Wie bei vielen anderen Berufen auch, hat man als Reisezugbegleiter viel mit Menschen zu tun; man steht in direktem Kundenkontakt. Wir repräsentieren im Zug die SBB und müssen ein positives Bild abgeben. Da ist es sehr wichtig, dass wir persönlich ausgeglichen und zu den Fahrgästen freundlich sind.

Dies ist jedoch nur möglich, wenn wir gut mit Stress umgehen können und nicht zu viel privaten Stress in den Job hineintragen. Wer gestresst ist, reagiert mitunter gereizt auf Mitmenschen und gibt ein schlechtes Bild ab. Dies gilt es zu vermeiden. Was mache ich also, um möglichst viel Stress zu reduzieren? Und welche Tipps helfen ausserdem dabei, ein möglichst stressfreies Leben zu führen? 41 Tipps gegen den Stress:

  1. Steh am Morgen 15 Minuten früher auf als bisher und du wirst merken, dass dein Start in den Tag viel relaxter und stressfreier von sich geht.
  2. Lege am Vorabend alles für den nächsten Tag bereit; das Frühstück, die Znünibrote welche du zur Arbeit mitnimmst und die Kleider, die du anziehen möchtest
  3. Verlass dich nicht zu sehr auf dein Gedächtnis. Schreibe lieber alles auf. Schreibe eine Einkaufsliste, notiere dir wichtige Termine.
  4. Lass dir im Fachgeschäft Ersatzschlüssel anfertigen und verstecke einen zweiten Hausschlüssel an einem sicheren Ort in deinem Garten (falls vorhanden).
  5. Sei immer darauf vorbereitet, dass du irgendwo warten musst. Wenn du zum Beispiel in der Post darauf wartest, dass dein Nümmerchen aufgerufen wird, ist es immer von Vorteil, etwas Lesestoff bereit zu haben um die Zeit sinnvoll zu nutzen. Ist der Zug zu spät: Ein Buch hilft dir, die Wartezeit zu überbrücken.
  6. Aufschieberitis führt zu Stress. Was auch immer du morgen tun willst -> tue es heute! Was auch immer du heute tun willst -> mach es jetzt sofort!
  7. Denke immer im Voraus. Kaufe neue Briefmarken, bevor du keine mehr hast, bestelle das neue GA, bevor das alte abgelaufen ist, gehe nicht erst auf den Zug, wenn er schon abgefahren ist.
  8. Plane immer Extra-Zeit ein, Puffer-Zeit sozusagen. Plane 15 Minuten Reservezeit vor Terminen und sei mindestens eine Stunde vor spätester Ankunftszeit im Flughafen.
  9. Gib dich nicht mit halb funktionierenden Geräten ab. Wenn deine Armbanduhr nicht funktioniert, der Wecker zu leise läutet, der Wasserhahn tropft -> Lass den Schaden beheben oder kaufe dir einen Ersatz!
  10. Habe immer Pläne “für den Fall dass…” bereit. (Zum Beispiel: “Falls wir uns im Einkaufszentrum verlieren, falls jemand von uns verspätet ist, dann…”)
  11. Wunderbare Pollyanna! Jedes negative Ereignis hat auch seine guten Seiten. Achte mal darauf und du wirst staunen!
  12. Sag mal NEIN! Sag nein zu zusätzlichen Aufgaben, sozialen Aktivitäten und Einladungen, bei denen du jetzt schon weisst, dass du die Kraft und Energie dafür gar nicht hast. Jeder braucht mal Zeiten, in denen er ausruhen und allein sein muss.
  13. Zieh den Telefon-Stecker und geniesse ein langes Bad, meditiere, schlafe, lese… Und das alles ohne jegwelche Art von Störung. Die Zeit gehört ausschliesslich dir allein. Kapsle dich öfter von deiner Umwelt ab.
  14. Vereinfache, vereinfache, vereinfache!
  15. Gib dich nicht mit Stänkern ab und freunde dich mit Optimisten an! Du wirst stehen, das wirkt Wunder!
  16. Dehne und strecke dich öfters, wenn du oft und lange sitzen musst.
