..::: Meine ersten Erfahrungen mit Leopard (Mac OS X 10.5) :::..



Wie versprochen folgt hier nun der erste Leopard-Erfahrungsbericht. Nach der Installation, die logischerweise ihre Zeit brauchte, startete der Mac im neuen Design auf. Sofort stechen mir die neuen Symbole auf dem Desktop sowie die Menüleiste und das 3D-Dock mit Spiegeleffekt ins Auge. Diese gefallen mir deutlich besser als noch in der Vorversion.

Stacks

Da ich in den letzten Tagen einiges von der Stacks-Funktion hörte, probiere ich diese nun gleich aus: Also auf den Ordner “Dokumente” klicken - et voilà - wie ein Fächer öffnet sich der Inhalt. Sieht super aus! Diese Funktion werde ich wohl noch öfters nutzen.

Finder

Die Seitenleiste wurde vollkommen überarbeitet. Noch muss ich mich noch daran gewöhnen. Aber mit der Zeit werde ich dank ihr bestimmt rascher arbeiten können. Sehr schön gemacht ist Cover Flow. Dank dieser Funktion kann ich nun durch die Dateien blättern wie in einem Album. (Nutzer von iTunes kennen diese Funktion schon länger.) Interessanterweise kann ich sogar durch mehrseitige Dokumente blättern oder Filme abspielen - und das alles, ohne das Dokument überhaupt zu öffnen. Schade nur, dass die Vorschau der Dateien in Cover Flow in den ersten Sekunden ein wenig verpixelt daherkommt.

Natürlich kann man Cover Flow auch zusammen mit Spotlight nutzen: Ich gebe einen Suchbegriff bei Spotlight ein und blättere dananch mit Cover Flow durch die Suchergebnisse. Ob man damit wirklich schneller ist als mit der herkömmlichen Darstellung, dies sei mal dahingestellt. Sieht auf alle Fälle besser aus. :)

Übersicht

Als ich mich im Internet über Mac OS X 10.5 (Leopard) informierte, stand das etwas von der neuen Funktion namens “Übersicht”. Leider fand ich die im Mac nicht auf Anhieb. Mmh… Wo hat die sich nur versteckt… Ach ja, da unter “Ablage” oder mit dem Tastaturkürzel ⌘+Y.

Wenn man sie mal gefunden hat, eine nützliche Funktion. Man kann sie auch in der Time Machine nutzen.

Time Machine

Und da wären wir auch schon bei der erwähnten Time Machine. Mit ihr habe ich eine automatische Datensicherung zur Hand, welche mir für die vergangengen 24 Stunden eine exakte Kopie der Festplatte für jede einzelne Stunde, für den vergangenen Monat eine Kopie pro Tag und für die Zeit davor eine Kopie pro Woche anfertigt. Insgesamt brauchte Time Machine bei mir rund 20 Stunden, um alle Dateien zu archivieren. Es braucht also seine Zeit bei einem grossen Datenvolumen. (Vielleicht lag es aber auch nur an der externen Festplatte.) Wenn die Daten dann erstmal archiviert sind, vermerkt Time Machine nur noch die Änderungen an den Daten und ist deshalb dann bedeutend schneller.

Spaces

Diese Funktion soll mir angeblich behilflich sein, wenn ich mit vielen Aufgaben gleichzeitig arbeite. Bevor ich zuviele Programme und Daten auf dem Bildschirm anhäufe, kann ich sie auf bis zu 16 virtuelle Bildschirme aufteilen. Je nach gewünschtem Arbeitsbereich wechsle ich dann zwischen diesen Bildschirmen.

Mit dieser Funktion muss ich mich wohl noch anfreunden. Im Moment wüsste ich nicht, wo ich sie nutzen könnte und ob ich sie jemals nutzen werde. Ist vielleicht auch eine Gewöhnungssache.

Safari

Der neue Safari-Browser hat viele Schritte nach vorne gemacht, ist jedoch immer noch zu langsam. Ob das ein allgemeines Problem ist oder ob es nur auf meinem Mac so ist - ich weiss es nicht.

Das Design wurde leicht überarbeitet und kommt nun frischer und klarer daher. Zudem gibt es neu die Möglichkeit, PDF-Dateien im Browser zu verkleinern und zu vergrössern, zu sichern oder mit der Vorschau zu öffnen.

