Folgende Geschichte wurde mir von einer Arbeitskollegin zugetragen:
Sie kontrollierte gerade einen Rheintalexpress auf der Strecke zwischen St. Gallen und Chur, als ihr eine Kundin ein halbes Billett vorwies. Doch leider fand die Kundin das Halbtax nicht. Sie suchte, und suchte… Irgendwann gab sie es auf und sagte, sie wolle nun noch zweites halbes Billett lösen, weil sie ihr Halbtax nicht finde.
Meine Kollegin gab ihr nochmals ein paar Minuten Zeit, um nach dem Halbtax zu suchen. Als sie dann ein paar weitere Fahrgäste kontrolliert hatte, kehrte sie zu der Kundin zurück. Diese hatte ihr Halbtax noch immer nicht gefunden. Plötzlich hielt sie inne: “Ou, jetzt weiss ich, wo ich das Halbtax habe!” “Ja wo denn”, wollte meine Kollegin wissen. Und die Kundin sagte tatsächlich: “Das habe ich für dieses Wochenende meiner Kollegin ausgeliehen, weil ich dachte, ich brauche es am Wochenende nicht!”
Im ersten Moment wusste meine Arbeitskollegin nicht, ob sie nun verarscht wurde oder ob die Kundin dies ernst meine. “Was haben Sie???” “Ja ich dachte, ich fahre am Wochenende nicht Zug und habe das Halbtax meiner Kollegin gegeben.”
Nun wurde die Kundin darüber aufgeklärt, dass es nicht erlaubt ist, das Halbtax an jemanden weiter zu geben und dass dies unter “Missbrauch” ginge und insgesamt CHF 200.- kosten würde. “Nei, würkli?”, wollte die Kundin wissen. Ja, wirklich.
Schlussendlich drückte die Kondukteurin nochmals ein Auge zu und so kam die Kundin nochmals ungeschoren davon.
Nun konnte sie also nur noch hoffen, dass die Kollegin nicht von einem aufmerksamen Kondukteur erwischt wird… ;o)
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Wow, gewagt und Glück hoch 10! Ich habe meist bei meinem GA schon Probleme wenn ich meine Haare schneide oder verändere (und das tue ich so oft wie ich kann :-))