In der Neuen Zürcher Zeitung kritisiert der Verband Schweizerischer Polizeibeamter (VSPB) mal wieder die Bahnpolizei. Als Beispiel nimmt der VSPB dabei den Match FC Luzern gegen FC St. Gallen vom vorletzten Samstag. Dort seien neun Bahnpolizisten insgesamt 900 Hooligans gegenüber gestanden und hätten Schläge einkassiert. Sprich: Es waren nach Meinung des VSPB zuwenig Bahnpolizisten vor Ort.

Dies zeige mal wieder, “wie verfehlt die Privatisierung staatlicher Kernleistungen” sei. Nun gut, dann hätte ich da mal eine Frage: Wieviele “staatliche” Polizisten waren im erwähnten Zug? Antwort: Keine! Dies wurde mir von Seiten des Zugpersonals so bestätigt.

Das Vorgehen der Schweizer Polizeikorps scheint klar. Wenn es in einem Zug oder in einem Bahnhof Probleme gibt, verziehen sie sich, gehen auf ihre Wachen Däumchen drehen und überlassen die Bahnpolizisten ihrem Schicksal. Kommt es dann zu Übergriffen auf die Bahnpolizei oder andere SBB-Mitarbeiter, ruft man sofort nach Verboten für private Sicherheitsdienste, da diese mit Problemen angeblich nicht umgehen können.

In zwei Punkten jedoch hat sogar der VSPB Recht:

Mal schauen, was in dieser Sache noch geht.