Funktionen, welche ich momentan nicht nutze

  • Mail (ich nutze lieber die Online-Version von Gmail)
  • iChat (keine Zeit zum chatten. ;o)
  • Kindersicherung (solange ich keine Stammhalter habe, brauche ich dies nicht)
  • Boot Camp (Microsoft hat auf meinem Mac nichts verloren)

Angeblich soll Mac OS X Leopard über 300 neue Funktionen haben. Wenn man jedoch mit Leopard arbeitet, hat man nicht das Gefühl, dass es so viele sind. Nach dem Betrachten der Übersicht wird mir schon klarer, wie Apple auf “über 300″ kommt. ;o)

Fazit

Der Kauf der neuen Mac OS X-Version lohnt sich für alle, welche ihren Mac häufig nutzen und / oder schneller arbeiten wollen. Den Gelegenheitsnutzern würde ich es nicht unbedingt empfehlen.

23 Kommentare zu “Meine ersten Erfahrungen mit Leopard (Mac OS X 10.5)”

  1. juju am 28.10.2007 um 15:51

    Seit Leopard läuft bei mir CorelPhotoPaint nicht mehr, meine schöne analoge Uhr auf dem Desktop kriege ich nicht mehr hin, mit firefox ( oder Safari ) können Seiten unter Joomla nicht mehr bearbeitet werden.
    Insgesamt bisher eine Verschlechterung.

  2. Andreas (schweizweit.net) am 28.10.2007 um 21:20

    Dann hoffen wir mal, dass diese Probleme bald behoben sind. ;o) Ich hatte bisher Glück, alle Programme laufen einwandfrei.

  3. MacMaxxx am 29.10.2007 um 13:42

    Schneller ????????????????
    Schon mal nen Cinebench laufen lassen ???? Auf nem Dualcore G5 deutliche Geschwindigkeitseinbußen in jeder Disziplin !!! Multiprozessor Speedup ist jetzt 1.2 nicht mehr 1.9, OpenGL- Leistung kackt übelst ab ! Auf nem neuen Intelmac ( Macbookpro 2,4 Ghz Geforce 8600 M GT 256 MB, 4 GB Ram, 7200er Festplatte ) läufts noch schlechter ! Das neueste Macbook ist langsamer als mein alter G4 mit dem selben System !? Auf dem Macbookpro funktioniert sowieso gar nichts mehr: angefangen bei Excell bis CS2 ! Timemachine, die revolution ?? Ein simples, grafisch schönes Backupprogramm, was dauernd abstürtzt, sobald es über 200 GB backup bewältigen will !
    Nach nem Internet update fuhr das mbp gar nicht mehr hoch, Bluescreen ! Wo kann ich die Firewall vernünftig konfigurieren ??? Ich habe hier einen g3, mehrere g4, drei g5, 2 intelmac, - wirklich jeder Computer ist langsamer geworden !!!!!!! Lohnt sich überhaupt nicht zu kaufen - nur für den, der seinen Mac NICHT professionell gebraucht und auf grafischen Schnickschnack abfährt, wobei sogar dieser subjektiv schlechter ist als OS X10.4. So ein dummes hässliches Desktopbild wie das voreingestellte habe ich bei Apple noch nie gesehen !!! Das Dock ist jetzt unübersichtlich ! Zu guter Letzt ist das System über 20 GB groß und instabil !!! Alle positiven Eigenschaften, die ein Mac mal besaß ( stabilität, nüchternheit, ….. ) sind vom Applehype überrollt worden ! Es lebe der iKapitalismus !

  4. Andreas (schweizweit.net) am 29.10.2007 um 14:56

    Wie gesagt, ich bin zufrieden. ;o) Und die Funktionen, welche ich nutze, funktionieren alle (noch).

  5. Loup am 31.10.2007 um 22:54

    Seit Leopard laufen diverse Programme nicht mehr:
    z.B. Adobe Photoshop 7, Adobe ImageReady 7, OnX v 1.8.3, Litlecon
    Worin besteht eigentlich die Verbesserung gegenüber MacOS X 10.4 ?

  6. Andreas (schweizweit.net) am 01.11.2007 um 04:49

    Ich musste bisher nur das Programm “Aurora” updaten. Die Hauptverbesserung besteht wohl in der Darstellung (Übersicht, Vorschau, Dock, transparente Menüs, Spaces, iChat), in Boot Camp, Mail, im verbesserten Finder und der neuen Kindersicherung sowie natürlich in Time Machine.