  17. Wenn du zuhause keine Ruhe findest, trage Ohrenstöpsel! (Ich mache das jeweils beim Bloggen.)
  18. Sorge dafür, dass du genügend Schlaf hast. Setze dafür den Wecker, so dass er dich daran erinnert, ins Bett zu gehen.
  19. Sorge dafür, dass jedes Ding in deinem Haushalt seinen Platz hat. Nichts ist stressiger als verlorene Dinge zu suchen.
  20. Schreibe Tagebuch oder blogge. So siehst du die Dinge oftmals klarer.
  21. Zähle beim langsamen Einatmen bis acht, und zähle beim langsamen Ausatmen bis 16. Und nun mache diese Übung zehn mal.
  22. Visualisiere für jeder Herausforderung die Belohnung oder den Erfolg, der auf dich wartet. Denke jedes Detail der Herausforderung in Gedanken durch. Stell dir vor, wie es sich anfühlt, die Herausforderung gemeistert zu haben und von allen gefeiert zu werden.
  23. Wenn du dich nicht mehr auf eine bestimmte Aufgabe konzentrieren kannst, mache etwas anderes, erledige eine andere Aufgabe. Das lenkt dich ab und wenn du zur ursprünglichen Aufgabe zurückkehrst, kannst du dich wieder voll auf sie konzentrieren.
  24. Sprich mit einem Freund oder einem Bekannten über deine Probleme.
  25. Gib dich nur mit Leuten ab, bei denen du dich wohl fühlst. Wenn du zum Beispiel Politik hasst, dann gibt dich nicht mit einem Nationalrats-Kandidaten ab, der nur über Politik spricht. Meide Orte, an denen du dich nicht wohl fühlst. Ziehe notfalls um.
  26. Mach dir nicht zuviel Sorgen über das übermorgen. Konzentriere dich auf heute und allerhöchstens auf den nächsten Tag.
  27. Mache jeden Tag mindestens etwas, das dir gefällt.
  28. Gebe jeder deiner Tätigkeiten eine Prise Liebe bei.
  29. Tue jeden Tag jemandem einen Gefallen.
  30. Konzentriere dich darauf, zu verstehen, anstelle verstanden zu werden. Konzentriere dich darauf, zu lieben, anstelle geliebt zu werden.
  31. Plane zwischen deinen Aufgaben auch mal Pausen ein.
  32. Nimms nicht so genau. Nicht alles muss perfekt erledigt werden. Denke an die 80:20-Regel.
  33. Hör auf mit dem negativen Gequatsche: “Ich bin zu dick, zu alt, zu hässlich…”
  34. Betrachte das Wochenende als Ausgleich zur hinter dir liegenden Woche: Du hast dich während der Woche kaum bewegt? Geh nach draussen! Du warst während der Woche immer unter Leuten? Schotte dich ab!
  35. Erledige eine Aufgabe nach der anderen. Wenn du an einer Aufgabe bist, denke nicht an die nächste und übernächste und an alles, was du noch tun solltest.
  36. Nimm dir jeden Tag Zeit für Privatsphäre, Ruhe und deine Gedanken.
  37. Erledige die unangenehmen Dinge zuerst und geniesse danach den Tag: Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen.
  38. Delegiere!
  39. Verlasse deinen Arbeitsort in den Pausen nicht nur in Gedanken, sondern auch physisch.
  40. Sei nicht zu streng mit deinen Mitmenschen und akzeptiere, dass wir in einer unperfekten Welt leben.
  41. Achte darauf, die Welt mit optimistischen Augen zu sehen! Es gibt so viel schönes, so viel tolles auf unserer Erde. Mach die Augen auf!

Jeder hat seine eigenen Methoden, wie er gegen Stress vorgeht und wie er Stress vorbeugt. Es ist also gut möglich, dass viele der oben aufgeführten Punkte auf einzelne Menschen nicht zutreffen, während es viele Punkte gibt, welche nicht aufgeführt sind, jedoch sehr gut nützen können. Schlussendlich muss jeder selbst herausfinden, was ihm am meisten zusagt.

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