufgaben hatte ich zu bewältigen:

  • Aussetzen eines defekten Wagens innerhalb eines Bahnhofs. Einzige Schwierigkeit: Ein Signal, welches nicht rechtzeitig Fahrt zeigte und vor dem ich anhalten musste.
  • Von der Strecke zurück in den Bahnhof fahren. Dabei hatten die Prüfungsleiter einen Bahnübergang eingebaut, bei welchem sich die Schranken nicht schlossen. Natürlich wollten sie sehen, ob ich vor dem Übergang anhalte oder darüber hinaus fahre. Glücklicherweise beachtete ich auch dort alle relevanten Dinge.

In der Zeit, in welcher die anderen aus meiner Gruppe getestet wurden, durften wir ein wenig auf den Loksimulatoren, welche in einem anderen Raum standen, Lokführer spielen. So konnten wir die Signalkenntnisse verbessern und trainieren und hatten auch noch ein wenig Spass dabei. (Siehe dazu: FDV, Seiten 55-147)

Nach dem Mittagessen machten wir im Computerraum noch den theoretischen Teil der BAV-Prüfung, welcher deutlich einfacher war, als erwartet, bevor wir dann noch kurz ins Gleisfeld bei Zürich-Altstetten gingen, um zwei Wagen an- und wieder abzuhängen. Bei den Profis vom Rangierpersonal sieht es immer so einfach aus, wenn man es dann jedoch selbst mal macht, ist es echt anstrengend. (Dass ich mich dabei an der rechten Hand verletzte, fiel mir erst auf dem Rückweg auf, als die Hand plötzlich anschwoll…)

Wie dem auch sei, jetzt ist alles glücklich überstanden und die nächsten fünf Jahre muss ich mich vor keinen weiteren Test fürchten. ;o) Danach beginnt das Spiel wieder von vorne.

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Andreas Hobi arbeitet seit 2001 bei der SBB und dort seit 2004 beim Zugpersonal. In seiner Freizeit schreibt er auf schweizweit.net von seinen Erlebnissen und über andere spannende Stories aus der Welt des öffentlichen Verkehrs.

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Peter November 15, 2007 um 12:10

Ich hoffe dass du auch noch in ein paar Jahren weisst, wie das mit den Signalen geht. Ich war einmal in Amerika unterwegs, wo ein Kondukteur ein Rückstellmanöver hätte führen sollen. Als das Signal in Fahrtstellung ging schaute er mich ereschrocken an, nahm sein Handy aus der Tasche und rief den Fahrdienstleiter an, was den er ihm gerade gestellt hätte. Er entschuldigte sich dann bei mir und sagte, dass er eben seit seinter Ausbildung nur noch Löcher in die Fahrkarten machen würde und deshalb nicht mehr wissen würde, wie das mit den Signalen gehe.

Kuppeln:
Das ist immer so eine Sache. Ich sage meinen Leuten immer “Schön langsam, wir machen das nicht jeden Tag. Oberstes gebot: darauf achten, dass man sich nicht verletzt.”
Es gibt aber auch noch weit prominentere Anfänger …
http://www.egghof.com/weblog/2005/07/bundesratslimousine-dieses-jahr-drfen.html

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Andreas (schweizweit.net) November 15, 2007 um 14:55

Zu diesem Zweck wurden diese periodischen Prüfungen für das Zugpersonal geschaffen: Damit wir den Stoff nie verlernen.

Immerhin hat der US-Kondukteur per Telefon um Hilfe gefragt und nicht “einfach irgendwas” gemacht… :)

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