  7. Ragin Hari am 01.11.2007 um 11:54

    auf meine mac mini mit 512 MB fühlt sich 10.5 tatsächliche zäh an; imac und mac book pro (jeweil 2GB) flutschen brav dahin. Es gehen fast alle Apps - leider GroupCal (Synct iCal mit Exchange im Büro) nicht;
    Die Kindersicherung hat einen Bug - ich will nur die Nutzungszeitbeschränken, nicht die Webinhalte, weil das mit amerikanischer Paranoia eingestellt ist. Leider ignoriert OS X die Einstellung “unbeschränkter Zugang auf Websites” und filtert. Wenigstens sieht man, wie europäische und US-Werte auseinander liegen ..
    Time Machine ist für den Großteil der User ein Segen. Ich mache viel Support im Bekanntenkreis (OSX, Win), und von denen haben die meisten kein vernünftiges Backup. Ich glaube, das ist überall so.

  8. Poltergeist am 03.11.2007 um 14:33

    In der Tat ist 10.5 eine herbe Enttäuschung. Kann mich MacMaxx nur anschliessen. So wie Vista ein aufgeblasenes Kinderspielzeug wurde, ist Leopard nicht weniger “zu bunt” ohne Substanz. Besonders verwerflich finde ich aber, dass so viele gute Dinge entfernt wurden (z.B. die Firewall-Einstellungen). Insgesamt wurde für Klicky-Bunty-Gaga zu viel geopfert. Ein Betriebsystem sollte unauffällig und effizient sein und sich nicht selbst zum “Star” machen wollen, bis für Programme kein Platz mehr ist!!

  9. Loup am 03.11.2007 um 15:25

    Nun habe ich feststellen müssen, dass auch VectorWorks vers.10.5.1 nicht läuft!
    Ich habe mich nun entschieden den “Leopard auf Eis zu legen” und die Version
    MacOS 10.4.9 weiter zu nutzen. Nur Schade um die 129.-€.
    Leopard ist nach meiner Einschätzung keine Verbesserung. Wenn man krampfhaft nach Verbesserungen suchen muss, spricht dieses wohl nicht für das neue System!

  10. Ragin Hari am 04.11.2007 um 19:44

    @Poltergeist: die allgemeinen Firewall-Einstellungen findest du ab 10.5 unter Security, die Ports werden mit “Sharing” implizit freigeschaltet/blockiert. Das halte ich durchaus für sinnvoll und ist für Normalos besser verständlich. Unverständlich ist, dass die Firewall per Default deaktiviert ist. So sicher ist kein Unix, dass eine Firewall nicht noch eine Verbesserung bringt.

  11. Jonathan am 05.11.2007 um 23:11

    Quick Look oder, wie du es nennst, Übersicht ist im Finder oben das Icon mit dem Auge. Oder im Kontextmenu.

  12. Rinaldo4 am 06.11.2007 um 13:40

    Vorsicht Leopard!!!…tja jetzt haben wir endlich osx Probleme durch die Hintertür…hatte kein update auf den sonnet Raidcontroller,…und 6 Festplatten - Inhalte verloren!..gut wer eine 3. te Sicherung hat!!!

    Timemachine:
    1. man kann nur die Festplatte sichern, auf der das System läuft.
    2. die Backup Festplatte muß min. 2x so groß sein wie die Quelle, sonst geht nichts…

    Kann Leopard nur s. bedingt empfehlen…

    Grüsse aus M.

  13. Andreas (schweizweit.net) am 07.11.2007 um 09:00

    die Backup Festplatte muß min. 2x so groß sein wie die Quelle, sonst geht nichts…

    Kommt ganz darauf an. Ich zum Beispiele sichere meine Programme nicht via Time Machine und meine Filme von iMovie habe ich schon seit jeher auf einer eigenen ext. Festplatte abgelegt.

    Die Daten, die danach noch übrig bleiben, haben locker auf einer 200GB-Festplatte Platz.

    (Bei Time Machine bestimmt man selber, welche Daten gesichert werden und welche nicht.)

  14. Jonathan am 07.11.2007 um 18:37

    (Bei Time Machine bestimmt man selber, welche Daten gesichert werden und welche nicht.)
    Kleine Korrektur, man kann angeben, was man nicht sichern moechte. Finde ich aus Bedienersicht sehr fraglich, dass einfach standardmaessig mal alles gesichert wird, und man dann angeben muss, was man nicht sichern moechte.
    So allgemein wurde bei Time Machine doch sehr mit Features gespart. Tolle Animation im Weltraum, viel fuer wenig.

