Bahnbegriffe in der Alltagssprache

von Andreas Hobi am 26. Oktober 2007 · 4 Kommentare

Es ist erstaunlich, wie sehr die Begriffe aus der Eisenbahnsprache unseren Wortschatz beherrschen. Täglich benutzen wir Wörter wie zum Beispiel:

  • Dampf ablassen
  • einheizen
  • etwas kommt in Fahrt
  • abblocken
  • grünes Licht
  • Trittbrettfahrer
  • Schlusslichter
  • Weichen werden gestellt
  • der Zug ist abgefahren
  • auf der Strecke bleiben

Mir persönlich ist keine andere Fachsprache bekannt, welche einen ähnlich hohen Einfluss auf die deutsche Sprache hat.

(via Weltblick)

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{ 4 Kommentare… lies sie unten oder schreib selbst einen }

bd Oktober 26, 2007 um 20:36

Da die Eisenbahn einst den Horizont aller erweiterte, wundert dies kaum.

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RAFF Oktober 29, 2007 um 11:21

und nicht zu vergessen: der Chauffeur

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RAFF Oktober 29, 2007 um 16:53

Übrigens nicht nur unsere Wortschatz wurde durch die Bahn bereichert, auch die Zeitzonen verdanken wir der Bahn.

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Andreas (schweizweit.net) Oktober 29, 2007 um 17:35

Das wusste ich bisher noch gar nicht.

Aber nun habe ich mich auf Wikipedia schlau gemacht und somit weiss ich nun dank Dir und der Online-Enzyklopädie:

Mit der Entstehung grenzüberschreitender Bahnlinien wurde für die jeweilige Strecke eine bestimmte Zeit verwendet, was dazu führte, dass die Ortszeit von der Bahnzeit abwich – beim Zusammentreffen mehrerer Strecken entsprechend viele, teilweise nur um Minuten verschiedene Zeiten. So wurde die Gestaltung von Reiseplänen zu einer komplizierten Fleißarbeit. Der Antrieb, die Zeitzonen zu vereinheitlichen und zu systematisieren, kam daher vor allem von den Bahngesellschaften.

Ein weltweites Zeitzonensystem wurde zuerst 1879 vom kanadischen Eisenbahningenieur Sir Sandford Fleming (1827–1915) als Eisenbahnzeit vorgeschlagen.

Man lernt nie aus! :)

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