  15. Rinaldo4 am 07.11.2007 um 21:28

    Hallo wie bereits gesagt, mit Timemaschine gehen nur Sicherungen, auf der das System läuft, von einer beliebigen Platte zu einer beliebigen ist nicht!
    (Bei Time Machine bestimmt man selber, welche Daten gesichert werden und welche nicht.)

    ist nicht frei zu wählen , weshalb dann der ganze Aufwand ?

    timemaschine funktioniert also nur für “einFestplatten Besitzer” mag für so einige eien gute Lösung sein…Apple weshalb so knausrig? wie wäre es mit freier Verfügbarkeit? Kommentar : stimme Jonathan voll zu.

  16. Vigilant am 14.11.2007 um 22:02

    Da hat man also schon einen Bluescreen mit Mac OS X? Ja,ja. ;)

    3 Rechner hier mit Leopard. Leo läuft um einiges schneller, man merkt, dass Apple am Unterbau gefeilt hat. Die OpenGL Darstellung unter Modo läßt schon fast eine neue Grafikkarte vermuten. Spotlight ist schneller, der gesamte Finder fühlt sich geschmeidiger an. Natürlich auch die Darstellungen der Fenster, die jetzt unter einer einheitliche GUI sind. Es gibt kleine Bugs, aber nicht mehr als bei Tiger am Anfang.

    Die Stabilität ist wie immer gegeben. Photoshop CS 2 läuft. Es gibt minimale Bugs z.B. beim direkten Eingeben von Größen in der Brushfunktion. Ist aber verständlich, deshalb gibt es von den meisten Programmen ja Updates für Leo. Excel macht auch keine Zicken. Ich arbeite mit Wordpress und Joomla und kann dort überhaupt keinen Unterschied zu Tiger bemerken, ausser den Geschwindigkeitzuwachs von Safari. :)

    Alleine Quick Look ist für mich schon das Update wert gewesen, eine enorme Zeitersparnis. Die systemweite Lexikonfunktion ist fantastisch. Spaces muß ich noch weiter testen, Expose reicht eigentlich für meine Arbeitsweise. Die Stacks im Dock erweisen sich als sinnvoll. Dazu noch etliche Kleinigkeiten, wobei man wieder nicht gedacht hätte, dass sie die Produktivität steigern könnten.

    Jedenfalls gibt es hier auf 3 Rechner nicht mehr Probleme als mit 10.4.0, Leo macht hier schon einen recht ausgereiften Eindruck und ich kann viele Kommentare über mir kaum nachvollziehen.

  17. Mac Freeware am 15.11.2007 um 22:18

    OS X 10.5 ist sicherlich keine MegaRevolution aber es lohnt sich durchaus Leopard zuzulegen. Die Umstellung von Tiger auf Leopard ist kein Problem da das meiste am alten Platz ist. Viele Details wurden verbessert und ich auf meinem MacBook kann ich jetzt durchaus schneller arbeiten. Spaces, Stacks haben durchaus seine Berechtigung und finde ich vom ersten Moment an praktisch und intuitiv. Das ich jetzt Support per iChat ScreenSharing machen kann finde ich auch genial. Ein Upgrade auf Leopard ist sicherlich keine Notwendigkeit aber das man es bereut (Kommentare oben) kann ich nun wirklich nicht nachvollziehen.

  18. Andreas am 12.01.2008 um 18:35

    Mac OS 10.5 läuft auf meinem iMac 2,4 ghz ausgezeichnet und schnell. Auch auf einem Macmini mit 1,6 ghz sehr gut.
    Ein einziges kleines Programm hatte Probleme, die durch ein Update behoben wurden. Bei einigen Dingen muss man sich umgewöhnen, insgesamt bin ich sehr zufrieden und möchte auf keinen Fall zu 10.4 zurück.

  19. Knut am 24.04.2008 um 09:10

    Danke, wirklich mal ein guter Bericht über Leopard in der Praxisanwendung.

  20. Sanith am 25.04.2008 um 00:46

    naja, man darf nicht vergessen, die Alten maschinen haben andere Prozessoeren, die leistung kann nicht gleich sein!
    mac hat diese Intel prozessoren nur hinzugefügt, damit man widows darauf laufen lassen kann und so besser konkurenzieren kann.
    Dies war einer der Gründe für einen mac, da ich ausbildungsbedingt auf windows arbeiten muss.
    @ vigilant Bluescreen, wunder geschehen. oder er meinte vista ;)

  21. Raimund am 04.07.2008 um 22:22

    Klasse Bericht. Danke für den Erfahrungsaustausch.

  22. Sandra am 04.10.2008 um 18:03

    Ich habe jetzt seit einem halben Jahr ein Macbook mit Leopard und was mich am meisten gestört hat, ist dass es keine Entfernen Taste gibt.

  23. Sandra-Lia am 04.10.2008 um 22:35

    gibts schon, doch.

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